Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten zu stadtweiten Veranstaltungen, Initiativen und Aktionen der katholischen Kirche und ihrer Kooperationpartner in der Stadt Köln.

Überregionale Nachrichten der katholischen Kirche finden Sie auf den folgenden Webseiten:

www.erzbistum-koeln.de | www.koelner-dom.de | www.domradio.de | www.katholisch.de | www.kna.de | www.dbk.de | www.vaticannews.va/de.html

 

Köln feiert die Heiligen Drei Könige auch im Sommer: Gottesdienst und Video erinnern an Ankunft der biblischen Gestalten am Rhein

23. Juli 2020; ksd

Köln. Wie die Heiligen Drei Könige oder besser ihre Reliquien an den Rhein kamen, ist eine fast abenteuerliche Geschichte. Der Kölner Erzbischof Rainald van Dassel brachte sie 1164 von Mailand nach Köln, wo sie seitdem verehrt werden und jedes Jahr unzählige Besucherinnen und Besucher aus der ganzen Welt in den Kölner Dom „locken“. Kölns Stadt- und Domdechant Robert Kleine hat im vergangenen Jahr die Kirche Sant Eustorgio in Mailand besucht, wo die Reliquien der drei biblischen Sterndeuter zuvor in einem Sarkophag lagen. Der ist nun leer – doch einige Reliquien sind nach Mailand zurückgekehrt und können wieder in der Kirche Sant Eustagio verehrt werden. Zwischen beiden Städten, die die Heiligen Drei Könige verehren, besteht ein starkes Band und die Partnerschaft wächst weiter. Während der Corona-Krise haben die Kirchenzeitung und das Stadtdekanat Köln mit einer großen Spendenaktion die Caritas Mailand mit mehr als 80.000 Euro unterstützt.

Am Donnerstag, 23. Juli, feiert Msgr. Robert Kleine um 18 Uhr eine Andacht und um 18.30 einen feierlichen Gottesdienst im Kölner Dom.

Mehr Informationen, auch über etwaige noch vorhandene Kartenkontingente zum Besuch der Heiligen Messe, finden Sie unter www.koelner-dom.de und hier.

 

Weitere Videos finden Sie auf dem Youtube-Kanal des Stadtdekanats sowie auf der Seite des Stadtdechanten.

 

Corona-Nachbarschaftshilfe mit bislang mehr als 100.000 Euro gefördert

15. Juli 2020; ksd

Köln (pek). Mit mehr als 109 000 Euro sind im Erzbistum Köln bislang 68 Nachbarschaftshilfe-Projekte gefördert worden. Seit Beginn der Corona-Krise stellt der Soforthilfefonds der Aktion Neue Nachbarn (ANN) im Erzbistum Köln Gelder für die Nachbarschaftshilfe zur Verfügung. 

Die Projekte reichen von Computerlernkursen in Flüchtlingsunterkünften bis hin zu Online- und Telefonberatungen. In den Sommerferien gibt es einige Initiativen, die Kindern und Jugendlichen trotz Corona ein alternatives Ferienprogramm bieten.

 

Wochenendausflug für alleinerziehende Mütter


So hat beispielsweise Diakon Hanno Sprissler aus dem Kirchengemeindeverband Sülz-Klettenberg während des Shutdowns Kontakt gehalten mit alleinerziehenden Frauen und deren Kindern. Jetzt hat er mit und für diese Gruppe ein Ferienwochenende im August 2020 arrangiert. Bei dem Wochenendausflug müssen sich die 16 Alleinerziehenden um nichts kümmern. Sie erhalten je ein Familienzimmer mit Bad und Vollpension im Don-Bosco-Haus in Jünkerath mit erholsamer Umgebung mitten im Wald. 

 

Weitere Informationen gibt es bei der Aktion Neue Nachbarn.

 

Rondorfer Gemeinde sammelt Spenden für krebskrankes Mädchen / Krankenkasse zahlt Therapie nicht

10. Juli 2020; ksd

 

Köln (kiz/ksd). Zu Spenden für ein fünfjähriges Mädchen, bei dem ein mutierter diffuser Hirntumor festgestellt wurde, ruft die Rondorfer Gemeinde Heilige Drei Könige auf. Der Tumor kann nicht operiert werden. Die einzige Hoffnung der Familie ist eine Behandlung mit einem Medikament, das in Deutschland noch nicht zugelassen ist. Deshalb übernimmt die Krankenkasse die Kosten nicht. Das Medikament soll die Tumorzellen zerstören, ohne gesunde Zellen anzugreifen. Der leitende Pfarrer Jasson Ramirez-Cubillo und die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Monika Dittrich, bitten um Spenden.

Die Gemeinde schreibt dazu auf ihrer Internetseite: „Diese Art von Tumor ist sehr selten, wächst aber schnell. Die durchschnittliche Überlebenszeit mit Standarttherapien beträgt nach der Diagnose 12 bis 15 Monate.“ Es bleibe also wenig Zeit für Talia. Der einzige Lichtblick sei die Behandlung über die sogenannte Medikamentenstudie ONC201, die bisher nur in den USA und in der Schweiz praktiziert werde. Dabei seien bei einigen Patienten schon gute Erfolge erzielt worden. „Die Kosten für das Medikament, sowie für therapieunterstützende Mittel werden eine sechsstellige Summe erreichen, die keine Familie alleine stemmen kann“, schreibt die Gemeinde. „Jeder gespendete Euro hilft der Familie in der ohnehin schweren Situation – zumindest in finanzieller Hinsicht. Bitte geben Sie den Spendenaufruf an Ihre Familie, Freunde, Bekannten und Kollegen weiter. Wir danken für Ihre Unterstützung, damit wir Talia ein sorgenfreies, glücklicheres und gesünderes Leben schenken können.“

 

Spenden gehen auf das Caritaskonto der Kirchengemeinde Heilige Drei Könige

IBAN: DE68 3706 0193 0015 0490 30 bei der Pax-Bank Köln; 

BIC:  GENODED1PAX

Verwendungszweck: „Talia“

Bei einer Spende die geringer als 200 Euro ist, genügt ein Kontoauszug als Beleg beim Finanzamt. Bei Beträgen über 200 Euro wird eine erwünschte Spendenbescheinigung ausgestellt. Bitte geben Sie dann bei der Überweisung Ihre vollständige Adresse an.

 

Weitere Informationen unter www.heilige-drei-koenige.de

 

Öffentliche englischsprachige Domführungen starten wieder

9. Juli 2020; ksd

 

Köln (df). Am kommenden Wochenende startet das DOMFORUM nach der Corona-Pause wieder mit den ersten öffentlichen englischsprachigen Domführungen: Samstag, 11. Juli, um 14.30 Uhr und Sonntag, 12. Juli, 14.30 Uhr. Ab dann finden die Führungen wieder regelmäßig samstags und sonntags jeweils um 14.30 Uhr statt.

Treffpunkt ist das DOMFORUM am Roncalliplatz 2. Hier erhalten Sie auch die Tickets zu den Domführungen. Für die Führungen gelten die Auflagen der Corona-Verordnungen. So können maximal 12 Personen teilnehmen, alle Teilnehmenden müssen einen MundNasenschutz tragen, die Abstandsregel von 1,5 Meter ist einzuhalten und Kontaktdaten müssen aufgenommen werden, um eventuelle Infektionsketten
nachverfolgen zu können.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Weitere Informationen über Führungen und den Zugang zum Kölner Dom finden Sie hier.

 

„11 000 Fahnen für Köln“: Katholikenausschuss unterstützt die Aktion der Initiative „Kein Veedel für Rassismus“

7. Juli 2020; ksd

 

Köln (ka). „Der Katholikenausschuss in der Stadt Köln begreift Rassismus als der christlichen Botschaft diametral entgegengesetzte Ideologie, der es konsequent und kompromisslos entgegenzutreten gilt“, erklärt das Gremium in einer Pressemitteilung. Deshalb habe der Vorstand beschlossen, sich an der Aktion „11 000 Fahnen für Köln“ der Initiative „Kein Veedel für Rassismus“ zu beteiligen. Zum einen hängt aus dem Bürofenster des Katholikenausschusses am Roncalliplatz eine der Aktionsfahnen, „um augenfällig zu unterstreichen, dass die katholische Kirche hier Stellung bezieht“. Zum anderen hat der Katholikenausschuss für die 34 Kirchengemeinden des Kölner Stadtdekanats jeweils eine Aktionsfahne erworben und versendet diese an die Gemeinden. Sie sollen nicht nur dort aufgezogen werden, sondern auch die Menschen vor Ort sowie die Gremien der Gemeinden zum Gespräch einladen, „um einen Startschuss zu geben, sich mit der Thematik und eigenen Aktionen auseinanderzusetzen“. Der stellvertretende Vorsitzende des Katholikenausschusses, Maximilian Rudloff, erklärt dazu: „So können auch die katholischen Kirchengemeinden ein starkes Zeichen gegen Rassismus in der Stadt Köln setzen.“

Mehr unter www.katholikenausschuss.de

 

Kölner Dom: Ein neues künstlerisches Gitter schützt künftig die Fassade des Nordquerhauses

29. Juni 2020; ksd

Köln (mk). Seit Mitte Juni 2020 werden die Portale des Kölner Doms am Nordquerhaus und der Eingangsbereich zur Domschatzkammer durch ein künstlerisch gestaltetes Gitter geschützt. Das über drei Meter hohe und etwa 47 Meter lange schmiedeeiserne Gitter wurde nach Entwürfen des Architekten und Künstlers Johannes Nagel gestaltet und jetzt offiziell eingeweiht.
Erste Überlegungen zu dem Gitter stammten noch von Nagels 2016 verstorbenem Vater, dem Bildhauer Paul Nagel, der in Zusammenarbeit mit seinem Sohn bereits das 1996 vollendete Gitter vor der Südquerhausfassade des Domes gestaltet hatte. Gefertigt wurde das neue Gitter in der Kunstschmiede von Johannes Nagel in Wesseling (Metallwerkstätten Nagel Herdt). Die Steinarbeiten führte die Kölner Steinmanufaktur Schwieren durch.

 

Betont reduzierte Formensprache


In seiner Gestaltung zeigt das neue Gitter Reminiszenzen an das ältere Gitter, variiert dessen Formen aber und nimmt unmittelbaren Bezug zur Nordquerhausfassade. Da die Hauptansichtsseite des Domes bereits im Mittelalter die Südseite war, wurde die Nordseite im 19. Jahrhundert in einer betont reduzierteren Formensprache errichtet. Diese Vereinfachung der Detailformen greift auch das neue Gitter auf. Anders als das ältere Gitter auf der Südseite wird es durch vier Pfosten aus Basalt gegliedert, die exakt in der Achse der Strebepfeiler der Fassade stehen. Basalt ist auch der prägende Stein der Querhausfassade seit ihrer Wiederherstellung in den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Pfosten werden durch feine Lisenen – Mauerblenden – und eine steinmetzmäßige Reliefierung der Oberflächen strukturiert und auf diese Weise in ihrer Massivität reduziert.

 

Totentanz und ein schützender Schleier


„Meine Aufgabe habe ich darin gesehen, einerseits einen schützenden ,Schleier‘ vor den Dom zu stellen, den man im besten Fall ,nicht sieht‘ und den mit dem Bau der Domgarage verlorenen Zwischenbereich, beim Übergang vom öffentlichen zum liturgischem Raum, wiederherzustellen“, erläutert Johannes Nagel die Herausforderung bei seinem Entwurf. 
Wie das Gitter auf der Südseite sind auch beim Gitter vor Nordquerhausfassade zahlreiche florale Ornamente sowie die eine oder andere bildliche Darstellung zu finden, die zu einer näheren Betrachtung einladen. Eine Reminiszenz an den verstorbenen Vater des Künstlers ist etwa ein noch auf einen Entwurf von Paul Nagel zurückgehender Rabe. Der tanzende Tod ist gleichermaßen Symbol für menschliche Sterblichkeit aber auch für die christliche Hoffnung auf die Auferstehung und das Ewige Leben. 

 

Ein Denkmal für den emeritierten Dompropst Bachner


Dem im April 2020 emeritierten Dompropst Gerd Bachner, in dessen Amtszeit die Planungen und die Ausführung des Gitters fielen, ist ebenfalls ein kleines Denkmal im Gitter gewidmet. Hier wird seiner Besteigung der Kreuzblume des Nordturmes gedacht. Er hatte sie – wohl als erster Dompropst in der Geschichte der Kölner Kathedrale – im Sommer 2015 bestiegen. Eine Replik der Darstellung war ihm bereits am 23. April zum Geburtstag geschenkt worden. „Es rührt mich, dass mit dieser kleinen Skulptur meine Kreuzblumen-Besteigung in Erinnerung gehalten wird“, so Bachner. „Insgesamt finde ich, dass sich das neue Gitter in seiner Schlichtheit im Zusammenspiel mit den vier Basaltpfosten perfekt an unseren Dom anschmiegt. Es wirkt nicht wie ein Fremdkörper, sondern als habe es schon immer an diese Stelle gehört.“

 

Schutz vor Vandalismus und Verunreinigung


Zweck des Gitters ist es die Portale des Querhauses, den davorliegenden Sternenteppich der Kulturstiftung Kölner Dom und den Zugang zur Domschatzkammer vor Vandalismus und Verunreinigung zu schützen. „Die Erfahrungen der vergangenen Jahre haben gezeigt, dass dies leider allzu notwendig ist“, so das Domkapitel in seiner Presse-Erklärung zur Einweihung des Gitters. Zugleich wurde der Eingang zur Domschatzkammer barrierefrei gestaltet. Ein wichtiges Anliegen war es, keine schlichte Absperrung des Bereiches zu errichten, sondern vielmehr die Nordseite des Domes durch ein künstlerisch gestaltetes Gitter zu zieren und aufzuwerten. „Dies ist Johannes Nagel und allen an der Ausführung beteiligten Metallbauern und Steinmetzen hervorragend gelungen“, so das Domkapitel weiter.
Finanziert wurde das Gitter durch die Kulturstiftung Kölner Dom. „Der Kulturstiftung Kölner Dom ist es ein großes Anliegen, die wertvollen Portale des Domes künftig vor Vandalismus schützen zu können“, bekräftigte auch Helmut Heinen, Vorsitzender der Kulturstiftung. „Daher hat die Stiftung das Projekt mit 250 000 Euro maßgeblich unterstützt und so dazu beigetragen, nicht nur für die Portale, sondern auch für die Sterne des Generationenprojekts ,11 000 Sterne für den Kölner Dom‘ eine würdige Umgebung zu schaffen.“

 

Ökumenischer Gedenkgang am 4. Juli zur Erinnerung an den schwersten Luftangriff auf Köln im Zweiten Weltkrieg

29. Juni 2020; ksd

Köln. Am 29. Juni 1943 wurde Köln vom folgenschwersten Luftangriff getroffen, dem sogenannten Peter-und-Paul-Angriff. Tausende Menschen verloren ihr Leben, Zehntausende ihr Hab und Gut – die Innenstadt war fast vollständig zerstört. Der Katholikenausschuss in der Stadt Köln lädt am Samstag, 4. Juli, zu einem Ökumenischen Gedenkgang zu verschiedenen Erinnerungsorten ein. In diesem Jahr führt die Veranstaltung zu verschiedenen Orten in Köln-Ehrenfeld. Begleitet werden die Teilnehmer von Stadtführer Günter Leitner und Pfarrer Armin Beuscher vom Evangelischen Kirchenverband Köln und Region. Spirituelle Impulse gibt Rainer Thelen, Vorstand des Katholikenausschusses. Treffpunkt ist um 17 Uhr im Bunker (Körner Straße 101). Weitere Stationen sind: Edelweißpiraten (Ausgang Bahnhof Ehrenfeld) – Friedenskirche.
Der Gedenkgang endet gegen 19 Uhr in der Mechternkirche (Mechternstraße 4). Der Katholikenausschuss lädt ein, sich an vier Stationen „auf die Erinnerungsspuren an bittere Kriegsjahre und die Sehnsucht nach Frieden zu begeben“.

Anmeldung per E-Mail an koeln@katholikenausschuss.de

 

Videoreise von Taufort zu Taufort – ACK Köln lädt zur Tauferinnerung ein

27. Juni 2020; ksd

Köln. Zu einer virtuellen Reise von Taufort zu Taufort lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Köln ab Samstag, 27. Juni, ein. In einem Video wird eine Schale mit Wasser von Hand zu Hand gereicht. Dafür haben zahlreiche Mitwirkende aus den Mitgliedskirchen der ACK jeweils eine kurze Videosequenz gedreht, darunter Diakon Matthias Gill aus Porz für die katholische Kirche. Symbolisiert wird damit, dass die Taufe das verbindende Element zwischen den christlichen Kirchen ist. Sie verbindet damit auch die Menschen durch alle Zeiten und über alle Konfessionen hinweg miteinander.

Der virtuelle Taufweg beginnt am Rhein und endet im Baptisterium am Dom, dem ältesten Taufort Kölns. Dort lädt Superintendentin Susanne Beuth, Vorsitzende der ACK Köln, dazu ein, das Vaterunser zu beten. Ursprünglich war geplant, den jährlichen ökumenischen Tauferinnerungsgottesdienst im frühchristlichen Baptisterium am Kölner Dom am Sonntag, 28. Juni, zu feiern. Coronabedingt lädt die ACK Köln nun mit dem virtuellen Taufweg dazu ein, sich an den Bund zu erinnern, der mit der Taufe zwischen dem Einzelnen, Gott und der Gemeinschaft aller Gläubigen besiegelt wird.

