Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten zu stadtweiten Veranstaltungen, Initiativen und Aktionen der katholischen Kirche und ihrer Kooperationpartner in der Stadt Köln.

Überregionale Nachrichten der katholischen Kirche finden Sie auf den folgenden Webseiten:

www.erzbistum-koeln.de | www.koelner-dom.de | www.domradio.de | www.katholisch.de | www.kna.de | www.dbk.de | www.vaticannews.va/de.html

 

ACK Köln und Stadtdechant Robert Kleine verurteilen Angriffe auf Synagogen und Antisemitismus

13. Mai 2021; ksd/apk

Köln. Kölns Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln (ACK) verurteilen die Angriffe auf Synagogen in Bonn und Münster sowie Antisemitismus.

Die ACK brachte in einem Brief an die jüdischen Gemeinden in Köln ihre Bestürzung über die Taten zum Ausdruck. „Wir möchten Ihnen und der ganzen jüdischen Gemeinschaft in Köln, in Bonn und in Deutschland unsere Anteilnahme angesichts dieses durch nichts zu rechtfertigenden Tun ausdrücken“, schrieb der Vorstand der ACK. „Wir sehen es als wichtiges Zeichen der Partnerschaft von Christen und Juden an, Ihnen auch in dieser schweren Zeit zur Seite zu stehen, unseren Gott um Frieden und Versöhnung zu bitten und nicht nachzulassen, für eine Gesellschaft einzutreten, in denen wir in Respekt und Nachbarschaft zusammen leben können.“

Der Kölner Stadtdechant Msgr. Robert Kleine bezog in den Sozialen Medien klar Position. Er schrieb: „Ich verurteile die antisemitischen und gewalttätigen Angriffe auf Synagogen in Bonn und Münster. Als katholische Kirche stehen wir solidarisch an der Seite der jüdischen Gemeinden in Köln und unserem ganzen Land und verurteilen den israelbezogenen Antisemitismus. Gewalt gegen Gotteshäuser und Gläubige ist durch nichts zu rechtfertigen.“

 

Stellungnahme der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

 

In einer Stellungnahme verurteilte auch Professor Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die antisemitischen Vorfälle auf Schärfste. „Erneut werden in NRW lebende Juden und Jüdinnen sowie Orte jüdischen Lebens bedroht und als Stellvertreter Israels angegriffen. Das ist unerträglich und politisch nicht zu rechtfertigen“, so Wilhelm. „Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit verurteilt diese antisemitischen Angriffe. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen und wir stehen solidarisch an der Seite der Jüdinnen und Juden.“

Wilhelm berichtet dabei auch von einem Vorfall in Köln, bei dem Ende April die Gedenk-Stolpersteine für Max, Lina und Marga Rosa Kochmann in der Ehrenstraße 19 mit den Buchstaben „BDS“ beschmiert. Dabei handele es sich um die Abkürzung der Bewegung „Boycott, Divestment and Sanctions“, „die aufgrund ihrer Versuche, den jüdischen Staat grundsätzlich zu delegitimieren, ihn in seiner Existenz bedroht“, betonte Wilhekm. Zu Recht habe der Bundestag die Vereinigung als antisemitisch eingestuft. „Diese Tat bezieht die Ablehnung des Staates Israels auf Kölner und Kölnerinnen, die noch vor der Gründung Israels im Zuge der Schoa ermordet wurden. Dies zeugt nicht nur von einem massiven sekundären Antisemitismus und einer Relativierung des Holocausts, sondern auch einer Gleichsetzung von allem Jüdischen mit Israel – sogar ex-post“, so Wilhelm.

 

Stadtdechant Kleine an Christi Himmelfahrt: „Christus hat kein anderes Herz als das unsere, um die Menschen zu lieben“

13. Mai 2021; ksd

Köln. „Das Fest Christi Himmelfahrt ist keine Vertröstung auf das Jenseits, sondern Herausforderung zum Aufbruch im Jetzt.“ In seiner Predigt in der „Stadtkirche“ St. Ursula rief Kölns Stadtdechant Robert Kleine dazu auf, gerade an Christi Himmelfahrt den Blick nicht auf das Jenseits oder den Himmel zu lenken, sondern „auf unsere eigene Berufung, auf unsere Bestimmung, unsere Sendung hier auf der Erde und in diesem Leben“. Und die ist eindeutig: Von Christus ist jede und jeder gesandt, zu allen Menschen und in die ganze Welt, um die Frohe Botschaft nicht nur zu verkünden, sondern selbst zu leben, zu verkörpern.

Msgr. Kleine erzählte vom Kreuz in der St.-Ludgeri-Kirche in Münster. Im Zweiten Weltkrieg verlor der Corpus Christi beim Bombenangriff 1944, der auch die Kirche traf, seine Arme. Nach dem Krieg habe die Gemeinde bewusst entschieden, den Corpus nicht zu restaurieren. Auf dem Querbalken des Kreuzes steht nun: „Ich habe keine anderen Hände als die euren.“ Für den Stadtdechanten kommt darin die wesentliche Dimension von Christi Himmelfahrt und von Jesu Auftrag zum Ausdruck: „Es ist an uns, in seinem Namen zu handeln und sein Werk auf Erden fortzusetzen. Wir können Christi Liebe spürbar werden lassen, wenn wir andere an unserem Glauben und an unserer Hoffnung teilhaben lassen“ , so Kleine. „Wir können etwas von ihm erfahrbar machen, indem wir anderen und einander in Offenheit und Vertrauen begegnen. Wir können ein Stück Himmel schaffen, indem wir anderen helfen, für andere da sind.“

 

Botinnen und Boten der Liebe sein

 

Jesus habe diesen Auftrag an die Jüngerinnen und Jünger und in ihrer Nachfolge an alle Menschen immer wieder in Bildern beschrieben: „Wir sind Licht der Welt, wir sind Salz der Erde, wir sollen ein Sauerteig sein, wir sollen Werkzeuge des Friedens sein, Botinnen und Boten der Liebe.“ Es geht für Christinnen und Christen darum, den Himmel für die Menschen auf Erden schon ein Stück weit erlebbar zu machen, damit die Frohe Botschaft von niemandem für leeres Geschwätz gehalten werden müsse, sagte Kleine. „Da wird uns einiges zugemutet, aber auch zugetraut. Gott traut uns das zu.“

So wie die junge Kirche damals, nach der Himmelfahrt Jesu, auf sich gestellt, aber nicht alleingelassen gewesen sei, so gehe es auch der Kirche und den Gläubigen von heute. Christus bleibt durch seinen Geist bei den Menschen und durch ihn und seine Liebe ist auch Gott selbst immer bei den Menschen. Und so kann sich auch der Mensch zutrauen, was Gott ihm zutraut: „Christus hat keine anderen Hände als die deinen, um anderen Menschen zu helfen, zu heilen und Gutes zu tun. Christus hat keine anderen Füße als die deinen, um auf andere Menschen zuzugehen und sie auf ihrem Weg zu führen, auf dem Weg zu Christus. Christus hat keine anderen Augen als die deinen, um andere Menschen anzusehen und Ansehen zu schenken. Christus hat keinen anderen Mund als den deinen, um Menschen von ihm zu erzählen und die Gute Botschaft weiterzutragen. Christus hat kein anderes Herz als das deine, um die Menschen zu lieben. Christus hat kein anderes Herz als das unsere, um Menschen zu lieben.“

 

Aktuelle Audio-Beiträge: Wohnungslosenseelsorge im Gubbio / Christi Himmelfahrt & Vatertag

12. Mai 2021; ksd

Auf Soundcloud veröffentlichen wir Radio- und Audio-Beiträge mit dem Kölner Stadt- und Domdechanten Msgr. Kleine sowie weiteren Akteur*innen aus dem Stadtdekanat Köln.

 

Im Mai geht es um die Wohnungslosenseelsorge im Gubbio, um den Zusammenhang von Christi Himmelfahrt und Vatertag sowie um 30 Jahre Radio Köln. Alle Beiträge wurden auf Radio Köln ausgestrahlt.

 

Weitere Themen und Beiträge mit Stadtdechant Robert Kleine finden Sie auf seinem Soundcloud-Kanal.

 

„Du erneuerst das Angesicht der Erde“: Renovabis-Pfingstaktion

11. Mai 2021; ksd

Freising. „DU erneuerst das Angesicht der Erde. Ost und West in gemeinsamer Verantwortung für die Schöpfung“: So lautet das Leitwort für die diesjährige Kampagne von Renovabis im Mai. Es ist zugleich das Jahresthema der Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa.

„Wir wollen für den Reichtum unserer Schöpfung sensibilisieren und zugleich zu ökologisch verantwortlichem Handeln motivieren – ganz im Sinne der Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus“ , sagt Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pfarrer Christian Hartl. Zugleich wolle Renovabis aufzeigen, vor welchen Herausforderungen die Menschen im Osten Europas nach Jahrzehnten erst kommunistischer Planwirtschaft und dann kapitalistischer Marktwirtschaft beim Umwelt- und Klimaschutz stehen.

 

Der Aufruf der deutschen Bischöfe

 

Die deutschen Bischöfe rufen zur Unterstützung der Aktion auf. Im Wortlaut:

Liebe Schwestern und Brüder, die Erde schreit auf, weil sie missbraucht und verwundet wird. So drastisch beschreibt Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si’ “ die Situation unseres Planeten. Auch im Osten Europas gibt es viele Wunden: Die anhaltende Strahlenverseuchung in Belarus und der Ukraine durch die Tschernobyl-Katastrophe, die hohe Luftverschmutzung in Polens Kohlerevieren oder die Mülldeponien in Albanien sind nur einige Beispiele. Allmählich aber spüren viele Menschen, wie sehr wir uns durch die Zerstörung der Umwelt selbst schaden: Wir betrügen uns um saubere Luft, trinkbares Wasser und fruchtbaren Boden. Besonders leiden darunter stets die Armen.

„DU erneuerst das Angesicht der Erde. Ost und West in gemeinsamer Verantwortung für dieSchöpfung“ : Mit diesem Leitwort richtet die diesjährige Pfingstaktion von Renovabis den Blick auf die ökologischen Probleme und Herausforderungenrungen im Osten Europas. Die Covid-19-Pandemie hat uns einmal mehr unsere Verletzlichkeit gezeigt – und auch wie abhängig unsere Gesellschaften voneinander sind.

Wir alle bewohnen ein gemeinsames Haus, wie Papst Franziskus immer wieder formuliert. Deshalb sind wir gemeinsam gefordert, die Schöpfung zu bewahren. Gerade auch die Christen wissen sich hier berufen. Denn der Glaube an „Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde“ verbindet uns in Ost und West und überall auf der Welt. Wir im Westen werden dabei beschenkt durch eine reiche Schöpfungsspiritualität, die in den orthodoxen und katholischen Kirchen des Ostens gepflegt wird. Nehmen wir gemeinsam unsere Verantwortung wahr!

Wir Bischöfe bitten Sie herzlich: Unterstützen Sie die Menschen in Mittel-, Südost- und Osteuropa durch Ihr Interesse, Ihr Gebet und eine großzügige Spende bei der Kollekte am Pfingstsonntag.

 

Kollekte und Spenden

 

Am Pfingstsonntag, 23. Mai, wird in allen Gottesdiensten für die Renovabis-Aktion gesammelt. Spenden sind auch online oder per Überweisung möglich.

 

Spendenkonto:

Renovabis

LIGA Bank eG
IBAN: DE24 7509 0300 0002 2117 77
BIC: GENODEF1M05

 

www.renovabis.de

  

Katholikenausschuss fordert von Bistumsleitung ethisch-moralisches Handeln und Auseinandersetzung mit eigener Verantwortung

4. Mai 2021; ksd

Köln. Der Katolikenausschuss in der Stadt Köln fordert in einer Stellungnahme mit dem Titel „Wo sind wir denn?“ den Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, und Generalvikar Dr. Markus Hofmann bei der Aufarbeitung von und im Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs auch ethisch-moralische und christliche Maßstäbe anzulegen. Man sei „entsetzt und geradezu fassungslos“ über eine TV-Stellungnahme von Hofmann in einem aktuell in den Medien aufgegriffenen Fall. „Der Generalvikar hatte in dem Fernsehinterview festgestellt, das gemeinsame Masturbieren eines Priesters mit einem damals 17-jährigen Jungen im Schatten des Kölner Doms sei weder nach staatlichen noch kirchenrechtlichen Normen strafbar gewesen. Deshalb habe der Vorfall auch keinen Anlass gegeben, diesen Priester nicht in eine verantwortliche Position zu berufen“, schreibt das Gremium in seiner Stellungnahme. Und weiter: „Die Einlassung belegt, dass die Verantwortlichen offenbar nur in straf- oder kirchenrechtlichen Verteidigungsstrategien denken. Ethisch-moralische oder gar christliche Wertmaßstäbe spielen aus opportunistischen Selbsterhaltungsreflexen in der Kirchenleitung offenbar keine Rolle mehr; erlaubt ist, was nicht verboten ist. Ist das unser Anspruch? So etwas darf nicht passieren – nicht einmal unbedacht.“

 

Vertrauen und Glaubwürdigkeit

 

So werde „letztes Vertrauen in der Öffentlichkeit“ vernichtet. „lSelbst besonnene und nachsichtige Gläubige, denen eine Abwendung von der Kirche nie in den Sinn gekommen wäre, sind entsetzt. Die Menschen sehnen sich nach guten Hirten, zugewandten und tatkräftigen Verantwortungsträgern, aufmerksamen Priestern, achtsamen Gesprächspartnern und glaubwürdigen Streitern für die Sache Jesu“, erklärt der Katholikenausschuss.

Die Geduld der Kirchenmitglieder sei aufgebraucht, betont das Gremium. Daher fordert die Vertretung der Kölner Katholikinnen und Katholiken im Wortlaut:

 

Der Katholikenausschuss fordert daher Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki, und seinen Generalvikar Msgr. Dr. Markus Hofmann auf,

– endlich öffentlich vernehmbar als glaubwürdige Hirten eine glaubhafte Auseinandersetzung mit der eigenen Verantwortung für Fehlentwicklungen und Fehlverhalten vorzunehmen und dabei

– endlich ernsthaft zu prüfen, ob sie entgegen der allgemeinen Wahrnehmung und objektiven Einschätzung überhaupt willens und in der Lage sind, die selbstangerichteten katastrophalen Probleme und Fehler zu beseitigen und 

– endlich die Katholikinnen und Katholiken wissen zu lassen, warum sie glauben, für den dringend erforderlichen Veränderungsprozess noch die richtigen Personen zu sein. Nahezu jede ihrer Handlungen, jede Verlautbarung der letzten Wochen und Monate vermittelt genau den gegenteiligen Eindruck. Die Einschätzung, richtig gehandelt zu haben, haben die Verantwortungsträger derzeit exklusiv; und

– endlich klare und präzise Verantwortlichkeiten in der erzbischöflichen Organisation zu definieren und einzurichten und die eingetretenen Fortschritte regelmäßig und nachvollziehbar öffentlich zu kommunizieren. Veränderungen in Prozessen und eigenem Verhalten sind nicht ansatzweise erkennbar; und

– endlich die verharmlosende Darstellung und Herangehensweise bei sexuellem Fehlverhalten von Priestern und sonstigen Personen, die im kirchlichen Dienst stehen, zu beenden;

– endlich aufzuhören, die Verantwortung für Fehlentwicklungen bei anderen zu suchen; ohne alte Sprichwörter zu bemühen, aber das Problem fehlerhafter und schlechter Aufarbeitung liegt ohne Zweifel in der Spitze der Organisation;

– endlich die feudale Gestik gegenüber gewählten Personen und Gremien einzustellen. Sie sind bereit, in einen offenen Dialog einzutreten – sei es im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal, dem Pastoralen Zukunftsweg, dem Synodalen Weg oder anderen Punkten, die Katholiken bewegen, wie die verachtende und unchristliche Ablehnung der Segnung von Menschen und vieles mehr.

