Aktuelles

Hier finden Sie aktuelle Nachrichten zu stadtweiten Veranstaltungen, Initiativen und Aktionen der katholischen Kirche und ihrer Kooperationpartner in der Stadt Köln.

Überregionale Nachrichten der katholischen Kirche finden Sie auf den folgenden Webseiten:

www.erzbistum-koeln.de | www.koelner-dom.de | www.domradio.de | www.katholisch.de | www.kna.de | www.dbk.de | www.vaticannews.va/de.html

 

DOMRADIO.DE-Serie „Lieblingsorte im Kölner Dom“ – Msgr. Robert Kleine: „Für Sternstunden zu sorgen, ist unser Auftrag“

31. Juli 2021; ksd

Köln. Wenn man in die Biographie von Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine schaut, dann scheint es von Anfang an gefügt gewesen zu sein, dass er einmal am Kölner Dom landet. Er wurde im Neusser Dreikönigenviertel geboren, ging dort zur Dreikönigenschule und gehörte zur Dreikönigspfarrei.

„Die Geschichte von Caspar, Melchior und Balthasar begleitet mich von daher schon mein ganzes Leben und hat stets meine Phantasie beflügelt“, hat er Beatrice Tomasetti für ihre DOMRADIO.DE-Serie „Lieblingsorte im Kölner Dom“ erzählt. „Kein Wunder, dass ich mich hier im Kölner Dom, wo sie im Zentrum stehen, sofort heimisch gefühlt habe. Da ist doch klar, dass der Dreikönigenschrein der Ort im Dom ist, wo ich heute am liebsten stehe.“

 

Seit 15 Jahren für die Dreikönigswallfahrt (mit)verantwortlich

 

Seit 2006 ist Kleine mitverantwortlich für die ehemals Domwallfahrt genannte Wallfahrt, die alljährlich im September an den Kirchweihtag des Kölner Doms erinnert und dazu einlädt, die Heiligen Drei Könige zu besuchen. Vor zwei Jahren hat der Domdechant, der für die Liturgie an der Kathedrale verantwortlich ist, den Prozess zur Umbenennung in Dreikönigswallfahrt forciert. Die drei Weisen aus dem Morgenland sollten stärker in den Mittelpunkt rücken. „Sie sind es auch, die auf Jesus Christus verweisen und von daher nicht nur als weihnachtliche Figuren gelten, sondern als ‚Wegweiser’ das ganze Jahr über dazu auffordern, es ihnen gleich zu tun und Gott im eigenen Leben zu finden“, so Kleine gegenüber Tomasetti.

Er wünscht sich, dass alle Besucherinnen und Besucher des Domes eine ähnliche Erfahrung machen wie die drei Sterndeuter und den Dom reich beschenkt wieder verlassen – egal, ob Tourist, Beter, Straßenkünstler, Berufspendler oder Obdachlose. Die Heiligen Drei Könige, als die sie später verehrt wurden, haben eine Sternstunde erlebt, als sie dem Ruf Gottes und seinem Stern folgten und den neugeborenen Jesus in Bethlehem fanden, so Kleine. „Als Priester ist es unser Auftrag, für solche Sternstunden auch heute immer wieder zu sorgen, damit Menschen nach Jesus Christus in ihrem Leben suchen“, sagt der Stadt- und Domdechant.

 

Was Msgr. Kleine noch durch Kopf und Herz geht, wenn er mit dem Dreikönigenschrein im Rücken Gottesdienst feiert im Kölner Dom und wo sein zweiter Lieblingsort ist, lesen Sie hier im Beitrag von Beatrice Tomasetti.

 

Festmesse des Stadtdekanats zur Eröffnung der Dreikönigswallfahrt

 

Die Dreikönigswallfahrt findet in diesem Jahr vom 23. bis 26. September statt. Mit der Festmesse am Donnerstag, 23. September, um 18.30 Uhr, die besonders für und mit den im Stadtdekanat Köln lebenden Christinnen und Christen gefeiert wird, feiert Msgr. Robert Kleine die Eröffnung der Wallfahrt.

 

www.dreikoenige-koeln.de

 

Stadtdechant Kleine: In Gedanken und Gebeten bei Opfern der Flut / Aufruf zu unbürokratischer Hilfe / Einladung zu Gebet und Geläut (23. Juli)

15. Juli 2021; ksd

Köln. Die Nachricht der Flutkatastrophe in Deutschland erreichte den Kölner Stadtdechanten Msgr. Robert Kleine während einer Italienreise. In den Sozialen Medien drückt Kleine sein Mitgefühl und seine Solidarität aus. Zugleich appelliert er an die Behörden, dass den Betroffenen und Opfern der Flut schnell und unbürokratisch geholfen werden muss. Sein Statement vom Tag nach der Katastrophe im Wortlaut:

 

„Die Nachrichten über die Flutkatastrophe erreichen mich in Italien. Im Gebet bin ich bei allen von der Katastrophe Betroffenen. Bei den Todesopfern und ihren Familien, bei den Verletzten und ihren Angehörigen, besonders auch bei denen, die voller Bangen einen Menschen vermissen.

So viele Menschen in verschiedenen Regionen unseres Landes haben ihre Wohnung, ihre berufliche Existenz, ihr persönliches Hab und Gut verloren. Es gibt dankenswerterweise schon viel private Solidarität; jetzt muss es auch schnelle unbürokratische Unterstützung geben.

Ein wirklich von Herzen kommendes Dankeschön an die Einsatzkräfte, die sich bis zur Erschöpfung für andere einsetzen und dabei selber ihr Leben riskieren. Gottes Segen und Schutz!!!“

 

Dank an Strömungsretter und Feuerwehr Köln

 

Am Freitag dankte Kleine in den Sozialen Medien noch einmal besonders den Einsatzkräften: „Ich kann nur vage erahnen, wie die Einsätze physisch und auch psychisch an und über die Belastungsgrenze gehen“, schrieb er auf Twitter und Facebook. „Danke allen Einsatzkräften und besonders auch den Strömungsrettern. Und allen in der Notfallseelsorge!” Strömungsretter der Kölner Feuerwehr unterstützen die Einsatzkräfte im etwas mehr als 20 Kilometer entfernten Erftstadt. In Köln selbst haben freiwillige und Berufs-Feuerwehrleute rund 4000 Einsätze verzeichnet.

 

„Aktion Deutschland Hilft" ruft zu Spenden auf

 

Stichwort „Hochwasser Deutschland”

IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30 (Bank für Sozialwirtschaft)

Spendenhotline: 0900 55 102030 (kostenfrei aus dem dt. Festnetz, Mobilfunk höher)

Charity SMS: SMS mit ADH10 an die 8 11 90 senden (10EUR zzgl. üblicher SMS-Gebühr, davon gehen direkt an Aktion Deutschland Hilft 9,83 EUR)

Online spenden unter: www.Aktion-Deutschland-Hilft.de

 

„Aktion Deutschland Hilft“ ist ein 2001 gegründetes Bündnis von deutschen Hilfsorganisationen, die im Falle großer Katastrophen ihre Kräfte bündeln, um schnelle und effektive Hilfe zu leisten. Die beteiligten Organisationen führen ihre langjährige Erfahrung in der humanitären Hilfe zusammen, „um so die bisherige erfolgreiche Arbeit weiter zu optimieren”. Unter einem gemeinsamen Spendenkonto bei der Bank für Sozialwirtschaft Köln ruft das vom Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) geprüfte und vom Deutschen Spendenrat zertifizierte Bündnis zu solidarischem Handeln und Helfen im Katastrophenfall auf. Zu dem Bündnis von Hilfsorganisationen gehören auch Caritas und Diakonie.

 

Weitere Spendenmöglichkeiten:

 

Caritas international

IBAN DE88 6602 0500 0202 0202 02 (Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe)

Stichwort „Fluthilfe Deutschland”

Online-Spende

 

Mehr unter: www.caritas-international.de

 

Diakonisches Werk Rheinland-Westfalen-Lippe

IBAN DE79 3506 0190 1014 1550 20 (KD Bank)

Stichwort „Hochwasser-Hilfe”

Online-Spende

 

Mehr unter: www.diakonie-rwl.de

 

Papst Franziskus betet für die Flutopfer in Deutschland

 

Papst Franziskus hat durch Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin in einem Telegramm an Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier seine Anteilnahme und Betroffenheit angesichts der Flut-Katastrophe in Deutschland ausgedrückt. Der Vatikan veröffentlichte das Telegramm im Wortlaut:

 

„Mit großer Betroffenheit hat Papst Franziskus von den schweren Unwettern und Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz Kenntnis erhalten. Seine Heiligkeit gedenkt der ums Leben gekommenen Menschen im Gebet und bekundet den Angehörigen seine tief empfundene Anteilnahme. Er betet besonders für die zahlreichen Vermissten, für die Verletzten und für alle, die zu Schaden gekommen sind oder durch die Naturgewalten ihre Lebensgrundlage verloren haben. Ihnen sowie den Einsatzkräften und Helfern versichert Papst Franziskus seine geistliche Nähe und erbittet allen Gottes Schutz und Beistand.“

 

Info: Der Kardinalstaatssekretär ist nach dem Papst die Nummer Zwei, der ranghöchste Amtsinhaber im Vatikan.

 

Zuhören in der Not: Katholische und Evangelische Telefonseelsorge

 

Für die Betroffenen der Flut-Katastrophe, Angehörige und alle anderen sind die Katholische und die Evangelische Telefonseelsorge besonders auch in diesen Zeiten da:

 

0800 1110222 (kath.) und 0800 1110111 (ev.)

 

Die Anrufe sind kostenfrei. Die Katholische Telefonseelsorge Köln gehört zum Stadtdekanat Köln, die Evangelische zum Evangelischen Kirchenverband Köln und Region.

 

Aufruf zu Gebet und Glockengeläut am 23. Juli

 

Das Erzbistum Köln lädt am Freitag, 23. Juli, Gemeinden, kirchliche Einrichtungen und alle Gläubigen auf, sich um 18 Uhr im Gedenken an die Opfer und Betroffenen der Flut-Katastrophe zum Gebet zu versammeln oder sich auch allein, im privaten oder persönlichen Gebet, mit anderen im Gebet zu verbinden. Zudem sind Kirchen und Klöster aufgerufen, die Glocken als Zeichen der Solidarität zu läuten.