Die ACK Köln ist eine Gemeinschaft von Kirchen und Gemeinden. Sie sucht nach Wegen, wie in den verschiedenen Kirchen und Gemeinden, die in Jesus Christus geschenkte Einheit heute in Gottesdienst, Zeugnis und Dienst sichtbar werden kann. Die ACK Köln setzt sich ein für das Ziel einer ökumenischen Kirchengemeinschaft in versöhnter Verschiedenheit. Sie will mit ihrer Arbeit zu besserem gegenseitigem Verstehen, zu vertiefter Erkenntnis und intensiverem Leben der Gemeinschaft ihrer Mitglieder beitragen. Zur ACK gehören unter anderem die Römisch-Katholische Kirche, die Evangelische Kirche, Orthodoxe Kirchen und verschiedene Freikirchen.

Mehr unter www.oekumene-koeln.de

 

Ein echtes Schwergewicht: der heilige Christophorus – Feriengruß von Stadtdechant Robert Kleine

26. Juni 2020; ksd

 

Pünktlich zu Ferienbeginn erzählt der Kölner Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine etwas über den heiligen Christophorus, den Schutzpatron aller Reisenden. Dafür war Kleine in den Werkstätten des bekannten Kölner Künstlers Egino Weinert zu Gast. Weinert (1920-2012) hatte im Zweiten Weltkrieg einen Arm verloren, schuf aber als Goldschmied, Bildhauer und Maler sein Leben lang zeitgenössische sakralen Kunst mit einer herausragenden eigenen Prägung.

Mehr unter www.eginoweinert.de

 

Gemeinden in Sülz-Klettenberg setzen Gottesdienstreihe im Rahmen der „Kinokirche“ mit Berg-Athos-Film fort (1. Juli)

25. Juni 2020; ksd

 

Köln (k-sk). Der Seelsorgebereich Sülz-Klettenberg setzt seine Gottesdienstreihe im Rahmen der „Kinokirche“ am Mittwoch, 1. Juli um 19 Uhr mit einem Dokumentarfilm über die griechische Mönchsrepublik Athos fort:

Die Halbinsel Athos in Griechenland ist eines der letzten Geheimnisse Europas: Dort leben über 2000 Mönche abgeschieden von der Außenwelt. Der Zugang ist Frauen untersagt, Touristen sind nicht erwünscht. Nur Arbeiter und Pilger erhalten ein Visum. Die Mönchsrepublik lockt Menschen an, denen im modernen Leben etwas fehlt.

Mit Hilfe dreier Athos-Mönche entstand ein noch nie erzähltes Filmtagebuch. Leitmotiv ist der Weg, den wir Menschen finden und gehen müssen – jeder für sich. „Erst müssen wir unsere eigenen Seelen heilen, dann können wir anderen helfen“, ist eine der Kernbotschaften von Vater Galaktion, einem Einsiedler am Heiligen Berg. Doch nicht alle Mönche leben wie Vater Galaktion, zurückgezogen und demütig. So öffnet unter anderem auch Vater Epiphanios dem Filmteam seine Türen, der als begnadeter und poetischer Koch den Genüssen des Lebens keinesfalls abgeneigt ist.

Der Film wird nach einer Einführung mit einer kurzen biblischen Lesung gezwigt. Im Anschluss werden Bitten für Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen formuliert.

(Quelle: NFP)

Weitere Filmveranstaltungen in den Gemeinden des Seelsorgebereichs:

Am 12. und 19. September werden um jeweils 20 Uhr auf dem Platz vor der Kirche St. Karl Borromäus (Zülpicher Str. 273) open-air die beiden Teile von „Monsieur Claude und seine Töchter“ gezeigt. Die Teilnahme an allen drei Veranstaltungen ist kostenfrei. Beim open-Air-Kino werden außerdem kostengünstig Getränke angeboten.

www.kirche-sk.de

 

Mehr zum Film gibt es unter http://athos-derfilm.de/

 

„Lass die Nacht vorübergehen. Gebete in der Trauer“: Neue Broschüre soll Halt und Trost in schwerer Zeit geben

22. Juni 2020; ksd

Köln (pek). In Zeiten der Corona-Pandemie erfahren viele Menschen Schmerz, Leid und Verlust und sehnen sich nach Trost. Die Hauptabteilung Seelsorge im Erzbistum Köln hat daher ein 92-seitiges Heft mit dem Titel: „Lass die Nacht vorübergehen. Gebete in der Trauer“ herausgegeben.

Für viele Menschen sei es schwer, die Unbegreiflichkeit Gottes auszuhalten, wenn sie Schmerz und Leid erfahren. Doch sei es gerade der christliche Glaube, der Menschen Halt und Trost in schwerer Zeit geben kann: „Es ist der Blick auf Jesus, der durch die Nacht des Leidens und Sterbens hindurchgegangen und von Gott in das ewige Licht gerufen worden ist“, sagt Petra Dierkes, Leiterin der Hauptabteilung Seelsorge im Erzbistum Köln.

Auf ihre Initiative hin ist das Heft mit unterschiedlichen Impulsen und Gebeten entstanden. Es treffen Bibelworte und Gebete aus der kirchlichen Tradition auf Texte moderner und zeitgenössischer Beter, um miteinander in einen Dialog zu treten. Schmerz, Verlust und Tod sind universelle Erfahrungen, auf die jeder individuell reagiert. 

„Die Texte wollen zur Auseinandersetzung anregen und zum persönlichen Betrachten und Beten führen“, so Eva-Maria Will, Referentin in der Trauerpastoral. Sie hat die Gebete, Impulse und meditativen Bilder für dieses Heft ausgewählt. Neben persönlichen Gebeten gibt es auch eine Textauswahl für das Beten in Gemeinschaft. 

Das 92-seitige Heft wird in die Pfarreien, Kranken- und Pflegeeinrichtungen im Erzbistum Köln geschickt, um es gezielt an trauernde Menschen weitergeben zu können. „Wir wünschen uns, dass das Gebetsheft mit seinem Schatz an vielfältigen Impulsen und Gebeten für die Menschen zu einem Begleiter in Zeiten der Trauer wird“, sagt Dierkes.

Das Heft kann kostenfrei angefordert werden unter bestellung@erzbistum-koeln.de

Außerdem kann es hier heruntergeladen werden.

 

Jetzt bewerben: CaritasStiftung verleiht Elisabeth-Preis für vorbildliches Engagement

17. Juni 2020; ksd

Köln (pek). Ab sofort können sich wieder Gruppen und Initiativen aus dem Erzbistum Köln, die sich auf besondere Weise sozialen Themen und Menschen in Not widmen, um den Elisabeth-Preis der CaritasStiftung bewerben. Neben dem Hauptpreis vergibt die Stiftung den Sonderpreis „jung + engagiert“ an Jugendliche und junge Erwachsene. Erstmalig wird unter allen Bewerbungen, die von der Jury nicht für einen der ersten Plätze nominiert wurden, ein Publikumspreis verliehen.

Mit dem Elisabeth-Preis zeichnet die Stiftung seit mehr als 20 Jahren das Engagement von Frauen, Männern und besonders jungen Menschen aus, die sich haupt- oder ehrenamtlich für andere einsetzen. „ Gerade in Corona-Zeiten haben wir neben aller Sorge auch erfahren dürfen, was uns wirklich zusammenhält: nämlich Empathie, Solidarität und Mitmenschlichkeit“, sagt Thomas Hoyer, Vorstandsvorsitzender der CaritasStiftung. 

Eine unabhängige Jury nominiert jeweils drei Projekte oder Initiativen in der Kategorie „ herausragendes soziales Engagement“, sowie in der Kategorie „jung+ engagiert“. Alle nominierten Projekte erhalten ein Preisgeld von jeweils 1000 Euro. Die Erstplatzierten der beiden Kategorien dürfen sich über 2500 Euro freuen. Um auch den Projekten eine Chance zu geben, die es nicht unter die ersten sechs geschafft haben, wird in diesem Jahr zum ersten Mal ein Publikumspreis verliehen, der mit 1000 Euro dotiert ist. Die Abstimmung erfolgt online auf der Stiftungsseite. 

Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 19. November 2020, um 18.30 Uhr, in der Kölner Flora statt. Unterstützt wird die Veranstaltung in diesem Jahr wieder von der Kölner Pax-Bank.

Bewerbung und weitere Informationen: www.caritasstiftung.de
Einsendeschluss: 1. Juli 2020

 

60 Jahre Orgelfeierstunden im Kölner Dom / Live-Übertragung im Internet und TV / Karten per Verlosung

15. Juni 2020; ksd

 

Köln (pek). Seit sechs Jahrzehnten finden im Kölner Dom die Orgelfeierstunden statt. Auch wenn in diesem Jahr coronabedingt die Besucherzahl im Dom auf 100 Personen je Konzert reduziert wird, muss niemand auf den Kunstgenuss verzichten: Alle Konzerte vom 16. Juni bis 1. September werden immer dienstags um 20 Uhr live von DOMRADIO.DE, EWTN und über den Facebook-Kanal der Kölner Dommusik übertragen. 

Das Programm während der Sommerwochen gestalten in diesem Jahr ausschließlich deutsche Domorganisten sowie Organisten bedeutender protestantischer Kirchen. Ein Schwerpunkt liegt auf der deutschen und französischen Romantik. Den Auftakt macht Domorganist Professor Winfried Bönig, Organisator der traditionellen Konzertreihe, der am Dienstag, 16. Juni, ab 20 Uhr, in einem feierlichen Geburtstagskonzert Werke von Jubilaren wie Ludwig van Beethoven, Charles Tournemire und Paul Hindemith erklingen lässt. Ein besonderes Highlight gibt es zur Halbzeit der Konzertreihe: Am 28. Juli veranstaltet Bönig gemeinsam mit Dombaumeister Peter Füssenich eine musikalische Domführung. 

Vor 60 Jahre hatte Domorganist Josef Zimmermann einst die Orgelfeierstunden aus der Taufe gehoben. Den runden Geburtstag hatte Bönig ursprünglich mit Kollegen aus Japan, Oman, England und Schweden feiern wollen, aber die coronabedingten Reisebeschränkungen haben diese Pläne durchkreuzt. „Es wird trotzdem genauso ein buntes Festival wie immer“, verspricht der Domorganist.

Aktuell sind 100 Besucher zu jedem Konzert zugelassen. Die Ticketvergabe erfolgt über eine wöchentliche Kartenverlosung unter: www.koelner-dom.de/orgelfeierstunden

Jeden Donnerstag von 9 Uhr bis Freitag, 24 Uhr, kann man sich für maximal zwei Karten am Dienstag der Folgewoche registrieren. Immer samstags ab 17 Uhr werden alle Teilnehmer benachrichtigt. Sie erhalten ihre Zugangskarte per E-Mail, um sie auszudrucken oder alternativ als E-Ticket beim Einlass vorzuzeigen. Ermöglicht wird die 60. Ausgabe der Orgelfeierstunden durch die Kulturstiftung Kölner Dom.

Das vollständige Programm ist abrufbar unter www.orgelfeierstunden.de

 

Fronleichnam am Kölner Dom: Zugang nur mit Ticket – noch Karten für mehrere Messen erhältlich

4. Juni 2020; KSD/mk

 

Köln. An Fronleichnam (Donnerstag, 11. Juni) werden am Kölner Dom mehrere Heilige Messen gefeiert. Der Zugang ist nur mit einem Ticket möglich. Unter www.koelner-dom.de/zugangskarten sind noch kostenlose Tickets für einige Domgottesdienste buchbar, nicht mehr jedoch für das Pontifikalamt um 10 Uhr und den Gottesdienst um 12.30 Uhr. Während die Heiligen Messen um 7 Uhr, um 8 Uhr, um 12.30 Uhr und um 17 Uhr am Vierungsaltar des Domes stattfinden, wird das Pontifikalamt um 10 Uhr auf dem Roncalliplatz gefeiert.

Der Zugang zur Heiligen Messe auf dem Roncalliplatz ist ausschließlich mit einer der rund 300 Zugangskarten möglich. Ferner ist der Zutritt ausschließlich mit einer Mund- und Nasen-Bedeckung gestattet, die alle Mitfeiernden für die gesamte Dauer des Gottesdienstes tragen müssen (ausgenommen ist der Empfang der Heiligen Kommunion). Der Einlass beginnt um 9 Uhr. Hinter den beiden definierten Zugängen auf den Platz von der Westseite des Domes und von der Straße „Am Hof“ steht Desinfektionsmittel bereit, anschließend werden die Gottesdienstbesucher zu ihren Plätzen geleitet. Zwischen jedem Sitz- und Stehplatz besteht ein Sicherheitsabstand von zwei Metern.

Nach dem etwa einstündigen Pontifikalamt wird eine kleine, geschlossene Sakraments-Prozession durch einige Straßen der näheren Domumgebung ziehen. „Die besondere Situation in diesem Jahr erlaubt es leider nicht, dass sich Gläubige dieser Prozession anschließen oder entlang des Prozessionsweges versammeln können“, erläutert der Dom- und Stadtdechant Robert Kleine. „Neben dem Kardinal werden ihr Vertreter aus Kirche und Stadt angehören, die das Allerheiligste unter Einhaltung der Abstandregeln stellvertretend durch die Straßen der Stadt an ausgewählte Orte tragen werden. Ich danke für das Verständnis und freue mich mit allen Gläubigen auf eine hoffentlich wieder traditionelle Prozession im nächsten Jahr.“

Während der Prozession kann es vormittags zur kurzzeitigen Sperrung einzelner Straßenbereiche in der Innenstadt kommen. Sobald die Prozession diese Bereiche passiert hat, werden die Sperrungen wieder aufgehoben.

Die Prozession endet gegen 12.30h mit einem öffentlichen Gottesdienst im Dom, für den wiederum Zugangskarten erforderlich sind.

www.koelner-dom.de

  

Msgr. Guido Assmann zum neuen Dompropst gewählt

29. Mai 2020; KSD

In einer Sondersitzung haben die Kölner Domkapitulare Monsignore Guido Assmann (56) zum neuen Dompropst gewählt. Er folgt damit Prälat Gerd Bachner nach, der nach Vollendung seines 75. Lebensjahres am 23. April aus dem Amt ausgeschieden war.

Assmann, Oberpfarrer der Neusser Basilika St. Quirin und Kreisdechant des Kreisdekanates Rhein-Kreis Neuss, war 2017 bereits zum nichtresidierenden Domkapitular ernannt worden. „Als mich nun der Anruf erreichte, dass das Domkapitel mich zum Dompropst gewählt hat, war ich völlig überrascht“, so Assmann. „Damit habe ich in keiner Weise gerechnet. Ich bin dankbar für das große Vertrauen, dass das Kapitel und Kardinal Woelki mir entgegenbringen. Gleichzeitig bedeutet dies, dass ich nicht mehr als Pfarrer in Neuss tätig sein kann. Das stimmt mich bei aller Freude auf den Dom doch ein wenig traurig. Ich hoffe, dass ich die großen Erwartungen mit der Hilfe Gottes erfüllen kann. Im Kölner Dom wurde ich vor fast genau 30 Jahren zum Priester geweiht. Als Bischofskirche ist der Dom der geistliche Mittelpunkt unseres Erzbistums.“

Guido Assmann wurde 1964 in Radevormwald geboren und 1990 zum Priester geweiht. Anschließend war er Kaplan in Eitorf und in Köln-Klettenberg. Von 1998 bis 2007 war er im Pfarrverband Dormagen-Süd als leitender Pfarrer tätig; 2000 wurde er zum Dechanten des Dekanates Dormagen ernannt. 2007 wurde er Pfarrer am Quirinusmünster in Neuss und Kreisdechant des Kreisdekanates Rhein-Kreis Neuss, zwei Jahre später zudem Leiter des Pfarrverbandes Neuss-Mitte mit den Pfarreien St. Marien, Hl. Dreikönige und St. Pius X.. 2005 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum „Kaplan Seiner Heiligkeit“ mit dem Titel Monsignore.

Der neue Dompropst wird am 20. September im Kapitelsamt im Kölner Dom von Domdechant Robert Kleine in sein Amt eingeführt.

Alle weiteren Informationen finden Sie auf der Webseite www.koelner-dom.de

 

Hilfsaktion von Kirchenzeitung und Stadtdekanat: Mailands Erzbischof Mario Delpini dankt für Spenden

21. Mai 2020; ksd

Köln (pek). Mit einem persönlichen Brief hat sich der Mailänder Erzbischof Mario Delpini bei allen Unterstützern der Spendenaktion für die Caritas Ambrosiana bedankt, welche die Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln zusammen mit dem Stadtdekanat Köln ins Leben gerufen hatte. Inzwischen sind rund 83 500 Euro von 411 Spendern eingegangen.

