Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten zu stadtweiten Veranstaltungen, Initiativen und Aktionen der katholischen Kirche und ihrer Kooperationpartner in der Stadt Köln.

Überregionale Nachrichten der katholischen Kirche finden Sie auf den folgenden Webseiten:

www.erzbistum-koeln.de | www.koelner-dom.de | www.domradio.de | www.katholisch.de | www.kna.de | www.dbk.de | www.vaticannews.va/de.html

 

Dem Hass keine Chance – Oberbürgermeisterin Reker appelliert beim „Gebet der Religionen“ an Dialogbereitschaft

23. September 2019; Hildegard Mathies

Foto: © Hildegard Mathies / Stadtdekanat Köln

Köln. In Köln leben Menschen aus 140 Religionsgemeinschaften und aus 180 Nationen friedlich miteinander, betonte Oberbürgermeisterin Henriette Reker beim „Gebet der Religionen“ in der Jesuitenkirche und Kunststation St. Peter. Der „Kölner Rat der Religionen“, der 2006 von Rekers Vorgänger Fritz Schramma mit Vertretern zahlreicher Religionsgemeinschaften initiiert worden war, hatte dazu am Internationalen Tag der Vereinten Nationen für den Frieden (21. September) eingeladen. Das Leitwort in diesem Jahr lautete in Erinnerung an 70 Jahre Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“

„Die Menschen in Köln kommen aus ganz unterschiedlichen sozialen Herkünften, sie haben ganz unterschiedliche politische Orientierungen und das macht unsere Stadtgesellschaft aus. Wir sind vielfältig und haben Verständnis füreinander – darauf bin ich unglaublich stolz“, so Reker in ihrer Eröffnungsansprache. Damit das Zusammenleben gelinge, seien Dialog und Respekt voreinander entscheidend. Der erste Artikel des Grundgesetzes, „Die Würde des Menschen ist unantastbar“,  sei ein Auftrag der Mütter und Väter des Grundgesetzes an alle – und heute so aktuell wie vor 70 Jahren. Es gelte, die Menschenwürde und die mit ihr verbundenen Menschenrechte „als Maßstab unseres tagtäglichen Tuns zu nehmen“, forderte die Oberbürgermeisterin.

Die Zusammenarbeit im „Rat der Religionen“ ist für Reker vorbildhaft. „Wir suchen das Gemeinsame“ , erklärt die Oberbürgermeisterin. „miteinander reden, nicht übereinander, sich in die Perspektive des anderen versetzen und dessen Argumente ernst nehmen“. Solcher Vorbilder bedürfe es in heutiger Zeit vielleicht mehr denn je. „Denn wir werden ja immer mehr überzogen von Hass-Parolen und die Gegner, die unterwegs sind, lassen ihren Worten auch manchmal Taten folgen. Deshalb dürfen wir nicht zulassen, dass dieses Fundament der Menschenwürde in Schieflage kommt. Wir werden also standhaft bleiben und immer wieder versuchen, Hass mit Dialogbereitschaft zu beantworten.“ Denn wenn man dem Hass wiederum Hass entgegenhalte, „bewegen wir uns auf einer Spirale, aus der wir nicht mehr herauskommen“.

Die sechs Worte des ersten Artikels des Grundgesetzes drückten eine Geisteshaltung aus, die über Jahrhunderte durch Religionen, Philosophie, Staatslehre und Kultur ausgeprägt worden sei, so Reker. Die Menschenwürde sei nicht nur das feste Fundament unserer Gesellschaft, sondern „wirklich eine Errungenschaft“.

„Ich glaube, dass die Menschenwürde, die seit 70 Jahren unser Leben bestimmt, auch weiterhin unsere Kompassnadel sein sollte“, betonte Reker. „Und wenn wir uns alle darüber einig sind, dass Hass und Gewalt keinen Platz haben in Köln, dann kommen wir einen ganzen Schritt weiter.“

Im Anschluss an Rekers Eröffnungsrede folgten Gebetsworte, Texte und musikalische Beiträge buddhistischer, christlicher und muslimischer Vertreterinnen und Vertreter sowie von den Bahá'í. Zum Abschluss beteten alle gemeinsam das „Gebet der Vereinten Nationen.“

 

10 Jahre ökumenisches Kirchenmusikfestival: „psalmtöne“ vom 26. September bis 13. Oktober

20. September 2019; ksd

Foto: © APK

Köln. Zum zehnten Mal findet in diesem Jahr das ökumenische „kirchenmusikfestival köln“ statt. Vom 26. September bis 13. Oktober spannen Kölner Kirchenmusikerinnen und -musiker, Kantoreien, Orchester, Chöre und Solisten einen Bogen über 1800 Jahre Musikgeschichte. Auf dem Programm stehen Konzerte, liturgische Angebote, eigens komponierte Werke und für den Anlass entwickelte Projekte. Darüber hinaus gibt es Veranstaltungen, die sich etwa besonders an Familien oder an Schülerinnen und Schüler richten. Das 10. „kirchenmusikfestival köln“ steht unter dem Thema „psalmtöne“. Für die meisten Veranstaltungen ist der Eintritt frei.

„Musik verbindet die Menschen und löst immer auch Emotionen aus“, sagt Stadtsuperintendent Bernhard Seiger. „Musik ist Nahrung für die Seele und wenn wir dafür ökumenisch etwas tun, dann ist das ein guter Beitrag für das Leben vieler Menschen.“ Deshalb sei es für die beiden Kirchen wichtig, Musik zu fördern und vielen Menschen zugänglich zu machen. „Da öffnen sich Räume – für die Zuhörer, aber auch für die Beteiligten selber. Es ist etwas Großes, dass man beim Kirchenmusikfestival Livemusik mit allen Sinnen erfahren kann.“ 

Stadtdechant Robert Kleine hebt hervor, wie vielfältig sich die Kirchenmusik in der Stadt präsentiert. „Es freut mich besonders, dass beim Kirchenmusikfestival keine Ensembles von außen verpflichtet werden, sondern dass die Akteure aus Köln kommen und ihr hohes musikalisches Niveau präsentieren können.“ Das Kirchenmusikfestival lade dazu ein, sich auch einmal zu Orten auf den Weg zu machen und diese zu entdecken, die man sonst vielleicht nicht besucht. Die das diesjährige Thema prägenden Psalmen verbinden die abrahamitischen Religionen Christentum, Judentum und Islam miteinander, erinnert Kleine. Entsprechend werden auch interreligiös Brücken geschlagen. Die beiden Kirchen verbinden mit dem Kirchenmusikfestival auch Gedanken und Botschaften des Friedens, so Kleine.

Zum Auftakt findet am Freitag, 27. September, ein ökumenischer Evensong – ein Abendlob in englischer Tradition – im Kölner Dom statt (21 Uhr). Dabei präsentieren rund Sängerinnen und Sänger aus 40 evangelischen und katholischen Kölner Chören Werke von Thomas Tallis, Charles Gounod und anderen. Der Eintritt ist frei.

Zu den weiteren Höhepunkten gehört die „Lange Nacht der Psalmen“ am Samstag, 12. Oktober, von 20 bis 0.30 Uhr in St. Aposteln am Neumarkt. Dabei erklingt Musik aus dem 20. und 21. Jahrhundert, Psalm-Motetten der Romantik und Psalmvertonungen des italienischen Frühbarocks. In einem Tripelkonzert erklingt Musik des Mittelalters sowie aus den Anfängen der christlichen, jüdischen und islamischen Musiktradition (23 Uhr). Zwischen den Programmteilen präsentiert das sechsköpfige Percussion-Ensemble „MP6“ das Werk „Le Noir de l’Etoile“ („Die Nacht des Sterns“) von Gérard Grisey. Der Eintritt kostet 15 Euro (ermäßigt 10), ab 22 Uhr einheitlich 10 Euro.

Im Rahmen des Festivals finden zudem große Chor-Konzerte, Orgel- und Jazzkonzerte, musikalische Stadtführungen, eine ökumenische Psalmenwanderung durch Lindenthal, ein Orgelbau-Workshop für Kinder ab neun Jahren, bei dem eine spielbare Orgel zusammengebaut wird, und vieles mehr statt. Zu den aufgeführten Komponisten gehören unter anderem Palestrina, Schütz, Bach und Rheinberger, Berlioz und Elgar, Bernstein und Ellington.

Einen Schwerpunkt bildet Orgelmusik. „Wir spannen ein Orgelnetz über die Stadt“, sagt Wolf-Rüdiger Spieler, Programm- und Organisationsleiter der Trinitatiskirche Köln. Dazu gehört etwa ein Orgel-Triduum, das drei Orgeln an drei Kirchorten präsentiert (29. September, St. Pantaleon; 6. Oktober, St. Nikolaus; 13. Oktober, Friedenskirche).

Regionalkantor Wilfried Kaets freut sich, dass das Festival mit großem ehrenamtlichem Einsatz aller Beteiligten organisiert wird. Zu den Besonderheiten zählt neben eigens für das Festival in Auftrag gegebenen Informationen oder selten und aufwändig aufzuführenden Werken auch das Projekt „ Kirche macht Schule.“ Dabei gehen die Musiker in rund 35 Kölner Grundschulen und erzählen eine Geschichte von Migration, „Liri und der Blauvogel“. Die Kinder machen selbst die Musik dazu; dazu gibt es dann drei gemeinsame Aufführungen. „Insgesamt werden wir beim Kirchenmusikfestival zwischen 2.000 und 3.000 Mitwirkende haben“, so Kaets.

Zu den Höhepunkten gehört auch der Jazz-Schwerpunkt, erläutert Kirchenmusikdirektor Johannes Quack, Kreiskantor Evangelischer Kirchenkreis Köln-Mitte. Köln sei die wichtigste Jazz-Metropole in Deutschland und es komme in den vergangenen Jahren zu immer mehr Kooperationen zwischen Jazz- und Kirchenmusikern. So werden Auszüge aus den „Sacred Concerts“ von Duke Ellington erklingen (Sonntag, 29. September, Trinitatiskirche), dazu gibt es eine Jazz-Messe (Freitag, 11. Oktober, Antonitercitykirche) und einen Jazz-Gottesdienst (Sonntag, 13. Oktober, Antonitercitykirche).

Die begleitende Ausstellung Psalmtöne zeigt Werke in der Rochuskirche in Köln-Bickendorf Werke von Gerhard Melvissen (6. bis 13. Oktober, Eintritt frei). 

Das komplette Programm und alle Informationen gibt es unter www.kirchenmusikfestival.de

 

„Echt kölsch“ – Neue Ausstellung in der Kölner Bahnhofsmission

20. September 2019; ksd

Foto: © Margarete July

Köln. Die Kölner Bahnhofsmission hat jetzt eine neue Mitarbeiterin und die ist ein richtig „jeckes Huhn“. Die Kölner Künstlerin Margarete July hat sie der Einrichtung zur Eröffnung ihrer Ausstellung in den Räumen der Bahnhofsmission mitgebracht. Die Skulptur „Dat jecke Huhn“ ist stilecht in die Weste der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gekleidet und soll für gute Laune sorgen. Bis zum 31. August 2020 können Gäste und Besucher der Bahnhofsmission aber vor allem Gemälde der Künstlerin bewundern, die im Hauptberuf das Dienstleistungszentrum „ ResoDienste Köln“ des Amtes für Soziales und Senioren leitet. „Echt kölsch“ heißt die Ausstellung, die im Rahmen der Reihe „Kultur an Gleis 1“ gezeigt wird.

Margarete July arbeitet vor allem in Öl auf Leinwand. Sie ist seit rund drei Jahrzehnten künstlerisch tätig. In einer Künstlerinnengruppe erprobte sie verschiedene Maltechniken und fand ihren Schwerpunkt dann im Arbeiten mit Ölfarben. Als Autodidaktin setzt die Künstlerin nach eigenen Angaben Anregungen und Impulse aus der Natur, Urlauben und Begegnungen mit Menschen in ihren Werken um. Die in der Bahnhofsmission gezeigten Bilder spiegeln die Vielfalt im Leben der Stadt wider, kommen manchmal mit einem Augenzwinkern, manchmal bedrückend daher, wie etwa in Margarete Julys Bearbeitung der sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16.