 

„Angesichts des Leids durch die Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Belgien und Bayern stehen wir unter Schock“, schreibt Generalvikar Markus Hofmann an die Pastoralen Dienste, Pastoralbüros und Verwaltungen. „Wie unvorstellbar schlimmer muss dieser Schlag für die betroffenen Menschen sein.“

 

Die Betroffenen bräuchten natürlich ganz konkrete, tatkräftige und sofortige Hilfe, so Hofmann. „ Wir versuchen als Kirche von Köln, dazu unseren Beitrag zu leisten.  Wir erleben zugleich, welche Strahlkraft die gelebte Solidarität schon jetzt entfaltet. Wir können nicht alle vor Ort mit anpacken, aber möglichst viele sollen in die Hilfsmöglichkeiten einbezogen werden. Daher möchten wir ein öffentliches Zeichen des Zusammenhalts setzen, indem wir der Verstorbenen und in Not Geratenen gedenken und gemeinsam um Gottes Beistand bitten.“

 

Hier gibt es eine Vorlage für eine Andacht zum Download. Quelle: Erzbistum Köln

Das Erzbistum Köln schließt sich mit dem Aufruf einer Initiative der Evangelischen Kirche im Rheinland an.

 

Interviews und Infos

 

Ein Interview mit Diakon Gregor Hergarten, der die Notfallseelsorge im stark betroffenen Erftstadt koordiniert, ist hier nachzulesen.

 

Das Portal katholisch.de hat ein Interview mit dem Pfarrer des stark betroffenen Bad Neuenahr-Ahrweiler (Rheinland-Pfalz) veröffentlicht, Jörg Meyrer. Hier können Sie es nachlesen.

 

DOMRADIO.DE hat ein Interview mit der Geschäftsführerin des Pfarreiverbandes Erftstadt-Ville, Hedi Schlösser, geführt. Sie können es hier nachlesen.

 

Evangelische und katholische Kirche stellen Soforthilfe bereit und rufen zu Spenden auf. Im Erzbistum Köln wurde ein Krisenstab eingerichtet. Mehr auf domradio.de

 

Hier finden Sie ein Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur mit dem Leiter von Caritas International, Dr. Oliver Müller.

 

Ev. Kirche in Köln: Zentraler Gedenk- und Gebetsort in der Antoniter-City-Kirche

 

Einen zentralen Ort der Trauer und des Gedenkens für die Opfer der Hochwasserkatastrophe haben der Evangelische Kirchenverband Köln und Region sowie die Antoniterkirche in der Schildergasse in der Kölner Innenstadt eingerichtet. Vor dem „Lehrenden Christus“ von Ernst Barlach an der Rückseite der Kirche können Menschen an einer großen Gedenkkerze Kerzen anzünden und so ihrer Trauer und ihren Gefühlen Ausdruck verleihen. Besucherinnen und Besucher habe auch die Möglichkeit, ihre Gedanken in einem Fürbittenbuch einzutragen und für die Opfer zu beten.

Susanne Beuth, stellvertretende Stadtsuperintendentin des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region besuchte die Antoniterkirche und zündete selbst eine Kerze an. „Es gibt viele Menschen, die betroffen sind und ihrer Betroffenheit Ausdruck geben möchten“, sagte sie. „Viele haben aber nicht die Kraft, irgendwo hin zu fahren um konkret zu helfen. Dann ist das hier ein guter Ort, um ein Zeichen zu setzen.“

Die Bronzeplastik der „Lehrende Christus“ von Ernst Barlach in der Antoniterkirche in Köln lädt durch ihre Schlichtheit die Betrachterinnen und Betrachter zur religiösen und meditativen Andacht ein. Die offenen Hände des „Lehrenden Christus“ laden zur menschlichen Nähe und Zuwendung ein, die vielen Menschen in dieser Notsituation helfen kann. „Ich wünsche allen, die selber persönlich betroffen sind, dass sie einen Weg finden mit dieser schrecklichen Lag fertig zu werden“, sagte Superintendentin Susanne Beuth weiter. „Ich wünsche ihnen, dass sie Menschen finden, die an ihrer Seite sind und ihnen helfen.“

Die Antoniterkirche liegt an der Schildergasse in der Kölner Innenstadt und ist montags bis freitags von 11 bis 18 Uhr, samstags von 11 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17.30 Uhr geöffnet. (apk)

 

Auch im Kölner Dom und den vielen anderen katholischen Kirchen in Köln entzünden Menschen Kerzen und bringen ihre Gedanken und Gebete vor Gott.

 

Plattformen, die Hilfesuchende und Hilfe Anbietende verbinden:

 

Helft-Erftstadt! - Die Austauschplattform für Betroffene in der Hochwasserregion Erftstadt

AhrHelp - Die Hochwasser Hilfscommunity in der Hochwasserregion Ahr

 

Kirchenführungen wieder mit großer Nachfrage / Zum Beispiel Maria im Kapitol entdecken: Wo das Jesuskind immer einen Apfel bekommt

15. Juli 2021; ksd

Köln. Besuche und Führungen durch den Kölner Dom und andere Kölner Kirchen erfreuen sich wieder großer Beliebtheit. Seit die Corona-Beschränkungen gelockert wurden, verzeichnen der Dom und das DOMFORUM, das Führungen organisiert und anbietet, wieder eine wachsende Nachfrage. Auch die Zahl der täglichen Besucherinnen und Besucher wächst in den Kölner Kirchen. Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine ruft im Beitrag auf Radio Köln aber dazu, auch weiterhin aufeinander zu achten und sich an die jeweils geltenden Corona-Regeln zu halten, damit die Corona-Zahlen nicht wieder steigen, sondern sich die Situation möglichst noch positiver entwickelt und es bald wieder (mehr) Normalität gibt.

Eine der Kirchen, die sich zu entdecken lohnen ist, Maria im Kapitol. Das unweit des Rheins gelegene Gotteshaus gehört zu den bedeutenden romanischen Kirchen der Stadt und ist eine der Hauptkirchen mit Marien-Patrozinium. Im Beitrag auf Radio Köln lädt Kleine dazu ein, die Kirche mit den vielen außergewöhnlichen Kunstwerken und Ausstattungsstücken neu zu entdecken oder im Kreuzgang zur Ruhe zu kommen. Wer wissen will, was es mit den Äpfeln auf sich hat, die das Jesuskind täglich geschenkt bekommt, bucht am besten eine Führung über das Kölner DOMFORUM.

 

Sommerausstellung im DOMFORUM: Der Kölner Dom und „die Juden“ – Auseinandersetzung mit Antijudaismus (bis 15. August)

5. Juli 2021; ksd

Köln. Aus Anlass des Gedenk- und Jubiläumsjahres „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ –und in Köln – ist die diesjährige gemeinsame Sommerausstellung der Kölner Dombauhütte und des DOMFORUMs dem Thema „Der Kölner Dom und ,die Juden‘. Zur christlichen Sicht auf das Judentum“ gewidmet (Laufzeit bis zum 15. August). Dabei geht es auch um die Auseinandersetzung mit christlichem Antijudaismus.

Weithin sichtbar prangt sie an der Kölner Kathedrale: die sogenannte „Judensau“. Eine Sau, die statt eines Ferkels einen Mann säugt, der durch einen spitzen Hut eindeutig als Jude erkennbar ist. Jahrhundertelang mussten Jüdinnen und Juden sich durch spezielle Kleidung wie solche Hüte ausweisen, wurden dadurch auf den ersten Blick erkennbar – und angreifbar. Der Wasserspeier ist nicht die einzige Darstellung der „Judensau“ am Dom.

Zu beschönigen gebe es nichts, so Weihbischof Rolf Steinhäuser bei der Eröffnung der Ausstellung vor der Presse: „Im geliebten Dom gibt es viele judenfeindliche Kunstwerke.“ In Stein, Glas und Holz sowie in Malerei spiegeln sich Hass und Menschenverachtung. Für fast 2000 Jahre „vergaßen“ Christen, dass die Wurzel des Christentums im Judentum liegt – und dass Jesus Jude war und als Jude gelebt hatte. Ihr Antijudaismus führte jahrhundertelang zu gesellschaftlicher Ausgrenzung und brutaler Verfolgung von Jüdinnen und Juden. Die Folgen reichen bis heute: der christlich verwurzelte Antijudaismus wirkt im zeitgenössischen Antisemitismus nach.

 

Erschreckende Zeugnisse von Judenhass im Kölner Dom

 

Zu den judenfeindlichen Darstellungen im Dom zählen verschiedene Darstellungen der „Judensau“. Seit dem Spätmittelalter wurde die diffamierende Darstellung häufig in und an christlichen Kirchen verwendet. Sie zielt auf eine Verhöhnung und Ausgrenzung von Juden. Weil Schweinefleisch im Judentum als unrein gilt, wurden Juden oft in intimem Kontakt mit Schweinen gezeigt, um sie herabzuwürdigen. So saugt ein Jude auch in einer Szene im Chorgestühl des Domes an den Zitzen einer Sau – eines der gängigsten Schandmotive.

Ein weiteres Beispiel: Am Dreikönigenschrein findet sich die Geißelung Jesu durch zwei Juden – und nicht wie in der Bibel berichtet durch römische Soldaten. Hier zeigt sich die christliche Diskriminierung von Juden als „Gottesmörder“. Steinhäuser sprach mit Blick auf die Schreinszene von „Geschichtsleugnung“. Er räumte ein, dass diese Darstellung bislang kaum in den Blick genommen worden sei, auch wenn man oft am Schrein vorbeilaufe.

Auch das heute noch als Verschwörungstheorie lebendige Motiv des Ritualmords, bei dem Juden (christliche) Kinder „opfern“, wurde in der Kathedrale aufgenommen. Bis heute ist es eine der Wurzeln von Antisemitismus, Verfolgung und Bedrohung jüdischer Menschen.

 

Das beschämende Kinderfenster 

 

Unfassbar ist aber anderes: Nur wenige Jahre nach dem Holocaust, der systematischen Ermordung von Millionen Jüdinnen und Juden, und der versuchten Vernichtung jüdischen Lebens durch die Deutschen und ihre Verbündeten wurde für den Kölner Dom das sogenannte Kinderfenster geschaffen. Es zeigt unter anderem Juden in stereotyper Darstellung, mit sogenannten, vermeintlichen „ Rassemerkmalen“ in der Physiognomie, wie sie auch von den Nazis propagiert worden waren.

Darüber hinaus findet sich die Szene, wie Judas Jesus für einen – überdimensionierten – Beutel voll Geld verrät. Hier spiegelt sich das Motiv vom raff- und geldgierigen Juden. Auch dieses mit dem Charakter und der DNA von Juden in Verbindung gebrachte Stereotyp ist bis heute lebendig und Teil des Mythos um die „zionistische Weltverschwörung“. Ihre Kernbotschaft: Juden wollen die Weltherrschaft an sich reißen – unter anderem durch die Kontrolle von Banken und Konzernen sowie die Steuerung von Politikern.

