Eine handfeste Type: Der heilige Josef – Videobotschaft von Stadtdechant Robert Kleine zum zweiten Advent

6. Dezember 2020; ksd

Köln. Zum zweiten Advent lenkt Stadtdechant Robert Kleine den Blick auf den heiligen Josef, Jesu Ziehvater. Im Video nimmt er uns daher mit nach St. Joseph in Köln-Poll.
Vom heiligen Josef sind keine Worte überliefert. Nur Träume. Träume, die der jungen Familie um Maria, das Kind und Josef selbst das Leben retteten. Dass Josef deshalb alles andere als „eine schläfrige Type“ oder ein Träumer war, macht Msgr. Kleine in seiner Videobotschaft zum zweiten Advent deutlich. Und er stellt uns Josef, die „handfeste Type“ als Vorbild vor Augen: „Machen wir nicht viele Worte, packen wir an, sorgen wir füreinander“, so der Kölner Stadtdechant.


„Der Herr ist mein Hirte“


Dass die Glasfenster von St. Joseph Psalm 23, „Der Herr ist mein Hirte“ widerspiegeln, passt auch ganz gut zum Josephspatrozinium des Gotteshauses an der Poller Hauptstraße. Denn bevor Jesus zu dem Mann heranwuchs, den man auch als den Guten Hirten verehrt, und der mit seiner Frohen Botschaft über die Liebe Gottes die Welt verändern sollte, musste er erst einmal überleben.
König Herodes wollte dem neugeborenen Kind das Leben nehmen, denn die Prophezeihung hatte ihm verkündet, dass dieses bei Tieren im Stall geborene Kind der neue König der Welt sein würde. Josef jedoch nahm seine kleine Familie und floh. In den kommenden Jahren sorgte er dafür, dass das Kind überlebte, heranwuchs, schon früh seine für die Eltern oft unverständlichen und eigenwilligen Wege gehen konnte – und zudem einen sicheren Beruf erlernte: Zimmermann, wie er selbst einer war. Wie der Gute Hirte sorgte Josef also dafür, dass es Jesus an nichts mangelte, dass ihm seine Feinde nichts anhaben konnten und dass er sie nicht zu fürchten brauchte.
St. Joseph wurde in den 1860er-Jahren erbaut. Als Architekt ist ein Baumeister Nageschmidt aus Köln in den Annalen verzeichnet. Es wurde ein neugotischer, dreischiffiger Kirchenbau mit hohem Mittelschiff und niedrigeren Seitenschiffen errichtet, gekrönt von einem quadratischen Turmbau mit achteckigem Spitzhelm. 1864 wurde St. Joseph eingeweiht -- zunächst als Rektoratskirche von St. Heribert. 1866 wurde St. Joseph dann zur selbstständigen Pfarrei erhoben.
Ein Wirbelsturm kurz vor der Jahrhundertwende und die beiden Weltkriege sorgten für Zerstörungen und Verluste am Kirchenbau, sodass ein Neu- beziehungsweise Wiederaufbau nötig wurde. Bis zum Jahr 1951 dauerten die Arbeiten am jetzt einschiffigen Kirchenbau an, so die Pfarrchronik. Bis 1956 kamen ein frischer Innenputz, ein neues Geläut und eine Klais-Orgel hinzu. 1963 kamen dann die Fenster mit den Motiven zum Guten Hirten dazu.
Die Kirche präsentiert sich modern, hell und großzügig. Das schützende Zeltdach erinnert an die Beschützerrolle des heiligen Josef – und natürlich findet sich auch an eine anrührende Skulptur des Zimmermanns mit seinem Ziehsohn Jesus in der Kirche.

 

www.kirche-deutz-poll.de

 

Zurück