Die Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten der Bahnhofsmission besichtigt werden, täglich von 7 bis 19 Uhr (Gleis 1 im Kölner Hauptbahnhof). Mehr unter www.bahnhofsmission-koeln.de

 

Dem Stern folgen: Stadtdechant Robert Kleine lädt herzlich zur Dreikönigswallfahrt ein

19. September 2019; ksd

Foto: © Stadtdekanat Köln

Köln. Wie die Gebeine (Reliquien) der Heiligen Drei Könige nach Köln gelangt sind, ist unter Historikern ja ein bisschen umstritten. Fest steht aber, dass Erzbischof Rainald von Dassel die Reliquien der Drei, die seinerzeit das neugeborene Jesuskind nach seiner Geburt besucht und ihm dann das Leben gerettet hatten, im Mittelalter heimlich aus Mailand an den Rhein brachte. Damit hat er einen Pilgerboom ausgelöst, der bis heute anhält. Weil die Drei für den Dom und ganz Köln so wichtig sind, heißt die jährliche Wallfahrt zu ihrem Schrein ab diesem Jahr Dreikönigswallfahrt. Sie steht unter dem Leitwort „Wir haben seinen Stern gesehen". Stadtdechant Robert Kleine lädt in einer Videobotschaft herzlich alle Kölnerinnen und Kölner, aber auch alle Kölnbesucherinnen und -besucher zur Teilnahme ein. Die Dreikönigswallfahrt findet vom 26. bis 29. September statt und bietet eine Fülle von Veranstaltungen – und die Gelegenheit, auf dem Pilgerweg durch den Dom einmal unter dem Schrein herzugehen. Die Videobotschaft von Mosignore Kleine sehen Sie auf seiner Facebook-Seite.

 

Das Programm zur Dreikönigswallfahrt finden Sie hier.

  

„Gemeinsam unterwegs“ – Ökumenischer Gottesdienst und Soiree am 27. September zur Dreikönigswallfahrt

17. September 2019; ksd

Grafik nach Raphael Seitz

Köln. „Gemeinsam unterwegs – Dank seiner Gnade“ ist der Ökumenische Gottesdienst mit anschließender Soiree überschrieben, der im Rahmen der Dreikönigswallfahrt am Freitag, 27. September, um 17 Uhr im Kölner Dom stattfindet. In dem von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) getragenen Gottesdienst hält die Tübinger Dogmatikprofessorin Johanna Rahner eine Ansprache. Sie hat den katholischen Lehrstuhl für Dogmatik, Dogmengeschichte und Ökumenische Theologie an der Universität Tübingen inne. Die Liturgie feiern Superintendentin Susanne Beuth, Vorsitzende der ACK Köln, Stadtdechant Monsignore Robert Kleine, Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger, Erzpriester Radu Constantin Miron, Erzpriester des Ökumenischen Patriarchats und zugleich Vorsitzender der ACK Deutschland, sowie weitere Mitglieder der ACK Köln.

Mit dem Gottesdienst wird auch das 30-jährige Bestehen der ACK gefeiert. Gleichzeitig wird an den 20. Jahrestag der Veröffentlichung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ erinnert. Am 31. Oktober 1999 bekundeten die Katholische Kirche und der Lutherische Weltbund damit ihren Konsens über zentrale Auffassungen der sogenannten Rechtfertigungslehre, die für den Protestantismus seit Luthers Zeiten zentral war. Im Kern bedeutet dies, dass der Mensch „im Blick auf sein Heil völlig auf die rettende Gnade Gottes angewiesen ist“.

Im Anschluss an den Gottesdienst findet eine Soiree im Baptisterium statt (am Domhof / Trankgasse). In einer Talkrunde geht es dabei um Herausforderungen, Entwicklungen und die Zukunft der Ökumene. Außerdem gibt es einen Rückblick darauf, was die Mitgliedskirchen der ACK Köln in den vergangenen Jahren bewegt hat. An dem Talk nehmen teil: Professorin Dr. Johanna Rahner, Tübingen; Superintendentin Susanne Beuth, Vorsitzende der ACK Köln; Erzpriester Radu Constantin Miron, Vorsitzender der ACK Deutschland; Rainer Will, stellvertretender Leiter des Katholischen Bildungswerkes Köln und Vorstandsmitglied der ACK Köln. Begleitet wird die Soiree von dem aus Großbritannien stammenden und in Köln lebenden Musiker George Warren am Keyboard. Die Moderation liegt bei Dr. Martin Bock von der Melanchthon-Akademie und Diakon Jens Freiwald vom Katholischen Stadtdekanat Köln.

Die Kölner ACK-Vorsitzende und Superintendentin Susanne Beuth freut sich, dass es um die Ökumene in Köln gut bestellt ist. „Gemeinsam unterwegs – zum Glück stimmt das für die Ökumene im Allgemeinen“, sagt sie. „Und es beschreibt besonders die Ökumene in Köln, denn eine Kölner Besonderheit sind unsere Ökumenischen Brückenwege.“ Seit dem ersten im Jahr des Domjubiläums, 1998, wandern Christinnen und Christen aller Konfessionen bei besonderen Anlässen zu Orten links und rechts des Rheins, „singend, betend und natürlich im Gespräch mit den Mitgehenden“, so Beuth. Der nächste Ökumenische Brückenweg ist für das Jahr des 3. Ökumenischen Kirchentages, 2021, geplant.

Die Dreikönigswallfahrt findet in diesem Jahr zum ersten Mal unter diesem Namen statt (bisher: Domwallfahrt). Sie lädt vom 26. bis 29. September 2019 alle Kölnerinnen und Kölner sowie auswärtige Besucherinnen und Besucher ein, sich auf die Spuren der Heiligen Drei Könige zu begeben. Das umfangreiche Programm finden Sie unter www.dreikoenige-koeln.de und unter www.oekumene-koeln.de

 

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„Was wird aus Kölns Kirchen?“ – Podiumsdiskussion im CRUX am 16. September

12. September 2019; ksd

Foto: © Erzbistum Köln

Köln. Allein auf dem Gebiet der Kölner Innenstadt befinden sich rund 30 katholische Kirchen. Eine Podiumsdiskussion, die vom Katholischen Bildungswerk Köln und der Kirche in Köln-Mitte am Montag, 16. September, veranstaltet wird, geht den Fragen nach ihrer Zukunft nach. Viele dieser Kirchen sind historisch bedeutsam und touristisch von großem Interesse. Doch nicht überall gibt es noch ein lebendiges Gemeindeleben. Somit stellten sich laut der Veranstalter „mit zunehmender Dringlichkeit“ die Fragen: „Was wird in Zukunft aus diesen Kirchen? Kann und will das Erzbistum Köln sie alle erhalten? Welche Aufgabe kommt dabei der Stadt Köln oder dem Land NRW zu? Und wenn Kirchen als Gottesdiensträume aufgegeben werden sollten: Welche Nutzung ist dann möglich und sinnvoll? Auf welchem Weg und mit welchen Beteiligten können gute Entscheidungen getroffen werden?“ Darüber diskutieren auf dem Podium: Susanne Laugwitz-Aulbach, Kulturdezernentin der Stadt Köln; Dr. Thorsten Drewes, Referatsleiter beim Forschungsprogramm „StadtBauKultur“ im Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung im Land NRW; Domkapitular Markus Bosbach, Leiter der Hauptabteilung Seelsorgebereiche im Erzbistum Köln; Erzdiözesanbaumeister Martin Struck und Norbert Hermanns vom Aachener Stadt- und Immobilien-Entwicklungsunternehmen „Landmarken AG“. Veranstaltungsort ist die Kirche des jugendpastoralen Zentrums CRUX (An Zint Jan). Beginn ist um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

„Was hat Religion mit Naturschutz zu tun?“ – Podiumsdiskussion zur Interreligiösen Naturschutzwoche am 17. September

11. September 2019; ksd

Foto: © Valentin Sabau / Pixabay

Köln. Aus Anlass der Interreligiösen Naturschutzwoche, die noch bis zum 15. September in Köln und Umgebung stattfindet, lädt das Katholische Bildungswerk Köln zu einer Podiumsdiskussion am Dienstag, 17. September, ein. „Was hat Religion mit Naturschutz zu tun?“ ist der Abend überschrieben. Auf dem Podium sitzen: Dr. Deborah Williger, Institut für Theologische Zoologie an der Universität Münster; Andreas Wilhelm Mues, Bundesamt für Naturschutz, Bonn; Baraa Abu El-Khair, 2. Vorstandsvorsitzende des in Darmstadt ansässigen muslimischen Umweltschutzvereins NourEnergy, sowie Dr. Gregor Taxacher, Institut für Katholische Theologie an der TU Dortmund. Die Teilnehmer gehen der Frage nach, welche Schnittmenge es gibt zwischen Naturschützern und Umweltaktivisten sowie Menschen, die sich aus ihrem Glauben heraus für die Bewahrung der Schöpfung engagieren. Veranstaltungsort ist das FORUM in der Tunisstraße 4, Beginn ist um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Die (Inter-)Religiöse Naturschutzwoche ist eine bundesweite Initiative; ausgerichtet werden die Tage vom Abrahamischen Forum, Darmstadt, und vom Verein Tomorrow, Kürten. Auf dem Programm stehen in Köln unter anderem eine Fledermausexkursion auf dem Melatenfriedhof (Donnerstag, 12. September, 20 Uhr, Aachener Straße); eine Info-Veranstaltung zur Begrünung und zum Naturschutz an der Zentralmoschee (Freitag, 13. September, 14 Uhr, Venloer Straße); sowie ein Picknick im Kartäusergarten (Freitag, 13. September, 18 Uhr, Kartäusergasse 7). Am Samstag, 14. September, spricht die buddhistische Nonne Tsunma Konchok Jinpa Chodron über „Buddha und die Bäume“ (Workshop mit Naturmeditationen von Anna Karolina Brychy, Zendo Köln, Karolingerring 19, 10 Uhr). Ebenfalls am Samstag geht es auf einer Wanderung zur Klosterruine Heisterbach bei Königswinter um das Thema „ Die alten Mönchsorden und ihr Umgang mit der Natur“ (11 Uhr, Treffpunkt Banhof Königswinter-Niederdollendorf).

Zum „Universellen Gottesdienst für die Erde“ wird eingeladen am Samstag, 14. September, um 18 Uhr (Fritz-Encke-Volkspark in Köln). Am Sonntag, 15. September, findet dann ein „Interreligiöses Gebet für die Schöpfung“ im Hambacher Forst statt (gegenüber der Mahnwache, an der Elsdorfer Straße 257). Beginn ist um 15 Uhr.

Das gesamte Programm gibt es hier.

 

„Keys of Hope“: Foto-Ausstellung über syrische Flüchtlinge bis zum 25. September beim Diözesan-Caritasverband

10. September 2019; ksd

Foto: ©  Bradley Seckers

Köln. Fast 71 Millionen Menschen sind derzeit weltweit auf der Flucht (Stand nach Angaben der UN zum 31. Dezember 2018). Die Ursachen, die Menschen dazu zwingen alles aufzugeben, sind vielfältig: Krieg und Gewalt, Verfolgung und andere Menschenrechtsverletzungen, Armut, Hunger und die Folgen des Klimawandels, Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit und vieles mehr. Kein einziger Mensch macht sich leichten Herzens auf den oft lebensgefährlichen Weg und die Suche nach Schutz und Sicherheit. Fast alle träumen davon, eines Tages nach Hause zurückkehren zu können. Eine berührende Foto-Ausstellung von „Caritas International“ zeigt dies: „Keys of Hope – Schlüssel der Hoffnung“ zeigt die Schlüssel von Zuhause, die viele Flüchtlinge mitnehmen auf ihren Weg. Die Schlüssel stehen für all das, was die Geflüchteten vermissen, für ihre Sehnsüchte und Träume – und für ihren Schmerz. Gezeigt wird die Ausstellung bis zum 25. September im Diözesan-Caritasverband in Köln (Georgstraße 7).