 

Die gesamte Stellungnahme können Sie hier nachlesen.

 

www.katholikenausschuss.de

 

Petrus von Mailand und die Kölner Brauer / 625 Jahre Bruderschaft (Video)

29. April 2021; ksd

Im Video erzählt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine, warum er am Gedenktag des Petrus von Mailand in einem Kölner Brauhaus zu Gast ist. Gemeinsam mit dem Patron der Brauer wünscht er allen Gottes Segen und ein Ende der Corona-Pandemie.

Petrus von Mailand war ein Dominikaner, der um 1205/6 bis 1252 lebte. Er ist Patron der Kölner Brauer, die auch eine „St. Peter von Mailand-Bruderschaft“ unterhalten. Sie wurde vor 625 Jahren das erste Mal urkundlich erwähnt.

 

Auf Radio Köln gibt es außerdem einen Beitrag zum Nachhören. Auch hier geht es um die Verbindung zwischen Mailand und Köln.

Kölner Europagespräche digital: Schicksalswahl für Europa? Podium zur Bedeutung Europas im Bundestagswahlkampf

29. April 2021; ksd

Köln (df). Mit dem Ende der Ära Merkel steht auch die Rolle Deutschlands in Europa auf dem Prüfstand. Neue Leitlinien aus dem Kanzleramt werden neue europapolitische Impulse nach sich ziehen. Die Kanzlerkandidat*innen der Parteien bringen dabei unterschiedliche Perspektiven auf Europa mit, die von ihrer Biografie ebenso geprägt werden wie von ihrer Parteizugehörigkeit. Wofür also steht Europa im Bundestagswahlkampf? Wo wird mit Europa gepunktet, wer hat Integrationsideen, wo wird ein Kurswechsel erkennbar? Und insbesondere: welche Erwartungen haben unsere europäischen Nachbarn an die Nachfolge Merkels im Kanzleramt? Um diese und weitere Fragen geht es bei den Kölner Europagesprächen, die am Dienstag, 4. Mai, in digitaler Form stattfinden.

Auf dem Programm steht ein Impulsvortrag zu den europapolitischen Positionen der Parteien im Bundestagswahlkampf von Dr. Isabelle Borucki, Universität Siegen / „NRW School of Governance“ (Duisburg). Es folgt eine Diskussion mit Borucki sowie Professor Dr. Christian Lequesne, SciencesPo (Paris), und Professor Dr. Johannes Pollak, „Webster Vienna Private University“ (Wien) / Institut für Europäische Politik (Berlin). Das Publikum ist eingeladen, sich zu beteiligen.

Beginn ist um 19.30 Uhr.

 

Info und Anmeldung bei Dr. Clemens Breuer: breuer@bildungswerk-koeln.de, Telefon 0221 92584756.

 

Veranstalter: Centrum für Türkei- und EU-Studien (CETEUS) der Universität zu Köln; Europäisches Dokumentationszentrum Köln; Europa-Union Köln; Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, Stadtverband Köln; Stiftung ZASS der KAB Deutschlands; Stadt Köln; Katholisches Bildungswerk Köln; Amt für Weiterbildung/Volkshochschule

 

„So etwas darf in unserem Land nicht geschehen“: EFL Köln kritisiert Abschiebung einer albanischen Familie und fordert die Rückholung

27. April 2021; ksd

Köln (efl). Obwohl sowohl die Härtefallkommission als auch der Petitionsausschuss des Landes Nordrhein-Westfalen eine Aufenthaltserlaubnis für eine aus Albanien nach Deutschland geflüchtete Frau und ihre Kinder empfohlen hatten, wurde die Familie von der lokalen Ausländerbehörde Ende der vergangenen Woche abgeschoben. Die Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) Köln, die in diesem Fall die Flüchtlingsberatung der Diakonie an Sieg und Rhein unterstützt hat, kritisiert in einer Stellungnahme die Abschiebung und die dabei angewandten „ menschenverachtenden Methoden“ aufs Schärfste. Die Einrichtung fordert zudem eine Rückholung der von Gewalt bedrohten und suizidgefährdeten Frau sowie ihrer minderjährigen Kinder nach Deutschland.

 

Die Stellungnahme der EFL im Wortlaut:

 

In der Ehe-, Familien- und Lebensberatung suchen uns auch Menschen auf, die aus unterschiedlichen Gründen aus ihrem Heimatland geflüchtet sind und in unserem Land Schutz suchen. Sie haben Schlimmes erlebt: Krieg, Gewalt in der eigenen Familie, sexuelle Gewalt, Unterdrückung, Verfolgung und Mord. Schmerz, Trauer und Angst, oft verbunden mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung, prägen ihr Leben. Nicht immer werden ihre Fluchtgründe de jure anerkannt, aber jede einzelne Lebensgeschichte ist geprägt davon, wie sehr diese Menschen Gefahren ausgesetzt waren und es bei einer Rückkehr in ihr Heimatland erneut wären.

Die Aufnahme in Deutschland hilft ihnen zunächst, der akuten Bedrohung zu entkommen und materielle Unterstützung zu erhalten. Beengte Unterkünfte, Sprachbarrieren, fehlende Ausbildungs- und Arbeitserlaubnis, sowie die oft jahrelange Ungewissheit, ob sie bleiben können, verstärken dann aber wieder ihr Erleben von Ohnmacht und Hilflosigkeit.

In der psychologischen Beratung geben wir Hilfestellung, die seelische Gesundheit zu stabilisieren, mit dem Schrecken der Erlebnisse umzugehen und allmählich Selbstwert und Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Oft stehen wir dabei mit großem Respekt vor der Überlebensleistung dieser Klienten.

Unsere Arbeit wird jedoch massiv erschwert durch die Ungewissheit und die oft zermürbende Vorgehensweise in den Asylverfahren. Was aber jetzt in Siegburg geschehen ist, macht uns fassungslos. Es ist Ausdruck tiefster Menschenverachtung gegenüber der betroffenen Familie.

Es ist zudem respektlos gegenüber der Arbeit derer, die sich tagtäglich für die Linderung der Not und die Integration dieser schutzbedürftigen Menschen einsetzen: Mitarbeitende von Integrationsdiensten, Fluchtunterkünften und Beratungsstellen, Ärzte, Psychotherapeuten, Rechtsanwälte und ehrenamtlich Tätige.

Kinder überfallartig noch vor dem Morgengrauen im Kinderheim aus ihren Betten heraus abzuholen und den jugendlichen Sohn in Handfesseln aus der Wohnung abzuführen, die akut behandlungsbedürftige Mutter ebenfalls in der Nacht aus dem Schutz einer psychiatrischen Klinik zu reißen, das löst erneut schwere Traumata bei allen Familienmitgliedern aus und hinterlässt bei ihnen tiefe Spuren der Verletzung.

Für diese Mutter und ihre drei Kinder bleibt unsicher, ob sie diese behördliche Maßnahme überleben und jemals bewältigen werden. Sowohl die Härtefallkommission als auch der Petitionsausschuss des Landes haben in diesem Fall aus humanitären Gründen einhellig ein Bleiberecht empfohlen. Wie konnte es dennoch zu solch einer Abschiebung kommen? So etwas darf in unserem Land nicht geschehen!

 

Auch die Diakonie an Sieg und Rhein hat gegen die Abschiebung protestiert.

  

Kölns Stadtdechant Robert Kleine befürwortet die Ausgangssperre und appelliert ans Solidargefühl. Mit Video zur Lage von Wohnungslosen.

21. April 2021; ksd

Köln. Seit Mitte April gilt in Köln eine Ausgangssperre von 21 Uhr abends bis fünf Uhr morgens. Im Interview mit DOMRADIO.DE äußert Kölns Stadtdechant Robert Kleine Verständnis für die Maßnahme und appelliert an die Vernunft der Menschen. „Ich sehe nur die Zahlen auf den Intensivstationen und sehe, dass wir diese Pandemie weiter oder neu in den Griff bekommen müssen. Deshalb finde ich alles, was eine Ansteckung und Ausweitung verhindern kann, gut“, so Msgr. Kleine. Die meisten Corona-Maßnahmen träfen seiner Einschätzung nach jene, die vernünftig seien, um die Pandemie einzudämmen. Umso wichtiger sei es, in Solidarität zusammenzustehen.

„Es geht darum, dass wir verhindern, dass es in unserer Stadt keine freien Intensivbetten mehr gibt“, betont der Stadtdechant. „Es gab am Freitag noch 23 und man stelle sich vor, es hat jemand einen Herzinfarkt, es gibt einen Unfall. Da sind wir wirklich auf einer Gratwanderung.“ Die Maßnahmen seien „immer ein Einschnitt in die Freiheit, die wir lieben“. Doch „es ist doch nur noch für die Zeit, bis wirklich so viele geimpft sind, dass man lockern kann“, ist Kleine überzeugt.

 

Gottesdienste aufrecht erhalten

 

Auf die Frage, ob es aktuell wieder nur Online-Gottesdienste geben sollte, sagte Kleine dem Kölner Sendeportal: „Gottesdienste fallen (unter die Religionsfreiheit) und ich glaube, da gilt dasselbe wie bei der Demonstrationsfreiheit. Man muss alle Regeln einhalten. Ich habe noch nicht gehört, dass von einem der Gottesdienste etwas Negatives ausgegangen ist. Wenn Sie unsere Gottesdienste anschauen, sind die in allen Bestimmungen entsprechend der Coronaschutzverordnung. Viele Menschen kommen auch nicht, die dann eben über den Stream und digital mitfeiern. Ich glaube, dass wir so einen guten Modus gefunden haben. Das betrifft ja nicht nur die christlichen Kirchen, sondern auch die Synagogen-Gemeinde, die Moscheen-Gemeinden. Da hält man sich in der Regel an die Vorschriften und fährt damit ganz gut.“

 

Das ganze Interview können Sie hier nachlesen und hier nachhören.

 

Wie an vielen Orten und Gebäuden in der Stadt wird während der Ausgangssperre auch die Beleuchtung des Kölner Doms abgeschaltet.

 

Kölner Wohnungslose werden weiter versorgt

 

Wie geht es denen, die kein Zuhause haben in der Ausgangssperre? Was passiert mit der abendlichen Essensausgabe am Appellhofplatz für die Kölner Wohnungslosen, die auf rund 6000 Menschen geschätzt werden? Darüber hat DOMRADIO.DE eine Reportage gedreht in der unter anderem die katholische Wohnungslosenseelsorgerin Schwester Christina Klein vom Gubbio, einer Einrichtung des Stadtdekanats, zu Wort kommt.

   

European Solidarity Challenge am 23. April: Online-Benefiz-Konzert für Menschen auf der Flucht – mit Cat Ballou, Höhnern, Kasalla und vielen mehr

21. April 2021; ksd

Freiburg. Mehr als 25 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt werden am Freitagabend, 23. April, in der Online-Musikgala „European Solidarity Challenge“ ihre Fans mit einem Video begeistern. Mit dabei sind: Peter Maffay, Michael Patrick Kelly, Tom Gregory, die Höhner, Gil Ofarim, Cat Ballou, Kasalla, Zweierpasch, Judy Bailey und viele mehr.

Das virtuelle Benefiz-Konzert wird im zweiten Jahr von der Jugendaktion „Wir gegen Rassismus“ im Bistum Trier und Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, veranstaltet. Bei der Challenge treten die Musikerinnen und Musiker nicht gegeneinander an, sondern setzen sich mit ihrem bunten Musikmix von Rock und Pop bis Gospel und HipHop gemeinsam für Geflüchtete in Not ein.

 

Spendenziel 50.000 Euro

 

Ziel der Aktion ist es, Spenden im Wert von mindestens 50.000 Euro für die weltweite Flüchtlingshilfe von Caritas international zu sammeln. „80 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, so viele wie nie zuvor“, erinnert Oliver Müller, Leiter von Caritas international, an die Dimension dieser Krise. „Wir kümmern uns in zahlreichen Projekten um diese Menschen, die vielfach alles verloren haben. Zum Beispiel in Syrien, in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln, im Südsudan oder in den Rohingya-Camps in Bangladesch. Ich bin den vielen Künstler_innen und Beteiligten der European Solidarity Challenge sehr dankbar, dass sie uns durch ihr Mitwirken dabei unterstützen, die Situation der Menschen zu verbessern.“

 

Das Charity-Konzert wird am Freitag, 23. April, ab 20 Uhr auf der Webseite www.caritas-international.de/challenge2021 und dem Facebook-Kanal von Caritas international zu sehen sein. 

 

Spenden können direkt online getätigt oder auf das Spendenkonto von Caritas international überwiesen werden:

 

Caritas international

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe

 

 

 

Erinnerung an den Brand von Notre-Dame – Hilfe für den Wiederaufbau kommt auch aus Köln (mit Audio)

14. April 2021; ksd

Köln. Vor zwei Jahren, am 15. März 2019, schockierten die Bilder der brennenden Kathedrale Notre-Dame de Paris die Welt. Noch heute wissen viele Menschen, wo sie waren, als sie von dem verheerenden Feuer erfuhren. In den Sozialen Medien und am TV verfolgten viele live, wie der Brand die Kathedrale zum Einsturz zu bringen drohte. Spontan versammelten sich nicht nur in Paris Menschen im Gebet für das Wahrzeichen von Paris sowie vor allem auch für die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei.