Besonders problematisch am Kinderfenster ist aber eine Szene, die eine Kölner Mutter zeigt, die mit ihren Kindern vor den Bombenangriffen des Zweiten Weltkriegs flieht. Die Nähe zu den Szenen mit Judas „greift die Lüge der NS-Propaganda auf, die Luftangriffe in Deutschland seien das Werk jüdischer Hintermänner“, schreibt Matthias Deml in der zur Ausstellung neu erschienenen Broschüre „ Der Kölner Dom und ,die Juden‘. Ein thematischer Rundgang“. „Dass solche Darstellungen noch in den 1960er-Jahren möglich waren und von den damaligen Verantwortlichen entweder nicht erkannt oder nicht beanstandet wurden, ist erschreckend und beschämend zugleich“, so Deml.

 

Beitrag zur Aufarbeitung

 

Die Kirche fühle sich der kritischen Auseinandersetzung mit dem christlichen Antijudaismus und den antijüdischen Werken im Dom verpflichtet, schreibt Dompropst Msgr. Guido Assmann im Geleitwort der Broschüre. Der neue Rundgang, der aktuell Teil der Domführungen ist, und die Ausstellungen sollen einen Beitrag zur Aufarbeitung leisten. „Wir sind spät dran“, räumte der Vorsitzende der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, Professor Dr. Jürgen Wilhelm, bei der Eröffnung ein.

Auf jüdischer Seite gibt es unterschiedliche Vorstellungen, wie mit den judenfeindlichen Werken umgegangen werden sollte, schreiben Bettina Levy und Abraham Lehrer vom Vorstand der Synagogen-Gemeinde Köln in ihrem Geleitwort. Während die einen fordern, die antisemitischen Installationen zu entfernen, plädieren andere dafür, sie exakt zu benennen sowie für Besucherinnen und Besucher leicht auffindbar zu machen. Damit würde eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit erleichtert. Und Geschichte könnte so sichtbar bleiben und damit auch eine Mahnung für Gegenwart und Zukunft sein.

Wilhelm plädierte ebenfalls für den Erhalt der antijüdischen Werke im Dom. Er könne verstehen, wenn sie für jüdische Menschen unerträglich seien, doch der Erhalt und kritische Umgang damit führe zu einer nachhaltigen gesellschaftspolitischen Bildung.

Der künftige Umgang mit dem Kinderfenster sei noch nicht entschieden, hieß es bei der Eröffnung. Im Dom soll aber ein eigens geschaffenes zeitgenössisches Kunstwerk die kritische Auseinandersetzung mit dem eigenen Antijudaismus fördern. Derzeit läuft dazu ein Ideenfindungsprozess.

 

Jüdische Wurzeln des Christentums bewusst machen

 

Die Ausstellung will den Finger aber nicht nur in die Wunden der Vergangenheit legen. Sie soll den Blick auch neu auf die jüdischen Wurzeln des Christentums lenken. „Das Christentum ist ohne das Judentum nicht vorstellbar“, so Weihbischof Steinhäuser. 

Zudem beleuchtet die Schau die Geschichte und das Verhältnis von Juden und Christen in Köln. Sie zeigt auch, dass Kölner Jüdinnen und Juden mit bürgerschaftlichem und kulturellem Engagement die Stadt prägten und förderten. 

Einen epochalen Wandel in der Haltung der katholischen Kirche zum Judentum habe erst das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) vollzogen. So ist die letzte der vier Stelen, welche die Ausstellung bilden, dem heutigen Verhältnis zwischen katholischer Kirche und Judentum gewidmet. Dieses sei von Schritten der Aussöhnung und des respektvollen Miteinanders geprägt.

 

Solidarisch an der Seite der Glaubensgeschwister

 

Das bekräftigt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine: „Die wechselvolle Geschichte von Juden und Christen zeigt sich gerade auch an unserem Dom, bis hinein ins 20. Jahrhundert mit dem sogenannten ,Kinderfenster‘ “, sagt er. „Ich bin sehr dankbar, dass die katholische Kirche seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil ihr Verhältnis zum Judentum eindeutig geklärt und dargestellt hat.“ Seitdem betont die Kirche das Band und den Bund der Liebe, den Gott mit den Juden ebenso unverbrüchlich geschlossen hat wie mit den Christen. Kleine erinnert auch an Papst Johannes Paul II., der die Juden als „ältere Brüder“ der Christen bezeichnete. „Ich bin froh, dass das Miteinander mit den älteren Geschwistern auch das Verhältnis der Religionen in unserer Stadt bestimmt“, ergänzt Kleine.

Deshalb sei er auch dankbar, dass mit der Ausstellung und der Publikation die Aufarbeitung der Vergangenheit vorangebracht werde. Der Stadtdechant richtet den Blick aber auch in die Gegenwart, in der Antisemitismus und Antijudaismus in Teilen der Gesellschaft seit einigen Jahren wieder zunehmend erstarken, und in die Zukunft. „Wir müssen uns jetzt gemeinsam gegen Vorurteile, Klischees und jede Form von Rassismus und Antisemitismus engagieren“, mahnt Kleine. „Was in der Vergangenheit jüdischen Menschen angetan wurde, auch von jenen, die sich Christen nannten, darf sich niemals wiederholen. Darum müssen wir jetzt immer wieder neu unsere Stimme erheben, wo Jüdinnen und Juden bedroht und verfolgt werden und wo Antisemitismus und Antijudaismus zu Verbrechen und Gewalt führen. Wir stehen und bleiben in Solidarität an der Seite unserer jüdischen Glaubensgeschwister.“

 

Autorin: Hildegard Mathies

 

Info

Im Jahr 2021 wird daran erinnert, dass mit einem Dekret des römischen Kaisers Konstantin aus dem Jahr 321 belegt wird, dass es bereits damals jüdisches Leben in Köln beziehungsweise in Deutschland gab. Das Dekret gilt als erste urkundliche Bestätigung dafür.

Die Ausstellung „Der Kölner Dom und ,die Juden‘. Zur christlichen Sicht auf das Judentum“ ist bis zum 15. August im DOMFORUM zu sehen (Domkloster 3) Geöffnet: Montag bis Samstag, 9.30 bis 17 Uhr; Sonntag, 13 bis 17 Uhr.

Zur Ausstellung ist eine Broschüre erschienen, die alle Texte und Bilder der Stelen enthält. Sie ist im DOMFORUM für 3 Euro erhältlich.

Zudem bietet das DOMFORUM während der Laufzeit der Ausstellung öffentliche Führungen zu den Orten im Dom an. Eine verbindliche Anmeldung ist erforderlich unter fuehrung@domforum.de 

Begleitend zur Ausstellung ist im Kölner Domverlag neu erschienen: „Der Kölner Dom und ,die Juden‘. Ein thematischer Rundgang“; 40 Seiten, 4,50 Euro. Erhältlich im Domshop, DOMFORUM, über den Kölner Domverlag sowie im Buchhandel.

 

www.koelner-dom.de

www.koelner-dombauhuette.de

www.domforum.de

www.koelner-domverlag.de

 

Veranstaltung

„Ostentative Ahnungslosigkeit – Der Antisemitismus im Kinderfenster des Kölner Doms“ ist Thema einer Veranstaltung mit Dr. Bernd Wacker, Initiator der AG „Der Dom und die Juden“ (siehe Hintergrund). Sie findet statt am Montag, 30. September, um 19 Uhr im Haus der Evangelischen Kirche, Kartäusergasse 9-11. Eine Anmeldung ist erforderlich unter info@karl-rahner-akademie.de oder anmeldung@melanchthon-akademie.de

Wacker hat intensiv zum Kinderfenster geforscht und stellt seine Erkenntnisse bei der Veranstaltung vor. Im Anschluss ist eine Podiumsdiskussion geplant. Mit dabei: Professorin Dr. Michaela Geiger, Vorsitzende der Fachgruppe Christen und Juden in der Evangelischen Kirche im Rheinland, Patrick Bahners, Journalist der FAZ, und ein namentlich noch nicht bekanntes Mitglied der Synagogen-Gemeinde Köln.

Die Veranstaltung wird getragen von der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Karl Rahner Akademie, dem Katholischen Bildungswerk Köln und der Melanchthon Akademie.

 

Hintergrund

Die Idee zu der Ausstellung stammt aus der Arbeitsgruppe „Der Dom und die Juden“. Im Jahr 2016 nahm die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Kontakt mit dem damaligen Dompropst, Prälat Gerd Bachner, auf. Bei einem gemeinsamen Treffen wurde die Initiierung der AG beschlossen. In dieser AG wirken Vertreter der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region, der Synagogen-Gemeinde Köln und des Kölner Domkapitels mit. Eingebunden ist auch Dombaumeister Peter Füssenich. Ziel ist es, den Umgang mit den antijüdischen Artefakten im und am Kölner Dom zu diskutieren und geeignete Formate der Auseinandersetzung mit ihnen zu entwickeln.

  

Stichwort Antijudaismus

Unter Antijudaismus versteht man christliche Judenfeindschaft. In der Antike und im Mittelalter waren hetzerische Schriften und Predigten der Kirche verantwortlich für die Verbreitung von Judenhass. Juden wurde vorgeworfen, dass sie Jesus nicht als Messias anerkennen, und sie wurden des Gottesmordes beschuldigt. Seit dem 4. und 5. Jahrhundert sind auch tätliche Übergriffe auf Synagogen und Juden bekannt. Ab dem 6. Jahrhundert wurden antijüdische Verbote und Vorschriften erlassen, wie beispielsweise, dass Juden und Christen nicht gemeinsam essen durften, interreligiöse Heirat verboten war und auch eine Kennzeichnung durch einen „Judenhut“ oder „Judenfleck“ zur Pflicht wurde. Juden war es auch nicht erlaubt, sich in Zünften zu organisieren, handwerkliche Berufe auszuüben oder Land zu erwerben. Dies drängte viele Juden in kaufmännische Berufe sowie in den Kredithandel, der Christen von der Kirche untersagt war. Es gab immer wieder Missionsbestrebungen, welche die Juden zum Christentum bekehren wollten, und Judenfeindschaft wurde auch Teil der Volksfrömmigkeit. Wiederkehrende antijudaistische Vorwürfe und Legenden wie die, dass Juden Brunnen vergifteten, Ritualmorde an Christen verübten, geschäftlichen Wucher trieben und Jesus lästerten hatten ihren Ursprung in Sozialneid und Unwissen über das Judentum, jedoch auch in antijudaistischer Propaganda der Kirche. Oft kam es durch sie zu Pogromen und Verfolgungen. Im 13. und 14. Jahrhundert wurden Juden und Jüdinnen aus England und Frankreich sowie im 15. Jahrhundert aus Spanien und Portugal vertrieben. Antijudaismus als historische Voraussetzung des neuzeitlichen Antisemitismus.

Quelle: SIG-Factsheet (Auszug) – Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund, www.swissjews.ch

 

Im Beitrag auf Radio Köln lädt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine dazu ein, die Ausstellung zu besuchen. Und er ruft dazu auf, sich gemeinsam gegen Antisemitismus zu engagieren.

