Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten zu stadtweiten Veranstaltungen, Initiativen und Aktionen der katholischen Kirche und ihrer Kooperationpartner in der Stadt Köln.

Überregionale Nachrichten der katholischen Kirche finden Sie auf den folgenden Webseiten:

www.erzbistum-koeln.de | www.koelner-dom.de | www.domradio.de | www.katholisch.de | www.kna.de | www.dbk.de | www.vaticannews.va/de.html

 

#kölngegengewaltanfrauen – Online-Aktion zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen (25. November)

24. November 2020; ksd

 

Köln. Der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen wird seit 1960 jedes Jahr begangen. Die Vereinten Nationen riefen den Jahrestag nach der Ermordung von drei Frauen in der Dominikanischen Republik aus, um insbesondere staatliche Akteure an ihre Verantwortung für den Schutz von Mädchen und Frauen zu erinnern. Da wegen Corona öffentliche Aktionen aktuell verboten sind, lädt der Arbeitskreis (AK) „Gewalt gegen Frauen“ der Stadt Köln ein, am Mittwoch, 25. November, mit einem Bild unter dem Hashtag #kölngegengewaltanfrauen über die Sozialen Medien ein Zeichen zu setzen.

Weil die Frauenorganisation der Vereinten Nationen, UN Women, den Tag seit einigen Jahren auch mit dem Slogan „Orange the World“ verbindet und dazu aufruft, öffentliche Gebäude orangefarben zu beleuchten, ruft der AK dazu auf, sich mit einer orangefarbenen Corona-Maske oder einem orangefarbenen Gegenstand zu fotografieren und das Foto auf Instagram, Facebook oder anderen Sozialen Medien hochzuladen:

#kölngegengewaltanfrauen mit der Verlinkung @gegengewaltanfrauen

 

Hier gibt es einen Fürbitttext, um das Anliegen auch im Gebet zu unterstützen.

 

Vier Christmetten am Heiligen Abend im Kölner Dom / Kartenreservierung ab dem 14. Dezember

17. November 2020; ksd

 

Köln (mk). Damit in diesem Jahr trotz der strengen Hygieneauflagen möglichst viele Menschen im Kölner Dom den Heiligen Abend feiern können, lädt das Domkapitel zu vier Christmetten ein. Die Domkrippe wird in diesem Jahr nicht in der Kathedrale, sondern in den Schaufenstern der ehemaligen Buchhandlung Kösel im Kurienhaus aufgestellt. Im Interview mit DOMRADIO.DE berichtet der Kölner Dom- und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine, wie man sich in der Kathedrale auf Weihnachten unter Corona-Bedingungen vorbereitet.

 

Erhöhte Zahl der Weihnachtsgottesdienste

 

Wie viele Kirchen in der Kölner Innenstadt erhöht auch der Kölner Dom die Anzahl der Gottesdienste am Heiligen Abend, um möglichst vielen Menschen die Teilnahme zu ermöglichen. „Neben der klassischen Christmette um 24 Uhr mit Kardinal Woelki laden wir zu drei weiteren Christmetten um 18 Uhr, 20 Uhr und 22 Uhr ein“, sagt Dompropst Msgr. Guido Assmann. „In jeder Liturgie können gemäß unseres aktuellen Sicherheits- und Hygienekonzepts bis zu 250 Gläubige ‚auf Abstand‘ mitfeiern.“

Großen Wert lege er auf den Hinweis, dass sich die Planungen für den Dom mit Blick auf die Corona-Lage und die Vorgaben des Erzbistums auch kurzfristig noch verändern könnten, so der Dompropst weiter. „Wir möchten im Kölner Dom festlich, aber verantwortungsvoll Weihnachten feiern“, so Assmann. „Der Schutz der Gottesdienstbesucherinnen und -besucher und ihrer Gesundheit ist uns ein großes Anliegen, sodass wir unser bewährtes Hygienekonzept der jeweils aktuellen Lage anpassen.“

 

Anmeldung für Weihnachten, Silvester und Dreikönigsfest

 

Die stets aktualisierten Gottesdienstzeiten für die Weihnachtstage, Silvester und den Dreikönigstag sind auf www.koelner-dom.de zu finden. 

 

Unter koelner-dom.de/zugangskarten können sich all jene, die für die Weihnachtsgottesdienste im Dom online eine Zugangskarte reservieren möchten, ab dem 14. Dezember, 9 Uhr, anmelden. Zugleich besteht in der Woche vom 14. bis zum 18. Dezember die Möglichkeit einer telefonischen Anmeldung zwischen 11 und 13 Uhr unter 0221 17940222.

Eine Online-Anmeldung für die Gottesdienste rund um den Jahreswechsel (31.12.,1.1., 3.1.) ist auf der oben genannten Webseite ab Mittwoch, dem 23.12., möglich, telefonisch am 23. und 28.12. zwischen 11 und 13 Uhr.

Auch für den Dreikönigstag empfiehlt es sich, vorab ein Ticket zu reservieren. Die Anmeldung ist ab dem 30. Dezember möglich, telefonisch kann man sich am 30.12., 4.1. und 5.1. jeweils zwischen 11 Uhr und 13 Uhr anmelden.

 

Aufstellungsort der Domkrippe

 

„Da unsere Domkrippe in der Advents- und Weihnachtszeit ein sehr beliebtes Ziel für Klein und Groß ist und wir die Einhaltung der Abstandsregeln am üblichen Standort in der nördlichen Turmhalle nicht garantieren können, verzichten wir schweren Herzens in diesem Jahr auf ihre Aufstellung im Dom“, erklärt Domdechant Msgr. Robert Kleine. Stattdessen werde die vom Künstlerehepaar Theo und Barbara Heiermann gestaltete Krippe, die in verschiedenen Bildern die Weihnachtsgeschichte mit dem Kölner Alltagsleben verbindet, vom ersten Adventssonntag bis zum Fest der „Darstellung des Herrn“ am 2. Februar 2021 in einigen Schaufenstern der ehemaligen Buchhandlung Kösel im Kurienhaus (Roncalliplatz 2) zu sehen sein. 

Im Dom selbst wird unter der Orgelempore wie bereits in den letzten Jahren die ältere, dreifigurige Krippe aufgebaut. Außerdem wird eine weitere Krippe mit Hirten und den Heiligen Drei Königen auf den Stufen der Vierung zu sehen sein.

Auf der Außentreppe vor dem Südportal des Domes werden ab dem 1. Advent zudem die Bronzefiguren der Kölner Stadtkrippe aufgestellt, die üblicherweise auf dem Weihnachtsmarkt auf dem Roncalliplatz zu sehen sind.

 

Das DOMRADIO.DE-Interview mit Stadt- und Domdechant Robert Kleine können Sie auch hier nachlesen.

 

Auch für die Deutsche Welle war Msgr. Kleine ein Interviewpartner für den Ausblick auf Weihnachten.

 

„Neuen Halt finden“: Gottesdienst für Menschen in Trennung oder Scheidung (27. November)

17. November 2020; ksd

 

Köln. Zu einem Gottesdienst für in Trennung lebende oder geschiedene Menschen laden die Katholische Ehepastoral im Erzbistum Kölln und der Katholikenausschuss in der Stadt Köln ein für Freitag, 27. November, in der Kapelle „Madonna in den Trümmern“ an Kolumba (Ecke Brückenstraße). Beginn ist um 19.15 Uhr. Eingeladen sind auch Menschen, deren Trennung oder Scheidung schon länger zurückliegt.

 

Hier gib es das Plakat- und Postkartenmotiv mit allen Infos zum Download.

 

Mehr unter www.geschiedene-in-kirche.de

  

Stiftung 1. FC Köln und Kirchen eröffnen an St. Karl in Sülz eine neue Lebensmittelausgabe für Bedürftige

11. November 2020; ksd

 

Köln. In Sülz und Klettenberg besteht eine Versorgungslücke für sozial benachteiligte Menschen: Mit einer neuen Lebensmittelausgabestelle an der Kirche St. Karl Borromäus wird diese Lücke nun geschlossen. Bei der Eröffnung hat Stadtdechant Robert Kleine, der für die katholische Kirche Mitglied im Kuratorium der FC-Stiftung ist, mit angepackt – gemeinsam mit FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle, der auch Vorsitzender des Stiftungsrates ist.

Durch die Kooperation des 1. FC Köln, der Tafel Köln und den Sülz-Klettenberger Kirchen konnte jetzt eine neue Lebensmittelausgabestelle eröffnen. In der mobilen Ausgabestelle werden nicht nur die gespendeten Lebensmittel, sondern auch von der FC-Stiftung zugekaufte Hygieneartikel sowie Tierfutter kostenlos verteilt. Das Angebot soll durch Einzelaktionen für bedürftige Familien, wie zum Beispiel Erstausstattungen für Schulanfänger, ergänzt werden. „Es geht uns um gesellschaftliche Verantwortung, die wir vorleben und nach außen tragen wollen“, so FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle.

 

Keine Almosen, sondern Auswege

 

„Für unsere Gemeinden ist das neue Angebot eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden, caritativen Einrichtungen“, betont Pfarrer Karl Josef Schurf. Die katholische und die evangelische Kirche sind bereits mit Angeboten wie der Kleiderkammer St. Bruno oder dem Sölzer Körvche –  einer Lebensmittelausgabe für Senioren – in den Stadtteilen sozial engagiert. Der katholische Caritasverband hat außerdem mit dem Internationalen Zentrum eine gute Möglichkeit, zielgerichtete Hilfen für die Nutzer der benachbarten Lebensmittelausgabe anzubieten. Denn das herausragende Ziel aller Beteiligten ist, die Armut nicht durch Almosen zu verfestigen, sondern Auswege daraus aufzuzeigen.

Ehrenamtliche FC-Mitarbeiter betreiben die Ausgabestelle und werden von Engagierten aus den Stadtteilen unterstützt. In der Corona-Pandemie hat die Stiftung 1. FC Köln mit ehrenamtlichen FC-Mitarbeitern und der Bereitstellung des benötigten Materials für Lebensmittelausgabestellen geholfen, die Kölner Tafel und die angeschlossenen Ausgabestellen vor der Schließung zu bewahren. Die Tafel liefert vom Einzelhandel gespendete, nicht verkaufte, aber noch kurze Zeit haltbare Lebensmittel an Ausgabestellen im Kölner Stadtgebiet. Diese noch brauchbaren Lebensmittel würden normalerweise aussortiert und entsorgt. So erhalten Bedürftige kostenfrei oder für einen geringen Betrag eine Hilfe zum Lebensunterhalt.

Im hier nachzuhörenden Beitrag für „Radio Köln“ erzählt der Kölner Stadt- und Domdechant Robert Kleine mehr zum Projekt und zur Arbeit der Stiftung, die zum Beispiel auch Kinder unterstützt und fördert.

 

Als Nutzer anmelden oder mitmachen

 

In Köln gibt es rund 160000 Menschen, die einen Köln-Pass besitzen, etwa 2500 davon leben in Sülz und Klettenberg. Dieser Ausweis wird Menschen ausgestellt, die staatliche Transferleistungen erhalten. Der Pass wird als Berechtigungsnachweis vorausgesetzt. Wer die Ausgabestelle nutzen möchte, sende bitte Kopien beziehungsweise Fotos von Ausweis und Köln-Pass aller Haushaltsmitglieder mit Angabe einer Telefonnummer an Diiakon Hanno Sprissler, hanno.sprissler@kirche-sk.de

Rentner und Pensionäre wenden sich bitte an Elfi Heilinger, heilingerelfi@aol.com

An Mitarbeit Interessierte können sich ebenfalls bei der Kirchengemeinde melden. 

 

Weitere Infos unter www.kirche-sk.de sowie www.fc.de

 

Auch ohne Martinszug ist Sankt Martin: Videobotschaft von Stadtdechant Robert Kleine

10. November 2020; ksd

Köln. Corona macht einer beliebten Tradition in diesem Jahr einen gewaltigen Strich durch die Rechnung: Martinszüge mit Pferd und Laternen-Umzug sind 2020 wegen der Pandemie im Land NRW verboten. Im Video macht der Kölner Stadtdechant Msgr. Robert Kleine Mut für das kommende Jahr. Und er erinnert daran, was wir an St. Martin wirklich feiern – und was auch in der Corona-Zeit gültig bleibt.

„Da drückt der Schuh“: Aktionen zum Welttag der Armen – Schuhe für Wohnungslose und Postkarten an Minister Heil

10. November 2020; ksd

 

Update (13. November): Zum Auftakt der Aktionstage rund um den Welttag der Armen (15. November) haben am Freitagvormittag vor dem Kölner Dom Weihbischof Ansgar Puff, das Gubbio-Team mit Schwester Christina Klein und Stefan Burtscher sowie Vertreter von Caritas und Wohnungslosenarbeit auf die Notlage von wohnungslosen Frauen und Männern aufmerksam gemacht. „Jeder Mensch braucht ein Zuhause" und „Diözesan-Protestaktion zum Welttag für die Armen" war auf Transparenten zu sehen. Ein riesiger roter Schuh auf einem weißen Podest, das auch als Briefkasten fungierte, diente als Hingucker und nahm einige Postkarten auf. Die werden im Rahmen der Aktion #dadrücktderschuh mit Forderungen an die Politik an Bundesminister Hubertus Heil gesandt. Schwester Christina Klein nahm einen ersten Scheck über 1000 Euro entgegen, der vor allem für den Kauf winterfester Schuhe für Wohnungslose genutzt werden soll. Die Spendenaktion geht weiter (siehe unten).

 

Köln. Armut grenzt Menschen aus, macht krank und stürzt viele Menschen in Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit. Die Hartz-IV-Regelsätze reichen nicht zum Leben. Soziale Teilhabe ist nicht (mehr) möglich. Vielen Wohnungslosen und Armen fehlt es am Nötigsten. Darauf wollen rund um den Welttag der Armen (15. November) viele Aktionen aufmerksam machen. Mit dabei: Gubbio, die Katholische Wohnungslosenseelsorge im Stadtdekanat Köln, der Diözesancaritasverband für das Erzbistum Köln und Weibischof Ansgar Puff. Das Motto der Aktion: #dadrücktderschuh

 

Spendenaktion: Schuhe für Kölner Wohnungslose

 

Viele wohnungslose Menschen haben keine heilen, der Jahreszeit oder ihren Füßen angemessene Schuhe. In den Hartz-IV-Regelsätzen sind gerade einmal rund 30 Euro im Monat für Schuhe und Kleidung vorgesehen. „Zu wenig!“, lautet das Urteil der Initiatoren. Über die Plattform betterplace.org sammeln die Akteure daher Spenden für neue Schuhe. 100 Paar sollen es mindestens werden. Noch fehlt jedoch einiges zum Spendenziel (Stand am 13. November).

 

Postkarten-Aktion: Forderungen an die Politik

 

Mit einer Postkarten-Aktion soll der Bundesminister für Arbeit und Soziales, Hubertus Heil, stellvertretend für die Politik aufgefordert werden, sich für Regelsätze von Hartz IV und Co. einzusetzen, die sich an der Lebensrealität orientieren. Zudem sollen finanzielle Soforthilfen, wenn zum Beispiel die Wasch- oder Spülmaschine streikt, vergeben werden. Die Postkarten können auch per APP verschickt werden.

 

Aktionstermine

 

Rund um den Welttag der Armen sind (unter Corona-Auflagen) einige Veranstaltungen geplant:

 

Freitag, 13. November, 11 Uhr, Aktionen auf der Kölner Domplatte

Samstag, 14. November, 17 Uhr, Gottesdienst im Gubbio (Ulrichgasse 27-29)

Sonntag, 15. November, 10 Uhr, Heilige Messe im Kölner Dom, anschließend ist bislang noch ein Treffen mit Imbiss vor dem DOMFORUM geplant (Domkloster 3)

 

Bitte informieren Sie sich aktuell noch auf den Seiten der Veranstalter, ob die Aktionen wie geplant stattfinden:

www.gubbio.de

Hier direkt zur Aktionsseite der Caritas.

 

Den Info-Flyer zur Aktion gibt es hier.

 

Die Motive der Postkarten-Aktion können Sie hier ansehen.

 

„Das Veedel zum Strahlen bringen“: Aktion und digitaler Martinszug an Herz Jesu und im Kölner Norden

6. November 2020; ksd

 

Köln. Aus dem Rathenauplatz wird an diesem Wochenende, 7. und 8. November, ein „ Martinsplatz“. Weil coronabedingt die traditionellen Martinszüge und -feiern in Nordrhein-Westfalen verboten sind, laden die Innenstadtgemeinde, die Stephan-Lochner-Schule und die Kita Herz Jesu Kinder ein, den Platz rund um Herz Jesu mit Laternen zu schmücken. Schnüre zur Aufhängung und LED-Birnen werden bereitgestellt.

Am Freitag, 13. November, gibt es dann im Rahmen der Aktion „Veedelslichter“ einen digitalen Martinszug (ab 18 Uhr) an St. Katharina von Siena. An dem Zug nehmen außer dem Darsteller des heiligen Martin nur einige Fackelträger teil. Am Wegrand werden große Laternen aufgestellt, die unter anderem von der Kolpingjugend bemalt wurden. Der Abend soll mittels einer Drohne gefilmt werden. An die Wand von St. Katharina wird ein von Kindern erzählter Film über das Leben des heiligen Martin sowie das Martinsfeuer projiziert. Das Jugendzentrum Blu4Ju überträgt live via Instagram.

Mehr über die Aktion Veedelslichter gibt es hier.

 

Online-Gedenken zum Novemberpogrom (9. November) und Podium zum Christlich-Jüdischen Dialog (18. November)

6. November 2020; ksd

 

Köln. Am kommenden Montag gedenkt Deutschland des Novemberprogroms vom 9. November 1938. Dabei wurden 800 Menschen ermordet, tausende jüdischer Stätten, Wohnungen und Geschäfte zerstört und in der Folge zehntausende Menschen in KZs deportiert.

Das Gedenken findet wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr als rein digitale Veranstaltung und Livestream aus der Synagoge Ronnstraße statt. Es sprechen die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker sowie Vorstandsmitglieder der Synagogen-Gemeinde Köln und der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit. Da geplante Gedenkgänge Kölner Schulen nicht stattfinden können, werden Beiträge von Schülerinnen und Schülern eingespielt. Beginn ist um 17.30 Uhr, den Stream erreichen Sie über die Webseite der Synagogen-Gemeinde Köln: www.sgk.de

 

„Niemals wieder“: Vortrag und Diskussion im Livestream

 

Um den christlich-jüdischen Dialog und Antisemitismus 75 Jahre nach Auschwitz geht es bei einem Vortragsabend mit Podiumsdiskussion, der am Mittwoch, 18. November, live aus der Karl Rahner Akademie gestreamt wird. Wegen der Corona-Bestimmungen sind keine Gäste zugelassen. Unter dem Titel „Niemals wieder“ gibt es zunächst zwei Impulsvorträge von Jehoschua Ahrens, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Darmstadt und Mitglied der Orthodoxen Rabbinerkonferenz, und Professor Dr. Andreas Pangritz, em. Professor für Systemische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn.

Im Anschluss findet eine Podiumsdiskussion statt mit den beiden Vortragenden sowie Thomas Frings, Referent für den Interreligiösen Dialog im Erzbistum Köln, und Dr. Marcus Meier, Geschäftsführer der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

Beginn ist um 18 Uhr. Den Livestream erreichen Sie über Youtube. Per Kommentarfunktion sollen Publikumsfragen ermöglicht werden.

 

Hintergrund der Veranstaltung ist der in Teilen der Bevölkerung und der Kirchen wachsende offen rassistische Antisemitismus sowie antijüdische Tendenzen. An dem Abend soll es auch um ein Nachdenken gehen, welche theologischen Klärungen des Verhältnisses von Christentum und Judentum für den Kampf gegen Antiisemitismus notwendig sind, und welchen Beitrag der christlich-jüdische Dialog leisten kann.

 

Die Veranstaltung findet statt in Kooperation von Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Karl Rahner Akademie, Melanchthon Akademie und Katholisches Bildungswerk Köln.