Im Beitrag auf Radio Köln erinnert sich der Kölner Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine daran, wie er die Brandnacht erlebte. Auf Twitter und Facebook schrieb er damals: „Furchtbare Bilder der Brand-Katastrophe. Notre-Dame hat so viele Parallelen zum Kölner Dom: Haus Gottes, gotische Kathedrale, Wahrzeichen der Stadt, weltbekanntes Bauwerk, Weltkulturerbe. Es tut weh. Meine Gedanken sind in Paris. Besonders bei denen, denen Notre-Dame Heimat ist.“

Am Folgetag läutete der Kölner Dom, wie viele Kathedralen, zur Mittagszeit in Solidarität für die Schwesterkirche in Frankreich. Bis heute fließt aus der Domstadt am Rhein Hilfe und Unterstützung für Notre-Dame nach Paris. Im Beitrag auf Radio Köln erzählt Stadtdechant Kleine auch davon. Koordinatorin der deutschen Hilfe für Notre-Dame ist die frühere Kölner Dombaumeisterin, Professorin Dr. Barbara Schock-Werner. Und ihr Amtsnachfolger Peter Füssenich engagiert sich mit der Dombauhütte besonders für die Glasfenster der Pariser Kathedrale. Einige der Fenster waren bei dem Brand vollständig zerstört, andere stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Wie durch ein Wunder blieben die weltberühmten Rosettenfenster erhalten.

Die akute Einsturzgefahrt der Kathedrale gilt nach Einschätzung von Experten mittlerweile als gebannt. Der Wiederaufbau wird noch Jahre, womöglich Jahrzehnte dauern. Hilfe und Solidarität aus der ganzen Welt, fachlich und konkret vor allem auch von vielen Dombauhütten, sollen dabei helfen.

 

Auf DOMRADIO.DE können Sie ein Interview mit Professorin Schock-Werrner nachlesen. 

 

 

Ökumenischer Gottesdienst für Verstorbene der Pandemie (18. April) / Interreligiöses Gedenken in Köln im September

13. April 2021; ksd

Berlin/Köln. Am Sonntag, 18. April, findet auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die zentrale Gedenkveranstaltung für die Verstorbenen der Corona-Pandemie statt. Dem staatlichen Gedenken geht ein ökumenischer Gottesdienst an diesem Tag um 10.15 Uhr in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche voraus. Er steht unter dem Leitwort „Trauern und Trösten“ und wird live in der ARD übertragen. Auch das Kölner DOMRADIO.DE streamt den Gottesdienst. Die Stadt Köln und der Rat der Religionen haben sich für ein interreligiöses Gedenken im September entschieden. Die evangelische und die katholische Jugend in Köln beteiligen sich am 18. April mit einem Online-Flashmob am nationalen Gedenken.

 

Regierungs- und Religionsvertreter in Berlin

 

Zu dem Gottesdienst am 18. April in Berlin laden der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Erzpriester Radu Constantin Miron, ein. Im Gottesdienst wirken auch Vertreter jüdischen und muslimischen Glaubens mit.

Coronabedingt ist die Teilnehmerzahl stark begrenzt. Beim Gottesdienst werden die Spitzen der Verfassungsorgane vertreten sein: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesratspräsident Reiner Haseloff und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Stephan Harbarth. Außerdem nimmt der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, teil.

Anhand der biblischen Geschichte vom Weg der Jünger Jesu nach Emmaus (Lk 24) will der Gottesdienst Gelegenheit zur Besinnung und zum Abschiednehmen geben und in der Hoffnung bestärken. Als Gäste sind auch Hinterbliebene eingeladen, ihre Trauer über den Verlust von Angehörigen stellvertretend für viele zum Ausdruck zu bringen.

 

Gebetsaufruf von Generalvikar Markus Hofmann für den 18. April

 

Dr. Markus Hofmann, Generalvikar des Erzbistums Köln, lädt die Gemeinden und alle Gläubigen dazu ein, sich dem zentralen Gedenken am kommenden Sonntag im Gemeindegottesdienst oder bei der Übertragung des Fernsehgottesdienstes anzuschließen: „Beten wir für die Menschen, die an Covid 19 gestorben sind, und lassen wir die, die um sie trauern, nicht allein! Wie der Gott des Lebens die Jünger auf ihrem Weg nach Emmaus begleitet hat, so begleite er auch die Trauernden auf ihrem Weg und schenke ihnen neue Hoffnung. Beten wir außerdem gemeinsam um eine neue Perspektive und Zuversicht in dieser Pandemie“, so Hofmann.

Der Gebetsaufruf kann hier zum Nachhören oder Mitbeten abgerufen werden.

 

Ökumenischer Online-Flashmob der Jugend am 18. April

 

Die Evangelische Jugend in Köln und Umgebung plant in Kooperation mit dem BDJK, dem Jugendpastoralen Zentrum Crux und dem Kölner Jugendring einen Online-Flashmob, um der Corona-Opfer zu gedenken und den Helfenden zu danken. Hierzu sind alle Menschen sowie die Kirchen, Organisationen, Vereine und Institutionen eingeladen, auf Instagram unter den Hashtags #mehralszahlen und #wirgedenken ein Bild mit einer Kerze zu posten und zusätzlich persönliche Worte zu teilen.

In ihrer Ankündigung schreibt die Jugend:

Bis heute sind weltweit mehr als 2,6 Millionen Menschen und in Deutschland knapp 74.000 Menschen an und mit dem Coronavirus gestorben. In Köln belaufen sich die Todesopfer auf 566 Menschen (Stand: 24. März 2021). Häufig werden diese Toten als reine Fallzahlen und Statistiken mitgeteilt. „Hinter jeder Zahl stehen jedoch Menschen mit ihren Angehörigen, Freundinnen und Freunden, Menschen mit ihren Geschichten und Erlebnissen. Jede Zahl bringt so vieles mit sich: Hoffnung, Verzweiflung, Trauer, Wut, Liebe und Dankbarkeit“, so Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst. In diesem Sinne soll an die Verstorbenen online erinnert werden und der Dank an die Helfenden auf diese Weise sichtbar gemacht werden.

Mehr unter www.jupf.de und hier auf der Aktionsseite

 

Zentrales interreligiöses Gedenken in Köln am 21. September

 

Die Initiative des Bundespräsidenten für einen bundesweitern Gedenktag für die Corona-Opfer wurde von der ACK Köln, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, in Absprache mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker in den Kölner Rat der Religionen eingebracht. Dahinter stand die gemeinsame Überzeugung, dass ein Gedenken in Köln interreligiös gestaltet sein sollte. Reker hat zudem den Vorsitz im Rat der Religionen, einer gemeinsamen Initiative der Stadt und der Religionsgemeinschaften in Köln.

Aufgrund der geltenden Infektionsschutzbestimmungen, die zudem verdeutlichten, dass die Pandemie keineswegs beendet sei, habe der Rat der Religionen entschieden, nicht den 18. April für ein gemeinsames Gedenken vorzusehen, sondern das jährlich stattfindende „Gebet der Religionen“ am Dienstag, 21. September, dafür zu nutzen. Wir werden Sie rechtzeitig über alles Weitere informieren.

  

„Woche für das Leben“ vom 17. bis 24. April

13. April 2021; ksd

Bonn (dbk). „Die Corona-Pandemie verlangt unserer Gesellschaft viele Maßnahmen sozialer Distanz ab. Sie sind notwendig, um Leben zu schützen und machen umgekehrt bewusst, wie unerlässlich die Begleitung verletzlicher Menschen ist“, heißt es in der Einladung zur ökumenischen „Woche für das Leben“, die vom 17. bis 24. April stattfindet. Die Sorge um schwer kranke und sterbende Menschen steht im Mittelpunkt der diesjährigen Aktionswoche der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Unter dem Motto „Leben im Sterben“ widmet sich die Woche den seelsorglichen, medizinischen und ethischen Aspekten einer menschenwürdigen Sterbebegleitung. „Die Aufklärung über die vielfältigen Möglichkeiten der Hospiz- und Palliativversorgung nimmt im Kontext der aktuellen Debatte um den assistierten Suizid einen besonderen Stellenwert ein“, so die Veranstalter. 

 

Eröffnungsgottesdienst im Livestream

 

Zum Auftakt findet am Samstag, 17. April, um 10.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Augsburger Dom statt. Er wird von Bischof Dr. Georg Bätzing (Vorsitzender der DBK), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm (Ratsvorsitzender der EKD) sowie Regionalbischof Axel Piper (Kirchenkreis Augsburg) und Bischof Dr. Bertram Meier (Augsburg) gefeiert.

Der ökumenische Gottesdienst wird auf verschiedenen Seiten live übertragen: 

 

Internetseite Woche für das Leben: www.woche-fuer-das-leben.de

 

Facebookseite der Deutschen Bischofskonferenz: https://www.facebook.com/dbk.de 

 

Facebookseite des Bistums Augsburg: https://www.facebook.com/bistumaugsburg

 

Internetseite des Bistums Augsburg: www.bistum-augsburg.de

  

ZOOM-Konferenz mit Diskussion

Nach dem Gottesdienst folgt um 12 Uhr eine digitale Zoom-Konferenz mit Vertretern aus Kirche, Politik und Wissenschaft, die unter dem Thema „Leben im Sterben – und wie?! Perspektiven im Gespräch“ steht. Der Bayerische Staatsminister für Gesundheit und Pflege, Klaus Holetschek, spricht ein Grußwort. Professorin Dr. Claudia Bausewein, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin der Universität München, führt in das Thema ein. 

Ethische und seelsorgliche Perspektiven diskutieren Professor Dr. Frank Ulrich Montgomery (Vorstandsvorsitzender des Weltärztebundes), Weihbischof Dr. Anton Losinger (Mitglied im Bayerischen Ethikrat) und Professor Dr. Traugott Roser (Professor für Praktische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster). Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Ursula Heller vom Bayerischen Rundfunk.

 

Interessierte können sich bis Donnerstag, 15. April, 12 Uhr, anmelden über www.woche-fuer-das-leben.de

 

Die Woche für das Leben findet zum 26. Mal statt. Seit 1994 ist sie die ökumenische Initiative der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland zur Anerkennung der Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit des menschlichen Lebens in allen Phasen. Die Aktion, die immer zwei Wochen nach Karsamstag beginnt und eine Woche dauert, will jedes Jahr Menschen in Kirche und Gesellschaft für die Würde des menschlichen Lebens sensibilisieren.

 

Unantastbare Würde des Menschen

 

Im Vorwort zum Themenheft der diesjährigen Woche für das Leben schreiben Bätzing und Bedford-Strohm: „Wir wollen noch konsequenter als bisher einen bedarfsgerechten Ausbau der palliativen und hospizlichen Begleitung sowie eine umfassende Kultur des Lebens in unserer Gesellschaft fördern.“ Die Kirchen tragen eine gemeinsame Verantwortung mit vielen anderen Akteuren der Hospiz- und Palliativversorgung, die davon überzeugt sind, dass Menschenwürde mit dem Schutz des Lebens einhergeht: „Der Mensch (ist) in jeder Phase seines Lebens von Gott und von uns als Christinnen und Christen angenommen. Gott hat den Menschen nach seinem Bild geschaffen. Aus der Gottebenbildlichkeit des Menschen folgt für uns Christen seine unantastbare Würde, die uns verpflichtet, für den Schutz jedes menschlichen Lebens einzutreten. Dazu gehört es, Kranken und ihren Angehörigen in ihrer herausfordernden Situation beizustehen.“ Die Bischöfe betonen: „Diese Perspektiven möchten wir stark machen, gerade auch vor dem Hintergrund der sich in Deutschland zurzeit verändernden Gesetzeslage hinsichtlich des Lebensendes.“

 

Zur palliativen und seelsorglichen Begleitung von Sterbenden hat die Deutsche Bischofskonferenz aktuell auch ein Grundlagenpapier veröffentlicht.

 

  

„In Verbindung bleiben“: Bundesweiter Tag der Bahnhofsmission am 17. April

12. April 2021; ksd

Köln (bhm). Der bundesweite Tag der Bahnhofsmission am Samstag, 17. April, steht in diesem Jahr unter dem Motto „In Verbindung bleiben“. Fast klingt es paradox unter den Pandemie-Vorgaben mit Kontaktbeschränkungen und Distanz. Um so wichtiger ist es, Verbindungen zu halten. Mit Abstand und Maske können sich zurzeit vier Gäste und ein zusätzlicher „Notfall“ in der Kölner Bahnhofsmission an Gleis 1 aufhalten. Zur Ruhe kommen, sich aufwärmen, im Gespräch bleiben, weitergehende Unterstützung vermittelt bekommen – dieses Angebot im Zentrum der Stadt durch die gesamte Zeit der Pandemie hindurch aufrecht zu erhalten, ist ein Meilenstein in der mehr als 120-jährigen Geschichte der Bahnhofsmission Köln.

Darüber hinaus sind immer wieder Zweierteams der Bahnhofsmission im und rund um den Kölner Hauptbahnhof ansprechbar für die Anliegen der Menschen. Gut erkennbar an den blauen Westen geben sie Informationen, spenden Trost, haben ein offenes Ohr für die Menschen, so auch am Tag der Bahnhofsmission von 10 bis 16 Uhr.

Auch das Team der ökumenisch betriebenen Bahnhofsmission Köln bleibt untereinander in Verbindung. Aktuell sind 78 Ehrenamtliche konsequent digital im Austausch mit Hauptamtlichen, Honorarkräften, Freiwilligen und Praktikant*innen. Diese Verbindung ist Basis für die täglichen Öffnungszeiten in Präsenz von 9 bis 17 Uhr auf Gleis 1E.

Mehr unter www.bahnhofsmission-koeln.de

 

Katholikenausschuss und BDKJ engagieren sich gemeinsam für bezahlbaren Wohnraum

8. April 2021; ksd

Köln. Die Delegierten der Vollversammlung des Kölner Katholikenausschusses stärken dem Bund der katholischen Jugend (BDKJ) in der Stadt Köln mit einem einstimmigen Votum in seinem Vorhaben, Wohnen für junge Menschen bezahlbarer und lebenswerter zu machen. Die im BDKJ zusammengeschlossenen Jugendverbände fordern, dass „die katholische Kirche in Köln endlich bezahlbaren Wohnraum und damit Lebensraum für junge Menschen schafft“.

BDKJ-Vorstand Benjamin Heidkamp sagt dazu: „Wir sehen, dass unsere Kirche viele Immobilien besitzt und immer mehr Kirchen und Gebäude ungenutzt sind. Da muss es doch möglich sein, dass Kirche bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen schafft. Wir stellen uns kein klassisches Wohnheim, sondern einen Ort zum Leben vor: Mit Apartments, Co-Learning-Space, einer Bar, einer Kapelle und dass auch zwischendurch mal Seelsorger ansprechbar und vor Ort sind.“

 

„Breite Diskussion anstoßen“


„Wir erleben, dass junge Menschen immer höhere Preise für ihre kleinen Wohnungen zahlen müssen. Insbesondere im urbanen Raum. Das führt dazu, dass sie neben ihrem Studium oder der Ausbildung viele Stunden arbeiten müssen. Und das zum Leidwesen von ihrem Studium oder auch ihrem Ehrenamt in Kirche. Wenn Wohnen und Ehrenamt sich gegenseitig ausspielen, dann läuft etwas ziemlich schief. Da müssen und wollen wir etwas ändern!“, ergänzt Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschusses in der Stadt Köln.

