Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten zu stadtweiten Veranstaltungen, Initiativen und Aktionen der katholischen Kirche und ihrer Kooperationpartner in der Stadt Köln.

Überregionale Nachrichten der katholischen Kirche finden Sie auf den folgenden Webseiten:

www.erzbistum-koeln.de | www.koelner-dom.de | www.domradio.de | www.katholisch.de | www.kna.de | www.dbk.de | www.vaticannews.va/de.html

 

Kar- und Ostertage im Kölner Dom wegen Corona nicht-öffentlich – Gottesdienste werden live übertragen – Beichte möglich

31. März 2020; ksd

Köln (mf). Wegen der Corona-Epidemie werden auch die Domgottesdienste an den bevorstehenden Kar- und Ostertagen unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefeiert und live gestreamt. Dompropst Gerd Bachner sowie Dom- und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine laden zur Mitfeier am Bildschirm ein. 

 

Zum ersten Mal in der jüngeren Domgeschichte können die Gottesdienste an den Kar- und Ostertagen nicht in gewohnter Weise stattfinden. „Grund dafür ist das weiterhin gültige Veranstaltungsverbot der Stadt Köln, das auch für Gottesdienste und sonstige Veranstaltungen von Religionsgemeinschaften gilt“, erklärt Dompropst Gerd Bachner. „So werden wir die Gottesdienste in diesen besonders geprägten Zeiten nur im kleinen Kreis feiern, wobei sie gleichzeitig live in alle Welt übertragen werden. Jeder kann also dabei sein – wenn auch lediglich am Bildschirm.“

Die Liveübertragungen aus dem Dom: sie sollen ein Zeichen der Zuversicht und Hoffnung in einer schwierigen Zeit sein. „Die österliche Bußzeit ist per se eine Zeit des Innehaltens und des Verzichts“, so Bachner. „Aber auf so viel, wie in diesem Jahr, musste wohl in der jüngsten Vergangenheit noch niemand von uns verzichten: auf Konzerte und Reisen, auf Besuche im Café oder im Theater. Kurz: Auf alles, was unser Miteinander im Normalfall prägt. Am meisten schmerzt viele sicher der Verzicht auf die Mitfeier der Liturgie in Gemeinschaft mit den Gläubigen.“

 

Dankmails aus aller Welt

 

In den Zeiten der Corona-Epidemie seien alle aufgerufen, als Zeichen der Fürsorge und Nächstenliebe zueinander Abstand voneinander zu halten, so der Dompropst weiter. „Eine immense Herausforderung – und eine soziale Durststrecke. Doch genauso, wie die österliche Bußzeit unabdinglich in das Osterfest mündet – ein Fest, das wir in diesem Jahr freilich anders begehen müssen als üblich – wird die Zeit der sozialen Entbehrung in eine Zeit des Aufatmens münden. Eine Zeit, in der wir unser öffentliches Leben, unsere Gesundheit und auch unsere Gottesdienste im Kölner Dom wieder ganz neu wahrnehmen und zu schätzen wissen werden.“

Bis dahin, fügt Domdechant Robert Kleine hinzu, sollen die Liveübertragungen ein Segen sein. „ Wir bekommen E-Mails aus aller Welt“, sagt er. „Menschen bedanken sich, dass sie in dieser herausfordernden Zeit die Heilige Messe aus dem Dom verfolgen können. Auch und besonders an den bevorstehenden Kar- und Ostertagen freuen wir uns, dass DOMRADIO.DE die Mitfeier der Gottesdienste am Bildschirm ermöglicht – und ausgewählte Gottesdienste auch von den Fernsehsendern Bibel.TV und EWTN.TV übernommen werden. Obwohl in diesen Tagen alle zu Hause bleiben müssen, muss doch niemand mit seinen Sorgen und Ängsten alleine sein. Wir laden alle Menschen ganz alle ganz herzlich ein, in unseren Liturgien der Kar- und Ostertage Halt und Trost zu finden.“

 

Die folgenden, nicht öffentlichen Domgottesdienste an den Kar- und Ostertagen werden von DOMRADIO.DE live übertragen:

 

Palmsonntag, 5. April

10 Uhr: Pontifikalamt mit Palmweihe (mit Kardinal Rainer Maria Woelki)
Halten Sie zum Segen bitte Ihre Palmzweige bereit! 

 

18h/18:30h: Rosenkranz und Heilige Messe
 

Karmontag, 6. April

8 Uhr: Hl. Messe


17 Uhr: Geistlicher Vortrag von Professor Dr. Elmar Nass, anschließend Andacht mit Eucharistischem Segen

 

18:30 Uhr: Chrisammesse mit Weihe der Heiligen Öle (mit Kardinal Rainer Maria Woelki)

 

Kardienstag, 7. April

8 Uhr: Heilige Messe


18h/18:30h: Rosenkranz & Heilige Messe
 

Karmittwoch, 8. April

8 Uhr: Heilige Messe


18h/18:30h: Rosenkranz & Heilige Messe
 

Gründonnerstag, 9. April

8 Uhr: Laudes


18 Uhr: Rosenkranz


18:30 Uhr: Abendmahlsmesse (mit Kardinal Rainer Maria Woelki)
 

Karfreitag, 10. April

10 Uhr: Kreuzweg (mit Kardinal Rainer Maria Woelki)


15 Uhr: Feier vom Leiden und Sterben Christi (mit Kardinal Rainer Maria Woelki)
 

Karsamstag, 11. April

8:00 Uhr: Trauermette am Karsamstag


21 Uhr: Feier der Osternacht (mit Kardinal Rainer Maria Woelki)
 

Ostersonntag, 12. April

10 Uhr: Pontifikalamt mit päpstlichem Segen (mit Kardinal Rainer Maria Woelki)


18h/18:30h: Rosenkranz und Festmesse (mit Weihbischof Rolf Steinhäuser)
 

Ostermontag, 13. April

10 Uhr: Festmesse (mit Weihbischof Dominikus Schwaderlapp)


18h/18:30h: Rosenkranz & Festmesse (mit Weihbischof Ansgar Puff)
 

 

Beichtzeiten im Dom

 

Die Beichte ist derzeit im Kölner Dom montags bis samstags zwischen 9 Uhr und 10 Uhr sowie samstags zusätzlich zwischen 15 Uhr und 17.30 Uhr möglich. Bitte achten Sie auf ausreichenden Abstand und die Einhaltung der Hygieneregeln.

 

In der Heiligen Woche gelten die folgenden Sonderbeichtzeiten:

 

Gründonnerstag, 9. April: 9 Uhr bis 11 Uhr und 16 Uhr bis 18 Uhr

 

Karfreitag, 10. April: 11 Uhr bis 14 Uhr und 17 Uhr bis 18 Uhr

 

Karsamstag, 11. April: 9 Uhr bis 18 Uhr

 

„Miteinander die Krise meistern“: Stadtdechant Robert Kleine mit Dank-Botschaft an Helfer, Engagierte und Bürger

30. März 2020; ksd

Köln. Seit Wochen sorgen die Auswirkungen der Corona-Krise und Covid-19-Pandemie für einen Ausnahmezustand in Stadt und Land sowie weltweit. Viele Menschen in Heil- und Pflegeberufen, aber auch in anderen wichtigen Branchen arbeiten mit permanent hoher Einsatzbereitschaft, oft bis an die Grenzen ihrer Belastbarkeit und darüber hinaus. Für viele Unternehmen, aber auch für viele Bürger ist die Krise mit Existenzängsten verbunden. Gleichwohl engagieren sich viele Menschen in der Gesellschaft derzeit solidarisch dafür, dass Dienste aufrechterhalten werden können und dass die, die am schwächsten sind, Hilfe bekommen und auch in Zeiten des gebotenen „Social Distancing“ beziehungsweise Kontaktverbots Zuwendung. Dem Kölner Stadtdechant Msgr. Robert Kleine ist es daher ein Herzensanliegen, „Danke“ zu sagen – den Helfern, den weiterhin Tätigen, den Engagierten, aber auch allen Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihr Verhalten dazu beitragen wollen, dass sich das Virus nicht weiter ausbreitet. Seine als Video über die Sozialen Medien und die Website des Stadtdekanats veröffentlichte Botschaft im Wortlaut:

 

„Ich möchte allen von Herzen Dank sagen, die gemeinsam versuchen, diese Krise zu bewältigen! Das sind die Politikerinnen und Politiker. Das sind die Menschen in den Läden und Geschäften, die geöffnet bleiben, wie Lebensmittelläden, Bäckereien, aber auch die Apotheken. Das sind natürlich auch die Menschen in den Krankenhäusern und Arztpraxen. Das sind alle, die bei Polizei, Feuerwehr und anderen Hilfseinrichtungen für uns da sind, Tag und Nacht. Das sind die Abfallwirtschaftsbetriebe, das sind die Menschen bei der RheinEnergie. Das sind die Menschen bei der Telefonseelsorge und in den Beratungsdiensten. Das sind Menschen in den Gemeinden, die für andere da sind. Mein Dank gilt all denen, die sich ehrenamtlich engagieren und mit viel Kreativität versuchen, die Krise zu meistern. Ich möchte mich bedanken bei jedem und jeder, die die Maßnahmen umsetzen in ihrem Leben. Das bedeutet Einschränkungen – aber die sind zum Wohl aller. Ich danke daher allen, die in Solidarität versuchen, miteinander in unserer Stadt die Krise zu meistern und zu bestehen. Ihnen allen ein herzliches Dankeschön! Vergelt’s Gott!“

 

Im Katholischen Stadtdekanat Köln gibt es eine Vielzahl von Hilfsangeboten, Initiativen der Nachbarschaftshilfe und Solidarität sowie des seelsorglichen Beistands. Einen Überblick finden Sie auf dieser Seite.

  

Telefonseelsorge verzeichnet mehr Anrufe – TV-Beitrag in den Tagesthemen

27. März 2020; ksd

Köln. Durch die Corona-Krise verzeichnet die Telefonseelsorge bundesweit rund 50 Prozent mehr Anrufe, zehn bis zwölf Prozent sind es bislang im Stadtdekanat Köln. Das hat die Leiterin der katholischen Telefonseelsorge, Annelie Bracke, im Interview mit DOMRADIO.DE berichtet. Am Freitag, 27. März, war zudem ein Beitrag über die Telefonseelsorge Köln in den ARD-Tagesthemen zu sehen.

In 30 bis 40 Prozent der Gespräche stehe die Corona-Krise komplett im Mittelpunkt, so Bracke. Dabei werde „über die ganz persönliche Lebenssituation gesprochen, wenn sie sich durch Corona noch einmal sehr verschlechtert“. In anderen Gesprächen spiele Corona nur am Rande eine Rolle, Thema sei es aktuell aber in fast allen Gesprächen, so Bracke.

Zu den Anrufenden zählten auch Menschen, die vielleicht vor der Krise nicht bei der Telefonseelsorge angerufen hätten, lautet Brackes Einschätzung. „Das kann zum Beispiel eine Mutter sein, die jetzt mit Kind und Mann tagelang unter einem Dach lebt. Es wird eng und die Spannung und Konflikte steigen“, sagt sie im DOMRADIO-Interview. Oder eine Abiturientin, die jetzt zu Hause lernen müsse und sich nicht so konzentrieren könne auf die Abi-Vorbereitung, wie sie das im vertrauten Rhythmus und Umfeld konnte und dadurch unter starken Druck gerate. Hinzu kommen die Menschen, die isoliert und einsam leben und bei denen sich das durch die Corona-Krise womöglich noch verstärke.

Es sei wichtig, „dass jemand anruft und einfach mal ausspricht, wie es gerade ist“, erklärt Annelie Bracke. „Dann ist es auch gut, dass da jemand am anderen Ende ist, der zuhört, der vielleicht nicht sofort Tipps gibt, sondern sagt: Erzählen Sie! Und der fragt: Wie ist jetzt Ihr Leben? Wie war es denn vorher? Wie könnte es nachher wieder sein? Da geht es einfach darum, verständnisvoll und interessiert zuzuhören. Ich glaube, die Tipps sind nicht das Erste, was man geben sollte.“

Man könne dann im Laufe des Gesprächs den Blick weiten. „Wenn eine Krise zu einer Panik führt und einer Einengung, kann man auch Mut machen, dass es ja wieder andere Zeiten geben wird und dass man den Blick dafür nicht verliert. Man kann auch noch im spezifischen Umfeld des Anrufenden schauen, wen er oder sie denn vielleicht sonst noch anrufen könnte. Zum Beispiel, wer aus dem Umfeld vielleicht wegen des Telefonats überrascht wäre, sich aber freuen würde.“ Und jenen, die sehr isoliert leben, könne man manchmal nur anbieten, dass sie wieder anrufen können.

 

Das DOMRADIO-Interview mit Annelie Bracke können Sie hier nachlesen und nachhören.

 

Die Telefonseelsorge ist kostenfrei und rund um die Uhr erreichbar unter den Nummern 0800 1110111 | 0800 1110222 | 116123. Weitere Informationen finden Sie auf der Website.

 

Ergänzend zum Angebot der Telefonseelsorge bieten das DOMFORUM und das Stadtdekanat Köln ab Montag, 30. März, das „Zeit für Sie“-Telefon an unter der Rufnummer 0221 9258471164. Erreichbar ist es von Montag bis Freitag, zunächst von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr. In dieser Zeit stehen erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DOMFORUMs für persönliche Gespräche zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Erzbistum Köln mit neuen Internetseiten für Familienleben und Hilfen in der Corona-Krise

27. März 2020; ksd

Köln (pek/ksd). Das Erzbistum Köln hat eine neue Internetseite ins Netz gestellt, die angesichts der Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens viele neu entstandene Ideen und Initiativen von Pfarrgemeinden, Gemeinschaften und Verbänden vorstellt und sie Hilfesuchenden zugänglich macht. Unter der Internetadresse www.zusammen-gut.de finden sich auch Angebote der Caritas sowie spirituelle Impulse. Der Titel will dazu einladen, on- wie offline „zusammen gut“ durch die Krise zu kommen – durch einen neuen sozialen, gesellschaftlichen und kirchlichen Zusammenhalt vor Ort.

Einige Angebote können Hilfesuchende direkt selbst nutzen, andere können eine Anregung sein, um eine ähnliche Initiative unter den je eigenen Bedingungen zu starten. Vorgestellt werden Angebote für verschiedene Alters- und Zielgruppen ebenso wie die Finanzmittel für Nachbarschaftshilfen, die Kardinal Rainer Maria Woelki aus der  „Aktion Neue Nachbarn“ zur Verfügung gestellt hat.

Einen breiten Raum nehmen unter www.zusammenfamilie.de Ideen und Angebote für Familien ein, die angesichts geschlossener Schulen und Kindergärten ebenfalls neue Herausforderungen bewältigen müssen. Hier gibt es Bastelideen, Aktionsvorschläge wie „Wir schreiben zusammen ein Buch“, die „Bibelchallenge“ für Kommunionkinder und weitere Spielideen. Darüber hinaus gibt es Anregungen für Gebet und Gottesdienst in der Familie, Abendimpulse sowie Informationen zu Beratungsangeboten und vieles mehr.

„Unsere Gemeinden sind nicht nur Gottesdienst-Gemeinden, sondern immer auch Caritasgemeinden und jeder getaufte Christ ist nicht nur zum Gottesdienst und zum Glaubensbekenntnis aufgefordert, sondern immer auch zur Caritas“, erinnerte Woelki in einem Schreiben an die Gemeinden. Viele der Engagements entstehen daher aus einer christlichen Motivation. Und sie gleichen tatkräftig aus, dass zurzeit nur durch Distanzierung solidarisch gelebt werden kann – um gerade die Schwächsten nicht zu gefährden.

 

Eine Übersicht über Hilfsangebote, Initiativen und seelsorgliche Begleitung im Stadtdekanat Köln finden Sie hier auf unserer Website.

 

„Einfach so – Zeit für Sie“: DOMFORUM und Stadtdekanat starten am 30. März Telefon-Gesprächsangebot in der Corona-Krise

25. März 2020; ksd

Köln. Für viele Menschen kann der weitgehende oder auch vollständige Wegfall persönlicher sozialer Kontakte in der Corona-Krise zu einer seelischen Belastung werden. Das DOMFORUM und das Katholische Stadtdekanat Köln starten deshalb am Montag, 30. März, ein neues telefonisches Gesprächsangebot. Unter der Nummer 0221 9258471164 stehen dann von montags bis freitags erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Gesprächspartner zur Verfügung.

„Viele, vor allem ältere Menschen sind derzeit sehr allein und einsam, weil sie dadurch, dass sie zur Risikogruppe gehören, ihre Häuser und Wohnungen nicht verlassen und leider auch keinen Besuch bekommen können“, erklärt DOMFORUMs-Leiter Rainer Tüschenbönner. „Zusammen mit der Ungewissheit, wie lange dieser Zustand andauern wird, kann und wird es für die eine oder den anderen zu einer sehr schweren Zeit.“ Gerade in dieser Situation sei es wichtig, wenn Menschen „ einfach mal mit jemandem reden können, eine Stimme hören, die nicht nur aus dem Fernsehen oder Radio kommt – und wenn ihnen der Mensch am anderen Ende der Leitung einfach mal zuhört und auch antwortet“, so Tüschenbönner.