 

„Ohne Liebe wird Religion schnell fanatisch“: Stadtdechant Robert Kleine zu Terror und zum Dialog der Religionen

5. November 2020; ksd

 

Köln. Während der Kölner Dom weiterhin für Beter und Trostsuchende geöffnet ist und auch Gottesdienste stattfnden, sind die Kathedralen und Kirchen in Frankreich vom strikten Corona-Lockdown betroffen. Nach den jüngsten Anschlägen werden viele Gotteshäuser außerdem vom Militär bewacht. Im Interview mit DOMRADIO.DE drückt der Kölner Stadt- und Domdechant Robert Kleine seine Solidarität mit der Partnerstadt und der Kirche in Lille aus. Gleichzeitig erinnert er an die Opfer der Anschläge in Frankreich und Österreich. Sie hätten „uns hier in Köln und mich persönlich sehr betroffen gemacht“, sagt Kleine. „ Wir sind natürlich in Gedanken bei den Menschen, auch bei unseren Schwestern und Brüdern in Frankreich. Jetzt kam Österreich dazu – es ist eine sehr unruhige und traurige Zeit.“

Angesichts der islamistisch motivierten Taten fordert Kleine ein hartes Vorgehen von Politik und Verantwortlichen, mahnt aber auch dazu. den Dialog der Religionen gerade jetzt nicht aufzugeben. Islamismus sei – wie alles, was einen „-ismus“ habe, wie der Fanatismus – etwas Furchtbares. „Das zeigt in meinen Augen noch einmal, dass Glaube und Religion ohne Liebe schnell fanatisch wird“, so der Stadtdechant. „Wenn ich also eine Liebe habe und den anderen auch wertschätze und ihn annehme, trotz meines eigenen Glaubens und meiner Überzeugung, kann ich mit ihm in einen guten Dialog treten. Das schließen diese Leute ganz aus. Und deshalb ist es klar, dass die Politik und die Verantwortlichen da die rote Karte zeigen und hart vorgehen müssen, weil das terroristisch ist.“

Auf der anderen Seite brauche die Gesellschaft den Dialog zwischen den Religionen. „Das gelingt gerade hier in Köln sehr gut“, betont Kleine. „Wir haben den Rat der Religionen, es gibt gute Kontakte zur Synagogen-Gemeinde, aber auch zu den muslimischen Religionen und Moscheegemeinden.“ Und er ergänzt: „Man muss immer wieder auf den hohen Wert der Religionsfreiheit hinweisen, auf die Meinungsfreiheit.  Und das nicht nur in unserem Land, sondern auch in Frankreich, das sich noch mal als säkularer und laizistischer betrachtet. Aber trotzdem finde ich es sehr gut, dass jetzt der Schutz von den Bürgerinnen und Bürgern, auch gerade von unseren Schwestern und Brüdern, den Christinnen und Christen, gewährleistet wird.“

 

„Aktion Laternen Fenster“ für ein Licht in dunkler Zeit: Stadtdekanat und DOMFORUM teilen Initiative der St. Leon-Roter Lichtschneiderei

3. November 2020; ksd

 

Köln. Weil coronabedingt in diesem Jahr keine Martinszüge stattfinden, teilen das Stadtdekanat Köln und das DOMFORUM die „Aktion Laternen Fenster“ der Lichtschneiderei Brenzinger aus St. Leon-Rot (Baden-Württemberg). Die Aktion ruft dazu auf, bis zum 11. November abends eine oder mehrere Laternen ins Fenster zu stellen oder zu hängen (aus Sicherheitsgründen am besten mit Lichterketten oder LED-Kerzen beleuchtet). Sie sollen ein Zeichen der Hoffnung schenken und die Dunkelheit erhellen. Auch im DOMFORUM werden in diesem Jahr wieder Laternen hängen und ihr warmes Licht verbreiten. Auich wenn die Aktion offiiziell am 11. November endet, kann man die Laternen natürlich weiternutzen, denn nur knapp drei Wochen später feiern wir den ersten Advent (29. November). Von da an bereiten wir uns vier Wochen lang auf Weihnachten vor. Dann feiern wir, dass mit der Geburt des göttlichen Kindes Jesus in Bethlehem das „Licht der Welt“ erschien.

 

Informationen zur Aktion gibt es hier.

 

Eine Bastelanleitung für eine Laterne gibt es hier.

 

Botschaft von Stadtdechant Kleine zum Reformationstag (31. Oktober) / Gottesdienst aus dem Altenberger Dom im Livestream

30. Oktober 2020; ksd

Odenthal (ksd/apk). Am 31. Oktober feiert die evangelische Kirche Reformationstag und erinnert an die Reformation durch Martin Luther im 16. Jahrhundert. In diesem Jahr lädt der Evangelische Kirchenverband Köln und Region zur zentralen Feier in den Altenberger Dom ein (alle aufgrund der Corona-Regeln zur Verfügung stehenden Plätze sind bereits vergeben, der Gottesdienst kann aber im Livestream sowie auf Bibel TV verfolgt werden). Für die katholische Kirche nimmt der Kölner Stadtdechant Robert Kleine an der Feier teil. In seiner Videobotschaft aus dem Altenberger Dom erinnert er daran, dass die beiden Kirchen Einheit haben und aufgefordert sind, aufeinander zuzugehen und miteiander die Botschaft Jesu Christi in die Welt zu tragen. „Dass alle eins sind – das ist der Wunsch Jesu“, so Msgr. Kleine.

Beginn der Reformationsfeier ist am Samstag, 31. Oktober, um 14 Uhr. Holger Pyka, Theologe und Karnevalist aus Wuppertal, predigt über die Reformation unter den Bedingungen der Postmoderne. Man sagt, die Postmoderne sei „das Ende der großen Erzählungen“. In einer immer weiter atomisierten und digitalisierten Gesellschaft hat niemand mehr die Deutungshoheit über irgendein Thema. Alte Autoritäten bröckeln, Traditionen reißen ab, überlieferte Sicherheiten kommen abhanden. Was das für die Zukunft der Kirche bedeutet, wird bei der zentralen Feier erörtert.

 

Simultankirche für beide Konfessionen

 

Die Liturgie wird von Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger sowie Andrea Vogel, Superintendentin des Evangelischen Kirchenkreises Köln-Rechtsrheinisch, gestaltet. Für die musikalische Gestaltung sorgen das Blechbläserquintett „Harmonic Brass München“ sowie Domorganist und Kirchenmusikdirektor Andreas Meisner an der Orgel.

Der Gottesdienst wird live auf YouTube und dem Fernsehsender Bibel TV übertragen.

Der Altenberger Dom ist eine von 64 Simultankirchen in Deutschland. Evangelische und katholische Kirche nutzen das Gotteshaus gemeinsam für ihre jeweiligen Gottesdienste. Hier begegnen sich auch Martin Luther und Bernhard von Clairveaux, der mit dem Orden der Zisterzienser die ebenfalls eine Reformation der katholischen Kirche wollte. Mehr unter www.altenberger-dom.de

  

Corona: Kölner Dom nur noch zum Gottesdienst und Gebet geöffnet / Radio-Köln-Beitrag mit Stadtdechant Kleine zu Kirche im Lockdown

29. Oktober 2020; ksd

 

Köln. Auch der Kölner Dom trägt den Auflagen im neuen Corona-Shutdown Rechnung und öffnet seit dem 2. November nur noch für Gottesdienste und für Menschen, die ihn zum Gebet aufsuchen möchten. 

Zugleich bleiben die Turmbesteigung und die Domschatzkammer bis auf Weiteres geschlossen. Auch Führungen finden ab dem kommenden Montag nicht mehr statt. Lediglich der Domshop hat weiter geöffnet.

„Die rasant steigenden Infektionszahlen alarmieren uns alle“, sagt Dompropst Msgr. Guido Assmann. „Um die Gesundheit unserer Besucherinnen und Besucher zu schützen und unseren Teil zum Rückgang der Fallzahlen beizutragen, verzichten wir ab dem 2. November am Dom auf alle touristischen und außergottesdienstlichen Angebote. Zugleich bleibt der Dom als Ort der Zuflucht und Zuversicht zum Gottesdienst und für alle Menschen, die ein geistliches Anliegen haben, geöffnet. Wer ihn zum Gebet und zur Teilnahme an den Heiligen Messen besucht, kann versichert sein, dass wir alle Auflagen zur Hygiene und zum Schutz der Besucherinnen und Besucher erfüllen.“

 

Über den Dom und die Kölner Kirchen im Lockdown spricht Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine im Beitrag für „Himmel & Erde“ bei Radio Köln.

 

Aktuelle Hinweise zur Öffnung des Kölner Domes und zu den Gottesdienstzeiten finden Sie auf www.koelner-dom.de

 

#diesmalnicht: Stadtdekanat solidarisiert sich mit Stadt Köln und Festkomitee bei Kampagne zum 11.11.: „Wir feiern nicht, wir öffnen nicht“

28. Oktober 2020; ksd

  Köln (sk). Ausgelassenes Feiern, enges Beieinanderstehen, Bützchen hier, Schunkeln und Singen da – all das ist Karneval, aber in Zeiten von Corona nicht möglich. Der „Elfte im Elften“ steht vor der Tür, und da gilt es, die Kölnerinnen und Kölner, aber auch viele Menschen aus dem Kölner Umland, für die Probleme und Gefahren in der fünften Jahreszeit zu sensibilisieren. Darüber hinaus wird die Kampagne im Rheinland und im Ruhrgebiet sowie in Koblenz und Mainz verbreitet. In einer Pressekonferenz richteten Oberbürgermeisterin Henriette Reker und der Präsident des Festkomitee Kölner Karneval (FK), Christoph Kuckelkorn, einen dringenden Appell an die Jecken im ganzen Land: „Bleibt zu Hause, feiert nicht!“ Sie stellten dabei gemeinsam mit Wolfgang Büscher, Leiter des Ordnungsamtes der Stadt Köln, und Schauspielerin Janine Kunze Maßnahmen und eine Plakatkampagne vor. Das Katholische Stadtdekanat Köln schließt sich dem Appell an. Im Beitrag für Radio Köln erklärt Stadtdechant Robert Kleine warum – und was Kirche und Karneval miteinander zu tun haben.

Oberbürgermeisterin Henriette Reker erklärte: „Unsere Stadt steht als Karnevalshochburg im Fokus. An Karneval besingen wir normalerweise das Kölner Lebensgefühl, unsere Solidarität und unser ‚Wir‘-Gefühl. Auf dieses ‚Wir‘-Gefühl, auf diesen Zusammenhalt aller Kölnerinnen und Kölner setze ich jetzt. Einer und eine für alle – und alle füreinander: Dieser Zusammenhalt kann leider in dieser für uns alle schwierigen Situation nur darin bestehen, die Kontakte auf das absolut geringste mögliche Maß zu reduzieren. Wir alle müssen auf das Feiern am 11.11. verzichten. Es gilt das Motto: ‚#diesmalnicht‘. Wir wollen weiter als Hochburg der Jecken gelten – und nicht als Hochburg der Infektionen.“

 

Appell: Keine öffentlichen oder privaten Feiern

 

FK-Präsident Christoph Kuckelkorn erläuterte: „Auch wenn uns das alle sehr schmerzt, der Karneval muss bei der Sessionseröffnung in diesem Jahr stillstehen. Das aktuelle Infektionsgeschehen lässt absolut keine Feiern zu, weder im privaten, noch im öffentlichen Raum. Deshalb appellieren wir dringend an alle Jecken, zu Hause bei der Familie zu bleiben. Die WDR-Übertragung sorgt da hoffentlich für ein bisschen Trost und Fastelovendsgefühl im heimischen Wohnzimmer.“

Wolfgang Büscher, Leiter des Ordnungsamtes, betont, dass viele Gastronomen von sich aus angekündigt haben, dass sie am 11.11. nicht öffnen werden. „Neben den 30 Prozent Schließungen arbeiten nahezu alle angesprochenen Betriebe entweder mit Reservierungen oder verzichten zumindest auf jegliche karnevalistischen Aktivitäten“, so Büscher. „Somit ist klar, dass es in der Kölner Gastronomie am 11.11. keine Party geben wird. Bei den 30 Prozent Schließungen sind auch überproportional viele Bars und Gaststätten beteiligt, die bisher den 11.11. ausgiebig gefeiert haben.“ Gleichwohl werde das Ordnungsamt kontrollieren und Verstöße gegen die bereits bestehenden Regeln, wie auch gegen die Regeln, die speziell am 11.11. gelten, konsequent ahnden.

 

„Drink doch KEINE met“

 

Wolfgang Büscher stellte im Rahmen der Pressekonferenz die Kampagne vor, die auch über die städtischen Social-Media-Kanäle verbreitet wird. Prominente, Kioskbetreiber, Tanzmariechen und Gastronomen erklären: „Wir feiern nicht“ oder „Wir öffnen nicht“ und richten sich dabei an alle, die aufs Jecksein am 11.11. verzichten müssen: „Weil es dein Leben schützt“. Mit den Plakatmotiven der Kampagne werden in Köln 260 Citylights und 100 digitale, großflächige Werbetafeln bestückt. Außerdem hängen 1000 Plakate im A4-Format in Bussen und Bahnen der KVB. Stefanie Haaks, Vorstandsvorsitzende der KVB, erklärt dazu: „In der aktuellen Situation müssen wir alle zusammenstehen und unser Bestmögliches tun, um uns selbst und andere zu schützen. Die KVB beteiligt sich daher selbstverständlich auf allen ihr zur Verfügung stehenden Kanälen an der Kampagne und hofft, dass sich möglichst viele Menschen anschließen und ‚diesmal nicht‘ sagen.“

Das betont auch Schauspielerin Janine Kunze: „Als kölsches Mädchen, Mensch und Mutter weiß ich: Das ist eine schwere Zeit. Aber ich unterstütze diese Kampagne sehr gern, weil ich der Überzeugung bin, dass dieser Verzicht sein muss. Wir müssen jetzt in diesen sauren Apfel beißen – auch wenn es weh tut.“

Die Oberbürgermeisterin wies darauf hin, dass am 11.11. – neben den bereits bestehenden Kontaktbeschränkungen und Sperrzeiten – im kompletten Stadtgebiet ein ganztägiges Alkoholkonsumverbot und Alkoholverkaufsverbot außerhalb von Gaststätten gelten werden. Reker schloss: „Es werden auch wieder bessere Zeiten kommen, ein Impfstoff, wirksame Medikamente – auf diese Zeiten können wir uns jetzt schon freuen. Aber bis dahin bitte ich Sie, bitte ich euch alle – und Ja, ich erwarte es auch –, in Abwandlung eines der schönsten kölschen Lieder zu sagen: ‚Drink doch KEINE met‘…!“

 

Kirche ruft am Weltmissionssonntag (25. Oktober) zu Spenden auf / Solidarität wegen Corona besonders wichtig

20. Oktober 2020; ksd

 

Köln/Aachen (pek). Das Erzbistum Köln ruft gemeinsam mit dem Internationalen Katholischen Hilfswerk missio zur Teilnahme am Sonntag der Weltmission auf. In den Gottesdiensten am Sonntag, 25. Oktober 2020, wird die Kollekte zum Weltmissionssonntag gehalten, die für die Seelsorge und Sozialarbeit der Kirche in den ärmsten Regionen der Welt bestimmt ist. Die Kollekte wird weltweit in über 100 Ländern gesammelt. Die Schwerpunktregion ist in diesem Jahr Westafrika.

 

Überlebenswichtige Solidarität


Besonders in ärmeren Ländern verfügen die Menschen nicht über die Mittel, um wirksam auf die Corona-Pandemie zu reagieren. Auch in Westafrika stehen die kirchlichen Partnerinnen und Partner von missio vor der Herausforderung, diese schwere Krise zu meistern. Dort ist es meist die Kirche, die – so gut sie kann – auf die medizinischen und pastoralen Bedürfnisse der Menschen eingeht. Schon vor der Pandemie wurde das Miteinander von Gewalt und terroristischen Anschlägen erschüttert. Die Auswirkungen von Covid-19 verstärken Spannungen und Gewalt; der soziale Friede ist gefährdet. Deshalb steht der Weltmissionssonntag 2020 unter dem Leitwort „Solidarisch für Frieden und Zusammenhalt“.


Wegen Corona-Pandemie droht gravierender Spendenrückgang


Die Solidaritätskollekte am Weltmissionssonntag ist für die Kirche in den ärmsten Regionen der Welt überlebenswichtig. Ohne sie wäre die diakonische und pastorale Arbeit vielerorts nicht möglich. Aufgrund der Corona-Pandemie werden aber viele Gemeinden weltweit keine Kollekte halten können. Der Solidaritätsfonds, der die ärmsten Diözesen im nächsten Jahr unterstützen soll, droht deshalb leer zu bleiben. Daher ruft das Erzbistum Köln gemeinsam mit dem Hilfswerk missio in besonderer Weise zu der Kollekte auf.

 

Ergebnis der Kollekte 2019


2019 wurden im Erzbistum Köln 277.348 Euro (2018: 363.034 Euro) für die Kollekte zum Weltmissionssonntag gesammelt. Bundesweit sammelte missio Aachen 2019 mit der Kollekte am Sonntag der Weltmission insgesamt rund 3,54 Millionen Euro (2018: 3,86 Millionen Euro).

 

Der Weltmissionssonntag

 

Der Weltmissionssonntag ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Rund 120 päpstliche Missionswerke auf allen Kontinenten sammeln an diesem Sonntag für die pastorale und soziale Arbeit der Kirche in den 1100 ärmsten Diözesen. Jährlich sammeln die rund 120 missio-Werke normalerweise weltweit zwischen 80 und 90 Millionen Euro bei dieser Aktion. Gläubige weltweit setzen damit ein Zeichen der Hoffnung für die Ärmsten und Bedürftigsten in Afrika und Asien.

 

Spendenkonto:

missio Aachen

IBAN: DE23 3706 0193 0000 1221 22

BIC: GENODED1PAX

Verwendungszweck: Weltmissionssonntag

 

Weitere Informationen, Videos und Materialien unter www.missio-hilft.de

 

„Kölner Kirchen im Blick“ im neuen Format / Coronabedingt keine Domführungen im November / Auch Ausfälle im Bildungswerk

19. Oktober 2020; ksd

Update (1. November): Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung des Landes NRW fallen vom 2.bis 30. November 2020 alle Veranstaltungen des DOMFORUMs und des Katholischen Bildungswerks Köln aus. Auch die Domführungen und die Führungen durch die romanischen Kirchen können leider nicht stattfinden.

Das Foyer des DOMFORUMs am Roncalliplatz 2 ist ab dem 2. November zu diesen Zeiten geöffnet:
Montag bis Samstag: 11 bis 16 Uhr
Sonntag: 13 bis 16 Uhr

Die „Provianttüten in Krisenzeiten“ – mit Impulsen für Kopf und Herz – hängen auch jetzt vor dem DOMFORUM am Roncalliplatz (neben dem Römisch-Germanischen Museum) an der Leine.

Darüber hinaus sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DOMFORUMs weiterhin telefonisch erreichbar mit dem Angebot „Zeit für Sie-Telefon. Einfach so: Zuhören, Beistehen, Dasein – Ein Telefon-Gesprächsangebot von DOMFORUM und Stadtdekanat“. Es ist erreichbar: montags bis freitags: 10 bis 12 Uhr sowie 14 bis 16 Uhr unter 0221 9258471164.

Informationen auch unter:
www.domforum.de

https://bildung.erzbistum-koeln.de/bw-koeln

 

Köln. Am 1. November startet das aktuelle Programm von „Kölner Kirchen im Blick“ im neuen Format – ein sechsseitiger Folder des DOMFORUMs, der ab dieser Woche in zahlreichen Exemplaren im DOMFORUM am Roncalliplatz, in den romanischen Kirchen, Kirchen in der Kölner Umgebung und vielen Hotels ausliegt.

Das Kirchenführungsprogramm erscheint ab sofort viermal im Jahr. In diesem Jahr beginnt es mit den Monaten November und Dezember. Ab Januar 2021 erscheint der Folder dann quartalsweise. Ein Schwerpunkt des Programms sind die Führungen durch die romanischen Kirchen sowie einige interessante thematische Angebote. Alle Kirchenführungen finden unter der aktuellen Corona-Schutzverordnung statt. Eine Anmeldung ist erforderlichunter fuehrung@domforum.de , per Telefon unter 0221 92584730 oder direkt im Foyer des DOMFORUMs.