Der Kölner Laienzusammenschluss nimmt sich vor konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten und eine breite Diskussion im Erzbistum Köln anzustoßen. Auch möchten die Katholiken die Kölner Kommunalpolitik in die Pflicht nehmen. In seiner Vollversammlung hat das Gremium einen entsprechenden Beschluss gefasst unter dem Titel „Die Kirche, ein Haus für junge Christen – auch zum Wohnen“. Im Wortlaut:

Der Vorstand des Kölner Katholikenausschuss und seine Mitglieder setzten sich auf verbandlicher und Pfarrei-Ebene dafür ein, dass jungen Menschen in Ausbildung und Studium bezahlbarer kirchlicher Wohn- und Lebensraum zur Verfügung gestellt wird.

Der Katholikenausschuss 
– erarbeitet mit seinen Mitgliedern konkrete Lösungsansätze für das Kölner Stadtdekanat und prüft zusammen mit dem Kölner Stadtdekanat die Umsetzung dieser. Hierbei sollen Möglichkeiten wie gemeinschaftliches Wohnen in Wohnheimen als auch die Möglichkeit von Mehrgenerationen Wohnen geprüft werden.

– bringt das Anliegen zeitnah in den Diözesanrat ein und stößt zusammen mit seinen Mitgliedern im Kölner Erzbistum eine breite Diskussion zu der Frage an: Wie können wir im Erzbistum Köln jungen Menschen attraktiven Lebensraum anbieten.

– sucht weitere Bündnispartner aus der Kirche in Köln wie die Hochschulgemeinde und die Jugendkirche für dieses Anliegen.
– setzt sich in der Kölner Stadtpolitik für bezahlbaren Wohnraum ein.


Die Mitglieder des Kölner Katholikenausschusses
– bringen sich aktiv mit Ihrer Expertise bei der Erarbeitung von Lösungsansätzen ein.
–nehmen sich in Ihrer Gemeinde, Pfarrei, Organisation oder Verband dem Thema an  und prüfen wie Sie das Thema unterstützen und nach Möglichkeit bei sich umsetzen können. Hierbei steht neben der Schaffung von Lebensraum für junge Menschen die 
Bezahlbarkeit im Mittelpunkt.

 

www.katholikenausschuss.de

 

Ein Ostergruß aus Frankreich an den Kölner Dom sowie Stadt- und Domdechant Robert Kleine

5. April 2021; ksd

Lille. Nicht nur in Zeiten der Pandemie sind tragfähige Bindungen und gute Beziehungen wichtig, doch gerade jetzt tut es vielen Menschen gut, sich miteinander und mit anderen Ländern verbunden zu wissen. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich sind ohnehin sehr besonders, daher ist auch die Freundschaft zwischen den Kathedralen von Köln und Lille ein besonderes Zeichen der Verbundenheit. Umso mehr freute sich daher der Kölner Stadt- und Domdechant Robert Kleine jetzt über einen Ostergruß aus Notre Dame de la Treille an ihn und den Kölner Dom. Auf der Facebook-Seite der französischen Kathedrale finden sich herzliche Ostergrüße an Msgr. Kleine, den Dom sowie alle Kölnerinnen und Kölner. Damit verbunden ist eine Botschaft der Hoffnung, dass nach dem Sturm (der Pandemie) die Sonne wiederkommt. Und nicht zuletzt, dass im Licht der Auferstehung Christi neues Leben möglich ist. Kleine: „Ich freue mich sehr über die Ostergrüße aus Frankreich und unsere Kathedral-Freundschaft. Ich sende von Herzen meine Grüße und Osterwünsche zu den Freundinnen und Freunden in Lille. Uns eint die Freude und die Hoffnung, dass Christus auferstanden ist und mit ihm alles Leben neu wird. Halleluja!”

 

Lille und Köln verbindet eine Städtepartnerschaft.

 

„Unsere Mitmenschen haben Zuversicht verdient“: Stadtdechant Robert Kleine ruft an Ostern zu Solidarität und Nächstenliebe auf

4. April 2021; ksd

Köln. Mit einer Botschaft der Hoffnung und einem Appell für Solidarität, gerade auch in der Corona-Krise, hat sich Kölns Stadtdechant Robert Kleine in der Osternacht an die Gläubigen gewandt. Seit einem Jahr ist die Welt von einer „uns bis dahin unbekannten Krise“ geprägt, so Msgr. Kleine. Menschliches Leid und wirtschaftliche Not der Corona-Pandemie haben viele Menschen auch in eine persönliche Krise gestürzt. Aktuell stünden jedoch in unserer Gesellschaft Solidarität, das Mittragen des Anderen und das Füreinander sorgen „auf der Kippe“, nimmt der Stadtdechant wahr. Die Osterbotschaft lade dazu ein, nicht auf den eigenen Nutzen zu schauen und nicht Egoismus walten zu lassen, sondern sich zum Nächsten hin zu orientieren. Aufeinander achten und füreinander da sein – und das in weltweiter Solidarität, lautet Kleines Appell.


Keine Impfdrängler

Es solle keine Impfdrängler geben, sondern es gelte, zuerst die Schwachen in den Blick zu nehmen. Die Corona-Pandemie und ihre Folgen seien eine globale Herausforderung. „Wir müssen erkennen: nicht wir in Europa oder in Deutschland sind das Maß aller Dinge, sondern es ist die eine Menschheitsfamilie“, machte Kleine in seiner Predigt in der Kirche der Kölner Stadtpatronin, St. Ursula, deutlich. Solidarität, Liebe und Achtsamkeit seien notwendig, damit „wir im kommenden Jahr sagen können: wir haben es gemeinsam überwunden in der großen Gemeinschaft der Menschheitsfamilie“ .

 

„Wer liebt, gibt keinen auf“

Die größte Gefahr im Leben sei es, durch Angst und Sorge gelähmt zu sein. Eine christliche Lebenshaltung sei jedoch dadurch geprägt, dass Hoffnung immer stärker sei als Angst und Sorge. Dazu wolle die Botschaft von Ostern ermutigen. „Dieses Fest feiert die Auferweckung des Gekreuzigten, den Triumph des Lebens über den Tod, den Sieg der Hoffnung über die Angst“, so Kleine. Dass Gott auch am Grab bei uns Menschen sei, sei keine billige Vertröstung. Der Kölner Stadtdechant übersieht dabei nicht die, an die es aktuell besonders zu denken gilt: „Menschen, die erkrankt sind, Menschen, die einen geliebten Menschen auf der Intensivstation liegen oder sogar verloren haben“. Viele Menschen gehen durch eine Zeit der Dunkelheit, so Kleine, die Wirtschaft, etwa die Gastronomen, Kulturschaffenden oder die in der Reisebranche Tätigen. „Eltern gehen durch Dunkelheit vor Sorge um ihre Kinder, in den Kitas, in den Schulen.“
Und dennoch liege in der Botschaft des Oster-Evangeliums die Verheißung einer neuen Bewegung und neuen Perspektive: „Der Tod hat Jesus von Nazareth eben nicht im Grab festhalten können!“, betonte Kleine. Auch „wir haben eine Hoffnung, und wir können sagen, dass diese Krise gemeistert werden kann, wenn wir so zusammenstehen, wie die Menschen von Jesus angesteckt, von ihm begeistert sind“ und daraus eine tragfähige, lebendige Gemeinschaft geformt haben. Glaube, Hoffnung und Liebe seien die Summe der christlichen Existenz. „Wer glaubt, wer eine Hoffnung hat, lässt sich von Zuversicht bestimmen. Wer hofft, überlässt der Sorge nicht das letzte Wort. Wer liebt, gibt keinen Menschen auf – das ist der Geist von Ostern!“, so Stadtdechant Robert Kleine.


„Wir sind der Welt den Geist der Hoffnung schuldig"

„Unsere Mitmenschen haben auch Zuversicht verdient!“, betonte Kleine. Auch aus diesem Osterfest heraus, auch die, die nicht glauben oder den Glauben verloren haben, „dass wir sie mittragen im Gebet und in Solidarität“. Und weiter: „Wir Christen sind der Welt den Geist des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe schuldig. Auf den auferstandenen Christus darf sich ein Glaube richten, der auch den Stürmen standhält. Wir dürfen eine Hoffnung haben, die auch Steine aus dem Weg räumt – und scheinen sie noch so viral und gefährlich zu sein.“ Gottes Liebe wede, „wenn sie uns packt“, lebendig und wirksam, sagte der Kölner Stadtdechant. „Dann kann sie ausstrahlen, auch in unsere Gesellschaft.“

 

Hier lesen Sie Auszüge aus der Predigt von Stadtdechant Robert Kleine.

 

  

Stadtdechant Robert Kleine auf Radio Köln:

 

„Ostern ist ein Fest des Aufbruchs und der Ermutigung“

 

Zum zweiten Mal feiern Christinnen und Christen Ostern unter Corona-Bedingungen – dieses Mal allerdings wieder gemeinsam in den Kirchen. Coronakonform zwar ohne eigenes Singen und vieles mehr – dennoch können die Osterfreude und das Hallelua uns Menschen zu einem neuen Aufbruch ermutigen. Dazu lädt der Kölner Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine im Beitrag für „Himmel & Erde“ auf Radio Köln ein. Und er verrät, worauf er sich privat am zweiten Osterfeiertag freut.

 

„Ostern geht weiter“

 

Ostern endet nicht mit dem Abend des Ostermontags, sondern beginnt dann erst richtig. Warum die Osterbotschaft ein echter Mutmacher ist, erklärt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine in diesem Beitrag auf Radio Köln.

 

Was am Weißen Sonntag gefeiert wird

 

Am Weißen Sonntag wird in den Gemeinden traditionell die Erstkommunion gefeiert. In Corona-Zeiten muss anders gefeiert werden – aber alle Kölner Kommunionkinder und ihre Familien sollen dennoch ein schönes Fest erleben, verspricht Stadtdechant Robert Kleine auf Radio Köln. Darüber hinaus erklärt er im Beitrag, woher der Weiße Sonntag seinen Namen hat.

  

Ein Fest der Hoffnung: Osterbotschaft von Stadtdechant Robert Kleine (mit Video)

3. April 2021; ksd

Frohe Ostern! 

Mit diesem Ausruf wünschen wir uns gegenseitig gesegnete, schöne und fröhliche Ostertage.

 

Frohe Ostern?

Aber Ostern wird in diesem Jahr schon zum zweiten Mal nicht so fröhlich und unbeschwert sein, wie wir es gewohnt waren. War letztes Jahr das öffentliche Leben ganz heruntergefahren, gibt es jetzt immerhin zaghafte Schritte Richtung Normalität und wir können Ostern in unseren Kirchen vor Ort feiern (oder natürlich über Livestream mitfeiern).

 

Trotzdem: Frohe Ostern! 

Denn Ostern ist das größte und schönste Fest des Christentums: Jesus lebt; er hat den Tod überwunden und hat damit jeder und jedem von uns eine Hoffnung geschenkt: „Du bist nicht allein. Du bist ein Kind Gottes. Und wenn dein Lebensweg einmal endet, fällst du nicht in ein tiefes Nichts, sondern in die liebenden Hände Gottes!“ Und weil das so ist, brauchen wir keine Todesangst zu haben und auch keine Lebensangst.

Dafür stehen an Ostern viele Symbole: Das Ei wirkt von außen leblos, ja tot, bis das Küken die Schale durchbricht und das neue Leben ans Licht kommt. Bunte Ostereier erzählen, wie bunt, vielfältig und schön Gottes Schöpfung ist. Und die brennende Osterkerze erinnert an Jesus, der die Welt hell macht. Das Osterfeuer erleuchtet zuvor die dunkle Nacht, und die Segnung des Wassers erinnert an unsere Taufe, in der wir Kinder Gottes wurden. Auch die Natur feiert „Auferstehung“: aus scheinbar toten Ästen sprießt plötzlich frisches Grün. 

 

Weckruf Christi

Und durch die Sorgen, Ängste, Frustrationen und Ärger, von Corona bis zur Glaubwürdigkeitskrise der Kirche, erklingen an Ostern wie ein Weckruf das „Gloria, Ehre sei Gott in der Höhe!“ sowie das „ Halleluja – lobt Gott!“:

Seid solidarisch und seid ehrlich! Vertraut Gott und euren Nächsten! Und setzt selber alles daran, dass auch euch Vertrauen (neu) geschenkt wird!

 

In dem Sinne wünsche ich allen: Gesegnete und frohe Ostern! 

 

Msgr. Robert Kleine

Stadtdechant von Köln

  

Auferstehungskreuz von Gerd Winner

 

Der Liebenburger Künstler Gerd Winner, der zu den bedeutendsten Gegenwartskünstlern gehört, hat das Auferstehungskreuz für die Kirche St. Marien in Braunschweig geschaffen. Winner hat sich, gemeinsam mit seiner verstorbenen Frau, der Künstlerin Ingema Reuter, zeitlebens intensiv mit dem Thema des Kreuzes und der Passion Christi auseinandergesetzt. In das Kreuz für das Querumer Gotteshaus floß eine Christus-Darstellung des Renaissance-Künstlers Giotto ein.

Über sein Werk schreibt Winner: „Das Kreuz für St. Marien ist eine Symbiose aus Zeichen und Figuration für die Passion Christi. Das von oben herab nach unten ausgerichtete Dreieck in gelber Farbe mit dem Zentrum des Christusbildes ist zugleich ein Symbol für die Dreifaltigkeit Gottes. Das Zeichen verweist auf das Geschehen auf dem Opferaltar. In der Lichtfarbe ,gelb' deutet das Kreuz die Auferstehung Christi. Die Kreuzfiguration auf Chromnickelstahl reflektiert das Licht. Das Kreuz ist das Martyrium und die Auferstehung Christi. In den figurativen Deutungen der Passion Christi habe ich mit Ingema Reuter zusammengearbeitet. In der Befragung der künstlerischen Spiritualität setzte sie sich mit den historischen Energien des Glaubens in der Kunst Fra Angelicos und Giottos auseinander.“

  

„Wir können Krisen überwinden“: Videobotschaft von Kölns Stadtdechant Robert Kleine

 

Mitten in einer Pandemie und in der Glaubwürdigkeitskrise der katholischen Kirche sendet der Kölner Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine eine Botschaft der Hoffnung zu Ostern 2021. Er lenkt den Blick auf Maria Magdalena, die erste Zeugin der Auferstehung Jesu Christi und die Apostelin der Apostel. Sie kann uns Vorbild sein als ebenso glaubwürdige, authentische wie vertrauensvolle und überzeugende Zeugin des größten Wunders der Menschheit.

   

Internationales Gebet um Rückkehr zu Demokratie und Frieden in Burma (Myanmar)

30. März 2021; ksd

Köln (pek). Die Lage in Burma (Myanmar) spitzt sich weiter zu. Die Christen dort sind, wie alle anderen Religionen, vom Putsch der Militärjunta betroffen. Mehr als 230 Menschen sind bei den Protesten schon ums Leben gekommen. Die dort ansässigen NGOs und Hilfsorganisationen werden immer stärker bedrängt und von der Militärregierung gezwungen, alle finanziellen Transaktionen aus dem Ausland offenzulegen.