„Keys of Hope“ erzählt Geschichten von Menschen, die der Bürgerkrieg in Syrien um ihre Heimat und um ihr gewohntes Leben gebracht hat. Und oft auch um die Menschen, die sie lieben, um ihre Träume von der Zukunft und um das Alltagsglück eines ganz normalen Lebens in Sicherheit und Frieden. Die Kampagne geht zurück auf das Projekt „Syrian Nakbar“ des britischen Fotojournalisten Bradley Seckers. Neben der Fotoausstellung besteht sie aus zehn Videos – gedreht in Hamburg und Serbien –, welche die Schicksale einzelner Flüchtlinge in den Fokus rücken.

„Caritas international“ leistet Not- und Katastrophenhilfe sowohl in Syrien als auch in den Anrainerstaaten Libanon und Jordanien. Darüber hinaus ist die Hilfsorganisation entlang der Balkanroute, eine der Hauptrouten für Geflüchtete aus Krisengebieten, mit humanitären Hilfsprojekten präsent.

In dem hier gezeigten Bild sagt der 31-jährige Nabil aus Aleppo, was er am meisten vermisst: „ The smell of my mum -- den Duft meiner Mutter.“ 

Geöffnet ist die Ausstellung montags bis donnerstags von 8 bis 17 Uhr, freitags von 8 bis 14 Uhr.

Mehr unter: www.keys-of-hope.org

 

„Als würde Gott selbst in dein Leben hineinlächeln“ – Domforum mit Jahresmotto und Installation „Hauptsachen machen!“

6. September 2019; Hildegard Mathies

Foto: © DOMFORUM Köln

Köln. Ein echter Hingucker findet sich jetzt am eingerüsteten Domforum: „First things first – Hauptsachen machen“ lautet die Botschaft an zwei Seiten des Gebäudes gegenüber vom Dom. Doch dahinter verbirgt sich mehr: das Jahresmotto des Domforums und vor allem die Einladung, sich selbst mit Kern- und Wertefragen auseinanderzusetzen. Das wird deutlich auf dem Bauzaun am Domforum sowie am und im vorübergehenden Domizil der Einrichtung im Kurienhaus an der Südostecke des Roncalliplatzes. Am ersten Freitag im September haben Stadtdechant Robert Kleine, Domforum-Leiter Rainer Tüschenbönner, das Kölner „Studio komplementaer“ mit den ausführenden Künstlern Dorle und Micha Schmidt sowie Georg Hinz, der Kulturreferent des Domforums, das Projekt und Programm der Presse vorgestellt.

Pink, gelb, blau, grün, gelb – die 4,90 mal 10 Meter großen Banner springen sofort ins Auge, wenn man aus dem Dom kommt oder über die Domplatte oder angrenzende Straßen geht. Sie sollen bewusst ein Störer sein, ein Aufstörer und Gedankenstörer, vielleicht auch ein Ruhestörer. Wer auf dem Weg zum Einkaufstrip ist, im Alltagstrott steckt oder nur durchs Leben hastet, wird eingeladen, einen Moment innezuhalten. Es geht darum, „klar zu kriegen, was mir wirklich wichtig ist im Leben“, erklärt Tüschenbönner.

Auf Deutsch und Englisch werden Menschen angeregt, sich etwa zu fragen, wofür ihr Herz wirklich schlägt, wer oder was in ihrem Leben eine Rolle spielt und ihnen wirklich wichtig ist, wo die Quelle ihrer Kraft liegt und was ihnen Freude schenkt. Und auch wenn dahinter die Überzeugung steht, dass Gott sich für alle Menschen ein erfülltes, glückliches Leben wünscht, so kommt die Aktion bewusst niedrigschwellig daher, sodass sich auch Menschen angesprochen fühlen können, die keine Nähe zu Religion und Glauben haben. „Wir begegnen den Menschen offen, wie sonst auch in der Citypastoral“, erklärt Hinz. „Es geht darum zu schauen: Wie geht es dir gerade? Wie kommst du mit deinem Leben zurecht? Können wir Impulse setzen, wie Menschen zu einem erfüllten, freudvollen Leben kommen können?“

Wer sich von den bunten Bannern angesprochen fühlt, kann nicht nur die Idee mitnehmen, sich mittels QR-Code zu weiteren Informationen und Inspirationen führen lassen oder sich vor den bunten Tafeln fotografieren (lassen), sondern er kann auch die paar Schritte quer über den Roncalliplatz gehen. Am Kurienhaus greifen kleinere bunte Banner die Aktion auf. Zahlreiche Zettel im Schaufenster geben Ideen, welche „Hauptsachen“ man machen könnte und innen laden Karten und Tischaufsteller die Gäste dazu ein, miteinander über „Hauptsachen“ ins Gespräch zu kommen oder sich selbst zu fragen: „Wo liegen meine Prioritäten? Was ist mein Ding? Für wen schlägt mein Herz?“ und vieles mehr.

Vielfalt und Offenheit

„Wir wollen eine Unterbrechung schaffen“, erklärt Micha Schmidt das künstlerische Konzept. Einen Impuls setzen und die Menschen inspirieren weiterzudenken – das ist das Ziel der beiden Künstler und des Domforums. Und vielleicht motiviert es Menschen sogar dazu, „eingefahrene Muster infrage zu stellen und Neues zuzulassen“, so die Hoffnung der Macher. „Wir arbeiten immer intensiv für Werte, den Wandel und Wunder“, erklärt Micha Schmidt. Da kam das Projekt des Domforums für das Ehrenfelder Studio, das stark auf Interaktivität setzt, wie Dorle Schmidt erklärt, gerade richtig. Am Ende, so Micha Schmidts Hoffnung, soll das Projekt eine Ausstrahlung entfalten, „als würde Gott in dein Leben hineinlächeln“.

Dazu passen die weiteren Planungen: Im Herbst, wenn es abends früher dunkel wird, wird das Projekt noch ergänzt um eine Licht-Projektion am Interimsquartier des Domforums (Roncalliplatz 2). Dort kann man sich dann draußen buchstäblich unter und in den Segen Gottes stellen.

Während in den USA Donald Trump mit seinem Slogan „America first – Amerika zuerst“ im Weißen Haus regiert, setzt man in Köln bewusst auf Vielfalt und Offenheit, erinnerte Monsignore Kleine. „ Wir zeigen nicht die Rote Karte“, sagte er bei der Vorstellung der Aktion. „Wir zeigen den Menschen die bunte Karte.“ Bewusst hat man darauf verzichtet, die große Gerüstplane etwa als Werbefläche zu vermieten, so Tüschenbönner. Stattdessen geht es darum, dass die Menschen eingeladen werden, einen Moment innezuhalten und etwas Anregendes und Inspirierendes zu erleben und für ihr Leben mitzunehmen.

 „HAUPTSACHEN MACHEN!“ ist aber nicht nur eine künstlerische und zum Nachdenken anregende Aktion, sondern bietet als Programm auch weitere Möglichkeiten zur Reflektion und zum Austausch. Zum Auftakt findet am Donnerstag, 12. September, ein Mitsingkonzert mit dem Liedermacher Andre Schmidt statt. Regelmäßig wird das Domforum zudem Fragen auf seiner Facebookseite posten, die zur weiteren Auseinandersetzung anregen und – so Tüschenböners Hoffnung – die Menschen auch miteinander ins Gespräch bringen.

Informationen zur Aktion und zum Programm gibt es hier.

„Die Würde des Menschen ist unantastbar“: Gebet der Religionen am Tag für den Frieden (21. September)

6. September 2019; ksd

Köln. „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ ist das Leitwort für das diesjährige „Gebet der Religionen“ in Köln. Es findet statt am Internationalen Tag für den Frieden am Samstag, 21. September, in St. Peter am Neumarkt (Leonhard-Tietz-Straße 6). Beginn ist um 18 Uhr. Veranstalter ist der Kölner Rat der Religionen. Dieser ist ein Zusammenschluss von Religionsgemeinschaften und Organisationen, die sich für die Förderung des interreligiösen Dialogs und das friedliche, gleichberechtigte Miteinander aller Kölnerinnen und Kölner einsetzen sowie jede Form von Diskriminierung, Terror und Gewalt ablehnen. Gastgeber für das „Gebet der Religionen“ ist in diesem Jahr die katholische Kirche.

„Wir haben anlässlich des 70. Jahrestages der Verabschiedung des Grundgesetzes als Leitwort den ersten Artikel gewählt, weil wir davon überzeugt sind, dass alle Religionsgemeinschaften einen positiven Beitrag für die Begründung und Achtung der Menschenwürde leisten können“, erklärt Diakon Jens Freiwald vom Katholischen Stadtdekanat Köln. „Das ist uns gerade in einer Zeit wichtig, in der oft Hetze, Hass und Verunglimpfungen das gesellschaftliche Klima vergiften.“ Gerade hier könnten und sollten die Religionsgemeinschaften einen positiven Gegenakzent setzen, ausgehend von ihrem jeweiligen Menschenbild und in ihrer gesellschaftlichen Verantwortung.

Im Anschluss ist Gelegenheit zur Begegnung und zum Austausch.

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Tag des offenen Denkmals am 8. September: Auch Kölner Kirchen und kirchliche Einrichtungen laden ein

6. September 2019; ksd

St. Nikolaus. Foto: © Chris06 / Wikipedia Commons

Köln. Einmal im Jahr haben Besucherinnen und Besucher bei freiem Eintritt die Gelegenheit, Kirchen, denkmalgeschützte Gebäude und Einrichtungen auf ganz besondere Weise zu erleben. Am „Tag des offenen Denkmals“, der am Sonntag, 8. September, stattfindet, kann man hinter sonst oft verschlossene Türen blicken, erfährt in besonderen Führungen vieles, was man auch als Einheimischer häufig nicht weiß, und erlebt historische sowie moderne Architektur auf neue Weise. Auch viele Kirchen und kirchliche Einrichtungen im Erzbistum beziehungsweise im Stadtdekanat Köln machen mit und bieten einiges an Programm. Das Motto lautet in diesem Jahr: „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“.

Neben dem Kölner Dom und den romanischen Kirchen beteiligen sich auch viele andere Kirchen, zum Beispiel die Jesuitenkirche St. Peter in der Südstadt, St. Gertrud im Kölner Norden, die Grabeskirche St. Bartholomäus in Ehrenfeld, St. Nikolaus in Dünnwald oder die Klinikkirche St. Johannes der Täufer in Lindenthal. Auch ehemalige Klostergebäude wie das Klarissenkloster in Kalk oder der Gewölbekeller der ehemaligen Benediktinerabtei St. Heribert in Deutz können besucht werden.

In St. Gertrud wird etwa um 15 Uhr die Ausstellung „Fluch und Segen, Kirchen in der Nachkriegsmoderne“ eröffnet, die bis zum 8. November gezeigt wird (Krefelder Straße). St. Bartholomäus dient als Kolumbarium, wo Urnenbestattungen möglich sind (Helmholzplatz). St. Nikolaus gehört zu den sogenannten kleinen romanischen Kirchen und bietet mit dem alten Kirchhof und dem angrenzenden ehemaligen Klosterhof (heute in Privatbesitz) ein Ensemble, das als Kleinod gilt (Prämonstratenserstraße). Hier wird parallel auch zum Pfarrfest eingeladen und das bereits am Samstag, 7. September, ab 12 Uhr.

Das Erzbistum Köln hat eine Liste aller Kirchen und kirchlichen Einrichtungen in der gesamten Diözese erstellt, die sich am „Tag des offenen Denkmals“ beteiligen; manche bieten bereits am Vortag, am 7. September, ein Programm. Mehr als 70 Gastgeber laden im Erzbistum zu über 100 Führungen ein. 

Die Liste mit allen Informationen, Öffnungszeiten und Programm finden Sie hier.