Das DOMFORUM hält seit fast 25 Jahren ein Beratungs- und Gesprächsangebot vor, dass im Foyer des Hauses immer sehr rege genutzt werde, sagt der Leiter der Institution. Seit acht Jahren steht dieses Angebot unter dem Titel „Einfach so – Zeit für Sie“. Dieses „Zeit für Sie“ werde nun, in der Zeit der Corona-Krise, auf das Telefon übertragen.

„Gerade jetzt niemanden allein lassen“

„Als Kirche sind wir selbstverständlich auch und gerade jetzt, in diesen schwierigen Zeiten, für die Menschen da“, sagt der Kölner Stadtdechant, Msgr. Robert Kleine, über das neue Angebot. „Gerade für viele ältere und alte Menschen ist der tägliche Gang in den Supermarkt, zum Gottesdienst oder woanders hin oft die einzige Möglichkeit, mit anderen Menschen in Kontakt und ins Gespräch zu kommen. All das fällt gerade weg und droht, die Vereinsamung und soziale Isolation älterer und alleinstehender Menschen zu verstärken.“ Zwar gebe es in den Kölner Gemeinden und Einrichtungen sowie auch von nachbarschaftlicher Seite viele Hilfsangebote, doch nicht alle Menschen würden dadurch erreicht. Zudem beschränke auch hier die Kontaktsperre den persönlichen Austausch. „Es ist wichtig, dass wir alle gerade jetzt niemanden allein lassen“, so der Stadtdechant. „Dann können wir gemeinsam diese Krise bewältigen.“

Die Durchwahl -1164 erinnert an die Heiligen Drei Könige, deren Gebeine im Jahr 1164 nach Köln kamen. „Mit ihnen kam viel Segen in und für unsere Stadt“, erinnert Kleine. „Sie können uns mit ihrem festen Vertrauen auf Gott, aber auch mit ihrer Gemeinschaft Vorbild sein, gerade auch in dieser Zeit.“

 

Das „Zeit für Sie“-Telefon ist ab Montag, 30. März, freigeschaltet unter der Rufnummer 0221 925 8471164. Erreichbar ist es von Montag bis Freitag, zunächst von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr. Es ist ein zusätzliches Angebot neben der Telefonseelsorge, die weiterhin rund um die Uhr unter der kostenfreien Telefonnummer 0800  1110222 zu erreichen ist sowie unter den Rufnummern 0800 1110111 und 116 123.

 

Einen Beitrag von Radio Köln aus der Sendung „Himmel & Erde“ mit Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und DOMFORUMs-Leiter Rainer Tüschenbönner über das „Zeit für Sie“-Telefon können Sie hier nachhören.

 

DOMRADIO.DE hat ein Interview mit DOMFORUMs-Leiter Rainer Tüschenbönner zum  „Zeit für Sie“-Telefon geführt.

 

Gutscheine, Lunchpakete, Notschlafstellen, Mittagessen im Priesterseminar: Die Hilfe für Wohnungslose geht trotz Corona weiter

25. März 2020; ksd

Köln. Armut und Bedürftigkeit enden nicht mit einem Schlag, nur weil das Corona-Virus unser persönliches und soziales Leben radikal verändert und das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen kommt. In Köln sind daher die Einrichtungen für wohnungslose und drogenkranke Menschen mit wenigen Ausnahmen weiterhin geöffnet. Allerdings gibt es Einschränkungen, um das Infektionsrisiko durch das Corona-Virus zu vermindern. Gerade jetzt sind Einrichtungen wie das Gubbio, die Katholische Wohnungslosenseelsorge im Stadtdekanat Köln, weiter auf Spenden angewiesen.

Das Gubbio selbst ist zwar geschlossen und nur die Kirche zu bestimmten Zeiten geöffnet, doch die Straßenseelsorge geht weiter. Schwester Christina Klein ist auch weiterhin unterwegs, um wohnungslose Frauen und Männer in den Straßen von Köln aufzusuchen. Gemeinsam mit Weihbischof Ansgar Puff, der regelmäßig mit ihr im Gubbio arbeitet, und Christina Bacher vom „Straßennetz gegen Wohnungslosigkeit“ hat sie entschieden, Gutscheine auszugeben. Damit können Wohnungslose dann in bestimmten Lebensmittelläden einkaufen. „Weil weniger Menschen auf den Straßen unterwegs sind, fehlen den Wohnungslosen die Einnahmen vom Flaschen sammeln und auch vom Betteln“, erklärt die Franziskanerin. Einige Menschen haben einfach Hunger, hat Schwester Christina im Interview mit DOMRADIO.DE erklärt. Anderen fehle ein Kleidungsstück, auch weil ihnen etwa die Kleiderkammern fehlen, deren meist ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oft zu den besonders gefährdeten Risikogruppen gehören.

„Lächeln kann man immer“

Was den Menschen am meisten fehle, sei die persönliche Begegnung, sagt Schwester Christina. Ihr Appell: „Lächeln kann man immer. Man kann die Menschen auch ansprechen und ihnen natürlich auch Geld spenden.“ Den Sicherheitsabstand und die Hygiene-Maßnmahmen einzuhalten, sei dabei natürlich wichtig.

Die Wohnungslosen-Kirche „Gubbio“ in der Ulrichgasse wird aktuell an zwei Tagen geöffnet. „Wir machen die Kirche dienstags und mittwochs immer ab 16 Uhr zum Gebet und auch zum Seelsorgegespräch auf. Dort werden wir auch diese Geschenkgutscheine verteilen“, so Schwester Christina.

Priesterseminar öffnet für kostenlosen Mittagstisch für Wohnungslose

Im Erzbischöflichen Priesterseminar erhalten Wohnungslose von Montag bis Freitag zwischen 13 und 14.30 Uhr eine kostenlose warme Mahlzeit (Kardinal-Frings-Straße 12). Zudem können die Menschen dort duschen. „Wir wollen mithelfen, neben all den anderen Einrichtungen, die noch geöffnet sind. Dass sie etwas zu essen bekommen, dass sie duschen können, dass sie sich pflegen können und sanitär die Möglichkeit haben, auch menschenwürdig zu leben", sagt Kardinal Rainer Maria Woelki. Das Angebot wird von Weihbischoff Ansgar Puff, Schwester Christina vom Gubbio und Martin Kramm als Ehrenamtskoordinator mit einem großen ehrenamtlichen Team gestemmt.

Das Essen liefert die Küche der Kantine im Generalvikariat. Unter den Helfern, die die Mahlzeiten ausgeben, sind Jugendliche des jugendpastoralen Zentrums „Crux“ in Köln sowie Theologiestudenten aus Köln, Bonn und Sankt Augustin. Für die Einhaltung der derzeit geltenden Hygienevorgaben am Eingang sorgen die Malteser. Sie organisieren auch den Duschbetrieb samstags. Dann können Männer von 11 bis 13 Uhr und Frauen von 13 bis 14 Uhr duschen und ihre Kleidung wechseln. Kardinal Woelki rechnet damit, dass auf diese Weise 100 bis 150 Personen versorgt werden können. Das Priesterseminar steht zurzeit wegen Renovierungsarbeiten teilweise leer.

Hilfsorganisationen wie die Caritas berichten, dass die Situation für Obdachlose immer dramatischer wird. Wegen Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperre können sie in den derzeit kaum frequentierten Straßen viel weniger Passanten um Unterstützung bitten. Auch die Tafeln arbeiten mit Einschränkungen, um ihre Helfer zu schützen. „Es fehlt am Grundlegendsten. Viele der Menschen auf der Straße haben einfach nur noch Hunger und konnten sich seit Tagen nicht mehr waschen“, so Woelki. Für die Übernachtung der Obdachlosen stehen nach wie vor die üblichen Notschlafstellen offen.

Kardinal Woelki hatte bereits bei der Aussetzung der Gottesdienste dazu aufgerufen, das caritative Engagement zu verstärken. „Unsere Gemeinden sind nicht nur Gottesdienstgemeinden, sondern immer auch Caritasgemeinden und jeder getaufte Christ ist nicht nur zum Gottesdienst und zum Glaubensbekenntnis aufgefordert, sondern immer auch zur Caritas“, so Woelki. Die Caritas oder Diakonie dürfe man niemals aussetzen. 

 

Spenden für das Gubbio, Katholische Wohnungslosenseelsorge im Stadtdekanat Köln, gehen auf dieses Konto:

IBAN: DE29370601930010253179
BIC: GENODED1PAX
Kontoinhaber: Gesamtverband der kath. Kirchengemeinden der Stadt Köln
Verwendungszweck: Gubbio oder Obdachlosenseelsorge

 

Wenn der Spender eine Anschrift angibt, kann eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden.

  

Geöffnet sind nach Angaben der Stadt Köln folgende Einrichtungen:

– Alle Kontakt- und Beratungsstellen, wie Diakoniehaus Salierring, OASE Benedikt Labre e.V., SKM „Rochus“, SKM „Am Bahnhof.“ 
Die Öffnungszeiten am Kölner Hbf konnten durch enge Abstimmung erweitert werden. Das Angebot ist wochentags von 8.30 bis 19.45 Uhr und an den Wochenenden von 8.30 Uhr bis zum späten Nachmittag sichergestellt.

– Alle Notschlafstellen der Wohnungslosenhilfe.

– Johanneshaus, Annostraße.

– Humanitäre Hilfen, Vorgebirgstraße (mit Übernachtungsmöglichkeit).

– Winterhilfe, Vorgebirgstraße (mit Übernachtungsmöglichkeit).

– Drogenkonsumräume Cäcilienhof und Hbf.

– Substitutionsambulanz MEREAM.

– B.O.J.E. für Menschen bis 27 Jahre am Breslauer Platz.

–  Vringstreff (eingeschränktes Angebot): täglich erreichbar, Telefon- und 
Online-Beratungen.

– Ordnungsrechtliche Notaufnahmen: werden über die Rufbereitschaft der Fachstelle Wohnen des Amtes für Soziales, Arbeit und Senioren außerhalb der städtischen Dienstzeiten belegt.

 

Vorübergehend geschlossen sind:

– „GULLIVER“ (Postausgabe allerdings möglich, freitags zwischen 12 und 13 Uhr) 

– „LObby-REstaurant LORE“

 

Der eingeschränkte Betrieb umfasst folgendes Angebot: 

– Die regulären Öffnungszeiten der Einrichtungen bleiben erhalten. Der persönliche Kontakt zwischen den Mitarbeitenden und den Besucherinnen und Besuchern muss jedoch deutlich reduziert werden. Der längere Aufenthalt mehrerer Besucherinnen und Besucher gleichzeitig ist leider nicht mehr möglich. 

– Einzelkontakte und -beratungen, wie beispielsweise Betreutes Wohnen (BeWo), ambulante Begleitung und Kriseninterventionen werden – soweit möglich – aufsuchend unter Berücksichtigung der Hygiene-Maßnahmen fortgesetzt. 

– Die Erreichbarkeit von Mitarbeitenden ist während der Öffnungszeiten gegeben, vorzugsweise per Telefon und E-Mail.  

– Postausgabe, sanitäre Anlagen (Toiletten, Duschen) sowie die Kleiderkammern bleiben zugänglich. Gegebenenfalls kommt es zu Wartezeiten, weil die Abläufe an die Erfordernisse des Infektionsschutzes angepasst werden müssen. 

– Essen und Getränke sind erhältlich.

– Die Sprechstunden des Mobilen Medizinischen Dienstes des Gesundheitsamtes bleiben erhalten.

 

Streetworker der Wohnungs- und Obdachlosenhilfe sind weiterhin in Köln unterwegs.

 

Katholikenausschuss und Mülheimer Pfarrgemeinde bestatten totgeborene Kinder

25. März 2020; ksd

Köln. Gemeinsam mit dem Bestattungshaus Kuckelkorn sowie der Pfarrgemeinde St. Clemens und Mauritius in Köln-Mülheim bestattet der Katholikenausschuss am Sonntag, 29. März, 1200 im vergangenen Jahr totgeborene Kinder.

Seit 2013 hat es sich der Katholikenausschuss in der Stadt Köln zur Aufgabe gemacht, zahlreichen Kindern, die nie das Licht der Welt erblickt haben, eine würdevolle Bestattung zu ermöglichen. Dieses Anliegen wird unterstützt vom Bestattungshaus Christoph Kuckelkorn sowie der Pfarrgemeinde St. Clemens und Mauritius in Köln-Mülheim. Auf dem katholischen Friedhof in der Sonderburgerstraße wurde von der Pfarrgemeinde dafür eine Grabstätte geschaffen. Einmal im Jahr werden dort totgeborenen Kinder gemeinsam in einer Urne beigesetzt.

„Wir möchten trauernden Familien einen Ort der Trauer und des Trostes schaffen, den es sonst nicht geben würde“, sagt Gregor Stiels, der Vorsitzende des Katholikenausschusses. „Leider findet die Bestattung aufgrund der besonderen Umstände in diesem Jahr unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt.“

Pater Thomas Luersmann, Pfarrvikar an St. Clemens und Mauritius, erklärt zu der Initiative: „Aus der Zusage Gottes, dass wir von Beginn an, schon im Mutterleib, zu ihm gehören, erwächst eine besondere Verantwortung für uns Christen! Wir fühlen uns dabei eng verbunden mit den ersten Christen, die zahlreiche ausgesetzte und totgeborene Kinder in den römischen Katakomben bestattet haben.“

 

MISEREOR-Fastenkollekte am 28. und 29. März wegen Corona-Krise auf neuen Wegen – Appell der Bischöfe

24. März 2020; ksd

Aachen. Wegen der Corona-Krise können in den nächsten Wochen in den deutschen Kirchengemeinden keine Gottesdienste in Anwesenheit von Gläubigen gefeiert werden. Damit entfällt auch die Möglichkeit, am 29. März, dem 5. Fastensonntag, in diesen Gottesdiensten wie geplant im Rahmen der diesjährigen Fastenkollekte für MISEREOR zu spenden. Aktuell laufen vielfältige Bemühungen, auf anderen Wegen für MISEREOR zu sammeln. 

In einer Videobotschaft richtet etwa der innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz für MISEREOR zuständige Freiburger Erzbischof Stephan Burger einen Appell an die Bevölkerung, MISEREOR auch außerhalb von Gottesdiensten eine Spende für seine Projekt-, Lobby- und Advocacy-Arbeit in fast 90 Ländern des Südens zukommen zu lassen. 

Die deutschen Bischöfe haben appellieren in einem gemeinsamen Aufruf an die Gläubigen, MISEREOR mit Spenden zu unterstützen.

In vielen deutschen Bistümern werden die kommenden Sonntagsgottesdienste per Livestream im Internet übertragen. Viele Zelebranten haben bereits zugesagt, bei dieser Gelegenheit auf die MISEREOR-Kollekte hinzuweisen.

Fastenessen auf neue Art

Auch unter vielen Menschen, die sich bundesweit in Gemeinden und Verbänden für MISEREOR engagieren, kursieren derzeit eine Menge Ideen, wie man die Kollekte trotzdem abhalten kann.

So wird zum Beispiel in St. Martha in Niedernhausen-Engenhahn (Rheingau-Taunuskreis) das ursprünglich geplante Fastenessen in alternativer Form stattfinden: Alle angemeldeten Teilnehmer essen am Sonntag zwischen 12 und 14 Uhr zu Hause. Sie haben zwei Rezeptvorschläge und verschiedene Informationen zum Thema Klima und Ernährung erhalten. Nach dem Essen werden die Teilnehmer sich gegenseitig via Mail austauschen über das, was sie bewegt. Gleichzeitig werden alle um Spenden für MISEREOR gebeten.

MISEREOR erreichen zahlreiche Nachrichten von Menschen, die über verschiedenste private Mail-Verteiler die Werbetrommel für die Fastenkollekte rühren. Andere klappern die Siedlungen in ihren Gemeinden ab, um per Extra-Flyer um Spenden für MISEREOR zu bitten.

Solibrot-Aktion läuft weiter

Der Katholische Deutsche Frauenbund (KDFB) weist ausdrücklich darauf hin, dass seine alljährliche Solibrot-Aktion weiter fortgeführt wird. „Wir möchten Sie herzlich bitten, trotz der Krisensituation aufgrund des Corona-Virus Ihre Solidarität mit Menschen in den Ländern des Südens aufrecht zu erhalten und Solibrote zu kaufen. Bis Karsamstag haben Sie dazu die Möglichkeit bei den an der Aktion beteiligten Bäckereien“, heißt es beim KDFB.

 

Weitere Informationen und Möglichkeiten, wie Sie MISEREOR und damit Menschen in vielen Ländern der Erde unterstützen können, sowie direkte Spendenmöglichkeiten finden Sie hier.