Delpini bedankt sich in dem Schreiben an Chefredakteur Robert Boecker „für das Zeichen der Freundschaft und Solidarität, das die katholische Kirche in Köln mit der Spendenkampagne und die großzügige Antwort der Gläubigen gezeigt hat“. Mit den Spendengeldern sollen Gefangene unterstützt werden, um eine andere Form der Strafe zu ermöglichen und in Corona-Zeiten Gedränge in den Gefängnissen zu vermindern. Im Brief zeigt der Erzbischof sich froh über das großzügige Ergebnis der Spendenaktion und verweist auf die lange Verbundenheit zwischen den Erzbstümern. „Wir teilen die Verehrung der Heiligen Drei Könige. Das gibt uns den Anstoß, die Freundschaft zwischen unseren Gemeinschaften zu vertiefen“, so Delpini. „Die Freundschaft zwischen Völkern, die Geschwisterlichkeit zwischen Katholiken, das Vertrauen in die Vorsehung Gottes helfen uns, die nächsten Schritte mit größerer Unbeschwertheit zu gehen.“

Boecker zeigte sich erfreut über die Dankesbotschaft: „Es ist ein Zeichen der Anerkennung und der Dankbarkeit für das Engagement vieler Menschen im Erzbistum Köln zugunsten der Caritasarbeit im Erzbistum Mailand. Es ist aber auch ein tiefer Ausdruck der Verbundenheit zwischen den beiden Diözesen, die in den Worten des Erzbischofs zu spüren ist.“

Die Kirchenzeitung hatte den Spendenaufruf für die Caritas in und um Mailand aufgrund der Corona-Krise Anfang April gestartet. Stadtdechant Msgr. Robert Kleine hat die Aktion mit einem Spendenaufruf und der Bereitstellung eines Spendenkontos über den Gesamtverband der katholischen Kirchengemeinden der Stadt Köln unterstützt In Norditalien kümmert sich die Caritas Ambrosiana um Menschen, die in Not geraten sind. Die Hilfsorganisation ist für rund 5,8 Millionen Menschen in 1109 Pfarreien zuständig. 

 

Alles über die Spendenaktion, die weiter fortgesetzt wird, finden Sie hier.

 

Die Spendenaktion wird fortgesetzt, um die Caritas in Norditalien auch weiterhin in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Spendenkonto:

IBAN: DE29 3706 0193 0010 2531 79

BIC: GENODED1PAX

Konto-Inhaber ist der Gesamtverband der katholischen Kirchengemeinden der Stadt Köln

Verwendungszweck: Caritas Mailand

Spendenquittungen können bei Angabe einer Anschrift ausgestellt werden. Bei Spenden bis 200 Euro ist es ausreichend, wenn der Spender dem Finanzamt eine Buchungsbescheinigung (Kopie des Überweisungsträgers/Auszug eines Kontoauszugs) zur Anerkennung als Spende vorlegt.

 

Den Dankbrief von Erzbischof Delpini können Sie hier nachlesen.

 

Köln hält zusammen – Statement der Kirchen zur Corona-Krise

20. Mai 2020; ksd

Köln. Die Evangelische und die Katholische Kirche in Köln inklusive des Katholikenausschusses wenden sich vor dem Hintergrund der Corona-Krise mit einer gemeinsamen Stellungnahme an die Kölnerinnen und Kölner. Angesichts der seit einigen Wochen zunehmenden Corona-Proteste rufen die Unterzeichner – Stadtdechant Msgr. Robert Kleine, Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger und Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschusses – zu einem weiterhin verantwortungsbewussten Verhalten auf. Die Erklärung im Wortlaut:

 

Es ist eine große Leistung der Bevölkerung, in der Corona-Krise zahlreiche Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus mitgetragen und trotz aller Belastungen lange durchgehalten zu haben. Dieser Einsatz war erfolgreich. Wir Kirchen sind dankbar für das hohe Engagement aller Mitarbeitenden im Gesundheitswesen, die zusammen mit der Rücksichtnahme der Bürgerinnen und Bürger im Alltag viele Menschenleben gerettet haben. Wir teilen als Kirchen zugleich die Sorge vieler Menschen über die wirtschaftlichen Folgen der Krise und den Verlust des Arbeitsplatzes.

 

Wir brauchen eine verantwortungsvolle Balance aus Beschränkung und Öffnung

Die weitreichenden Maßnahmen, die das öffentliche, berufliche und private Leben eingeschränkt haben und weiter einschränken, haben gewirkt, weil es aus Einsicht ein hohes Maß an Einverständnis mit den politischen, zeitlich begrenzten Maßnahmen gegeben hat. Nun sind wir in der Phase der schrittweisen Lockerung der Beschränkungen, was wir sehr begrüßen. Wir teilen als Kirchen die Sorge vieler Menschen und stehen sowohl an der Seite derjenigen, die Sorge um ihre wirtschaftliche Existenz oder das Wohl ihrer Kinder aufgrund der corona-bedingten Einschränkungen haben, als auch an der Seite derer, die Sorge um ihre Gesundheit und ihr Leben haben, weil sie vorerkrankt oder höheren Alters sind. Notwendig ist die immer neu zu suchende Balance zwischen Beschränkung aus Verantwortung und Öffnung zur freien Entfaltung des Lebens. Die Verantwortung für das Leben ist dabei der Kompass, der im Gebot der Nächstenliebe begründet ist. 

 

Wachsamkeit bei gefährlichem Egoismus und Missbrauch berechtigter Sorgen

Wir sind gegenwärtig besorgt darüber, dass eine Gruppe von Menschen den Aspekt der Verantwortung außer Acht lässt und bei Demonstrationen und dem Verhalten im öffentlichen Raum das eigene Freiheitsbedürfnis über alles stellt. Wir wenden uns gemeinsam gegen jede Form von Verschwörungstheorien. Wir sind wachsam, wenn berechtigte Sorgen von rechtsextremen und anderen fundamentalistischen Strömungen benutzt und missbraucht werden. Grundlage allen Handelns einer aufgeklärten und demokratischen Gesellschaft sind aus Sicht der Kirchen die Suche nach gegenseitigem Verständnis und die Orientierung an der Vernunft und wissenschaftlichen Erkenntnissen, die sich stetig weiterentwickeln. 

 

Aufruf zum Zusammenhalt

Gerade in einer Zeit, die uns viel zumutet, ist der gesellschaftliche Zusammenhalt von größter Bedeutung. Wir ermutigen dazu, treu in dieser Haltung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, des Verantwortungsgefühls jedes Einzelnen, der Vernunft und der Zuversicht zu bleiben. Trotz Sorgen und Zweifeln: Wir halten zusammen!

 

Gerhard Richter: „REPLACE RUBENS: Grauer Spiegel“ – Installation in der Kunststation St. Peter

12. Mai 2020; ksd

Köln (pek). Die Kunst-Station Sankt Peter Köln präsentiert in den kommenden Monaten eine Spiegelinstallation des weltweit bekannten Kölner Künstlers Gerhard Richter. Es handelt sich um eine Arbeit, die als Teil einer Bildgruppe 2018 entstanden ist und den Titel
„Grauer Spiegel“ trägt. 

Der „Graue Spiegel“ ist Richters „raumbezogene Antwort“ auf die Anfrage, die Wand zu gestalten, auf der gewöhnlich das Bild die „Kreuzigung Petri“ – das letzte und persönlichste Spätwerk von Peter Paul Rubens (1638/40) – zu sehen ist. Das Altarbild Rubens wird zurzeit in einer Werkstatt vor Ort auf der Empore restauratorisch untersucht. Während der Maßnahmen zur Konservierung des Meisterwerkes wird innerhalb der Initiative „Rubens Replace“ zeitgenössischen Künstlern die Möglichkeit geboten, die Dynamik des Bildes aufzunehmen, den Bildraum zu bespielen, zu bearbeiten, zu bestücken.

Gerhard Richters „Grauer Spiegel“ ist eine 228 x 228 cm große Glasscheibe, die rückseitig Grau eingebrannt ist. Das Kunstwerk steht für Richters kontinuierlich geäußerten Zweifel, ob das, was wir sehen, der eigentlichen Wirklichkeit des Wahrgenommenen entspricht. „Der ‚Graue Spiegel‘ zeigt ja nur scheinbare Abbilder. Damit berührt er aber Richters eigentliches Thema, nämlich das Abbilden selbst, Malerei, Sehen und Begreifen“, so Dr. Guido Schlimbach, der Kurator der Ausstellung. „ Insofern ist dieses ‚Spätwerk‘ Gerhard Richters ein würdiger Platzhalter des Spätwerks von Peter Paul Rubens.“ 

Gerhard Richters „Grauer Spiegel“ ist in der Kunst-Station Sankt Peter Köln (Jabachstraße 1) ab dem 14. Mai bis Mitte November zu sehen. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr, montags und dienstags sowie im Juli 2020 geschlossen.

 

Weitere Informationen unter www.sankt-peter-koeln.de

 

Hier Gerhard Richters Homepage.

 

Ein DOMRADIO.DE-Interview mit dem Theologen und Kunstbeauftragten von St. Peter, Dr. Guido Schlimbach, können Sie hier nachlesen.

 

„Ich würde sie am liebsten nach Mailand schicken“: Stadtdechant Kleine kritisiert Corona-Demos / Systemrelevanz der Kirchen betont

12. Mai 2020; ksd

 

Köln. Dass mehrere hundert Menschen am Samstag (9. Mai) unter anderem vor dem Kölner Dom gegen die Corona-Maßnahmen von Bundes- und Landesregierung protestiert haben, macht Kölns Stadt- und Domdechant Robert Kleine wütend. „Wenn ich sehe, dass hier hunderte Menschen gegen die Einschränkungen demonstrieren, die ihnen und uns allen wegen der Bekämpfung des Corona-Virus widerfahren und dass sie durch die Kölner Fußgängerzone gezogen sind und Menschen aufgefordert haben, als Protest ihre Schutzmaske auszuziehen, kann ich mir nur an den Kopf fassen“, so Msgr. Kleine am Sonntag während seiner Predigt im Kölner Dom. Das gelte auch angesichts dessen, dass viele Menschen im Internet, aber auch unter den Demonstranten meinten, Corona sei eine Lüge oder Bill Gates und andere hätten etwas mit dem Corona-Virus oder dessen Verbreitung zu tun. „Da müssen wir als Christinnen und Christen aufstehen und sagen: Wissenschaft ist Wissenschaft und Solidarität ist Solidarität!“, betont Kleine. Deshalb hätten die Kirchen ja auch die Maßnahmen mitgetragen und trügen sie weiterhin mit.

Er lenkt den Blick nach Italien, das besonders von der Corona-Pandemie betroffen ist, und vor allem auf die Partnerstadt Mailand, von der im Jahr 1164 die Reliquien der Heiligen Drei Könige, nach Köln kamen. „Wir stehen im Austausch und wissen, wie es dort aussieht in dieser Corona-Krise. Am liebsten würde ich diese Demonstranten nach Mailand schicken“, sagt Kleine. „Dann könnten sie die frischen Gräber sehen, die überfüllten Krankenhäuser und Intensivstationen. Und sie könnten mit den vielen Trauernden sprechen, die ihre Eltern oder ihre Kinder verloren haben.“ Wer sich informiere, könne erkennen: „Dieses Virus ist kein Fake, das ist ernst!“

In den vergangenen Wochen sei viel diskutiert worden, ob die Kirchen „systemrelevant“ seien. „ Wir sind systemrelevant, wenn wir das ,System‘ als Leben der Menschen betrachten“, sagt Kleine. „ Für das Leben, für die Kultur, für die Gesellschaft sind wir relevant – mit unserer Botschaft, dass alle Menschen die gleiche Würde haben, geboren oder ungeboren, Jung und Alt, ob gesund oder krank:  Allen kommt dieselbe Würde von Gott zu.“ Die Kirchen hätten Relevanz, wenn sie verkünden: „Es geht darum, den Nächsten zu lieben. Und nicht nur den Nächsten – sondern auch den Fernen. Auch die Menschen in den Flüchtlingslagern dieser Welt müssen für uns als Christen im Blick sein“, so der Kölner Stadtdechant. „Wir sind in dem Sinne systemrelevant, dass wir als Kirche in unserer Gesellschaft dafür eintreten, dass Solidarität nötig ist, besonders in diesen Zeiten. Und wir sind auch systemrelevant, weil wir eine Hoffnung haben, über das aktuelle Geschehen hinaus.“

 

Hören Sie hier einen Beitrag von Radio Köln darüber.

 

Kölner Dom wieder für die breite Öffentlichkeit zugänglich / Führungen werden wieder aufgenommen

11. Mai 2020; ksd

 

Update: Rund zweieinhalb Monate mussten im Kölner Dom Führungen komplett ausgesetzt werden. Ab sofort ist es nun wieder möglich, Gruppenführungen durch den Innenraum des Kölner Domes zu buchen. Nähere Informationen gibt es dazu unter www.domforum.de und www.koelntourismus.de . In nächster Zeit ist der Besuch des Chorumgangs nur mit den Führungen möglich. Gruppenführungen durch die Ausgrabungen unter dem Dom können unter www.domfuehrungen-koeln.de gebucht werden.

Durch den Dom-Innenraum können ab dem 8. Juni werktags maximal täglich 20 Führungen à zwölf Personen durchgeführt werden – an Sonn- und kirchlichen Feiertagen zehn Gruppen. Zu den täglichen Führungen durch den Innenraum zählen auch zwei öffentliche Domführungen um 11 und 15.30 Uhr in deutscher Sprache. Eine englischsprachige öffentliche Führung ist zunächst nicht vorgesehen. 

Alle Teilnehmenden müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, die Gruppengröße wird aufgrund der Abstands- und Hygieneregeln auf zwölf Personen beschränkt. Das Einhalten der Abstandsregeln wird durch den seit vielen Jahren bewährten Einsatz der Gruppenführungssysteme unterstützt. Den Gästen wird empfohlen, eigene Kopfhörer mitzubringen. Ansonsten werden Einohrkopfhörer verwendet, die sich gut desinfizieren lassen. Auch die öffentlichen Führungen starten vor dem Foyer des DOMFORUMs am Roncalliplatz. Dort werden die Gruppen wie die Einzelbesucherinnen und -besucher ausgestattet. 

 

Abendliche Führungen

 

Auch die abendlichen Führungsreihen „Nacht Raum Dom“ und „Mein Dom – Abendliche Glaubenswege“ starten wieder. „Nacht Raum Dom“-Führungen finden in zwei Gruppen à 15 Personen im geschlossenen Dom-Innenraum statt. An den ebenfalls wieder startenden Führungen der Reihe „Mein Dom – Abendliche Glaubenswege“ reduziert sich die Personenzahl auf maximal 20 Personen pro Gruppe.

Ebenfalls wieder buchbar sind individuelle Gruppenführungen durch die Ausgrabung des Kölner Domes und durch das Baptisterium. Auch hier muss die Gruppengröße auf maximal zwölf Personen reduziert werden. Anmeldungen unter www.domfuehrungen-koeln.de

Turmbesteigung und Schatzkammer des Domes bleiben weiterhin geschlossen. Somit können in nächster Zeit in der Schatzkammer auch keine Führungen angeboten werden. Auch die Dachführungen werden bis auf Weiteres ausgesetzt.

Seit dem 11. Mai ist der Kölner Dom wieder für die breite Öffentlichkeit geöffnet. Die Domschweizerinnen und Domschweizer achten darauf, dass die bekannten Abstandsregeln eingehalten werden und sich niemals mehr als 200 Menschen im Dom aufhalten. Die individuelle Besichtigung des Domes ist nur auf einem festen, abgekordelten Besucherweg möglich.

 

Einen Beitrag der NRW-Lokalradios aus der Reihe „Augenblick mal“ mit Dom- und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und DOMFORUMs-Leiter Rainer Tüschenbönner können Sie hier nachhören.

 

Köln (mk). In den vergangenen Wochen war der Kölner Dom ausschließlich zum Gebet geöffnet. Seit Montag, 11. Mai, ist es auch Touristen wieder möglich, die Kathedrale – unter Auflagen – zu besuchen.

So gilt für touristische Besucher im Dom eine Mundschutzpflicht. Die Domschweizerinnen und Domschweizer achten darauf, dass die bekannten Abstandsregeln eingehalten werden und sich nie mehr als 200 Menschen gleichzeitig im Dom aufhalten. Die Besichtigung des Domes ist nur auf einem festen, abgekordelten Besucherweg möglich. Der Chorumgang bleibt aktuell noch geschlossen.

Für touristische Besucher ist der Dom montags bis samstags zwischen 10 und 20 Uhr und sonntags zwischen 8 Uhr und 20 Uhr geöffnet. Während laufender Liturgien beschränkt sich die Domöffnung auf den Bereich der Turmhalle.

Die Domschatzkammer und die Turmbesteigung bleiben weiterhin geschlossen. Auch Führungen finden derzeit noch nicht statt.

 

Weitere Informationen gibt es unter www.koelner-dom.de

 

„Der 8. Mai ist Auftrag und bleibende Mahnung“: Großes DOMRADIO.DE-Interview mit Stadtdechant Robert Kleine zu 75 Jahre Kriegsende

8. Mai 2020; ksd

 

Köln. Es ist bis heute ein Wunder für die Kölnerinnen und Kölner, dass der Dom den Zweiten Weltkrieg überstanden hat. Nicht unversehrt, aber weiter in seiner stolzen Größe ragte er aus den Trümmern der Stadt. Für die Menschen wurde er damit zum Hoffnungszeichen. Am 8. Mai jährt sich in diesem Jahr das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal. Mit der Aufführung des Friedensoratoriums „LUX IN TENEBRIS“ von Helge Burggrabe und vielen Veranstaltungen darum herum war ein großes nationales und internationales Gedenken geplant. Von Köln, vom Dom aus sollte eine starke Friedensbotschaft in die Welt gehen. Corona hat die große Vision auf Eis gelegt – nicht jedoch das Gedenken. Der Kölner Stadt- und Domdechant Robert Kleine erklärt im großen Interview mit Beatrice Tomasetti auf DOMRADIO.DE, warum der 8. Mai nicht nur ein Datum der Erinnerung ist, sondern vor allem auch ein Tag der Dankbarkeit – und eine bleibende Mahnung, wachsam zu bleiben und sich für Demokratie und Freiheit einzusetzen.