 

„Mitten auf der Straße Gott begegnen“ - Bruder Markus aus dem GUBBIO verabschiedet

5. September 2019; Hildegard Mathies

Foto: © Silvia Bins

Nach rund neun Jahren in der Katholischen Wohnungslosenseelsorge Köln wurde jetzt der Franziskaner Bruder Markus Fuhrmann verabschiedet. Er übernimmt in wenigen Wochen eine neue Aufgabe in der Ordensleitung in München. Sein Nachfolger auf Zeit ist prominent: Weihbischof Ansgar Puff wird sich künftig regelmäßig im GUBBIO, dem vom Stadtdekanat Köln getragenen Zentrum der Katholischen Wohnungslosenseelsorge in der Ulrichgasse, engagieren. Zum Abschied feierten er und Stadtdechant Robert Kleine mit Bruder Markus, seiner Kollegin Schwester Christina Klein und vielen Gästen einen Gottesdienst im GUBBIO.

„Sie sehen ja gar nicht aus wie ein Priester!“ Wenn Bruder Markus diesen Satz hört, ist das als Kompliment gemeint. Der 48-jährige Franziskaner trägt im Winter einen roten Anorak, Jeans und zivile Alltagskleidung, im Sommer ist er auch schonmal in T-Shirt und Bermudas unterwegs, in der Stadt bevorzugt flott auf dem Rad. Typisch für die franziskanische Bodenständigkeit sind aber die Sandalen und der schwarze Holzring, der für die Solidarität mit den Armen der Welt steht.

Für viele Wohnungslose, ehemalige Obdachlose und Bedürftige ist Bruder Markus nicht nur ein vertrauter Mensch, sondern einer, dem sie vertrauen. Sie wissen, dass er jeden Menschen so annimmt, wie der- oder diejenige ihm begegnet. Und auch die Armen, die kaum noch Kraft haben und alleine nicht mehr mit ihrem Leben zurechtkommen, finden bei Bruder Markus und den anderen in der Wohnungslosenseelsorge Tätigen Annahme, Rat und Hilfe. Lange Jahre hat Bruder Markus mit Schwester Franziska Passeck zusammengearbeitet, bis diese schwer erkrankte und 2018 starb. Seit diesem Jahr ist er im GUBBIO sowie auf den Straßen und Plätzen der Stadt mit der Olper Franziskanerin Schwester Christina Klein unterwegs.

„Aufsuchende Seelsorge“ heißt es in der Fachsprache, wenn Seelsorger wie Bruder Markus die Menschen dort treffen, wo sie sich aufhalten. In der Sprache des christlichen Glaubens heißt dies schlicht Nächstenliebe. Außer auf der Straße ist das GUBBIO-Team nicht nur im eigenen Haus regelmäßig für die Menschen von der Straße da, sondern auch bei der Suppenküche am Appellhofplatz, die 1990 von der Emmaus-Gemeinschaft für Wohnungslose und Bedürftige gegründet wurde. Abends bekommen Bedürftige hier eine warme Mahlzeit, ein heißes Getränk sowie bei Bedarf und für leichtere Fälle medizinische Versorgung. Daneben gibt es als Angebot für die, die dafür schon bereit sind und es annehmen können, Rat und Hilfe. Bruder Markus und Schwester Christina sind als Seelsorger und Menschen, die ein offenes Ohr haben, dabei. „Wir wollen einfach für die Menschen da sein und sie vielleicht zum nächsten Schritt ermutigen“, sagt Bruder Markus.

Begegnung auf Augenhöhe

Von Anfang an gab es in der Wohnungslosenseelsorge auch ein geistliches, seelsorgliches Angebot für die Wohnungslosen und ehemaligen Wohnungslosen. Sie kamen zuerst zu den Franziskanerinnen, die mit der Arbeit begonnen hatten, und später ins GUBBIO, das Zentrum der Katholischen Wohnungslosenseelsorge im ehemaligen Franziskanerkloster. Regelmäßig wird bis heute zusammen Gottesdienst gefeiert. Dazu kamen Nachmittage mit Programm, etwa mit Vorträgen. „Doch in den letzten Jahren wurde die Not bei vielen so akut“, erzählt Bruder Markus. „da geht es nur noch um das Existenzielle: Schlafsack, Essen, Trinken. Und es ist für viele schön, wenn da einfach mal ein offenes Ohr und offene Arme sind und ich erst einmal so da sein darf.“

Seine Offenheit und Unvoreingenommenheit hat Bruder Markus bei vielen beliebt gemacht. Im Gottesdienst dankte Stadtdechant Robert Kleine Bruder Markus für seine Arbeit. „Bruder Markus war wirklich ein Schatz für unsere Stadt“, so der Monsignore. „Es war auch für mich immer wieder sehr bereichernd, von den Erfahrungen zu hören, über die Bruder Markus berichtet hat.“ Was den Franziskaner ausgezeichnet habe, sei die Begegnung mit den Menschen auf Augenhöhe, betonte der Stadtdechant. „Das dürfen wir eigentlich nie in der Seelsorge, dass wir den Menschen von oben herab begegnen. Und das ist Ihnen wunderbar gelungen“, wandte sich Kleine an Bruder Markus.

Bruder Markus, 1971 in Hannover geboren, zog es schon früh in die Sozialarbeit. Schon den Zivildienst absolvierte er in einer psychiatrischen Einrichtung. Nach dem Theologiestudium und dem Eintritt in den Orden folgten Praktika und Mitarbeit in sozialen Bereichen wie der Aidshilfe, Gefängnisseelsorge, Bahnhofsmission oder Straßenambulanz. Bruder Markus entschied sich dann noch Sozialarbeit zu studieren. Sein Berufsanerkennungsjahr absolvierte er seinerzeit im „Rochus“, einer Kontakt- und Beratungsstelle für wohnungslose Menschen in Köln-Ehrenfeld. Seit 2010 war er im GUBBIO tätig. Neben seiner seelsorglichen und sozialen Arbeit engagiert sich Bruder Markus im Orden in den Bereichen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung sowie Mission und Evangelisierung.

Um Pfingsten dieses Jahres wurde Bruder Markus zum Provinzialvikar gewählt und ist damit Stellvertreter des Provinzials, des Oberen der Deutschen Franziskanerprovinz. Schon seit einigen Jahren war er in der Ordensleitung tätig. Ende September will er nun seine Kisten verladen und nach München umziehen. Von dort aus wird er mitarbeiten an der Zukunft des Franziskanerordens und an neuen Projekten, wie einer interreligiösen Citypastoral und einer Art freiwilligem sozialem Jahr in Europa. Und natürlich wird er sich auch in München ein soziales Projekt suchen, um den Kontakt zu den Menschen nicht zu verlieren. „Nicht, dass ich am Ende nur noch am Schreibtisch oder im Zug sitze“, sagt er.

Geschenk und Gnade

Was bleibt für ihn von seiner Arbeit mit den Wohnungslosen und den Armen von Köln? „Das sind die Menschen“, sagt Bruder Markus. „Ganz viele Gesichter und Geschichten und Momente, die ich jetzt zurücklasse.“ Wie den Moment mit Adi, der ihm am Appelhofplatz aus seinem Leben erzählte, plötzlich feststellte: „Mensch, du hast ja gar nichts zu essen“ und sein Brot mit Bruder Markus teilte. „So etwas ist ein eucharistischer Moment, das hätte ich mir vorher nie träumen lassen“, sagt Bruder Markus. „Solche Augenblicke sind ein Geschenk und eine Gnade. Die sind besonders kostbar.“

In seiner Abschiedspredigt dankte Bruder Markus dann auch den Menschen, denen er bei seiner Arbeit begegnet ist. Er habe vieles gelernt: sich selbst noch einmal neu anzunehmen, die Grenzen des anderen zu sehen und zu respektieren, worauf es wirklich ankomme im Leben. „Das, was uns wirklich reich macht, ist die Freundschaft“, so der Franziskaner. „Ich danke euch dafür, dass ihr mir vieles beigebracht habt. Das war ein Stück Menschwerdung.“

Manche Menschen von der Straße hat Bruder Markus bis zu ihrem Tod begleitet, viele intensive Lebensgeschichten gehört. „Das alles war auch ein Weg zum Leben, auch zu meinem Leben“, sagt er. Eines ist dem Franziskaner ganz deutlich geworden in all der Zeit: „Du kannst mitten auf der Straße Gott begegnen.“

Als Nachfolger auf Zeit stellte Stadtdechant Robert Kleine im Gottesdienst Weihbischof Ansgar Puff vor. Er wird sich künftig regelmäßig im GUBBIO engagieren, bis die Stelle von Bruder Markus wieder besetzt werden kann. Dazu gehört es, den Gottesdienst zu feiern, als Gesprächspartner und Seelsorger da zu sein und an Nachmittagsangeboten des GUBBIO teilzunehmen. Viele Mitglieder der GUBBIO-Gemeinde kennt der Weihbischof bereits, seit er eine Rom-Wallfahrt der Gemeinde begleitet hat. Zu seiner Motivation erklärte Puff im Gottesdienst hemdsärmelig: „Ich mache verdammt viele Sachen, die für einen Priester eigentlich Schwachsinn sind, ich sitze in so vielen Sitzungen, wo ich denke: Wofür mache ich das? Und deshalb habe ich gesagt: Ich lasse etwas von dem unwichtigen Kram weg und bin lieber hier bei euch im GUBBIO!“ Und unter dem tosenden Applaus der Gemeinde erklärte Puff dann: „Ich bin nicht der Weihbischof, ok? Ich bin der Ansgar.“

 

Mehr unter www.gubbio.de

 

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Die Welt braucht den doppelten Klimawandel – Stadtdechant Kleine feiert Waldmesse im Tierpark

2. September 2019; ksd

Foto: © Beatrice Tomasetti / domradio.de

Köln, 2. September 2019 (ksd). So wie der heilige Franz von Assisi inmitten der Tiere predigte, so geht es einmal im Jahr auch bei der sogenannten Waldmesse im Lindenthaler Tierpark zu. In dem großen Freigehege im Kölner Westen versammeln sich dann hunderte Besucherinnen und Besucher zum gemeinsamen Gottesdienst. In diesem Jahr feierte Stadtdechant Robert Kleine die Waldmesse mit rund 800 Teilnehmern – und mahnte dabei einen doppelten Klimawandel an.

„Unsere Welt hat ein Klimaproblem“, konstatierte Kleine und erläuterte dann, dass es eigentlich zwei Klimaprobleme seien: zum einen die Erderwärmung, in deren Folge das Eis an Nord- und Südpol schmelze, der Meeresspiegel steige, das Wetter extremer werde und Tierarten aussterben würden. Zum anderen das zweite „Klimaproblem“: die zwischenmenschliche Abkühlung. „Die Atmosphäre zwischen den Menschen wird zunehmend kälter“, so der Stadtdechant. Der Umgangston werde rauer, die Anonymität nehme zu – und damit auch die Vereinsamung. Rein statistisch werde zudem in Deutschland jeden Tag ein Kind getötet. „Immer mehr Menschen packen diese kalte Atmosphäre nicht mehr“, erklärte der Stadtdechant. „Psychotherapeuten haben randvolle Terminkalender, und Therapieplätze für Alkoholkranke sind praktisch ständig ausgebucht." Beide Klimaprobleme müssten schnellstmöglich angegangen werden, so Kleine.

Es gebe in der modernen Welt die Tendenz, „dass selbst Menschen, die für die Bewahrung der Schöpfung eintreten, oft vergessen, dass sie selbst auch Geschöpfe sind“, kritisierte Kleine. „Ihr Interesse für die Schöpfung ist abgekoppelt vom Gedanken an einen Schöpfer. Sie tendieren dazu, sich selbst als Schöpfer zu verstehen und nicht als Geschöpfe.“ Der in der Bibel überlieferte Auftrag, sich die Erde untertan zu machen, sei aber kein Freibrief für Unterdrückung und Ausbeutung der Schöpfung.