Weitere Informationen und aktualisierte Termine stehen in den entsprechenden Onlinekalendern auf der DOMFORUM-Homepage www.domforum.de

Dort finden Sie sind auch weitere Angebote, wie die täglichen öffentlichen Domführungen oder die Kinderführungen mit zwei Terminen:
Dom für Spürnasen Weihnachten im Dom (Kinder von 6 bis 12 Jahren mit Eltern)
Montag, 28. Dezember, 14.30 Uhr, und Mittwoch, 30. Dezember, 14.30 Uhr (Kinder 4 Euro / Erwachsene 6 Euro)
Begrenzte Teilnehmerzahl, jeweils nur ein Erwachsener pro Familie, Anmeldung
erforderlich.

Termine sowie die Anzahl der freien Plätze finden Sie unter https://www.domforum.de/domfuehrungen/

Eine besondere Domführung ist „Mein Dom. Abendliche Glaubenswege“
Mittwoch, 4. November. 20 Uhr mit Dr. Anna Pawlik, Kunsthistorikerin
Mittwoch, 2. Dezember, 20 Uhr mit Domkapitular Hans-Josef Rademacher
Dieses Angebot ist kostenfrei, eine Anmeldung erforderlich.
Nächtliche Domführung in Kooperation mit der Dombauhütte – Nacht Raum Dom
Dienstag, 3. November, 20.30 Uhr
Mittwoch, 25. November, 20.30. Uhr
Donnerstag, 10. Dezember, 20.30 Uhr
Begrenzte Teilnehmerzahl, maximal zwei Personen pro Reservierung, eine Anmeldung erforderlich unter: Telefon 0221 92584730 sowie über die Internetseite www.domfuehrungen-koeln.de (Dombauhütte). Eintritt: Erwachsene: 15 Euro, Mindestalter 16 Jahre.

 

Ursula-Festwoche 2020 vom 18. bis 25. Oktober: 100 Jahre „Basilica minor“ und 575 Jahre Ursulabruderschaft

13. Oktober 2020; ksd

 

Köln. Vom 18. bis 25. Oktober wird die Kölner Stadtpatronin, die heilige Ursula, gemeinsam mit ihren Gefährtinnen gefeiert – in diesem Jahr unter Corona-Bedingungen. Zugleich wird das 575-jährige Bestehen der Ursulabruderschaft begangen. Die Termine im Überblick:

Sonntag, 18. Oktober, 10.15 Uhr: Heilige Messe mit Stadtdechant Msgr. Robert Kleine.

17 Uhr: Konzert in St. Ursula mit Kerstin-Christiane Olfe, Gambe, und Tatjana Vorobjova, Cembalo. Es erklingen Werke von Johann Sebastian Bach, Antoine Forqueray und anderen. Der Eintritt ist freii, Spenden erbeten.

Dienstag, 20. Oktober, 19.30 Uhr: Konzert in St. Ursula mit dem Kammerchor „cantus suavis“ und Juliane Bogner, Alt. Aufgeführt werden Werke von Bach, Brahms und Schütz. Leitung: Anna Goeke. Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten.

Mittwoch, 21. Oktober, 18 Uhr: Festmesse zu Ehren der Hl. Ursula mit Feier des Jubiläums 575 Jahre Ursula-Bruderschaft. Zelebrant ist Stadtdechant Msgr. Robert Kleine.

Samstag, 24. Oktober, 19 Uhr: Konzert in St. Ursula mit Ursula Groten, Flöte, und Margret Hoppe, Orgel. Es erklingt Musik aus dem London des 18. Jahrhunderts, Werke von Händel, Sammartini, Stanley und anderen. Der Eintritt ist frei, Spenden erbeten.

Sonntag, 25. Oktober, 10.15 Uhr Festgottesdienst zu Ehren der Hl. Ursula mit Stadtdechant Msgr. Robert Kleine.

17.30 Uhr Ursulavesper, in diesem Jahr ohne feierliche Lichter- und Reliquienprozession. Es wird aber eine Plakette enthüllt aus Anlass der Erhebung von St. Ursula zur „Basilica minor“ (kleinere Basilika), ein Ehrentitel, den Papst Benedikt XV. der Kirche vor 100 Jahren verlieh.

Anmeldung zu allen Konzerten und Gottesdiensten über das Pfarrbüro von St. Agnes unter Telefon 0221 7880750 oder online unter www.katholisch-in-koeln.de

 

Interview mit Stadtdechant Robert Kleine für Radio Köln

Traumberuf in der Gemeindepastoral: Josef Schäfers geht in den Ruhestand – seine zahlreichen Projekte bleiben

12. Oktober 2020; ksd

 

Köln. Auf die Menschen hören. Ihre Bedürfnisse wahrnehmen, manchmal auch erspüren oder vorausahnen. Und diese dann in ein Projekt, ein Angebot übersetzen, das nah an der Lebenswirklichkeit der Menschen orientiert ist. – Das ist es, was den Pastoralreferenten Josef Schäfers, im Stadtdekanat Köln verantwortlich für die Gemeindepastoral, auszeichnet. Und das ist es auch, was er von „seiner“ Kirche erwartet und gefordert hat. Durch seine rund drei Jahrzehnte umfassende Arbeit wollte Schäfers dies in seinem Traumberuf verwirklichen. Jetzt ist er mit einem herzlichen Dank von Stadtdechant Msgr. Robert Kleine in den Ruhestand verabschiedet worden. Was bleibt, sind die zahlreichen Projekte, die Josef Schäfers angestoßen oder begleitet hat.

Weit über Köln hinaus wirken etwa das Portal „Meine Traukirche“ und das Konzept der Sozialraumpastoral , mit dem Schäfers und seine Caritas-Kollegen in verschiedenen deutschen Bistümern zu Gast waren, um es vorzustellen.

Eine Herzensangelegenheit war für Schäfers das Projekt „ Demenzsensible Kirchengemeinde“. Hier zeichnet er für das Konzept und die Umsetzung mit den Alexianern und der Hauptabteilung Seelsorge im Erzbischöflichen Generalvikariat verantwortlich. Menschen mit Demenz sollen auch weiterhin Teil ihrer Kirchengemeinde sein können, die Gemeinden für ihre Bedürfnisse, aber auch dafür zu sensibilisieren, dass sie wichtige Mitglieder der Gemeinden bleiben. Wie viele Projekte hat dieses eine ökumenische Dimension bekommen.

Weitere herausragende Projekte sind das Machmit-TV829, wo Josef Schäfers die Projektberatung und Prozessbegleitung übernommen hat, die Organisation mit den katholischen Familienzentren und Jugendverbänden zum jährlichen Weltkindertag und die jahrelange Mitarbeit im Unterstützerkreis des sogenannten „Community Organizing“ für ein breit aufgestelltes, starkes Netzwerk für Bürgerbeteiligung. Im Fokus stehen dabei besonders die Bereiche Verkehr, Bildung und Wohnen.

Zu den Höhepunkten der Dreikönigswallfahrt gehört die   „Nacht der Mystik“ im Kölner Dom, die ein ebenso intensiv spirituelles wie kulturell herausragendes Angebot ist. Das Konzept stammt von Josef Schäfers, der damit zunächst in der Gemeinde St. Johannes XXIII. in Köln-Chorweiler gestartet ist. Im Jahr 2016 war die „Nacht der Mystik“ Bestandteil des 100. Deutschen Katholikentages in Leipzig. Im Laufe der Jahre hat Schäfers zudem in den Gemeinden des Stadtdekanats zahlreiche Projekte und Veranstaltungen begleitet und beraten.

Josef Schäfers hatte sich zunächst für Soziologie, Politik und Publizistik eingeschrieben. Nach seinem Zivildienst in einem katholischen Jugendhaus und einigen existenziellen Erfahrungen durch Todesfälle in der Familie entschied er sich dann für die Theologie. Gemeinsam mit der Publizistik führte sie ihn zu seinem Traumberuf Pastoralreferent. Nach verschiedenen Stationen kam Schäfers 2006 ins Katholische Stadtdekanat Köln und arbeitete seitdem in der Gemeindepastoral. So ganz ruhig wird es für ihn und um ihn im Ruhestand nicht werden: Schäfers bleibt engagiert im Ernährungsrat Köln, mit dem er im Regionalprojekt „StErn-Kita“ zur Steigerung und Einführung von Ernährungsbildung und regional-nachhaltig produzierten Lebensmitteln in Kölner Kitas und Familienzentren engagiert war. Schäfers fungiert im Ernährungsrat künftig als Sprecher des Ausschusses „Ernährungsbildung und Gemeinschaftsverpflegung“. „Dessen Anliegen ist es, Kinder, Jugendliche und Erwachsene für die Vorteile einer regionalen und nachhaltigen Ernährung zu sensibilisieren“, erklärt er. Dies soll in der Bildungsarbeit und Ernährungsversorgung in verschiedenen Institutionen umgesetzt werden. Auf diese Weise will Schäfers auch daran mitarbeiten, die von Papst Franziskus in seiner Umwelt-Enzyklika „Laudato si“ formulierten Forderungen in Köln konkret umzusetzen.

Zum Abschied hat Josef Schäfers im Interview mit DOMRADIO.DE seinen Wunsch formuliert, wie die Kirche mit der Corona-Krise umgehen sollte: „Sie sollte zuhören. Und vielleicht sollte sie ein bisschen schweigen. Die Menschen sind jetzt sich selbst ausgesetzt, ihrem Gott oder auch Nicht-Gott. Wir sollten das respektieren und versuchen, sie Schritt für Schritt aufzusuchen, nachzufragen, aber ruhig. Ich glaube, es nützt jetzt nicht, sich mit Aktivismus zu überschlagen, weil die Ratlosigkeit umfassend ist. Man muss realisieren, dass sich etwas verändert. Gott ist nicht weg, das ist klar, aber unsere Methoden sind am Ende. Was nicht heißt Niederlage oder Zerstörung, sondern es ist ein anderer Blickwinkel: Abstand ist die neue Nächstenliebe, früher war es Nähe.“

    

Kölner Stadt-Kirchen-Gespräch: Versäumnisse in der Corona-Zeit, erste Lehren und ein Plädoyer für mehr Mut zum Experiment

1. Oktober 2020; ksd

Köln. „Wenn alles vorbei ist, alle Masken weg sind und wenn alle geimpft wären, sind wir nicht da, wo wir Anfang März waren. Es wird eine andere Kirche sein, ein anderes Erleben von Kirche.“ So wie sich auch die Gesellschaft verändert haben wird. Das machte der Kölner Stadtdechant Msgr. Robert Kleine beim ersten ökumenischen „Kölner Stadt-Kirchen-Gespräch“ im Kölner Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) deutlich. Kleine diskutierte gemeinsam mit Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger und den beiden Journalisten Professorin Dr. Claudia Nothelle (Hochschule Magdeburg-Stendal) und Arnd Henze (WDR) über das Thema „Kirche und Gesellschaft in der Corona-Krise: Eine Frage der Relevanz?!“ Dabei räumten die Kölner Spitzenvertreter der beiden großen Konfessionen auch Versäumnisse der Kirchen aus der Anfangszeit der Pandemie ein und lenkten den Blick auf zukünftiges Handeln. Kritisch nahmen sie jedoch Stellung zu Vorwürfen an die Kirchen, Menschen alleingelassen zu haben oder „zu staatshörig“ gewesen zu sein.

In den vergangenen Monaten war den Kirchen von verschiedener Seite vorgeworfen worden, Menschen in der Corona-Krise alleingelassen zu haben – vor allem im Sterben. Es seien sicher in manchen Bereichen Fehler gemacht worden, so der Stadtdechant. Aber: „Wir haben versucht, den Kontakt zu den Menschen in den Pflegeheimen und Krankenhäusern zu halten“, erklärte Kleine. So seien etwa auch Seelsorger und Seelsorgerinnen, die selbst zur Risikogruppe gehören, bereit gewesen, in die Pflege-Einrichtungen zu gehen. Vielerorts jedoch seien die Heime abgeschottet gewesen aus Angst vor Ansteckung. „Aber wie soll ich einen Sterbenden noch anstecken? Warum soll ich nicht zu ihm gehen, solange ich dabei niemand anderen gefährde?“, fragte Kleine, auch mit Blick auf das Verbot für Familien, ihre Angehörigen zu besuchen. Er selbst hatte etwa eine alte Dame zu Hause besucht, auf ihren Wunsch hin dann ohne Maske an ihrem Krankenbett gesessen, ihr die Hand gehalten, die Krankensalbung gespendet und mit ihr gebetet.

„Vielleicht haben wir nicht vehement genug darauf gepocht, in die Häuser hineingelassen zu werden“, räumte der Stadtdechant mit Blick auf die Pflegeheime ein. Doch wo es möglich gewesen sei, seien Seelsorgerinnen und Seelsorger auch weiterhin an der Seite von Schwerkranken und Sterbenden gewesen. Künftig gelte es, hier in Abstimmung von Trägern, Wohlfahrtsverbänden, Politik und Kirchen differenzierter zu agieren und den Einzelfall zu betrachten. „Wir müssen gemeinsam zu verhindern versuchen, dass Menschen alleine sterben“, betonte Kleine. Es sei für ihn die schlimmste Vorstellung, „dass man alleine auf einer Intensivstation oder in einem Zimmer liegt und die Liebsten können nicht dazukommen“. Und wenn jemand keine Familie oder Freunde habe, gelte es dafür zu sorgen, dass etwa die Ehrenamtlichen aus den Hospizdiensten diesen begleiten könnten. „Es ist ja die Frage, worum es geht“, so der Stadtdechant, „das Leben als Leben oder die Menschenwürde, zu der auch ein Abschiednehmen und ein begleitetes Hinübergehen gehören.“

 

Beziehungskiller Corona

 

Für mehr Differenzierung und Entscheidungen im Einzelfall sprach sich auch Stadtsuperintendent Seiger aus. Zu Beginn der Pandemie habe es keine Erfahrungen gegeben und man habe die Gefahren und Mechanismen des Virus‘ kaum einschätzen können. Die erste Sorge aller sei erst einmal gewesen, die Infektionszahlen zu begrenzen und zu senken, so Seiger. Heute seien die Einrichtungen und die Träger besser vorbereitet, zumal wenn sich die Situation erneut verschärfe.

Der Stadtsuperintendent fordert aber eine Digitalisierungsoffensive auch in den Pflegeeinrichtungen, damit Menschen mit ihren Angehörigen in Kontakt bleiben können. „Corona ist ein großer Beziehungskiller“, sagte er. „Hier brauchen wir die technische Ausstattung und digitale Endgeräte für sozial Bedürftige. Aber auch Coaches für die Pflegekräfte, damit wir die Hochbetagten fit dafür machen können, auf anderen Kanälen mit ihren Angehörigen in Kontakt zu bleiben.“

Der Digitalisierungsschub für Schulen sei wichtig, „aber vergesst bitte die Altgewordenen nicht“ . Seiger verwies auch darauf, dass oft der Eindruck erweckt würde, als wäre „vor Corona alles gut“ gewesen mit den Besuchen für Menschen in den Pflegeeinrichtungen. „Aber wenn man sonntags an beliebigen Alten- und Pflegeheimen vorbeigeht, sind die Parkplätze oft leer“, gab er zu bedenken. Jede und jeder trage Verantwortung dafür, dass es weniger Einsamkeit, weniger Alleingelassensein in der Gesellschaft gebe.

 

Keine Untergrundkirche

 

Einig waren sich Kleine und Seiger auch in ihrer Zurückweisung der Kritik, dass die Kirchen „zu staatshörig“ gewesen seien und sich zu wenig gegen das Aussetzen von Gottesdiensten mit Gemeindepräsenz gewehrt hätten, gerade zu Ostern. In der Sorge darum, Zustände wie in anderen Ländern – etwa in Italien – zu verhindern, habe man die Entscheidungen der Politik mitgetragen. „ Dann ist es nicht an uns, uns dagegen zu erheben und zu sagen: dann machen wir als Untergrundkirche weiter“, sagte der Stadtdechant. Er betonte aber auch, dass die Kirchen nie geschlossen gewesen seien. „Das war ein ganz wichtiges Zeichen. Shutdown bedeutet nicht: Kirche macht die Schotten dicht.“

Auf vielerlei Weise habe die Kirche versucht, Menschen auch in dieser Situation zu helfen und ihnen Hoffnung zu schenken, sagte Kleine. Es ging darum, den Menschen Vertrauen zu geben und sie zu stärken, „dass wir gemeinsam diese Zeit meistern werden“, so Kleine weiter. „Wir haben uns redlich bemüht da zu sein, offene Ohren und offene Hände zu haben, ob das im caritativen Bereich war oder im persönlichen Gespräch. Denn ohne die Menschen gäbe es die Kirche nicht, wir sind nur für die Menschen bestellt.“ Er hoffe, dass man im Nachhinein besser erkenne, dass die Kirchen die Relevanz der Situation und der Menschen in ihren persönlichen wie wirtschaftlichen Nöten wahrgenommen hätten. „Wenn wir das nicht getan hätten, wäre das ein schwerwiegender Vorwurf.“

Er sei „nicht sicher“, ob sich die Kirchen zu Beginn der Corona-Maßnahmen „vollmundig hätten äußern müssen“, erklärte Seiger. „Mit welcher Legitimation und gegen wen gerichtet?“ Die Kirchen hätten eine Verpflichtung, ein Wächteramt wahrzunehmen und sich auch kritisch zu äußern. Dazu gehöre es einzugreifen, wenn staatliche Maßnahmen dem Evangelium und damit dem christlichen Menschenbild widersprechen würden. Er habe aber den Eindruck gehabt, dass die politisch Handelnden sehr verantwortungsvoll gehandelt hätten, „abgesehen von Einzelpunkten, wo die Freiheitsbegrenzungen überzogen worden sind“, so der Stadtsuperintendent. Die Entscheidungen seien getragen worden vom Verantwortungsgefühl für die Gesundheit der Menschen, „in einer Balance zwischen Freiheit und Verantwortung“.

Die Freiheit des Einzelnen sei ein extrem hohes Gut, „aber die Freiheit des Einzelnen ist nicht der Maßstab für alles, sondern sie findet ihre Grenze im Lebensrecht des anderen“. Die Freiheitsrechte der Menschen seien durch die Corona-Gesetze nicht auf Dauer außer Kraft gesetzt worden, betonte Seiger. Gleichwohl gelte es, wachsam zu sein, wo falsche Maßnahmen angeordnet würden. Diese Wachsamkeit, auch von Journalistinnen und Journalisten, führe dazu, dass man maßvolle politische Schritte gehe, meinte Seiger. „Dann funktioniert Demokratie.“

 

Kirche als Anwältin der „Corona-Verlierer“

 

In den kommenden Monaten gelte es, noch stärker als sonst an der Seite der sozial Schwachen und Anwalt derer zu sein, die keine Lobby haben, betonten Kleine und Seiger. Nicht nur als kirchlicher Arbeit- und Auftraggeber gelte es, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu begrenzen oder, wo möglich, auszugleichen. Hinter den großen Milliardenbeträgen, die als Hilfen staatlicherseits aufgerufen würden, stünden oft Interessengruppen wie die Automobilindustrie, machte der Stadtsuperintendent klar. Viele Branchen und Selbstständige würden davon aber nicht erreicht und auch sonst nicht gehört. Hier gelte es für die Kirchen auch zu lernen, diese stärker in den Blick zu nehmen, beispielsweise die Gastronomie, Künstler oder die Eventbranche.

Der Stadtdechant erinnerte an das abendliche Klatschen auf den Balkonen für Pflegekräfte und andere Helfer. „Jetzt gibt es Tarifvereinbarungen für Mitarbeitende im Gesundheitswesen – und schon ist das Klatschen vorbei.“ Solidaritätsbekundungen müsste man als Gesellschaft aber auch etwas folgen lassen. Die Corona-Krise rufe auch dazu auf, Fragen von Wertigkeit und Lohngerechtigkeit, Solidarität und Subsidiarität neu zu denken, sagte er. Die Gesellschaft müsse Wege finden, mit den unverschuldet ausgelösten Existenznöten und den ab Herbst drohenden Insolvenzen umzugehen und diese sozial abzufedern. „Als Kirchen sind wir bereit, in einem breiten gesellschaftlichen Konsens daran mitzuwirken, dass unser Gemeinwesen, das seit dem Zweiten Weltkrieg so aufgebaut ist und funktioniert, dafür sorgt, dass keiner in ein Loch hineinfällt, aus dem er nicht mehr herauskommt. Und dass man das Soziale weiterentwickelt“, erklärte Kleine.