 

Das Spendenkonto von MISEREOR:

IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10

bei der Pax-Bank Aachen

BIC: GENODED1PAX 

 

„Die Hoffnung weitertragen“: Neue Gebetsbroschüre für die Corona-Krise im Erzbistum Köln

24. März 2020; ksd

Köln. Die Rogamus-Stiftung hat im Auftrag des Erzbistums Köln eine kostenfreie Gebetsbroschüre für die Zeit der Corona-Krise zusammengestellt. Das 24-seitige „Heft Die Hoffnung weitertragen“ enthält verschiedene Gebete für zuhause. Zwei davon stammen vom Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki.  

Im Einführungstext der Broschüre lädt Woelki zum gemeinsamen Gebet für alle ein, die in dieser Zeit leiden oder Angst haben: „Beten Sie mit mir für alle, die ohnmächtig ihre Lieben begleiten oder um ihr Überleben hoffen. Beten Sie mit mir für die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft. Beten Sie mit mir für die Ärzte, Pfleger und alle, die gerade in diesen Tagen besonders für uns tätig sind. Und beten Sie bitte mit mir für die Kirche und für alle, die sich zu einem besonderen Dienst von Gott für die Menschen senden lassen.“

Die Gebetsbroschüre können Sie hier herunterladen.

Gedruckte Exemplare können Sie kostenfrei bei der Rogamus-Stiftung bestellen unter rogamus@erzbistum-koeln.de

  

#durchkreuzt – Jugendseelsorge mit neuem Portal und Angebot in Zeiten von Corona

23. März 2020; ksd

Als Alternative für das jugendpastorale Programm haben die Jugendseelsorgerinnen und -seelsorger des Erzbistums Köln ein virtuelles Angebot geschaffen, um während der Corona-Krise weiterhin mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Verbindung zu bleiben. Alles, was in der Jugendseelsorge als digitale – und auch analoge – Projekte in der kommenden Zeit angeboten wird, wird unter dem Hashtag #durchkreuzt gebündelt. 
Aktuell gibt bereits zwei Angebote. Das Jugendpastorale Zentrum CRUX Köln bietet ein regelmäßiges Wochen-Programm mit verschiedenen Angeboten, inklusive der Übertragung der sonntäglichen Stadtjugendmesse des CRUX und vielfältige Challenges.

Im Norden des Bistums (Kreis Mettmann, Düsseldorf und Rhein-Kreis Neuss) wird der Fokus darauf liegen, „präsent zu sein, und niemanden in der kommenden Zeit allein zu lassen“. Dazu soll unter anderem jeden Tag um 15 Uhr ein Live-Video-Kaffeetrinken mit dem Titel „Kaffee und Dasein“ stattfinden.
Zu finden sind alle Angebote (crux.duchrkreuzt.org, daSein.durchkreuzt.org), Streams und Kontaktmöglichkeiten unter der Seite
www.durchkreuzt.org

 

„Die Hoffnung umarmen“: Papst Franziskus mit starker Botschaft zur Corona-Krise

22. März 2020; Hildegard Mathies

Update (27. März 2020):

 

Rom. In einer historisch beispiellosen Geste hat Papst Franziskus vierzehn Tage vor Karfreitag um ein Ende der Corona-Pandemie gebetet. Bei einer feierlichen Andacht auf dem leeren Petersplatz, unter einem in Rom als wundertätig verehrten Pestkreuz von 1522 rief er dazu auf, „diese Zeit der Prüfung als eine Zeit der Entscheidung zu nutzen“. Es ging ihm darum, das Bewusstsein dafür zu schärfen, dass die Menschen alle gleich sind und dass es Zeit ist, sich auf das zu besinnen, was wirklich wichtig ist. In einer Zeit von „tiefer Finsternis, ohrenbetäubender Stille und trostloser Leere“, aber auch in einer Zeit, in der die „Masken gefallen“ sind, nahm Franziskus die Angst, Sorgen und Nöte vieler Menschen auf – und überbrachte dennoch eine (vor-)österliche Botschaft der Hoffnung.


Wie ein unerwarteter, heftiger Sturm sei die Corona-Krise weltweit über die Menschen gekommen. Dieser Sturm fegt laut Franziskus Pläne, (vermeintliche) Gewissheiten und die Masken hinweg, die wir alle im Alltag in unterschiedlicher Weise tragen. „Der Sturm legt unsere Verwundbarkeit bloß und deckt jene falschen und unnötigen Gewissheiten auf, auf die wir bei unseren Plänen, Projekten, Gewohnheiten und Prioritäten gebaut haben“, sagte der sehr ernste Papst. Die Krise mache sichtbar, „wie wir die Dinge vernachlässigt und aufgegeben haben, die unser Leben und unsere Gemeinschaft nähren, erhalten und stark machen“. Der Sturm entlarve „all unsere Vorhaben“, wegzupacken und zu vergessen, „was die Seele unserer Völker ernährt hat“ und all die Betäubungsversuche mit scheinbar „heilbringenden“ Angewohnheiten. „Mit dem Sturm sind auch die stereotypen Masken gefallen, mit denen wir unser ,Ego’ in ständiger Sorge um unser eigenes Image verkleidet haben; und es wurde wieder einmal jene – gesegnete – gemeinsame Zugehörigkeit offenbar, der wir uns nicht entziehen können, dass wir nämlich alle Brüder und Schwestern sind“, betonte Franziskus.

 

Eine Zeit der Entscheidung


Christus rufe „uns auf, diese Zeit der Prüfung als eine Zeit der Entscheidung zu nutzen“. Es sei Zeit zu entscheiden, „was wirklich zählt und was vergänglich ist, die Zeit, das Notwendige von dem zu unterscheiden, was nicht notwendig ist“, sagte der Papst. „Es ist die Zeit, den Kurs des Lebens wieder neu auf dich, Herr, und auf die Mitmenschen auszurichten.“
Als Vorbilder stellte Franziskus den weltweit über Internet, TV und Radio zuschauenden und zuhörenden Menschen diejenigen vor Augen, die in der Regel keine Schlagzeilen, kein Rampenlicht und keinen Ruhm bekommen, sondern vergessen werden – auf die sich aber jetzt, in der Corona-Krise, fast aller Augen richten: „Ärzte, Krankenschwestern und Pfleger, Supermarktangestellte, Reinigungspersonal, Betreuungskräfte, Transporteure, Ordnungskräfte, ehrenamtliche Helfer, Priester, Ordensleute und viele, ja viele andere, die verstanden haben, dass niemand sich allein rettet“. Viele Menschen übten sich jeden Tag in Geduld und flößten Hoffnung ein „und sind darauf bedacht, keine Panik zu verbreiten, sondern Mitverantwortung zu fördern“. Dazu kommen Väter, Mütter, Großväter und Großmütter, Lehrerinnen und Lehrer, die „unseren Kindern mit kleinen und alltäglichen Gesten“ zeigen, „wie sie einer Krise begegnen und sie durchstehen können, indem sie ihre Gewohnheiten anpassen, den Blick aufrichten und zum Gebet anregen“. In dieser Krise zeige sich Jesu und Gottes Wille: „Alle sollen eins sein.“

 

Neue Formen von Solidarität zulassen


Inmitten des Sturms, der Krise, die wir gegenwärtig erleben, seien wir herausgefordert und eingeladen, „Solidarität und Hoffnung zu wecken und zu aktivieren, die diesen Stunden, in denen alles unterzugehen scheint, Festigkeit, Halt und Sinn geben“. Und weiter: „Der Herr erwacht, um unseren Osterglauben zu wecken und wiederzubeleben.“ Und Franziskus lenkte den Blick auf die kommenden Tage der Passion – des Leidens Christi mit der Erinnerung an sein Sterben am Karfreitag – und der Auferstehungsfeiern, dem Höhepunkt des christlichen Jahreskreises, die in diesem Jahr wegen des Virus weltweit in der katholischen Kirche unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden sollen: „Wir haben Hoffnung: durch sein Kreuz sind wir geheilt und umarmt worden, damit nichts und niemand uns von seiner erlösenden Liebe trennen kann. Inmitten der Isolation,an Zuneigung und Begegnungen leiden und den Mangel an vielen Dingen erleben, lasst uns erneut die Botschaft hören, die uns rettet: Er ist auferstanden und lebt unter uns.“

Es gelte die Flamme der Hoffnung nicht auszuöschen, sondern wiederzubeleben. „Das eigene Kreuz anzunehmen bedeutet, den Mut zu finden, alle Widrigkeiten der Gegenwart anzunehmen und für einen Augenblick unser Lechzen nach Allmacht und Besitz aufzugeben, um der Kreativität Raum zu geben, die nur der Heilige Geist zu wecken vermag. Es bedeutet, den Mut zu finden, Räume zu öffnen, in denen sich alle berufen fühlen, und neue Formen der Gastfreundschaft, Brüderlichkeit und Solidarität zuzulassen“, erklärte Franziskus. „Durch sein Kreuz sind wir gerettet, damit wir die Hoffnung annehmen und zulassen, dass sie alle möglichen Maßnahmen und Wege stärkt und unterstützt, die uns helfen können, uns selbst und andere zu beschützen. Den Herrn umarmen, um die Hoffnung zu umarmen – das ist die Stärke des Glaubens, der uns von der Angst befreit und uns Hoffnung gibt.“

 

Verbunden war der Gebetsgottesdienst mit der außerordentlichen Spendung des Segens „Urbi et Orbi – der Stadt und dem Weltkreis“ sowie einer Generalabsolution. Franziskus bat um die Hilfe Gottes in dieser Notlage und den Trost für Kranke und Sterbende. Ihnen war symbolisch der leere Petersplatz besonders gewidmet.

 

Die Ansprache von Papst Franziskus im Wortlaut können Sie hier nachlesen.

Das Video vom Gebetsgottesdienst können Sie hier anschauen.

 

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Rom. Papst Franziskus ruft alle Christen weltweit für Mittwoch, 25. März, zu einem gemeinsamen Gebet gegen das Corona-Virus auf. Um 12 Uhr mittags sollen sie einen Moment innehalten und ein Vaterunser beten, schlug er beim Angelusgebet am Sonntag vor.

Außerdem kündigte Franziskus, dessen Ansprache im Live-Stream aus der Privatbibliothek des Apostolischen Palastes gesendet wurde, einen Gebetsgottesdienst gegen das Virus an. Dabei werde er am Freitagabend, 27. März, um 18 Uhr auf dem leeren Petersplatz in Rom einen außerordentlichen Segen „Urbi et Orbi – der Stadt und dem Weltkreis“ erteilen.

 

Eine Live-Übetragung gibt es auf dem Youtube-Kanal von VaticanNews.

 

Weitere Übertragungen auf EWTN; K-TV; BR24 und Radio Horeb.

Das ZDF streamt ebenfalls über seine Homepage und die App.

 

„In diesen Tagen der Prüfung, während die Menschheit vor der Bedrohung durch die Pandemie zittert, möchte ich allen Christen vorschlagen, gemeinsam ihre Stimme zum Himmel zu erheben“, sagte Franziskus laut „Vatican News". „Ich lade alle Oberhäupter der Kirchen und die Führer aller christlichen Gemeinschaften sowie alle Christen der verschiedenen Konfessionen ein, den Allerhöchsten, den allmächtigen Gott anzurufen und gleichzeitig das Gebet zu sprechen, das Jesus, unser Herr, uns gelehrt hat.“ Er lade alle ein, sich über die Medien „geistlich daran zu beteiligen“ .

 

Segen „Urbi et Orbi“ am Freitagabend


Gleiches gelte für den Gebetsgottesdienst am Freitagabend. „Wir werden auf das Wort Gottes hören, wir werden unsere Bittgebete erheben. Und wir werden das Allerheiligste Sakrament anbeten, mit dem ich am Ende den Segen Urbi et Orbi erteile, der mit der Möglichkeit verbunden ist, einen vollkommenen Ablass zu empfangen“, sagte Franziskus.

Solche besonderen Gebetsgottesdienste hat der Papst schon mehrfach gefeiert etwa für das seit Jahren unter Krieg leidende Syrien im September 2013. Erstmals aber verbindet er so einen Gottesdienst mit einem Sondersegen „Urbi et Orbi“. „Wir wollen auf die Pandemie des Virus mit der Universalität des Gebets, des Mitgefühls und der Zärtlichkeit antworten!“, betonte Franziskus. „ Lasst uns vereint bleiben. Lassen wir die einsamsten Menschen und diejenigen, die besonders hart geprüft werden, unsere Nähe spüren!“

 

Burkhard Jürgens, Vatikan-Korrespondent der KNA, erklärt die ungewöhnliche Zeremonie in einem Beitrag, den Sie hier nachlesen können.

 

Die Ansprache von Papst Franziskus mit der Ankündigung der beiden besonderen Gebetszeiten können Sie hier im Wortlaut nachlesen.

 

Das Vaterunser und die Einleitung des Papstes dazu gibt es zum Nachlesen und Nachhören auf VaticanNews.

  

Weltweit hatten sich auch andere Kirchen und Religionsgemeinschaften beteiligt. Einen Bericht dazu können Sie hier nachlesen.

 

Lichtblicke in Corona-Zeiten: Aktionen und Initiativen im Stadtdekanat Köln

21. März 2020; ksd

Köln. Es herrscht fast Stillstand in der Stadt, das soziale Leben ist durch das Corona-Virus fast zum Erliegen gekommen. Doch Gemeinden, Einrichtungen, Initiativen und Privatpersonen setzen sich mit Ideenreichtum, viel Engagement und Herzblut dafür ein, dass das Leben weitergeht und dass vor allem denen geholfen wird, die sich selbst nicht helfen können, die besonders geschützt werden müssen und die verunsichert sind. Und sie sorgen dafür, dass das spirituelle, geistliche Leben nicht auf der Strecke bleibt. Wir sammeln und verlinken hier Angebote, die uns bekanntgemacht wurden.

 

Wir bitten Sie, uns auf Aktionen in Ihrer Gemeinde oder Gemeinschaft hinzuweisen unter:

 

presse@katholisches.koeln

 

Aktion LichtZeichen:

Jeden Abend wird eine Kerze ins Fenster gestellt und es gibt um 21.15 Uhr einen kurzen Impuls. Verschiedene Menschen erzählen, was sie gerade bewegt und Hoffnung macht. Zum Abschluss gibt es einen Segen für die Nacht. Mehr auf Facebook und Youtube. Ins Leben gerufen wurde die Aktion von Gemeindereferent Tobias Wolf, Gemeindereferent an Herz Jesu und St. Mauritius in Köln, und seiner Frau.

 

Sonntagsgottesdienst live auf youtube und Einladung zum Abendgebet:

Die Pfarreiengemeinschaft Roncalli am Heumarer Dreieck streamt ab dem 22. März ihren Sonntagsgottesdienst aus wechselnden Kirchen. Beginn ist um 11 Uhr. Mitfeiern kann man über die Website und den Youtube-Kanal von „Roncalliland“. Für das gemeinsame Abendgebet, zu dem die Kirchen des Erzbistums Köln mit dem täglichen Glockenläuten um 19.30 Uhr einladen, stellt die Pfarreiengemeinschaft Texte, Lieder und Videos auf ihrer Homepage zur Verfügung.

 

Ökumenische Corona-Nachbarschaftshilfe in Sülz-Klettenberg:

Besonders für alte und immungeschwächte Menschen bieten engagierte Helfer in Sülz und Klettenberg Hilfe beim Einkaufen, beim Abholen von Rezepten oder Medikamenten, beim Ausführen eines Hundes oder andere Hilfen an. Wer Hilfe sucht oder helfen möchte, meldet sich telefonisch unter 0178 8245516 (Mo bis Sa von 10 bis 15 Uhr) oder per E-Mail unter coronahilfe@kirche-sk.de. Weitere Informationen gibt es hier.

 

Stundengebet online mit den Gemeinschaften von Jerusalem:

Die Schwestern und Brüder der Gemeinschaften von Jerusalem, die an Groß St. Martin tätig sind, laden dazu ein, das Stundengebet zeitversetzt im Internet zu beten. Dazu werden Live-Mitschnitte zeitnah nach dem Beten hier online hochgeladen. Die Gebetszeiten sind täglich (außer montags) gegen 8 Uhr (Laudes); 13.15 Uhr (Mittagsgebet) und 19.30 Uhr (Vesper). Weitere Informationen gibt es hier sowie auf der Website der Gemeinschaften.

 

Gottesdienste und Rosenkranzandachten aus dem Kölner Dom werden täglich auf DOMRADIO.DE live übertragen. An Sonntagen wird die Messe im ansonsten leeren Dom um 10 Uhr gefeiert, an Werktagen um 8 Uhr und um 18.30 Uhr. Die Rosenkranzandachten sind um 18 Uhr. Informationen zur Karwoche und zu Ostern folgen. Weitere Informationen dazu und Interviews mit Stadt- und Domdechant Msrg. Robert Kleine finden Sie hier.