 

Der 8. Mai ist von unvergleichlicher Bedeutung, betont Kleine im Interview. Er bedeute „einen Rückblick auf eine Schreckensherrschaft mit zig Millionen Toten, Heimatlosen und Traumatisierten sowie Erinnerung und Dank für das, was aus unserem Land geworden ist“, so der Stadtdechant. Aus den Trümmern sei „unsere Demokratie erwachsen und auch ein geeintes Europa“. Zugleich sei dieser Tag der Auftrag, eine bleibende Mahnung und „das Ausrufezeichen“ einer wehrhaften Demokratie.

Während des Nationalsozialismus hätten die deutschen Bischöfe nicht immer „eine glorreiche Rolle“ gespielt und es versäumt, zur rechten Zeit ihre Stimme zu erheben, räumt der Stadtdechant ein. „ Daraus sollten wir die Lehre ziehen, immer dann aufzustehen, wenn es nötig ist. Die Bilder unserer zerstörten Stadt können da Mut machen. Als alles am Boden war, verband die Menschen Solidarität und der Wille, einander beim Wiederaufbau einer Existenz zu helfen.“ Dieses sprichwörtliche „ Auferstehen aus Ruinen“ habe funktioniert und könne die Menschen auch heute ermutigen.

2020 sei es jedoch vor allem ein Land wie Syrien, „das unserer aller Unterstützung bedarf, weil ein jahrelanger brutaler Krieg dafür sorgt, dass das Land von Grund auf neu aufgebaut werden muss“, so Kleine. „ Wieder geht es um Hoffnung und Aufbruch für die Bevölkerung. Wieder stehen wir vor einer Mammutaufgabe. Die Menschen damals an der Zeitenwende von Krieg und Frieden haben bewiesen, dass sie mit diesen Werten des Füreinander-Einstehens etwas bewegen und ganz viel Kraft mobilisieren konnten. Im Rückblick auf die Geschichte und das Jahr 1945 bin ich daher ganz zuversichtlich, dass wir auch die momentane Krise in großer Solidarität miteinander bewältigen werden.“

Die coronabedingte Absage des großen Gedenkens mit „LUX IN TENEBRIS“, das von vielen Künstlern und allen Mitwirkenden mit viel Herzblut vorbereitet worden sei, sei eine schmerzliche Entscheidung gewesen, berichtet Kleine. Doch im kommenden Jahr solle die Aufführung unter der Überschrift „75+1“ realisiert werden – „in der Hoffnung, dass die Corona-Krise dann hinter uns liegt und wir im Rückblick zusätzlich der vielen ,Licht‘-Momente, die dieses aktuelle Krisenjahr mit dem vielfältigen Engagement der Menschen für Hilfebedürftige, Alte und Einsame zutage gebracht hat, gedenken können‘, so der Stadtdechant. „Die Überwindung dieser akuten Pandemie könnte dann zu einem bewussten Teilaspekt einer solchen Feier werden, in die vor allem auch unser Dank mündet, nun wieder nach vorne schauen zu können.“

 

Das komplette DOMRADIO.DE-Interview von Beatrice Tomasetti mit Stadtdechant Robert Kleine können Sie hier online nachlesen.

 

Ein Video der Kölner Dommusik mit einer Motette aus dem Friedensoratorium „LUX IN TENEBRIS“ und einer Ansprache von Msgr. Robert Kleine finden Sie hier.

 

„LUX IN TENEBRIS“, das coronabedingt abgesagt werden musste, soll im Mai 2021 im Kölner Dom nachgeholt werden. Wir werden Sie rechtzeitig informieren.

 

LUX IN TENEBRIS: Video erinnert an Kriegsende vor 75 Jahren und verbreitet eine Botschaft der Hoffnung / Nachholtermin 2021

7. Mai 2020; ksd

Köln (mf). Eigentlich sollte gestern und heute Abend (7. und 8. Mai 2020) das Friedensoratorium „LUX IN TENEBRIS“ im Kölner Dom an das Ende des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren erinnern. Wegen der Corona-Pandemie mussten die beiden Aufführungen abgesagt werden. Die Domkantorei Köln bringt in einem Video einen achtstimmigen Titel aus dem Werk zum Klingen. Stadt- und Domdechant Robert Kleine verweist auf die Botschaft der Hoffnung, die sich darin zeigt.


Seinem Dirigat sollten gestern und heute eigentlich rund 150 Musikerinnen und Musiker im Kölner Dom folgen. In dem Video, das die Kölner Dommusik jetzt veröffentlicht, steht Chordirektor Winfried Krane nun auf dem leeren Chorpodest im Kölner Dom – um dort einen virtuellen Chor anzuleiten. Ihre Stimmen haben die Mitglieder der Kölner Domkantorei jeweils allein vor der heimischen Webcam eingesungen.

„LUX IN TENEBRIS“: Die Motette aus dem gleichnamigen Friedensoratorium von Helge Burggrabe sollte live im Dom erklingen – zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges und zur Würdigung des Friedens, der seither in Europa herrscht.

 

„Wachsam bleiben, dass das nie wieder geschieht“

 

„Das ‚Licht in der Finsternis‘, das den damals schwer beschädigten Dom erleuchtete, hat zum Ausdruck gebracht: Es geht weiter. Wir haben eine Zukunft, mit Gott und miteinander“, sagt Kölns Dom- und Stadtdechant Robert Kleine. „Die Motette, die im Video als kleiner Auszug aus dem Oratorium zur Aufführung gebracht wird, kann uns Mut machen im Rückblick auf das, was geworden ist in den 75 Jahren der Demokratie in unserem Land und in Europa. Sie kann uns ermutigen, wachsam zu bleiben – und darauf zu achten, dass die gesellschaftlichen Strömungen, die damals den Krieg befördert haben, in unserem Land nie mehr eine Chance bekommen dürfen.“ Er freue sich, so Kleine weiter, dass diese Botschaft – wenn auch in komprimierter Weise – durch das Video vom Kölner Dom in die Welt ausstrahle.

„Auch wenn die Botschaft mit Bildern der Zerstörung aus Köln kommt, darf nicht vergessen werden, wie sehr auch andere Städte Europas zugerichtet waren“, ergänzt Winfried Krane. „Daher lässt sich 2020 die Tragödie des Zweiten Weltkrieges mit der zugrunde liegenden Kain-und-Abel-Erzählung verknüpfen. Der 8. Mai ist als Gedenktag zur Befreiung aller Menschen guten Willens zu verstehen.“

 

Die Aufführung des Friedensoratoriums „LUX IN TENEBRIS“ im Kölner Dom wird im Mai 2021 nachgeholt. Wir werden Sie rechtzeitig informieren.

 

Ein DOMRADIO.DE-Interview von Uta Vorbrodt mit dem Komponisten von „LUX IN TENEBRIS“, Helge Burggrabe, finden Sie hier.

 

Zudem gibt es auf DOMRADIO.DE eine Reportage über die Entstehung des aktuellen Videos von Marcel Duckan.

 

Lesen Sie hier ein ausführliches Interview , das Beatrice Tomasetti für DOMRADIO.DE mit Stadtdechant Robert Kleine geführt hat. Darin geht es unter anderem um die große Vision der Friedensbotschaft, die mit der Aufführung von Köln aus in alle Welt gehen sollte.

 

Eine Brücke der Solidarität: 82 000 Euro für die Caritas in Mailand / Stadtdechant Robert Kleine unterstützt Spendenaktion der Kölner Kirchenzeitung

7. Mai 2020; Hildegard Mathies

 

Köln. Solchen Besuch bekommen die Heiligen Drei Könige im Kölner Dom nicht jeden Tag: Stadt- und Domdechant Robert Kleine und Robert Boecker, Chefredakteur der Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln, brachten den drei Heiligen jetzt einen überdimensionalen Papp-Scheck mit einem stolzen Betrag: 82 000 Euro sind bislang bei einer Spendenaktion der Kirchenzeitung zugunsten der norditalienischen Caritas Ambrosiana zusammengekommen. Msgr. Kleine hatte die Aktion, die weiter fortgesetzt wird, mit einem Spendenaufruf unterstützt und im Stadtdekanat Köln ein Spendenkonto dafür zur Verfügung gestellt. Die Caritas betreut von Mailand aus ein großes Gebiet in der Lombardei und ist für ihre vielfältigen Aufgaben aktuell in der Corona-Krise besonders auf Unterstützung angewiesen. Da die Gebeine der Heiligen Drei Könige einst von Mailand aus nach Köln kamen, brachten Kleine und Boecker den Scheck jetzt symbolisch zum Dreikönigenschrein im Kölner Dom.

Vor einigen Wochen waren die beiden auf die coronabedingte Notlage der Caritas in Norditalien aufmerksam geworden. Durch die in Italien besonders verheerende Wirkung der Pandemie stand die Caritas Ambrosiana vor großen Herausforderungen und lief Gefahr, ihre caritative Arbeit nicht in vollem Maße aufrechterhalten zu können. „Hier wollten wir unbedingt helfen und eine Brücke der Solidarität von Köln nach Mailand schlagen – und das besonders in einer Zeit, in der die Grenzen zwischen Ländern geschlossen sind“, so Boecker.

Stadtdechant Kleine sagte sofort zu, die Aktion mit seinem Appell und ganz praktisch mit der Bereitstellung eines Spendenkontos für die Abwicklung zu unterstützen. Und dass nicht nur, weil er seit einer Reise im vergangenen Jahr offizielles Mitglied des Freundeskreises der Heiligen Drei Könige ist, der sich in Sant’Eustorgio um das Gedenken an die drei Weisen kümmert. „Dies ist eine Zeit, in der wir alle noch mehr als sonst zusammenstehen und einander unterstützen müssen“, so Kleine. „Denn nur gemeinsam können wir die Folgen der Corona-Krise bewältigen.“ 

Von der großen Spendenbereitschaft der Menschen im Erzbistum Köln zeigten sich beide sehr berührt: „Dass viele Menschen gerade jetzt, wo sie selbst Sorgen oder sogar Existenzängste haben, ihr Herz für die Menschen in Norditalien geöffnet haben, hat mich sehr gefreut“, sagt Stadtdechant Robert Kleine. „Und ich bin sehr dankbar dafür. Es ist ein starkes Zeichen der Hoffnung und der Solidarität, dass die Menschen füreinander da sind und bereit, einander zu helfen. So können wir die Folgen der Pandemie lindern.“

Auch Boecker betont: „Als ich das erste Mal gehört habe, wie viel Geld zusammengekommen ist, war ich positiv überrascht und habe mich sehr gefreut. Natürlich hofft man ja immer auf ein gutes Ergebnis, aber gerade in dieser Zeit ist das vielleicht nicht selbstverständlich. Umso mehr freuen wir uns und danken allen Spenderinnen und Spendern.“

 

Dank aus Mailand und Fortsetzung der Spendenaktion

 

Der Mailänder Caritas-Direktor Luciano Gualzetti bedankt sich ebenfalls bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern und übersandte auch den Dank des Mailänder Erzbischofs Mario Delpini: „Wir bedanken uns sehr bei euch für die wertvolle Unterstützung und die konkrete Solidarität.“ Oberste Priorität bei der Verwendung der Spenden habe die Unterstützung für die ärmsten Gefangenen. „Während dieser Zeit der gesundheitlichen Notlage hat sich das Erzbistum Mailand durch die Caritas Ambrosiana verpflichtet, Wohngemeinschaften und Wohnungen für die Gefangenen zu besorgen, die Hausarrest oder alternative Strafen abbüßen oder eine Strafe unter 18 Monaten erhalten haben“, erklärt der Caritas-Direktor. Dies sei während der Corona-Pandemie besonders dringend und notwendig, da die Gefängnisse überfüllt seien. Um eine weitere Ausbreitung der Pandemie zu verhindern, werden deshalb einige Gefangene in Italien in den Hausarrest verlegt. Doch nicht alle Inhaftierten haben eine Heimat, in der sie ihre Straße verbüßen können.

Dank für die Spenden aus Köln kommt auch von den Mailänder Freunden der Heiligen Drei Könige: „ Mit großer Freude haben wir von der großzügigen Hilfe aus dem Erzbistum Köln für die Caritas Mailand erfahren. Die Stadt und der Staat erleben eine sehr schwierige, schreckliche Situation“, schreibt Natale Puleo in einer Dankesmail. „Es bewegt uns daher sehr zu erfahren, dass diese Hilfe im Zusammenhang mit der Drei-Königs-Partnerschaft entstanden ist, die zwischen Mailand und Köln wächst. Es ist ein Zeichen der Vorsehung Gottes, seine Wege sind unerwartet und unergründet. Eure Großzügigkeit gegenüber der Caritas Mailand verstärkt unsere Bindung und unsere Freundschaft.“

Die beiden Kölner Initiatoren wollen mit der Spendenaktion hilfsbedürftige Menschen vor Ort in Italien unterstützen. „Wir können eben nicht nur helfen, indem wir Menschen aus Italien in unseren Krankenhäusern aufnehmen“, nahm Boecker Bezug darauf, dass das Erzbistum Köln seine Kliniken für Coronakranke aus Italien geöffnet hat.

Auch der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, freut sich über die gute Resonanz auf den Spendenaufruf: „Das ist ein großartiges Ergebnis. Es freut mich auch deshalb so sehr, weil sich hier zeigt, dass es bis heute eine besondere Verbindung zwischen Köln und Mailand gibt.“

Im Jahr 1164 brachte der damalige Kölner Erzbischof, Rainald von Dassel, die Reliquien der Heiligen Drei Könige nach Köln und legte damit den Grundstein für die Bedeutung der Stadt als Wallfahrtsort, der jedes Jahr von mehreren hunderttausend Menschen aus aller Welt besucht wird. „ Die Heiligen Drei Könige haben gemeinsam das Licht der Welt gesucht und gefunden. Mit ihnen kam und kommt viel Segen in unsere Stadt“, sagt Stadtdechant Robert Kleine. „Und so schicken wir von Herzen gerne von Köln aus durch unser Gebet, unsere Solidarität und unsere finanzielle Unterstützung ein wenig Licht nach Mailand!“

 

Die Spendenaktion wird fortgesetzt, um die Caritas in Norditalien auch weiterhin in ihrer Arbeit zu unterstützen.

Spendenkonto:

IBAN: DE29 3706 0193 0010 2531 79

BIC: GENODED1PAX

Konto-Inhaber ist der Gesamtverband der katholischen Kirchengemeinden der Stadt Köln

Verwendungszweck: Caritas Mailand

 

Spendenquittungen können bei Angabe einer Anschrift ausgestellt werden. Bei Spenden bis 200 Euro ist es ausreichend, wenn der Spender dem Finanzamt eine Buchungsbescheinigung (Kopie des Überweisungsträgers/Auszug eines Kontoauszugs) zur Anerkennung als Spende vorlegt.

 

Alles zum Auftakt der Hilfsaktion und den Spendenaufruf von Stadtdechant Robert Kleine können Sie hier nachlesen.

 

Ein Interview von DOMRADIO.DE mit dem Kirchenzeitungs-Chefredakteur Robert Boecker können Sie hier nachlesen.

 

Auch Radio NRW berichtet landesweit in „Himmel + Erde“ über die Hilfsaktion für die Mailänder Caritas.

 

Einen weiteren Beitrag über die Aktion, der auf Radio Köln gesendet wurde, können Sie hier nachhören.

  

Ganztagsbetreuung in Schulen zu Zeiten von Corona: Auf kreativen Wegen Kontakt halten

6. Mai 2020; ksd

Köln. Mit kreativen Ideen halten die Offenen Ganztagsschulen (OGS) sowie die Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter von IN VIA Köln in der Corona-Zeit Kontakt mit Abstand zu Kindern und Jugendlichen. Dabei ist die Kommunikation mit den Kindern in den Grundschulen, weiterführenden- und Berufsschulen sowie zu Hause im derzeitigen Ausnahmezustand eine Herausforderung für alle. Kreative Wege sind von Pädagogeninnen und -pädagogen sowie Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeitern gefragt, damit der Kontakt nicht abreißt und keine Isolation entsteht. Vom Corona-Tagebuch, über Zeitungen der Ganztagsbetreuung, Link-Übersichten mit Basteltipps, Videos, Kinderpost vom Maskottchen „LUBO“, Ressourcenschatzkisten und Bauwettbewerben gibt es vielfältige Ideen, damit die Zeit des Homeschoolings und die Betreuung vor Ort bereichert wird.

Bereits seit mehreren Wochen sind im Schulbetrieb Lehrerinnen und Lehrer, Pädagoginnen und Pädagogen, Kinder und Jugendliche weitestgehend isoliert voneinander. Nach wie vor ist nicht klar, wann wieder ein geregelter Schulbetrieb möglich sein wird. „Viele Eltern zerreißen sich zwischen Home Office und Kinderbetreuung – ein belastender Stresstest für zahlreiche Familien", so IN VIA Köln. Experteninnen und Experten befürchten einen deutlichen Anstieg an häuslicher Gewalt. 
„Wichtig ist in dieser Zeit, mit den Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu bleiben. Hier sind einfallsreiche Lösungen gefragt. Es gibt Zeiten, da treten schulische Belange, Richtlinien und Lehrpläne in den Hintergrund“, betont Karin Anders, Fachbereichsleiterin Bildung und Schulkooperationen bei IN VIA Köln.