 

Erholung für Leib und Seele: Feriengruß von Kölns Stadtdechant Robert Kleine (Video)

29. Juni 2021; ksd

Köln. Bald sind Ferien – Zeit für Erholung, Zeit, um die Seele baumeln zu lassen. Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine lädt zum Festtag der Apostel Petrus und Paulus am 29. Juni alle Kölnerinnen und Kölner, aber auch alle Besucherinnen und Besucher ein, die Stadt (neu) zu entdecken. Kirchen, Konzerte und Kultur, etwa im Museum Kolumba oder in der Kunststation St. Peter, lassen Geist und Seele zur Ruhe kommen, schenken Inspiration, Freude und Bereicherung. Allen, die bald in die Ferien oder den Urlaub starten, wünscht der Kölner Stadtdechant Gottes Segen und ein gesundes Wiedersehen!

 

Warum der Kölner Dom Namenstag feiert

 

Wenn die katholische Kirche am 29. Juni die Apostel Petrus und Paulus feirt, haben alle Peters und Pauls sowie alle Petras und Paulas Namenstag. Und nicht nur die, sondern auch der Kölner Dom, erklärt Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine im Beitrag auf Radio Köln.

 

Ökumenischer Gedenkgang am 3. Juli: Erinnerungsspuren von Krieg und Frieden im Kölner Norden

28. Juni 2021; ksd

Köln (ka). Am 29. Juni 1943 wurde Köln vom folgenschwersten Luftangriff des Zweiten Weltkriegs für die Domstadt getroffen („Peter- und Paul-Angriff“). Tausende verloren ihr Leben, Zehntausende ihr Hab und Gut, die Innenstadt war fast vollständig zerstört. „ Erinnerungsspuren von Krieg und Frieden in Köln-Innenstadt-Nord“ ist der Titel des diesjährigen ökumenischen Gedenkganges zur Erinnerung an die schweren Angriffe. Dazu laden der Katholikenausschuss in der Stadt Köln sowie der Evangelische Kirchenverband Köln und Region ein.

In einer Führung mit Günter Leitner sowie mit spirituellen Impulsen von Rainer Thelen und Pfarrer Armin Beuscher wird an die bitteren Kriegsjahre und die Sehnsucht nach Frieden erinnert. Am Samstag, 3. Juli, werden in der Innenstadt sieben Stationen besucht, unter anderem das Haus der Deutschen Arbeitsfront, die Gedenkskulptur Edith Stein und der Löwenbrunnen Jawne.

Beginn ist um 16 Uhr, Treffpunkt der Vorhof von St. Andreas, Komödienstraße 6, 50667 Köln.

 

Zur Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich sowie die Einhaltung von Corona-Regeln.

Info und Anmeldung: Koeln@katholikenausschuss.de

 

Mehr erfahren Sie in diesem Video. Historiker und Stadtführer Günter Leitner, Rainer Thelen und Pfarrer Armin Beuscher sprechen mit Zeitzeugin Paula Hiertz. Anschließend besuchen sie die Staionen des ökumenischen Gedenkgangs.

„Wege zum Frieden“: Digitale Gedenkfeier der ACK Köln zum 80. Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion

22. Juni 2021; ksd

Köln (ack). Am Dienstag, 22. Juni, jährt sich der Überfall der Deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion zum 80. Mal. Von den Nazis wurde der Tod von Millionen Menschen bereits im Vorfeld bewusst geplant. Mit einem Zeitzeugengespräch und Beiträgen von jungen Freiwilligen der „ Aktion Sühnezeichen“ will die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Köln am Samstag, 26. Juni, mit einer aufgezeichneten Gedenkfeier aus dem Baptisterium am Kölner Dom das Unrecht an den Völkern des ehemaligen Sowjetreiches stärker in der öffentlichen Erinnerungskultur verankern.

 

Sehen Sie hier unter diesem Link das Video der Gedenkfeier.

 

Zeitzeuge Evgeniy Karchemnik erzählt

 

Als Zeitzeuge erzählt Evgeniy Karchemnik von seinen Erlebnissen und Erfahrungen. Er ist Überlebender der unmenschlichen Leningrader Blockade (1941 bis 1944) und Mitglied der Synagogen-Gemeinde Köln. Er ist russischer Herkunft und schildert das Leid und die Traumata russischer Familien über mehrere Generationen. Evgeniy Karchemnik berichtet auch von seinen Begegnungen mit Deutschen, seit er mit seiner Familie in den 1990er-Jahren nach Deutschland eingewandert ist. 

Zwei junge Freiwillige der „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste“ erzählen von ihren Erfahrungen aus Odessa in der Ukraine, wo sie sich zurzeit um Überlebende von Konzentrationslagern kümmern. Ihre Arbeit ist ein Zeichen und Beispiel, um Vertrauen zwischen Russen und Deutschen neu aufzubauen.

 

Auftrag zum Frieden

 

„Welche politischen Wege zum Frieden gibt es für die Zukunft?“ – dieser Frage stellt sich die ACK Köln in ihrem Video und stellt die Friedensinitiative „Sicherheit und Transformation neu denken“ der Evangelischen Landeskirche in Baden aus der Sicht einer Unterstützerin aus Köln-Klettenberg vor.

Die ACK Köln bedenkt alljährlich im Baptisterium am Dom, dem ältesten erhaltenen Taufort der Domstadt, was die Taufe für das Leben von Christinnen und Christen bedeutet. In diesem Jahr steht der Auftrag zum Frieden in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft im Mittelpunkt. Daher erinnert die Gemeinschaft der Kirchen an den Überfall der Deutschen Wehrmacht auf die Sowjetunion und den folgenden beispiellosen Vernichtungsskrieg. Der millionenfache Mord an der Zivilbevölkerung und an Kriegsgefangenen hat Folgen, die bis in die Gegenwart in den Ländern der ehemaligen Sowjetunion nachwirken. Die Opfer haben bis heute keinen angemessenen Platz im Gedächtnis Deutschlands gefunden.

 

Das Video der ACK-Gedenkfeier kann ab Samstag, 26. Juni, abgerufen werden auf www.oekumene.koeln , www.kirche-koeln.de sowie www.katholisches.koeln

 

Erster Nachhaltigkeitspreis im Erzbistum Köln (Bewerbungen bis 31. Juli)

25. Juni 2021; ksd

Köln (eb). Im September verleiht das Erzbistum Köln erstmals einen Nachhaltigkeitspreis für Initiativen in Gemeinden oder kirchlichen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen, die den Weg zur sozial-ökologischen Umkehr mitgestalten.

Auf die insgesamt 10.000 Euro an Preisgeldern können sich Personengruppen bewerben, die zwischen den Jahren 2019 und 2021 ein Projekt in einem der drei Bereiche „Soziales Engagement“, „ Ökologisches Engagement“ oder „Schöpfungsspiritualität“ gestartet oder bereits erfolgreich durchgeführt haben. Soziales Engagement kann sich dabei etwa in Form von Maßnahmen zur Bildungs- oder Geschlechtergerechtigkeit äußern, unter die Kategorie „ökologisch“ fällt der Einsatz für den Klimaschutz, für nachhaltige Ernährung oder den Schutz der Artenvielfalt. Angebote im Bereich „ Schöpfungsspiritualität“ fördern zum Beispiel das Schöpfungsverständnis und das Schöpfungsbewusstsein.

Eine Jury aus Verantwortungsträgerinnen und -trägern im Erzbistum Köln sowie externen Experten wird bis zu sieben Projekte prämieren. Die Verleihung des Nachhaltigkeitspreises findet im September statt.

Die Anmeldung ist bis zum 31. Juli unter www.nachhaltigkeitspreis.erzbistum-koeln.de möglich. Auf der Website finden Sie ebenfalls Informationen zu den Gruppen, die sich bewerben können und zu den Bewertungskriterien der Jury.

Hier gibt es den Flyer zum Download.

 

Churches for Future: Das Stadtdekanat Köln engagiert sich für den Klimaschutz

 

Im September verleiht das Erzbistum Köln erstmals einen Nachhaltigkeitspreis für Initiativen in Gemeinden oder kirchlichen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen, die den Weg zur sozial-ökologischen Umkehr mitgestalten. Im Interview mit Radio Köln verrät Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine, was er persönlich für den Klimaschutz und ein nachhaltigeres Leben tut. Und er erzählt, warum das Stadtdekanat Köln Mitglied bei „Churches for Future“ ist und wie sich viele Gemeinden und Institutionen für aktiv für das Klima und die Bewahrung der Schöpfung für nachfolgende Generationen einsetzen.

 

„Wähle das Leben“: Pfarrer Karl-Hermann Büsch bei „Seelsorge & Begegnung“ in den Ruhestand verabschiedet

17. Juni 2021; ksd

Köln. Mehr als 20 Jahre lang war Pfarrer Karl-Hermann „Carlo“ Büsch bei „Seelsorge & Begegnung für psychiatrieerfahrene Menschen“ tätig. Das Konzept der bundesweit einmaligen Einrichtung, die zum Stadtdekanat Köln gehört, hat er mitentwickelt und geprägt; fast zwei Jahrzehnte lang hat er die Institution im Paulushaus zudem geleitet. Darüber hinaus war Büsch unter anderem Koordinator für die Behindertenseelsorge im Stadtdekanat. Nun ist Pfarrer Karl-Hermann Büsch in den Ruhestand verabschiedet worden.

„Danke Carlo“ sagt nicht nur eine sonnengelbe Girlande im Garten bei diesem Abschied. Danke sagen auch zahlreiche Kolleginnen und Weggefährten, Dr. Juliane Mergenbaum vom Referat Behinderten- und Psychiatrieseelsorge des Erzbistums sowie Kölns Stadtdechant Msgr. Robert Kleine. Und auch der Gefeierte lässt es sich nicht nehmen, sich bei jedem Einzelnen seiner Gäste sehr persönlich zu bedanken. Dabei wird deutlich, was Büsch ausmacht: der 67-Jährige scheut sich nicht vor Gefühlen. Nicht davor, sie zu benennen, nicht davor, sie zu zeigen. Bei aller gebotenen Professionalität hat dies den Geist des Hauses mitgeprägt und war ein Faktor für die erfolgreiche Arbeit von „Seelsorge & Begegnung“. Wobei Büsch der Erste wäre, der dies dem gesamten Team zuschreiben würde.

Büsch hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass er selbst die dunklen Zeiten des Lebens kennt. „ Ich habe in Lebensphasen stark unter Depressionen gelitten“, sagt er. „Ich weiß nicht nur theoretisch, was eine Lebenskrise ist.“ Damit offen umzugehen, nicht nur im Kollegenkreis, sondern auch gegenüber Besucherinnen und Besuchern, sei heilsam gewesen. Und es gab ihm eine besondere Glaubwürdigkeit, stellte – bei allem professionellen Abstand – eine besondere Nähe her. Menschen spüren, dass er verstehen kann, wovon sie erzählen.