 

Corona-Hotline und Nachbarschaftshilfe mit der Initiative „Kölsch Hätz“

Die Stadt Köln bittet gemeinsam mit Caritas und Diakonie um Nachbarschaftshilfe und hat dazu einen Aufruf veröffentlicht. Die Vermittlungsagentur und ökumenische Initiative „Kölsch Hätz“ des Caritasverbandes für die Stadt Köln e.V. und des Diakonischen Werks Köln und Region hat für die Nachbarschaftshilfe eine Hotline sowie eine E-Mail-Adresse eingerichtet, für alle Kölnerinnen und Kölner, die dringend Hilfe benötigen oder Hilfe anbieten wollen:

0221 56957816

Coronahilfen@caritas-koeln.de

 

Sinnsucher-Podcast mit Pfarrer Franz Meurer und Jürgen Wiebicke

Der als Sozialpfarrer bekannt gewordene Pfarrer Franz Meurer aus St. Theodor und St. Elisabeth in Köln-Höhenberg und -Vingst und der Moderator Jürgen Wiebicke („Das philosophische Radio“ in WDR5) sprechen jeden Tag um 18 Uhr miteinander über existenzielle Fragen, Gott und die Welt sowie den Umgang mit der aktuellen Lage. Zum Informieren und Nachhören gibt es eine Internetseite und einen Facebook-Auftritt.

 

Unterstützung und Gesprächsangebot in St. Theodor und St. Elisabeth

Die Gemeinde in Höhenberg-Vingst bietet Unterstützung an, etwa beim Einkauf, aber auch bei anderem Bedarf. Wer Hilfe sucht oder selbst helfen möchte, meldet sich bei Gemeindereferentin Marianne Arndt unter 0177 6538567 oder per E-Mail unter hoevi_hilft@kkg-hoevi.de 

Des Weiteren besteht die Möglichkeit eines persönlichen Gesprächs in den zum Gebet weiterhin geöffneten Kirchen: in St. Elisabeth montags von 18.30 bis 19.30 Uhr und in St. Theodor freitags von 18 bis 19 Uhr sowie sonntags von 11 bis 12 Uhr zum Gebet öffnen. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

St. Stephan: Video-Impulse, Instagram-Intentionen und digitales Quiz für Kommunionkinder

Auf mehreren Kanälen lädt die Pfarrgemeinde St. Stephan in Köln-Lindenthal ein, miteinander in Kontakt zu bleiben. Auf dem Youtube-Kanal der Gemeinde werden Impulse veröffentlicht. Über Instagram macht ein Jugendreferentin Hannah Kraemer ein Angebot; dort kann man sich unter anderem zum gemeinsamen Beten vernetzen und Gebetsanliegen posten. Anliegen und Fürbitten können auch per E-Mail an die Pfarrei geschickt werden unter mein-anliegen@st-stephan-koeln.de
Weitere Informationen und die Möglichkeit, einen Newsletter zu bestellen, gibt es auf der eigenes eingerichteten Website zu den Angeboten in der Zeit von Corona.

Für Kommunionkinder hat die Gemeinde ein digitales Quiz entwickelt, von dem bereits mehrere Ausgaben erschienen sind.

 

#durchkreuzt – neues Portal der Jugendseelsorge

Als Alternative für das jugendpastorale Programm haben die Jugendseelsorgerinnen und -seelsorger des Erzbistums Köln ein virtuelles Angebot geschaffen, um während der Corona-Krise weiterhin mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Verbindung zu bleiben. Dazu gehören Gottesdienst-Übertragungen, Challenges, ein virtuelles Kaffee-Treffen und vieles mehr. Das Portal #durchkreuzt erreichen Sie hier.

 

Facebook-Gottesdienst, Seelsorge und Nachbarschaftshilfe am Südkreuz

Die katholischen Pfarrgemeinden Köln am Südkreuz bieten Vermittlung bei der Nachbarschaftshilfe an und bringen Hilfe, Helfer und Hilfsbedürftige zusammen, etwa für alltägliche Besorgungen und Aufgaben, wie Müll-Rausbringen und Einkaufen. Sonntags um 11 Uhr wird ein Gottesdienst in der Facebook-Gruppe Köln-Zollstock und über die Homepage übertragen. Dafür sowie den nicht-öffentlichen Gottesdienst am Freitagabend um 17 Uhr können Anliegen und Fürbitten an die Gemeinden gegeben werden: per Telefon unter 0221 384524 (St. Matthias und Maria Königin); 0221 38340 (St. Mariae Empfängnis); 0221 362636 (St. Pius); 0221 362666 (Zum Heiligen Geist), sowie per E-Mail: fuerbitten@am-suedkreuz-koeln.de oder per Post. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Gemeinden am Südkreuz.

 

Gemeinsam stark im Viertel – Angebote im Agnesviertel und am Eigelstein

Hilfe und Helfer vermitteln sowie seelsorgliche Angebote: das bieten die katholische Gemeinde St. Agnes, die evangelische Christuskirche und Thomaskirche sowie die Alte Feuerwache im Agnesviertel und am Eigelstein. Die Kontakte: Alte Feuerwache Köln, Telefin 0160 2042328 (Montag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 17 Uhr); Mail: hilfe@altefeuerwachekoeln.de; Christuskirche und Thomaskirche Köln, Telefon 0170 2261789; E-Mail: christoph.rollbuehler@ekir.de; Gemeinde St. Agnes, Telefon 0221 7880750.

 

Vermittlung von Hilfe, Seelsorge und Gebets-Impulse in Porz

Die Seelsorgebereiche Christus König und Maximilian Kolbe sowie Porzer Rheinkirchen vermitteln über ihre Pfarrbüros Hilfe und Helfer; zudem stehen die Seelsorgerinnen und Seelsorger per Telefon zur Verfügung. In ihren wöchentlichen Pfarrnachrichten bieten die Seelsorgebereich zudem Text- und Gebetsimpulse, die man gemeinsam oder allein zu Hause beten kann, wenn etwa abends um 19.30 Uhr die Glocken im Erzbistum Köln zum gemeinsamen Gebet läuten. Alle Kontaktadressen und Texte gibt es in dieser Ausgabe der Pfarrnachrichten , weitere Informationen gibt es auf den Internetseiten:

www.st-maximilian-kolbe.de

https://impuls.st-maximilian-kolbe.de/

www.porzer-rheinkirchen.de

www.christus-koenig-porz.de

 

Gemeinschaftliche Unterstützung in Bocklemünd, Mengenich und Vogelsang

Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der christlichen Gemeinden, die örtliche Gruppe der kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) sowie der Bürgerverein Köln-Bocklemünd/Mengenich e.V. bieten gemeinsam Hilfe an unter Telefon 0221 501032 (montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr) sowie per E-Mail unter info@seelsorgebereich-bmv.de

Weitere Informationen gibt es hier.

 

Gottesdienst im Livestream aus St. Franziskus im Kirchengemeindeverband Nippes/Bilderstöckchen

Der Gottesdienst zum Sonntag wird jeweils samstags um 17 Uhr kann der Gottesdienst in St. Franziskus, Köln-Bilderstöckchen, live auf dem Youtube-Kanal des Kirchengemeindeverbandes Nippes/Bilderstöckchen mitgefeiert werden. Dort wird sie auch danach noch abrufbar sein. Weitere Informationen, auch zum seelsorglichen Angebot und zu den Öffnungszeiten der Kirchen für das persönliche Gebet finden Sie auf der Homepage.

 

St. Severin: Hilfe und Helfer vermitteln

Wer Hilfe benötigt – Einkaufen, den Hund Gassi führen – oder selbst Hilfe anbieten möchte, kann sich im Pfarrbüro von St. Severtin melden unter Telefon 0221 9318420 oder per E-Mail über das Kontaktformular der Homepage von St. Severin.

 

DOMFORUM und Stadtdekanat Köln mit „Zeit für Sie“-Telefon (ab 30. März)

Für viele Menschen kann der weitgehende oder auch vollständige Wegfall persönlicher sozialer Kontakte in der Corona-Krise zu einer seelischen Belastung werden. Das DOMFORUM und das Katholische Stadtdekanat Köln bieten deshalb ab Montag, 30. März, ein neues telefonisches Gesprächsangebot. Unter der Nummer 0221 9258471164 stehen dann beim  „Zeit für Sie“-Telefon von montags bis freitags erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als Gesprächspartner zur Verfügung, zunächst von 10 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr.

 

Ökumenische Hilfsinitiative „füreinander – miteinander“ im Kölner Süden

Katholische und evangelische Christen aus Rondorf, Hochkirchen, Höningen, Godorf, Immendorf, Meschenich und Hahnwald haben ein Netzwerk gebildet, um Menschen zu unterstützen, die während der Corona-Krise Hilfe brauchen, etwa beim Einkaufen, der Organisation des Alltags, oder Austausch und Gespräche suchen. Wer Hilfe braucht oder helfen will kann sich per E-Mail melden unter fuereinander.miteinander@gmx.de

Die Initiative wird unterstützt von: Evangelische Kirchengemeinde Rondorf, Katholische Kirchengemeinde Hl. Drei Könige Köln, Katholische Frauengemeinschaften, Haus der Familie e.V., Dorfgemeinschaft Rondorf-Hochkirchen-Höningen e.V.

 

„Ein Moment der Ruhe“ – Abendliche Gebetsimpulse der FIDES

Die FIDES, Beratungsstelle für religiös interessierte und suchende Menschen, veröffentlicht auf ihrer Website spirituelle und Gebetsimpulse. Damit lädt die Einrichtung der Katholischen Glaubensinformation, ein, sich während des abendlichen Glockenläutens im Erzbistum Köln um 19.30 Uhr miteinander im Gebet zu verbinden und füreinander zu beten. Weitere Informationen unter www.fides.koeln

 

Mediale Impulse von St. Peter zur Passion, Kar- und Osterwoche

Die Jesuitenkirche und Kunststation St. Peter ist weiterhin zur persönlichen Besinnung geöffnet. Täglich brennt während dieser Zeit eine große Bittkerze. Gebetsbitten können per Post (Jabachstraße 1, 50676 Köln) oder E-Mail an die Gemeinde geschickt werden: pfarrer@sankt-peter-koeln.de und werden am Karsamstag in einem kleinen Osterfeuer verbrannt. Für die Passions-, die Karwoche und die Osterzeit stellt Sankt Peter jeweils einen medialen Akzent ins Netz: der spirituelle Impuls soll zu innerer Einkehr und zum Nachdenken anregen. Er ist auf der Homepage zu finden.

 

Die Liste wird ergänzt, wenn uns weitere Informationen erreichen.

 

Über die Initiativen und Angebote im gesamten Erzbistum Köln können Sie sich hier informieren.

  

Lichtblicke in Corona-Zeiten: Stundengebet der Gemeinschaften von Jerusalem online

21. März 2020; ksd

Köln. Die Schwestern und Brüder der Monastischen Gemeinschaften von Jerusalem, die an Groß St. Martin tätig sind, laden jetzt dazu ein, das Stundengebet zeitversetzt im Internet zu beten. Dazu werden Live-Mitschnitte zeitnah nach dem Beten hier online hochgeladen.

Die Gebetszeiten:

Laudes: ca. 8 Uhr
Mittagsgebet ca. 13.15 Uhr
Vesper ca. 19.30 Uhr


Des Weiteren werden die Texte als PDF bereitgestellt. Dazu gibt es regelmäßig Predigten und Impulse auf der eigens zu dieser Zeit erstellten Website sowie die Möglichkeit, Gebetsanliegen per Formular zu übermitteln.

 

Über ihr neues Angebot schreiben die Gemeinschaften: „Wir haben geschaut, was wir in diesen anderen Zeiten machen können, um mit Ihnen weiter in Verbindung zu bleiben und unser Beten weiterhin mit Ihnen zu teilen. Geteilter Glaube ist lebendiger Glaube, davon sind wir fest überzeugt, und deshalb ist es auch für uns einfach wichtig zu wissen, dass Sie mit uns unterwegs bleiben können, auch in räumlicher Distanz.“

 

Weitere Informationen über die Gemeinschaften von Jerusalem an Groß St. Martin gibt es hier.

 

Aktuell ist Groß St. Martin am Nachmittag noch geöffnet von 15 bis 17 Uhr (außer montags) für das persönliche Gebet und die Anbetung. Bitte beachten Sie, dass sich dies bei Änderung der behördlichen Vorgaben und Anordnungen ändern kann und dass Kirchenbesucher auch weiterhin gehalten sind, alle Schutz- und Hygienemaßnahmen zu beachten und Abstand voneinander zu halten.

  

Corona-Hotline: Nachbarschaftshilfe mit „Kölsch Hätz“ – Hilfe finden oder Helfer sein

20. März 2020; ksd

Köln. Die Stadt Köln bittet gemeinsam mit Caritas und Diakonie um Nachbarschaftshilfe und hat dazu einen Aufruf veröffentlicht. Die Vermittlungsagentur und ökumenische Initiative „Kölsch Hätz“ des Caritasverbandes für die Stadt Köln e.V. und des Diakonischen Werks Köln und Region hat für die Nachbarschaftshilfe eine Hotline sowie eine E-Mail-Adresse eingerichtet, für alle Kölnerinnen und Kölner, die dringend Hilfe benötigen oder Hilfe anbieten wollen:

 

0221 56957816

Coronahilfen@caritas-koeln.de

 

Der Aufruf der Stadt Köln:

Die Corona-Pandemie schränkt zunehmend Menschen in ihrem häuslichen Alltag ein. Das betrifft einerseits Infizierte und deren Kontaktpersonen, die sich in Quarantäne befinden. Andererseits betrifft es gefährdete Menschen (Vorerkrankte und ältere Menschen), für welche die Erledigung täglicher Aufgaben derzeit mit einem hohen Risiko verbunden ist. Zudem kann der Fall eintreten, dass diejenigen, die üblicherweise die Versorgung übernehmen, selbst unter Quarantäne stehen.

Viele Menschen helfen sich gegenseitig – Familie, Freunde und Nachbarn. Es gibt jedoch auch Menschen, die auf eine solche Unterstützung nicht zugreifen können. Solidarität untereinander ist in diesen Zeiten besonders wichtig! Achten Sie daher verstärkt auf Mitmenschen, die alleine leben und leisten Sie bitte die benötigte Unterstützung. Vielleicht braucht jemand im nachbarschaftlichen Umfeld Hilfe beim Einkaufen oder der Hund muss ausgeführt werden. Falls kein Kontakt zu den Nachbarn besteht, gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, per Aushang im Treppenhaus Hilfe anzubieten oder zu suchen.

Als Freiwillige eignen sich alle Bürgerinnen und Bürger, die nicht mit dem Corona-Virus infiziert sind, sich nicht in Quarantäne befinden und nicht zur Risikogruppe zählen. Damit die Hilfe auch wirklich den Bedürftigen zukommt, bittet die Stadt Köln darum, das oben genannte Angebot nur dann in Anspruch zu nehmen, wenn anderweitige Möglichkeiten ausfallen.

Hashtag #inKöllezuHus und Netzwerk nebenan.de
Unter dem Hashtag #inKöllezeHus ruft die Stadt Köln dazu auf, in den Sozialen Netzwerken eigene Beiträge zu teilen, um Freundinnen und Freunden zu zeigen, warum es jetzt besonders wichtig ist, zu Hause zu bleiben. Gerne können darunter auch Hilfsangebote, Hinweise auf Initiativen in Köln oder Tipps, wie man sich die Zeit zu Hause sinnvoll vertreiben kann, gepostet werden.

Viele Bürgerinnen und Bürger bieten bereits auf verschiedenen Plattformen ihre Hilfe an. So kann zum Beispiel auch die Nutzung der Internetplattform „nebenan.de“ helfen, sich mit Nachbarn im echten Leben zu verbinden. Hier kann man ganz einfach mit der eigenen Hausgemeinschaft, der Nachbarschaft oder den angrenzenden Nachbarschaften kommunizieren.

Obwohl in der aktuellen Lage ein gesellschaftliches Auseinanderrücken geboten ist, appelliert die Stadt Köln – selbstverständlich unter Beachtung der bestehenden Verhaltensregeln – zusammenzuhalten, um denjenigen zu helfen, die unsere Unterstützung am dringendsten brauchen. Gemeinsam wird es gelingen, die Versorgung aller Betroffenen sicherzustellen – Danke für Ihre Unterstützung!

Aktuelle Informationen gibt es auf den Seiten der Stadt Köln und von Kölsch Hätz.

Die Stadt Köln hat zudem eine Seite zum Thema Corona eingerichtet.

 

Kardinal Woelki ruft Gemeinden zu ideenreichen Hilfsdiensten auf

19. März 2020; ksd

Köln (pek). In einem Schreiben an alle Gemeinden ruft der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, dazu auf, in der Corona-Krise angesichts des Gottesdienstausfalls und der Einschränkung mancher Hilfsdienste zu überlegen, wie gerade jetzt Nächstenliebe ausgeübt werden könne, denn „jeder getaufte Christ ist nicht nur zum Gottesdienst und zum Glaubensbekenntnis aufgefordert, sondern immer auch zur Caritas“. In dieser Hinsicht bestehe die Caritas im Erzbistum Köln „aus fast zwei Millionen Christinnen und Christen, von denen jetzt viele caritativ tätig werden können“.