IN VIA Köln betreut in 26 Offenen Ganztagsschulen knapp 4447 Kinder. Während der Corona-Pandemie nutzten bisher nur wenige die Notfallbetreuung, obwohl viel mehr Eltern mit ihren Kindern den Anspruch wahrnehmen könnten.

 

Nicht den Kontakt verlieren

 

Wie sieht Corona eigentlich aus? Was bedeutet der Virus und was würdest du ihm sagen? Was braucht man in der Corona-Zeit? In der OGS Lustheider Straße entstand die Idee eines Corona-Tagebuches. In ihr persönliches Tagebuch können die Kinder alles reinschreiben, über was sie gerade nachdenken, wovor sie Angst haben, aber auch worüber man sich freut, was einen zum Lachen bringt und was man Neues gelernt hat. Auch Spiel- und Basteltipps, ein Corona-Comic sowie Lernvideos sind in dem liebevoll gestalteten Tagebuch auf rund 26 Seiten enthalten.

 

Das OGS-Team der Severin-Schule Förderschule Sehen hat viele tolle Beschäftigungsideen gesammelt, die helfen sollen, die Langeweile der Kinder in den nächsten Wochen etwas erträglicher zu machen. Herausgekommen ist eine bunte Online-Dropbox mit Geschichten, Bastelideen, Rezepten und vielen weiteren schönen Dingen. 


Die OGS Vogelsanger Straße stellt in der Notbetreuung das Thema „Glück“ in den Mittelpunkt. Mit Spielen und Angeboten aus der Glückswerkstatt, einem pädagogisches Konzept, das die OGS in diesem Jahr ins Leben gerufen hat, konnte den Kindern ein Lächeln in die kleinen Gesichter gezaubert werden. Das Kreativangebot „Ich bastel mein Glücksschwein“ ist ein ganz besonderes Highlight und die Ergebnisse können sich sehen lassen.

 

Im Offenen Ganztag der GGS Buschfeldstraße und KGS Friedlandstraße wurden mit den Kindern, deren Eltern in sogenannten systemrelevanten Berufen arbeiten, gemeinsam Hochbeete auf dem Schulhof frühlings- und sommerfit gemacht, Rasen gepflanzt und frisch eingesät. Außerdem musste alles frisch Eingesäte täglich bewässert werden. Des Weiteren vertrieb ein Bauwettbewerb mit dem höchsten Bauklotzturm mögliche Langeweile.


Für die Kinder und Eltern der OGS Ernstbergstraße wird eine liebevoll erstellte Schülerzeitung veröffentlicht, eine Gemeinschaftsproduktion der Lehrerinnen und Lehrer, des OGS-Teams und der Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter.

Die Idee einer Ressourcenschatzkiste für die 4. Klässler, die bald die Schule verlassen, kommt ebenfalls aus der Ernstbergstraße. Jedes Kind erhielt eine Bastelanleitung für eine eigene Ressourcenschatzkiste, in der die Erinnerungen an ihre Grundschulzeit, Wünsche an die neue Schule, Gedanken/Gedichte etc. gesammelt werden können.

 

Seitdem alle Schulen geschlossen wurden, versuchen auch die Schulsozialarbeiterinnen und -sozialarbeiter den Kontakt zu den Kindern und ihren Familien über andere Kommunikationswege aufrecht zu erhalten: So lässt das Maskottchen LUBO, ein Angebot des Sozialkompetenztrainings im Rahmen der Schulsozialarbeit in der GGS Lustheider Straße, die Kinder an seinem Alltag teilhaben, schreibt Tagebuch und ermuntert sie, ihm Briefe zu schreiben. LUBO gibt Antworten und Tipps, wie die Kinder beispielsweise mit Themen wie Wut, Langeweile, Traurigkeit oder Geschwisterstreit umgehen können.

 

IN VIA Köln ist ein katholischer Sozialverband in Köln, der sich für die Chancengleichheit und Teilhabe von jungen Menschen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Religion, Ethnie und Unterstützungsbedarf einsetzt. Neue Wege werden ermöglicht, unter anderem in den Bereichen Bildung, Ausbildung und Arbeit. 1898 gegründet, beschäftigt IN VIA Köln heute über 650 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

 

Online gibt es eine Übersicht über die schulischen Angebote in Köln und Umgebung.

  

„Die Opfer nicht vergessen“: Gedenkgottesdienst der ACK Köln am 8. Mai zum Kriegsende vor 75 Jahren

6. Mai 2020; ksd

Köln. Aus Anlass des Endes des Zweiten Weltkrieges vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, feiert die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Köln einen Gedenkgottesdienst in der Uni-Klinik-Kirche St. Johannes der Täufer, Köln. Der nicht-öffentliche, aufgezeichnete Gottesdienst ist ab Freitag, 8. Mai, null Uhr, über den Youtube-Kanal des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, über die Website des Katholischen Stadtdekanates Köln sowie über die Sozialen Medien abrufbar. Mitfeiernde sind der Vorsitzende der ACK Deutschland, der in Köln tätige griechisch-orthodoxe Erzpriester Radu Constantin Miron, die Kölner ACK-Vorsitzende und Superintendentin Susanne Beuth, Stadtsuperintendent Bernhard Seiger, Stadtdechant Msgr. Robert Kleine sowie Diakon Jens Freiwald vom Stadtdekanat Köln, der evangelische Ökumenepfarrer Martin Bock, Vorstandsmitglied Rainer Will vom Katholischen Bildungswerk Köln, Margret Müller vom evangelisch-katholischen Arbeitskreis im Stadtbereich Köln, Pfarrerin Ulrike Graupner von der Evangelischen Clarenbach-Kirchengemeinde Köln-Braunsfeld und Pfarrvikar Lothar Haag von der Alt-Katholischen Kirche, ebenfalls Vorstandsmitglied bei der ACK Köln.

„Wir erinnern an das Ende des Zweiten Weltkriegs – ein unendlich grausamer Krieg, dem rund 60 Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind“, so die Vorsitzende der ACK Köln, Superintendentin Susanne Beuth. „Unsägliches Leid wurde durch eine verbrecherische, gewalttätige, rassistische und antisemitische Ideologie und Politik, von der mehr oder weniger das ganze deutsche Volk infiziert war, verursacht.“ Bis heute litten Menschen an den Folgen dieses Krieges. „Als Christen und Christinnen aus Deutschland tragen wir eingedenk der Schuld unserer Vorfahren all dieses Leid vor Gott, auf dass die Opfer nicht vergessen werden“, betont der ACK-Vorstand. Im Zeichen des Kreuzes geben die Mitglieder auch ihrem Protest „gegen alle zerstörerischen Strukturen und Handlungen, die Menschen einander antun“ Ausdruck.

„Nie wieder Krieg“ lautete die Forderung vor 75 Jahren, „doch offenkundig haben die Menschen aus der Katastrophe wenig gelernt“, so Beuth. Die Rüstungsausgaben wüchsen weltweit von Jahr zu Jahr. Fast 50 Milliarden Euro habe alleine Deutschland für das Jahr 2019 ausgegeben; insgesamt sei weltweit eine Summe von 1917 Milliarden US-Dollar für Rüstung ausgegeben worden. „Man stelle sich vor, man gäbe dieses Geld für Nahrung, Bildung und den Klima-Schutz aus“, geben die ACK-Mitglieder zu bedenken.

Ursprünglich sollte der ACK-Gottesdienst als Beitrag der Kirchen zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges in der Minoritenkirche gefeiert werden. Eingeladen waren dazu Gäste aus der Partnerstadt Liverpool, die im Krieg von deutschen Bombern schwer getroffen worden war. Wegen der Corona-Einschränkungen kann die Delegation nicht nach Köln kommen. In einer Grußbotschaft schreiben sie: „Wir werden am 8. Mai für Euch beten. Wir sind dankbar für die wunderbare Verbindung zwischen Liverpool und Köln, die seit so langer Zeit sowohl innerhalb der Kirchen, als auch in unseren Stadträten so aktiv ist.  Mögen unsere Beziehungen in den kommenden Jahren noch stärker werden. Pax vobiscum – der Friede sei mit euch!“

 

Weitere Informationen zur ACK unter: www.oekumene-koeln.de

  

Das DOMFORUM hat wieder geöffnet und bietet „Provianttütchen“ mit Impulsen für Kopf und Herz zum Mitnehmen an

30. April 2020; ksd

 

Köln. Seit Montag, 4. Mai, hat das DOMFORUM am Roncalliplatz wieder seine Türen geöffnet. Montags bis samstags von 11 bis 16 Uhr und sonntags von 13 bis 16 Uhr ist das wegen der Corona-Situation geschlossene DOMFORUM wieder zugänglich zugänglich. „Auch wenn wir leider noch keine Veranstaltungen und Domführungen präsentieren können, es gibt doch einiges, das für viele interessant sein wird“, so Rainer Tüschenbönner, Leiter des DOMFORUMs. „Über Teilnahmemöglichkeiten an den Gottesdiensten im Dom, auch in den Innenstadtkirchen, zu Hilfsangeboten, die kirchliche und nichtkirchliche Träger Menschen hier in Köln anbieten, werden wir alle Interessierten informieren können und natürlich gibt es auch die Möglichkeit zu kurzen Gesprächen – leider ohne Kaffee.“ Dafür wird es aber kleine Überraschungen für die Besucherinnen und Besucher am Roncalliplatz 2 geben.

 

An einer Leine vor dem Haus hängen „Provianttütchen“ zum Mitnehmen mit Impulsen für Kopf und Herz, also mit geistigem Proviant. So findet sich etwa ein Text des heiligen Augustinus in den Tüten, die unter anderem mit dem guten Wunsch „Kommen Sie gut durch diese Zeit“ beschriftet sind.

 

Die Resonanz auf die „Provianttütchen“ ist positiv, berichtet Elisabeth Sperling vom Team des DOMFORUMs: „Die Tütchen, die wir am ersten Abens hängengelassen haben, waren am nächsten Morgen weg. Und ich hatte bei Öffnung des DOMFORUMs ein lebendiges  Gespräch mit einem jüngeren Ehepaar, das ganz interessiert war. Als die beiden hörten, was in den Tütchen ist, wollten sie unbedingt eines mitnehmen. Das war so ein Moment freudiger Überraschung bei den beiden – so soll es sein und darüber freuen wir uns sehr.“

 

Menschen, die ein längeres Gespräch suchen, können nach wie vor das „Zeit für Sie“- Telefon anrufen, das in Kooperation von DOMFORUM und Stadtdekanat Köln angeboten wird. „Unter 0221 9258471164 sind wir auch weiterhin erreichbar und haben Zeit für Sie“, so Elisabeth Sperling, Mitarbeiterin des DOMFORUMs. Sie koordiniert das Telefonangebot. 

 

Weitere Informationen gibt es unter www.domforum.de

 

„Das Gute bleibt“: Stadtdechant Robert Kleine begrüßt die Wiederaufnahme von Gottesdiensten, rät aber zu Umsicht und Vorsicht

30. April 2020; ksd

 

Köln (ksd). Ab Freitag, 1. Mai, sind – unter strengen Auflagen – wieder öffentliche Gottesdienste im Katholischen Stadtdekanat Köln (wie auch im gesamten Erzbistum Köln) erlaubt. Wegen der Corona-Ausnahmesituation hatten seit dem 15. März keine Gottesdienste mit Beteiligung von Gläubigen mehr stattgefunden. Kölns Stadtdechant Msgr. Robert Kleine begrüßt die Wiederaufnahme der Gottesdienste, rät aber gerade mit Blick auf Risikogruppen auch zu Umsicht und Vorsicht. Seine Stellungnahme im Wortlaut:

 

„Ich freue mich, dass wir im Stadtdekanat Köln nun wieder gemeinsam Gottesdienst feiern können. Für uns katholische Christinnen und Christen sind das Zusammenkommen in der Gemeinde und die gemeinsame Eucharistiefeier essenziell für unser Glaubensleben. Dass dies in diesem Jahr gerade über die Kar- und Ostertage nicht möglich war, war für viele ein schmerzlicher Einschnitt – gerade auch in dieser Zeit der Verunsicherung.

Unsere Gemeinden werden sich jetzt Schritt für Schritt wieder einer Gottesdienstpraxis annähern. Denn natürlich hat der Gesundheitsschutz weiterhin oberste Priorität. Und so gelten strenge Hygiene-, Abstands- und Vorsichtsmaßnahmen in unseren Kirchen. Mit viel Umsicht bereiten sich die Gemeinden nun auf die Wiederaufnahme der Gottesdienste vor. Einige werden bereits ab diesem Wochenende, andere in den folgenden Wochen zu einer neuen Gottesdienstpraxis kommen.

Ich bitte aber von Herzen alle Katholikinnen und Katholiken darum, sich weiterhin vorsichtig und umsichtig zu verhalten, bis wir zur Normalität zurückkehren können. Wenn Sie zu einer der sogenannten Risikogruppen gehören oder sich krank fühlen, bleiben Sie bitte zu Hause. Schützen Sie sich ansonsten mit Mundschutz, Abstand und den von den Kirchen bereitgestellten Desinfektionsmitteln vor und während der Messen.

In den vergangenen Wochen sind viele kreative und gute Angebote mit Online-Andachten, Gottesdiensten im Livestream oder gemeinsamen Gebetszeiten entstanden. Ich freue mich, dass viele Gemeinden dies auch weiterhin anbieten. Über das DOMRADIO, das Internet oder die Sozialen Medien können daher alle, die derzeit nicht zur Kirche kommen oder noch nicht teilnehmen können, in der Gemeinschaft der Kirche Gottesdienst feiern. Das Gute bleibt.“

 

Info

Im Katholischen Stadtdekanat Köln nehmen ab dem 1. Mai die ersten Gemeinden wieder die Praxis öffentlicher Gottesdienste auf. In der Regel gelten strikte Anmeldepflicht und Zugangsbeschränkungen, um größtmögliche Sicherheit für alle Mitfeiernden zu gewährleisten. Über die aktuellen Gottesdienste und weiteren Angebote informieren wir Sie hier auf unserer Website.

 

In der Senduing „Augenblick mal“ in den NRW-Lokalradios berichten Stadtdechant Robert Kleine und Gottesdienstteilnehmerinnen von den ersten Erfahrungen mit Gottesdiensten unter besonderen Bedingungen.  

 

Stadtdechant Robert Kleine im DOMRADIO.DE zum Tagesevangelium und zu Gast in der Sendung „Menschen“

29. April 2020; ksd

Köln. Von Montag, 4. Mai, bis Samstag, 9. Mai, spricht Stadtdechant Msgr. Robert Kleine das Evangelium des Tages im DOMRADIO.DE und legt es im Gespräch mit den Moderatoren aus. Der Beitrag läuft jeweils live um 7.45 Uhr und als Wiederholung um 21.45 Uhr. Außerdem kann man das Tagesevangelium als Podcast abonnieren.

 

Der Beitrag vom 4. Mai zum Nachhören.

 

Der Beitrag vom 5. Mai zum Nachhören. Darin spricht Stadtdechant Robert Kleine unter anderem über seine drei biblischen Lieblingspersonen.

 

Die Sendung vom 6. Mai zum Nachhören.

  

In der Sendung vom 7. Mai ging es auch um die Arbeit der Caritas Köln in der Corona-Krise sowie um die Spendenaktion der Kirchenzeitung Köln für die Caritas in Mailand, die Stadtdechant Robert Kleine unterstützt. Bislang kamen mehr als 83.000 Euro zusammen (Stand: 7. Mai 2020); einen Scheck über 82.000 Euro übernrachten Kleine und Robert Boecker, Chefredakteur der Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln, symbolisch den Heiligen Drei Königen im Kölner Dom. Lesen Sie hier mehr dazu.

 

Die Sendung vom 8. Mai zum Nachhören. Im einleitenden Gespräch erzählt Stadtdechant Robert Kleine, warum er gerne mal mit Bundeskanzlerin Angela Merkel sprechen würde.

 

Die Sendung vom 9. Mai hier zum Nachhören. Im letzten Beitrag dieser Woche erzählt Msgr. Kleine, warum er Priester geworden ist und was ihn in seiner Kindheit geprägt hat.

 

Am Sonntag, 10. Mai, ist Msgr. Robert Kleine zu Gast in der DOMRADIO.DE -Sendung „Menschen“ . In der Sendung von 18 bis 19 Uhr erzählt der Gast aus seinem Leben.

 

  

Altenberger Licht 2020 am 30. April und 1. Mai: Zu Hause über DOMRADIO.DE mitfeiern

27. April 2020; ksd

 

Odenthal/Altenberg (pek). In der Nacht vom 30. April auf den 1. Mai feiert die katholische Jugend die traditionelle Aussendung des Altenberger Lichts. Das wird auch in diesem Jahr so sein – allerdings nicht in gewohnter Form. Im digitalen Raum können die Teilnehmenden jedoch über einen Live-Stream gemeinsam die Entzündung dieses Lichts der Hoffnung und des Friedens feiern – zeitgleich in Altenberg und über DOMRADIO.DE verbunden zu Hause. 

In diesem Jahr steht das Altenberger Licht unter dem Motto: „Nehmt das Licht in beide Hände“ und feiert sein 70. Jubiläum. Bereits im Jahr 1950, nach den Schrecken des Zweiten Weltkrieges, entstand die Idee, ein Licht in die Gemeinden und Gemeinschaften im Erzbistum Köln sowie weit darüber hinaus zu tragen. Damals wie heute gilt das Licht als Zeichen der katholischen Jugend für Versöhnung und Frieden in Europa. 