Entsprechend rief Kleine die Gottesdienstgemeinde dazu auf, den Verantwortungsauftrag als Christ wahrzunehmen und Fürsorge für die Schöpfung zu übernehmen. So sei es Aufgabe jedes Einzelnen, den ursprünglichen Zustand des Gartens, in den Gott den Menschen gesetzt habe, wiederherzustellen, nämlich Harmonie zwischen Mensch und Gott sowie die Harmonie zwischen Mensch und Natur. „Die Verantwortung dafür ist uns in die Hand gegeben“, erinnerte Kleine. „Es gibt nur diese eine Welt!“

Einen ausführlichen Beitrag über die Waldmesse von Beatrice Tomasetti für domradio.de finden Sie hier.

 

Neues Programm, neue Räume – Katholisches Bildungswerk Köln präsentiert rund 1000 Veranstaltungen

29. August 2019; Hildegard Mathies

Foto: Symbolbild / Stadtdekanat

Köln, 29. August 2019 (ksd). Rund 1000 Veranstaltungen an 200 Orten präsentiert das Katholische Bildungswerk Köln im zweiten Halbjahr 2019. Leitthema für das Programm ist „30 Jahre UN-Kinderrechtskonvention“, die am 20. November 1989 von der Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedet wurde. Zeitgleich mit dem neuen Programm stellte das Katholische Bildungswerk auch seine Räume an der Tunisstraße vor.

„Wir wollen mit unserem Programm immer auf den Bildungsbedarf der Menschen reagieren, aber auch aktuelle, wichtige Themen aufgreifen“, erklärt Leiter Rainer Tüschenbönner. „Kinder sollten sich ohne den heute oft üblichen Leistungsdruck frei entfalten und entwickeln können.“ Und sie sollten beschützt sein, sicher vor Gewalt, Missbrauch, Krieg, aber auch vor Armut, Not und Unterdrückung. Das Bewusstsein dafür soll auch eine Aktionswoche schärfen, die vom 17. bis 23. November stattfindet. Getragen wird sie von den Bildungswerken im Erzbistum Köln und von den Katholischen Familienbildungsstätten. Sie steht unter dem Thema „Elternbildung stärkt die Rechte der Kinder“ .

Elternbildung sowie Eltern-Kind-Kurse sind auch einer der auch auf Stadt- und Landesebene anerkannten Schwerpunkte des Katholischen Bildungswerkes Köln. Hinzu kommen zahlreiche Veranstaltungen aus den Bereichen Religion und Dialog der Religionen, Kultur und Medien, Qualifizierung für Ehrenamtliche in den Gemeinden, Integration und gesellschaftspolitische Themen. „ Themen, zu denen wir schon immer etwas angeboten haben, erhalten derzeit eine ganz neue Aufmerksamkeit“, erklärt Rainer Will, der stellvertretende Leiter des Katholischen Bildungswerkes Köln. Dazu gehören entwicklungspolitische und Eine-Welt-Themen, aktuell aber vor allem auch umweltpolitische Themen und Veranstaltungen zur Bewahrung der Schöpfung. So findet sich im neuen Programm auch die Bewegung „Fridays for future“ wieder, daneben gibt es aus Anlass der Interreligiösen Naturschutzwoche (8. bis 15. September) am Dienstag, 17. September, die Podiumsveranstaltung „Was hat Religion mit Naturschutz zu tun?“ mit Experten wie Dr. Deborah Williger vom Institut für Theologische Zoologie in Münster und Andreas Wilhelm Mues vom Bundesamt für Naturschutz in Bonn (19 Uhr, FORUM Tunisstraße, Tunisstraße 4).

Das FORUM Tunisstraße beherbergt während der umfassenden Sanierung des Gebäudes am Domkloster 3, wo sich sonst auch das Domforum befindet, unter anderem die neuen Schulungs- und Veranstaltungsräume sowie die Geschäftsstelle des Katholischen Bildungswerkes Köln. „Nicht nur wegen der Sanierung ist es uns wichtig, dass wir auch an anderen Orten in der Stadt präsent sind“, betont Tüschenbönner. „Unser Ziel ist: Bildung muss fußläufig erreichbar sein. Wir sind deshalb den Gemeinden und besonders auch den vielen Ehrenamtlichen sehr dankbar, dass wir bei ihnen zu Gast sein dürfen und dass sie unsere Veranstaltungen unterstützen.“

Das gesamte 250 Seiten starke Programm gibt es hier.

 

„Das Paradies ist anderswo“ – Stadtdekanat unterstützt Lichtinstallation von Kane Kampmann zur Severinale

26. August 2019; Hildegard Mathies

Köln, 26. August 2019 (ksd). Während Klimaaktivistin Greta Thunberg über die Weltmeere zum UN-Klimagipfel nach New York segelt und sich der 250. Jahrestag der Geburt des Naturforschers und Pioniers Alexander von Humboldt nähert (14. September 1769) lädt die Künstlerin Kane Kampmann im Rahmen der Severinale in der Kölner Kirche St. Severin dazu ein, sich auf die Suche nach dem Paradies zu begeben. „Das Paradies ist anderswo – Humboldt’s Cosmos“ heißt die multimediale Lichtinstallation, die am Freitag und Samstag, 30. und 31. August 2019, jeweils von 21 bis 24 Uhr, den ganzen Kirchenraum erfüllen und die Besucher einbeziehen wird. Unterstützt wird der Beitrag in Kooperation mit der katholischen Gemeinde St. Severin vom Katholischen Stadtdekanat Köln.

Flüsse, Pflanzen, aber auch neuronale Netzwerke und Poesien – Worte und Textauszüge – gleiten in der Installation durch den gesamten leergeräumten Kirchenraum bis hinauf in das filigrane Netzgewölbe. Der Besucher findet sich inmitten dieser Schöpfung wieder – und wird ein Teil davon, wenn die Projektionen auch über sein Gesicht, seinen Körper wandern. „Der Mensch empfindet das Getrenntsein in der heutigen Zeit ganz besonders deutlich, in London wurde unlängst das ,ministry of loneliness’ gegründet“, sagt Kane Kampmann, die als Künstlerin unter dem Namen Kane firmiert. „ Wir sollten versuchen, uns wieder mehr zu verbinden, mit der Natur, dem Universum und miteinander.“

Über die Kunst als Medium will die Kölnerin genau diese Verbindungen herstellen. Und es funktioniert, wie die Reaktionen auf bisherige Aufführungen zeigen. Seine Premiere hatte „Das Paradies ist anderswo“ 2017 zur Wiedereröffnung von St. Severin nach einer umfangreichen Sanierung. Damals sahen mehr als 3000 Menschen die Installation an zwei Abenden. Das „zweite Paradies“ zog dann an Weihnachten 2017 ebenso viele Besucher in die Kirche St. Michael am Brüsseler Platz. Viele zeigten sich berührt, bewegt und begeistert von der Installation – egal, ob Jung oder Alt, kirchennah oder der Kirche eher fernstehend. „Ich bin froh, das erlebt zu haben“, „Ich hätte bis in die Nacht hinein sitzen bleiben können“ oder „Die Installation eröffnete einen faszinierenden Raum“ , lauteten einige der Reaktionen.

Wissenschaft und Spiritualität verbinden

Zu der Multimedia-Installation, die jedes Mal etwas anders verläuft, gehören auch Rezitationen und Live-Musik. Begleitet wird Kane Kampmann von Janina Wittmann, die die Rezitation von Humboldt-Texten übernimmt, sowie von dem georgischen Pianisten Shota Jinsharadze und dem aus Brasilien stammenden und in Deutschland lebenden Musiker Régis Patrick Floréncio am Kontrabass. Beide improvisieren zu der Projektion, komponieren aber auch eigens für den Anlass Teile der Musik.

Kane will mit ihrer Installation nicht nur den Kirchenraum neu erlebbar machen. Sie will Wissenschaft und Kultur, Religion und Spiritualität verbinden. Nicht von ungefähr hat sie Humboldt ausgewählt. „Er war anerkannter Wissenschaftler und Kosmopolit, war einer der Ersten, der schon damals vor der Abholzung der Wälder warnte und deren negative Auswirkungen auf das Klima. Und er war ein Visionär“, sagt die Künstlerin, zu deren Portfolio zahlreiche nationale und internationale Projekte gehören. „Humboldt hat schon damals sinngemäß gesagt: Eines Tages wird der Mensch auf der Suche nach neuem Lebensraum in den Weltraum fliegen, aber wird seine ganzen Machtgelüste, seine Gier und alles mitnehmen und die ,neue Erde‘ genauso zerstören wie die alte.“ Kanes Projektion folgt Humboldts Reisen von seinem Ausgangspunkt Spanien über Teneriffa bis zu den größten Wasserläufen der Erde in Südamerika.

Kane ist es wichtig, dass sich die Besucherinnen und Besucher als Teil der Installation erleben. Sie verzichtet auf technische Rafinesse, bedient  die Projektoren manuell, ist mit ihrem Team anwesend. Die Musiker spielen live. „Ich möchte einen Raum schaffen, in dem die Besucher imaginieren und ihren eigenen Assoziationen nachgehen können“, erklärt die Künstlerin. „In der Dunkelheit der Projektion wird der Betrachter anonym und zugleich Teil eines Gesamtgebildes. Ich will die Menschen vor allem emotional berühren, denn mit dem reinen Verstand haben sich die Dinge nie verändert.“ Und sie zitiert Johann Wolfgang von Goethe: „Wissenschaft ohne Poesie ist nichts."

Es geht Kane Kampmann vor allem auch um die Frage und die menschliche Ursehnsucht nach dem Paradies: Wo ist das Paradies? Gibt es das Paradies noch? „Brauchen wir die Vorstellung vom Paradies, um den Alltag hier zu ertragen?“, fragt sie. Das Absurde sei, dass viele Menschen aus dem Westen etwa auf der Suche nach dem (Urlaubs-)Paradies in die Südsee flögen – es aber genau dadurch, durch die Belastung der Umwelt, allmählich zerstörten. Während für Menschen aus anderen Kulturen der Westen mit seinen vermeintlichen Shopping-Paradiesen die Erfüllung ihrer Sehnsüchte und Träume bedeute. „Letztlich kann man sagen: Das Paradies ist immer anderswo“, sagt Kane Kampmann. „Vor allem aber in uns selbst.”

Es geht Kane nicht darum, dass der Mensch die Flucht aus seiner eigenen Umwelt antritt. Mit ihrer Installation verbindet die Künstlerin auch einen Appell, dass jeder das Paradies um ihn herum (neu) entdeckt – und sich für seinen Erhalt einsetzt. „Alexander von Humboldt kämpfte für einen gefährdeten Planeten und für gefährdete Kulturen“, erklärt sie. „Und damit auch für ein schon damals gefährdetes Paradies. Sein globaler Blick auf die Welt und seine vorbehaltlose Offenheit gegenüber Menschen fremder Kulturen machen ihn für uns heute relevant. Sie erinnern uns an ein vielleicht schon verlorenes Paradies – aber auch daran, was der Einzelne bewegen kann, wenn er sich vernetzt und wenn man sich gegenseitig unterstützt.“

Info

Gezeigt wird die Multimedia-Installation „Das Paradies ist anderswo – Humboldt’s Kosmos“ im Rahmen der Severinale an St. Severin, Köln, am Freitag, 30., und Samstag, 31. August, jeweils von 21 bis 24 Uhr. Die Kölner Südstadtgemeinde lädt vom 30. August bis 15. September 2019 dazu ein, die Kirche neu zu erleben. Die „Severinale“ statt bietet ein vielfältiges Programm in dem komplett leergeräumten Gotteshaus am Severinskirchplatz. Es reicht von der eindrucksvollen Lichtinstallation Kane Kampmanns über ein Mitsingkonzert mit dem bekannten Kölner Musiker Björn Heuser bis zur Entdeckungstour für Wohnungslose und der Severinusmesse mit Prozession. Mehr unter www.st-severin-koeln.de; www.kane.de.