Woelki regt etwa an, dass Firmlinge, Messdienerinnen und Messdiener dabei helfen könnten, die „ Tafeln“ aufrechtzuerhalten. Diese müssten vielerorts schließen, „weil sie oft von Rentnern, also der Risikogruppe, unterhalten werden, und weil Menschenansammlungen vermieden werden sollen“. Hier könnten junge Leute, unter strenger Beachtung der Vorsichtsanordnungen, die Nahrungsmittel bei Geschäften abholen und den darauf angewiesenen Menschen vor die Tür stellen.

So sollte auch versucht werden, Verbindung mit Älteren und Einsamen aufzunehmen und ihnen soweit möglich auch ohne direkten Kontakt behilflich zu sein. Zudem könnten Jugendliche ihr Know-how in den sozialen Netzwerken den Gemeinden zur Verfügung stellen, um dort Hilfsangebote und Hilfsbedürftige zueinander zu bringen. „Auf diese Weise können Christen in unserer Gesellschaft dafür sorgen, dass es auch in Zeiten der Not menschlich warm bleibt und über allen verständlichen Sorgen das Licht der Hoffnung sichtbar bleibt“, so Woelki.

Auch für Christen sei die Coronakrise eine besondere Herausforderung, so der Erzbischof. „Selbst in Kriegszeiten sind die Gottesdienste nicht ausgefallen“; doch wenn „nach sehr ernsthafter Entscheidung“ Gottesdienste als ein Wesensvollzug der Kirche nun ausfallen müssten, so gelte, „den anderen Wesensvollzug, die Caritas oder Diakonie, darf man niemals aussetzen“.

Darüber hinaus erinnere das allabendliche Glockenläuten um 19.30 Uhr in allen Kirchen des Erzbistums daran, „das gemeinsame tägliche Gebet zu verstärken für unsere Alten und Kranken, für die vielen Helferinnen und Helfer, die im Gesundheitswesen an vorderster Front stehen, aber auch für die Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft, dass sie besonnen und engagiert die richtigen Entscheidungen treffen, denn diese Entscheidungen werden zweifellos auch künftig nicht einfach sein“ .

Den Brief von Kardinal Woelki können Sie hier nachlesen.

 

Corona: Erstkommunion und Firmung ausgesetzt, Regelungen für alle Sakramente

18. März 2020; ksd

Köln. Das Erzbistum Köln hat – zunächst bis zum 1. Mai – alle Erstkommunion- und Firmfeiern ausgesetzt. Auch für die Spendung der anderen Sakramente gibt es derzeit eindeutige Regelungen. So finden auch keine Taufen und Trauungen statt. Die Krankensalbung für Schwer- und Schwerstkranke wird weiterhin gespendet.

Besonders betroffen von den Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie sind Trauernde. So werden derzeit keine Exequien, das heißt Heilige Messen im Rahmen der Begräbnisfeierlichkeiten, gefeiert. Diese sollen nachgeholt werden, sobald dies möglich ist. Priester werden allerdings aufgefordert, zeitnah zum Todesfall eine Messe für den Verstorbenen zu lesen, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Die Stadt Köln hat darüber hinaus verfügt, dass an Begräbnissen nur noch Angehörige ersten Grades teilnehmen können, also Ehe- und Lebenspartner, Kinder und Eltern des Verstorbenen, wobei auf Trauerfeiern in den Friedhofskapellen oder privaten Trauerhallen verzichtet werden muss. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 10. April.

Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Entwicklungen auch auf den Internetseiten des Erzbistums Köln und der Stadt Köln.

 

Im Interview mit DOMRADIO.DE spricht Dr. Peter Bromkamp, Diözesanreferent für Altenheimseelsorge im Erzbistum Köln, über die Herausforderungen für die Seelsorge und Betreuung der Menschen in Senioren- und Pflege-Einrichtungen. Dabei geht er auch auf das Thema Krankensalbung ein.

 

In einem weiteren Interview mit DOMRADIO.DE spricht Eva-Maria Will, Referentin für Trauerpastoral im Erzbistum Köln, darüber, wie Trauernde, aber auch Tröstende damit umgehen können, dass in der Corona-Krise keine Trauerfeiern und Bestattungen in größerem Kreis stattfinden können.

 

Fürbittgebet und weitere Anregungen zum religiösen Leben zu Hause in der Zeit der Corona-Pandemie

17. März 2020; ksd

Trier. Das Deutsche Liturgische Institut in Trier hat ein Fürbittgebet zum Thema Coronavirus bereitgestellt:

 

Beten wir für alle Menschen, die am Corona-Virus erkrankt sind,
für alle, die Angst haben vor einer Infektion,
für alle, die sich nicht frei bewegen können,
für die Ärztinnen und Pfleger, die sich um die Kranken kümmern,
für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen,
dass Gott unserer Welt in dieser Krise seinen Segen erhalte.

 

(Stilles Gebet)

 

Allmächtiger Gott, du bist uns Zuflucht und Stärke,
viele Generationen vor uns haben dich als mächtig erfahren,
als Helfer in allen Nöten.


Steh allen bei, die von dieser Krise betroffen sind, 
und stärke in uns den Glauben, dass du dich um jede und jeden von uns sorgst.
Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.

 

© Martin Conrad, Liturgisches Institut der deutschsprachigen Schweiz

Das Gebet können Sie hier herunterladen.

 

Anregungen zum persönlichen Gebet und auch für einen einfachen Wortgottesdienst mit Bibelteilen, etwa für den Familienkreis beziehungsweise privaten Haushalt, hat das Erzbistum Köln hier zusammengestellt.

 

Auf dieser Website beantwortet das Erzbistum Köln Fragen zum Gebet und Gottesdienst zu Hause: Wie kann ich am Fernsehen, am Radio oder über das Internet einen Gottesdienst mitfeiern? Was ist eigentlich die sogenannte „geistige Kommunion“? Hilft mein Gebet?

 

Im Erzbistum Köln werden nun, zunächst bis zum Gründonnerstag (9. April), die Kirchenglocken abends um 19.30 Uhr läuten. Sie laden dazu ein, sich gedanklich miteinander im Gebet zu verbinden und sollen Zeichen einer bleibenden Gebetsgemeinschaft sein.

Kardinal Rainer Maria Woelki sagte dazu in einer Videobotschaft : „Beten Sie mit uns für die Kranken, für die vielen selbstlosen Helfer und für alle Menschen, die von dieser Krise betroffen sind.“

 

Die Rogamus-Stiftung hat eine Gebets-Broschüre mit dem Titel „Die Hoffnung weitertragen“ veröffentlicht. Mehr dazu lesen Sie hier.

 

Friedensoratorium LUX IN TENEBRIS (7. und 8. Mai) wird abgesagt

16. März 2020; ksd

Köln. Es sollten zwei ganz besondere Konzerte am Kölner Dom werden: Zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Frieden, der sich im Mai 2020 zum 75. Mal jährt. Nun sieht sich Dom- und Stadtdechant Robert Kleine gezwungen, die für den 7. und 8. Mai geplanten Aufführungen des Oratoriums „LUX IN TENEBRIS“ abzusagen.

„Ich bin sehr traurig, dass wir heute die laufende Verlosung kostenfreier Karten abbrechen müssen“, so Kleine, der in seiner Funktion als Stadtdechant gemeinsam mit Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hatte. „Aber angesichts des bestehenden Versammlungsverbotes bis Karfreitag sehe ich keinerlei Chance auf Realisierung dieses großartigen Projektes zum geplanten Termin – vor allem, weil uns durch diese Ausnahmesituation nicht ausreichend Probetermine zur Verfügung stehen. Auch erscheint es aktuell sehr fraglich, ob die geplante Live-Übertragung auf dem Roncalliplatz Anfang Mai zu realisieren gewesen wäre.“

Alle, die auf der Internetseite www.koelner-dom.de bereits einen Kartenwunsch abgegeben haben, werden zeitnah über die Absage des Oratoriums informiert.

Auch die angekündigten Werkseminare entfallen.

 

Stadtdechant Kleine ruft zu Solidarität auf und macht Mut in der Corona-Krise: Videos, Texte, Live-Gottesdienste

16. März 2020; ksd

Köln. An dieser Stelle veröffentlichen wir Botschaften, Impulse und Predigten von Stadtdechant Msgr. Robert Kleine in der Zeit der Corona-Krise. Darüber hinaus können Sie hier nachlesen, was der Stadtdechant twittert.

Mit einer Videobotschaft per Facebook appelliert Stadtdechant Msgr. Robert Kleine an die Menschen in Köln, in der Zeit der Corona-Infektionen solidarisch füreinander da zu sein. Gleichzeitig will Kleine mit dem Video Mut machen.

„Sorgen wir füreinander, für die eigene Sicherheit und für die der anderen Menschen“, so Kleine. „Und versuchen wir trotzdem, soziale Kontakte zu halten, nicht in der direkten Begegnung, aber indem wir den anderen anrufen, ihm sagen und zeigen: ,Ich denke an dich, ich kenne deine Sorge.' “ Wichtig sei, „dass man sich hilft, dass man zusammensteht“. So könne man etwa füreinander einkaufen, nennt der Stadtdechant ein Beispiel.

Gleichzeitig will Kleine den Menschen Mut machen mit seiner Ansprache und betont: „Natürlich glaube ich auch an die Kraft des Gebetes. Und ich glaube, dass Gott uns hört, wenn wir in dieser Situation zu ihm rufen.“ Sein Dank gehe an alle, „die sich einsetzen, damit wir diese Krise bewältigen“, die Mitarbeitenden in den Krankenhäusern, bei den Hilfsdiensten und vielen anderen Einrichtungen und Institutionen. Der Stadtdechant ist optimistisch, dass diese Bewältigung gelingt: „Ich glaube fest, dass wir das in Köln tun können, in einer guten Solidarität und auch im Gebet verbunden.“

 

Seit dem 15. März werden Gottesdienste im Erzbistum Köln wegen der Corona-Infektionen nur noch unter Ausschluss der Öffentlichkeit gefeiert. DOMRADIO.DE überträgt täglich Gottesdienste aus dem ansonsten leeren Dom. Stadtdechant Kleine, der auch Domdechant ist, hat das erste Kapitelsamt im leeren Kölner Dom gefeiert. In seiner Predigt vergleicht er die Corona-Krise mit einer Wüsten-Erfahrung. Er nimmt Bezug auf das radikale Vertrauen, das Gott von seinem Volk Israel gefordert hat, als er es aus der ägyptischen Gefangenschaft in die Wüste – und in die Freiheit geführt hat.

„Vielleicht zeigt diese Krise uns und allen in der Welt, worauf es wirklich ankommt“, so Kleine in seiner Predigt. „Dass wir zusammenstehen, uns gegenseitig ermutigen, das Richtige tun, das Falsche unterlassen und so im Vertrauen auf Gott unseren Weg durch diese Krise gehen können.“ Es gehe darum, gerade jetzt umsichtig zu sein, respektvoll, hilfsbereit und solidarisch. Und darum, das Richtige zu tun: „Ich glaube an die Wirkmächtigkeit des Gebetes. Ich glaube und weiß, dass Gott in dieser Situation bei uns ist. Bei jedem Einzelnen. Er ist auch bei denen, die jetzt schon in unseren Krankenhäusern sind, in Quarantäne leben, auf den Intensivstationen liegen. Überall ist er. Aber wir müssen mit dem, was möglich ist, dafür sorgen, dass das Virus nicht übertragen wird, dass es besser weitergeht.“

Die ganze Predigt von Stadtdechant Robert Kleine können Sie hier nachlesen. Bei DOMRADIO.DE können Sie sie im Video noch einmal erleben.

 

Gottesdienste mit Stadtdechant Msgr. Robert Kleine – Übertragung auf DOMRADIO.DE:

Freitag, 3. April: 18.30 Uhr

 

(Änderungen vorbehalten)

 

Die Gottesdienst-Übertragungen lassen sich auch in der Mediathek abrufen.

  

Corona: DOMFORUM und Katholisches Bildungswerk stellen Veranstaltungs- und Kursbetrieb ein

16. März 2020; ksd

Köln. Aus Anlass der Corona-Infektionen haben das DOMFORUM und das Katholische Bildungswerk Köln bis auf Weiteres alle Veranstaltungen abgesagt. Dazu gehören die Führungen für Kinder und Erwachsene im Kölner Dom, der derzeit ohnehin nur noch zum persönlichen Gebet geöffnet ist, sowie der sonstige Veranstaltungs- und Kursbetrieb. Die Veranstaltungen des Katholischen Bildungswerks sind laut Plan ab sofort, zunächst bis zum Ende der Osterferien (19. April 2020), eingestellt. Die Domführungen sollen bis zum 30. April ausgesetzt werden.

Das DOMFORUM am Roncalliplatz 2 bleibt bis auf Weiteres geschlossen.

Telefonisch ist das DOMFORUM montags bis freitags nur von 9.30 bis 12 Uhr erreichbar unter 0221 92584720.

Auf Facebook sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiterhin für Sie da.

Bis auf Weiteres sind leider auch keine Buchungen von Gruppenführungen möglich.

Über die aktuellen Entwicklungen und Regelungen informieren Sie sich bitte auf den jeweiligen Internetseiten (in dieser Meldung per Klick auf die Einrichtungsnamen).

   

Erzbistum Köln stellt wegen Corona alle Gottesdienste ein – Übertragungen aus dem leeren Dom bei Domradio.de

16. März 2020; ksd

Köln (pek). Das Erzbistum Köln hat die Feier von öffentlichen Gottesdiensten ab Sonntag, 15. März, an allen Orten auf seinem Gebiet eingestellt. Die Regelung gilt aktuell bis zum 19 April und entspricht einem Erlass des NRW-Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Die Gläubigen sind gebeten, Gottesdienstübertragungen in Fernsehen, Radio oder Internet zu verfolgen. Eine Übersicht ist auf der Internetseite des Erzbistums zu finden. In der gegenwärtigen Ausnahmesituation gelten im Erzbistum Köln die „ schwerwiegenden Gründe“, unter denen die Sonntagspflicht ausgesetzt ist. Die private Zelebration der Priester bleibt unverändert erlaubt.

Die Kirchen sollen nach Möglichkeit zu den gewohnten Zeiten in der je üblichen Weise und unter Beachtung der bekannt gemachten Hygieneregeln für das persönliche Gebet geöffnet bleiben. Hierbei sind in jedem Fall die jeweils geltenden amtlichen Verfügungen (zum Beispiel Versammlungsbeschränkungen oder -verbote) maßgeblich. Die Spendung der Heiligen Kommunion für Schwerkranke und Sterbende sowie der Krankensalbung erfolgt in der bisher gewohnten Weise.

In den kommenden Wochen überträgt DOMRADIO.DE jeden Abend um 18 Uhr das Rosenkranzgebet und um 18.30 Uhr die Abendmesse aus dem Kölner Dom. An den Sonntagen wird die Heilige Messe um 10 Uhr, an allen Werktagen um 8 Uhr morgens übertragen. Die Übertragungen werden auch auf Facebook und Youtube gestreamt.

Der Dom ist bis auf Weiteres nur noch für Menschen geöffnet, die ihn zum Gebet aufsuchen möchten. Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Kölner Doms.

Hier sehen und hören Sie, was Stadtdechant Msgr. Robert Kleine zur Aussetzung des Gottesdienstes und dem Mitfeiern der Messen im Internet sagt.

Darüber hinaus hat der Stadtdechant DOMRADIO.DE ein Interview dazu gegeben, das Sie hier nachlesen können.

 

Informationen zur Karwoche und zu Ostern finden Sie hier.

 

Schweigegang der Männer am 28. März 2020 abgesagt

12. März 2020; ksd

Köln. Aufgrund der Corona-Infektionen haben sich der katholische Stadtmännerseelsorger, Pfarrer Bernd Michael Fasel, und das Katholische Stadtdekanat Köln entschieden, den für den 28. März geplanten Schweigegang der Männer für das Jahr 2020 abzusagen, um die Teilnehmer keinem erhöhten Risiko auszusetzen. Dies betrifft sowohl die Wallfahrt zur Kalker Kapelle als auch den Gottesdienst im Kölner Dom.

Mehr Informationen zum Schweigegang finden Sie hier.

 

Ausstellung und Gespräch in St. Nikolaus: „Zuflucht. Auf dem Weg der Hoffnung“

11. März 2020; ksd

Köln. Fast 71 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht und die Zahlen steigen weiter. Am Samstag, 14. März, finden in St. Nikolaus, Berrenrather Straße /Nikolausplatz in Köln-Sülz, ab 18 Uhr eine Vernissage mit Fotos von Martin Gerner, ein Gedenkgottesdienst und ein Gesprächsabend statt, an dem auch Helfer und Betroffene teilenehmen.