In diesem Jahr wird die Vigil live aus dem Altenberger Dom gesendet am Donnerstag, 30. April, um 22 Uhr. Außerdem wird es nachts einen Livestream aus der Christkönigskapelle von Haus Altenberg geben. Am 1. Mai wird um 10 Uhr die Aussendungsfeier live übertragen, ebenfalls aus der Christkönigskapelle.

Alle Gruppen sind eingeladen, sich über www.altenbergerlicht.de anzumelden, um Hinweise und Utensilien für das Mitfeiern zu Hause zu erhalten.

 

Wieder öffentliche Gottesdienste – unter Auflagen / Kostenlose Anmeldung für den Kölner Dom

24. April 2020; ksd

UPDATE: Auch viele Gemeinden im Stadtdekanat Köln nehmen die Praxis öffentlicher Gottesdienste wieder auf. In einigen Pfarreien werden noch Modelle entwickelt. In der Regel gilt eine Beschränkung der Teilnehmerzahl, häufig gibt es gemeindeintern ein Anmeldeverfahren.

 

Hier finden Sie eine Übersicht über die aktuellen Gottesdienstzeiten und -orte im Stadtdekanat Köln.

 

Das Stadtdekanat Köln wird Sie über das Angebot weiterer Gottesdiensten informieren, sobald die entsprechenden Informationen vorliegen. 


Sakramentenspenden: Die Gemeinden können selbst entscheiden, ob sie Taufen und Trauungen (unter Einhaltung der Vorgaben für Gruppengrößen, Hygiene- und Abstandsregeln) durchführen wollen. Mancherorts wird auch bereits die Durchführung der Erstkommunion geplant. Für die Firmung wird im Erzbistum noch eine Regelung erarbeitet. Bestattungen und Trauerfeiern können unter Einhaltung der Auflagen in Köln bereits seit kurzem wieder durchgeführt werden.

 

UPDATE: Wieder öffentliche Gottesdienste im Kölner Dom (sonntags und abends nur nach Anmeldung, ab 6. Mai)

 

Köln (mk). Nachdem die Gottesdienste im Kölner Dom für einige Wochen unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefeiert worden sind, werden sie im Mai sukzessive und unter strengen hygienischen Auflagen wieder für Mitfeiernde geöffnet. Als erste Heilige Messe dieser Art wird das Pontifikalamt am kommenden Sonntag, 3. Mai, mit Kardinal Rainer Maria Woelki wieder mit Gläubigen im Dom gefeiert. Während die jeweils 122 Plätze für diesen Gottesdienst und einige Folgegottesdienste noch intern vergeben werden, um mit den neuen Anforderungen an Hygiene und Sicherheit erste Erfahrungswerte zu sammeln, wird es ab Mittwoch, 6. Mai, 9 Uhr, auf www.koelner-dom.de/zugangskarten möglich sein, kostenlose Zugangskarten für Dom-Gottesdienste ab dem 10. Mai zu erwerben.

 

Unter strengen hygienischen Auflagen dürfen im Erzbistum Köln ab dem 1. Mai wieder Gottesdienste gefeiert werden (siehe auch unten). So auch im Kölner Dom, wo der letzte öffentliche Gottesdienst am 14. März stattgefunden hat. Nach einigen Wochen, in denen die Mitfeier ausschließlich vor dem Bildschirm möglich war, können die Gläubigen – nach vorheriger Anmeldung – nun wieder zum Gottesdienst in den Dom kommen. 122 Plätze stehen pro Gottesdienst zur Verfügung.

 

Jeden Mittwoch um 9 Uhr werden künftig auf der angegebenen Webseite die Gottesdienste der kommenden Woche freigeschaltet. Pro Buchung ist es möglich, maximal zwei kostenfreie Tickets zu erwerben. Dabei ist die Teilnehmerzahl pro Gottesdienst auf 122 begrenzt. Eine telefonische Kartenreservierung für alle, die keinen Internetzugang haben, ist mittwochs bis freitags jeweils zwischen 11 Uhr und 13 Uhr möglich unter Telefon 0221 17940222 

 

Ab Montag, 4. Mai, können die Morgengottesdienste werktags im Kölner Dom wieder ohne Voranmeldung besucht werden. Auch hier gilt die maximale Besucherzahl von 122 Personen. Ist sie erreicht, wird der Einlass unterbrochen. Die Daten aller Besucher werden erfasst, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können.

 

Um die liturgischen Feiern so zu gestalten, dass die Gefahr einer Corona-Ansteckung maximal vermieden werden kann, gelten zahlreiche Sonderregelungen. So bittet das Metropolitankapitel des Kölner Domes alle Menschen, die sich krank oder unwohl fühlen, auf eine Teilnahme am Gottesdienst im Dom zu verzichten und zu Hause zu bleiben. Wer einen der Sonntagsgottesdienste oder der Gottesdiensten werktags um 18.30 Uhr mitfeiern möchte, muss sich nach dem oben beschriebenen Verfahren eine kostenlose Zugangskarte sichern. Die Karten sind nicht übertragbar.

 

Das Metropolitankapitel empfiehlt dringend, auf dem Weg zum Dom und in der Kathedrale eine Schutzmaske zu tragen. Vor dem Westportal weisen entsprechende Bodenmarkierungen den Weg zum Einlass, der etwa eine Stunde vor den jeweiligen Gottesdiensten beginnt. In Kürze werden vor dem Dom kontaktlose Desinfektionsspender bereitstehen, an denen sich alle Besucher vor dem Betreten des Gotteshauses die Hände desinfizieren können. Nach der Kontrolle der Zugangskarten weisen die Domschweizer den Besucherinnen und Besuchern einen markierten Platz zu. Platzwechsel sind nicht möglich.

 

Während der Liturgie sind die Mitfeiernden aufgefordert, ausreichend Abstand voneinander zu halten und auf jeglichen Körperkontakt – etwa das Händeschütteln zum Friedensgruß – zu verzichten. Der Gesang innerhalb der Liturgien entfällt bis auf Weiteres. Für den Kommuniongang gibt es markierte Laufwege und Bodenmarkierungen. Die Mundkommunion unterbleibt bis auf Weiteres. Nach dem Gottesdienst erfolgt der Ausgang aus der Kathedrale über das Südportal. Auch dabei werden alle Besucherinnen und Besucher gebeten, ausreichend Abstand voneinander zu halten und auf dem Roncalliplatz die Regelungen zum Kontaktverbot auf öffentlichen Plätzen zu beachten.

 

Kölns Stadtdechant, Msgr. Robert Kleine, begrüßt die Wiederaufnahme der Gottesdienste, rät aber vor allem auch mit Blick auf sogenannte Risikogruppen zu Umsicht und Vorsicht. Seine Stellungnahme lesen Sie hier im Wortlaut.

 

In der Senduing „Augenblick mal“ in den NRW-Lokalradios berichten Stadtdechant Robert Kleine und Gottesdienstteilnehmerinnen von den ersten Erfahrungen mit Gottesdiensten unter besonderen Bedingungen.

 

Ab dem 4. Mai 2020 werden im Kölner Dom zu den folgenden Zeiten Gottesdienste gefeiert:

 

werktags: 6.30 Uhr, 8 Uhr, 10 Uhr, 18.30 Uhr (erst ab dem 11.5. öffentlich besuchbar)

sonntags: 7 Uhr, 8.30 Uhr, 10 Uhr, 12 Uhr, 17 Uhr, 19 Uhr

  

Gottesdienste uab 1. Mai wieder möglich

 

Köln/Düsseldorf (ksd). Bereits ab dem 1. Mai sollen in Nordrhein-Westfalen wieder Gottesdienste und andere „Versammlungen zur Religionsausübung“ stattfinden. Das teilte die Landesregierung am Donnerstagabend mit. Dabei gelten Auflagen zur Einhaltung der Hygiene-Bestimmungen und Corona-Maßnahmen.

Nach Gesprächen mit Ministerpräsident Armin Laschet und seinem Stellvertreter, Dr. Joachim Stamp, hatten die Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften Konzepte vorgelegt, wie Gottesdienste und andere religiöse Versammlungen unter Beachtung des Infektionsschutzes gestaltet werden könnten.
„Auf der Grundlage der gleichermaßen umfassenden und präzisen vorgelegten Konzepte und Maßnahmenkataloge sieht die Landesregierung die Möglichkeit, dass zeitnah Gottesdienste wieder unter Beteiligung von Gläubigen gefeiert werden können“, heißt es in einer Erklärung der Staatskanzlei. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften hätten erklärt, die Vorkehrungen zur Einhaltung des geforderten Abstands und zum Schutz der Menschen bis zum 1. Mai vornehmen zu können. Gottesdienste und Versammlungen zur Religionsausübung in Nordrhein-Westfalen sollen demnach ab Mai wieder öffentlich stattfinden.
„Die Freiheit der Religionsausübung ist ein wichtiges Grundrecht unserer Verfassung“, sagte Laschet. „Wir sind dankbar für das hohe Maß an Verständnis und Verantwortung von Kirchen und Religionsgemeinschaften in Nordrhein-Westfalen in der Corona-Krise.“ Jüdische Gemeinden hätten auf die gemeinsame Feier des Pessachfestes verzichtet, Christen auf die großen Gottesdienste an den Hochfesten von Gründonnerstag bis Ostern. Die Muslime hätten erklärt, den Auftakt zum Ramadan ohne gemeinsames Freitagsgebet zu feiern und die allabendlichen Begegnungen zum Fastenbrechen „anders zu gestalten als in allen Jahren zuvor.“

Kardinal Rainer Maria Woelki hatte bereits zuvor berichtet, dass im Erzbistum Köln an einem Konzept gearbeitet werde, wie öffentliche Gottesdienste unter Auflagen aussehen könnten. „Ich gehe davon aus, dass wir am ersten Mai-Wochenende wieder mit öffentlichen Gottesdiensten beginnen können in begrenzter Zahl, abhängig von der Größe des Kirchenraums“, sagte der Kölner Erzbischof vor Journalisten in Köln. Wenn der Bedarf da sei, müssten gegebenenfalls mehr Gottesdienste angeboten werden. Das oberste Gebot sei es, dass die Menschen gesund bleiben, betonte Woelki. Daher werde es Auflagen geben, wie etwa zwei Meter Abstand zwischen den Gläubigen. Außerdem solle nur ein Priester die Messe feiern und vor der Kommunionausteilung solle es möglich sein, die Hände zu desinfizieren.

 

Der Leiter des Katholischen Büros NRW, Dr. Antonius Hamers, gibt im Interview mit katholisch.de Antworten auf Fragen nach Schutzkonzepten, Verantwortung und Verantwortlichkeiten sowie rechtlichen Aspekten.

Das Katholische Büro NRW vertritt die Interessen der fünf nordrhein-westfälischen (Erz-)Bistümer – Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn – gegenüber der Landesregierung.

   

  

  

Stadtdechant Robert Kleine gratuliert und würdigt Dompropst Gerd Bachner zum 75. Geburtstag / Überraschung für den scheidenden Propst

23. April 2020; ksd

 

Köln (mf/ksd). „Happy birthday – herzlichen Glückwunsch! Unser Kölner Dompropst Gerd Bachner wird 75!“: Nicht nur mit einem Video und über die Sozialen Medien gratulierte und würdigte der Kölner Stadt- und Domdechant Robert Kleine seinem Mitbruder am Donnerstag, 23. April. Mit dem Erreichen des 75. Lebensjahrs endet auch Prälat Bachners Amtszeit als Dompropst. Aber, zitiert Kleine das kölsche Original Trude Herr: „Niemals geht man so ganz, irgendwas von dir bleibt hier...und zwar am Kölner Dom!“ Damit überraschten er und Dombaumeister Peter Füssenich Bachner bei einem „Ständchen auf Distanz“. Sie überreichten ihm dabei die Replik einer Skulptur, mit der Bachner demnächst am neuen Nordgitter des Domes verewigt sein wird.  
Wegen der Coronakrise hatte der scheidende Dompropst eigentlich alle Feierlichkeiten zu seinem Geburts- und Namenstag sowie seinem Abschied abgesagt. So staunte er nicht schlecht, als sich Stadtdechant und Dombaumeister sowie seine engsten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in gebührender Distanz vor seiner Haustür versammelten, um ihm ein Ständchen zu singen. 
Die Skulptur, die Kleine und Füssenich ihm im Anschluss überreiichten zeigt eine auf einer Kreuzblume stehende Silhouette des Propstes – in liturgischer Kleidung und mit einem Helm auf dem Kopf. Sie erinnert daran, dass Bachner – wohl als erster Dompropst in der Geschichte der Kölner Kathedrale – 2015 die Kreuzblume des Nordturmes bestiegen hat. 
Bachner zeigte sich sichtlich gerührt von diesem besonderen Geschenk zu seinem 75. Geburtstag. Er freue sich bereits auf die offizielle Einweihung und Segnung des Nordgitters am Dom, bei der das Original der Darstellung auch der Öffentlichkeit präsentiert wird. 
Auch am schmiedeeisernen Gitter auf der Südseite des Kölner Domes gibt es eine versteckte Darstellung, die zeigt, wie der inzwischen verstorbene Dombaumeister Arnold Wolff als Wolf einigen Prälaten – unter ihnen der damalige Generalvikar Norbert Feldhoff – nach Finanzmitteln für den Dom nachjagt.

 

DOMRADIO.DE hat mit Dompropst Gerd Bachner ein großes Geburtstags-Interview geführt. Sie können es hier nachlesen und hier im Video ansehen.

 

Die Schatten-Märtyrer: Sabine und Mathias Bonhoeffer erinnern an die Widerstandskämpfer Klaus Bonhoeffer und und Rüdiger Schleicher

23. April 2020; ksd

 

Köln (apk). Am 9. April jährte sich der Todestag des evangelischen Theologen Dietrich Bonhoeffer zum 75. Mal. Der Pfarrer war 1945 als Widerstandskämpfer im KZ Flossenbürg von den Nationalsozialisten hingerichtet worden und ist noch heute ein Symbol aufrechter christlicher Haltung. Er wird von evangelischen wie katholischen Christen verehrt. Weniger bekannt ist, dass sein älterer Bruder, der Jurist Klaus Bonhoeffer, wie auch sein Schwager Rüdiger Schleicher, der ebenfalls als Jurist tätig war, aktiv gegen das Regime der Nationalsozialisten kämpften und sich schon Anfang der 1930er-Jahre in Widerstandsgruppen vernetzt hatten.

Klaus Bonhoeffer und Rüdiger Schleicher wurden in der Nacht zum 23. April 1945 in Berlin durch Genickschuss hingerichtet. An diese beiden Männer erinnert nun der Kölner Pfarrer und Großneffe der beiden, Mathias Bonhoeffer, zusammen mit seiner Ehefrau Sabine Bonhoeffer in einem Film. Die beiden erzählen darin aus der Familiengeschichte und lesen aus „Letzte Briefe aus dem Widerstand“, die von Eberhardt und Renate Bethge herausgegeben wurden. Renate Bethge war die Tochter von Rüdiger Schleicher. Die Briefe sind voll mit Zitaten aus dem engsten Familienkreis der Bonhoeffer-Familie. Unterstützt werden Mathias und Sabine Bonhoeffer durch Thorsten Levin und Kantor Thomas Frerichs.

Pfarrer Mathias Bonhoeffer, Jahrgang 1958, hat seine Großonkel nie erlebt. Doch erinnert er sich, dass die Widerstandskämpfer in der Familie durchaus ein Thema waren. So erzählt er, dass auch seine Eltern ihm, mit Blick auf die Familiengeschichte, Werte wie Toleranz, Verantwortung und Respekt vermittelt haben und sich sein Vater als Friedensaktivist engagierte. Werte, die Klaus Bonhoeffer in seinem Brief zu Ostern 1945 an seine Kinder Thomas, Cornelie und Walter thematisiert und als essenziell für ein gerechtes und weitherziges Leben hervorhebt.

Pfarrer Mathias Bonhoeffer ist es ein Anliegen, Klaus Bonhoeffer aus dem Schatten seines jüngeren Bruders heraustreten zu lassen und ebenso Rüdiger Schleicher ins Gedächtnis der Menschen zurückzubringen. „Dietrich Bonhoeffer ist als Gegner der Nationalsozialisten in späteren Zeiten deutlich stärker wahrgenommen worden. Die anderen Widerstandskämpfer kommen dadurch immer ein Stück weit zu kurz. Sie sind stets im Schatten des viel zitierten und weltweit bekannten Theologen geblieben“, sagt Mathias Bonhoeffer. Dabei waren sie schon früh sehr stark am aktiven Widerstand beteiligt gewesen: „Ihr Einfluss und ihre Bedeutung sind nicht zu unterschätzen.“

Klaus Bonhoeffer wird von seinem Bruder Karl Friedrich als liberaler Christ und Mann von leidenschaftlichem Gerechtigkeitssinn beschrieben. Rüdiger Schleicher zeichnete sich durch Warmherzigkeit, Mitgefühl und Güte aus. Beiden wurde früh klar, dass gegen ein Regime, wie das von Adolf Hitler, aktiv Widerstand geleistet werden musste. „In diesen letzten Briefen der beiden Männer an ihre Familien wird ihre Haltung, wird ihr Wesen sehr deutlich“, sagt Mathias Bonhoeffer. Es seien enorm starke Texte, voller Liebe zu den Menschen, geprägt von Moralität und dem festen Glauben an Gott.