 

Kirche braucht mehr Mut zum Experimentieren

 

Den Kirchen wünschte der Stadtsuperintendent mehr Mut, um neue Gottesdienstformen und anderes auszuprobieren. „Wir können sehr viel kreativer sein und wir können von den Formen, die bislang etabliert waren, in manchen Punkten abrücken“, so Seiger. Was angesagt sei, sei „Experimentieren, Experimentieren, Experimentieren“. „Wir wissen keine Formate, die automatisch funktionieren, sondern wir müssen versuchen, coronataugliche Wege zu finden. Und Menschen bestimmen, welche sie mitgehen wollen und welche nicht.“

Es gelte vor allem im Blick darauf, dass die Menschen in der Kirche Gemeinschaft suchen, Dinge und Formate auszuprobieren und vor allem auch die Menschen zu fragen, was sie brauchen und wollen, betonte Seiger. Vielleicht gelte es künftig, mehr für kleinere Gruppen anzubieten, in denen Menschen sich sicher fühlen – und ihnen auch zuzutrauen, eigene Formate und Formen zu entwickeln, um ihr religiöses Leben zu gestalten.

Mut zum Experiment gelte auch für Weihnachten, so Seiger. So sei etwa ein Gottesdienst im Südstadion denkbar, aber auch Feiern mit Weihnachtsbaum und Singen unter freiem Himmel. In Einrichtungen wie der Bahnhofsmission könne es vielleicht statt einer großen Feier für 100 Leute drei für 30 geben. Corona biete auch eine Chance, Weihnachten neu zu entdecken. Wenn an vielen Orten Weihnachten teilweise draußen gefeiert würde, „ist das vielleicht nicht so behaust, aber dann kann man zurückfragen: War denn der Stall von Bethlehem ein behauster Ort? Ist nicht das Unbehauste auch ein Stück der Kern von Weihnachten?“, fragte der Stadtsuperintendent.

Auch Kleine betonte, dass Weihnachten nicht ausfalle und alle Verantwortlichen bereit seien, soviel wie möglich zu machen, damit alle Menschen, die in christlicher Gemeinschaft Weihnachten feien wollen, dies tun können – „gerade in diesem Jahr der Pandemie“. Das eine seien die Christmetten und Eucharistiefeiern. Es gebe aber viele Möglichkeiten, etwa Christvespern und Kindergottesdienste draußen zu feiern, so der Stadtdechant. „Dann macht man sie etwas kürzer, etwas knackiger. Die Familie feiert dann zusammen Weihnachten, man hört die Frohe Botschaft und die Engel singen. Die Hirten kommen. Und mit diesem Gefühl geht man nach Hause.“ Wichtig sei auch, dass die Menschen dann singen können. „Das gehört doch für uns als Menschen dazu“, sagte Kleine, „wir leben doch mit allen Sinnen. Wir brauchen Weihnachten Kerzen und Tannenduft und da müssen und wollen wir vor allem singen.“

Auch er sieht in der Corona-Zeit eine Gelegenheit, den Sinn von Advent und Weihnachten wieder stärker in den Fokus zu rücken, wenn etwa statt des wochenlangen Weihnachtsmarkttrubels im Advent der Roncalliplatz leer bleibe. „Natürlich ist das für uns auch eine Chance zu fragen: Was ist überhaupt der Advent? Was bedeutet eigentlich die Vorbereitungszeit, die Adventszeit, Vorfreude? Und dann kommt Weihnachten selbst.“ Es sei eine Möglichkeit, „die Adventszeit auf leere Plätze zu tragen“.

Manche Menschen fragten, wo denn Gott sei in der Pandemie. „Er ist nicht weg, er hat diese Welt nicht verlassen“, betonte der Stadtdechant, „und diese Pandemie ist keine Strafe Gottes“. Diese Frohe Botschaft könne vielleicht gerade dieses Weihnachten neu vermittelt werden, „dass Gott einer von uns ist, kein ferner Gott“, so Kleine. „Dieser große Gott hat sich so klein gemacht, im Kind von Bethlehem, ist einer von uns gewesen und hat eben auch die Widrigkeiten mit erfahren. Der ist uns ganz nah, auch wenn Menschen es im Moment vielleicht nicht spüren.

Insgesamt werde die Kirche nach der Pandemie eine andere sein. Nicht alle, die noch Anfang März da waren und regelmäßig kamen, kommen wieder. Manche würden die neu entdeckten Formen der Streaming-Gottesdienste und der eigenen Hausandachten fortführen wollen, erzählte Kleine. Andere hätten gemerkt, dass ihnen nichts fehle. Gerade mit ihnen würde er gerne ins Gespräch kommen, so der Stadtdechant, „um noch einmal zu fragen: Was fehlt euch denn nicht?“ Die Frage sei, wie die Kirche mit denen, die sich stillschweigend verabschieden, ins Gespräch kommen könne, „damit sie spüren, dass der Glaube etwas ist, das erfüllen kann, auch in dieser Situation. Und das Kirche nicht ein Verein ist mit einer Mitgliedschaft, die ich dann mal ruhen lasse, sondern eigentlich etwas mit dem persönlichen Leben zu tun hat.“ Er wünsche sich, bei ihnen „wieder etwas Geschmack zu wecken, damit sie spüren, da ist Gott ganz nah bei mir“, sagte Kleine.

 

Nähe und Sehnsucht nach Normalität

 

Die Kirchen wollten – gerade durch die Sakramente – auch „Zeugin der Nähe Gottes“ zu den Menschen sein, griff Claudia Nothelle das Thema auf. Wie könne das in der Corona-Zeit ohne menschliche Nähe gelingen? „Es gibt Dinge im geistlichen wie im menschlichen Leben – die gehen nicht digital“, betonte Seiger, dem das Thema „Bauchgrummeln“ verursachte. „Wir brauchen das Umarmen, die Nähe. Und bei der Eucharistie, beim Abendmahl brauchen wir das Schmecken. Wir brauchen das Haptische. Wir brauchen das Gefühl: Gott ist da in dem Moment, wo ich die heilige Handlung an mir erlebe. Wo ich etwas empfange, was ich mir nicht selber geben kann.“ Er empfinde es als „einen riesigen Schmerz“, dass das in der Pandemie nicht gehe, in der Distanz als „neue Form von Liebe“ gelte. „Da geht auch etwas kaputt und ich habe große Sehnsucht danach, dass wir Wege finden, damit sich alles stimmig anfühlt und trotzdem sicher ist. Wir dürfen es nicht aufgeben, diese leibliche Dimension unseres Glaubens zu leben“, betonte Stadtsuperintendent Bernhard Seiger. 

Es gebe die Sehnsucht – aber auch die Möglichkeit, die Nähe im Sakrament zu versuchen, solange die Menschen einverstanden seien, für Hygiene gesorgt sei und man niemanden gefährde, betonte Kleine. Das gelte für Taufen wie für Trauungen, für Firmungen wie für die Krankensalbung oder die Beerdigung. „Wenn Leute in einem Restaurant zusammen zu zehnt essen dürfen, erschließt sich mir nicht, warum ich nicht ein Kind bei der Taufe segnen kann.“

Niemand sei fahrlässig, aber „wir können uns auch nicht so verstecken und verbiegen, das ist in unserem Beruf und unserer Berufung mit hineingegeben, dass wir den Menschen nah sein wollen“, sagte Kleine. Und viele Menschen litten darunter, dass Nähe und Begegnung nicht wie gewohnt möglich seien. „Alle haben doch das Bestreben, noch ein bisschen normal leben zu dürfen“. Vor allem das, „ was mich doch persönlich ausmacht – Liebe, Beziehung, Geborgenheit, das Du –„ können wir als Menschen nicht beiseitelegen, sagte Stadtdechant Robert Kleine. „Darüber bin ich auch froh – denn sonst wären wir keine Menschen mehr, wenn uns da in der jetzigen Zeit nicht etwas fehlen würde.“

 

Hildegard Mathies

 

Kooperationspartner und Veranstalter: Evangelischer Kirchenverband Köln und Region (Evangelisch leben in Köln), Katholisches Stadtdekanat Köln, Melanchthon-Akademie Köln, Katholisches Bildungswerk Köln

 

„Wir können dafür sorgen, dass es gut weitergeht“: Stadtdechant Kleine ruft zur Eröffnung der Dreikönigswallfahrt zu Solidarität auf

25. September 2020; Hildegard Mathies

 

Köln. Es ist ein Gottesdienst, auf den sich der Kölner Stadtdechant Robert Kleine jedes Jahr besonders freut: die Pilgermesse des Stadtdekanats zur Eröffnung der Dreikönigswallfahrt. In diesem Jahr findet die gesamte Wallfahrt unter Corona-Bedingungen statt – die Heiligen Drei Könige jedoch könnten auch Vorbilder sein für das Miteinander in der Krise. Und für die Zeit danach, so der Stadtdechant in seiner Predigt.

Die anfänglichen Zeichen der Solidarität, wie das abendliche Klatschen für die Angehörigen medizinischer Berufe und andere Helfer in der Corona-Krise, scheinen zu schwinden, konstatiert der Stadtdechant. Stattdessen nehme der Verdruss zu und die Frage, wann Corona und die Folgen denn vorbei seien. Doch die Welt werde nach der Pandemie nicht mehr die sein, die sie Anfang März – vor Beginn der Corona-Maßnahmen – noch gewesen sei, sagt Kleine. Nicht nur das Reiseverhalten und anderes, sondern auch die Wirtschaft, die Gesellschaft und die Kirche werden anders sein. Oder die Bindung der Menschen an die Kirche. „Einige haben sich vielleicht in der Zeit entfremdet“, so Kleine, „Oder gesagt: Es geht auch ohne.“

 

„Eine Hoffnung, eine Vision, ein Ziel“

 

So wie die drei Weisen, die als Heilige Könige verehrt werden, zu einer Mission ins Unbekannte aufbrachen, weil sie einem neuen Stern folgten, den sie für ein bedeutsames Zeichen hielten, so könnten sich die Menschen in dieser Zeit gemeinsam auf den Weg machen. Mit einer Hoffnung, einer Vision, einem Ziel. „Die Heiligen Drei Könige können uns auch noch einmal Beispiel sein, wie wir diese Krise bewältigen können“, erläutert der Stadtdechant, „nämlich indem wir nach vorne schauen.“ Die drei Weisen, Sterndeuter oder Könige, als die sie in der Überlieferung gesehen werden, haben sich auf den Weg gemacht. In manchen Überlieferungen stammen sie von den im Mittelalter bekannten drei Kontinenten – Afrika, Asien und Europa – und haben sich dann, dem Stern folgend, zusammengefunden, um am Ende eines langen Weges gemeinsam dem neugeborenen König, Mensch und Gott, Jesus Christus, zu huldigen. Sie können Vorbild sein dafür, „dass auch wir versuchen, miteinander durch diese Krise zu kommen, nicht nur in Köln, nicht nur in Deutschland, sondern mit allen vereint“ , betont Kleine.

Dass die Drei von den unterschiedlichsten Kontinenten kommen, „zeigt das nicht, was eine Globalisierung auch bedeuten kann?“, fragt der Stadtdechant. Nicht ein Miteinander der reichen gegen die armen Länder, „sondern ein gemeinsames Den-Weg-gehen. Eine Solidarität über Grenzen hinweg, bis nach Griechenland, bis nach Moria und darüber hinaus.“ Es geht – nicht nur in der Pandemie – um die Frage: „Wie gehen wir miteinander um? Wie nehmen wir den anderen wahr? Wie sorgen wir dafür, dass die Würde eines jeden Menschen geachtet wird?“

 

Solidarität in einer globalisierten Welt

 

In der Gemeinschaft der Heiligen Drei Könige habe einer den anderen mitgetragen auf ihrem Weg. „ Dafür steht ja auch Kirche. Dafür steht ein Gemeinwesen. Dafür gibt es Solidarität, auch in einer Gesellschaft“, sagt Kleine. Auch sollte es sie geben in einer globalisierten Welt. Am Ende haben die Drei die Erfahrung gemacht: „Wenn sie etwas schenken, gehen sie selber reich beschenkt zurück. Sie waren in ihren Herzen erfüllt. Ist das nicht auch eine Erfahrung, die wir in dieser Zeit machen können? Wenn man anderen etwas gibt, wenn man für andere sorgt, wenn man andere im Blick hat, das einen das selber auch reicht macht?“

Der Mensch sei nicht als Einzelkämpfer unterwegs. Die Heiligen Drei Könige zeigten auch, dass wir als Menschen soziale Wesen sind, dass wir ein Du brauchen, macht Kleine deutlich. „Ein Du ist Gott für uns – aber das andere Du ist der Mensch, die Beziehung, in der ich lebe.“ Und er fragt: „ Was ist ein Mensch ohne Beziehung zu anderen Menschen?“ Selbst wenn kein – anderer – Mensch da sei, könne der Mensch darauf vertrauen, dass Gott da ist, auch und gerade in dieser Zeit, so der Stadtdechant. Doch klar ist für ihn auch, ganz im Sinne von Martin Bubers „Jedes Leben ist Begegnung“: „Ich muss einem anderen begegnen, ich muss mich mitteilen, aussprechen, getröstet werden, Trost hören. Oder mich mit anderen freuen.“

 

Mit anderen teilen

 

Es sei gut, mit anderen etwas zu teilen – „vor allem mit denen, die keinen haben, die Angst haben, die Sorge haben“, sagt Msgr. Kleine. Gut ist es auch, finanzielle Mittel zu teilen, „damit Menschen in Ländern, in denen das Gesundheitssystem desaströs ist, auch Hilfe bekommen“, gerade in dieser Zeit der Pandemie. Und der Stadtdechant macht noch einmal Mut: „Auch wenn nicht alles wieder so sein wird wie Anfang März – wir können dafür sorgen, dass es gut weitergeht.“ In der Kirche. In der Gesellschaft. Und im persönlichen Miteinander.

 

Die Dreikönigswallfahrt 2020 unter dem Leitwort „Wir haben seinen Stern gesehen“ geht bis Sonntag, 27. September. Informationen und Anmeldung unter www.dreikoenige-koeln.de

 

DOMRADIO.DE überträgt ausgewählte Gottesdienste

 

Die Pilgermesse des Katholischen Stadtdekanats Köln mit Stadtdechant Msgr. Robert Kleine zur Eröffnung der Dreikönigswallfahrt sehen Sie hier im Video von DOMRADIO.DE Die Predigt gibt es hier im Video.

 

Ein Interview mit Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine können Sie hier nachlesen und nachhören

 

Mehr zum Thema Corona, die Kirchen und die Gesellschaft gibt es am kommenden Montag, 28. September, beim Kölner Stadt-Kirchen-Gespräch im Museum MAKK (An der Rechtschule). Ob die Kirchen systemrelevant sind oder systemsprengend sein müssten, ist eine der Fragen, die der katholische Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und der evangelische Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger mit den beiden profilierten Journalisten Professorin Dr. Claudia Nothelle (Hochschule Magdeburg-Stendal) und Arnd Henze (WDR) diskutieren. Ihr Thema: „Kirche und Gesellschaft in der Corona-Krise: Eine Frage der Relevanz?!“ Beginn ist um 19.30 Uhr, Einlass ab 18.45 Uhr, Teilnahme nur mit Registrierung (auch noch für Kurzentschlossene) und bei Einhaltung der Corona-Hygiene-Regeln. Der Eintritt ist frei.

 

„Endlich Verantwortung übernehmen und Menschen retten“: Engagement für Flüchtlinge aus Moria und Brief an die Kanzlerin

21. September 2020; ksd

Update: Um sich für eine Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria einzusetzen hat ein breites Bündins einen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel, NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und Bundesinnenminister Horst Seehofer geschickt. Darin fordern Stadtdechant Msgr. Robert Kleine, Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger und viele andere Unterzeichner, dass die Bundesrepublik Deutschland bei der Aufnahme von Geflüchteten vorangehen müsse und prangern die katastrophalen Zustände in den Lagern an. Den Brief können Sie hier nachlesen.

 

Köln. Vor rund zehn Tagen brannte das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. In dem für 2800 Menschen konzipierten Lager lebten zeitweilig 20000 Menschen, es ist Europas größtes Flüchtlingslager. Seit dem Brand ist die ohnehin katastrophale Lage der Geflüchteten weiter dramatisch. In Deutschland und der EU wird einmal mehr darüber debattiert, ob andere Länder der Europäischen Union, darunter Deutschland, Geflüchtete aus Moria aufnehmen soll – und wenn ja, wie viele. Der Katholikenausschuss in der Stadt Köln, das Katholische Stadtdekanat Köln und die Aktion Neue Nachbarn haben dazu gemeinsam mit weiteren Instutionen und Verbänden am Montag, 21. September, unter dem Titel „Endlich Verantwortung übernehmen und Menschen retten“ eine Erklärung herausgegeben. Der Wortlaut:

 

Köln, Bonn, Düsseldorf und andere Kommunen haben schon vor mehr als einem Jahr ihre Bereitschaft erklärt, mehr Flüchtlinge aus den Lagern an den europäischen Grenzen aufnehmen zu wollen. Auch die nordrhein-westfälische Landesregierung unterstützt dieses Ansinnen.
Warum um alles in der Welt gelingt es dann nicht, tatsächlich Menschen aus Moria nach Deutschland zu holen?

Die Bereitschaft von Bundesminister Seehofer und der deutschen Bundesregierung, zumindest 1500 Menschen die Einreise zu bewilligen, ist irreführend, da die Zusage der Bundesregierung explizit nicht für Frauen, Kinder und Familien aus Moria gilt, sondern nur für Menschen aus anderen Lagern, deren Asylanträge bereits bewilligt wurden und die damit schon jetzt in der Verteilung sein müssten.

Seit Jahren schaut Europa dem Elend in den Lagern zu, nimmt hin, dass Menschen weiterhin im Meer ertrinken, wendet sich ab vor Übergriffen durch die örtliche Bevölkerung und die Sicherheitskräfte, die Geflüchtete ohne Versorgung und Schutz in Lagern eingepfercht halten.

Vor einer Woche brannte das Lager in Moria ab und immer noch wird Hilfe verweigert mit dem Hinweis darauf, dann würden noch mehr Lager brennen – eine Argumentation, die an Zynismus kaum zu überbieten ist.

Mitten in Europa, im Herzen der Demokratie, spielt sich damit eine unmenschliche und unchristliche Tragödie ab, die wir schon seit Jahren hinnehmen und die immer schlimmer wird. Es gibt Menschen, die zur Abschreckung genau das wollen, und wir lassen es tatenlos zu.
Die Unantastbarkeit der Würde jedes Menschen hat im Herzen von Europa keinen Platz, das ist beschämend!

Wir haben Platz und wir haben Erfahrung darin, Menschen in Deutschland und in Köln eine neue Heimat und eine Perspektive zu bieten. Was wir aber kaum noch haben, ist die Hoffnung auf eine europäische Zuwanderungspolitik und darauf, dass sich alle europäischen Staaten auf die Grundprinzipien eines humanitären Handelns besinnen.

Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich mehr Menschen in Not den Zugang nach Deutschland zu ermöglichen und ihnen die Chance auf ein faires Verfahren zu geben!

Wir fordern die Stadt Köln auf, sich aktiv für eine Aufnahme von Menschen in Not zu bemühen und damit die vielen freien Kapazitäten in unserer Stadt zu nutzen und die zahlreichen bereitwillig Helfenden einzusetzen! Köln muss ein „sicherer Hafen“ sein, nicht nur auf dem Papier!