„ZuFlucht. Auf dem Weg der Hoffnung“ ist der Abend überschrieben. „Keine Flucht ist ohne Hoffnung. Fluchtwege sind Wege des Leids, manche enden mit dem Tod“, schreiben die Veranstalter. „ Versammelt um das Lampedusa-Kreuz wollen wir Totengedenken halten, aber auch Zuflucht im Glauben finden und Solidarität praktizieren.“

Mit einem ökumenischen Gottesdienst wollen sich christliche Gemeinden aus Sülz und Klettenberg „ gegen schleichende Gleichgültigkeit und Gewöhnung stellen“. Dazu schreiben sie: „Versammelt um das Lampedusakreuz, hergestellt aus angeschwemmten Schiffsplanken von Fluchtbooten, werden Scham und Trauer zugelassen, aber auch Verantwortung und Solidarität widergespiegelt. Im Zentrum steht ein Totengedenken für die Menschen, die auf dem Weg der Hoffnung gestorben sind. Sie nicht zu vergessen, Ihnen einen Namen und ein Gesicht zu geben, ist ein besonderes Anliegen. Dabei kann der Glaube Zuflucht sein, der Quelle der Hoffnung auch im Totengedenken ist.“

Der Fotojournalist und Filmemacher Martin Gerner wird bis zum 11. April Fotos seiner Reisen und Arbeiten zu den Flüchtlingslagern auf Lesbos ausstellen. „Emergency Room Lesbos“ ist die Schau überschrieben. Gerner ist ein international renommierter und preisgekrönter Fotojournalist, Autor und freier Dozent für Friedens- und Konfliktforschung (Peacebuilding Studies). Er lebt in Köln.

Lesbos ist der „Hotspot“ der EU zur Flüchtlingsverwaltung in der Ägäis und sorgt seit Jahren für Negativ-Schlagzeilen: „Unzählige Flüchtlinge suchen von hier aus ihren Weg nach Europa, andere kommen im Meer ums Leben“, heißt es in den Informationen zur Ausstellung. „Lesbos ist der Anfang der Balkan-Route. Allein in Moria, dem größten Lager, leben 8000 Menschen. Zusammengepfercht. Vergessen. Vergessen sind auch die Einheimischen auf Lesbos. Alleingelassen von Europa und der EU, dem Festland und Athen. Viele Flüchtlinge, die heute Deutschland leben, sind über Lesbos zu uns gelangt, oft mit weiteren traumatisierenden Erfahrungen.“ Gerner hat auf Lesbos auf beiden Seiten recherchiert und dokumentiert Menschen, Orte und Geschichten, „die unser bisheriges Bild vom Nord-Süd-Konflikt hinterfragen, mitten in Europa“. Martin Gerner ist bei der Vernissage anwesend.

An dem Gespräch nehmen außer Geflüchteten teil: Christel Neudeck (Cap Anamur), Johannes Gaevert (Seebrücke), Maria Drenk (Seawatch), Claus Ulrich Prölß (Kölner Flüchtlingsrat), Stephan Grünewald (rheingold-Institut), Hannelore Bartscherer (ehemals Katholikenausschuss der Stadt Köln), Verena Tröster (Domradio.de) sowie Vertreter verschiedener Flüchtlingsinitiativen. Musikalisch gestaltet wird der Abend vom Chor „Colors of Cologne“.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation von katholischer und evangelischer Kirche in Sülz-Klettenberg.

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Die Öffnungszeiten der Ausstellung:

Mittwoch, 10-18 Uhr, und zur Abendmesse (18.30 Uhr)
Freitag, 10-18 Uhr, und zur Kreuzwegandacht sowie Abendmesse (18.30 Uhr)
Sonntag, zur Messe (10 Uhr) und geöffnet bis zur Abendmesse (19.30 Uhr)

 

Ökumenischer Friedensgottesdienst am 13. März in der Minoritenkirche abgesagt

10. März 2020; ksd

Der Gottesdienst wurde abgesagt.

 

Köln. Der Katholikenausschuss in der Stadt Köln, die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen sowie die Verbände des BDKJ, IN VIA, der KAB, kfd und von pax christi laden gemeinsam mit der Alt-Katholischen Gemeinde, der Evangelisch-methodistischen Gemeinde, dem Evangelischen Kirchenverband Köln und Region sowie der Friedenskirche(Baptisten) zum Ökumenischen Friedensgottesdienst ein am Freitag, 13. März, um 18 Uhr in der Minoritenkirche, Kolpingplatz 5.
Der Ökumenische Friedensgottesdienst wird die Botschaft von Papst Franziskus zum Weltfriedenstag 2020 aufgreifen: „Friede als Weg der Hoffnung: Dialog, Versöhnung und ökologische Umkehr“. Die Predigt hält Kirchenrätin Anja Vollendorf, Friedensbeauftragte der Evangelischen Kirche im Rheinland.
Der ökumenische Musikkreis „Musica Vita“ aus Pulheim-Sinnersdorf wird den Gottesdienst musikalisch gestalten.
Im Anschluss an den Gottesdienst ist Gelegenheit zum Austausch im Pfarrsaal von St. Kolumba (direkt gegenüber der Minoritenkirche).

 

Sondersitzung des Rates der Religionen zu Sicherheitslage und Gefahren extremistischen Terrors – Verpflichtungserklärung der Mitglieder

3. März 2020; ksd

Köln (wot). Angesichts des tragischen Anschlags im hessischen Hanau und weiterer tätlicher Übergriffe hatte die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker am Montag (2. März) zu einer Sondersitzung des Rates der Religionen eingeladen, um über die aktuelle Sicherheitslage, die Gefahren extremistischen Terrors für die Demokratie sowie geeignete zivilgesellschaftliche Gegenmaßnahmen zu beraten. Bei dieser Sitzung haben die Mitglieder, zu denen Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und Diakon Jens Freiwald vom Katholischen Stadtdekanat Köln gehören, die „Kölner Erklärung“ aus dem Jahr 2007 bekräftigt, in der sie sich für das friedliche, gleichberechtigte Miteinander aller Kölnerinnen und Kölner einsetzen sowie jede Form von Diskriminierung, Terror und Gewalt ablehnen. Darüber hinaus betonte das Gremium: „Die Mitglieder des Rats der Religionen sind sich bewusst, dass auch Angehörige ihrer Glaubensgemeinschaften anfällig für rassistisches Gedankengut sein können. Sie verpflichten sich deshalb, in ihren eigenen Religions- und Glaubensgemeinschaften verstärkt für Respekt und Wertschätzung und gegen Rassismus und Ausgrenzung einzutreten.“

Nach dem rassistisch motivierten Anschlag in Hanau bekundeten die Mitglieder des Rates der Religionen ihr tiefes Mitgefühl mit den Familien und Freunden der Opfer, denen unfassbares und vollkommen unnötiges Leid zugefügt wurde. „Angesichts dieser rechtsextremen Morde bekennt sich der Rat der Religionen heute ausdrücklich zu den Inhalten der ,Kölner Friedensverpflichtung' von 2006 und der ,Kölner Erklärung' von 2007", hieß es.

Darin wird unter anderem ausgeführt:

„Gegenseitige Achtung, Akzeptanz und Toleranz sind ebenso Grundlage unseres gemeinsamen Handelns, wie die Achtung der Menschenrechte, die Unverletzlichkeit der Würde des Menschen und die Achtung des religiösen Bekenntnisses des jeweils anderen. Wir distanzieren uns von jeder Art von Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Religionsfeindlichkeit und jeglicher Form des Rassismus.

Der Rat der Religionen verfolgt das gemeinsame Ziel, in unsere Stadt hineinzuwirken, um unsere Zukunft in einem vertrauensvollen Dialog der Menschen verschiedenster Religionszugehörigkeiten friedlich zu gestalten und eine Diskriminierung einzelner Glaubensrichtungen zu verhindern."

Reker betonte: „Wir müssen gemeinsam und entschlossen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vorgehen und darüber aufklären. Für unser tägliches Handeln bedeutet das, die Würde jedes Menschen zu achten und einander mit Respekt zu begegnen.“

  

Lichter, Klänge, Stille: Am 13. März laden 25 Kölner Kirchen zur „Langen Nacht der Kirchen“ ein

3. März 2020; ksd

Köln. „Die Nacht – der Raum – die Stille“: Schon die Überschrift über der „Langen Nacht der Kirchen“ in der Kölner Innenstadt zeigt, worum es bei diesem Angebot der Kirchen geht. Besucherinnen und Besucher werden am Freitag, 13. März, eingeladen, die sakralen und architektonisch interessanten Räume zwischen 20 Uhr und Mitternacht auf neue Weise zu erleben. Kerzenlicht und Klang-Installationen, Gebets- und Textimpulse sowie die Einladung, sich selbst und vielleicht seinem Verhältnis zu Gott in Stille und Besinnung neu auf die Spur zu kommen, prägen den Abend in 25 Kölner Kirchen. Mit dabei sind evangelische und katholische Gotteshäuser sowie die Altkatholiken und Griechisch-orthodoxen mit ihren Kirchen.

Erik Saties „Vexations“ erklingen als Non-Stopp-Performance mit 840 Wiederholungen in der Kunststation St. Peter, Jabachstraße 1. In der Trinitatiskirche, Filzengraben 4, wird unter dem Leitwort „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ aus Anlass seines 75. Todestages (9. April 1945) an den evangelischen Theologen und Widerstandskämpfer Dietrich Bonhoeffer erinnert. Die Herz-Jesu-Kirche am Zülpicher Platz erinnert zum Ausklang des Offenbachjahres an den in Köln geborenen Komponisten Jacques Offenbach. Dieser kam als Jude in der Nähe des Gotteshauses zur Welt und konvertierte später zum Christentum. Das Programm begleitet eine Offenbach-Ausstellung. „Lux aeterna“ ist die große abendliche Lichtfeier in St. Andreas, Komödienstraße 6, überschrieben. Meditationen, Lesungen, Orgelmusik und Gesänge gestalten den Abend. Eine Taizé-Andacht mit Orgelmeditationen und Komplet wird in St. Johannis, Pantaleonswall 4, gefeiert. Und St. Michael am Brüsseler Platz lädt zu Kurzfilmen, Tee und Gesprächen ein.

Die „Lange Nacht der offenen Kirchen“ ist eine ökumenische Erfolgsgeschichte und zieht jedes Jahr zahlreiche Besucherinnen und Besucher an. Veranstalter sind das Katholische Stadtdekanat Köln sowie der Evangelische Kirchenverband Köln und Region. In diesem Jahr nimmt zum ersten Mal St. Ursula teil; St. Severin reiht sich wieder in die Reihe der teilnehmenden Kirchen ein.

Das vollständige Programm und weitere Informationen sind hier abrufbar.

Ihre Teilnahme abgesagt haben:

– die Minoritenkirche

– die Herz-Jesu-Kirche

– Alt-Katholische Gemeinde Christi Auferstehung

– AntoniterCityKirche

 

Hinweis aus Anlass der Corona-Infektionen:

Die „Lange Nacht der Kirchen“ findet nach momentanem Stand der Planung statt. Das Katholische Stadtdekanat und der Evangelische Kirchenverband Köln und Region stufen die Veranstaltung nach intensiver Beratung bis auf Weiteres nicht als Veranstaltung mit hohem Risiko ein. Die Veranstalter orientierten sich dabei an der aktuellen Checkliste der Stadt Köln für Veranstalter sowie den Anordnungen des Gesundheitsministeriums.

Des Weiteren ist den Veranstaltern gerade in Zeiten, in denen viele Menschen verunsichert und verängstigt sind, wichtig, ihnen auch einen ruhigen, ansprechenden Raum und eine geistlich-wohltuende Erfahrung zu ermöglichen.

Selbstverständlich werden alle Besucherinnen und Besucher darum gebeten, sich auch bei der Teilnahme an der „Langen Nacht der Kirchen“ an die Hygienestandards und -empfehlungen der Gesundheitsämter zu halten.

Wir bemühen uns, auch auf dieser Seite alle uns bekanntgemachten aktuellen Hinweise zu veröffentlichen, können dies aufgrund der Kurzfristigkeit aber nicht immer gewährleisten. Wir bitten um Ihr Verständnis.

Alle Besucherinnen und Besucher sollten sich daher vor dem Besuch der „Langen Nacht der Kirchen“ nochmals auf den Webseiten und Social-Media-Kanälen der Veranstalter über den aktuellen Stand informieren.

 

  

Ambientfestival in St. Aposteln verschoben

3. März 2020; ksd

HINWEIS: Aufgrund der Corona-Infektionen wurde das Ambient-Festival verschoben. Es soll im September nachgeholt werden.

 

Köln. Das Ambientfestival „Zivilisation der Liebe“ feiert sein Comeback. Nach einer längeren Pause meldet sich das Festival unter dem Motto RE-SUR-REC-TIO (lateinisch „ Auferstehung“) zurück und präsentiert vom 19. bis 21. März in der Basilika St. Aposteln am Neumarkt ein innovatives Musikprogramm mit Hochkarätern der Klangkunstszene.

Das Spektrum reicht von Elektronik über Klassik bis zu Chormusik. „Es ist auch die Verbindung von Botschaft, Klangkunst und raumfüllenden Videoprojektionen, die das Ambientfestival in der Aposteln-Kirche so beliebt und unverwechselbar machen“, sagt der Initiator Dieter Saxler. „Hier wurden Musiktalente entdeckt und vor großem Publikum präsentiert, lange bevor sie die Festivalbühnen weltweit eroberten: Hauschka, Lubomyr Melnyk oder Nils Frahm sind heute bekannte Größen der Ambient-Szene.“

 

Das Programm:

Donnerstag, 19. März: Die Avantgarde der Klangkunst

Der kanadische Komponist John Kameel Farah kombiniert Elektronik und arabische Harmonien mit barocken Klangstrukturen an Synthesizer und Orgel. Anschließend stellt der Pianist Kai Schumacher sein neues Album „Rausch“ vor. Dritter im Bunde ist der Elektroniker Marcus Schmickler, der als Kölner in der Tradition von Karl-Heinz Stockhausen steht und als Schlüsselfigur der zeitgenössischen Experimentalmusik gilt. 

 

Freitag, 20. März: Passionsmusik der Moderne

Der Freitag steht ganz im Zeichen des Passionsgeschehens. Passion bedeutet Leidenschaft und diese zelebriert der 71-jährige Lubomyr Melnyk am Klavier. Melnyk wird als „Prophet des Pianos“ oder „rasender Rasputin“ bezeichnet und gilt als schnellster Pianist der Welt. Seine Spieltechnik wird als „Continuous Music“ bezeichnet.

Vor Melnyk wird der 1Live Radiomoderator Klaus Fiehe auflegen.

Darüber hinaus tritt das „Echo Collective“ aus Brüssel auf, das als Streichquartett das letzte Werk des verstorbenen Ambient-Komponisten Jóhann Jóhannsson aufführt.

 

Samstag, 21. März: So schön klingt Auferstehung

Zum Abschluss des Festivals führt der Komponist Sven Helbig sein Werk „I Eat the Sun and Drink the Rain“ für Chor und Live-Elektronik zusammen mit dem Kammerchor „fiat ars“ auf. Martin Kohlstedt wird dann am Klavier das 12. Ambientfestival beendet.

 

Das Videokonzept entwickeln an allen Tagen Studierende der Köln International School of Design.

 

Tageskarten (19/22 €) und Festivaltickets (59 €) gibt es im Vorverkauf bei Kompakt (Werderstraße 15) sowie unter tickets@ambientfestival.de

An der Abendkasse kosten die Tickets 22/25 €, Einlass jeweils um 20.30 Uhr.

 

Weitere Informationen gibt es hier.

        

Entsetzen über den Anschlag von Hanau

21. Februar 2020; KSD

Stadtdechant Msgr. Robert kleine äußert sich entsetzt über den rechtsextremistischen Anschlag vom vergangenen Mittwoch in Hanau:

"Der mörderische Anschlag in Hanau erschüttert mich zutiefst. Iin Gedanken und im Gebet bin ich bei den Opfern und ihren Familien. Die Saat des rechten Hasses in Reden und vor allem in den sogenannten Sozialen Medien geht auf furchtbare Weise auf. Ich vertraue auf unsere wehrhafte Demokratie."

 

Himmlischer Segen für den Zoch: Ökumenische Segnung für den Kölner Rosenmontagszug

18. Februar 2020; ksd

Köln. Kirche und Karneval – das gehört schon immer eng zusammen, zumal im „hillije Kölle", im „ heiligen Köln". Und so ist es gute Tradition, dass der katholische Stadtdechant – Msgr. Robert Kleine – und der evangelische Stadtsuperintendent – Dr. Bernhard Seiger – die Wagen und Teilnehmer des Kölner Rosenmontagszuges vor dem Großereignis in der Domstadt segnen. Selbstverständlich gilt ihr Segen auch all den Jeckinnen und Jecken, die sich am Rosenmontag entlang des Zugweges versammeln werden. Zwei Tage vor Weiberfastnacht wurden das Dreigestirn, die Vertreter der Gesellschaften und die Wagen in der Wagenhalle des Festkomitees Kölner Karneval von den beiden geistlichen Spitzen der großen Kirchen in der Stadt Köln gesegnet. Dabei erbaten Kleine und Seiger nicht nur den Segen Gottes für gutes Wetter am Rosenmontag, sondern vor allem für die Sicherheit aller Zugteilnehmerinnen und -teilnehmer, der vielen Engagierten sowie der erwarteten bis zu einer Million feiernden Jecken am Zochweg.