Die Lesung der Texte im Film endet mit den Namen der Männer, die mit Rüdiger Schleicher und Klaus Bonhoeffer den Tod fanden, weil sie sich für Freiheit und Gerechtigkeit, für Toleranz und gegen Unmenschlichkeit eingesetzt haben: „In der Nacht zum 23. April 1945 werden mit Rüdiger Schleicher und Klaus Bonhoeffer auch Hans Ludwig Sierks, Carl Adolf Marks, Wilhelm zur Nieden, Richard Kuenzer, Friedrich Justus Perels sowie Hans John aus dem Gefängnis Lehrter Straße gezerrt, und anschließend in einem Bombenkrater, des sich ebenfalls in der Nähe des Dorotheenstädtischen Friedhofs befindet, jeweils durch Genickschuss von der SS ermordet. Dort befindet sich heute eine Gedenkstätte für die Ermordeten. Später wurden die Namen Dietrich Bonhoeffer und Hans von Dohnanyi hinzugefügt, deren Gräber unbekannt sind.“

 

Der Film „Die Schatten-Märtyrer“ ist auf der Website des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region abrufbar.

 

Positive Corona-Zwischenbilanz im Gubbio: Bislang rund 18 000 Euro Spendengelder für Wohnungslose / Der Bedarf bleibt groß

23. April 2020; ksd

 

Köln. Der Corona-Ausnahmezustand hat für die rund 6000 wohnungslosen Menschen in Köln ihre Lebenssituation verschärft: Über Wochen waren kaum Menschen auf den Straßen, sodass Einnahmen aus dem Flaschensammeln und den Spenden von Passanten fast vollständig weggebrochen sind. Die katholische Kirche in Köln hat – gemeinsam mit der Stadt und anderen Trägern – deshalb von Anfang an die Arbeit und die konkreten Hilfsangebote für Wohnungslose verstärkt. Eine erste Zwischenbilanz ist positiv, doch klar ist auch: die Hilfen müssen weitergehen. Dies umso mehr, als derzeit auch viele „fremde“ Wohnungslose in die Stadt kommen, wie Schwester Christina Klein vom Gubbio, der Katholischen Wohnungslosenseelsorge im Stadtdekanat Köln, beobachtet.

Jeden Tag werden bis zu 140 Menschen im Priesterseminar des Erzbistums Köln mit einer warmen Mahlzeit bewirtet. Der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, hatte das Haus Ende März dafür geöffnet. Wohnungslose Frauen und Männer bekommen hier nicht nur etwas zu essen, sondern können dort samstags auch duschen. Die Malteser, Jugendliche des jugendpastoralen Zentrums „CRUX“ in Köln sowie Theologiestudenten aus Köln, Bonn und Sankt Augustin engagieren sich ehrenamtlich bei der Essensausgabe. Schwester Christina Klein und Weihbischof Ansgar Puff, der regelmäßig mit ihr im Gubbio arbeitet, stehen für Gespräche zur Verfügung und vermitteln bei Bedarf auch weitere Unterstützung. „Wir merken, wie gut den Menschen nicht nur das sehr schmackhafte Essen, sondern vor allem auch die Gemeinschaft tut“, berichtet Schwester Christina, die zur Gemeinschaft der Olper Franziskanerinnen gehört. „Die Menschen fühlen sich gut versorgt und gut aufgehoben.“ Auf die Einhaltung von Hygiene- und Abstandsregeln werde selbstverständlich geachtet.

Auch die Straßenseelsorge geht in der Corona-Zeit weiter. Schwester Christina sucht die wohnungslosen Frauen und Männer rund um den Hauptbahnhof und in den Straßen der Stadt auf. Sie informiert dabei nicht nur über die Hilfsangebote, sondern ist vor allem als Mensch da, der zuhört, Gesprächspartnerin und Seelsorgerin ist. Was den Menschen auf der Straße in dieser Zeit am meisten fehle, sei die persönliche Begegnung, sagt Schwester Christina. Ihr Appell an die Kölnerinnen und Kölner: „Lächeln kann man immer. Man kann die Menschen auch ansprechen und ihnen natürlich auch Geld spenden.“ Den Sicherheitsabstand und die Hygiene-Maßnahmen einzuhalten, sei dabei natürlich wichtig.

Seit Beginn des Corona-Ausnahmezustandes sammelt das Gubbio Spenden für Lebensmittel-Gutscheine, mit denen die Wohnungslosen dann in Supermärkten einkaufen können, sowie auch für die Essensausgabe im Priesterseminar. Bislang sind rund 18 000 Euro zusammengekommen (Stand: 23. April). „Die Entwicklung ist erfreulich“, sagt Rudger von Plettenberg, der Geschäftsführer des Gesamtverbandes der katholischen Kirchengemeinden der Stadt Köln, dem Träger des Gubbio. „Manche haben sogar schon mehrfach einen Betrag überwiesen. Wir danken allen Spenderinnen und Spendern und freuen uns, dass die Menschen gerade jetzt so solidarisch sind und ein offenes Herz für andere haben.“ Weil ein Ende der Corona-Situation nicht absehbar ist und auch, weil immer mehr Menschen die Hilfe der Gubbio-Wohnungslosenseelsorge und anderer Einrichtungen der Obdachlosenhilfe benötigen, wird auch weiterhin um Spenden gebeten.

 

Spenden für das Gubbio, Katholische Wohnungslosenseelsorge im Stadtdekanat Köln, gehen auf dieses Konto:

 

IBAN: DE29370601930010253179 
BIC: GENODED1PAX 
Kontoinhaber: Gesamtverband der kath. Kirchengemeinden der Stadt Köln 
Verwendungszweck: „Gubbio“ oder „Obdachlosenseelsorge“

Hinweis: Bei Angabe einer Anschrift kann eine Spendenquittung ausgestellt werden. Bei Spenden bis 200 Euro ist es ausreichend, wenn der Spender dem Finanzamt eine Buchungsbescheinigung (Kopie des Überweisungsträgers/Auszug eines Kontoauszugs) zur Anerkennung als Spende vorlegt.

 

Info

Die Wohnungslosen-Kirche „Gubbio“ in der Ulrichgasse ist aktuell an zwei Tagen geöffnet: dienstags und mittwochs ab 16 Uhr zum persönlichen Gebet und zum Seelsorgegespräch.

Die Duschen im Priesterseminar sind samstags geöffnet: von 11 bis 13 Uhr für Männer, von 13 bis 14 Uhr für Frauen. Für die Betreuung ist der Malteser Hilfsdienst zuständig. 

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.gubbio.de

 

Eine Übersicht über weitere Hilfsangebote für Wohnungslose finden Sie hier.

 

Interview: Die katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Stadtdekanat Köln hilft Menschen, gut durch die Corona-Zeit zu kommen

21. April 2020; ksd

 

Köln. Seit vier Wochen gilt die Kontaktsperre in Deutschland, das Corona-Virus und seine weltweiten Auswirkungen beschäftigen die Menschen aber schon deutlich länger. Viele Menschen sind zudem schon seit mehr als drei Wochen überwiegend zu Hause, um von dort zu arbeiten. Andere sind in Kurzarbeit oder haben von heute auf morgen ihre Arbeit verloren. Für manche Paare und Familien ist das Miteinander, aber auch die Situation allgemein eine Herausforderung oder Belastung. Theresia Stamm, Leiterin der katholischen Ehe-, Familien- und Lebensberatung in Porz, ist mit ihrem Team – wie alle Beratungsstellen im Stadtdekanat Köln – telefonisch und online weiterhin für Menschen da, die Rat, Unterstützung und Hilfe brauchen. Sie gibt Tipps, wie Paare und Familien gut durch die Corona-Zeit kommen, erklärt aber auch, was im Fall von häuslicher Gewalt zu tun ist. Hier rechnet sie mit einer weiteren Zunahme der Fälle, ebenso wie mit einem wachsenden Beratungsbedarf nach der Corona-Krise.

Was bedeutet die gegenwärtige Ausnahmesituation durch Corona für Paare und Familien?

Theresia Stamm: Für die meisten Menschen ist das eine neue Situation. Alle sind zu Hause, die Kinder sind nicht in der Schule, die Eltern im Homeoffice. Es gibt keine Entlastung wie sonst, über die Kita, die Schule oder die Großeltern. Das Zusammenleben in dieser Zeit braucht im Letzten einen disziplinierteren, vorsichtigeren Umgang, als wir ihn gewohnt waren. Man kann sich nicht aus dem Weg gehen. Bei uns melden sich aber gerade jetzt auch viele alleinlebende Menschen. Die Menschen leiden sehr unter der Einsamkeit. Das ist schon sehr belastend für sie, gerade wenn sie zu einer Risikogruppe gehören oder wenn sie lange niemanden mehr gesehen haben. Die Ungewissheit, wie es weitergeht und wann wieder Normalität herrscht, ist eine zusätzliche enorme Belastung.

Was können Paare oder Familien tun, um mit der Situation zurecht zu kommen, gerade wenn sie nur wenig Raum zur Verfügung haben

Stamm: Familien und Paare brauchen neue Absprachen für neue Strukturen und neue Tagesabläufe mit Arbeits- und Lernzeiten. Eine äußere Ordnung – der strukturierte Tag – führt zur inneren Ordnung, zum Gefühl, die Kontrolle ein wenig über die Ausnahmesituation zurückzugewinnen. Eine Möglichkeit sind Auszeiten voneinander – alleine einen Sparziergang machen, mal alleine ein Zimmer in der Wohnung nutzen, sich Rückzugsräume schaffen. Aber auch aktiv gestaltete Familienzeit und – wenn gewünscht – aktiv gestaltete Zeit für die Partnerschaft sind unerlässlich. Es ist wichtig, dass alle ihre eigenen Bedürfnisse äußern können: Wer benötigt was in dieser Situation?

Was bedeutet das konkret?

Stamm: Es ist wichtig, gerade in diesen Zeiten die Verantwortung für das eigene Wohlergehen zu übernehmen. Wenn jeder Erwachsene sich um sein eigenes Wohlbefinden sorgt, spiegelt sich dieses Ausgeglichensein in der Partnerschaft wider: Sind die Eltern entspannt, reagieren die Kinder entsprechend. Umgekehrt natürlich auch. Jeder Erwachsene kann nur für sein eigenes Wohlergehen sorgen. Das heißt nicht, egoistisch zu sein. Es bedeutet, keine erhöhten Erwartungen an den anderen zu haben, das führt sonst nur zu Enttäuschungen. Wenn es dann zu Vorwürfen an den Partner kommt, weil der die – oft unausgesprochenen Erwartungen – nicht erfüllt hat, gerät das Paar in eine Sackgasse. Man sollte nicht hoffen, der Partner oder die Partnerin verändert sich in dieser Krise, ist netter als sonst, nimmt mir belastende Dinge ab oder anderes. Die äußere Krise löst keine familiäre oder partnerschaftliche Krise, sondern spitzt sie mitunter zu. Alte, schon lange bestehende Konflikte in Familie und Partnerschaft lassen sich jetzt mit dem Mehr an freier Zeit auch nicht zwingend lösen. Hinzu kommen häufig Sorgen um den Arbeitsplatz, finanzielle Engpässe und andere Belastungen. Die können sehr viel Raum einnehmen. Man sollte versuchen, Ruhe zu bewahren, so gut es geht, und abzuwarten, welche konkreten Hilfen greifen – und zwar dann, wenn die Situation sich konkret zeigt. Dann können Anträge auf auch finanzielle Hilfen gestellt werden, da gibt es viele Möglichkeiten. Allgemein sollte man versuchen, so gut es geht, im Hier und Jetzt zu leben.

Wie kann man positiv mit der Situation umgehen und Belastungen etwas Positives entgegensetzen?

Stamm: Es kann helfen, wenn Paare und Familien sich gemeinsam erinnern: Wie haben wir krisenhafte Situationen im Leben gemeinsam gemeistert? Was hat uns geholfen? Ich nenne es, die persönliche Schatzkiste öffnen. Sich an Schönes erinnern, aber auch an eigene Bewältigungsstrategien. Es ist auch wichtig, einzelnen Familienangehörigen konkrete Rückmeldungen zu positiven Verhaltensmustern in der aktuellen Situation zu geben, den anderen zu loben und sich gegenseitig im Blick zu haben. Allgemein sollte jeder gut auf die basalen Dinge des Lebens achten: sich gut ernähren und auf eine gute Versorgung achten. Für ausreichend Schlaf und viel Bewegung sorgen – das hilft auch beim Stressabbau. Der Aufenthalt an der frischen Luft, in der Natur, hilft, einen „Lagerkoller“ zu vermeiden. Es ist wichtig, sich bewusst Zeit für schöne Dinge zu nehmen, etwa ein Hobby, vielleicht auch ein fast vergessenes. Und es kann guttun, sich mit den eigenen Fähigkeiten und Stärken zu beschäftigen. Das stärkt und kann dabei helfen, besser mit der Situation umzugehen.

In manchen Ländern wurde durch Corona-Quarantäne und Ausgangssperre ein Anstieg häuslicher Gewalt verzeichnet. Auch in Deutschland wurden bereits mehr Fälle registriert. Erwarten Sie auch für Köln eine Zunahme häuslicher Gewalt?

Stamm: Ja, damit rechne ich. Aufgrund der räumlichen Nähe und Enge kann es zu häuslicher Gewalt kommen, auch zu einer Zunahme von Gewalt in Familien beziehungsweise zwischen Paaren. Die jetzige Situation ist sehr belastend für alle Menschen. Jugendämter, Beratungsstellen, die Telefonseelsorge und andere Institutionen sind weiterhin alle telefonisch erreichbar und bleiben Ansprechpartner auch und gerade in solchen Situationen. In gewaltbelasteten Familien ist es in einer eskalierenden Situation akut geboten, die Polizei zu rufen. Diese hat die Möglichkeit, die gewalttätig Person für zehn Tage der Wohnung zu verweisen. In der Zwischenzeit können alle Beteiligten – getrennt voneinander – Beratung in Anspruch nehmen. Bei Gewalt in Familien ist das Jugendamt zu informieren. Die Mitarbeiter machen auch in diesen Tagen Hausbesuche und überprüfen die Situation. Wenn nötig, können sie Kinder in Obhut nehmen. Auch der Kontakt zum Frauenhaus kann eine Lösung für gewaltbetroffene Frauen sein. Das alles gilt natürlich nicht nur in der Corona-Zeit.

Vielen Menschen macht das Virus selbst Angst, dazu die Sorgen um die eigene Gesundheit oder die von Angehörigen sowie die Ungewissheit über die Dauer des Ausnahmezustandes. Wie kann man damit umgehen?

Stamm: Es ist wichtig, darüber zu sprechen. Über das Virus und die Ansteckungsgefahr, über die Auswirkungen, vor allem auch über die eigenen Ängste und Belastungen. Das bedeutet: Ich realisiere das Unfassbare. Die Wahrnehmung, dass alle verunsichert und ängstlich sind, kann helfen. Man macht sich klar: Ich reagiere normal – und dadurch fühlt man sich nicht alleine. Um aus negativen Gedankenkreisläufen heraus zu kommen, sind Gespräche oftmals der kürzeste Weg. Jeder sollte auch bewusst entscheiden, wie viele Informationen über die Medien ihm oder ihr guttun. Es ist wichtig, sich mediale Auszeiten zu gönnen und sich auch mit anderen Themen sowie anderen Dingen zu beschäftigen. Mit anderen telefonisch oder über das Internet in Verbindung zu bleiben, mit der Familie, Freunden, der Nachbarschaft, kann dabei helfen, mit der Situation und eigenen Ängsten umzugehen. Gegebenenfalls helfen auch die professionellen Institutionen. Hier findet man Menschen, die zuhören, die die Situation mit etwas Abstand betrachten. Wir stellen Fragen, um Ängste und Unsicherheiten zu verstehen. Und wir stellen Fragen, die den Blick auf die Situation je nachdem weiten oder einengen. Dadurch entstehen neue Perspektiven und es entwickelt sich in einer scheinbar aussichtlosen Situation Hoffnung. Die großen und kleinen Solidaritätsbekundungen im Alltag, wie der Einkauf für die Nachbarin, das kurze Gespräch im Park, mehr Zeit innerhalb der Familie haben, mitunter das Erleben des Frühlings – all das durchbricht unsere Ängste und lässt uns Hoffnung, Zuversicht und Freude schöpfen.

Die ersten Lockerungen sind in Kraft getreten. Entspannt sich damit automatisch die Situation in den Familien und alle kehren zur Normalität zurück?

Stamm: Die Ausnahmesituation und ihre Auswirkungen werden Paare und Familien noch länger beschäftigen. Die Belastungen sind je nach Familiensituation hoch: Neben dem deutlich veränderten Familienleben und Rhythmus, den Ängsten wegen der Corona-Ansteckung, Sorgen um den Arbeitsplatz und um Angehörige sowie neben finanziellen Sorgen und Angst vor Überschuldung befinden sich viele in einer Schockstarre. Das führt auch zu einer gewissen Handlungsunfähigkeit. Es wird durchgehalten nach dem Motto „Irgendwie geht es weiter“. Die Spielräume, um sich bereits jetzt Hilfe zu holen, sind nicht sehr groß. Ein geschütztes Telefonat ist zurzeit schwieriger zu ermöglichen. Der Partner oder die Kinder hören mit. Und auch Alleinerziehende haben nicht die Ruhe und den Raum, um allein zu telefonieren. Daher rechne ich mit einem Anstieg der Beratungsanfragen nach der Corona-Krise. Erst wenn sich auch die gesellschaftliche Starre löst, können sich betroffene Familien und Paare um Hilfe kümmern.