Kardinal Charles Maung Bo, der Erzbischof von Yangon in Myanmar und Vorsitzender der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen, hat einen eindringlichen Appell an die Weltkirche gerichtet mit der Bitte um Gebet und Solidarität. Die Bistümer Köln, Tokio, New York und Regensburg beantworten diese Bitte, indem sie gemeinsam den 1. April 2021, den Gründonnerstag, als besonderen Tag des Gebets für Burma ausrufen.

 

Brief der Solidarität an Kardinal Bo

 

Der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, hatte sich bereits am 15. März in einem persönlichen Brief an Kardinal Bo gewandt und ihm Unterstützung und Gebet zugesprochen: „Sie haben um das Gebet für Myanmar und vor allem für die Burmesen gebeten. Ich möchte Ihnen aus ganzem Herzen meine Verbundenheit zusichern und verspreche Ihnen, dass ich die Kirche Myanmars und die Menschen dieses Landes in mein Gebet einschließe“, so Woelki. Diese Zusage gelte für das ganze Erzbistum.

Im Rahmen der Gründonnerstagsliturgie wird an diesem Tag in den (Erz-)Bistümern Köln, New York, Tokio und Regensburg für die Menschen in Burma gebetet. „Möge Gott helfen, dass, Myanmar den Weg zu Demokratie und Freiheit zurückfindet und wieder das ,Goldene Land' wird, auf das die Burmesen so stolz sind. Ich werde auch unsere Gemeinden bitten, Myanmar in ihre Gebete aufzunehmen“, schrieb Woelki.

 

Appell von Papst Franziskus

 

Das Erzbistum schließt sich damit auch dem Anliegen des Papstes an. Franziskus hatte wiederholt – zuletzt bei der Generalaudienz am 17. März – die extrem schwierige Situation in Burma angesprochen. „Ich sehe mich unter großen Sorgen dazu veranlasst, nochmal auf die tragische Situation in Myanmar hinzuweisen, wo so viele Menschen – insbesondere junge Menschen – ihr Leben lassen, um ihrem Land eine Hoffnung zu geben.“

Die US-amerikanischen Bischöfe hatten sich seinem dringenden Appell angeschlossen, in dem sie „ eine Rückkehr zur Demokratie“ anmahnten. „Ich schließe mich unserem Heiligen Vater, Papst Franziskus, und meinen Mitbischöfen hier in den Vereinigten Staaten und auf der ganzen Welt und allen Menschen guten Willens an, um für ein friedliches Ende der gegenwärtigen Krise in Myanmar zu beten“, sagte Kardinal Timothy M. Dolan, Erzbischof von New York.

Der Erzbischof von Tokio, Tarcisio Isao Kikuchi, hatte in einem persönlichen Brief an die Bischöfe in Burma seine Gebetsunterstützung zugesagt: „Ich möchte Ihnen unser solidarisches Gebet zusichern, mit der Kirche von Myanmar, ihrer Rolle im Dienst an den Schwachen und ihrem Streben nach Frieden.“

 

Partnerschaft zwischen Regensburg und Burma

 

Das Bistum Regensburg finanziert seit 2001 ein Stipendienprogramm für junge Menschen aus Burma, weshalb enge Verbindungen zwischen Regensburg und Myanmar bestehen. Bischof Rudolf Voderholzer bittet alle Christen im Bistum Regensburg, sich den bedrängten Menschen an die Seite zu stellen: „ So viele Menschen in Myanmar verlieren gerade alles, was zu ihrem Leben gehört: Freiheit, den Schutz des Rechts und ihre Existenzgrundlage. Unser Gebet und unsere Anteilnahme sind für sie wie eine Quelle der Hoffnung und des Lebensmuts in einer Wüste der Gewalt, des Unrechts und dem Bangen, den nächsten Tag zu überleben. Ich bitte Sie alle, am Gründonnerstag und darüber hinaus für diese Menschen und mit ihnen zu beten.“

 

Eine Botschaft von Kardinal Bo können Sie hier nachlesen.

 

Fürbitten und Gebete finden sich auf der Internetseite des Erzbistums Köln.

 

DOMFORUM bietet ein neues Trauertelefon an

29. März 2021; ksd

Köln. Aufgrund der Corona-Pandemie muss der Offene Trauertreff im DOMFORUM pausieren. Um dennoch nicht ganz allein zu sein mit der Trauer, dem Schmerz und der Veränderung im Leben ohne den geliebten und nahestehenden Menschen, bietet das DOMFORUM  ab der Karwoche am Gründonnerstag, 1. April, immer donnerstags zwischen 17 und 19 Uhr persönliche Trauergespräche am Telefon an. Für die knapp halbstündigen Einzelgespräche mit einer Trauerbegleiterin kann man sich ab sofort im DOMFORUM telefonisch anmelden unter 0221 92584720 (Montag bis Freitag, 10 bis 12 Uhr, sowie Montag bis Donnerstag von 13 bis 15 Uhr.

 

Infos unter www.domforum.de und www.domforum.de/veranstaltungen/zuhause

Katholikenausschuss fordert nach Missbrauchsgutachten weitere Aufarbeitung – auch im Blick auf moralische Verantwortung

25. März 2021; ksd

Köln. Bei der ersten hybriden Vollversammlung des Katholikenausschusses in St. Michael am Brüsseler Platz, stand die Veröffentlichung des zweiten Missbrauchs-Gutachtens durch das Erzbistum Köln im Mittelpunkt. Dabei wurde nach lebhafter Diskussion ein Papier verabschiedet, das sich kritisch mit dem Stand der Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs und sexualisierter Gewalt an Minderjährigen und Schutzbefohlenen durch Kleriker oder sonstige Mitarbeitende des Erzbistums Köln in den Jahren von 1975 bis 2018 beschäftigt.

Der Katholikenausschuss in der Stadt Köln fordert in seiner Erklärung unter anderem eine weitergehende Aufarbeitung des Umgangs mit Missbrauchs, unter anderem auch der Rolle der Weihbischöfe und Geheimsekretäre. Darüber hinaus erwartet der Katholikenausschuss vom Erzbistum Köln „die Erarbeitung von Lösungen gegen Machtmissbrauch und Klerikalismus“ und das „ sofortige Einbeziehen dieser Themen in den Pastoralen Zukunftsweg“.

 

„Es fehlt eine Entschuldigung“

 

Kritik übt der Katholikenausschuss auch an der bislang fehlenden Auseinandersetzung mit der moralischen Verantwortung. Zudem fehle noch immer eine Entschuldigung seitens des Erzbistums und die Opfer würden zu wenig gehört. „Der Verweis auf eine verjährte oder nicht eindeutig nachweisbare strafrechtlich relevante Tat erscheint angesichts evidenten moralischen Versagens als Hohn für die Betroffenen. Hier ist zwingend die Stimme der Betroffenen zu hören.“

Die konkreten Forderungen des Katholikenausschusses reichen von der zügigen Einrichtung der unabhängigen Aufarbeitungskommission, die Kardinal Rainer Maria Woelki angekündigt hat, bis zur Meldung aller Fälle nach Rom, auch derer, die nach geltendem Recht als verjährt gelten. „Wir wünschen uns eine Kirche, die offen zu Fehlern und Verbrechen steht, deren klare Haltung zu sichtbarem und konsequentem Handeln führt, die sich gegenüber den Opfern angemessen und demütig verhält und einen glaubwürdigen Neuanfang wagt“, so der Katholikenausschuss.

 

Gegen Klerikaliskums: „Es gibt kein Hochwürden“

 

Kölns Stadtdechant Msgr. Robert Kleine, qua Amt Mitglied im Vorstand des Katholkenausschusses, nahm in der Vollversammlung zum Thema Kleriker Stellung. Klerikalismus gilt als einer der Gründe für die systemimmanenten Fehler und Versäumnisse beim Umgang mit sexuellem Missbrauch in der Kirche. „Priestertum hat nichts Abgehobenes“, so Kleine, der den heiligen Augustinus zitierte: „Ich bin für euch Bischof – und mit euch bin ich Christ.“ Und weiter: „Aus der Weihe heraus bin ich nichts Besseres. Es gibt kein Hochwürden.“ Die Auseinandersetzung mit Klerikalismus sei eine ganz wichtige, teilte Kleine die Meinung des Katholikenausschusses.

Stadtdechant Kleine wurde zudem persönlich und bekräftigte, dass auch er unter dem Thema Missbrauch und dem Umgang damit leide. Dass ihm die Schilderungen von Betroffenen sowie die Fehler und Versäumnisse der Amtskirche nahegehen, hatte Kleine bereits mehrfach erklärt. „Die Täter haben das Priesteramt in abgrundtiefer Weise pervertiert“, so Kleine in der Vollversammlung. Und mit Blick auf die Taten wurde er nochmals deutlich: „Es waren Verbrechen.“

 

Stadtdechant und Katholikenausschuss auf Radio Köln: Weitere Konsequenzen sind notwendig

 

Erste personelle Konsequenzen sind nach der Veröffentlichung des zweiten Missbrauchsgutachtens gezogen, ein erstes Maßnahmenpaket beschlossen. Der Aufarbeitungsprozess steht jedoch damit erst am Anfang, machen der Kölner Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine und der Vorsitzende des Katholikenausschusses in der Stadt Köln, Gregor Stiels, in einem Beitrag auf „Radio Köln“ deutlich. Stiels kritisiert etwa, dass wichtige Aufarbeitungsschritte wie eine moralisch-ethische Aufarbeitung versäumt wurden. Darüber hinaus vermisst er „liturgische Zeichen der Reue“. Zudem müssten die „monarchisch-absolutistischen Strukturen“ angegangen werden, so Stiels. Für Kleine ist klar, dass das Erzbistum Köln am Anfang eines langen Weges steht – und alles dafür tun muss, um das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen.

    

Stadtdechant Kleine auf Radio Köln: Raus aus der Karsamstagsstimmung, dem österlichen Halleluja entgegen / Audio mit Gruß zu Pessach

24. März 2021; ksd

Köln. Viele Menschen seien angesichts der Corona-Krise, aber auch angesichts der Krise in der Kirche in einer Karsamstagsstimmung. Auch er persönlich könne sich da nicht immer ausnehmen, so der Kölner Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine im Beitrag auf Radio Köln. Aber: „Es ist Ostern und es kann gelingen, dass wir nach vorne schauen“, so Kleine. „Wir können mit Christus den Weg gehen, dass wir wieder Vertrauen zurückgewinnen. Das kann uns in der Kirche nur geschenkt werden – und daran arbeiten wir an Ostern.“

In einem weiteren Beitrag auf Radio Köln erklärt der Kölner Stadtdechant, wie im zweiten Jahr Ostergottesdienste unter Corona-Bedingungen gefeiert werden.

 

Gruß an jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger

 

Juden feiern Pessach, Christen feiern Ostern. Warum das so ist, erklärt der Kölner Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine im Beitrag auf Radio Köln. Dabei sendet er einen Gruß an alle jüdischen Mitbürger*innen. In diesem Jahr feiert Deutschland 1700 Jahre urkundlich belegtes jüdisches Leben in Deutschland. Die Urkunde, die das nachweist, stammt aus Köln. Mehr zum Gedenk- und Jubiläumsjahr unter www.321.koeln

 

Karfreitagsbitten für einen Neuanfang in der Kirche und für von Corona Betroffene

 

In der Karfreitagsliturgie, die Msgr. Kleine in der „Stadtkirche“ der Kölner Patronin St. Ursula feierte, griff er eine moderne Variante der sogenannten großen Fürbitten auf, die im Bistum Trier entwickelt wurde. Dabei betete der Kölner Stadtdechant unter anderem für eine Erneuerung der Kirche, „die beschädigt und verraten vor den Menschen steht, die ihre Schuld und ihre Schwächen bekennt und um einen neuen Anfang ringt. Beten wir, dass Gott unserer Kirche wirklichen Frieden schenke mit den Menschen auf der ganzen Erde“.

Des Weiteren griff er die von der Deutschen Bischofskonferenz für die Corona-Zeit vorgeschlagene Fürbitte auf: „Lasst uns auch beten für alle Menschen, die in diesen Wochen schwer erkrankt sind; für alle, die in Angst leben und füreinander Sorge tragen; für alle, die sich in Medizin und in Pflege um kranke Menschen kümmern; für die Forschenden, die nach Schutz und Heilmitteln suchen, und für alle, die Entscheidungen treffen müssenund im Einsatz sind für die Gesellschaft, aber auch für die vielen, die der Tod aus dem Leben gerissen hat.“

 

„Die Kirche muss offen sein für Menschen jeder sexuellen Orientierung“

22. März 2021; ksd

Köln. Seit der Vatikan, genauer die Glaubenskongregation, der Segnung gleichgeschlechtlicher Paare eine erneute Absage erteilt hat, wird nicht nur innerhalb der deutschen Kirche diskutiert, wie in der Pastoral weiter mit homosexuellen Paaren umgegangen werden kann und sollte. Viele Bischöfe, darunter der Präsident der europäischen Bischofskonferenzen, Kardinal Jean-Claude Hollerich, fordern einen anderen Umgang der Kirche mit homosexuellen Menschen. Auch viele Verbände und Laiengremien haben sich entsprechend positioniert. Kölns Stadtdechant Msgr. Robert Kleine lenkt in einem viel beachteten Beitrag in den Sozialen Medien den Blick darauf, dass Gott jeden Menschen vorbehaltlos liebt:

„Jeder Mensch soll mit seiner eigenen Identität leben und das Glück erfahren können, das Gott für uns Menschen will. Davon bin ich fest überzeugt. Darum muss die Kirche offen sein für Menschen jeder sexuellen Orientierung. Und wenn Gott jeden Menschen vorbehaltlos liebt, weil er selbst die Liebe ist, und wenn es zutiefst dem Willen Gottes entspricht, dass Menschen füreinander da sind, füreinander Sorge tragen, einander vertrauen und sich anvertrauen, dann ist für mich nur vorstellbar, dass Gott zwei Menschen, die einander lieben, mit liebenden Augen ansieht und segnet.“

 

 

#NoMoreEmptyPromises: „Churches for Future“ rufen zu Solidarität auf und laden zum Mitmachen ein

19. März 2021; ksd

Hamburg/Berlin. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen weltweit sind auch Kirchen und kirchliche Einrichtungen als „Churches for Future“ Teil des breiten Bündnisses, das die Forderungen von „Fridays for Future“ nach echter Klimagerechtigkeit sowie sofortigem und konsequentem Handeln der Politik unterstützt. Unter #NoMoreEmptyPromises („Keine leeren Versprechungen mehr“) finden am 19. März in vielen Städten Aktionen statt.