 

Die Unterzeichner: Aktion Neue Nachbarn; BDKJ (Bund der Deutschen Katholischen Jugend), Diözesanverband Köln; DJK Sportverband, Diözesanverband Köln; Familien-Forum Köln; In Via, Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit Köln; Karl Rahner Akademie, Köln; Katholikenausschuss in der Stadt Köln; Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, Diözesanverband Köln; Katholische Jugendagentur Köln; Katholisches Stadtdekanat Köln; Pax Christi, Gruppe Köln; SKM Köln (Sozialdienst Katholischer Männer)

 

Die Erklärung gibt es hier zum Download.

 

Time for Sympathy and Love:

Spendensong der diözesanen Kölner Caritas mit Höhnern, Chris de Burgh und vielen anderen Musikerinnen und Musikern

 

Die Flüchtlingskatastrophe auf der griechischen Insel Lesbos schweißt die Musikwelt zusammen: Mit dem Spendensong „Time for Sympathy and Love“ haben die Kölner Höhner internationale und deutsche Stars – wie zum Beispiel Chris de Burgh, die Galleons oder Peter Freudenthaler (Fools Garden) – ans Mikrofon und die Instrumente gebracht, um Geld für Geflüchtete in Griechenland zu sammeln.

 

Hier können Sie das Video zum Song ansehen.

 

„Der Song ist ein Aufruf zur Menschlichkeit. Er soll aber auch konkrete Hilfe für die Menschen sein, die auf der Flucht ihr Hab und Gut verloren haben und unter schlimmsten Bedingungen um ein neues Leben kämpfen“, sagt Höhner-Frontmann Henning Krautmacher.

Das Video zum Song zeigt die furchtbare Realität der Menschen: Die Flucht, die Zustände in den Camps, aber auch den schwierigen Neuanfang in einem fremden Land.  Dazwischen immer wieder die Musiker, die mit ihrem Song eine Botschaft senden: „Helft, wir dürfen nicht einfach zusehen – wir müssen uns gegenseitig unter die Arme greifen“, erklärt Krautmacher das Engagement.

Unterstützung bekommt das musikalische Hilfsprojekt von Caritas international und der Diakonie Katastrophenhilfe. „Das sind Experten. Sie sorgen dafür, dass Nothilfe dort ankommt, wo sie benötigt wird“, sagt Bruno Schrage, Referent für Caritaspastoral beim Kölner Diözesan-Caritasverband. Aus seiner Feder stammt auch der Text für „Time for Sympathy and Love“, gemeinsam mit den Höhnern Jens Streifling, Hannes Schöner und Henning Krautmacher. (pek)

 

Spendenmöglichkeit:

Caritas international

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02

BIC: BFSWDE33KRL

Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe

 

Weitere Informationen auf www.vergessene-katastrophen.de

 

Auch der Kölner Rat der Religionen hat eine Erklärung zu Moria verabschiedet. Sie können Sie hier nachlesen.

 

„Freude am Sieg und Gelassenheit in der Niederlage“: FC-Andacht im Kölner Dom unter Corona-Bedingungen

21. September 2020; ksd

 

Köln. Nur jede zweite Reihe ist besetzt, für die Öffentlichkeit ist die Veranstaltung gesperrt und statt Tausende sind nur 300 FC-Fans anwesend: Die traditionelle ökumenische Andacht vor dem ersten Spiel des 1. FC Köln sah völlig anders aus als im vergangenen Jahr. Da war der Dom bis auf den letzten Platz gefüllt, es wurden laute Gesänge angestimmt und Fahnen geschwenkt. In diesem Jahr war die Andacht „pandemiegerecht“, und, wie Stadtsuperintendent Bernhard Seiger feststellte, es war „fast alles anders“.

„Der Start einer neuen Saison ist für den Verein und für die ganze Stadt etwas Besonderes“, sagt Stadtdechant Robert Kleine. Doch es ist in diesem Jahr ein schwieriger Start, ein schwieriges Jahr für alle Kölner. Erst am Tag zuvor war der Karneval für die kommende Session abgesagt worden und dann kam am späten Nachmittag auch noch die Nachricht, dass nicht – wie geplant – 9000 Fans beim Saisonstart des FC dabei sein dürfen. Es sei wichtig, sehr wichtig, betont der Kölner Stadtdechant, dass wir diese Entscheidung gemeinsam mittragen. Er ruft zu verantwortlichem Handeln auf. „Wir – auch die Fans“, sagt Kleine, „müssen jetzt zusammenstehen, um diese schwierige Situation gemeinsam zu tragen.“

 

„Solidarität muss durchhalten“

 

Kleine erinnert an die Schwierigkeiten und das Leid der Corona-Pandemie, aber lenkt den Blick auch auf die anfangs große Solidarität. Es werde schon lange nicht mehr abends für die Pflegekräfte geklatscht, „aber die Solidarität – die muss durchhalten“, so der Stadtdechant. Ein gutes Beispiel dafür sei die FC-Stiftung, „die auch in dieser Zeit soviel Gutes geleistet hat für Menschen in Not und Sorge“. Viele von denen, die im Dom versammelt seien, habe die Corona-Zeit genutzt, um für andere da zu sein.

Kleines Predigt legt den Fokus auf Jesu Forderung „Du sollst Gott lieben und den Nächsten“. „ Wenn in aller Welt die Verantwortlichen in der Politik sich daran orientieren würden, nicht ,Mein Land first', sondern ,Liebe deinen Nächsten' “ zur Grundlage ihres Handelns zu machen, „dann sähe es sicherlich in unserer Welt ein wenig besser aus“, betont der Stadtdechant.

Die Menschen hätten aus Jesu Worten die „Goldene Regel“ gemacht: „Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen.“ Jesus aber gehe noch einen Schritt weiter, indem er fordert: „Nicht nur das Schlechte nicht tun, sondern das Gute tun“, so Kleine. Nächstenliebe und Solidarität wünscht sich Kleine dann mit Blick auf den Sport, aber auch auf das Alltagsleben der Menschen, auf die Wirtschaft, die Kirchen und die Gesellschaft.

 

Ein Wunsch für die Kirchen

 

Und dann nennt er noch einen anderen Wunsch: „Manchmal wünschte ich der Kirche, dass wir auch so eine Ausstrahlung haben, dass nicht das Stadion, dass die Kirchen voll sind. Dass die Menschen kommen und sagen: ,Da ist eine Botschaft' – auch wenn da kein Spiel ist. Aber es ist eine Begegnung, nämlich die Begegnung mit dem lebendigen Gott.“ In der Pandemie hätten manche diese Begegnung „auch bewusst gesucht in der Stille der Kirchen, die nie geschlossen waren.“

Nach seiner Predigt spielt der Organist das Lied „Du bess die Stadt, op die mer all he stonn“. Jeder Kölner kennt den Bläck-Fööss-Song. „Frech wie Dreck, doch et Hätz ess jot“ heißt es in dem Lied. Das passt, schließlich hat Msgr. Kleine kurz vorher vom „jode Hätze“ der Kölner erzählt, vom solidarischen Jeföhl, das ein kölsches Jeföhl ist.

 

Verzicht und Dankbarkeit


Stadtsuperintendent Seiger bat in seinem Eingangsgebet darum, dass „wir als Christen das Leben fair und gerecht gestalten“ und so die Corona-Maßnahmen nicht nur dem eigenen Schutz, sondern auch dem der Anderen dienen. „Alles ist anders in diesem Jahr. Die Absage für die Fans im Stadion hat gewiss ihre Wirkung.“ Diese konnte man in den Gesichtern der Fans und FC-Verantwortlichen trotz Maske deutlich ablesen. Bernhard Sieger zeigte den Besuchern allerdings, dass man der ganzen Sache auch Positives abgewinnen könne: „Ich nenne zwei Stichworte – Verzicht und Dankbarkeit.“

Alle hätten jetzt ganz neu das Verzichten gelernt. Im vergangenen Jahr sei es rappelvoll gewesen im Dom, mit Fahnen und Gesängen. In diesem Jahr gibt es nur eine Handvoll Fans und sonst nichts. „ Wir haben gelernt zu verzichten. Wir konnten jahrelang tun und frei entscheiden, was wir wollten. Jetzt verzichten wir auf so vieles, etwa die Stimmung rund um das Spiel.“ Später werde man von dem erzählen, worauf man jetzt verzichtet hat, „Das ist nicht nur der Fußball, das ist der Besuch der alten Mutter, die Familienfeier oder gar der verlorene Job.“

 

Verzicht als die neue Form der Nächstenliebe


Das sei eine gute Gelegenheit, auf den Mann aus Nazareth zu sehen. „Er hat verzichtet auf Ehe, ein Zuhause, sogar darauf, sein Leben festzuhalten. Wie ging das? Er hat sich frei dazu entschieden.“ Die Schlussfolgerung: „Verzicht geht leichter, wenn ich mich freiwillig dazu entscheide.“ Verzicht sei die neue Form der Nächstenliebe.

Daneben sprach Seiger das Thema Dankbarkeit an. „Wir können dafür dankbar sein, hier zu sein, dankbar, dass es überhaupt Spiele gibt, dankbar für die Menschen, die jeden Tag folgenschwere Entscheidungen treffen müssen und für die Menschen, die das Leben aufrecht erhalten.“ Vor einem Jahr hätte man  bei solchen Aussage gefragt „Tickt der noch richtig?“. Jetzt seien unsere Ansprüche komplett durcheinander gewirbelt, alle würden bescheidener. „Dankbarkeit ist leichter bei freier Entscheidung, Dankbarkeit ist eine Haltung. Danke dass wir uns haben, danke für dieses Leben.“

 

Fairness und Freude

 

Es ist bewegend mitzuerleben, wie dann alle Fans aufstehen und gemeinsam das Vaterunser beten, alle können das Gebet auswendig, das Vaterunser gehört zur DNA der Heiligen Stadt. In den Fürbitten betet der Geschäftsführer des 1. FC Köln Alexander Wehrle für die Spieler aller Mannschaften. Ausgewählte Fans dürfen weitere Fürbitten verlesen - für die Klugheit der Schiedsrichter, für die Fairness, für alle an Corona Erkrankten und von Corona betroffenen Menschen.

„Ich bitte den Herrn um den Segen für eine faire Saison, für Freude an Sport und Spiel und für alle Fans“, so Stadtsuperintendent Seiger. „Für die Freude am Sieg und die Gelassenheit in der Niederlage“, betet Stadtdechant Kleine im gemeinsamen Schluss-Segen. Und dann erlaubt er den Gottesdienstbesuchern, die in gebotenem Abstand in den Kirchbänken sitzen für das Schlusslied die Masken abzunehmen – übrigens fast ausschließlich FC-Masken mit dem Geißbock darauf. „Mir stonn zo dir, FC Kölle“, das ist die FC-Hymne. Kaum hat der Organist das Intro gespielt, stimmen alle Fans ein, sie halten ihre Schals in die Luft und singen ihr Lied. Stadtdechant Kleine und Stadtsuperintendent Seiger haben den Altarraum verlassen und stehen jetzt zwischen den Fans im Mittelgang, auch sie haben ihre Fan-Schals in die Höhe gestreckt und singen textsicher mit. Auf dem FC-Schal von Msgr. Kleine steht „Europapokal“. Zur Frohen Botschaft eines Christen gehört es, Optimist zu sein.

 

Autoren: Klemens Surmann / Johannes Schröer / ksd

 

Auf DOMRADIO.DE können Sie die FC-Andacht noch einmal anschauen. Dort können Sie auch die Reportage von Johannes Schröer nachlesen, von der wir hier Auszüge verwendet haben.

 

Dom- und Stadtdechant Robert Kleine hat den neuen Kölner Dompropst Guido Assmann in sein Amt eingeführt

20. September 2020; ksd

 

Köln (mk). Zu Beginn des Hochamts im Kölner Dom am 20. September ist Msgr. Guido Assmann von Dom- und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine in sein neues Amt als Propst der Kölner Kathedrale eingeführt worden. Damit übernimmt er den Vorsitz des Kölner Metropolitankapitels, das er künftig nach außen vertritt. 

Am Hochamt im Kölner Dom nahmen neben Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker und Kölns Polizeipräsident Uwe Jacob und weiteren Vertretern der Kölner Stadtgesellschaft der Neusser Landrat Hans-Jürgen Petrauschke und der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Neuss Sven Schürmann teil. Monsignore Guido Assmann hatte zuletzt als Oberpfarrer der Neusser Basilika St. Quirin und Kreisdechant des Kreisdekanates Rhein-Kreis Neuss gewirkt.

 

„Mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben“

 

Nachdem sich der Domklerus zu Beginn des Hochamts im Halbkreis um den Vierungsaltar versammelt hatte, begrüßte Domdechant Robert Kleine die Gemeinde und den neuen Dompropst und las die Ernennungsurkunde des Erzbischofs vor. Anschließend legte der neue Dompropst, auf der untersten Altarstufe kniend, das Versprechen der gewissenhaften Erfüllung seiner Amtspflichten ab. „Hiermit führe ich dch in das Amt des Dompropstes an der Hohen Domkirche zu Köln ein“, schloss der Domdechant am Ende die Einführung. „Stets möge es deine Sorge sein, dass hier im Dom Gott, dem Herrn, Lob und Verherrlichung erwiesen, die Frohbotschaft Jesu Christi unverkürzt und unverfälscht verkündet und die Heilige Eucharistie würdig gefeiert wird.“

In seiner Predigt hob der neue Dompropst, der mit dem Tag der Einführung zum Dienstvorgesetzten aller haupt- und nebenamtlichen Mitarbeiter am Dom wird, das Engagement aller Menschen hervor, die dazu beitragen, „dass das Lob Gottes in unserer Kirche würdig, schön und gut gefeiert wird.“ Gottes Wort könne nur ankommen, wenn es glaubwürdige Menschen gebe, die es verkünden – oder durch ihren Dienst dazu beitragen. Abschließend bat Assmann die Gemeinde um ihr Gebet, „dass ich mich nicht zu wichtig nehme und beiden Beinen auf dem Boden bleibe“. Er wolle sich nach Kräften dafür engagieren, „dass der Dom so einladend bleibe, wie er ist. Und wie Gott ist.“

 

„Geben Sie gut acht auf unseren Dom“

 

Beim anschließenden Umtrunk hob Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker die Rolle des Doms als „Schutzpatron“ der Stadt hervor, der die Menschen über alle Grenzen hinweg verbinde. „Geben Sie gut acht auf unseren Dom“, wünschte sie dem neuen Dompropst. „Viel Kraft und Mut für ihre neue Aufgabe und viel Geduld und Gelassenheit mit den Kölnerinnen und Kölnern.“ 

Der neue Dompropst Msgr. Guido Assmann wurde 1964 in Radevormwald geboren und 1990 zum Priester geweiht. Anschließend war er Kaplan in Eitorf und in Köln-Klettenberg. Von 1998 bis 2007 war er im Pfarrverband Dormagen-Süd als leitender Pfarrer tätig; 2000 wurde er zum Dechanten des Dekanates Dormagen ernannt. 2007 wurde er Pfarrer am Quirinusmünster in Neuss und Kreisdechant des Kreisdekanates Rhein-Kreis Neuss, zwei Jahre später zudem Leiter des Pfarrverbandes Neuss-Mitte mit den Pfarreien St. Marien, Hl. Dreikönige und St. Pius X. 2005 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum „ Kaplan Seiner Heiligkeit“ mit dem Titel Monsignore.

 

DOMRADIO.DE hat die Heilige Messe mit der Einführung übertragen. Hier können Sie das Video ansehen.

 

Letzter Gottesdienst in St. Hildegard am 20. September: „Es ist fast ein Zeichen von Kapitulation“ / Bau von Sozialwohnungen geplant

18. September 2020; ksd

 

Köln. Bereits vor 14 Jahren haben die Gemeindegremien entschieden, dass die stark sanierungsbedürftige Kirche St. Hildegard in Nippes aufgegeben werden muss. Doch die Vernunft ist das eine, die Trauer über den konkreten Verlust das andere. Am Sonntag, 20. September, findet der letzte Gottesdienst statt.

„Diese Kirche war Heimat für mich“, stellt Diakon Wilfried Koch mit Tränen in den Augen fest. „ Man eignet sich einen Sakralraum an, wenn man in ihm gestalten darf.“ Und obwohl der 72-Jährige, der 38 Jahre lang der „Seelsorger vor Ort“ war und bis letztes Jahr gleich nebenan gewohnt hat, schon seit beinahe anderthalb Jahrzehnten weiß, dass die Tage seiner ehemaligen Wirkungsstätte St. Hildegard in der Au gezählt sind, übermannt ihn immer noch große Trauer, sobald er davon spricht. „ Unglaubliche spirituelle Erfahrungen“ verbinde er mit dieser Kirche, darunter die eigene Weihe zum Diakon. „Das vergisst man nicht.“ Ganz zu schweigen von den vielen Taufen, Hochzeiten oder Abschieden, die er in diesem Gotteshaus mit Familien der Gemeinde gefeiert habe. „Ich bin mit dieser Kirche verwachsen, habe eine Geschichte mit ihr und kenne alle ihre Ecken und Kanten“, sagt er.

 

Eine schwere Entscheidung

 

Selbst Menschen, die sonst nicht religiös wären oder kaum einen Bezug zu Kirche hätten, würden sich jetzt, da die Würfel längst gefallen seien, mit einem Mal verprellt fühlen und sich für den Erhalt dieses Stücks Stadtarchitektur stark machen. Nicht wenige klagten: „Ihr wollt uns unsere Kirche wegnehmen.“ Dabei sei ja weiß Gott keinem der Verantwortlichen in Gemeindeleitung, Kirchenvorstand und Pfarrgemeinderat die Entscheidung leicht gefallen, sich von St. Hildegard zu trennen und einer „vernünftigen Lösung“ zuzustimmen, erklärt der Seelsorger. Ganz im Gegenteil. Die Menschen im Sprengel hingen an ihrer Kirche. „Denen geht es wie mir“, meint Koch. „Rational habe ich alles verstanden. Dass eine Wiederinstandsetzung einen Betrag in Millionenhöhe erforderlich macht und das in keinem Verhältnis zum Ertrag steht – erst recht nicht in Zeiten, in denen die Menschen der Kirche zunehmend den Rücken zukehren und St. Hildegard nicht mehr wirklich voll genutzt wird.“ Nur die Stimmigkeit der zwingenden Argumente erleichtere ein wenig den Abschied.

Und trotzdem schmerze ihn allein schon der Gedanke daran, dass nun die Reliquien aus dem Altar genommen werden sollen und die Kirche für immer zugesperrt wird. Ihr bevorstehendes Schicksal – im Gespräch ist ein vollständiger Abriss zugunsten von sozialem Wohnraum – berühre ihn schon sehr. „Es ist fast ein Zeichen von Kapitulation“, so der Kirchenmann, zumal sich in diesem Vorgang das ganze Ausmaß des gegenwärtigen Trends zeige. „Wir stecken mitten in einer Situation der Ausdünnung unseres Glaubens. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass eines Tages Gottes Sehnsüchte wieder an die Kirche klopfen.“

 

Sakrales Kleinod

 

An diesem Sonntag soll es soweit sein und der erste Schritt Richtung Abriss vollzogen werden. Im Rahmen seiner Visitation übernimmt Weihbischof Rolf Steinhäuser die zunächst letzte offizielle Amtshandlung an diesem Gebäude und wird das erst 60 Jahre alte Kirchlein außer Dienst stellen, wie es in der kirchlichen Amtssprache heißt. Über eine Profanierung wird dann der Priesterrat bei seiner Tagung im Mai befinden. Solange wird St. Hildegard als „stilles Baudenkmal“ an der Florastraße stehen, erläutert Pfarrer Stefan Klinkenberg.