„Das Paradies ist anderswo – Humboldt’s Cosmos” wird auch zu Weihnachten zu sehen sein: an Heiligabend, 24. Dezember, sowie am ersten Weihnachtstag, 25. Dezember, jeweils von 21 bis 24 Uhr, in der Herz-Jesu-Kirche am Zülpicher Platz.

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„Das muss Köln sich leisten können“: Stadtdechant Kleine begrüßt geplante Verlegung der Touristenbus-Haltestelle

19. August 2019; ksd

Foto: © Stadtdekanat Köln

Aktuell wird in der Stadt Köln darüber diskutiert, den Halteplatz der Touristenbusse von der Komödienstraße an einen anderen Ort zu verlegen. Dies trifft auch bei der katholischen Kirche auf Zustimmung. Stadtdechant Robert Kleine sagt dazu: „Ich begrüße den Plan sehr! Das wäre ein weiterer Meilenstein in der Verbesserung des öffentlichen Raumes in unmittelbarer Domnähe.“

 

Von der Goldgasse, die derzeit als möglicher neuer Standort für die Busse diskutiert wird, erreichen die Kölnbesucherinnen und -besucher einerseits auf kurzem Weg die Rheinpromenade und andererseits, durch die Unterführung Johannisstraße, den Kölner Dom sowie die Hohe Straße. Am Baptisterium vorbei, das sich auf der Ostseite der Kathedrale befindet und bereits vor einiger Zeit neu gestaltet wurde, gelangen die Besucher zudem schnell in die Kölner Altstadt.

 

„Allerdings ist der Gang durch die Johannisstraße zurzeit für Fußgänger unzumutbar, da die Unterführung als öffentliche Toilette missbraucht wird“, kritisiert Monsignore Kleine, der auch Domdechant ist. Die Unterführung müsste daher jeden Tag „mit Hochdruck“ gereinigt werden – „aber das dürfte ja kein Problem sein“, findet Kleine. „Eine weitere bauliche Aufwertung der Unterführung ist bereits von der Stadt geplant und sollte dann zügig umgesetzt werden.“

 

Wichtig sei es, am Ort der Ankunft und Abfahrt der Reisebusse mittelfristig eine öffentliche Toilette bereitzustellen, wie es in anderen Städten auch üblich sei – „am besten kostenfrei“, betont der Stadtdechant. „Auch das müsste sich Köln doch leisten können, damit es nicht nur einen guten Ruf hat, sondern auch keinen schlechten Geruch.“

  

Die Presse hat das Thema aufgegriffen. Eine Auswahl der Veröffentlichungen:

 

Kölner Stadt-Anzeiger: https://www.ksta.de/koeln/streit-um-reisebusse-in-koeln--fussgaenger-muessten-durch-eine-oeffentliche-toilette-gehen--33021936?dmcid=sm_em

 

Kölnische Rundschau: https://www.rundschau-online.de/region/koeln/-meilenstein-fuer-das-domumfeld---domdechant-fuer-neues-buskonzept-33023214

 

Express: https://www.express.de/koeln/ob-reker-laesst-so%C3%A9nius-idee-pruefen-steigen-touristen-in-koeln-bald-hier-aus-den-bussen--33008352

 

BILD: https://www.bild.de/regional/koeln/koeln-aktuell/koelns-domdechant-kleine-beklagt-wilde-toilette-das-stinkt-zum-himmel-64009268.bild.html

 

WDR: https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/wo-parken-touristenbusse-in-koeln-100.html

 

Radio Köln: https://www.radiokoeln.de/artikel/diskussion-um-standort-fuer-touristenbusse-298914.html

  

Severinale: 14 Tage voller Kunst, Kultur und Glaubensleben in St. Severin 30.8.-15.9.2019

15. August 2019; Hildegard Mathies

St. Severin/Bearbeitung Stadtdekanat Köln

Kirche neu erleben und als lebendigen Raum erfahren: dazu lädt die Kölner Südstadtgemeinde St. Severin vom 30. August bis 15. September 2019 ein. Zum zweiten Mal findet die „Severinale“ statt und bietet ein vielfältiges Programm in der komplett leergeräumten Kirche am Severinskirchplatz; es reicht von einer eindrucksvollen Lichtinstallation über ein Mitsingkonzert mit dem bekannten Kölner Musiker Björn Heuser bis zur Entdeckungstour für Wohnungslose und der Severinusmesse mit Prozession.

Zum Auftakt zeigen am Freitag und Samstag, 30. Und 31. August, jeweils von 21 Uhr bis Mitternacht die Kölner Künstlerin Kane Kampmann und ihr Team die Lichtinstallation „Das Paradies ist anderswo III – Humboldts Kosmos“. Unter sphärischen Klängen werden die Reisen des Forschers Alexander von Humboldt erlebbar mit einem Firmament aus Licht, das Flüssen und Pflanzen bis hin zu kosmischen Elementarteichen in den Kirchenraum zaubert.

Zu den Glanzlichtern des Programms zählen die Mitsingkonzerte „Himmel övver Kölle“ („Himmel über Köln“) mit Björn Heuser (Dienstag, 3. September, 19.30 Uhr) und der Gruppe „Church Rocking Köln“ (Donnerstag, 5. September, 19.30 Uhr); die Filmnacht mit historischen und zeitgenössischen Filmen rund um St. Severin und das Veedel sowie die Stadt Köln (Freitag, 6. Juni, 21 Uhr); ein zwölfstündiger Bibelmarathon (Mittwoch, 11. September, 10 bis 22 Uhr) sowie die Verleihung des Severinbürgerpreises 2019 an den Fotografen und Künstler Eusebius Wirdeier (Samstag, 14. September, 11 Uhr). Das geistlich-liturgische Angebot reicht von der Severinusmesse mit Prozession und Reliquienverehrung (Dienstag, 3. September, 18 Uhr) über das Abendlob in englischer Tradition, den „ Evensong“, (Dienstag, 10. September, 21 Uhr) bis zur Taizé-Nacht (Samstag, 14. September, 21 Uhr).

Das Gesamtprogramm ist zu finden auf www.st-severin-koeln.de

 

Andacht für alle Fußballfreunde im Kölner Dom 23.8.2019

8. August 2019; Jens Freiwald

Erzbistum Köln

Auch in diesem Jahr sind wieder alle Fußball-Fans herzlich zu einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst in den Kölner Dom eingeladen. Er findet am Freitag, den 23. August 2019, um 16.30 Uhr statt.

Nur wenige Stunden vor dem ersten Heimspiel des 1. FC-Köln in der neuen Saison gegen Borussia Dortmund werden sich wieder Fußballfreunde im Dom versammeln, um Gott um seinen Segen für eine gute Saison und einen fairen Umgang zwischen allen Spielern, Mannschaften, Schiedsrichtern und Fans zu bitten. Wie in den vergangenen fünf Jahren werden vor allem wieder die Fans des 1. FC-Köln in Trikots und mit Fan-Schals erwartet, aber natürlich sind auch die Fans von Borussia Dortmund und anderer Vereine herzlich eingeladen, den Gottesdienst mitzufeiern.

»Ich wünsche mir für die vor uns liegende Bundesliga-Saison zweierlei: Erstens, dass der 1. FC Köln erstklassig bleibt und zweitens, dass bei allen Spielen deutlich wird: Die gegnerische Mannschaft und ihre Fans sind „Gegner“ bei einem Spiel, keine „Feinde“. Gewalt, Hass und Diskriminierung dürfen im Fußball keinen Platz haben.«, so der Kölner Dom- und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine.

DOMRADIO überträgt die ökumenische Andacht live auf www.domradio.de.

 

Regionalforen auf dem Pastoralen Zukunftsweg im Erzbistum Köln

6. August 2019; Jens Freiwald

Erzbistum Köln

Wie stellen wir uns das Erzbistum Köln, seine Gläubigen und Gemeinden, seine Struktur und Kommunikation, seine Mitarbeitenden und ihre Haltung im Jahr 2030 vor? Wie kann kirchliches Leben unter sich verändernden gesellschaftlichen Bedingungen gelingen? Kurz: Wie soll die katholische Kirche im Erzbistum Köln in Zukunft aussehen? Auf der Aktuellen Etappe des Pastoralen Zukunftsweges sind die Gläubigen im Erzbistum Köln und alle Interessierten eingeladen, auf vielen Wegen aktiv mitzuwirken.

Dazu wird es im Herbst 2019 drei Regionalforen mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki geben, zu denen Sie herzlich eingeladen sind! Dort besteht die Gelegenheit, die von den fünf Arbeitsfeldern der Aktuellen Etappe entworfene „Zielskizze 2030“ für das Erzbistum Köln zu diskutieren, Ihre Überlegungen in diesen Prozess einzubeziehen, gemeinsam nachzudenken, sich auszutauschen. Herzliche Einladung, sich über die Homepage des Erzbistums Köln für diese Regionalforen anzumelden!

 

https://www.erzbistum-koeln.de/erzbistum/pastoraler_zukunftsweg/regionalforen/

 

21. September 2019: X-Post Köln

28. September 2019: City-Forum Euskirchen

5. Oktober 2019: Congress Center Düsseldorf

 

14. Kölner Ökumenetag: Kirche wohin? Christliche Spiritualität und Ökumene nach dem Ende der Volkskirchen

8. August 2019; Jens Freiwald

Stadtdekanat Köln

„Wir befinden uns also in einer vielfachen Krisensituation, die sich nun zuspitzt … Die alte Zeit ist tatsächlich zu Ende. Deshalb dürfen wir unsere Kräfte nicht darin investieren, eine bestimmte, uns vertraute Gestalt der Kirche um jeden Preis zu retten… . Diese Gestalt (trägt) nicht mehr in die Zukunft.“ (Bischof Overbeck, 2019).

Der evangelisch-katholische Arbeitskreis für Ökumene in Köln nimmt beim diesjährigen Ökumenetag am Samstag, 21. September, mit Vorträgen, Talkrunden und Workshops die besonderen pastoralen und gesellschaftlichen Fragen, die nach dem Ende der Volkskirchen auf die Ökumene zukommen, in den Blick. Wird es gelingen, Ökumene nicht mehr als eine Zusatzaufgabe, sondern einen gemeinsamen Auftrag zu sehen, der selbstverständlich zur Sendung als Christen im Heute gehört?

Eine Veranstaltung des Evangelisch-Katholischen Arbeitskreises für Ökumene im Stadtbereich Köln in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Köln und der Melanchthon-Akademie.

www.katholikenausschuss.de

 

"Kirche in der Kölner City" Gottesdienstzeiten, Kirchenmusik + mehr

29. November 2018; Jens Freiwald

Stadtdekanat Köln

Eine Übersicht über die Gottesdienst- und Besichtigungszeiten der Innenstadtkirchen, kirchenmusikalische Angebote im Sommer und Herbst, einzelne Veranstaltungshinweise aus Gemeinden und dem DOMFORUM sowie eine Auswahl fremdsprachiger Gottesdienstangebote bietet Ihnen das beigefügte Faltblatt.

 

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"Frühlingserwachen in der Ökumene!?"

24. Mai 2019; Jens Freiwald

Stefan Rahman

Dem Kölner Stadtsuperintendent, Pfarrer Rolf Domning, ist die Ökumene ein wichtiges Anliegen. Und so lud er zum letzten "Frühjahrsgespräch" seiner Amtszeit Stadtdechant Msgr. Robert Kleine in den Garten der Kölner Kartause ein.

Mit dabei waren neben zahlreichen Pressevertretern Pfarrer Dr. Martin Bock als Ökumenebeauftragter des Evangelischen Kirchenverbandes und Diakon Jens Freiwald, der als Referent des Stadtdechanten u.a. für die ökumenischen Beziehungen zuständig ist.

Eine ausführlichen Bericht über das Frühjahrsgespräch lesen Sie auf der Webseite des Evangelischen Kirchenverbandes.