Mitglieder des Ökumenischen Netzwerks Klimagerechtigkeit haben „Churches for Future“ initiiert, mehr als 80 Landeskirchen, kirchliche Einrichtungen, Dienste und Werke haben diesen Aufruf bereits unterzeichnet. Dort heißt es: „Seit vielen Jahren setzen auch die Kirchen sich für Klimagerechtigkeit ein, aber wir bekennen, dass auch wir noch zu wenig tun und nicht konsequent genug sind in der Umsetzung unserer eigenen Forderungen. Wir beziehen daher den Ruf der jungen Menschen zur Umkehr auf uns und nehmen ihn ernst. Er erinnert uns an Kernaussagen des christlichen Glaubens zur Bewahrung der Schöpfung und zur Solidarität mit unseren Nächsten.“ 

 

Forderungen an die Politik vor der Bundestagswahl

 

Unter dem Motto: „Wir sind viele und können Veränderung – Kirchen und Klimagerechtigkeit“ haben die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner von „Churches for Future“ ein Video zur Mobilisierung produziert und laden gemeinsam mit den „Christians For Future“ alle Christinnen und Christen ein, selbstkritisch zu sein, sich für Klimagerechtigkeit einzusetzen und die Anliegen des Klimastreiks aktiv und laut zu unterstützen.

Bundesweit beteiligen sich Kirchengemeinden und kirchliche Initiativen am 19. März mit verschiedenen Aktionen wie Andachten, dem Läuten von Kirchenglocken und musikalischen Beiträgen. Mit diesen Aktionen richten die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner von „Churches for Future“ den Blick auch schon auf die kommende Bundestagswahl. Sie erwarten von Parteien und politischen Akteuren, Klimagerechtigkeit in den Fokus der Wahlprogramme, des Wahlkampfes und des Handels zu stellen und die Dringlichkeit zur Umkehr aufzuzeigen.

Das Katholische Stadtdekanat Köln ist Mitglied bei „Churches for Future“.

 

Standpunkte

Sabine Minninger, Referentin für Klimapolitik bei „Brot für die Welt“: 

„Alle sind von der Klimakrise betroffen, doch leiden die Menschen des Globalen Südens, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben, überproportional stark unter Folgen wie Meeresspiegelanstieg und Stürme. Es ist Zeit zum Handeln! Es muss unser Ziel sein, Menschen nicht nur zu den Streiks zu mobilisieren, sondern sie langfristig für den Einsatz für eine klimagerechtere Welt zu gewinnen.“ 

 

Kathrin Schroeder, Referentin für Energiepolitik beim katholischen Werk für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR:

„Deutschland muss seine Anstrengungen beim Klimaschutz steigern, um einen fairen Anteil zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf maximal 1,5°C zu leisten. Wir brauchen eine echte Umkehr hin zur treibhausgasneutralen Wirtschaft und erachten daher ein neues Klimaziel von minus 70 Prozent bis 2030 für angemessen, um deutlich vor 2050 treibhausgasneutral werden zu können.“  

 

Christoph Furbach, Referent für Weltkirchliche Aufgaben im Bistum Speyer:

„Wir brauchen ein komplexes Umdenken und neue Leitbilder. So engagieren wir uns für ein „Gutes Leben. Für Alle!“. Damit verbunden sind Fragen wie: Was ist wirklich wichtig im Leben? Wie erreichen wir ein gutes Leben für alle Menschen und Mitgeschöpfe auf unserer einen Erde? Diese Fragen sind zentral für die Kirchen heute. Dazu gehört auch der Aufruf zum Umdenken und Umkehren an alle im globalen Norden, die noch auf Kosten der Menschen im globalen Süden, von zukünftigen Generationen und unserer Natur leben. Dieser Ruf zur Umkehr gilt auch uns selbst in den Kirchen. Wir wollen aufzeigen, dass ein Leben innerhalb der planetarischen Grenzen reich, sinnstiftend und erfüllend sein kann.“ 

 

Mehr unter www.kirchen-fuer-klimagerechtigkeit.de

  

„Es geht um Menschen, nicht um Aktenzeichen“: Stellungnahme von Stadtdechant Kleine zur Vorstellung des Kölner Missbrauchs-Gutachtens

18. März 2021; ksd

Foto: © Katholisches Stadtdekanat Köln

Köln. Am Donnerstag, 18. März 2021, hat die Kölner Kanzlei Gercke-Wollschläger ihr Gutachten zum Umgang mit sexuellem Missbrauch im Erzbistum Köln vorgestellt sowie an Kardinal Rainer Maria Woelki und Peter Bringmann-Henselder vom Betroffenenbeirat des Erzbistums übergeben. Das Katholische Stadtdekanat Köln veröffentlicht dazu eine Stellungnahme von Stadtdechant Msgr. Robert Kleine. Im Wortlaut:

 

Ich begrüße die heutige Veröffentlichung des Gutachtens der Kanzlei Gercke-Wollschläger. Nach seinem Amtsantritt als Kölner Erzbischof hatte Kardinal Woelki eine solche juristische Aufarbeitung der Missbrauchsfälle angekündigt und in Auftrag gegeben. Mit dem heutigen Tag ist diese Zusage für die Jahre 1975-2018 umgesetzt. Dies ist ein weiterer und wichtiger Schritt des Aufarbeitungsprozesses und der Prävention im Erzbistum Köln.

Bei allen Befassungen mit der Missbrauchsthematik müssen immer die Betroffenen im Vordergrund stehen. Die furchtbaren Verbrechen wurden von Tätern verübt und von deren Vorgesetzten – wie jetzt von den juristischen Gutachtern eindeutig belegt – zu häufig nicht verfolgt, sondern stattdessen oft verharmlost und vertuscht. Doch verübt wurden diese Verbrechen an Kindern und Jugendlichen. Mehr als die Hälfte dieser Opfer waren unter 14 Jahre alt. Sie leiden auch nach Jahren und Jahrzehnten psychisch und physisch unter dem ihnen angetanen sexuellen Missbrauch. Oft ist ihr ganzes Leben und das ihrer Angehörigen dauerhaft beeinträchtigt. Darum möchte ich nochmals betonen: Es geht nicht um Aktenzeichen; es geht in jedem einzelnen Fall um konkrete Menschen, denen in unserem Erzbistum sexualisierte Gewalt bis zur Vergewaltigung angetan wurde! 

Nur durch Gerechtigkeit für die von Missbrauch Betroffenen kann kirchlicherseits Vertrauen zurückgewonnen werden. Maßstab allen Handelns und der nächsten Schritte muss es daher sein, dass die Kirche von Köln die Opfer stärker als bisher in den Blick nimmt, auf sie hört und mit ihnen an der Aufarbeitung und Prävention arbeitet.

Es erschreckt mich immer wieder, dass in den zurückliegenden Jahrzehnten ­– aktenkundig und nunmehr gutachterlich bestätigt – Missbrauchsfälle im Erzbistum Köln von den Verantwortlichen nicht ausreichend und konsequent verfolgt wurden. Das Ausmaß der Fahrlässigkeit und offenbar systemimmanenten Unterlassung scheint nach einem ersten, naturgemäß flüchtigen Einblick in das heute vorgestellte Gutachten weit größer zu sein, als ich mir das vorstellen konnte.

Es ist für mich nur folgerichtig, dass bereits am heutigen Tag persönliche Konsequenzen gezogen wurden, auch wenn ich mir diese bereits zu einem früheren Zeitpunkt des Aufklärungsprozesses gewünscht hätte. Zudem muss der juristischen Aufarbeitung des bisherigen Umgangs mit Missbrauchsfällen – wie auch von den Gutachtern der Kanzlei Gercke-Wollschläger bei der Vorstellung der Untersuchung deutlich gemacht – eine moralische Bewertung des Verhaltens der Verantwortlichen folgen. Ich erwarte, dass auch aus dieser moralisch-ethischen Aufarbeitung im Erzbistum Köln Konsequenzen gezogen werden.

Ebenso müssen die bereits von der im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz 2018 veröffentlichten MHG-Studie angesprochenen übergreifenden Themen „Machtmissbrauch, Sexualmoral und priesterliche Lebensform“ weiter interdisziplinär in unserem Bistum und auf dem Synodalen Weg diskutiert und beraten werden.

 

Info: 

Das von der Kanzlei Gercke-Wollschläger vorgestellte Gutachten trägt den Titel „ Pflichtverletzungen von Diözesanverantwortlichen des Erzbistums Köln im Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs von Minderjährigen und Schutzbefohlenen durch Kleriker oder sonstige pastorale Mitarbeitende des Erzbistums Köln im Zeitraum von 1975 bis 2018. Verantwortlichkeiten, Ursachen und Handlungsempfehlungen.“

Der Titel der von der Deutschen Bischofskonferenz beauftragten und 2018 vorgestellten MHG-Studie lautet „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“.

 

Mehr Informationen unter www.erzbistum-koeln.de

 

Im Beitrag auf Radio Köln bekräftigt Stadtdechant Robert Kleine, dass der juristischen eine moralische Aufarbeitung folgen muss. Erst danach kann die Kirche gemeinsam mit den Menschen nach vorne schauen, „auf Augenhöhe, nicht von oben herab“.

 

Zu Jahresbeginn hatte sich der Kölner Stadtdechant in mehreren Interviews klar für Konsequenzen aus der Aufarbeitung des Missbrauchs ausgesprochen und dafür von vielen Gläubigen, aber auch aus dem binnenkirchlichen Umfeld positive Resonanz und Dankbarkeit erfahren.

  

Schweigegang der Kölner Männer nach Kalk am 20. März als digitales Angebot – Erster Pilgergang vor 90 Jahren

17. März 2021; ksd

Köln (ksd). Der traditionelle Schweigegang der Männer im Stadtdekanat Köln, findet am Samstag, 20. März, coronabedingt digital statt. Auf der Website www.schweigegang.de wird es Impulstexte und Videos geben, unter anderem vom Kölner Stadtdechanten Msgr. Robert Kleine und vom katholischen Stadtmännerseelsorger Pfarrer Bernd-Michael Fasel. Auch Schwester Christina Klein, Leiterin der Katholischen Wohnungslosenseelsorge „Gubbio“ hat einen Impuls verfasst. Die Beiträge sind ab Freitag, 19. März, abrufbar.

 

„Habt keine Angst, verliert nicht den Mut“

 

Stadtdechant Robert Kleine stellt in seinem Impuls das Kreuz und die Passion, das Leiden und Sterben Christi, in den Mittelpunkt. Jesu Sterben und Tod bedeuteten kein Scheitern und keine Katastrophe, so Kleine. „Denn hier kommt Gott zum Zug, dieser Gott, der stärker ist als der Tod, stärker als alles Böse und der selbst noch im Tod, in Kreuz und Leid, Leben und Fülle hervorbrechen lassen kann.“

Die Botschaft laute nicht: „Ihr müsst euch unbedingt Kreuz und Leid suchen! Sie heißt auch nicht: Macht es euch nur nicht zu leicht in eurem Leben! Und sie heißt vor allem nicht: Seid froh, wenn es euch schlecht geht!“, betont der Stadtdechant. Die klare Botschaft sei vielmehr: „Habt keine Angst, wenn euch ein Kreuz trifft! Verliert nicht den Mut, wenn für euch das Leben schwer wird. Denn da ist einer, in dessen Augen nichts verloren geht, was gut ist – und der keinen ins Nichts versinken lässt, denn da ist Gott.“

Stadtdechant Robert Kleine ermutigt die Menschen, sich für andere, füreinander solidarisch einzusetzen: „Wenn ihr die Möglichkeit habt, für andere zu leben, und mit all dem, was ihr habt, anderen zu helfen, dann fragt nicht: Was kostet mich das? Wieviel verliere ich jetzt dabei? Tut es und vertraut darauf: Das bringt Frucht! Das lohnt sich!“

 

„Das Leben gewinnen“

 

Der Schweigegang steht in diesem Jahr unter dem Leitwort „Das Leben gewinnen“, das sich auf das Evangelium des fünften Fastensonntags bezieht (Joh 12,20-33). Alljährlich führt der Pilgergang von verschiedenen links- und rechtsrheinischen Kirchen im Stadtdekanat aus zur Gnadenkapelle in Kalk; nach einer gemeinsamen Statio (eine Form der Kurzandacht) geht es dann (normalerweise) gemeinsam zu einem festlichen Abschlussgottesdienst in den Kölner Dom.

 

Erster Pilgergang vor 90 Jahren

 

Die erste Wallfahrt dieser Art, initiiert von Priestern und Laien – vor allem von dem von den Nationalsozialisten später verfolgten und zeitweise im KZ festgehaltenen Jesuiten-Pater Josef Spieker – fand in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag 1931 statt. Es war eine Zeit, die geprägt war von großer Armut, Hoffnungslosigkeit und politischen Wirren. Mit dem vorösterlichen Bußgang sollte die Gottesmutter um ihre Fürsprache und Hilfe gebeten werden. An der ersten Bußwallfahrt nahmen 7000 Männer teil, im folgenden Jahr waren es bereits 18.000, unter ihnen der damalige Kölner Oberbürgermeister und spätere Bundeskanzler Konrad Adenauer. 

 

Ein Vorbild für heute: Heribert von Köln – Videobotschaft von Stadtdechant Robert Kleine

16. März 2021;

Köln. Köln feiert in diesem Jahr 1000 Jahre Heribert von Köln. Warum der frühere Erzbischof, der von 999 bis 1021 amtiert hat, auch heute noch aktuell ist und uns ein Vorbild sein kann, erklärt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine in seiner Videobotschaft.

Bis zum 16. März 2022 feiert die katholische Kirche in Köln gemeinsam mit ihren griechich-orthodoxen Glaubensgeschwistern und Kooperationspartnern das Gedenk- und Jubiläumsjahr „ 1000 Jahre Heribert von Köln“. Es steht unter dem Leitwort „Gerechtigkeit. Macht. Frieden.“

 

Weitere Videos gibt es auf der Jubiläumswebsite.

Alle Infos zum Heribertjahr unter www.heribert1000.de

 

MISEREOR-Fastenaktion 2021: Hilfe für Menschen in Bolivien

16. März 2021; ksd

Aachen. „Es geht! Anders.“ lautet das Leitwort der diesjährigen Fastenaktion von MISEREOR. Am Sonntag, 21. März, und am Vorabend wird bundesweit in allen Gottesdiensten für Menschen in Bolivien gesammelt, die sich besonders für die Rechte der indigenen Bevölkerung einsetzen. Corona hat die Situation auch in dem südamerikanischen Land verschärft. „2021 gestalten wir zum zweiten Mal die Fastenzeit unter Corona-Bedingungen. Hunger, Konflikte und Katastrophen werden seit über einem Jahr durch die Pandemie verschärft. Deshalb bitten wir Sie dringend, die Botschaft in Ihre Gemeinden zu tragen: MISEREOR braucht die Fastenspenden“, schreibt das Hilfswerk.