 

„Wunden berühren Wunden“

 

Es gibt eine Installation von Joseph Beuys, die den Titel „Zeige deine Wunde“ trägt. Darin fand Büsch seinen Ansatz gespiegelt. „Wunden berühren Wunden“, sagt er bei seinem Abschied. „Das war eine Programmatik für mich. Auch auf dem Hintergrund meiner eigenen Verletzlichkeit und dem Wissen darum.“ Und er betont: „Gebet und Freundschaft setzen Vertrauen voraus, wo wir uns auch als verwundete Menschen gegenseitig wahrnehmen und annehmen.“

Für ihn selbst sei die Arbeit, die Begegnung mit den Menschen, die zu Seelsorge & Begegnung kommen, sehr bereichernd und ein großes Glück gewesen, so Büsch. „Wähle das Leben“, zitiert er seinen Primizspruch, „aber wähle das Leben eben oftmals aus schwierigster Lage. Auch in dem Bewusstsein, wie zerbrechlich, wie gefährdet unser Leben ist. Und daraus immer wieder Mut und Kraft zu finden, jeden Tag neu zu wagen, das Leben wieder neu zu wagen – das war hier in diesem Feld, mit all diesen Möglichkeiten, ein großes Geschenk.“

 

Sorge für die Seele

 

Bei Seelsorge & Begegnung geht es nicht um Psychotherapie, „aber sehr wohl um heilsame Begegnungen“, so Büsch. Hier öffnen sich äußere und innere Räume. Kreative Räume, in denen die Besucherinnen und Besucher sich malend, schreibend, singend, tanzend ausdrücken und neu entdecken können. Konkrete Räume wie die einladende Kapelle mit ihrer „öffnenden Atmosphäre“ und dem eigens für die Einrichtung vom Viersener Künstler Mic Leder geschaffenen durchbrochenen Kreuz, das alle umschließt und das Licht hinter den Brüchen zeigt. Spirituelle Räume für die eigene Verortung und Entwicklung. Und nicht zuletzt zwischenmenschliche Räume, in der Begegnung von Mensch zu Mensch.

Es geht buchstäblich um die Sorge für die Seele. Während Klinikaufenthalte, ambulante Therapien und praktisches „Das Leben wieder in den Griff bekommen“ den Menschen in einer Lebenskrise oft erst einmal zusätzlich belasten beziehungsweise ihm einiges abverlangen, kann er bei Seelsorge & Begegnung einfach sein. Ohne Vorleistungen, ohne Kontrakt. 

„Als wir hier angefangen haben, waren manche skeptisch“, erinnert sich Büsch. „Die haben gesagt; ,Das fliegt euch hier bald um die Ohren, wenn ein Borderliner neben einem Suchtkranken sitzt. Das endet im Chaos.’ Doch all das ist nicht passiert. Natürlich gab es, wie in jedem Gruppengeschehen, auch hier mitunter Verstrickungen. Aber die wurden dann in lösungsorientierter Kommunikation geklärt.“

 

Begegnung auf Augenhöhe

 

Bewusst ist bei Seelsorge & Begegnung kein klassisch therapeutisches Kontraktsetting die Grundlage der gemeinsamen Arbeit: hier ein, Therapeut, dort die Klientin. Es geht um eine hierarchiefreie Begegnungg, um die Begegnung von „Subjekt zu Subjekt“, eine Beziehung auf Augenhöhe, trotz aller Brüche und Probleme. „Dadurch hat unsere Arbeit eine ganz eigene Qualität“, sagt Büsch. „Und dieses Konzept ist zu 100 Prozent aufgegangen.“

Büsch hatte ein Leben vor dem Priesterleben. Diplomkaufmann war er, dies schenkte ihm eine innere Unabhängigkeit. Diese hat er dann mitgenommen in seinen Priesterdienst. Und nicht nur das. Sein Primizspruch ist gleichsam sein Lebensmotto: „Wähle das Leben“. Eben weil Büsch um die Zerbrechlichkeit der menschlichen und auch der eigenen Existenz weiß, aber auch um die Kraft und den Halt, den der Mensch in Christus und in der Gemeinschaft finden kann, ist er dem Ruf in den besonderen seelsorglichen Dienst gefolgt. Neben Seelsorge & Begegnung war Büsch unter anderem Koordinator für die Behindertenseelsorge im Stadtdekanat Köln, Seelsorger für Menschen mit psychischer Erkrankung und Behinderung sowie Seelsorger für Menschen mit geistiger und Mehrfachbehinderung. Von 2000 bis 2005 war er Referent für die Pastoral für Menschen mit geistiger Behinderung im Erzbistum Köln. In dieser Zeit hat er diese Aufgabe auch in Personalunion für die Arbeitsstelle der Deutschen Bischofskonferenz wahrgenommen. 

Er hatte als Theologiestudent ein Jahr lang in Rom, im Priesterkolleg Campo Santo Teutonico, innerhalb der Mauern des Vatikans gelebt. „Ich habe damals schon gespürt, wie doppelbödig das Miteinander in diesem Priesterstaat ist“, erinnert sich Büsch. „Dafür hatte ich damals noch keine Sprache, aber wenn sie ein Jahr in diesem engsten inneren Kreis wohnen, dann erleben Sie schon intensiv dieses verstörende Klima eines männerbündischen Systems.“ Als er zurückkam, stellt sich die Frage: „Soll ich wirklich Priester werden?“ Er zog aus dem Studienkolleg für angehende Priester, dem Albertinum in Bonn, aus, wohnte und wirkte in einer Kölner Innenstadtgemeinde als Seelsorger und arbeitete dann als Assistent des damaligen Caritas-Direktors, Prälat Dr. Karl-Heinz Vogt. „Als ich aus diesem subkutanen klerikalen Milieu eines Kollegs herausging, habe ich dann – mit innerer neuer Freiheit – gemerkt: ,Doch Priester und Seelsorger das ist meine Berufung – aber du musst unbedingt deinen eigenständigen Weg gehen.’ “

 

Ein kölscher gute Hirte

 

Wie gut dies gelungen ist und welche Strahlkraft das entfaltet hat, hat Kölns Stadtdechant Msgr. Robert Kleine in seiner Dank- und Abschiedsrede zum Ausdruck gebracht: „Dein Gesicht hat diesen Ort und auch das Engagement der Kirche für eine besondere Gruppe von Menschen in unserer Stadt sehr geprägt“, so Kleine. „Du und dieser Ort, Ihr habt den Leuten das menschliche Antlitz der Kirche etwas nähergebracht.“ Seelsorge & Begegnung sei „ein kleiner Edelstein in unserem großen Stadtdekanat“.

Der schönste Titel in der Kirche sei Pastor und auch wenn Büsch nicht Pastor einer Pfarrei sei, so sei er eben doch ein Pastor, ein guter Hirte. „Da gibt es die Schafe, die zurückbleiben, die etwas krank sind. Das sind die Schafe, die andere vielleicht nicht so beachten, die aber zur Herde dazu gehören. Und der Blick des Pastors, des guten Hirten, des Seelsorgers und der Seelsorgerin ist genau das: jeden Einzelnen im Blick zu haben“, sagt Kleine. Mit Bezug auf Papst Franziskus ergänzt der Stadtdechant: „Der gute Hirt hat verschiedene Orte. Der geht mal voran, der muss gucken, wo gibt es Wiesen, wo die Schafe Nahrung finden, wo sie ruhen können. Der gute Hirt muss mittendrin sein – das hier ist so ein Ort des Mittendrin. Und der gute Hirt muss auch am Ende gehen, damit keiner zurückbleibt, damit keiner übersehen und vergessen ist. In dem Sinne habe ich dich immer erlebt als richtigen kölschen Pastor, als der gute Hirt.“

Es sei auch Büschs Beharrlichkeit und seinem Engagement in allen Gremien zu verdanken, dass es neben der Leitung durch Birgitta Daniels-Nieswand auch einen priesterlichen Nachfolger im Paulushaus geben werde. Pfarrer Wolfgang Pütz wird im Herbst die Nachfolge von Karl-Hermann Büsch antreten. 

 

Ein glaubwürdiges Bild von Kirche

 

Ähnliche Worte wählt Dr. Juliane Mergenbaum, Leiterin des Referats Behinderten- und Psychiatrieseelsorge im Erzbischöflichen Generalvikariat: Büsch habe der Behinderten- und Psychiatrieseelsorge in Köln sein Gesicht gegeben, offen, freundlich und mit einem Lächeln, das „ Barrierefreiheit in der Kontaktaufnahme“ ausstrahle. Kritikern habe er zudem ein glaubwürdiges Bild von Kirche gezeigt. „In diesem Sinne hast du unsere Kirche in deinem Wirkungsbereich immer auch ein Stück ,gerettet‘.“

Büsch habe sich immer wieder hartnäckig dafür eingesetzt, dass Menschen mit Behinderung und psychischer Erkrankung „einen gleichberechtigten Platz in unserer Kirche verdient haben, und dass sie zurecht fordern, auf Augenhöhe, selbstbestimmt und aktiv an der Gestaltung unserer Kirche mitwirken zu können“. Es sei Büsch immer darum gegangen, „Menschen vom Rand in die Mitte zu holen“ und „Vielfalt zu leben“, so Mergenbaum. „Bei Menschen mit Behinderung und psychischer Erkrankung sehen wir eine große Vielfalt an Kompetenz und Charismen, die unserem kirchlichen Leben an vielen Orten und in vielen Räumen guttut“.

 

Das Bruchstückhafte des Lebens ins Licht holen

 

Leiterin Birgitta Daniels-Nieswand vergleicht Seelsorge & Begegnung mit einem Kaleidoskop. „ Das ist so ein wunderbares Sinnbild für das, was wir hier tun, nämlich das Bruchstückhafte des Lebens ins Licht halten. Dass alles ausgesprochen werden darf, dass hier geweint, getrauert, gelacht werden darf. Es geht immer um Menschwerdung, das zu fördern, was Leben schafft. Büsch habe den Menschen viel Würde geschenkt, sie an ihre eigene Würde erinnert. „Es gab Menschen, die gesagt haben, es war eine wohltuende, es war eine heilige, heilsame Atmosphäre im Gespräch“, erzählt die Gemeindereferentin. „Du bist authentisch, als Priester, als Mann, als Mensch.“ Immer wieder habe Büsch Menschen auf liebevolle Art angesprochen und ermutigt.  Er half ihnen, „das ans Licht zu holen, was sie bewegt, und damit in Berührung zu kommen“, so Daniels-Nieswand.