 

Stadtdechant Robert Kleine zur Initiative "Maria 2.0"

14. März 2019; Jens Freiwald

Stadtdekanat Köln

Im Interview mit dem Domradio äußert sich Stadtdechant Msgr. Robert Kleine, der auch Diözesanpräses der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands ist, zur Initiative "Maria 2.0".

Lesen Sie das vollständige Interview auf der Webseite des Domradios.

 

Dom- und Kirchenführungen Sommer 2019

15. April 2019;

Stadtdekanat Köln

Mai - Oktober 2019

Auch wenn das Domforum während einer Sanierungsphase ein Ausweichquartier Roncalliplatz beziehen muss, geht das Führungsprogramm weiter. 
Ein besonderes Erlebnis ist das spirituelle Angebot "Mein Dom". Abendliche Glaubenswege, auf denen Persönlichkeiten, die in besonderer Weise mit dem Dom verbunden sind, ihren eigenen Zugang zu diesem Bauwerk und eine individuelle Auswahl anbieten, die von ihrer persönlichen Spiritualität und ihrem Glauben geprägt ist.

Die neuen Termine entnehmen Sie bitte dem Programm, das ab sofort im Domforum ausliegt und auch auf der Homepage zu finden ist.
Ab dem 12. April 2019 sind kostenlose Reservierungen für die Einzeltermine telefonisch unter 0221 / 925847-30 oder direkt im Domforum möglich (max. 2 Personen und 1 Termin pro Reservierung).

Natürlich finden sich auch wieder altbewährte Führungsthemen in unserem Sommerprogramm: Die beliebte Reihe Nacht-Raum Dom (ab dem 12. April 2019 mit telefonischer Anmeldung unter 0221/925847-30) und die Reihe "Vor Ort" entführt Sie auf den Melatenfriedhof und nach KOLUMBA. In der Reihe Dom für Spürnasen erfahren Kinder und Familien etwas über die Entstehung des Doms und Bilder und Symbole werden in packenden Geschichten erklärt.
Das neue Programm beginnt am 1. Mai 2019. Programmhefte können im Domforum kostenlos abgeholt werden.
Weitere Informationen unter

www.domforum.de

  

Kirchen in NRW grüßen zum Beginn des Ramadan 2019

6. Mai 2019; Erzbistum Köln Hauptabteilung Kommunikation und Medien

Stadtdekanat Köln

NRW. Zum muslimischen Fastenmonat Ramadan wenden sich die fünf katholischen (Erz-)Bistümer und die drei evangelischen Landeskirchen in Nordrhein-Westfalen auch im Jahr 2019 mit einer gemeinsamen Grußbotschaft an Musliminnen und Muslime. Das diesjährige Grußwort der Kirchen in NRW ruft die Fähigkeit der Religionen ins Bewusstsein, Grenzen zu überwinden und gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stiften.

In den Fastenmonat Ramadan fallen in diesem Jahr die Wahlen zum Europäischen Parlament. Die Idee eines geeinten Europas steht derzeit unter Kritik. In einzelnen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und weit darüber hinaus sind nationalistische Fliehkräfte spürbar. Der Ruf nach Abgrenzung wird immer lauter. „Es herrschen eine Polarisierung, die niemandem dient und die eigentlich niemand will, und ein Stillstand, der übersieht, dass Wandel wesentlich zu jeder Existenz gehört“ heißt es im Grußwort.

Gegenüber diesen Entwicklungen rufen die Unterzeichner in Erinnerung, dass die heiligen Schriften von Christentum und Islam ein anderes Bild der Welt anbieten: „So nimmt der Koran auf die Vielfalt der Menschen in positiver Weise Bezug und versteht sie als Auftrag: ‘Wetteifert nun nach den guten Dingen!’ (Sure 5,48), während die Bibel Christinnen und Christen auffordert: ‘Soweit es euch möglich ist, haltet mit allen Menschen Frieden!’ (Römerbrief 12,18).“

Die Unterzeichner des Grußworts sehen die Religionen in der Verantwortung, sich über religiöse, ethnische und nationale Grenzen hinweg für den gesellschaftlichen Zusammenhalt der Menschen einzusetzen: „Kein Land wird jedoch die Herausforderungen unserer Zeit alleine und isoliert bestehen können. Es ist unser Auftrag als Weltreligionen, das Bewusstsein dafür wachzuhalten, dass es immer um mehr geht als nur nationale oder gar lokale Interessen. Es geht um die eine Welt, die uns Menschen anvertraut ist.“

Unterzeichner des Grußwortes sind Landessuperintendent Dietmar Arends (Lippische Landeskirche), Erzbischof Hans-Josef Becker (Erzbistum Paderborn), Bischof Dr. Helmut Dieser (Bistum Aachen), Bischof Dr. Felix Genn (Bistum Münster), Präses Dr. h.c. Annette Kurschus (Evangelische Kirche von Westfalen), Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen), Präses Manfred Rekowski (Evangelische Kirche im Rheinland) und Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki (Erzbistum Köln). (pek190506)

Das Grußwort im Wortlaut finden Sie hier als PDF: https://kommunikation.erzbistum-koeln.de/index.php/s/NjpLA9Et3xFkDCY.

 

Ostern 2019 - Gottesdienste in den Kar- und Ostertagen in der Kölner Innenstadt

3. April 2019; Jens Freiwald

Stadtdekanat Köln

Die Christinnen und Christen in der Kölner Innenstadt feiern zwischen Palmsonntag und Ostermontag in zahlreichen Gottesdiensten

den Einzug Jesu in Jerusalem - Palmsonntag,

das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern - Gründonnerstag,

sein Leiden und Sterben - Karfreitag,

und seine Auferstehung am dritten Tag - Osternacht.

Alle Gottesdienstzeiten und -orte zwischen Palmsonntag (14. April) und Ostermontag (22. April) im Stadtbezirk Mitte finden Sie in der beigefügten Datei.

 

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Männerwallfahrt und Schweigegang nach Kalk 6.4.2019

"Wer wirft den ersten Stein?" (vgl. Joh 8,7)
11. März 2019; Jens Freiwald

Stadtdeknat Köln

In diesem Jahr lädt erstmals der neu ernannte Stadtmännerseelsorger, Pfarrer Bernd-Michael Fasel, zum Schweigegang der Männer zur Schmerzhaften Muttergottes nach Kalk des Katholischen Stadtdekanats Köln ein.

Pfarrrer Bernd-Michael Fasel schreibt dazu in seinem Einladungstext: "Wer wirft den ersten Stein? Manchmal bedarf es eines winzigen Zufalls, und schon eskaliert eine bis dahin brenzlige Situation. Dann kann Steine werfen gar nicht mehr so unausweichlich sein. Steine werfen löst aber keine Probleme, sondern schafft viel größere.

Im Evangelium des 5.Fastensonntags, an dessen Vorabend einer Jahrzehnte langen Tradition gemäß der Schweigegang der Kölner Männer zum Bild der schmerzhaften Mutter nach Kalk und von dort aus zum Dom geht, wird das fast unausweichliche Steine werfen von Jesus noch so gerade abgewendet. Er konfrontiert die zur Selbstjustiz bereiten Männer aus der Mitte der damaligen Gesellschaft mit der provokativen Aussage: 'Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein!'

Uns Kölner Männer kann dieser aufrüttelnde Satz auf unserem Schweigegangbegleiten, uns helfen uns neu zu verorten. Die Worte Jesu können auf diesem Weg und bei der Abschlussmesse in Dom wieder reflektierter zum Maßstab unseres gesellschaftlichen und kirchlichen Handelns werden. Nachdem ich selbst über viele Jahre hinweg mit "meinen" Männern aus Dellbrück und Holweide Mitläufer beim Schweigegang war, darf ich mich Ihnen in diesem Jahr als neuer Stadtmännerseelsorger vorstellen uns als Mit-Verantwortlicher dieser traditionsreichen Männerwallfahrt.

Auf viele Mitläufer auch in diesem Jahr freut sich

Ihr Pfarrer Bernd-Michael Fasel, Stadtmännerseelsorger in Köln"

Alle Informationen zu den Stationskirchen und Zeiten finden Sie auf der Webseite:

www.schweigegang.de

 

NACHT RAUM STILLE Lange Nacht der Kirchen in der Kölner Innenstadt 22.3.2019

20. Februar 2019; Jens Freiwald

Dirk Mailänder

Die Lange Nacht der offenen Kirchen hat sich in Köln zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. In den letzten Jahren haben sich über 20 Kirchen in der Kölner Innenstadt beteiligt.

In dieser Nacht werden die Gebäude zu Orten der Begegnung mit den Räumen, mit den Kunstwerken, mit isch selbst und vielleicht mit Gott.

Diese Nacht lädt dazu ein, die geöffneten Türen nach Herzenslust zu nutzen und die Atmosphäre großartiger Räume voller Geschichte

und Leben, voller Mystik und Originalität, voller Gottessuche und Antworten zu erleben. Die Lange Nacht der offenen Kirchen findet in der Fastenzeit statt, einer Zeit der Besinnung und der Vorbereitung auf Ostern – das Fest des Todes und der Auferstehung Jesu.

So verbinden die beteiligten Kirchen mit der Einladung die Hoffnung, in dieser Nacht gemeinsam mit vielen anderen Menschen innerlich und äußerlich »unterwegs zu sein« und in ökumenischer Verbundenheit, die Spurensuche im Glauben zu gestalten.

Lassen Sie sich an den verschiedenen Orten und in den Begegnungen anregen, begeistern, irritieren, nachdenklich stimmen und erleben

Sie die Kirchen mit ihren unterschiedlichen Impulsen.

Alle Informationen finden Sie auf der Webseite www.nachtraumstille.de .

 

Misereor Fastenaktion 6.-10.3.2019 Auftakt in Köln

20. Februar 2019; Jens Freiwald

Misereor

Vom 6. bis 10. März 2019 eröffnen MISEREOR und das Erzbistum Köln gemeinsam die bundesweite MISEREOR-Fastenaktion. Um den Menschen die Möglichkeit zu geben, die Aktion und das diesjährige Partnerland El Salvador kennenzulernen, haben sich die Organisatoren zur Eröffnung ein facettenreiches Programm überlegt.

Von einem Musikevent mit Schülerinnen und Schülern der erzbischöflichen Schulen bis hin zur Jugendaktion „Basta! Jugend macht was draus!“ ist alles dabei.

Alle Informationen finden Sie auf der Webseite des Erzbistums Köln.

 

Stadtdechant Robert Kleine: Gute Wünsche für einen friedlichen Straßenkarneval

27. Februar 2019; Jens Freiwald

Stadtdekanat Köln

Mit guten Wünschen für einen friedlichen und stimmungsvollen Straßenkarneval läutet Stadtdechant Msgr. Robert Kleine die jecken Tage auf Kölns Straßen und Plätzen ein.

Sehen und hören Sie die guten Wünsche des Stadtdechanten direkt aus dem Kasino der Altstädter im Video auf Facebook.

  

Kölner Valentinstag 2019 - "Einer, dä dich leev hät" von MILJÖ

11. Februar 2019; Jens Freiwald

Stadtdekanat Köln
 

Kölner Valentinstag 2019 –

eine Aktion der katholischen Kirche in der City und von MILJÖ

Schon zum dritten Mal gestalten das Katholische Stadtdekanat, die Ehepastoral des Erzbistums Köln und das DOMFORUM gemeinsam den Kölner Valentinstag am und rund um den 14. Februar.

Prominenter musikalischer Kooperationspartner ist in diesem Jahr die Band MILJÖ. Die fünf Jungs haben eigens für den Kölner Valentinstag ein Video zum Song „Einer, dä dich leev hät“ produziert. 