 

Aufruf der deutschen Bischöfe

 

Auch die deutschen katholischen Bischöfe appellieren in ihrem Aufruf zur Aktion dringend an die Hilfsbereitschaft und Solidarität der Menschen: „Was wir während der Corona-Pandemie in unserem Alltag erleben, gilt auch weltweit: Wir brauchen den sozialen Zusammenhalt. Wo Menschen aufeinander achten und füreinander einstehen, da kann Zukunft gelingen. Wir sind dringend auf einen Lebensstil angewiesen, der vom Respekt vor jedem Menschen und vor Gottes Schöpfung geprägt ist.

Die diesjährige MISEREOR-Fastenaktion steht unter dem Leitwort ,Es geht! Anders.' Sie stellt Menschen in den Mittelpunkt, die gemeinsam mit indigenen Gemeinschaften in Bolivien eine bessere Zukunft auf den Weg bringen. Sie passen die Landwirtschaft der Vielfalt des Amazonas-Regenwaldes an. Das Zusammenleben gestalten sie im Einklang untereinander und mit der Schöpfung. Sie leben die Vision: „Es geht! Anders.“

Doch der Lebensraum der indigenen Völker wird bedroht – durch die wirtschaftlichen Interessen der Agrarindustrie, durch Bergbau und Gasförderung.

Deshalb: Stellen wir uns an die Seite der Menschen in Bolivien und andernorts! Gestalten wir gemeinsam die Fastenzeit als eine Zeit der Umkehr. Streben wir nach mehr globaler Gerechtigkeit – sozial und ökologisch. Teilen wir mit den Menschen im Globalen Süden unsere Hoffnungen, unsere Gebete und unser Engagement.

Herzlich danken wir Ihnen auch für Ihre großherzige Spende für MISEREOR.“

 

Spendenkonto:

Pax-Bank Aachen

IBAN: DE75 3706 0193 0000 1010 10

BIC: GENODED1PAX

 

Alle Infos und Materialien finden Sie auf der Aktionswebsite sowie unter www.misereor.de

 

Nicht von einer kleinen Herde der Rechtgläubigen träumen: Bischof Kohlgraf zur Eröffnung des Heribertjahres mit klarer Botschaft

14. März 2021; Hildegard Mathies

Köln. „Die Suche nach einer zeitgemäßen, gottgewollten, wirklich einladenden geistlichen und menschenfreundlichen Form der Kirche möge uns verbinden.“ Diesen Wunsch hat der Mainzer Bischof Dr. Peter Kohlgraf zur Eröffnung des Gedenk- und Jubiläumsjahres „1000 Jahre Heribert von Köln“nach Köln gesandt. Kohlgraf wollte den Eröffnungsgottesdienst in St. Heribert, Köln, zelebrieren, musste aber wegen einer Corona-Erkrankung in seinem Umfeld absagen. Seine Predigt, in der es unter anderem um Kirche, Macht und Erneuerung ging, verlas Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine . Das Katholische Stadtdekanat Köln ist Träger des Jubiläumsjahres, das unter dem Leitwort „ Gerechtigkeit. Macht. Frieden. 1000 Jahre Heribert von Köln“ steht.

 

Ton in der Kirche oft unbarmherzig, lieblos und bitter

 

Der Ton in der Kirche sei oft „unbarmherzig, lieblos und bitter“, so Kohlgraf, der selbst aus Köln stammt. Er begegne heute in der Kirche zwei Extremen, erklärte der Mainzer Bischof: „Zum einen der Versuchung zu meinen, wir erfinden alles neu, auch in der Kirche; zum anderen der Haltung, Tradition sei ausschließlich eine Art Museum, in dem wir Überliefertes unveränderlich bestaunen.“ Der heilige Heribert (um 970-1021) würde sich „über manche Dummheit von ,rechts‘ und ,links‘ in der Kirche und auch über manche Ängstlichkeit sehr wundern“. Tradition und Zeitgeist zusammen zu denken und voneinander zu lernen, wäre Heriberts Anfrage an die Kirche von heute. „Heribert hätte sich wohl sehr geärgert über Tendenzen, von einer kleinen, reinen Herde der Rechtgläubigen zu träumen“, betonte Kohlgraf.

 

Die Kirche ist kein Verein

 

In der Kirche werde viel über Macht gesprochen. „Das ist gut und sinnvoll“, sagte Kohlgraf. Man könne dies in gesellschaftswissenschaftlichen und psychologischen Kategorien tun. „Heribert erinnert uns, auch mich als Bischof, an eine ganz andere Instanz“, machte Kohlgraf deutlich: „Am Ende werde ich als Bischof Rechenschaft ablegen müssen über mein Leben und meine Amtsführung vor einem höheren Richter. Er allein ist der Herr, nicht der Bischof.“

Es komme auf die Lebensrelevanz des Glaubens an, machte Kohlgraf deutlich. „Kirche ohne Gott, ohne den Himmel, ist nicht denkbar, schon gar nicht sinnvoll. Kirche ist aber ebenfalls etwas völlig anderes als ein Verein, in den man eintritt oder nach Bedarf austritt.“ Der heilige Heribert hätte sich „über manche ausschließliche Diesseitigkeit unserer kirchlichen Praxis sehr gewundert“. Heribert, der zu seiner Amtseinführung als Zeichen der Demut barfuß in Köln eingezogen war, habe ein Gespür für die Zerbrechlichkeit menschlicher Machtansprüche gehabt.

 

Suche nach einer Kirche auf der Höhe der Zeit

 

Die Kirche sei auf der Suche nach einer Gestalt kirchlicher Theologie, Lehre und Verkündigung auf der Höhe der Zeit. „Schnell werfen bestimmte Kreise heutigen Bischöfen ,Zeitgeistigkeit‘ oder ,Anpassung an den Zeitgeist‘ vor“, so der Mainzer Bischof. „Eines kann man sicher sagen: Für Heribert waren Zeitgeistigkeit und die Treue zu Evangelium und Tradition kein Widerspruch.“

Zu Lebzeiten Heriberts erlebte die Kirche eine Blüte der Bildung und Wissenschaft, geistliche Erneuerung und eine starke Zuwendung zu den Armen. Dies habe sich unter anderem in den Klöstern als Zentren der Bildung, des Gebets und der Nächstenliebe gespiegelt. Damals kam es, auch durch Heribert in Köln, zu zahlreichen Klostergründungen. „Wir müssen uns auf die Suche machen nach geistlichen Orten, Zentren, in denen Menschen fähig gemacht werden, einen gebildeten Glauben mit festen Wurzeln zu entwickeln“, betonte Kohlgraf. Das müsse mehr sein als satzhaftes Glaubenswissen. „Manche unserer kirchlichen Orte und Gemeinden sind solche Quellen nicht mehr. Es ist nicht leicht, das zu akzeptieren. Wir müssen hier nach neuen Wegen suchen.“

 

Sensibilität für geistlichen Machtmissbrauch

 

„Es ist dabei gut, dass wir auch für das Thema des geistlichen Machtmissbrauchs sensibel geworden sind“, so Bischof Peter Kohlgraf weiter. Solche geistlichen Orte könnten nicht von Menschen gelebt werden, „die schon immer wussten, was für andere gut ist“. Geistliche Wege müssen gefördert werden, „aber in dem Sinne, dass es so viele Wege zu Gott gibt, wie es Menschen gibt“ zitierte er Papst Benedikt XVI.

 

Eine gute Zukunft gestalten

 

Der heilige Heribert sei von seinem Wirken her „eine sehr aktuelle Person und Persönlichkeit“, sagte Stadtdechant Msgr. Robert Kleine. Er hoffe, dass die Kirche und die Gläubigen diese „ markante, bedeutende Persönlichkeit der Bistums-, aber auch der Stadtgeschichte“ mit ihren unterschiedlichen Facetten neu kennenlernen. Heribert habe seine Macht – als Bischof wie als Politiker, als Kanzler des Kaiserreichs – nicht missbraucht und zum eigenen Vorteil oder Wohle eingesetzt, hatte Kleine bereits im Rahmen der Auftakt-Pressekonferenz erklärt.

Heribert habe seine Macht für Gerechtigkeit und Frieden eingesetzt und im karitativen Bereich als Erzbischof von Köln Maßstäbe gesetzt. „Hier kann er uns als Kirche, aber auch als Gesellschaft Vorbild sein“, so Kleine, „und das über Köln und über Deutschland hinaus. Wir brauchen Gerechtigkeit, damit es Frieden gibt.“ Geschichte strahle immer aus in die Gegenwart und in der Vergangenheit liege „eine Wurzel, mit der wir dann versuchen können, eine gute Zukunft zu gestalten“ , sagte Stadtdechant Kleine im Eröffnungsgottesdienst. „Wir sagen heute Dank, besonders auch für diesen großen Bischof.“ Der bereits kurz nach seinem Tod als heilig verehrte Heribert „gibt uns Mut in der Kirche, in der Gesellschaft und in der Ökumene gemeinsam voranzuschreiten für Gerechtigkeit und Frieden“, ist Kleines Botschaft für das Jubiläumsjahr. Und sein Wunsch: „Dass wir alle daran arbeiten – wie und wo es auch immer in unserer Macht steht.“

 

Jubiläumsjahr 2021/2022

 

Das Katholische Stadtdekanat Köln feiert gemeinsam mit seinen Kooperationspartnern das Gedenk- und Jubiläumsjahr „1000 Jahre Heribert von Köln“ aus Anlass des 1000. Todestages (16. März) des früheren Kölner Erzbischofs (Amtszeit 999-1021). Zu den weiteren Trägern gehören das Erzbistum Köln und die Pfarrgemeinde St. Heribert, Deutz; zu den Kooperationspartnern die Griechisch-Orthodoxe Kirchengemeinde Köln – „Entschlafen der Gottesgebärerin“ –, die Kölner Domschatzkammer und das Katholische Bildungswerk Köln.

Bis zum 16. März 2022 sind zahlreiche Veranstaltungen geplant. Höhepunkte werden die Prozession mit dem Heribertschrein, einem der wichtigsten Zeugnisse der spätromanischen Goldschmiedekunst, über den Rhein zum Kölner Dom und das Pontifikalamt mit dem Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, am Sonntag, 29. August, sein sowie die Sonderausstellung in der Kölner Domschatzkammer und der Schatzkammer an St. Heribert, Deutz (26. August bis 14. November).

 

Allle Informationen auf unserer Website www.heribert1000.de

 

Statt Bischof Dr. Peter Kohlgraf hatte kurzfristig der Propst am Wormser Dom, Tobias Schäfer, den Eröffnungsgottesdienst des Jubiläumsjahres in St. Heribert gefeiert. Er schlug damit auch die Brücke zwischen Heriberts Geburtsort Köln und seinem Wirkungsort Köln.

 

Corona aktuell: Kölner Dom nur noch zum Gottesdienst und zum Gebet geöffnet

12. März 2021; ksd

UPDATE (23. März 2021): Nach der Ankündigung der NRW-Landesregierung, dass aufgrund der dynamischen Entwicklung der Corona-Lage die bereits erfolgten Lockerungen wieder zurückgenommen werden, öffnet der Kölner Dom ab sofort wieder nur zu Gottesdiensten und für Menschen, die ihn zum Gebet aufsuchen möchten.

„Um die Gesundheit unserer Besucherinnen und Besucher zu schützen und in Zeiten dramatisch gestiegener Inzidenzen unseren Teil zum Rückgang der Fallzahlen beizutragen, nehmen wir schweren Herzens die gerade erst erfolgte Öffnung der Kathedrale für Besichtigung zurück“, sagt Dompropst Msgr. Guido Assmann. „Zugleich bleibt der Dom als Ort der Zuflucht und Zuversicht zum Gottesdienst und für alle Menschen, die ein geistliches Anliegen haben, geöffnet. Wer ihn zum Gebet und zur Teilnahme an den Heiligen Messen besucht, kann versichert sein, dass wir alle Auflagen zur Hygiene und zum Schutz der Besucherinnen und Besucher erfüllen.“

 

Aktuelle Infos unter www.koelner-dom.de

  

Köln (mk/ksd). Seit dem 2. November 2020 hat der Kölner Dom den Auflagen des zweiten Corona-Shutdown Rechnung getragen und war ausschließlich zum Gebet und für den Besuch von Gottesdiensten geöffnet. Ab Samstag, 13. März, ist außerhalb der liturgischen Zeiten auch wieder eine Besichtigung der Kölner Kathedrale möglich – mit Auflagen. Im Beitrag auf Radio Köln erklärt der Kölner Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine mehr zu den Zugangsbedingungen.

So ist der touristische Besuch des Domes nur außerhalb der liturgischen Zeiten und aktuell nur nach Vor-Ort-Anmeldung möglich. Für eine mögliche Nachverfolgung werden die Daten der Besucherinnen und Besucher im Eingangsbereich der Kathedrale erfasst. 

Die Domschweizerinnen und Domschweizer achten ferner darauf, dass die bekannten Abstandsregeln eingehalten werden und sich niemals mehr als 120 Menschen im Dom aufhalten. Die Besichtigung des Domes ist nur auf einem festen, abgekordelten Besucherweg möglich. Der Chorumgang bleibt aktuell noch geschlossen. Alle Besucherinnen und Besucher sind zu jeder Zeit verpflichtet, eine OP- oder FFP2-Maske zu tragen.

Die Domschatzkammer und die Turmbesteigung bleiben weiterhin geschlossen. Auch Führungen finden derzeit noch nicht statt.

Das DOMFORUM öffnet wieder: Ab dem 15. März Informieren, Innehalten, ins Gespräch kommen

10. März 2021; ksd

Köln (df). Am Montag, 15. März, öffnet das DOMFORUM wieder seine Türen: von Montags bis Samstag, 11 bis 16 Uhr, und sonntags von 13 bis 16 Uhr. Es gibt viele Angebote, nicht nur zur Fastenzeit:


Fastenzeit: Zehn Minuten für mich… Im Foyer laden Meditationsstühle auf bunten Teppichinseln und Zehn-Minuten-Sanduhren ein um Innehalten.


HERZENSSACHEN MACHEN!!! – Ideen für die Fastenzeit: In diesen besonderen Zeiten ist es wichtig, dass man im Blick behält, was einem wirklich am Herzen liegt. Kleine Gesten und einfache Rituale können behilflich sein, diese Zeit zu gestalten. Am Fenster zur Domplatte und im Internet hat das DOMFORUM-Team mehr als 40 Ideen zusammengestellt

Persönliche Tipps per Video finden Sie in unter https://www.domforum.de/veranstaltungen/mediathek/ und auf 
https://www.facebook.com/domforum.koeln


Wie gewohnt gibt es Informationen über Teilnahmemöglichkeiten an den Gottesdiensten im Dom sowie in den Innenstadtkirchen, zu Hilfsangeboten, die kirchliche und nichtkirchliche Träger Menschen in Köln anbieten.