Der Geistliche hat ebenfalls eine gewachsene emotionale Beziehung zu der „Kirche am Weg“ – so ihr Beiname – und kann die nun noch einmal sehr akut gewordene Trauerarbeit angesichts der endgültigen Aufgabe dieses sakralen Kleinods gut nachempfinden. Aber die kontinuierlich rückläufigen Besucherzahlen in den bislang noch zweimal pro Woche stattfindenden Gottesdiensten in Kombination mit den mittlerweile unübersehbaren Bauschäden – ein maroder Turm, Risse in den Wänden, ein bereits mehrfach notdürftig geflicktes Dach, morsche Wasserleitungen, eine defekte Heizungsanlage und starke Verschmutzungen innen und außen – machten eine Investition im großen Stil nicht verantwortbar, betont Klinkenberg. Trotzdem habe er gerne in dieser Kirche, die Anfang der 1960er-Jahre von dem Kölner Architekten Stefan Leuer in Form eines Rombus konzipiert wurde und mit den vielen kleinen Fenstern in der Fassade und den ungewöhnlich gebogenen Wänden etwas von einer mittelalterlichen Burg oder eines bergenden Schiffrumpfs hat, gerne Messe gefeiert. „Je nach Lichteinfall hat diese Kirche immer wieder eine andere Atmosphäre und bietet aufgrund ihrer Architektur eine Menge theologischer Impulse.“

 

Mitnutzung durch orthodoxe Gemeinde

 

Aber Klinkenberg kennt auch die Geschichte, die zu diesem Gotteshaus gehört. „Das war damals die Zeit, in der die Anzahl der Katholiken beständig wuchs, zusätzliche Pfarrstellen geschaffen wurden und es noch genügend Priester für die vielen kleinen neu entstehenden Gemeinden gab“, erzählt der 60-Jährige, der selbst seit acht Jahren leitender Pfarrer am Ort ist. Zuständig für die 8000 Katholiken in Riehl und Nippes mit den weitaus größeren Kirchen St. Engelbert und St. Bonifatius, hat er St. Hildegard immer als eine Art Bindeglied zwischen diesen beiden Sakralbauten betrachtet. „ Als kleine Schwester in ruhiger Lage mitten im Grünen ist sie schon etwas Besonderes. Umso erfreulicher, dass zumindest in den letzten sechs Jahren die rum-orthodoxe Gemeinde das Gebäude mit regelmäßigen Sonntagsgottesdiensten belebt hat.“

Auch Klinkenberg selbst blickt auf viele positive Erinnerungen mit der Gemeinde zurück, die in ihren Anfängen einmal selbstständig war und bei sich zunächst viele Menschen versammeln konnte, zumal St. Hildegard für nicht wenige auch zur geistlichen Wahlheimat wurde. „Wir haben wirklich alles versucht“, beteuert der Seelsorger, „aber, so hart es klingt, der Nutzungsbedarf für St. Hildegard tendiert heute gegen Null. Es besteht keine Verhältnismäßigkeit mehr zwischen dem, was die Gemeinde an Gewinn aus einer erneuten Instandsetzung auf der einen und den aufwendigen Kosten auf der anderen Seite ziehen würde“, beschreibt er den jahrzehntelangen, emotional aufreibenden Abwägungsprozess.

 

Vision einer Hildegard-Siedlung

 

Bereits in den letzten Jahren ist daher viel Mühe in die Erstellung eines Konzeptes geflossen, das in Zusammenarbeit mit der Aachener Wohnungsbaugesellschaft auf der 5000 Quadratmeter großen Grundstücksfläche in bester Lage die Errichtung von Sozialwohnungen vorsieht. Auch der Verbleib aller Kunstgegenstände, die bereits auf 90 Seiten aufgelistet sind, muss zufriedenstellend geklärt werden. Das ist die Auflage der zuständigen Kommission im Generalvikariat. Die Orgel zum Beispiel soll an die evangelische Stefansgemeinde in Riehl gehen und auch Altar, Tabernakel, Taufstein sowie einige Fenster könnten sinnvollerweise einen neuen Besitzer finden. Das letzte Wort hat hier aber das Erzbistum, das die Gemeinde um überzeugende Vorschläge bittet.

Pfarrer Klinkenberg kann sich gut vorstellen, dass auch die zukünftig geplante Bebauung im Grundriss wieder die Form des Rombus aufgreift oder der ganze Komplex gar den Namen der ehemaligen Pfarrkirche im Namen trägt, also vielleicht eine „Hildegard-Siedlung“ entsteht. Am liebsten wäre ihm sogar eine winzige gleichnamige in den Neubau integrierte Kapelle. „In jedem Fall soll man sich auch in vielen Jahren noch daran erinnern können“, argumentiert er, „dass hier einmal eine Kirche stand, in der Menschen ihren Glauben gefeiert haben und ein Zuhause hatten.“

 

Autorin: Beatrice Tomasetti

 

Der Besuch des letzten Gottesdienstes in St. Hildegard ist nur nach Anmeldung möglich. Weitere Informationen auf der Internetseite von St. Engelbert und St. Bonifatius.

 

Kölner Stadt-Kirchen-Gespräch: „Kirche und Gesellschaft in der Corona-Krise: Eine Frage der Relevanz?“

18. September 2020; ksd

Update: Sie haben die Veranstaltung verpasst? Hier können Sie sie ansehen.

 

Köln. Corona dominiert das Jahr 2020 – aber verändert die Pandemie auch die Gesellschaft? Haben wir uns eingerichtet in der „neuen Normalität“? In den vergangenen Monaten sind viele Themen und Wertefragen neu oder verstärkt in den Fokus von Kirche und Gesellschaft gerückt. Für die Kirchen, aber auch für viele Berufe wurde die Frage der Systemrelevanz – oder eben Nicht-Relevanz – aufgeworfen. Vielen Menschen stellen sich durch die Pandemie zudem ganz existenzielle Herausforderungen – sowohl in gesundheitlicher wie in wirtschaftlicher Hinsicht.

Am Montag, 28. September, treffen sich der katholische Kölner Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und der evangelische Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger mit den beiden profilierten Journalisten Professorin Dr. Claudia Nothelle (Hochschule Magdeburg-Stendal) und Arnd Henze (WDR) zum ökumenischen Kölner Stadt-Kirchen-Gespräch. Ihr Thema: „Kirche und Gesellschaft in der Corona-Krise: Eine Frage der Relevanz?!“

 

Systemrelevant oder systemsprengend?

 

Dabei geht es um Fragen nach der möglichen System- und Lebensrelevanz der Kirchen. Auch die Frage „Wie systemsprengend müssten sie sein?“ wird diskutiert. Des Weiteren geht es um Lehren aus der Corona-Zeit und die Frage: Was bedeutet das für die Weiterentwicklung der Kirchen? 

Die Corona-Pandemie wirkt in vielen Themen- und Lebensbereichen wie ein Brennglas für die Gesellschaft. Und so geht es auch um Fragen der gesellschaftlichen Folgen, um Themen wie Freiheit und Verantwortung, Einsamkeit und Kommunikation. Um Solidarität und das künftige Miteinander in einer Gesellschaft, die sich in diesem Jahr nachhaltig verändert hat. Und nicht zuletzt geht es um die Frage nach dem „Wert des Lebens“ beziehungsweise der Gesundheit.

 

Für Kurzentschlossene offen

 

Veranstaltungsort ist das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK, An der Rechtschule), Beginn ist um 19:30 Uhr (Einlass ab 18:45 Uhr). Die Veranstaltung findet unter den geltenden Corona-Hygienestandards und -Schutzbestimmungen statt.

Die Plätze sind wegen der Corona-Auflagen begrenzt, daher wurden sie der Reihe nach gemäß Eingang der Anmeldungen vergeben. Für Kurzentschlossene gibt es aber noch die Möglichkeit, nach Registrierung vor Ort teilzunehmen. Die Einhaltung der Corona-Hygiene-Maßnahmen ist erforderlich.

 

Die Veranstaltung wird außerdem live gestreamt über den YouTube-Kanal des Evangelischen Kirchenverbands Köln und Region: youtube.com/kirchekoeln

 

Veranstalter und Kooperationspartner sind: Evangelisch leben in Köln und Region (Ev. Kirchenverband) und die Melanchthon-Akademie, das Katholische Stadtdekanat Köln und das Katholische Bildungswerk Köln

 

Ökumenisches Gebet für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit in Weißrussland am 19. September in Deutz

18. September 2020; ksd

 

Köln. „Rette, oh Herr, dein Volk und segne dein Erbe“ steht über der Einladung zum ökumenischen Gebet für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit in Weißrussland (Belarus). Am Samstag, 19. September, findet es um 12 Uhr in der Kirche „Entschlafen der Gottesgebärerin“ in Köln-Deutz statt (Urbanstraße 1).

Dazu schreibt die orthodoxe Gemeinde: „Die Präsidentschaftswahlen am 9. August in Belarus ereigneten sich in einer Atmosphäre der Täuschung und Repressionen. Trotzdem trugen sie zum zivilen Aufwachen der belarussischen Gesellschaft und zur Erkenntnis der Wichtigkeit der Rechtsstaatlichkeit, der Sicherstellung der Verfassungsrechte und Grundfreiheiten sowie der Umsetzung demokratischer Verfahren bei. Nach den Wahlen protestierten die Bürger friedlich gegen die Wahlfälschung, dennoch traf sie eine Welle brutaler barbarischer Gewalt von Seiten der Strafverfolgungsbehörden. Viele Bürger haben unter dieser Gewalt und Gesetzlosigkeit gelitten und leiden weiterhin darunter. Wir laden alle zum Gebet der Solidarität mit den Belarussen ein, die für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit kämpfen und leiden.“

Die Teilnehmer werden gebeten, belarussische Ikonen und andere christliche, religiöse Symbole mitzubringen. Das Gebet findet unter Beachtung der Hygiene-Vorschriften der Corona-Pandemie statt (Mund-Nase-Bedeckung, Abstand und Registrierung beim Betreten der Kirche).

 

Sternenkinder: Ökumenische Andacht zum Weltgedenktag verstorbener Kinder (13. Dezember)

15. September 2020; ksd

 

Köln. Zum ökumenischen Gedenken an verstorbene Kinder und besonders an Sternenkinder, die vor der Geburt im Leib der Mutter gestorben sind, laden St. Pankratius am Worringer Bruch, Hl. Johannes XXIII Köln, der Katholische Kirchengemeindeverband Kreuz-Köln-Nord und die Ev. Hoffnungsgemeinde im Kölner Norden ein. Wegen der Corona-Schutzverordnung ist eine Anmeldung notwendig.

Die erste Andacht fand statt am Sonntag, 27. September, in St. Johann Baptist (Baptiststraße 35, Köln-Roggendorf-Thenhoven). Im Anschluss führte ein Lichtergang zum Gräberfeld für Sternenkinder auf dem katholischen Friedhof Roggendorf-Thenhoven (Heinrich-Latz-Straße).

Der eigentliche Weltgedenktag für verstorbene Kinder ist der 13. Dezember. Hier wird für den Abend (19 Uhr) eingeladen zu einer Lichterfeier in der Kirche Hl. Johannes XXIII. (Pariser Platz, Köln-Chorweiler). Die Bevölkerung wird gebeten, an diesem Abend ein Licht ins Fenster zu stellen.

Anmeldung unter pastoralbuero@pankratius.info oder Telefon 0221 12614000.

 

Friedhof für Sternenkinder

 

Durch den großen Zuspruch, den das Projekt „Sternenkinder am Worringer Bruch“ von Beginn an erfahren hat, konnte mit Hilfe von Spenden eine Stahl-Skulptur realisiert werden, die den Trauerort einrahmt. Zwei abgeschrägte Stahlwände umschließen das Gräberfeld ellipsenförmig. Die farbigen Kunstglas-Elemente in den sternenförmigen Durchbrüchen der Wände machen diesen Ort spürbar zu einem Symbol von Trauer und Hoffnung.


Gräbergarten und Trauerort

 

Die Möglichkeit der Bestattung ihres Sternenkindes  steht allen betroffenen Eltern ohne Ansehen ihrer Konfession, Nationalität oder ihres Wohnortes offen. Wenn Sie für Ihr Sternenkind eine Bestattung auf unserem Sternenkinder-Friedhof wünschen, wenden Sie sich zur Absprache von Einzelheiten an das Pastoralbüro St. Pankratius am Worringer Bruch, Telefon 0221 1261400.

 

Gesprächsangebot zur Trauerbewältigung

 

Über das Angebot von Andachten hinaus besteht ein Gesprächsangebot für Eltern von Sternenkindern in den Räumen von Kindernöte e.V. in der Florenzer Straße 84 in Köln-Chorweiler. Alle Eltern sind willkommen, sich in regelmäßigen Abständen zu treffen und auszutauschen. Die  Treffen sind kostenfrei und unverbindlich. Vor dem Gespräch sollte Kontakt aufgenommen werden mit Sabine Lieder von Kindernöte e.V., Telefon 0221 16920095 oder Birgitta Beusch von der Kirchengemeinde Hl. Johannes XXIII, Telefon 015232093980.

 

Weitere Informationen gibt es auf der Sternenkinder-Website.

  

„Eiler Dom“ im neuen Glanz: Wiedereröffnung von St. Michael wird mit einer Festwoche gefeiert (19. bis 27. September)

15. September 2020; ksd

 

Köln. Nach zweijähriger Bauzeit wird die Kirche St. Michel in Eil feierlich wiedereröffnet. Der „Eiler Dom“, wie St. Michael von Eiler Bürgern genannt wird, hat eine bewegte Geschichte und soll nun mit einem neuen Konzept ein prägnanter Ort sein, „der Menschen berührt und für den Alltag stärkt“. Gefeiert wird mit einer Festwoche vom 19. bis 27. September.
Die Sanierung war nötig, da sonst in absehbarer Zeit die Kirche zusammengebrochen wäre. Das Fundament der 1902 erbauten Kirche musste aufwändig durch ein Hochdruck-Injektionsverfahren stabilisiert werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund eine Millionen Euro. Das Erzbistum Köln trägt nahezu die gesamten Kosten. Die Kirchengemeinde überbrückte die Bauzeit mit Gottesdiensten in einer improvisierten Zeltkirche und im benachbarten Pfarrheim.


Neues Konzept


„Wir wollen Menschen, die in die Kirche kommen, stärken und in Beziehung zum Göttlichen bringen.“ Der Pfarrgemeinderat nahm dies zum Anlass für die Kirche ein neues Konzept zu entwickeln, wie auch das Fundament des christlichen Glaubens gestärkt werden kann. Gemeinsam mit dem Kirchenvorstand entstand im Innenraum der Kirche eine variable, vielfältige, zeitgemäße und liturgische Gestaltungslösung, die es langfristig ermöglicht den Kirchenraum als spirituellen, stärkenden Ort zu erfahren. Die Architekten Jens Kratzheller zuständig für die Sanierungsarbeiten und Manfred Stommel-Prinz, für den Prozess der Innenraumgestaltung, begleiteten die Gemeinde bei dem großen Projekt.

Ziel des neuen Konzeptes ist es, die Kirche St. Michael für vorübergehende Passanten als „ Haltestelle“ anzubieten. Der Name „Haltestelle Michael – Woher kommst du? Wohin gehst du?“ (Gen 16,8), ist deshalb auch der Titel des vorgestellten Konzepts. An dieser „Haltestelle“  können Menschen auftanken, zur Ruhe kommen, und sich die Zeit nehmen, die sie brauchen. Dazu wurde ein neues Lichtkonzept installiert, der Innenraum erhielt einen neuen hellen Anstrich und die Bestuhlung wurde reduziert. So bildet der ruhige, helle und weite Kirchenraum einen Kontrast zum lauten und hektischen Straßenlärm vor der Kirche an der B9.


Festwoche


Die vielfältigen Veranstaltungen – die unter Corona Bedingungen stattfinden können – laden ein, den Kirchenraum neu zu entdecken. Das kann bereits zu Beginn der Festwoche erlebt werden, wenn sich der Kirchenraum ohne Bänke präsentiert. Klanginstallationen, spirituelle Jazzmusik, Lichtinstallationen, Sinneserfahrungen mit einem gemeinsamen Mahl, Begegnung mit dem Heiligen, spannende Geschichten über Gott und die Welt sind eine Auswahl der Veranstaltungen, zu denen die Kirchengemeinde alle Interessierten einlädt. Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei, um Spenden wird gebeten. Bitte beachten sie, dass einige Veranstaltungen auf Grund der Coronaverordnungen nur mit Anmeldungen besucht werden können.

 

Das gesamte Programm finden Sie hier. Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der Gemeinde.

 

Dreikönigswallfahrt: „Nacht der Mystik“ am 24. September – „Ein anderer Weg“

15. September 2020; ksd

 

Köln. „Ein anderer Weg führt dich zu dir zurück, nachdem du mich gefunden hast“ ist die diesjährige „Nacht der Mystik“ im Kölner Dom überschrieben. Sie findet im Rahmen der Dreikönigswallfahrt am Donnerstag, 24. September, ab 21 Uhr statt. Wegen der Corona-Schutzverordnung ist eine vorherige Anmeldung notwendig (ab Mittwoch, 16. September, über die Website der Dreikönigswallfahrt).

Der Abend wird geprägt von Musik, Text-Impulsen und dem stimmungsvollen abendlichen Dom. Die Aufführenden Künstler sind: Daniel Agi, Flöte, Matthias Bartsch, Orgel, Elisabeth Coudoux, Cello, Sabine Lindner, Harfe und Gesang, und Hildegard Meier, Sprecherin.

 

Was trägt die Welt im Innersten?

 

Seit es Menschen gibt, die sich und ihr Dasein reflektieren können, suchen sie nach einer Wirklichkeit hinter der sichtbaren Realität. Auch heute fragen sich viele: „Was trägt die Welt im Innersten?“ und „Wie kann ich – jenseits unseres zweckrational organisierten Alltags – zu tieferer Erkenntnis kommen?“

Um Antworten auf diese Fragen nach dem Grund des Lebens zu finden, gehen Menschen in unterschiedlichen Kulturen und Religionen ganz verschiedene Wege: Meditation, Kontemplation und Askese gehören zum festen Bestand bei der Sinnsuche. Innenschau und die Reduzierung auf das Wesentliche sollen dabei helfen, zum Eigentlichen zu kommen.

 

Gott begegnen

 

So unterschiedlich die Wege sind, so sehr ähneln sich die Aussagen von Menschen, die „Gott geschaut“ oder „Erleuchtung“ erlangt haben. Ob es Heilige waren, die die unmittelbare Begegnung mit Gott suchten, oder Weise und Meister, die das „Große Eine“ erfuhren, so beschreiben sie doch alle, dass ihre mystische Erfahrung etwas „Unsagbares“ hatte. Und so legen sie in oft poetischer Sprache und anhand von Bildern, in denen sich Gegensätze zu einem Einssein auflösen, Zeugnis davon ab, dass sie einem Geheimnis begegneten, das sich mit Worten letztlich nicht beschreiben lässt.

Die Annäherung an dieses Geheimnis steht im Mittelpunkt der „Nacht der Mystik“. Über Musik aus unterschiedlichen Jahrhunderten, über Performance, Texte und in Stille werden die Besucherinnen und Besucher in eine meditative Atmosphäre eintauchen. Literarische Texte und heilige Schriften aus unterschiedlichen Religionen wie Christentum, Judentum, Islam, Hinduismus und Zen-Buddhismus leiten als roter Faden durch das zweistündige Programm. Immer geht es um Erfahrung – im Sinne des berühmten Satzes von Karl Rahner „Der Fromme von Morgen wird ein Mystiker sein, einer, der etwas erfahren hat, oder er wird nicht mehr sein.“ 

 

Die Künstler

 

Daniel Agi: Die Faszination für die schier unerschöpfliche Fülle an Spielformen und Ästhetiken sowie die immer neuen Herausforderungen begründen Daniel Agis Leidenschaft für Neue Musik. So ist er, unter anderem mit dem von ihm gegründeten Ensemble hand werk und dem
Hannoveraner Das Neue Ensemble, regelmäßig bei international renommierten Musikfestivals wie den Wittener Tagen für Neue Kammermusik, der Zagreb Biennale und dem Kölner Festival Acht Brücken zu hören. Weitere Informationen auf seiner Website.

Matthias Bartsch: Nach kirchenmusikalischen Stationen in Krefeld, Solingen, Essen und Mainz ist er seit November 2018 Seelsorgebereichsmusiker in St. Agnes in Köln. 2006 gründete und leitete er mit Aki Schmitt das Kammerorchester „acroama animata“. Matthias Bartsch arbeitete mit der Neuköllner Oper Berlin und der Jungen Oper Rhein-Main zusammen und war mehrfach Gastdirigent des Kammerchor Rheinland-Pfalz. Im Mai 2016 gründete er den Kammerchor „Amici Canendi“ Mainz, dessen musikalischer Leiter er bis November 2018 war. Daneben war er als Lehrer für die Kirchenmusikschule des Bistums Essen mit Dozenturen für Chorleitung und Orgel, als Lehrer für Orgel für das Institut für Kirchenmusik Mainz und bereits mehrfach mit verschiedenen Kursen als Dozent für die Deutsche SchülerAkademie tätig.