Zum Abschied überreicht sie Büsch unter anderem einen Strauß Rosen, die „Free Spirit“ heißen, „ denn das bist du! Du bist ein freier Geist in dieser Stadt, in diesem Land, in dieser Kirche! Behalte den freien Geist und möge da noch ganz viel erblühen. Behüte dich Gott!“

 

Hildegard Mathies

 

www.seelsorge-und-begegnung.de

 

Orgelfeierstunden im Kölner Dom: Weltweit Spitze

16. Juni 2021; ksd

Köln. Die Orgel gilt als Königin der Instrumente. Jedes Jahr ziehen die Orgelfeierstunden im Kölner Dom rund 15.000 Besucherinnen und Besucher an und sind damit die meistbesuchte Orgelkonzert-Reihe der Welt. In Corona-Zeiten kann bis zum 23. August live nur ein kleines Publikum dabei sein, online dafür umso mehr.

Die Orgelfeierstunden mit namhaften Organistinnen und Organisten finden in den Sommermonaten immer dienstags um 20 Uhr im Kölner Dom statt. Künstlerischer Leiter der Reihe ist Domorganist Winfried Bönig, der die Reihe kuratiert und auch selbst drei der Orgelkonzerte spielt.

 

Konzerte im Livestream

 

Auch in diesem Jahr wird wieder ein vielfältiges Programm dargeboten. Vom klassischen Programm mit Bach, Reger, Bruckner oder Messiaen wird ein Bogen gespannt bis hin zu weniger bekannten Werken der umfangreichen Orgelliteratur sowie Kostproben der eigenen Improvisationskunst. Die Organistinnen und Organisten kommen unter anderem aus München, Osnabrück, Saarbrücken, Hamburg und Basel.

Die Konzerte werden live übertragen von DOMRADIO.DE , EWTN.de sowie auf Facebook @koelnerdom & @koelnerdommusik.

Interessierte haben jeweils donnerstags ab 9 Uhr bis freitags, 23.59 Uhr unter www.koelner-dom.de/orgelfeierstunden die Möglichkeit, sich jeweils für die nächste Orgelfeierstunde am Dienstag zu registrieren, um automatisch an der Verlosung teilzunehmen. Jeden Samstag ab 17 Uhr werden alle Teilnehmenden informiert, ob sie ausgelost wurden oder nicht.

 

Hinweis: Zum Einlass muss der tagesaktuelle Nachweis des negativen Ergebnisses eines sog. Corona-Schnelltests oder alternativ ein Impf- beziehungsweise Genesenen-Nachweis vorgelegt werden.

 

Mehr unter www.koelner-dommusik.de

 

Im Beitrag auf Radio Köln erzählt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine, was die Orgelfeierstunden so besonders macht.

„Shalom Selfie“: XXL-Mosaik als Zeichen für ein friedliches und respektvolles Miteinander (bis 26. Juli Selfie einsenden)

14. Juni 2021; ksd

Köln. „SHALOM SELFIE – Zeigt Zusammenhalt!“ ist eine Gemeinschaftsaktion der Stadt Köln, der Synagogen-Gemeinde Köln und dem Kölner Forum für Kultur im Dialog e.V. Sie rufen im jüdischen Festjahr dazu auf, ein Zeichen zu setzen für eine offene, bunte und friedliche Gesellschaft, die zusammenhält. Es geht um Akzeptanz und Respekt – nicht nur im jüdischen Festjahr, sondern auch und gerade in Zeiten der Pandemie, in der unsere Gesellschaft auseinanderzudriften droht.

Kinder und Jugendliche – aber auch Erwachsene – sind eingeladen, bei „SHALOM SELFIE – Zeigt Zusammenhalt!“ mitzumachen: Egal ob mit Selfie, Foto oder selbstgestalteten Bild – alle sollen zeigen, wie wichtig Zusammenhalt im jüdischen Festjahr und vor allem in Zeiten der Corona-Pandemie ist.

Aus den vielen Einzelbildern entsteht ein XXL-Mosaik mit dem Schriftzug SHALOM + FRIEDEN FÜR ALLE. Das Plakat wird im Sommer in Köln öffentlich präsentiert. Mit diesem außergewöhnlichen Kunstprojekt von vielen wird ein weithin sichtbares positives Signal aus Köln gesendet, in der Stadt, in der vor 1700 Jahren zum ersten Mal jüdisches Leben nördlich der Alpen erwähnt wurde.

 

Stadtdekanat Köln unterstützt die Aktion

 

Warum er bei der Aktion mitmacht und warum das geplante Mosaik aus unzähligen Selfies am DOMFORUM hängen wird, erklärt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine auf Radio Köln. Für ihn ist es selbstverständlich, sich auch bei dieser Aktion gegen Antisemitismus zu engagieren.

 

Davidstern mit Halbmond, Rad und Kreuz vereint in einem Kunstprojekt

 

Eine Gruppe von jüdischen und nichtjüdischen Kindern hatten sich auf Einladung der Kölner Synagogen-Gemeinde in der Kölner Synagoge zu einem Workshop für das XXL-Mosaik getroffen. Auf kreative Art und Weise haben die Kinder den Davidstern (Judentum), das Kreuz (Christentum), der Halbmond (Islam) und das Zeichen für Buddhismus (Dharma Rad), aber auch das Peace-Zeichen oder die Regenbogenfahne in einem Schriftzug vereint. Im August 2021 wird der interkulturelle Schriftzug als XXL-Mosaik in Köln öffentlich präsentiert.

 

Bis zum 26. Juli kann man sein Bild hochladen unter:
www.shalomcologne.de/shalom-selfie

 

Engagiert für Flüchtlinge in Köln: Online-Präventionsschulung des Katholischen Bildungswerks für Ehrenamtliche (mit Zertifikat)

10. Juni 2021; ksd

Köln (kbw). Zu einer digitalen Schulung für Ehrenamtliche der Geflüchtetenarbeit, die Umgang mit Kindern, Jugendlichen sowie schutz- und hilfebedürftigen Erwachsenen haben, lädt das Katholische Bildungswerk Köln ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in dem Seminar über verschiedene Formen von Kindeswohlgefährdung und speziell über sexualisierte Gewalt gegen Heranwachsende informiert. Die Schulung umfass zwei mal vier Stunden und findet statt am Dienstag, 29. Juni, und Donnerstag, 1. Juli, jeweils von 17.30 bis 20.45 Uhr. Referentin ist Gabriele Leininger-Krings.

Folgende Themen sind Bestandteil der Schulung: 

– Wie erkenne ich eine mögliche Kindeswohlgefährdung in meinem Umfeld?  

– Wie kann ich bei einem konkreten Verdachtsfall intervenieren? 

– Wie handle ich präventiv umsichtig? 

 

Die Teilnahme an der gesamten Fortbildung wird durch ein Zertifikat bestätigt. 

 

Die Anmeldung  erfolgt über die Homepage www.bildungswerk-koeln.de

 

Das DOMFORUM ist wieder länger geöffnet / Wieder Führungen im Dom und in den romanischen Kirchen

10. Juni 2021; ksd

UPDATE (5. Juli): Die Corona-Pause ist (aktuell) vorbei, das Kölner DOMFORUM bietet wieder Führungen durch den Kölner Dom und die berühmten romanischen Kirchen der Stadt an. Dabei bekommen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch Zugang zu Bereichen, die sonst verschlossen und verborgen sind, erklärt Harald Schlüter, der stellvertretende Leiter des DOMFORUMs, im Beitrag für „Himmel & Erde“ auf Radio Köln. Das gilt auch für die aktuelle Domführung zur Sommerausstellung im DOMFORUM. Dabei geht es um antijüdische Darstellungen im und am Kölner Dom. Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine lädt ebenfalls dazu ein, jetzt in den Sommermonaten die Kirchen der Stadt neu zu entdecken. In einem weiteren Beitrag auf Radio Köln lädt Schlüter dazu ein, das Zusammenspiel von Kunst, Architektur, Glaube und Liturgie neu zu entdecken. Alle Infos gibt es im Flyer „Kölner Kirchen im Blick“.

 

UPDATE (23. Juni): Seit November hat es keine Führungen mehr durch den Kölner Dom gegeben. Jetzt, wo sich die Coronalage entspannt, sind wieder erste Termine mit Abstand und Maske geplant. Referent Harald Schlüter auf DOMRADIO.De über erste Schritte. Hier nachören. Und: Hier nachlesen. Auf Radio Köln erzählt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine mehr über die Wiederaufnahme der Führungen.

 

Köln (df). Seit Montag, 14. Juni, geht das DOMFORUM einen nächsten Schritt und verlängert seine coronabedingt verkürzten Öffnungszeiten wieder: von montags bis samstags, 9.30 bis 17 Uhr, und sonntags von 13 bis 17 Uhr ist das Foyer dann wieder zugänglich.

„Wir freuen uns, endlich wieder mehr Gäste empfangen zu können“, so das Team um Leiter Rainer Tüschenbönner. Zu den vielfältigen Angeboten zählen unter anderem Gespräche, Informationen zu Gottesdiensten im Dom und in den Innenstadtkirchen, zu Hilfsangeboten, die kirchliche und nichtkirchliche Träger den Menschen anbieten – aber auch Kaffee und Getränke. Die Stele „Ich bin immer da. Gott“, die ab Montag im Foyer zu sehen ist, möchte einen spirituellen Akzent setzen und zum Nachdenken und Austauschen einladen.

 

Führungen starten wieder

Ab Montag, 21. Juni, werden nach aktuellem Stand auch die Führungen wieder starten – am Kölner Dom und in den romanischen Kirchen. Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzverordnung ist die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrenzt. Für die öffentlichen Domführungen können Tickets ab sieben Tage vor Führungstermin im Foyer erworben werden. Für die Kirchenführungen ist eine Anmeldung erforderlich. Nähere Informationen unter www.domforum.de/kirchenfuehrungen

 

Offener Trauertreff startet wieder als Präsenzangebot 

Das Treffen für trauernde Menschen, die auf der Suche nach neuen Wegen und Lebensmöglichkeiten sind sowie Gespräch und Austausch suchen. Sie sind eingeladen, sich auszutauschen und die Trauer, den Schmerz und die Veränderung im Leben ohne den geliebten oder nahestehenden Menschen in Worte zu fassen. 

Die monatliche Gesprächsrunde des DOMFORUMs für Trauernde startet ab sofort wieder monatlich jeden zweiten Dienstag als Präsenzangebot. Erster Termin: Dienstag, 15. Juni, 16 bis 17.30 Uhr 

Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist begrenzt, eine telefonische Voranmeldung erforderlich: Montag bis Freitag, 10 bis 12 Uhr, sowie Montag bis Donnerstag, 14 bis 16 Uhr, unter Telefon 0221 92584720.