Mike Kremer, Frontmann von MILJÖ: "Wir unterstützen die Aktion Kölner Valentinstag, weil wir der Meinung sind, dass der Valentinstag nicht nur eine Goldgrube für die Floristikindustrie sein sollte. Es sollte vielmehr wieder um den Kern der Sache - die Liebe - gehen, die an diesem Tag besondere Würdigung erfährt. Uns geht es dabei nicht nur um die Liebe zu einem Partner, sondern auch um viele andere Möglichkeiten der Liebe, wie etwa die Liebe zur Familie, zur besten Freund*in, usw. Natürlich soll dieses unsichtbare Band auch an den übrigen 364 Tagen des Jahres gewürdigt und gefeiert werden, aber oft brauchen Menschen ja einen Anlass, um sich so mancher - vermeintlich selbstverständlicher – Dinge bewusst zu werden. Et jitt immer irjendwo einer, dä dich unendlich leev hät."

 

Aktionen rund um den Valentinstag - Gottesdienst für Paare im Kölner Dom

Zentrales Ereignis ist der Gottesdienst für Paare am 14.2. um 17 Uhr im Kölner Dom vor dem Dreikönigenschrein mit Stadtdechant Msgr. Robert Kleine. Als Symbol für die Liebe erhalten alle Jung- und Alt Verliebten die eigens für den Anlass entworfene Kölner Valentinskerze - ein kleines Symbol des Miteinanders, das auch im Alltag an den Wert der Liebe erinnern soll.

Bereits ab 15 Uhr werden am 14.2. auf der Domplatte kostenlose Valentinskerzen verteilt, um an die Werte der Liebe zu erinnern: Geborgenheit, Freude, Verlässlichkeit, Unterstützung – ein Zeichen für gelebte Partnerschaft.

Die Idee des Kölner Valentinstages ist es, den Valentinstag neu zu beleben. Weniger Kommerz – mehr Sinn. Die Liebe soll wieder ins Zentrum des Valentinstags rücken. Die partnerschaftliche Liebe wird gefeiert sowie gestärkt und gleichzeitig ein modernes Brauchtum kultiviert.

Übrigens: In einer größeren Form kann die Valentinskerze auch schon vor dem 14.2. in den Domläden erworben werden.

Hintergrund: Valentin von Terni war ein Priester, der Liebespaare trotz des Verbots des römischen Kaisers Claudius II christlich traute und dafür 263 n. Chr. hingerichtet wurde.

www.koelnervalentinstag.de

  

Predigt von Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff beim Ökumenischer Neujahrsgottesdienst 3.2.2019

14. Januar 2019; Jens Freiwald

Domradio
 

„Suche den Frieden und jage ihm nach!“

Der Ökumenische Neujahrsgottesdienst der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln mit anschließendem Empfang fand in diesem Jahr am Sonntag, den 3. Februar 2019, um 18 Uhr in St. Gereon statt. Es predigte Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff von der Universität Freiburg im Breisgau.

Seine Predigt kann auf der Webseite der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln nachgelesen werden.

www.oekumene-koeln.de

  

27. Januar 2019 Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

10. Januar 2019; Jens Freiwald

Stadtdekanat
 

Seit 1996 der damalige Bundespräsident Roman Herzog den 27. Januar, den Tag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, zum Nationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus erklärt hat, findet jedes Jahr in der Antoniterkirche die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt Köln statt.

Im Jahr 2019 wollen wir den Blick auf diejenigen Kölnerinnen und Kölner lenken, die Opfer des verbrecherischen Vernichtungskrieges wurden, die als KriegsgegnerInnen verfolgt, als Zwangsrekrutierte ausgebeutet und teilweise in den Tod getrieben wurden.

Wir widmen uns in diesem Jahr auch der Gruppe der Zeugen Jehovas. Ihre unnachgiebige Weigerung, Dienst an der Waffe zu leisten, war Anlass für ihre Verfolgung.

Sonntag, 27. Januar 2019, 14 Uhr, Antoniterkirche, Schildergasse 57, 50667 Köln

www.antonitercitykirche.de

 

Rede von Stadtdechant Msgr. Robert Kleine beim Dreikönigsempfang 7.1.2019

8. Januar 2019; Jens Freiwald

 

Köln, 07.01.2018. Der große Saal des Maternushaus war auch in diesem Jahr beim traditionellen Dreikönigsempfang von Katholikenausschuss und Stadtdekanat gut gefüllt.

Vor den geladenen Gästen aus Politik, Verwaltung, Kirchen und Gesellschaft ließ Stadtdechant Msgr. Robert Kleine das Jahr 2018 Revue passieren.

Für das Jahr 2019 formulierte er Wünsche mit Blick auf verschiedene gesellschaftliche und kirchliche Themen.

Lesen Sie die gesamte Rede von Msgr. Kleine als PDF Dokument.

 

Weihnachtsgottesdienste und Krippen in Köln

29. November 2018; Jens Freiwald

Erzbistum Köln
 

Weihnachten steht vor der Tür. In den Kölner Kirchengemeinden finden an Heiligabend und den darauf folgenden Feiertagen festliche Gottesdienste statt.

Eine Übersicht über die katholischen und evangelischen Weihnachtsgottesdienste und die Besichtigungszeiten der Krippen in den katholischen Kirchen Kölns finden Sie auf der Webseite abventskalender.koeln .

Zeit für Frieden - Friedensbotschaften im Advent

29. November 2018; Jens Freiwald

Stadtdekanat Köln
 

Kölner Adventskalender 2018

Auch und gerade in diesem Jahr erleben wir, wie Polarisierungen, Hass und Zwietracht zunehmen. Nicht nur Bürgerkriege und zwischenstaatliche Konflikt weiten sich aus, sondern auch in unserer Gesellschaft stehen sich viele Menschen immer unversöhnlicher gegenüber.

Weihnachten aber ist das Fest des Friedens. Die Botschaft des Engels an die Hirten von Betlehem lautet: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen seines Wohlgefallens.“ (Lukasevangelium 2,14).

Daher laden wir Sie ein, sich nicht nur im Advent für den Frieden einzusetzen - in ihrem privaten Umfeld, in unserer Gesellschaft und auch in Verantwortung für unsere gemeinsame Welt.

Unsere 24 Friedensbotschafterinnen und -botschafter - vom Kardinal bis zur engagierten Bürgerin - möchten Sie dazu inspirieren

- denn es ist ZEIT FÜR FRIEDEN.

Alle Friedensbotschaften finden Sie auf unserer Webseite

www.adventskalender.koeln

 

"Wo bitte geht's zur Arbeit?" Fachnachmittag der Aktion Neue Nachbarn 30.11.2018

19. November 2018; Jens Freiwald

Angelika Kamlage
 

"Wo bitte geht’s zur Arbeit?" | Wege und Irrwege bei der Arbeitsmarktintegration Geflüchteter

Ausbildung und Arbeit sind die wichtigsten Ziele der in Deutschland lebenden Geflüchteten, denn sie ermöglichen gesellschaftliche Teilhabe und ein eigenständiges Leben mit Zukunftsperspektive. Die Chancen dafür stehen eigentlich gut, denn in vielen Branchen werden Auszubildende und Arbeitskräfte gesucht.

Aber bisherige Erfahrungen zeigen, dass eine Vielzahl von Hindernissen auf dem »Weg zur Arbeit« zu überwinden sind: Unsichere Bleibeperspektiven, nicht anerkannte Abschlüsse, hohe Sprachanforderungen, Diskriminierung und fehlende Vielfaltskompetenzen in den Institutionen.

Wie erleben Geflüchtete, ehrenamtliche UnterstützerInnen und ArbeitgeberInnen die Situation? Was sagen die offiziellen Statistiken zu den Bemühungen, den Arbeitsmarkt für Geflüchtete zu öffnen? Und welche Strategie verfolgt die Landesregierung Nordrhein-Westfalens, um die Chancen der Geflüchteten auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern?

Freitag, 30. November 2018 von 13 bis 17 Uhr | FORUM Volkshochschule im Museum am Neumarkt, Cäcilienstraße 29-33, 50667 Köln

13 Uhr: Mittagsimbiss | 14 Uhr: Begrüßung durch Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und Homaira Mansury (FORUM Volkshochschule)

Mitwirkende: Serap Güler, Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen | Ada Lüder, Fachexpertin für Menschen mit Fluchterfahrung im Jobcenter Köln | Vera Holtz, Teamleiterin Integration Point Agentur für Arbeit | Andrea Ferger-Heiter, Betriebswirtin und ehrenamtliche Jobpatin | Jasna Rezo-Flanze, Leiterin Fachkräftesicherung im Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung der IHK Köln | Peter Krücker, Vorstandssprecher Caritasverband für die  Stadt Köln e. V. | Amanuel Amare, interkultureller Promotor und Geschäftsführer Migrafrica e. V.

Moderation: Dr. Martin Herrndorf, Colabor Köln | Musik: Addis Band (Ethio Jazz)

Die Veranstaltung ist kostenfrei. Wir bitten um Anmeldung mit Name und Organisation bis zum 23. November unter: anmeldung@katholisches.koeln. Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie am Mittagsimbiss teilnehmen.

 

"Nein zu Gewalt an Frauen" Multireligiöses Abendgebet 25.11.2018

8. Oktober 2018; Jens Freiwald

Stadtdekanat Köln
 

Am Internationalen Gedenktag "Nein zu Gewalt an Frauen" laden auch in diesem Jahr Christinnen, Musliminnen und Bahá'í am 25. November 2018 um 18 Uhr zu einem multireligiösen Abendgebet ein.

Unter dem Leitwort "Der schöne Schein" steht Gewalt hinter der eigenen Haustür im Mittelpunkt des diesjährigen Gedenktages.

Gastgeberin ist die Bahá'í Gemeinde in der Neusser Straße 233 in 50667 Köln.

www.katholikenausschuss.de

 

Gedenkkonzert 80 Jahre nach der zentralen Pogromnacht 18.11.2018

8. November 2018; Jens Freiwald

Diözesanrat
 

Vor genau 80 Jahren erschütterte ein zentral veranlasster Pogrom das Deutsche Reich. Bei dieser beispiellosen antisimitischen Gewaltwelle wurden jüdische Einrichtungen und Friedhöfe, Synagogen, Geschäfte und Wohnungen zerstört. Tausende Menschen wurden nicht nur gedemütigt und verletzt, viele Menschen wurden getötet.

Um der Menschen zu gedenken, die während der Reichspogromnacht und den schlimmen Folgen zu leiden hatten, lädt der Diözesanrat der Katholiken im Erzbistum Köln am 18. November 2018 um 18:30 Uhr zum Gedenkkonzert in die Pastor-Könn-Aula der Kirchengemeinde St. Aposteln (Neumarkt 30, 50667 Köln) ein.

Die Sängerin Agnes Erkens und der Pianist Wilfried Kats bringen jiddische, hebräische und chassidische Lieder zum Erklingen. Karin Titz und Markus Juraschek-Eckstein lesen Texte von Augenzeugen der Pogromnacht. Zu hören sind zudem Auszüge aus der perfiden Begründung der Reichspogromnacht von Pogromminister Joseph Goebbels.

Diese sogenannte „Kristallnacht“ markiert den Übergang zur Mordpolitik der Nationalsozialisten. Am Ende die physische Vernichtung von mehr als 6 Millionen jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern.

„Nicht im Wegschauen und Verdrängen, sondern nur im Gedenken – auch des Versagens der christlichen Kirchen – und dem entschiedenen Entgegentreten jeder Form des Antisemitismus, des Rassismus und der Verfolgung werden wir den Opfern gerecht und können glaubwürdig an eine Zukunft in Frieden und Gerechtigkeit mitbauen“, sagt der Geschäftsführer des Diözesanrates Köln Norbert Michels.

Der Abend steht unter der Schirmherrschaft von Oberbürgermeisterin Henriette Reker und dem Vizepräsidenten des Zentralrates der Juden Abraham Lehrer. Mitgestaltet wird die Gedenkveranstaltung von Stadtdechant Monsignore Robert Kleine und Stadtsuperintendent Pfarrer Rolf Domning.

Anmeldung ab sofort unter 0221 2576111 oder dsa@dioezesanrat.de möglich. Die Teilnahme ist kostenfrei. Ein Imbiss wird am Ende gereicht.

www.dioezesanrat.de