 

Elisabeth Coudoux ist Cellistin an der Schnittstelle unterschiedlicher musikalischer Genres: freie Improvisation, experimentelle Musik, Neue komponierte Musik und Jazz. Einem klassischen Studium als Basis folgte aufbauend ein Jazzstudium in Köln. Neben ihren eigenen Projekten (zum BeispielEmißatett), ist sie Cellistin in vielen Ensembles und arbeitet in interdisziplinären Projekten mit Tänzern, visuellen Künstlern und Schriftstellern zusammen. Sie ist Mitglied von IMPAKT, ein Kollektiv für freie Improvisation in Köln. Weitere Informationen auf ihrer Website.

 

Sabine Lindner beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Aufführungspraxis der frühen Musik (Schwerpunkt Gregorianik, Lieder der Hildegard von Bingen, Musik aus Notre Dame, Italien und Spanien des 12. bis 15. Jahrhunderts) komponiert und textet selbst und bezieht in ihre Konzerte immer das freie Improvisieren auf ihren verschiedenen Harfen ein. Sie studierte Gesang und Historische Harfe an der Folkwang- Universität der Künste in Essen. Zahlreiche Konzerte führten sie quer durch Deutschland und Europa. Sie tritt unter dem Namen Klara vom Querenberg auf. Weitere Informationen auf ihrer Website.

 

Hildegard Meier absolvierte eine Schauspiel- und Gesangsausbildung und stand einige Jahrn auf der Theaterbühne. Seit 1990 ist sie als Sprecherin tätig. Weitere Informationen auf ihrer Website.

 

DOMRADIO.DE interviewte dazu Wolfgang Dichans, Leiter der Arbeitsgruppe und Moderator der „Nacht der Mystik“.

 

Dreikönigswallfahrt 2020: Pilgern mit Abstand / Besondere Einladung für Ehejubilare / Anmeldung erforderlich

14. September 2020; ksd

 

Köln (mk). Auch in diesem Jahr lädt das Domkapitel im Vorfeld des Weihetags der Kölner Kathedrale (27. September) zur Dreikönigswallfahrt ein. Vom 24. bis 27. September finden viele der gewohnten Gottesdienste und Angebote statt – unter Berücksichtigung der aktuell gültigen Corona-Bestimmungen und -Hygienevorschriften. DOMRADIO.DE überträgt viele der Gottesdienste im Internet-TV, darunter die Pilgermesse des Stadtdekanats Köln am ersten Abend (Donnerstag, 24. Serptember, um 18.30 Uhr) mit Stadtdechant Robert Kleine.

„Herzlich laden wir Sie wieder ein, in der Nachfolge der Heiligen Drei Könige die Spuren Gottes im eigenen Leben zu entdecken“, sagt Dom- und Stadtdechant Robert Kleine – und verweist auf das das vorläufige Programm zur Wallfahrt auf www.dreikoenige-koeln.de. Viele der bewährten Gottesdienste und Veranstaltungen können auch in diesem Jahr angeboten werden, etwa die Dreikönigsbegegnungen für Grundschulkinder und Menschen aus Altenzentren, die Andacht für Ehejubilare, die Vigil der Jugend mit dem Diözesanjugendseelsorger Dr. Tobias Schwaderlapp und die besinnliche „Nacht der Mystik“. Ebenso das Pontifikalamt zur Feier der Kirchweihe am 27. September mit Kardinal Rainer Maria Woelki.

 

Anmeldung erforderlich

 

Und doch ist in diesem Jahr auch manches anderes. So ist für die meisten Gottesdienste und Angebote ab dem 16. September eine Anmeldung auf www.dreikoenige-koeln.de erforderlich, denn für alle Veranstaltungen gilt eine Besucherobergrenze. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist zudem verpflichtend. In den Bänken des Domes wird dieser Schutz ebenfalls empfohlen. Das Singen ist während der Gottesdienste im Sitzen oder Stehen mit einem Abstand von zwei Metern erlaubt, nicht jedoch bei Prozessionen oder im Gehen.

Auch der Pilgerweg, der an den Tagen der Dreikönigswallfahrt nachmittags durch den Dom führt, nimmt in diesem Jahr einen anderen Verlauf. Ein Unterschreiten des Schreins ist leider nicht möglich, deshalb werden alle Besucherinnen und Besucher in diesem Jahr durch den Chorumgang am Schrein vorbeigeleitet. Auch hier gelten die gängigen Abstandsregelungen.

„Dieser Einschränkungen zum Trotz sind wir froh und dankbar, in diesem Jahr überhaupt wieder zur Dreikönigswallfahrt einladen zu können“, sagt Kleine. „Noch vor einigen Monaten konnten wir im Dom überhaupt keine öffentlichen Gottesdienste anbieten – wie wohltuend ist es da, dass wir inzwischen wieder in Gemeinschaft unseren Glauben feiern und uns auf den Weg zu den Heiligen Drei Königen machen können. Natürlich ist und bleibt dafür Grundvoraussetzung, dass dies in verantworteter Weise geschieht. Deshalb haben wir die gültigen Corona-Bestimmungen genau im Blick und behalten uns kurzfristige Programmänderungen vor.“

Der Pilgerweg ist geöffnet: am Donnerstag und Freitag von 13 bis 18 Uhr, am Samstag und Sonntag von 13 bis 16.30 Uhr.

 

Einladung an Ehejubilare

 

Ob Silber-, Gold- oder Diamanthochzeit: während der diesjährigen Dreikönigswallfahrt sind alle Ehepaare am Samstag, 26. September, um 12 Uhr herzlich eingeladen zu einer Dankandacht mit Musik und Gebet. Nach dem Ehesegen begeben sich alle auf den Pilgerweg zu den Heiligen Drei Königen. Die Andacht findet unter den aktuellen Corona-Bestimmungen statt.

Eine Anmeldung ist erforderlich. Telefonisch donnerstags zwischen 14 und 16 Uhr unter 0221 17940222 oder über die Internetseite.

   

Gebet der Religionen am Welttag für den Frieden (21. September)

14. September 2020; ksd

 

Köln. Der Kölner Rat der Religionen lädt auch in diesem Jahr am „Internationalen Tag für den Frieden“ der Vereinten Nationen (Montag, 21. September) zum „Gebet der Religionen“ ein. Das Leitwort in diesem Jahr: „… in Krisenzeiten der Welt“. Die Corona-Pandemie, der Klimawandel und die Fluchttragödien mitten in Europa sind einige der aktuellen Themen und Problemfelder, die mit in das gemeinsame Gebet einfließen.

Die Corona-Pandemie hat zur Folge, dass das „Gebet der Religionen“ erstmals unter freiem Himmel stattfinden wird und das „an einem sehr passenden Ort“, so die Veranstalter. Als ausrichtende Religionsgemeinschaft lädt die Bahá‘í-Gemeinde Köln in den „Garten der Religionen“ in der Stolzestraße 1A ein, der von „IN VIA - Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit Köln e.V.“ angelegt wurde und betreut wird. Beginn ist um 18 Uhr. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen die Hygiene- und Abstandsregeln einhalten.

Hier finden Sie das Plakat.

Weitere Informationen zur Veranstaltung

 

Diakon Jens Freiwald wurde für das Katholische Stadtdekanat Köln dazu von DOMRADIO.DE interviewt. Das Interview können Sie hier nachlesen.

  

„überLEBENswert“: Stadtdechant Kleine und Stadtsuperintendent Seiger unterstützen Kölner Netzwerk für Suizidprävention

9. September 2020; ksd

 

Köln. Aus Anlass des „Welttags der Suizidprävention“ (10. September) hat sich das noch junge Kölner Netzwerk für Suizidprävention „überLEBENswert“ jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Zu den Mitgliedern des Netzwerks gehören auch die Evangelische und die Katholische Telefonseelsorge Köln . Der katholische Stadtdechant Robert Kleine und der evangelische Stadtsuperintendent Bernhard Seiger unterstützen das Netzwerk als Botschafter mit einem gemeinsamen Statement:

„Wenn ein Mensch für sich und sein Leben keine Perspektive mehr sieht, dann braucht er niemanden, der ihm zuruft: „Das wird schon wieder!“ Er braucht dann vielmehr Menschen, die seinen Schmerz sehen, sich Zeit zum Zuhören nehmen, die ihn auffangen und halten können. Und die mit ihm oder ihr gemeinsam versuchen, zurückzufinden ins Leben, Hoffnung und neue Perspektiven zu entwickeln. Wir sind froh und dankbar, dass im Kölner Netzwerk für Suizidprävention zahlreiche Menschen und Institutionen zusammengeschlossen sind, die Menschen Schritt für Schritt dabei begleiten, dass sie ihr Leben wieder lebenswert finden können.“

 

Hilfe in suizidalen Krisen

 

Das Netzwerk wurde 2019 gegründet und ist ein Zusammenschluss von derzeit acht Kölner Organisationen sowie Expertinnen und Experten aus den Bereichen seelische Gesundheit, Psychiatrie, Krisenhilfe sowie psychologische und psychiatrische Versorgung und Betreuung. Ziel des Netzwerks ist es, Menschen in psychischen Krisen, mit psychischen Erkrankungen und insbesondere in suizidalen Krisen zu unterstützen. Es sollen Hilfsangebote und Kontakte aufgezeigt werden, um Betroffene, Angehörige, die Öffentlichkeit sowie Berufsgruppen, die mit Suizidalität konfrontiert werden, darauf aufmerksam zu machen, wohin man sich wenden kann und wie man mit Suizidalität angemessen umgeht. So soll gleichzeitig zur Entstigmatisierung und damit zu einem offenen Umgang mit dem Thema beigetragen werden. Dazu dient auch die neue Website, die nun der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Weitere Informationen unter www.ueberlebenswert.de

 

Wenn Ihre Gedanken darum kreisen, sich das Leben zu nehmen, sprechen Sie mit Freunden, Familie oder Seelsorgerinnen und Seelsorgern darüber. Hilfe bietet auch die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr erreichbar – unter 0800 1110111 und 0800 1110222. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

 

In einem Flyer des Kölner Netzwerks „überLEBENswert“ sind die Informationen zusammengefasst.

 

„Von der Freiheit“: Ökumenischer Gottesdienst der ACK im Rahmen der Dreikönigswallfahrt (25. September)

7. September 2020; ksd

 

Köln. Im Rahmen der Dreikönigswallfahrt (24. bis 27. September) lädt die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln (ACK) auch in diesem Jahr zum ökumenischen Gottesdienst ein. Überschrieben ist der Gottesdienst am Freitag, 25. September, mit dem Thema „Von der Freiheit“. Die Predigt hält in diesem Jahr der evangelische Pastor und Journalist Wolfgang Thielmann.

Es geht um den Segen und die Herausforderung christlicher Freiheit. Die ACK Köln möchte an die christliche Freiheitstradition, die unter anderem mit Martin Luthers Schrift „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ verbunden ist, erinnern und sie „mit den drängenden Freiheitsfragen unserer Zeit verbinden“. Durch die Corona-Pandemie und die mit ihr verbundenen Einschränkungen des öffentlichen Lebens habe die Frage nach dem Verhältnis von Freiheit und Sicherheit „eine unfreiwillige Aktualität“ erhalten. Mit diesem Spannungsfeld befasse sich Thielmann schon seit Jahren.

 

Freiheit vor Sicherheit?

 

Der Journalist und evangelische Theologe (Jg. 1954) war von 1999 bis 2010 Leiter des Ressorts „ Christ und Welt“ des Rheinischen Merkurs
und von 2010 bis 2016 Redakteur im gleichnamigen Ressort bei der Wochenzeitung „Die Zeit“. Von 2004 bis 2014 war er zudem Juror beim ökumenischen Predigtpreis, davon zwei Jahre als Vorsitzender. Im Jahr 2013 vertrat Thielmann im Interview mit DOMRADIO.DE die These, dass für Christen die Freiheit immer wichtiger sein müsse als die Sicherheit. Damals ging es um die Abhörpraktiken der amerikanischen Geheimdienste zur Terrorabwehr. Wie er sich heute angesichts einer ganz anders gelagerten Bedrohung zu diesem Spannungsfeld verhält, wird sich voraussichtlich in seiner Auslegung von Galater 5,13ff, der dem Gottesdienst als Predigttext zugrunde liegt, zeigen.

 

Die liturgische Leitung liegt bei Superintendentin Susanne Beuth, Vorsitzende der ACK Köln. Weitere Mitwirkende: Stadtsuperintendent Dr. Bernhard Seiger, Stadtdechant Msgr. Robert Kleine, Erzpriester Radu Constantin Miron, Vorsitzender der ACK Deutschland, Laienpredigerin Ingrid Heintz, Pfarrer Jürgen Wenge sowie weitere Mitglieder der ACK Köln.

 

Der ACK-Gottesdienst zur Dreikönigswallfahrt beginnt um 17 Uhr. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich.  Die Anmeldung ist ab Mittwoch, 16. September, möglich.

 

Weitere Informationen zur Dreikönigswallfahrt gibt es hier.

 

Das DOMRADIO.DE-Interview mit Wolfgang Thielmann zum Thema Freiheit und Sicherheit kann man hier nachhören.

 

Das Plakat zum Gottesdienst können Sie hier herunterladen.

 

„Gemeinsam für Beirut“: Spendenaktion und Gebete für den Libanon

4. September 2020; ksd

 

Update (25. September 2020):

Köln (pek). Das Erzbistum Köln hat heute seine Spenden- und Gebetsaktion „ Gemeinsam für Beirut“ opffiziell vorgestellt. Die Hilfsaktion wird bis Weihnachten über ein Sonderkonto (siehe unten) Spenden sammeln, die über direkte Kontakte vor Ort für den Wiederaufbau von Beirut verwendet werden. Bis jetzt sind für diesen Zweck schon 20.000 Euro zusammengekommen.

Weihbischof Ansgar Puff erklärte seine Initiative zu der Aktion: „Die Berichte und Bilder, die mir eine befreundete Familie direkt geschickt hat, haben mich erschüttert und mir immer dringlicher deutlich gemacht, dass wir hier ganz konkret Solidarität zeigen müssen.“ Puff betonte, dass die Situation zwar schon aus dem Fokus des medialen Interesses verschwunden sei, aber der Aufbau der Stadt jetzt erst beginne. Es gehe daher bei der Aktion auch darum, hier Aufmerksamkeit zu schaffen dafür, dass die Menschen um eine Rückkehr in ein menschenwürdiges Leben kämpfen. 

 

Keine Hilfe vom Staat

 

Nadim K. Ammann, der Leiter der Diözesanstelle Weltkirche-Weltmission und Koordinator der Aktion, berichtete über drei konkrete Projekte, die jetzt schon durch die Spendenaktion gefördert werden. Ammann betonte, dass der Wiederaufbau der kirchlichen Strukturen nicht einfach die Errichtung der Kirchengebäude beinhalte, sondern damit eine ganze soziale Infrastruktur verbunden sei, die sich um die Unterstützung der Menschen im Libanon kümmert.

Nathalie Welzel, Koordinatorin für Engagementförderung beim Erzbistum Köln und selbst gebürtige Libanesin gab einen detaillierten persönlichen Einblick in die Situation in Beirut. „Die Menschen, die die Explosion selbst überlebt haben, sind traumatisiert und leiden zusätzlich sehr unter der Situation, dass sie jetzt völlig auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Die Kirche und der Glaube helfen nicht nur finanziell, sondern auch dadurch, dass die traumatisierten Menschen hier Ansprechpartner finden.“ Sie betonte dabei die Bedeutung der Bistümer bei der Hilfe vor Ort: „Wir bekommen keine Hilfe vom Staat – alles was wir an Unterstützung bekommen, kommt über die NGOs und die Bistümer.“ 

 

Bei der diesjährigen Dreikönigswallfahrt sind alle Kollekten ebenfalls für die Hilfsaktion „ Gemeinsam für Beirut“ bestimmt. Im Gottesdienst am Freitag wurde eine aus dem Libanon stammende Marien-Ikone im Dom ausgestellt. In den Wochen bis Weihnachten wird sie in der Tradition einer „ Gebetskette“ durch die Abteilungen des Generalvikariats und einige Klöster des Erzbistums gehen. 

 

Mehr unter www.erzbistum-koeln.de/beirut sowie im Flyer zur Aktion

  

Köln (pek). Das Erzbistum Köln hat anlässlich der Explosionskatastrophe in Beirut vom 4. August eine Spendenaktion angestoßen. Unter dem Namen „Gemeinsam für Beirut“ ruft die Diözesanstelle Weltkirche-Weltmission des Erzbistums dazu auf, die Menschen in Beirut mit Spenden und Gebeten zu unterstützen. Papst Franziskus hatte zudem den 4. September zum Gebets- und Fasttag für den Libanon ausgerufen.

„Die Soforthilfe, die nach der Explosion aus der ganzen Welt für den Libanon geleistet wurde, zeugt von einer weltweiten Solidarität und Verbundenheit. Aber die Stadt liegt noch in Trümmern, die Menschen sind verzweifelt und der Wiederaufbau beginnt jetzt erst“, betont Nadim Ammann, der die Spendenaktion von Seiten des Erzbistums koordiniert. Direkt nach der Explosion im Hafen von Beirut, die einen großen Teil der Stadt zerstörte, hatte Kardinal Rainer Maria Woelki 100.000 Euro als Soforthilfe an das Krankenhaus der Rosenkranzschwestern gespendet. Die Spendenaktion „Gemeinsam für Beirut“ wird besonders Spenden für den Wiederaufbau der zerstörten Kirchen und Konvente der Stadt sammeln.

„Die Menschen von Beirut, die ihre Schwestern, Brüder, ihre Eltern, Kinder und Gemeindemitglieder verloren haben, brauchen unsere Hilfe, um ihre Heimat wieder zu errichten. Sie brauchen gerade jetzt ihre Kirchen, sie brauchen Orte der Trauer, des Trostes und der Hoffnung“, so das Erzbistum in seinem Aufruf zur Spendenaktion. „Wir können ganz konkret helfen, ihnen diese Orte wiederzugeben.“

 

Berichte aus Beirut

 

Im Rahmen der Spendenaktion wird das Erzbistum Köln in den kommenden Wochen Menschen aus Beirut über die Situation vor Ort berichten lassen. „Wir bitten um eure Unterstützung beim Wiederaufbau unserer Kirchen, damit wir unsere Mission der Hoffnung inmitten der Verzweiflung erfüllen können“, so Jean-Marie Chedid, Seminarist in Beirut in einer ersten Videootschaft aus der Stadt, in der er von der Situation der Menschen und der Kirche vor Ort berichtet.

Auch Nathalie Welzel ist gebürtig aus Beirut und arbeitet als Koordinatorin für Engagementförderung beim Erzbistum Köln. Über ihre Familie im Libanon ist sie direkt mit dem Geschehen vor Ort in Verbindung. „Uns Libanesen tut es gut, zu wissen, dass wir nicht allein gelassen werden“, so Welzel. „Wir hoffen, dass unser Land ein weiteres Mal wie der Phoenix aus der Asche steigen wird. Aber aus eigener Kraft werden wir das nicht mehr schaffen. Bitte beten Sie für den Libanon, den Aufbau und den Frieden in unserem Land!“

 

Gebetsaktion ergänzt Spendenaufruf

 

Neben den dringend benötigten Spenden bitten die Menschen vor allem um Gebet für ihr Land, das durch dieses Ereignis über Beirut hinaus stark erschüttert wurde. Papst Franziskus ernannte bei der Generalaudienz am 2. September den 4. September zum Gebets- und Fasttag für den Libanon und rief zu Zusammenarbeit und Unterstützung auf: „Ich erneuere zudem meinen Aufruf an die Internationale Gemeinschaft, den Libanon zu unterstützen, damit das Land diese schwere Krise hinter sich lassen kann, ohne in die örtlichen Spannungen verstrickt zu werden.“ 

Begleitend zur Spendenaktion beginnt das Erzbistum Köln eine Gebetsaktion für den Libanon. Als Bild für die Verbundenheit und die Unterstützung, die mit „Gemeinsam für Beirut“ aus Köln kommt, dient eine Marienikone aus dem Libanon. Die Gottesmutter wird dort über Religionsgrenzen hinweg als Patronin und Schutzfrau des Libanon verehrt. Gerade in dieser Notsituation gibt sie den Menschen Halt und Hoffnung.