Trauertreff-Termine 2021:
15.6. / 13.7. / 10.8. / 14.9. / 12.10. / 09.11. / 14.12., jeweils 16 bis 17.30 Uhr

 

Meditation wieder als Präsenzangebot

„Innehalten – zur Ruhe kommen – Kraft in der Stille finden – der Sehnsucht nach lebendiger Spiritualität folgen“: dazu lädt das offene Meditationsangebot in der Tradition christlicher Kontemplation ein. Im gemeinsamen Meditieren – mit einführender Körperwahrnehmung, Textimpulsen und abwechselndem Sitzen und Gehen – entsteht ein Raum für Stille und Begegnung mit der göttlichen Wirklichkeit. 

Jeweils montags von 18 bis 19.30 Uhr (erster Termin 21. Juni), Ort: Raum 5.7 im DOMFORUM

Die Anzahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist begrenzt, eine telefonische Voranmeldung erforderlich: Montag bis Freitag, 10 bis 12 Uhr, sowie Montag bis Donnerstag, 14 bis 16 Uhr, unter Telefon 0221 92584720.

 

Leider können noch keine Präsenzveranstaltungen aus den Bereichen Musik, „Gott und die Welt“ sowie Kinder und Familien präsentiert werden. Unter „DOMFORUM zuhause“ bieten das DOMFORUM und das Katholische Bildungswerk Köln noch bis Ende Juni
eine Vielzahl von Diskussions- und Vortrags-Veranstaltungen online an: www.domforum.de/veranstaltungen/zuhause

„Wir sind ganz zuversichtlich, dass wir nach dem Sommer wieder mit den Präsenzveranstaltungen starten“, so Tüschenbönner, der beide Einrichtungen leitet.

Infos unter: www.domforum.de und https://bildung.erzbistum-koeln.de/bw-koeln/

 

Ausstellung in St. Maria Magdalena und Lazarus: „Eucharistie – oder: wovon wir leben“ (endet am 27. Juni)

8. Juni 2021; ksd

Köln. Werke des Künstlerehepaares Regine und Chin-fa Cheng sind aktuell in der Kapelle St. Maria Magdalena und Lazarus auf dem Kölner Friedhof Melaten ausgestellt. Unter dem Titel „E U C H A R I S T I E“ geht es um Facetten in chinesischer und europäischer Schriftkunst.

„Mittelpunkt der Schau ist die bleibende Gegenwart Gottes in der heiligen Eucharistie“, schreibt der „St. Maria Magdalenen-Verein Köln“ in einer Ankündigung. „Unter den Zeichen von Brot und Wein ist Jesus Christus, der Herr, hier und heute real-präsent in unserer Mitte. Wir schauen ihn an – und er schaut uns an.“ Dieses große Geheimnis könne man nur schwer in Worte fassen. Daher nähere sich die Ausstellung der Eucharistie in chinesischer und europäischer Schriftkunst. „Die gemalten Schriftzeichen greifen das auf, was Eucharistie für uns bedeutet: ,Heiliges Mahl' (Sheng Tsan), Herzstück der Liebe Gottes – das, wovon wir leben.“

 

Die Künstler

 

Regine Cheng, Jahrgang 1957, studierte Ostasiatische Kunstgeschichte und Sinologie in Heidelberg. Chin-Fa Cheng, Jahrgang 1948, studierte an der National Taiwan University chinesische Kunstgeschichte, Kalligrafie und Tuschmalerei. Seit 1983 arbeitet er als freischaffender Künstler, seit 2017 als Auftragsdozent für chinesische Kalligrafie an der Universität zu Köln.

 

Die Ausstellung ist an allen Juni-Wochenenden geöffnet, Samstag und Sonntag, je 15 bis 18 Uhr.

Beim Besuch der Ausstellung ist eine medizinische Gesichtsmaske zu tragen. In der Kapelle dürfen sich nur sechs Personen gleichzeitig aufhalten. Daher kann es eventuell zu Wartezeiten kommen.

 

Im Beitrag auf Radio Köln erzählt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine mehr über die Ausstellung und erklärt, warum es ihm wichtig, Künstlerinnen und Künstler zu fördern.­
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Fronleichnam am Kölner Dom: Stadtdechant Kleine über das Fest im zweiten Corona-Jahr (mit Audio)

2. Juni 2021; ksd

Update: Die Prozession der Sakramentengruppe um den Kölner Dom entfiel wegen des regnerischen Wetters.

 

Köln. Auch in diesem Jahr wird Fronleichnam aufgrund von Corona am Kölner Dom anders gefeiert als sonst. Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine erklärt auf Radio Köln und im Interview mit DOMRADIO.DE, wie die Feier in diesem Jahr gestaltet werden soll.

Die große Prozession wird in diesem Jahr entfallen, ebenfalls der Gottesdienst auf dem Roncalliplatz. Stattdessen wird das Pontifikalamt mit Kardinal Rainer Marias Woelki um 10 Uhr im Kölner Dom gefeiert. Geplant ist dann eine kleine Prozession um den Dom herum zu Vertreterinnen und Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und Institutionen wie etwa den Maltesern und der Feuerwehr. In alle vier Himmelsrichtungen wird dann der Segen für und über die Stadt gespendet, auch „damit wir gut durch die Krisen kommen“, so Kleine auf Radio Köln. Den Beitrag können Sie hier nachhören.

 

Auch im Magazin „Himmel & Erde“ auf Radio Köln ging es um Fronleichnam. Den Beitrag mit Stadt- und Domdechant Robert Kleine können Sie hier nachhören.

 

Blumenteppiche und Prozession durch die Weinberge

 

Im Interview mit DOMRADIO.DE erinnert sich Kleine auch an die Fronleichnamsfeste seiner Kaplanszeit in Bad Honnef: „Da war der Gottesdienst auf der Insel Grafenwerth zwischen den Bäumen“, so der Stadtdechant. „Und dann zog man durch die Weinberge und es gab Blumenteppiche. Die Motive habe ich mit der Jugend gelegt, da haben dann die Floristen Blätter geliefert. Also das war etwas!“

Die „bunte und vielfältige Prozession“ in Köln mit Orden, mit den Pfarrgemeinden der Innenstadt und mit den Gemeinden von Menschen anderer Muttersprache sowie zahlreichen gesellschaftlichen Gruppen und Vertretern der Innungen sowie Institutionen werde er vermissen, sagt der Kölner Stadtdechant. Die Pfarrgemeinden werden jetzt alle vor Ort ihre Gottesdienste anbieten. „Aber wir haben ja alle die Hoffnung, dass wir die Pandemie überwinden können und dass dann im nächsten Jahr wieder Normalität einkehren kann, auch im kirchlichen Bereich, im Jahreskreis und vor allem dann Fronleichnam“, hofft Stadtdechant Robert Kleine. „Denn die frohe Botschaft ist nicht eine Botschaft, die in den Kirchen bleibt, sondern sie will nach draußen, in die Welt getragen werden.“

 

Die Zugangskarten für das Pontifikalamt um 10 Uhr sind zwar ausgebucht, aber DOMRADIO.DE überträgt online. Der Gottesdienst kann dann auch in der Mediathek abgerufen werden.

  

Ein neues Logo für den Kölner Dom

1. Juni 2021; ksd

Köln (mk). Um den Kölner Dom und seine Einrichtungen mit einer zentralen, visuellen Klammer zu versehen, hatte das Domkapitel 2019 einen Corporate-Design-Wettbewerb ausgeschrieben. Jetzt hat Dompropst Msgr. Guido Assmann den neuen visuellen Auftritt des Domes vorgestellt, der aus diesem Wettbewerb und der anschließenden Zusammenarbeit mit der Agentur jäger & jäger aus Überlingen hervorgegangen ist. Er steht künftig offiziell für die Kölner Kathedrale und soll ihre Institutionen und Angebote „als starke Einheit“ zusammenhalten.

„Das Domkapitel hat sich vor einigen Jahren auf den Weg gemacht, um die verschiedenen Aspekte des Domes als Gotteshaus herauszustellen: als Ort des Glaubens, als Ort der Heiligen Drei Könige, als Ort der Kunst und Kultur, insbesondere aber als Ort des Willkommens“, so Assmann. Dieses Anliegen sei nun in ein aussagekräftiges und prägendes Markenzeichen übersetzt worden. „Ich freue mich, dass es der Agentur jäger & jäger gelungen ist, für uns ein Zusammenhalt stiftendes, unverkennbares Signet zu erarbeiten. Unser neues Logo ist der perfekte Botschafter für die Markenidentität des Domes. Es ist markant, zeitlos und wertig – und mit seiner einfachen, klar memorierbaren Form bestens geeignet, um die öffentliche Wahrnehmung der Marke ‚Kölner Dom‘ zu stärken. Zugleich schafft es einen starken Zusammenhalt zwischen dem Kölner Dom, dem Domkapitel, der Dombauhütte, der Dommusik, der Domseelsorge, der Domrendantur und dem Domshop, die bislang nicht durch eine einheitliche Markenkommunikation verbunden waren.“

 

Kommunikative Kraft der Kathedrale

 

„Die Aufgabenstellung, für den Kölner Dom und die dazugehörigen Institutionen eine visuelle Klammer zu finden, gehört mit zu den spannendsten und faszinierendsten Aufgaben überhaupt: Die Schaffung einer visuellen Identität für ein weltweit bekanntes Gotteshaus und Wahrzeichen“, sagt Regina Jäger, Mitinhaberin der Agentur jäger & jäger. „In der Herangehensweise an das neue Erscheinungsbild haben wir uns dazu entschieden, die weltweit bekannte Grundform der Westfront mit ihren Doppeltürmen und deren kommunikative Kraft nicht außer Acht zu lassen.“

Die Westfassade des Domes setzt sich im neuen Signet aus sieben gleichschenkligen Dreiecken zusammen. Die drei Dreiecke am Boden, die gemeinsam eine Krone bilden, stehen als Fundament des Signets für den Schrein der Heiligen Drei Könige, um den der Dom errichtet wurde. Die oberen beiden Dreiecke bilden die beiden Türme und ihre Spiegelung im Rhein nach. „Wenn man so will, folgt das Signet in seinem Aufbau der Historie des Kölner Domes“, erklärt Olaf Jäger. „Über dem Schatz entsteht – nicht an einem Stück – ein Dom, der in seiner Form deutlich erkennbar ist und gleichzeitig durch sein Facettenspiel Werte wie Beständigkeit, Weltoffenheit, Moderne und Zeitlosigkeit verkörpert.“

Die dazugehörigen Wortmarken, die den Kölner Dom und seine Institutionen ab jetzt kennzeichnen, enthalten „Bezüge zu Stilmitteln der gotischen Minuskel – und verweisen so auf den Baustil des Domes“, heißt es in der Pressemitteilung des Metropolitankapitels. „Gleichzeitig muten sie eigenständig, klar, offen und modern an.“