Kann diese Zeit denn auch eine Chance für Paare und Familien sein?

Stamm: Mehr Zeit miteinander zu haben und bisweilen weniger Belastungen durch weniger Arbeitsstress und andere Faktoren, eröffnet die Möglichkeit, miteinander intensivere Gespräche zu führen. Es ist Gelegenheit zu überprüfen, was wirklich im Leben wichtig ist. Was sind unsere Werte? Was ist unsere Ausrichtung? Was trägt uns im Leben? Diese Themen können kommen, allerdings sind viele Menschen zurzeit noch mehr im Außen und noch nicht im Inneren mit grundsätzlichen Lebensfragen beschäftigt.

 

Interview: Hildegard Mathies

 

Ein Experten-Interview des ARD-Magazins „livenachneun“ mit dem Leiter der Kölner Ehe-, Familien- und Lebensberatung, dem Diplom-Psychologen Günther Bergmann, können Sie hier abrufen. Darin geht es unter anderem um den Umgang mit Ängsten in der Corona-Krise. Darüber hinaus gibt Bergmann Familien Tipps, wie sie miteinander gut durch die Corona-Zeit kommen.
Im Nachfolge-Interview mit „livenachneun“ gibt Günther Bergmann unter anderem Tipps, wie man mit anhaltenden und zunehmenden Belastungen umgeht, was man bei Stress tun kann, wie Paare und Familien miteinander umgehen können.

 

Informationen und Kontakt

Beratungen finden derzeit telefonisch oder online statt, über Mail, Chat oder Video-Chat. Die Anmeldung ist telefonisch oder online möglich: 

 

Die Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen in Porz ist telefonisch erreichbar von Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr sowie 13 bis 16 Uhr unter 02203 52636 sowie per E-Mail unter: info@efl-porz.de Die Einrichtung vergibt Telefontermine auch außerhalb dieser Zeit.

Die Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen in Köln am Steinweg ist derzeit von Montag bis Freitag, 8.30 Uhr bis 14 Uhr, erreichbar. In dieser Zeit kann man sich telefonisch anmelden unter 0221 2051515. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, sich online anzumelden. In akuten Krisensituationen ist montags bis freitags von 10 Uhr bis 14 Uhr ein Bereitschaftsdienst für ein erstes Beratungsgespräch erreichbar. 

 

Mehr Informationen zu den einzelnen Beratungsstellen gibt es unter www.koeln.efl-beratung.de

 

Als weiteres Angebot steht die Katholische Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche – Erziehungs- und Familienberatung – bei Fragen, Sorgen und Konflikten Familien zur Seite. Erreichbar ist sie unter Telefon 0221 60608540 und per E-Mail: sekretariat@beratung-in-koeln.de für erste Kontakt- und Beratungsgespräche von Montag bis Freitag, 10 bis 14 Uhr, sowie, unabhängig von diesen Zeiten, für weitere Beratungsgespräche beziehungsweise in laufenden Fällen nach telefonischer Vereinbarung.

Mehr Informationen gibt es unter www.eltern-familien-beratung-koeln.de

 

Die Katholische Jugendagentur Köln hat einen „Ratgeber für die Zeit zu Hause“ für Familien erstellt.

 

Drohne inspiziert den Dom für digitalen Zwilling zur Schadenskontrolle

20. April 2020; ksd

Köln (mk). In dieser Woche wird die Westfassade des Kölner Domes für eine realitätsgetreue 3D-Visualisierung mit einer Spezialdrohne erfasst. Die Aufnahmen sollen den Mitarbeitern der Domhauhütte dabei helfen, schwer zugängliche Bereiche der Kathedrale besser zu überwachen und Schäden frühzeitig zu erkennen.

Um so komplexe Bauwerke wie den Kölner Dom auf Schäden untersuchen zu können, müssen normalerweise aufwändige Gerüste aufgebaut werden – ein ebenso langwieriges wie teures Unterfangen. Deshalb kommen am Dom in jüngster Zeit verstärkt Drohnen zum Einsatz. „Mithilfe ihrer Aufnahmen konstruieren wir langfristig ein virtuelles Modell des Domes, quasi einen digitalen Zwilling“, erklärt Michael Jürkel, Steintechniker der Dombauhütte Köln. „Er soll uns eine bessere Überwachung jener Gebäudeteile ermöglichen, an die wir nur mit großem Aufwand herankommen.“

Bereits im Herbst des vergangenen Jahres habe es erste Testaufnahmen mit unbemannten Flugobjekten der in Monheim ansässigen Firma „Northdocks“ gegeben. „Dabei hat sich gezeigt, dass die erfahrenen Piloten von ‚Northdocks‘ ganz hervorragende, hochauflösende Aufnahmen anfertigen können, die anschließend am Rechner zusammengesetzt werden“, so Jürkel. „So konnte der Schadensbestand an einem Teil des Nordturms präzise dokumentiert werden.“

Nun will sich die Dombauhütte Köln zunutze machen, dass die unmittelbare Domumgebung durch die Corona-Regelungen der Stadt Köln weitaus geringer frequentiert ist als üblich. „Dadurch ist es möglich, einen kleinen Teil der Domplatte vor der Westfassade des Domes abzusperren, damit die Drohnenpiloten von dort aus konzentriert an den Domtürmen arbeiten können“, erklärt Jürkel weiter. „ Die Drohne wird von dort aus auf Sicht gesteuert und nähert sich der Kathedrale mit einem Sicherheitsabstand von fünf bis sieben Metern.“

Auch für die Experten der Firma Northdocks ergeben sich Vorteile aus der neu entstandenen Ruhe, da sie für ihre Präzisionsarbeit hohe Konzentration benötigen. „Wir planen mit mindestens 30 Stunden reiner Flug- und Lenkzeit“, so Geschäftsführer Joachim Perschbacher. „Je aufmerksamer wir unsere Drohnen mit den hochauflösenden Kameras steuern, desto geringer ist die Nachbearbeitungsquote und desto größer ist der Nutzen für die Steintechniker, da das entstandene 3D-Modell eine präzise Kartierung von Schäden erlaubt.“ Die manuell gesteuerte Spezialdrohne werde die Türme und Westfassade des Domes in mehr als 30 000 hochauflösenden Bildern detailgetreu einfangen. 

 

Corona-Hilfe der „Aktion Neue Nachbarn“ kommt an / Geflüchtete nähen Masken für St.-Franziskus-Hospital

17. April 2020; ksd

Köln (pek). Vor drei Wochen hat der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki Mittel aus dem Soforthilfefonds der „Aktion Neue Nachbarn“ (ANN) im Erzbistum Köln für die Nachbarschaftshilfe in der Corona-Krise zur Verfügung gestellt. Die erste Bilanz: die Hilfe kommt an. Mehr als 30 Projekte konnten seit dem 25. März mit insgesamt rund 52 000 Euro gefördert werden.

Die Projekte reichen von der Unterstützung alleinerziehender Mütter und Familien in Flüchtlingsunterkünften bei der Beschäftigung ihrer Kleinkinder bis hin zu Online- und Telefonberatungen. Auch Einkaufsdienste oder kreative Lösungen für die Kontaktpflege von Angehörigen mit isolierten Bewohnern von Pflege-Einrichtungen finden sich unter den geförderten Initiativen.

Zu den vielen Engagierten der „Aktion Neue Nachbarn“ gehört Imad H. aus Rösrath. Der Schneider aus dem syrischen Aleppo hat mit seiner Tochter Aya noch vor Ostern 283 Masken genäht, die in zwei katholischen Krankenhäusern dringend benötigt wurden. „Die Solidarität, die wir gerade erfahren, ist wirklich ergreifend“, sagt eine Leitungsverantwortliche des St.-Franziskus-Hospitals. Die für das Nähprojekt notwendige Infrastruktur konnte durch die „Aktion Neue Nachbarn“ bereitgestellt werden. Ein breites Netzwerk von Unterstützern aus der katholischen Pfarrgemeinde Rösrath, der katholischen Landjugend, aus Bürgervereinen und dem Integrationsbüro der Stadt Rösrath trägt zum Erfolg des Projekts bei. 

 

Weitere Informationen finden Sie auf der ANN-Internetseite.

 

Stadtdechant Robert Kleine fordert: „Öffentliche Gottesdienste zeitnah wieder zulassen“ / Konzept und Zeitplan von Bund und Ländern offen

16. April 2020; ksd

Köln. Bei der Ankündigung zu ersten Lockerungen der Corona-Maßnahmen sind Gottesdienste und andere religiöse Veranstaltungen weiterhin ausgenommen worden. Der Kölner Stadtdechant Msgr. Robert Kleine kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen und fordert von der morgen (Freitag, 17. April) tagenden Innenministerkonferenz klare Entscheidungen und zeitnahe Schritte in Richtung einer Zulassung öffentlicher Gottesdienste. Seine Stellungnahme im Wortlaut:

 

„Am gestrigen Mittwoch haben die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten gemeinsame Beschlüsse zur Bekämpfung der Corona-Pandemie gefasst und vorgestellt. So sehr ich begrüße, dass für die nächsten Wochen erste Lockerungen der bisherigen Corona-Maßnahmen vorgesehen sind, die vor allem die Wirtschaft und das Schulwesen betreffen, vermisse ich umso mehr Lockerungen, die wieder die Feier von öffentlichen Gottesdiensten ermöglichen. 

Dass es hier zu keinen Änderungen kommt, ärgert mich – zumal das Bundesverfassungsgericht erst am 10. April 2020 in seinem Urteil betont hat:

,Der überaus schwerwiegende Eingriff in die Glaubensfreiheit zum Schutz von Gesundheit und Leben ist auch deshalb derzeit vertretbar, weil (…) das hier in Rede stehende Verbot von Zusammenkünften in Kirchen bis zum 19. April 2020 befristet ist. Damit ist sichergestellt, dass die Verordnung unter Berücksichtigung neuer Entwicklungen der Corona-Pandemie fortgeschrieben werden muss. Hierbei ist – wie auch bei jeder weiteren Fortschreibung der Verordnung – hinsichtlich des im vorliegenden Verfahren relevanten Verbots von Zusammenkünften in Kirchen eine strenge Prüfung der Verhältnismäßigkeit vorzunehmen und zu untersuchen, ob es angesichts neuer Erkenntnisse etwa zu den Verbreitungswegen des Virus oder zur Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems verantwortet werden kann, das Verbot von Gottesdiensten unter – gegebenenfalls strengen – Auflagen und möglicherweise auch regional begrenzt zu lockern.‘

 

Kirche kann Einhaltung von Sicherheits- und Hygienebestimmungen gewährleisten

 

Ich persönlich hatte erwartet, dass bereits in der gestrigen Konferenz eine solche ,strenge Prüfung der Verhältnismäßigkeit‘ stattfindet. Die Bundeskanzlerin berichtete in der Pressekonferenz, man habe intensiv über das hohe Gut der Religionsfreiheit gesprochen, um dann mit der Bemerkung zu enden: ,Wir wollen, dass religiöse Feierlichkeiten, Veranstaltungen und Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften zunächst weiterhin nicht stattfinden. Aber noch in dieser Woche wird es ein Gespräch von Ministerpräsidenten und dem Bundesminister des Innern über die Frage geben, wie man einen einvernehmlichen Weg für das weitere Vorgehen findet.‘

Ich erwarte von der morgen tagenden Innenministerkonferenz zeitnahe Schritte in Richtung der Zulassung öffentlicher Gottesdienste. Das Recht auf freie Religionsausübung muss im Sinne des Bundesverfassungsurteils so weit wie möglich gewährt werden!

Als katholische Kirche können wir gewährleisten, dass in unseren Kirchen nur Gottesdienste gefeiert werden, die den geltenden strengen Hygienebestimmungen entsprechen. Gerade in unseren Kirchenräumen ist zum Beispiel durch die in der Regel feste Möblierung die Einhaltung des Sicherheitsabstandes von mindestens 1,5 Metern einfacher zu gewährleisten als in Geschäften. 

Ich gehe davon aus, dass in einem ersten Schritt die Anzahl der Gläubigen pro Gottesdienst auf Grundlage der Größe des Gotteshauses beschränkt sein wird. Dann werden wir gerne die Anzahl der Gottesdienste erhöhen, sodass jeder, der mitfeiern möchte, die Gelegenheit erhält, im Gottesdienst aus der Frohen Botschaft gerade in dieser Zeit Trost und Hoffnung zu erfahren.“

 

UPDATE:

Ein Gespräch von Innenstaatssekretär Markus Kerber mit Vertretern der Kirchen und Religionsgemeinschaften blieb am 17. April ohne das von vielen Kirchenvertretern erhoffte Ergebnis. Nach Angaben eines Sprechers des Bundesinnenministeriums gebe es bundesweit noch keinen Zeitplan für eine Wiederzulassung religiöser Zusammenkünfte und Gottesdienste. Am 30. April wollten Bund und Länder demnach wieder Bilanz ziehen und über den weiteren Umgang mit den Corona-Einschränkungen beraten. Gottesdienste und Zusammenkünfte seien zunächst bis zum 4. Mai nicht gestattet. Für einen Zeitplan sei es noch zu früh, aber es werde gemeinsam mit den Ländern ein Konzept erarbeitet. ZIel sei ein bundesweit möglichst einheitliches Vorgehen.

Der Leiter des Katholischen Büros in Berlin, Prälat Karl Jüsten, äußerte sich dazu auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Nach seiner Einschätzung könnten öffentliche katholische Gottesdienste „zeitnah“ nach dem 30. April möglich sei, so der Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe. Die Religionsgemeinschaften sollten Konzepte erarbeiten, wie Gottesdienste unter Einhaltung der Hygieneregeln möglich sein könnten. Diese sollten dann mit den einzelnen Landesregierungen abgestimmt werden. Die katholische Kirche sei dabei schon sehr weit, so Jüsten gegenüber der KNA. In einigen Bundesländern lägen solche Konzepte bereits vor. Laut dem Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, arbeitet auch das Erzbistum Köln bereits an so einem Konzept.

 

Mehr darüber lesen Sie in diesem Beitrag auf katholisch.de

  

„eigentlich.koeln“: Neuer Blog des Katholischen Bildungswerks

15. April 2020; ksd

 

Köln. Eigentlich sollten – wie gewohnt – jetzt zahlreiche Veranstaltungen im Katholischen Bildungswerk Köln Teilnehmerinnen und Teilnehmer begeistern. Doch Corona hat den Lauf der Welt verlangsamt und manches gestoppt, was sonst selbstvertändlich ist. Und so können all die von langer Hand und mit viel Engagement vorbereiteten Seminare, Diskussionen, Vorträge, Ausstellungen und andere Veranstaltungen aktuell nicht stattfinden. Und auch wenn erste Lockerungen im Ausnahmezustand diskutiert werden, ist unklar, wann der Seminarbetrieb wieder aufgenommen werden kann und wann Veranstaltungen wieder ganz normal stattfinden können. Damit niemand auf die guten Inhalte und Inspirationen verzichten muss, hat das Team des Katholischen Bildungswerks kurzerhand den Blog „eigentlich.koeln“ gestartet.

Hier werden unter den Rubriken „Eigentlich...eine Veranstaltung“ und „Eigentlich...eine Geschichte“ Inhalte präsentiert, die man sonst bei einer der vielen Veranstaltungen hätte erleben können. Da geht es etwa um Dietrich Bonhoeffer oder Gottfried Böhm, um Geschichte – des Rassismus zum Beispiel – und um Geschichten, wie die von Rosa Luxemburg und ihren Brief aus dem Gefängnis „An Sonjuscha“. Es geht um Spiritualität von, für und mit Kindern, um Beten als Sprache der Seele, um einen Blick ins biblische Buch Exodus und vieles mehr. Daneben gibt es Tipps und Anregungen, wie man zum Beispiel in der Familie diese besondere Zeit gestalten kann.

 

An jedem Werktag werden neue Beiträge veröffentlicht. Auf Radio Köln erklärt der Leiter des Katholischen Bildungswerkes, Rainer Tüschenbönner, was mit dem Blog „ eigentlich.koeln“ auf sich hat.

 

Warum Stadtdechant Msgr. Robert Kleine den Blog empfiehlt können Sie hier nachhören.

 

Weitere Informationen zum Katholischen Bildungswerk finden Sie hier.

 

Ökumenische Oster-Andacht mit Kardinal Woelki und Präses Rekowski am 14. April – live auf DOMRADIO.DE

14. April 2020; ksd

Köln (pek). Lässt sich in Zeiten von Corona Ostern feiern? Kardinal Rainer Maria Woelki und der Präses der Evangelische Kirche im Rheinland, Manfred Rekowski, möchten die Sorgen und Nöte, welche die aktuelle Situation mit sich bringt, in einem ökumenischen Online-Gottesdienst aufgreifen und gemeinsam darauf schauen, wie die Osterbotschaft in einer solchen Zeit dennoch Hoffnung geben kann. Beide laden herzlich ein, am Dienstag, 14. April, um 17 Uhr über DOMRADIO.DE digital an der Andacht teilzunehmen und mitzubeten. Übertragen wird die Andacht aus dem Kölner Dom auch auf der Facebook-Seite von DOMRADIO.DE sowie über die Homepages www.erzbistum-koeln.de und www.ekir.de

 

Die Andacht können Sie hier noch einmal sehen. Oder hier nachlesen.