Gemeinsamer Weihnachtsgruß der christlichen Kirchen in Köln und Aufruf in Corona-Zeiten

19. Dezember 2020; ksd

Köln. Die christlichen Kirchen in Köln wünschen allen Menschen in unserer Stadt und darüber hinaus gesegnete und frohe Weihnachten. Hinter der gemeinsamen Anzeige im Kölner Wochenspiegel an diesem Wochenende stehen der Evangelische Kirchenverband Köln und Region, das Katholische Stadtdekanat Köln, der Katholikenausschuss in der Stadt Köln und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln. 

Unter dem Motto „füreinander da sein, aneinander denken, besonders jetzt“ laden die christlichen Kirchen in Köln ein, an diesem Weihnachtsfest inmitten der Corona-Pandemie auch auf Distanz für andere Menschen da zu sein. Ob durch einen Telefonanruf, eine E-Mail, einen Brief oder eine Weihnachtskarte – auch so können Begegnungen zwischen Menschen möglich werden. Und man kann dem anderen zeigen, dass man an ihn denkt.

 

Gemeinsamer Besuch im Altenzentrum setzt ein Zeichen der Verbundenheit

 

Kurz vor Weihnachten haben Stadtdechant Msgr. Robert Kleine, Stadtsuperintendent Bernhard Seiger und der Vorsitzende des Katholikenausschusses, Gregor Stiels, gemeinsam das Marie-Juchacz-Zentrum, eine Altenpflegeeinrichtung der AWO in Köln-Chorweiler, besucht. Damit wollten sie ein Zeichen der Solidarität und der Verbundenheit sowohl mit den Bewohnerinnen und Bewohnern als auch mit den Mitarbeitenden setzen (lesen Sie hier den Beitrag von Beatrice Tomasetti dazu).

„Wir wollen solidarisch füreinander da sein, aneinander denken. Besonders jetzt. Und Ihnen die frohe Botschaft von Weihnachten bringen“, wandte sich Seiger an die alten Menschen. „Wir wollen Ihnen sagen, dass Sie in dieser schweren Zeit nicht alleine sind, wir in unseren Weihnachtsgottesdiensten an Sie denken und Sie in unsere Gebete einschließen“, betonte Kleine. „Die Pflegenden ersetzen in Pandemie-Zeiten oft die Angehörigen und sind die echten Helden des Alltags“, unterstrich Stiels. Ihnen allen wollten die Kirchen „ein bisschen Wärme in ihr Leben bringen“. Soweit unter den Bedingungen der Pandemie möglich, waren die Seelsorgerinnen und Seelsorger beider Kirchen auch während des Corona-Jahres weiterhin für die Menschen in den Senioreneinrichtungen da.

„Vereinsamung ist die große Not unserer Zeit, die nicht klein zu reden ist“, erklärte Stadtsuperintendent Seiger. „Wir dürfen sie nicht übersehen.“ Daher wollten in diesen Tagen die christlichen Kirchen in Köln eine Botschaft der Verbundenheit senden.  „Es geht um Menschlichkeit“, betonte Stadtdechant Kleine, „und darum, dass wir unseren Blick, der sich durch die Pandemie verengt, gerade auch für diejenigen weiten, die wir gar nicht kennen, aber die in unserer unmittelbaren Nachbarschaft leben.“

 

Auch die evangelische und die katholische Telefonseelsorge sind an Heiligabend, an den Weihnachtsfeiertagen und danach rund um die Uhr erreichbar. Hier finden Anruferinnen und Anrufer auch in einsamen Zeiten Menschen, die ihnen zuhören und beistehen. Erreichbar ist die Telefonseelsorge unter 0800 1110111 und 0800 1110222 (kostenfrei und anonym).

 

Des Weiteren ist das „Zeit für Sie“-Telefon von Stadtdekanat und DOMFORUM auch an Weihnachten, Silvester und Neujahr für Menschen da, die jemanden zum Zuhören und Aussprechen brauchen. An Heiligabend (24. Dezember) erreichen Sie das Telefon bis 24 Uhr, am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag (25. und 26. Dezember) zu den üblichen Zeiten, ebenso an Silvester (31. Dezember) und Neujahr (1. Januar): von 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr. Erreichbar ist es ansonsten montags bis freitags zu diesen Zeiten unter der Nummer 0221 9258471164. 

 

Hier finden Sie einen Bericht von Beatrice Tomasetti dazu.

  

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