 

Natürlich gibt es auch die Möglichkeit zu kurzen Gesprächen. Menschen, die ein längeres Gespräch suchen, können nach wie vor das „Zeit für Sie“-Telefon von DOMFORUM und Stadtdekanat anrufen: 0221 9258471164 (Montag bis Freitag, 10 bis 12 und 14 bis 16 Uhr).

 

Derzeit können noch keine Präsenz-Veranstaltungen und Domführungen präsentiert werden. Unter DOMFORUM zuhause bieten das DOMFORUM und das Katholische Bildungswerk Köln stattdessen eine Vielzahl von Online-Veranstaltungen an, etwa am 16. März, 19.30 Uhr DOMFORUM – das thema: Das I. Vatikanische Konzil. Weichenstellung für die katholische Kirche bis heute?, und Livestreams (Schattentheater „Däumeling“ am 14. März, 15 Uhr).

„Gemeinsam für Beirut“ – Spendenaktion für den Libanon: Eine Marienikone aus dem Libanon steht ab Donnerstag, 11. März, im Fenster des Foyers im DOMFORUM (Domkloster 3). Das Bild dient als Zeichen für die Verbundenheit und die Unterstützung, die aus dem Erzbistum Köln in den Libanon geht. Die Gottesmutter wird dort über Religionsgrenzen hinweg als Patronin und Schutzfrau des Libanon verehrt. Gerade in der Notsituation gibt sie den Menschen Halt und Hoffnung. Die Aktion hatte das Erzbistum nach der verheerenden Explosionskatastrophe im August des vergangenen Jahres gestartet.

 

Im Beitrag auf Radio Köln erzählt Leiter Rainer Tüschenbönner mehr.

 

DOMFORUM zuhause exklusiv: Schattenspiel als Live-Stream am Sonntag (14. März) um 15 Uhr

5. März 2021; ksd

Köln (df). Aus der Feder des dänischen Dichters Hans Christian Andersen stammt das bekannte Liebes- und Naturmärchen „Däumelinchen“. Das 1993 von Friedrich Raad gegründete „Theater der Dämmerung“ spielt Andersens Märchen als wunderschönes Schattenspielstück – wegen der Corona-Pandemie leider nicht im DOMFORUM, dafür aber exklusiv für das DOMFORUM. Über einen Link können die Zuschauerinnen und Zuschauer die Aufführung als Live-Stream zu Hause erleben und sich von dem poetischen Schattenspiel verzaubern lassen.

Das Kunstmärchen erzählt die Geschichte des winzig kleinen Däumelinchens, einem daumengroßen Mädchen, das aus der Blüte einer wunderschönen Blume gewachsen ist. Doch eines Tages wird Däumelinchen von einer Kröte aus ihrem Walnussschalen-Bett verschleppt. Von nun an muss Däumelinchen viele Gefahren überstehen, bevor sie auf dem Rücken einer Schwalbe in ein fernes schönes Land fliegen kann, um dort ihren Blumenprinzen zu finden.

Der Text ist eng an die klassischen Übersetzungen aus dem Dänischen angelehnt und wird „live“ von Friedrich Raad erzählt. Der Künstler und ein weiterer Spieler bewegen die Figuren. Die 14 Bühnenbilder, jedes 1,33 Meter breit und 1,12 Meter hoch, sind in liebevoller Handarbeit entstanden. Die Stuttgarter Künstlerin Beate Schroer hat sowohl die Figuren als auch die Bühnenbilder entworfen und hergestellt – wunderbare Kontraste zwischen Schwarz-Grau-Weiß-Scherenschnittbildern und farbenfrohen Landschaften. Die sphärische Musik wurde eigens von dem Dortmunder Musiker Andreas Starr komponiert. 

Mehr unter zuhause| domforum.de

Ökumenische „Lange Nacht der offenen Kirchen“ lädt zu Einkehr und Besinnung ein (5. März)

3. März 2021; ksd

Köln. 24 Kirchen laden am Freitag, 5. März, zur „Langen Nacht der offenen Kirchen“ ein. Von 20 Uhr bis Mitternacht sind die Gotteshäuser geöffnet und laden dazu ein, den Raum, die Stille und die eigenen Gedanken und Gefühle neu zu entdecken. Mit dabei sind evangelische und katholische Kirchen sowie die griechisch-orthodoxe Kirche „Entschlafen der Gottesgebärerin“ (Alt-St. Heribert). In vielen Kirchen gibt es musikalische und andere Impulse. So lädt St. Peter zum Kunst-Gespräch ein. Und in der Jugendkirche CRUX (St. Johann Baptist) zeigen junge Menschen Bilder, die sie während der Coronazeit geschaffen haben. Das Museum Kolumba beteiligt sich mit Kunst und Choreographie. In St. Michael wird unter anderem christlich geprägtes „Mystik Yoga“ angeboten.

Pandemiebedingt sind kurzfristige Änderungen und Absagen möglich. Informationen gibt es unter www.nachtraumstille.de

 

Ehrenamtspreis „KölnEngagiert 2021“: Bis zum 1. April Bewerbungen und Vorschläge einreichen

25. Februar 2021; ksd

Köln (wot/ksd). Mit großem Einsatz gestalten zahlreiche ehrenamtlich Tätige in Köln ein aktives gesellschaftliches Miteinander und engagieren sich für das Wohl anderer. Der Ehrenamtspreis „KölnEngagiert“ soll den Blick bewusst auf dieses ehrenamtliche Engagement der vielen Aktiven richten, es würdigen und fördern. Er wird in diesem Jahr bereits zum 21. Mal ausgeschrieben. Noch bis zum 1. April können Bewerbungen und Vorschläge an die Stadt Köln geschickt werden. Zur Jury gehört auch Kölns Stadtdechant Msgr. Robert Kleine. Er spricht im Beitrag auf Radio Köln darüber, wie wichtig ehrenamtliches Engagement ist und warum dies Anerkennung und eine Ehrung verdient.

 

Aufmerksamkeit und Anerkennung

 

Oberbürgermeisterin Henriette Reker betont: „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig dieser gesellschaftliche Zusammenhalt in unserer Stadt ist. Ohne die Unterstützung der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Nachbarschaftshilfe, bei der Betreuung von Notleidenden und Risikogruppen oder auch beim Aufbau von Corona-Teststationen wäre unsere Gesellschaft wesentlich ärmer. Was wir hier seit letztem Jahr erlebt haben, ist ein großer Akt der Solidarität! Aber nicht nur in Krisenzeiten können wir auf das ehrenamtliche Engagement der Kölnerinnen und Kölner zählen. Das Ehrenamt in Köln ist allgegenwärtig: 220.000 Menschen setzen sich in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl ein.“  

 

„Eine Frage der Ehre“

 

Seit dem vergangenen Jahr ist der Miteinander-Preis für Demokratie und Vielfalt fester Bestandteil des Kölner Ehrenamtspreises. Köln ist geprägt von einer multikulturellen Gesellschaft. Viele Menschen unterschiedlicher Kulturen und gesellschaftlicher Hintergründe sind ehrenamtlich aktiv. Dies werde jedoch von der Öffentlichkeit bislang wenig wahrgenommen, so die Stadt Köln. Mit diesem Preis wolle die Stadt den Anteil dieser Menschen an der Gestaltung des städtischen Gemeinwesens entsprechend würdigen.

Unter dem Titel „Eine Frage der Ehre“ können sich zudem Kölner Schulen bewerben, die sich im Klassen-, Gruppen- oder Schulverband für eine gute Sache engagieren.

 

Ehrenamtspate Ralph Caspers

 

Um in der Öffentlichkeit für ehrenamtliches Engagement zu werben und die Menschen in Köln zum Mitmachen aufzurufen, fungiert der Autor und Moderator Ralph Caspers als Ehrenamtspate. „In Köln gibt es eine Vielzahl engagierter und motivierter Menschen“, so Caspers. „Ich begrüße es sehr, dass der Ehrenamtspreis diesen Menschen, die sich für andere und für unsere Stadt einsetzen, Aufmerksamkeit, Anerkennung und Anregung geben will, denn wie schon ein altes Sprichwort sagt: ,Die Menschen, nicht die Häuser, machen die Stadt!'.“

Caspers selbst ist ebenfalls vielfältig ehrenamtlich engagiert. Seit November 2011 ist er einer der deutschen Botschafter der UN-Dekade Biologische Vielfalt . Diese verfolgt das Ziel, mehr Menschen für die Natur zu begeistern und für den Erhalt der biologischen Vielfalt zu motivieren. Außerdem unterstützt er als Botschafter das Wahlprojekt „Kinder- und Jugendwahl U18“ , bei dem Kinder und Jugendliche vor Landtags- oder Bundestagswahlen ihre Stimme abgeben können und so an die Themenbereiche Politik, Wahlen und Demokratie herangeführt werden sollen.

Darüber hinaus engagiert Caspers sich als Botschafter für den Deutschen Kinderhospizverein und ist Schirmherr der Kinderoper Köln. 2019 erhielt er das Bundesverdienstkreuz für sein Engagement für die Bildung. Die Auszeichnung erhielt er für seine Arbeit bei den Formaten „Wissen macht Ah!“, „ Die Sendung mit der Maus" und „Quarks".

 

Teilnahmebedingungen

 

Der Ehrenamtspreis 2021 ist mit einem Preisgeld in Höhe von insgesamt 13.000 Euro ausgestattet. Annahmeschluss für Bewerbungen und Vorschläge ist der 1. April 2021. Die Preise werden unter dem Vorsitz der Oberbürgermeisterin von einer unabhängigen Jury vergeben, die unterschiedliche gesellschaftliche Bereiche repräsentiert. Reker ehrt alle Preisträgerinnen und Preisträger im Rahmen eines Empfangs am 22. August 2021 im Rathaus.

Informationen zum Ehrenamtspreis „Köln Engagiert 2021“ erhalten Interessierte im Internet unter www.ehrenamt.koeln sowie bei der Kommunalstelle zur „Förderung und Anerkennung Bürgerschaftlichen Engagements“ (FABE) im Büro der Oberbürgermeisterin, wo auch die Bewerbungsunterlagen erhältlich sind. Als Ansprechpartnerin steht dort Susanne Kunert telefonisch unter 0221 22123190 für Fragen zur Verfügung.

    

Spende für die Kölner Bahnhofsmission: 11.111 Euro vom früheren Dreigestirn

25. Februar 2021; ksd

Köln. Das Kölner Dreigestirn der Session 2019/2020 unterstützt die Arbeit der Bahnhofsmission mit 11.111 Euro. Das Geld haben die Ex-Tollitäten während ihrer Amtszeit für diverse soziale Zwecke gesammelt.

Wenige Tage nach der Karnevalssession freut sich die Bahnhofsmission über eine besondere Zuwendung. Das Dreigestirn der Session 2019/2020 sammelte für verschiedene soziale Zwecke. Eines davon war die ökumenische Einrichtung an Gleis 1. Kurz nach Aschermittwoch wurde die gleichermaßen stolze und närrische Summe in Höhe von 11.111 Euro in Form eines symbolhaften Schecks übergeben.

„Ex-Bauer“ Frank Breuer überreichte den Scheck an die Leiterin der Bahnhofsmission, Corinna Rindle. „Wir freuen uns wie jeck“, strahlte Rindle, die die Summe zunächst für einen Tippfehler gehalten hatte. „Das ist eine große Anerkennung für unsere Arbeit, die ja überwiegend ehrenamtlich geleistet wird, aber auch für unsere Gäste, die wir in der Bahnhofsmission auf vielfältige Weise unterstützen.“

 

Frisches Obst, Küchensanierung und Dank an Ehrenamtliche


Ein Teil der Spende soll für frisches Obst eingesetzt werden, kostenlos für die Gäste der Bahnhofsmission, die sich das nicht immer leisten können. Außerdem kann nun einem „Leck“ in der Küchenzeile in den Räumen der Bahnhofsmission auf den Grund gegangen werden. Ein weiterer Teil soll für ein Dankeschön-Fest für die mehr als 70 Ehrenamtlichen verwendet werden, sobald ein Zusammenkommen wieder möglich ist. „Uns allen Dreien ist es ein Herzensanliegen, die Arbeit der Bahnhofsmission Köln zu würdigen“, betonte Breuer.

Vor einem Jahr hatte der damalige Bauer Frank gemeinsam mit Prinz Christian II. und Jungfrau Griet als erstes Kölner Dreigestirn die Bahnhofsmission mit einem Besuch beehrt, die „jecke Kiste“ enthüllt und gemeinsam mit Ehrenamtlichen und Gästen gefeiert. Die verliehene Prinzenspange und die dazugehörige Urkunde sind Stolz des gesamten Teams.

Die Kölner Bahnhofsmission wird ökumenisch getragen vom Diakonischen Werk Köln und Region gGmbH und IN VIA, dem katholischen Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit Köln.

 

„Asche auf's Haupt“: Stadtdechant Robert Kleine über Aschermittwoch und Fastenzeit während der Pandemie

17. Februar 2021; ksd

 

Köln. In der Corona-Zeit ist auch der Aschermittwoch anders als gewohnt. Statt eines Aschekreuzes wird den Gottesdienstfeiernden in diesem Jahr etwas Asche auf den Kopf gestreut, damit es keinen Hautkontakt gibt zwischen den Beteiligten. Im Interview mit DOMRADIO.DE erklärt der Kölner Stadt- und Domdechant Robert Kleine, wie die Fastenzeit in der Corona-Zeit aussehen könnte.

Der Seelsorger nimmt wahr, dass viele Menschen nach einem Jahr Pandemie „gar nicht hören“ mögen, „dass wir jetzt 40 Tage auf etwas verzichten müssen“. Sehr viele verzichteten schon seit einem Jahr auf alles Mögliche, so Msgr. Kleine: „Auf Kontakte, auf persönliche Beziehungen, auf Umarmungen. Es sind berufliche Existenzen gefährdet.“ Dennoch sagt der Stadtdechant auch: „Ich glaube, dass wir die Fastenzeit nochmal nutzen sollten, um auch das Positive im Leben wahrzunehmen. Auf was kann ich mich verlassen? Natürlich auf Gott. Aber auch auf Menschen, die mir beistehen. Wir können schauen, wie wir einander unterstützen und Mut machen können. Das würde ich als ein Ziel der Fastenzeit ansehen. Man kann auch auf Dinge verzichten, damit man merkt, dass es Dinge gibt, ohne die man leben kann – ob das jetzt die Zigarette ist oder das Handy, das man immer in der Hand hat.“ Und er ergänzt: „Ich glaube, die Fastenzeit sollte jetzt positiver gesehen werden. Es ist eine Zeit, die man für sich und für andere sinnvoll nutzen kann.“

 

Hier gibt es das ganze Interview zum Nachhören.

 

Ein Beitrag auf Radio Köln mit Stadtdechant Robert Kleine erklärt ebenfalls mehr zum Aschermittwoch.