Mehr Informationen rund um den Kölner Karneval gibt es auf der Website des Festikomitees.

 

„Die Liebe ist ein Tattoo in meinem Herzen": Kölner Valentinstag verteilte „Liebesbriefe von Gott“ und lud in den Dom ein

14. Februar 2020; ksd

Köln. Der Valentinstag hat für das Team des Kölner Valentinstages und seine Helfer früh begonnen. Am Morgen haben die Mitwirkenden zwischen Hauptbahnhof und Dom „Liebesbriefe von Gott“ an Pendlerinnen und Passanten verteilt. Viele Empfängerinnen und Empfänger haben sich über die unerwartete Botschaft, eine Valentinskerze und eine Einladung für den Nachmittag in den Kölner Dom gefreut.

Am Nachmittag erklangen moderne und klassische Liebeslieder auf der Domorgel, dargeboten von den beiden jungen Organisten George Warren und Alexander Grün. Ergänzt wurden sie von inspirierenden Texten, vorgetragen von Martin Bartsch. Während dieser Zeit standen im Chorumgang des Domes Ansprechpartnerinnen und -partner für persönliche Gespräche zur Verfügung. Dabei kam es zu mehreren längeren, intensuven Gesprächen berichten die freiwilligen Mitwirkenden des Kölner Valentinstages, die alle im pastoralen oder Beratungsdienst tätig sind.

Zum Abschluss des Valentinstages hat der Kölner Stadtdechant Msgr. Robert Kleine gemeinsam mit Martin Bartsch und dessen Ehefrau Stefanie Bartsch, die beide im pastoralen Dienst tätig sind, einen Gottesdienst am Dreikönigenschrein gefeiert. Mehrere Dutzend Paare aller Altersgruppen nahmen daran teil, darunter langjährige Ehepaare und frisch Verliebte.

Der Stadtdechant dachte in seiner Ansprache nicht nur an die glücklichen Paare, sondern auch an die Menschen, deren Partnerschaft gerade nicht leicht ist und an die, die alleine sind, sich aber vielleicht nach der Liebe sehnen beziehungsweise eine Partnerschaft wünschen. „Gott sagt jedem Menschen – ob allein oder in einer Partnerschaft – seine Liebe zu", sagte Kleine. „Gott ist die Liebe. Und sein Auftrag ist, dass auch wir einander lieben."

Stefanie Bartsch berichtete dann von ihrer in diesem Jahr seit 25 Jahren andauernden Ehe. „Ich spüre, dass mich die Liebe Gottes trägt", sagte die Pastoralreferentin in ihrem Impuls. „Dass er das Fundament unserer Liebe ist, das immer mitgeht. Diese Liebe hört niemals auf. Sie ist wie ein Tattoo in meinem Herzen eingebrannt." Weil der Mensch Abbild Gottes sei, gelte es, dieser göttlichen Liebe nachzueifern und etwas davon im partnerschaftlichen Miteinander spürbar werden zu lassen."

Im Anschluss an den Gottesdienst führte Monsignore Kleine die Mitfeiernden unter dem Dreikönigenschrein her. Das ist nur zu besonderen Gelegenheiten möglich; damit verbinden die Menschen eine besondere Nähe zu den Heiligen Drei Königen und einen besonderes Gefühl des Gesegnet Seins. Zum Abschluss des Kölner Valentinstages nutzten alle Gottesdienst-Mitfeiernden die Möglichkeit, sich im Chorumgang des Kölner Domes vom Seelsorge-Team segnen zu lassen.

Eine Reportage vom Kölner Valentinstag finden Sie auf der Website von Domradio.de, das den Gottesdienst auch live übertragen hat.

Einen Film-Beitrag vom WDR gibt es hier noch bis zum 21. Februar zum Nach-Schauen.

 

Weitere Informationen finden Sie auf der Website des Kölner Valentinstages.

 

Der Kölner Valentinstag lädt am 14. Februar in den Dom ein: Briefe von Gott, Liebeslieder auf der Domorgel, Paarsegnung und Gesprächsangebote

10. Februar 2020; ksd

Köln. Am Freitag, 14. Februar, feiern Paare weltweit ihre Liebe. Der Kölner Valentinstag kommt in diesem Jahr mit einer besonderen Botschaft daher: Pendler und Passanten werden am Freitagmorgen (ab 7.30 Uhr) auf der Domplatte mit einem „Brief von Gott“ überrascht. Für den Nachmittag lädt der Kölner Valentinstag dann in den Kölner Dom ein. Zwischen 14.30 Uhr und 17 Uhr spielen der junge britische Organist George Warren, der in Köln lebt, und sein Kollege Alexander Grün moderne und klassische Liebeslieder auf der Domorgel. Ergänzt werden sie von inspirierenden Texten, die von Pastoralreferent Martin Bartsch vorgetragen werden.

Während dieser Zeit stehen im Chorumgang zudem mehrere Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner für persönliche Gespräche zur Verfügung. Ihre Anliegen können die Dombesucherinnen und -besucher auch in eine sogenannte Worry-Box geben. Aus einer Joy-Box können sie zudem einen Bibelvers oder Segen entnehmen.

Um 17 Uhr feiert der Kölner Stadtdechant Msgr. Robert Kleine gemeinsam mit dem Ehepaar Stefanie und Martin Bartsch, die beide im Pastoralreferentendienst arbeiten, einen Gottesdienst am Dreikönigenschrein. Im Anschluss daran besteht Gelegenheit zur individuellen Paarsegnung im Chorumgang des Domes.

Veranstalter des Kölner Valentinstages sind das Katholische Stadtdekanat Köln und das DOMFORUM sowie der Sendungsraum Köln-Mitte.

Weitere Informationen gibt es hier, Inspirationen gibt es auf dem Instagram-Account des Köllner Valentinstages.

 

Domradio.de wird den Gottesdienst ab 17 Uhr live im Internet übertragen.

 

Kirchen danken gemeinsam für Kölner Ratsbeschluss, Geflüchtete aus griechischen Auffanglagern aufzunehmen

7. Februar 2020; ksd

Köln. Der Katholikenausschuss in der Stadt Köln, der Evangelische Kirchenverband Köln und Region sowie das Katholische Stadtdekanat Köln reagieren mit einem Offenen Brief auf den den Kölner Ratsbeschluss vom 6. Februar 2020, der eine Aufnahme von Kindern, Jugendlichen und Familien möglich macht, die sich in griechischen Auffanglagern in einer humanitären Notlage befinden.

„Es ist nicht nur ein Gebot der christlichen Nächstenliebe, sondern auch ein Gebot der Menschlichkeit, dass wir Menschen in Notlagen beistehen und helfen", heißt es in dem Schreiben, das von Stadtdechant Msgr. Robert Kleine, Stadtsuperintendet Dr. Bernhard Seiger und dem Vorsitzenden des Katholikenausschusses, Gregor Stiels, unterzeichnet wurde.
„Wir sehen schon seit Monaten, dass sich die humanitäre Situation in den griechischen Auffanglagern verschärft und katastrophale Zustände herrschen. Vor allem besonders schutzbedürftige Menschen, Kinder und Familien leiden, weil sie dort nicht die Betreuung und Unterstützung bekommen, die sie dringend benötigen", heißt es weiter. Viele Flüchtlinge seien ungeschützt vor Gewalt, litten an mangelhafter Versorgung und erhielten kaum Unterstützung. Fälle von sexualisierter Gewalt sowie die Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen nähmen zu.
„Wir Kirchen sind dankbar, dass der Rat der Stadt Köln nun handelt und fordern Bund und Land auf, ihren notwendigen Beitrag zur Umsetzung dieses Ratsbeschlusses zu leisten!“, so die Unterzeichner. „Gerade in Zeiten, in denen helfenden Menschen Hass, ja sogar Gewalt entgegenschlägt, möchten wir den Mut des Kölner Stadtrats anerkennen und die Unterstützung der Kirchen bei der Umsetzung dieses Beschlusses zusagen."

Den Offenen Brief können Sie hier nachlesen.

 

Friedensoratorium „LUX IN TENEBRIS“ wird im Mai zum Kriegsende vor 75 Jahren im Kölner Dom aufgeführt – Tickets werden verlost

31. Januar 2020; ksd

Köln (mf). Zum Gedenken an das Ende des Zweiten Weltkrieges und den Frieden, der sich im Mai 2020 zum 75. Mal jährt, wird am 7. und am 8. Mai im Kölner Dom das Oratorium „LUX IN TENEBRIS“ von Helge Burggrabe aufgeführt. Lichtkunst, Chöre, Solisten, Streicher, Percussion und Bibeltexte verschmelzen mit Lyrik, vorgetragen von der Schauspielerin Julia Jentsch, sowie mit Bildern des zerstörten Kölner Domes zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk.

„LUX IN TENEBRIS – Licht in der Finsternis – ist ein Friedensoratorium, das Musik und Sprache, Architektur und Lichtkunst vereint“, erklärt Dom- und Stadtdechant Robert Kleine, der gemeinsam mit Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Schirmherrschaft über das Projekt übernimmt. „ 2015 ist das Werk von Helge Burggrabe in Hildesheim uraufgeführt worden“, so Kleine weiter. „Mit seiner Aufführung in Köln wollen wir nicht nur an das Kriegsende vor 75 Jahren erinnern, sondern auch jenen historisch einmaligen Frieden feiern, der seit 1945 Europa eint. Und doch ist dieser Friede ein fragiles Gut: In jüngster Zeit bedrohen Populismus und Nationalismus Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit in Europa. So will die Aufführung von LUX IN TENEBRIS auch den Blick in die Gegenwart und nach vorne richten: Auf unsere gemeinsame Verantwortung, den Frieden zu erhalten. Mit LUX IN TENEBRIS will der Kölner Dom aus geistlicher Sicht einen Beitrag zum aktuellen gesellschaftlichen Diskurs beisteuern.“

Mehr als 150 Künstler wirken an diesem Großprojekt mit, darunter die Chöre am Kölner Dom und die Schola der Berliner Domkantorei, die Gesangssolisten Ingeborg Schilling (Sopran), Anne Bierwirth (Alt), Maximilian Fieth (Tenor) und Manfred Bittner (Bass), dazu Streicher, Bläser, zwei Organisten und Percussionisten. Die musikalische Leitung obliegt Winfried Krane. 

„Biblische Stationen des Alten und Neuen Testaments werden im Oratorium mit Reflexionen über die spirituelle Dimension von Licht und Finsternis in Bezug gesetzt“, erklärt Domkapellmeister Professor Eberhard Metternich. „Helge Burggrabes besonderes Anliegen ist es, seine Musik in Resonanz mit anderen Kunstformen zu bringen. So wird die Architektur des Domes einbezogen – und in Abstimmung zur Musik und zur Handlung des Oratoriums in verschiedensten Farbnuancen und Farbtemperaturen akzentuiert.“ Burggrabe hatte das Werk zur Wiedereinweihung des umfassend sanierten und umgestalteten UNESCO-Weltkulturerbes Hildesheimer Dom als Auftragsarbeit komponiert. Uraufgeführt wurde es am 14. Mai 2015, am Vorabend der Wiedereinweihung des Hildesheimer Domes.

Kostenlose Tickets für die beiden Aufführungen werden zwischen dem 16. und dem 20. März 2020 auf koelner-dom.de verlost. Dafür kann man sich ab dem 2. März, 9 Uhr, registrieren. „Für alle, die im Dom selbst nicht dabei sein können, überträgt DOMRADIO.DE das Oratorium am 8. Mai live im Internet und am 7. und am 8. Mai öffentlich vor dem Dom“, erklärt Rainer Tüschenbönner, Leiter des DOMFORUMS und des Katholischen Bildungswerks Köln. 

Außerdem werde die Aufführung des Friedensoratoriums von einem umfangreichen Rahmenprogramm begleitet. „Am 9. Mai wird der Journalist Heribert Prantl um 20 Uhr einen Vortrag zu Frieden und Versöhnung, Grundrechten und Demokratie halten – vom Balkon im 1. Stock des DOMFORUMS aus“, so Tüschenbönner weiter. „Anschließend werden – zur Erinnerung und Mahnung – Impressionen der zerstörten Stadt Köln auf die Großleinwand projiziert. Außerdem finden an den beiden Konzerttagen jeweils von 14 Uhr bis 17 Uhr Werkseminare von Helge Burggrabe und Angela Krumpen in der Minoritenkirche statt. Und auch die Multiplikator*innen-Schulung ‚Wir übernehmen Verantwortung!‘ im Zentrum Groß St. Martin am 8. Mai und 9. Mai steht ganz im Zeichen der Friedensarbeit.“

 

Weitere Informationen zu LUX IN TENEBRIS finden Sie hier.

  

Alma gewinnt den DOMFORUM-Wettbewerb „Kinder malen den Kölner Dom“

28. Januar 2020; ksd

Köln. Unter dem Motto „Kinder malen den Kölner Dom“ veranstaltete das DOMFORUM einen Kinder-Malwettbewerb: Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren haben mehr als 90 bunte, kreative Dom-Bilder eingereicht. Die Jury mit Dom- und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine, Rainer Tüschenbönner, dem Leiter des DOMFORUMs, und Dr. Annette Vielhauer vom Bereich „DOMFORUM Kultur“ sichteten die eingegangenen Dom-Bilder und haben nun eine Entscheidung getroffen: Überzeugt hat die Jury „das wunderschöne Dom-Bild“ mit den Heiligen Drei Königen und dem Richterfenster von Alma aus Köln.

Die Sechsjährige gewinnt eine kostenlose Domführung für Kinder- und Familien und kann nun gemeinsam mit ihrer Familie und Freunden den Kölner Dom erkunden. Ihr Siegerbild wird zudem auf einer Publikation des DOMFORUMs als Titel erscheinen.

Aufgrund der vielen schönen eingereichten Dom-Bilder hat die Jury entschieden noch fünf zweite Plätze zu vergeben. Die Zweitplatzierten erhalten einen Gutschein für eine öffentliche Domführung. Alle Gewinner/innen sind inzwischen schriftlich informiert worden. „Das DOMFORUM bedankt sich bei allen Kindern, die so engagiert bei diesem Wettbewerb mitgemacht haben“, so die Jury.
 
Weitere Informationen unter: www.domforum.de

 

„Ängste überwinden“: Appell von Alt-Katholik Andreas Krebs zu mehr Mut in Ökumene und Gesellschaft

28. Januar 2020; ksd

Köln. Die Jubelbilder aus dem Willkommenssommer 2015, als unzählige Menschen Flüchtlinge mit offenen Armen in Deutschland empfingen, sind noch nicht vergessen. Doch längst haben andere Bilder beziehungsweise Themen sie weitgehend abgelöst: das Erstarken der AfD und anderer rechter Kräfte, Rassismus und Forderungen nach Abschottung und vieles mehr, das die gesellschaftliche Diskussion bestimmt. Dazu kommt die politische und gesellschaftliche Auseinandersetzung um die Seenotrettung von Geflüchteten. Beim traditionellen Gottesdienst der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Köln zum neuen Jahr hat sich jetzt in der AntoniterCityKirche der alt-katholische Theologe Professor Dr. Andreas Krebs mit dem Thema Gastfreundschaft befasst.

„Vergesst die Gastfreundschaft nicht“ waren die ACK-Veranstaltung und Krebs' Predigt im Gottesdienst überschrieben. Auch wenn viele Menschen gerne gastfreundlich sind, schwingt bewusst oder unbewusst immer auch ein bisschen Angst mit, machte der Direktor des Alt-Katholischen Seminars an der Universität Bonn deutlich: Wird sich der Gast wohlfühlen? Gefällt ihm mein Zuhause? Und was passiert, wenn er mich beim Wort nimmt, sich „wie zu Hause“ zu fühlen, und womöglich anfängt, mein Zuhause umzukrempeln? Und mich dann am Ende aus meinem eigenen Heim vertreibt?