 

Spenden können überwiesen werden auf das Spendenkonto
IBAN: DE 34 370 501 98 0019 6222 24

Kontoinhaber: Erzbistum Köln

Sparkasse Köln/Bonn

Verwendungszweck: „Gemeinsam für Beirut“

 

Weitere Informationen und einen Gebetsimpuls finden Sie auf der Internetseite des Erzbistums Köln.

 

„Corona-Kollekte“: Erzbistum Köln unterstützt Pflegekräfte auf den Philippinen

3. September 2020; ksd

 

Köln (pek/ksd). Die deutschen katholischen Bischöfe und die katholischen Hilfswerke haben den kommenden Sonntag, 6. September, zum „Sonntag des Gebets und der Solidarität“ mit den Leidtragenden der Corona-Pandemie erklärt. Mit einer „Corona-Kollekte“ rufen sie in allen Gottesdiensten und darüber hinaus zu Spenden für Betroffene in aller Welt auf. Das Erzbistum Köln unterstützt dabei ein Projekt der Salesianer Don Boscos auf den Philippinen.

Cebu City ist der philippinische Corona-Hotspot. Das örtliche Gesundheitssystem würde ohne Krankenpflegekräfte aus anderen Landesteilen zusammenbrechen. Das medizinische Personal in Cebu City ist in dieser Situation maßlos überlastet. Die Krankenhäuser sind überfüllt, viele Patienten müssen auf den Fluren untergebracht werden. Um das lokale Personal zu unterstützen und das Gesundheitssystem aufrecht zu erhalten, wurde Pflegepersonal aus anderen Regionen der Philippinen nach Cebu geholt. So sind Ärzte und Pfleger weniger Gefahren ausgesetzt, haben auch Momente der Erholung – und das örtliche Gesundheitssystem bricht nicht zusammen.

 

Salesianer stellen Unterkünfte zur Verfügung

 

In der Regel werden Gruppen von Ärzten und Pflegern für 14 Tage eingeflogen. Danach begeben sie sich für 14 Tage in Quarantäne, während eine neue Gruppe die Arbeit übernimmt. Für die eingeflogenen Teams wird Wohnraum benötigt. Der Orden der Salesianer Don Boscos stellt seit April ein Gästehaus mit 50 Einzelzimmern und drei Schlafsälen kostenlos für medizinisches Personal zur Verfügung.

In einer Absichtserklärung mit der lokalen Gesundheitsbehörde „Department of Health“ (DOH) wurde vereinbart, dass dieser hierfür keinerlei Kosten entstehen, sie aber die Reinigung übernimmt. Daher bitten die Salesianer um finanzielle Unterstützung für das Begleichen der Wasser- und Stromrechnungen von April bis Dezember in Höhe von umgerechnet circa 25.000 Euro. Die Gesamtkosten inklusive der Unterkunftskosten und dem Gehalt für die Kontaktperson, die für die Kooperation mit der Behörde verantwortlich ist, belaufen sich auf circa 175.000 Euro. Damit wäre die Versorgung bis zum Jahresende gesichert.

 

Aufruf der deutschen Bischöfe

 

In ihrem gemeinsamen Aufruf zur Solidarität schreiben die deutschen Bischöfe, „dass es uns in Deutschland weitaus besser geht als den allermeisten Menschen in anderen Ländern und Weltgegenden. Wir verfügen über einen funktionierenden Staat, über eine stabile Gesundheitsversorgung und auch über die materiellen Möglichkeiten, die Notlagen zu lindern sowie die Wirtschaft einigermaßen in Schwung zu halten. All das ist für den größten Teil der Menschheitsfamilie nicht möglich. Die Armen in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa sind von der Corona-Krise ungleich schwerer betroffen als wir. Die Wohnverhältnisse und die Armut verhindern Hygiene und Distanz, allzu oft fehlt der Zugang zu Gesundheitsdiensten. Unzählige verlieren ihre materielle Lebensgrundlage, weil sie keine Arbeit mehr finden. Aktuellen Studien zufolge wird die Zahl der Hungernden infolge der Pandemie um viele Millionen anwachsen.

In dieser dramatischen Lage sind auch wir in Deutschland gefordert. Als Deutsche Bischofskonferenz rufen wir deshalb gemeinsam mit unseren Bistümern, den kirchlichen Werken und den Orden zu einem ,Weltkirchlichen Sonntag des Gebets und der Solidarität' auf. Die Gläubigen sind eingeladen, sich an diesem Tag über die Konsequenzen der Pandemie weltweit zu informieren und für die Leidtragenden in aller Welt zu beten. Wir bitten auch um eine großzügige Spende für die Corona-Hilfe in der Weltkirche – mit der Kollekte oder auf anderen Wegen“.

 

Spenden für die Corona-Sonderkollekte sind auch möglich über das Spendenkonto:

IBAN: DE53 4006 0265 0003 8383 03

Darlehnskasse Münster

Stichwort: Corona-Kollekte 2020

Wenn Sie das Projekt der Salesianer Don Boscos unterstützen wollen, geben Sie den Verwendungszweck „Philippinen – Wohnraum für Krankenpflegende“ an.

 

Sie können auch direkt online spenden.

 

Weitere Informationen zur Aktion finden Sie hier auf dem Portal weltkirche.de

 

Einen Gebetszettel können Sie hier abrufen.

  

„Es ist 5 vor 12“: Stadtdekanat Köln unterstützt „Churches for Future“-Aktion zum Globalen Klimastreik am 25. September

31. August 2020; ksd

 

Köln. „Churches for Future“ solidarisiert sich mit dem Aufruf zum Globalen Klimastreik im September und möchte ein deutliches Zeichen setzen für Klimagerechtigkeit unter dem Motto „Es ist 5 vor 12!“. Seit Dienstag, 1. September, dem ökumenischen Tag der Schöpfung, bis zum Klimastreik am 25. September veröffentlicht das Ökumenische Netzwerk Klimagerechtigkeit täglich ein Foto von „5 vor 12“-Kirchturmuhren beziehungsweise -Kirchtürmen weltweit zusammen mit einem Statement zur Klimagerechtigkeit. „Wir möchten als Kirchen die globalen Beziehungen und Zusammenhänge aufzeigen und damit auch die Stimme der Partnerkirchen hör- und sichtbar machen“, erklärt die Organisation. Das Katholische Stadtdekanat Köln ist seit dem vergangenen Jahr Mitglied bei „Churches for Future“ und unterstützt die Aktion mit einem Foto der Uhr im Langhaus des Kölner Domes. Stadtdechant Robert Kleine sagt dazu:

„Als katholische Kirche in Köln unterstützen wir den Globalen Klimastreik am 25. September und die Anliegen von ,Churches for Future`. Die Bewahrung der Schöpfung ist ein Grundauftrag des Christentums. Was das bedeutet, hat Papst Franziskus in seiner Enzyklika ,Laudato si – Über die Sorge für das gemeinsame Haus` klar beschrieben: Für-Sorge besteht nie aus bloßen Worten, sondern aus aktivem Handeln und gelebter Solidarität, so wie wir das positiv zu Beginn der Corona-Pandemie erlebt haben. Jede und jeder von uns hat es persönlich in der Hand, durch sein Verhalten die Schöpfung für diese und folgende Generationen zu zerstören – oder zu bewahren.“

 

Banner am DOMFORUM

 

Um auch außerhalb des Internets auf die Aktion und die Dringlichkeit der Anliegen hinzuweisen, hängt derzeit ein großes Banner am DOMFORUM (Domkloster 3). Es wirbt um Aufmerksamkeit für den Tag des Globalen Klimastreiks und greift das „5 vor 12“-Motto auf. Das Aktions-Banner ist eine Kooperation des Katholischen Stadtdekanats Köln mit dem DOMFORUM und dem Katholischen Bildungswerk Köln, mit dem Katholikenausschuss in der Stadt Köln und der Katholischen Jugendagentur Köln.

 

Informationen über das Netzwerk und die Aktion finden Sie hier.

  

Weihnachtsmarktabsage besser als ein Corona-Hotspot: Stadt- und Domdechant Kleine hofft auf Hilfen für die Händler und auf das nächste Jahr

28. August 2020; ksd

 

Köln. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der große Weihnachtsmarkt am Kölner Dom, der jedes Jahr rund fünf Millionen Menschen aus dem In- und Ausland anzieht, von den Betreibern abgesagt. DOMRADIO.DE hat dazu mit dem Kölner Stadt- und Domdechanten Robert Kleine ein Interview geführt. Darin äußert Kleine Verständnis für die Absage und lenkt den Blick auf das kommende Jahr.

Er verstehe, dass viele Menschen über die Absage traurig seien, so Msgr. Kleine. Er denke besonders an die Händler und Organisatoren, die in der Corona-Zeit keine Einnahmen hätten. „Wir kennen das schon von ganz vielen Kirmes- und Schützenfesten, die abgesagt wurden“, sagt der Stadt- und Domdechant. Die Pandemie treffe die Schausteller und alle, die normalerweise mit Märkten unterwegs seien, ganz besonders. „Da muss man schauen, wie diesen Menschen Hilfe zu Gute kommt und wie sie auch Unterstützungsgelder seitens des Staates bekommen. Aber das wird sicherlich in den Blick genommen“, hofft Kleine.

Bei der Fronleichnamsprozession habe das Erzbistum selbst erlebt, dass man nicht garantieren könne, dass die Menschen den Abstand einhalten. „Dann ist es besser, dass es keine Hotspots gibt und dass ein Weihnachtsmarkt dann mal ausfällt. Wir haben ja die Zuversicht, dass spätestens im Laufe des nächsten Jahres alle Feste – von Schützenfest bis zum Weihnachtsmarkt – hoffentlich wieder möglich sind.“ Dass der Dom oder das Stadtdekanat selbst als Veranstalter für einen „ Ersatz-Weihnachtsmarkt“ auftreten würden, schloss Kleine entsprechend aus.

Das ganze Interview zum Nachlesen.

   

„Keine Religion für Einzelkämpfer“: Domchöre feiern erstmals wieder gemeinsam Gottesdienste im Dom

26. August 2020; ksd

 

Köln. Nur in kleinen Gruppen von bis zu zwölf Sängern dürfen zurzeit die Domchöre proben. „Wie das ist, wenn sich alle Sänger nach fünf Monaten zum ersten Mal im Dom zum gemeinschaftlichen Singen wiedersehen, war sehr berührend an diesem Sonntag erlebbar“, schreibt Beatrice Tomasetti in einem Beitrag für DOMRADIO.DE. Gemeinsam mit rund 100 Familien und ihren Chorknabeni m Alter von neun bis etwa 20 Jahren sowie Domkapellmeister Eberhard Metternich feierte Kölns Dom- und Stadtdechant Robert Kleine den gemeinsamen Gottesdienst.

„Als Chor brauchen wir dringend eine Perspektive“, sagte Metternich zur Begrüßung. „Und wir brauchen das Gemeinschaftserlebnis, denn wir müssen spüren, dass wir noch eine große Chorgemeinschaft sind – natürlich bei möglichst geringem Ansteckungsrisiko.“ Gemeinsam mit seinem Kollegen Oliver Sperling, der bereits in der Vorwoche mit Mitgliedern des Mädchenchores und deren Familien so einen Gottesdienst gefeiert hatte, wollte Metternich für die Chöre ein Stück Normalität wiederherstellen. Gleichzeitig sollten die Gottesdienste als Startschuss für das neue Schul- und Chorjahr dienen. Metternich bekannte mit zitternder Stimme: „Nun bin ich nach 30 Dienstjahren als Domkapellmeister vor einem Gottesdienst im Kölner Dom doch wirklich noch einmal aufgeregt. Ich kann es kaum glauben, dass ich euch nach diesen langen Monaten nun alle hier wiedersehe.“

Aufmunternde Worte und eine Perspektive der Hoffnung gab es auch von Kleine, der als junger Priester Schulseelsorger an der Kölner Domsingschule war. Mit einem Schlüsselbund in der Hand erinnerte er daran, dass es für viele Türen zwar eines entsprechenden Schlüssels bedürfe, sich dann aber Verschlossenes öffnen lasse. Anschaulich erläuterte er laut Tomasetti mit diesem Bild, dass es manchmal nur darauf ankomme, einen Schlüssel umzudrehen, um ans gewünschte Ziel zu gelangen. Das gelte genauso fürs Singen wie auch für den Glauben.

Die Zeit der Pandemie habe noch einmal deutlich gemacht, dass es bei einem Leben in Gemeinschaft auf Solidarität ankomme. „Das Christentum ist keine Religion für Einzelkämpfer“, so Kleine. „Und Jesus Christus selbst lässt uns nicht vor verschlossener Tür stehen.“ Vielmehr komme es darauf an, sich in der Kirche als große Familie zu verstehen und für den anderen da zu sei, einander die Hand zu reichen, ihn im Blick zu haben. „Wir alle sind aufgerufen, den Schlüssel ins Schloss zu stecken und Türen zu öffnen. Denn niemand soll vor verschlossener Tür bleiben. „Wer den passenden Schlüssel besitzt, entscheidet, wer wann und wo hereinkommen kann oder wem die Tür verschlossen bleibt.“ Im Glauben habe jeder diese Art von Schlüsselgewalt. „Ihr alle seid Schlüsselfiguren“, rief Kleine im Dom den Chorsängern entgegen. „Vergesst nie: Den Schlüssel füreinander und für Gott habt Ihr selber in der Hand.“

Den Beitrag von Beatrice Tomasetti können Sie hier nachlesen.

Informationen zur Kölner Dommusik gibt es hier.

  

Stefan Burtscher als neuer Mitarbeiter in der Wohnungslosenseelsorge eingeführt

21. August 2020; ksd

 

Köln. Im Rahmen einer Heiligen Messe unter Leitung von Weihbischof Ansgar Puff wurde jetzt der österreichische Theologe Stefan Burtscher als Seelsorger in der Katholischen Wohnungslosenseelsorge des Stadtdekanats Köln eingeführt. Auch seine Eltern waren aus Vorarlberg angereist, um diesen besonderen Anlass mit ihrem Sohn zu feiern, stand doch bereits am nächsten Tag die Einführung von Burtscher in der Pfarrgemeinde St. Severin an, wo er ab dem 1. September zusätzlich seine Ausbildung zum Pastoralreferenten beginnt.

Im Gubbio, dem franziskanischen Zentrum der Wohnungslosenseelsorge, ist Burtscher bereits seit Mitte Juli an der Seite von Schwester Christina Klein engagiert. Als Vertreter des Stadtdekanats sprach Diakon Jens Freiwald im Rahmen des Gottesdienstes einige Willkommensworte. „Wir freuen uns sehr, dass es – auch dank des Engagements von Weihbischof Puff – gelungen ist, die Ausbildung zum Pastoralreferenten mit dem Dienst in der Wohnungslosen-Gemeinde Gubbio zu verbinden“, sagte Freiwald.

Auch Schwester Christina Klein, die zu den Olper Franziskanerinnen gehört, und eine ehrenamtliche Mitarbeiterin des Gubbio hießen Stefan Burtscher herzlich willkommen – unterbrochen von Zwischenrufen aus der Gemeinde, dass man ihn schon ins Herz geschlossen habe. „Alles in allem ein fröhlicher und beschwingter Start trotz der notwendigen Abstandsregeln wegen der Corona-Pandemie“, lautet die Bilanz.

Burtscher kennt das Gubbio bereits aus einem Praktikum. Seine Erfahrungen hat er in seiner Bachelorarbeit im Fach Katholische Religionspädagogik verarbeitet unter dem Titel „Gubbio: Wohnungslosen- und Obdachlosenseelsorge in Köln. Kirche im Vollsinn und Ort der Christusnachfolge“ .

 

Mehr zum Gubbio unter www.gubbio.de

„Soziales Engagement als neues Lieblingsfach“: Ehrenamtspreis „Köln engagiert 2020“ für Ricarda-Huch-Schule und In-Via-Projekt

20. August 2020; ksd

 

Köln. Zu den drei diesjährigen Preisträgern des Ehrenamtspreises gehört die Städtische Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Ricarda Huch in Köln-Stammheim mit dem Projekt „Lernen durch Engagement“ (LdE). Die Preise überreichen unter anderem Oberbürgermeisterin Henriette Reker und die diesjährige Ehrenamtspatin Maite Kelly am Sonntag, 23. August, im Historischen Rathaus.

„Anderen zu helfen und sich für sie zu engagieren, macht glücklich und zufrieden“: Diese schöne Erfahrung steht bei den Schülerinnen und Schülern der GGS Ricarda Huch seit Frühjahr 2019 unter dem Titel „Lernen durch Engagement“ einmal pro Woche im Rahmen des Sachunterrichtes für zwei Stunden auf dem Plan. Mittlerweile wurden drei soziale Projekte erfolgreich umgesetzt, in denen sich rund 36 Grundschulkinder im direkten Umfeld der Schule mit Unterstützung von lokalen Kooperationspartnern sozial engagierten: ein Spiel- und Bastelangebot für Kleinkinder der Flüchtlingsunterkunft Haferkamp, das Anlegen eines Barfuß-Pfads in der Naturstation im Schlosspark Stammheim sowie das Kochen für Senioren aus der Nachbarschaft in der Immanuel-Kirche. Bei zehn Treffen zur Mittagszeit haben die Grundschulkinder ihre bis zu 20 Gäste mit viel Engagement bekocht und bewirtet – ein generationsübergreifendes Projekt.

Seit 2009 ist IN VIA Kompetenzzentrum im bundesweiten Netzwerk „Lernen durch Engagement – Service-Learning“ in Deutschland und bietet das Projekt an zehn Kölner Schulen an. Es verbindet gesellschaftliches Engagement mit fachlichem Lernen. Die Erfahrungen, die die Kinder beim Einsatz für andere machen, werden im Unterricht aufgegriffen, reflektiert und mit Unterrichtsinhalten verknüpft. Ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen bilden das Kompetenzzentrum. Sie unterstützen und begleiten Schulen im Kölner Raum bei der Initiierung, Planung und Durchführung der Projekte. Das Netzwerk verbindet Schulen, Kompetenzzentren und Kooperationspartner und bietet somit die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch und zur Information über bundesweite LdE-Projekte.

Die Idee, LdE fest im Stundenplan der GGS Ricarda Huch zu verankern, stammt von Monika Wieder, Schulsozialarbeiterin in Trägerschaft von IN VIA Köln e.V. „Unsere Schülerinnen und Schüler lernen, dass es sich lohnt, sich für andere einzusetzen. Sie trainieren soziale und demokratische Fähigkeiten“, freut sich Wieder über das Engagement. Die nächsten Projekte in Absprache mit Kooperationspartnern für die neuen Grundschulklassen sind schon in Planung.


Der Ehrenamtspreis


Bereits zum 20. Mal werden in diesem Jahr die Ehrenamtspreise der Stadt Köln vergeben. Aus 130 Vorschlägen hat eine unabhängige Jury die Preisträgerinnen und Preisträger von „KölnEngagiert 2020“ ausgewählt. Neben drei Einzelpersonen hat sie drei Vereine, eine Schule und ein Unternehmen ausgezeichnet. Anlässlich des runden Geburtstages wurde in diesem Jahr erstmals auch der „ Miteinander-Preis Köln für Demokratie und Vielfalt“ vergeben, der nun dauerhaft etabliert wird. Dieser Preis würdigt das ehrenamtliche Engagement von Kölnerinnen und Kölnern mit Migrationshintergrund. Hier werden nochmal ein Verein und eine Einzelperson ausgezeichnet. 

 

Mehr Informationen unter www.invia-koeln.de und www.koeln.de