Das „Geschehen zwischen Gastgeber und Gast ist heikel, potenziell schön und potenziell gefährlich“, so Krebs in seiner Predigt. Doch nicht von ungefähr mahnte der Verfasser des biblischen Hebräerbriefes seine Leser: „Vergesst die Gastfreundschaft nicht, denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel beherbergt.“ Krebs griff dann das Konzept der „Unbedingten Gastfreundschaft“ auf, das der französische Philosoph Jacques Derrida entwickelte. „Unbedingte Gastfreundschaft“, zitierte er Derrida, bestehe darin, „dass ich mein Zuhause öffne, und nicht nur dem Fremden, sondern auch dem Unbekannten, absolut Anderen ,Statt gebe‘, ohne von ihm eine Gegenseitigkeit zu verlangen oder ihn nach seinem Namen zu fragen.“

„Gastfreundschaft steckt an“

Vielleicht sei der Willkommenssommer 2015 eine Form der unbedingten Gastfreundschaft gewesen, so Krebs weiter. Doch klar sei auch, „dass es am Ende doch nicht ganz so einfach war“ spann Krebs einen Bogen von der zum Symbol gewordenen „Kölner Silvesternacht 2016“ über das Erstarken rechtspopulistischer Kräfte in vielen Ländern Europas bis zu den „grauenhaften Lagern“ in Italien und Griechenland, in denen Flüchtlinge leben müssen, und weiter bis zu den tausenden Geflüchteten, die immer noch im Mittelmeer ertrinken. „Ich weiß, es gibt keine einfachen Antworten“, sagte der Theologe, „da wirken tragische Verstrickungen, die oft grausame, schreckliche Folgen haben. Die meisten dieser Folgen aber erleiden nicht wir, sondern andere. Auch deshalb rebelliert alles in mir dagegen, die infernalischen Flüchtlingslager und das Massensterben im Mittelmeer als Normalität anzuerkennen.“ Was auch immer die Schwierigkeiten und unabsehbaren Folgen seien, „so darf man mit Menschenleben nicht umgehen“, betonte Krebs.

Er freue sich darüber, dass nun auch Kirchen Seenotrettungsschiffe schicken. „Das ist ein Zeugnis, wie es gerade von Christen gefordert ist“, sagte der Prediger. Mancher habe in seinem Engagement für Flüchtlinge und im Sommer 2015 überraschende Erfahrungen gemacht: „Indem er einem Fremden die eigene Heimat nahebrachte und jene des anderen kennenlernte, hat er sich auch selbst wieder neu mit dem eigenen Land, der eignen Kultur auseinandergesetzt – und ist wieder neu und anders darin ,heimisch‘ geworden.“

Mit Blick auf die Ökumene appellierte Krebs an die Kirchen, mehr Mut zu haben. Er erinnerte an das Abkommen zur gegenseitigen eucharistischen Gastfreundschaft zwischen den Alt-Katholiken und der Evangelischen Kirche. „Ich bin überzeugt, dass Gastfreundschaft ansteckt und den Anderen, was mir lieb ist, lieben lehrt; und dass der Andere mich wiederum mit Neuem, Unerwartetem beschenkt“, erklärte Krebs. „Ich wünsche uns weniger Angst, in der Ökumene, in der Gesellschaft, im Umgang miteinander“, sagte er abschließend. „Angst ist nicht immer unbegründet, überall gibt es Probleme, und man muss über die Probleme sprechen. Ich rufe nicht zur Naivität auf, und ich weiß, dass es auch Gäste gibt, mit denen man böse Überraschungen erlebt. Aber am Ende soll uns die Angst nicht bestimmen. Am Ende sollte es immer wieder möglich sein, dass die Geste der Gastlichkeit die Angst überwindet, die Angst vor dem Fremden, dem Anderen, dem Unbekannten. Letztlich ist es nämlich so, dass ich ohne den Anderen das Eigene erst gar nicht finden kann. Die Angst hingegen – sie wird bestimmt die unverhofften Engel nicht erkennen.“

Die ganze Predigt von Professor Dr. Andreas Krebs gibt es hier zum Nachlesen.

Mehr über die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Köln finden Sie hier.

  

„Piano gegen Rechts“: Benefizkonzert von Albert Lau am 28. Januar in St. Ursula

28. Januar 2020; ksd

Köln. Am Dienstag, 28. Januar, lädt die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit zu einem Benefizkonzert nach St. Ursula, Ursulaplatz 24, ein. Das Konzert des Pianisten Albert Lau steht unter dem Leitwort „Piano gegen Rechts“ und findet zugunsten des Projekts „Rote Karte – gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus“ statt. Beginn ist um 19.30 Uhr. Karten für 15 Euro gibt es an der Abendkasse.

Seit dem vergangenen November führt die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit eine Spendenaktion mit Unterstützung der Bethe-Stiftung durch. Die Spenden kommen dem Projekt „Rote Karte – gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus“ zugute, das „ angesichts der massiven Zuspitzung rassistischer Diskurse und eines zunehmend gewaltförmig auftretenden Antisemitismus die Präventionsarbeit der vergangenen Jahre auch in Zukunft fortsetzen" soll, so die Veranstalter.

Durch die Berichterstattung der lokalen Presse habe der Pianist und „Young Steinway Artist" Albert Lau, der seit 2016 in Köln lebt, von der Spendenaktion erfahren. Überzeugt von der Notwendigkeit des Kampfes gegen Rassismus und Antisemitismus entschloss er sich, das Projekt „Rote Karte“ mit einem Benefizkonzert zu unterstützen. Lau spielt Werke von Fanny Hensel, Felix Mendelssohn Bartholdy, Clara Schumann und Robert Schumann.


Mehr zur Kölnischen Gesellschaft für Christilich-Jüdische Zusammenarbeit finden Sie hier.

 

„Nie wieder Antisemitismus in unserem Land“: Stadtdechant Kleine macht bei „Glanz gegen Rechts“ mit und ruft zu Zivilcourage auf

27. Januar 2020; ksd

Köln. Drei Namen, drei Schicksale: Caroline Goldschmidt, Ernst Richard Goldschmidt, Hans Rudolf Goldschmidt. Stolpersteine aus der Aktion des Künstlers Gunter Demnig erinnern am Domkloster 1 an jüdische Mitbürger Kölns, die in der Nazizeit nach Holland flohen, in die vermeintliche Sicherheit. Doch sie alle wurden gefangengenommen, deportiert und 1943 im KZ Sobibor, einem der schlimmsten Vernichtungslager der Nazis, ermordet. Sie wurden 77, 49 und 44 Jahre alt. Der Kölner Stadtdechant Msgr. Robert Kleine hat die kleinen quadratischen Erinnerungs- und Gedenksteine am Montag, 27. Januar, dem 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz, mit Metallpolitur wieder zum Glänzen gebracht.

„Es ist nicht nur die Erinnerung an diese drei konkreten Menschen, die wichtig ist“, sagte der Stadtdechant. „Sondern es auch ist die Erinnerung daran, dass wir heute wieder Antisemitismus, Diskriminierung und Rassismus in unserem Land spüren. Auch dagegen wollen wir den Glanz setzen, nach dem Motto: Schaut hin!“ Es gelte nicht nur, daran zu erinnern, was damals in Deutschland und Europa geschehen sei, sondern auch zu zeigen: „Wir müssen uns einig sein: Nie wieder Antisemitismus in unserem Land!“, betonte Kleine. „Schon wenn sich ein kleines braunes Pflänzchen regt, halten wir als Kirche dagegen.“ Auch das solle die konkrete Aktion am Internationalen Holocaust-Gedenktag bewirken.

Manche Menschen sagten: „Das ist ja schon lange her. Warum sollen wir uns damit beschäftigen? Die heutigen Generationen haben doch gar nichts mehr damit zu tun. Da muss man doch so langsam mal den Mantel der Geschichte darüberlegen“, erklärte der Stadtdechant. Solchen Meinungen und Tendenzen erteilte er eine klare Absage: „Das ist Geschichte, die wir nicht vergessen dürfen!“ Es gebe eine Gefahr der Geschichtsvergessenheit in Deutschland. „Doch nur, wenn ich die Geschichte kenne, kann ich auch Lehren ziehen für das Heute“, so Kleine. „Damals haben zu viele Leute weggeschaut, als Nachbarn deportiert wurden. Jetzt, in unserer Zeit, gilt es, nicht wegzuschauen, sondern hinzuschauen. Und auch aufzustehen und als Einzelner Zivilcourage zu haben, wenn Antisemitismus in einigen Kreisen scheinbar wieder gesellschaftsfähig ist – oder für gesellschaftsfähig erklärt wird.“

Das Katholische Stadtdekanat Köln hatte seine Gemeinden und Einrichtungen dazu aufgerufen, sich an der Aktion „Glanz gegen Rechts“ zu beteiligen. Dabei ging es darum, den Stolpersteinen ihren Glanz zurückzugeben, damit sie und die dahinterstehenden Einzelschicksale im Alltag der Stadt wieder sichtbar werden. Die Initiative dazu ging von der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln Gescher LaMassoret e.V. aus; Schirmherrin der Aktion war Oberbürgermeisterin Henriette Reker, die auch gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Liberalen Gemeinde, Rafi Rotheberg, Stolpersteine reinigte.

Vor seiner Putz-Aktion hatte der Stadtdechant traditionell das Abschlussgebet bei der Gedenkstunde an der Kindergedenkstätte Löwenbrunnen in der Kölner Innenstadt (Erich-Klibansky-Platz) gesprochen. Dabei betete er: „Lass die Menschen, die deportiert wurden, die in Lagern erniedrigt, gequält und ermordet wurden, niemals in Vergessenheit geraten. Hilf den Überlebenden und ihren Nachkommen aus dem dunklen Schatten von Schweigen und Tod heraus, dass sie Gefährtinnen und Gefährten finden, die ihnen zuhören und daraus lernen. Hilf den Missachteten, Gerechtigkeit zu erlangen. Gib denen eine Stimme, die zum Verstummen gebracht wurden. Schaffe auch heute den Verfolgten Schutz, birg die Flüchtenden in deiner Hand. Lass die Kinder Schutz und Geborgenheit erfahren. Barmherziger Gott wir bitten dich: Gib uns Herz und Verstand für die Menschen unter uns, die Gewalt und Grausamkeit erleiden mussten. Lehre uns Behutsamkeit für ihre verletzten Seelen. Lass uns dich erkennen im Gesicht eines jeden Menschen. Führe uns nicht in die Versuchung von Feindschaft, Hass und Lüge. Stärke uns, gib uns Empathie, lass uns uns miteinander austauschen, respektvoll miteinander umgehen, Freundschaften schließen, Menschlichkeit nicht nur durch Worte, sondern vor allem durch Taten bezeugen. Und lass uns immer wachsen in der Liebe zueinander.“

Die Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig erinnern seit 1992 daran, dass sich hinter Worten wie Holocaust oder Shoa konkrete menschliche Schicksale verbergen. Sie halten vor deren früheren Wohnhäusern die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst auch aus dieser Stadt deportiert und von den Nazis ermordet wurden. Allein im KZ Auschwitz wurden bis zu 1,5 Millionen Menschen ermordet, im KZ Sobibor bis zu einer Viertelmillion. Mehr als 75.000 Stolpersteine liegen mittlerweile in 23 europäischen Ländern. Die Aktion „Glanz gegen Rechts“ sollte in diesem Jahr aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung des KZ Auschwitz, das zum Synonym für das Grauen des Holocaust geworden ist, an die Opfer erinnern sowie ein Zeichen setzen gegen Antisemitismus und jede Form der Diskriminierung von Minderheiten. 

 

Mehr zum Thema finden Sie auch in einem Interview von Domradio.de mit Stadtdechant Msgr. Robert Kleine.

 

Der HipHop-Künstler Trettmann hat im vergangenen Jahr einen Song über die Stolpersteine veröffentlicht. Seinen Auftritt mit dem Kölner Orchester RTOEhrenfeld aus der ZDF-Neo-Sendung Neo Magazin Royale finden Sie auf Youtube.

 

Mehr über die Aktion Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig finden Sie hier.

  

Housing First: Vringstreff kauft erste Wohnung für Wohnungslose in Köln

24. Januar 2020; ksd

Köln. Der Vringstreff e.V., freier Träger der Wohnungslosenhilfe, hat jetzt eine erste Wohnung erworben, um sie im Rahmen seiner Housing-First-Initiative an Wohnungslose zu vermieten. Als erster Träger in Köln setzt der Vringstreff, zu dessen Vorstand auch Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde St. Severin gehören, das Housing-First-Konzept um, das Sam Tsemberis Ende der 1990er-Jahre in den USA entwickelte. Dessen Ziel ist, dass wohnungslose Menschen zuerst eine mietvertraglich abgesicherte Wohnung erhalten und ihnen im Anschluss weitere notwendige unterstützende Hilfen angeboten werden. Die eigene Wohnung steht somit am Anfang der Hilfsangebote und nicht am Ende. „Es geht dabei um einen Paradigmenwechsel, der impliziert, dass jeder Mensch wohnfähig ist“, erläutert Vringstreff-Vorstand Pfarrer Hans Mörtter die Motivation des Vereins, neue Wege in der Wohnungslosenhilfe zu gehen und sein Engagement um Housing First zu erweitern.

Der Vringstreff initiierte den Housing-First-Ansatz in Köln im vergangenen Jahr. Der Sozialwissenschaftler und Koordinator des „European Observatory on Homelessness“, Professor Dr. Volker Busch Geertsema, kam im Juni 2019 nach Köln. Im Rahmen eines öffentlichen Diskussionsabends stellte er das Konzept und die Erfahrungen mit Housing First vor. In einigen europäischen Ländern wie beispielsweise Finnland wird mit großem Erfolg der Housing-First-Ansatz in der Wohnungslosenhilfe umgesetzt. „Seitdem hat der Vringstreff kontinuierlich daran gearbeitet, Housing First auch in Köln zu realisieren“, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Die vom Vringstreff erworbene Wohnung liegt inmitten eines etablierten Wohngebiets und soll sobald wie möglich vermietet werden. Unterstützt wird das Projekt durch den Housing-First-Fonds, der gemeinsam vom Paritätischen NRW und dem Verein Asphalt e. V./fiftyfifty ins Leben gerufen wurde. Der Housing-First-Fonds wird aus einer Bildspende des Kölner Künstlers Gerhard Richter im Wert von 1,2 Millionen Euro gespeist.

Weitere Informationen zum Vringstreff finden Sie hier, zum Housing-First-Fonds hier.
 
 
In Köln leben 6000 Menschen ohne Wohnung Die Zahl der wohnungslosen und von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen steigt an. Gründe hierfür liegen laut Vringstreff e.V. unter anderem im systematischen Abbau von Sozialwohnungen und im enormen Anstieg der Mietpreise in Großstädten. In Köln sind je 10 000 Einwohner 55 Menschen wohnungslos – Männer, Frauen und Kinder.

 

„Glanz gegen Rechts“: Stadtdekanat Köln ruft am Holocaust-Gedenktag (27. Januar) zur Unterstützung der Aktion rund um die „Stolpersteine“ auf

22. Januar 2020; ksd

Köln. Aus Anlass des 75. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz, des größten Vernichtungslagers der Nazis, am 27. Januar 1945 rufen die Jüdische Liberale Gemeinde Gescher LaMassoret e.V. und die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker als Schirmherrin gemeinsam dazu auf, am kommenden Montag, 27. Januar, die zahlreichen „Stolpersteine“ auf den Gehwegen Kölns in neuem Glanz erstrahlen zu lassen. Das Katholische Stadtdekanat Köln hat jetzt mit einem Brief seine Gemeinden und Einrichtungen aufgerufen, sich an der Aktion zu beteiligen.

Die Stolpersteine des Kölner Künstlers Gunter Demnig erinnern seit 1992 daran, dass sich hinter Worten wie Holocaust oder Shoa konkrete menschliche Schicksale verbergen. Sie halten vor deren früheren Wohnhäusern die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst aus dieser Stadt deportiert und von den Nazis ermordet wurden. Allein im KZ Auschwitz wurden bis zu 1,5 Millionen Menschen ermordet. Mehr als 75.000 Stolpersteine liegen mittlerweile in 23 europäischen Ländern.

Die Aktion „Glanz gegen Rechts“ soll ein Zeichen setzen gegen Antisemitismus und jede Form der Diskriminierung von Minderheiten. „Wir unterstützen als Katholisches Stadtdekanat die Aktion, weil sie die Erinnerung an die erschütternden Schicksale unserer jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zur Zeit des Nationalsozialismus ganz konkret erinnert und gleichzeitig dazu mahnt, dass wir uns niemals mit der Diskriminierung von Menschen aus welchem Grund auch immer abfinden dürfen“, sagt Diakon Jens Freiwald, Mitglied des Vorstands der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. „Wir müssen wachsam sein und Zivilcourage zeigen, wo immer Menschen ausgegrenzt und benachteiligt werden.“

Die Stolpersteine auf den Gehwegen und Plätzen fielen im Alltag vielleicht manchmal gar nicht mehr auf. „Wenn wir sie aber in neuem Glanz erstrahlen lassen wollen, müssen wir uns bücken oder auf die Knie oder in die Hocke gehen. Wir werden Namen und Lebensdaten ganz konkreter Menschen mit ihren Freuden und Ängsten, ihren familiären Bezügen und Zukunftsplänen begegnen“, so Freiwald. „Ich denke, diese ,Begegnung‘ wird nicht ohne Wirkung auf uns bleiben. Vielleicht lässt sie uns auch in unserem Alltag etwas toleranter und respektvoller im Umgang miteinander werden.“

Am 27. Januar wird Henriette Reker gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Jüdischen Liberalen Gemeinde Köln, Rafi Rotheberg, um 17 Uhr die Stolpersteine an der Ecke Kreuzgasse / Brüderstraße putzen.

Eine Anleitung zur Reinigung der Stolpersteine finden Sie in diesem Video und zum Download.