 

Mehr als 300 Bewerbungen im Design-Wettbewerb


Das neue Logo soll in der kommenden Zeit sukzessive in den einzelnen Bereichen und Abteilungen des Domes etabliert werden. „Ab heute kommt das neue Signet bereits in unserer Geschäftskommunikation, in unseren digitalen Medien, in ausgewählten Printpublikationen des Domes sowie auf Produkten des Domshops zum Einsatz“, sagt Assmann. „Andere Bereiche – wie die Neubeschilderung des Dom-Innenraums – folgen. Wir möchten das neue konsistente Gestaltungsbild sorgsam und Stück für Stück auf allen Ebenen etablieren. Das schafft Klarheit, erleichtert Besucherinnen und Besuchern die Orientierung und profiliert den Dom, seine Institutionen und seine Angebote als unverkennbare Einheit.“

Über 300 Agenturen aus aller Welt hatten sich im Frühsommer 2019 auf die Ausschreibung des Kölner Domkapitels gemeldet, um ein neues Erscheinungsbild für die Hohe Domkirche und ihre Organe zu konzipieren. Aus dem darauf folgenden Wettbewerb mit ausgewählten Gestaltungsbüros ging im Herbst 2019 die Agentur jäger & jäger aus Überlingen am Bodensee als Sieger hervor. In enger Abstimmung mit dem Domkapitel hat sie seither die neuen Gestaltungsrichtlinien für den Dom und seine Institutionen erarbeitet. Die auf Markenentwicklung spezialisierte Agentur gehört zu den meistausgezeichneten Designagenturen Deutschlands und war 2013 European „Design Agency of the Year“ .

 

Kirche und FC-Stiftung: Neue Ausgabestelle der Tafel an St. Franziskus in Weiden

31. Mai 2021; ksd/fc

Köln. In Weiden und den angrenzenden Stadtteilen Braunsfeld, Junkersdorf und Müngersdorf besteht eine Versorgungslücke für bedürftige Menschen. Eine neue Lebensmittel-Ausgabestelle der katholischen Kirchengemeinde St. Franziskus in Zusammenarbeit mit der Stiftung 1. FC Köln soll diese Lücke jetzt schließen. Eröffnet wurde sie jetzt von Kölns Stadtdechant Msgr. Robert Kleine, FC-Präsident Dr. Werner Wolf, FC-Geschäftsführer Alexander Wehrle und Pfarrer Jürgen Hünten. Mit dabei auch Matthias Wesseling vom Stiftungsrat sowie Frederick Becker und Thorsten Friedrich von der Stiftung des FC. 40 Ehrenamtliche werden hier tätig sein.

Werner Wolf und Alexander Wehrle packten mit an. Gemeinsam mit Claus Dillenburger, Vorstandsvorsitzender der Stiftung 1. FC Köln, Stiftungsratsmitglied Matthias Wesseling und Stadtdechant Robert Kleine, der Mitglied im Stiftungskuratorium ist, verteilten sie bei der Eröffnung Lebensmittel an Bedürftige. Doch zuerst hieß es: Kisten schleppen. Unter Anleitung der Helferinnen und Helfer der Kirchengemeinde St. Franziskus wurden die Lebensmittel ausgeladen, sortiert, gepackt und schließlich an die Bedürftigen verteilt.

„In Weiden und den angrenzenden Stadtteilen Braunsfeld, Junkersdorf und Müngersdorf gab es bislang noch eine Versorgungslücke für sozial schwache Menschen. Wir freuen uns, dass wir mit unserer Stiftung den Kölner Tafeln helfen konnten, diese Versorgungslücke mit einer weiteren Ausgabestelle zu schließen“, sagte Wolf. Die FC-Stiftung unterstützt die Kirchengemeinde bei der Selbstorganisation der Ausgabestelle.

Pfarrer Jürgen Hünten: „Mit der Einrichtung der Essensausgabe in Weiden versuchen wir, die Botschaft unseres Pfarrpatrons Sankt Franziskus umzusetzen, der sich für die Menschen am Rande der Gesellschaft eingesetzt hat.“

Im Interview mit Radio Köln hat Stadtdechant Msgr. Robert Kleine verraten, ob er für den Klassenerhalt des FC eine Kerze im Kölner Dom angezündet hat. Außerdem erklärt er, warum die Arbeit der FC-Stiftung „erstklassig“ ist und er deshalb gerne im Kuratorium mitarbeitet.

 

Bereits seit März 2020 kooperiert die Stiftung 1. FC Köln mit der Kölner Tafel und den angeschlossenen Ausgabestellen, um den Ausfall der Lebensmittelversorgung für Bedürftige zu verhindern. Viele Ausgabestellen in Deutschland hatten zu Beginn der Corona-Pandemie zwischenzeitlich schließen müssen. Grund dafür war vor allem, dass ein überwiegender Teil der Ehrenamtler der Tafel und deren Ausgabestellen ältere Menschen sind.

Der FC und die Stiftung 1. FC Köln schickten Unterstützung, um die Tafel Köln und alle Ausgabestellen nach und nach wiederzueröffnen: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des FC sprangen zwischenzeitlich bei 20 Ausgabestellen aushilfsweise ein. Heute unterstützt die Stiftung 1. FC Köln noch zehn Ausgabestellen, die in Kooperation mit der Kölner Tafel stehen

Bereits im vergangenen November eröffnete der FC gemeinsam mit der Kirche in Sülz-Klettenberg eine Ausgabestelle an der Kirche St. Karl Borromäus. Diese ist – anders als die neue Ausgabestelle – eine FC-eigene Institution. In Weiden unterstützt die FC-Stiftung die Kirchengemeinde. Weitere Ausgabestellen sollen folgen.

 

www.fc.de

 

Stadt- und Kreisdechanten sehen in Apostolischer Visitation eine Chance für das Erzbistum Köln / Auch Kölner Domkapitel begrüßt Visitation

28. Mai 2021; ksd

Update (9. Juni): Um die Lage im Erzbistum Köln und die Situation rund um Kardinal Rainer Maria Woelki unter die Lupe zu nehmen, hat Papst Franziskus zwei Apostolische Visitatoren beauftragt, eine Untersuchung im Erzbistum Köln durchzuführen. Sie sollen die pastorale Krise und die Krise rund um die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der Kirche begutachten. Anfang Juni haben Kardinal Anders Arborelius (Stockholm) und Bischof Hans van den Hende (Rotterdam und Vorsitzender der Niederländischen Bischofskonferenz) ihre Arbeit aufgenommen. Was diese Entscheidung des Papstes bedeutet und ob er auch zum Gespräch eingeladen wird, erzählt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine im Beitrag auf Radio Köln. Den Beitrag können Sie hier nachhören.

 

Köln. Die Stadt- und Kreisdechanten, die am Pfingstmontag in einem Schreiben an den Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki ihre tiefe Sorge über die Krise im Erzbistum sowie Kritik am weiteren Vorgehen nach Veröffentlichung des Missbrauchsgutachtens zum Ausdruck gebracht haben, begrüßen die jetzt von Papst Franziskus angeordnete Apostolische Visitation des Erzbistums Köln. Sie sehen in dem Schritt eine Chance, erklärte der Sprecher der Konferenz, der Wuppertaler Stadtdechant Dr. Bruno Kurth, gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). 14 von 15 Dechanten hatten das Schreiben an Woelki unterzeichnet, zwölf von ihnen hatten den Kardinal am Freitag zu einem rund zweieinhalbstündigen Gespräch getroffen. Es sei ein offener und ehrlicher Austausch gewesen, so Kurth. Die Dechanten –  die obersten katholischen Repräsentanten auf Stadt- und Kreisebene – seien bereit, Woelki wie bislang „beratend zur Seite“ zu stehen, erläuterte Kurth. „Aber zur Seite stehen bedeutet ja Loyalität und auch Kritik und das offene, ehrliche Wort“, sagte der Wuppertaler Stadtdechant gegenüber der KNA.

 

Kleine: „Jetzt im Miteinander weiterkommen“

 

Kölns Stadtdechant Msgr. Robert Kleine sagt in einem Statement über die Untersuchung: „Die Visitation eröffnet die Möglichkeit, dass mit einem klaren und unbefangenen Blick von außen auf die Missbrauchsaufarbeitung und auf die pastorale Situation im Bistum geschaut wird.“ Als Visitatoren wurden der Erzbischof von Stockholm, Kardinal Anders Arborelius, und der Vorsitzende der Niederländischen Bischofskonferenz sowie Bischof von Rotterdam, Johannes van den Hende, bestellt. Die beiden Visitatoren sollen bereits Anfang Juni ihre Arbeit aufnehmen.

Im Gespräch mit Woelki habe er, wie auch die anderen Stadt- und Kreisdechanten, in offenen Worten „über meine Wahrnehmung der augenblicklichen Situation im Stadtdekanat und in der Öffentlichkeit gesprochen“, so Kleine. Ihn erreichen immer wieder Anfragen und Zuschriften, in denen Gläubige, aber auch viele Haupt- und Ehrenamtliche ihre Sorgen, ihre Kritik und ihr Leiden an der aktuellen Lage ausdrücken. Zu den Kernaufgaben der Stadt- und Kreisdechanten gehört es, zwischen den Gemeinden und dem Erzbischof für einen Interessenausgleich zu sorgen. „Es ist wichtig, dass wir jetzt im Miteinander weiterkommen“, betont der Kölner Stadtdechant, der auch Domdechant und Mitglied des Domkapitels ist, „damit uns die Menschen hoffentlich irgendwann wieder ihr Vertrauen schenken.“

 

Picken: „Tabulos über Gründe und Lösungen für Krise sprechen“

 

Der Bonner Stadtdechant Wolfgang Picken hofft laut der Nachrichten-Agentur, dass durch die Apostolische Visitation Glaubwürdigkeit zurückgewonnen werde. Das bedürfe nicht nur der Bereitschaft der Bistumsleitung, Verantwortung zu übernehmen, sondern auch der Offenheit aller im Erzbistum, die Zukunft konstruktiv und im Miteinander zu gestalten, sagte er der KNA. Dabei müsse tabulos über Gründe und Lösungsansätze für die vorliegende Krise gesprochen werden. Eine Visitation könne aber nur ein erster Schritt sein, dem ein langer Prozess der Aufarbeitung und Konsolidierung folgen werde, betonte Picken.

 

In Kürze soll ein weiteres Gespräch zwischen den Stadt- und Kreisdechanten des Erzbistums Köln und Kardinal Woelki stattfinden. An dem Gespräch hatten auch Weihbischof Rolf Steinhäuser und Generalvikar Dr. Markus Hofmann teilgenommen.

 

Kölner Domkapitel begrüßt die Apostolische Visitation

 

Das Metropolitankapitel der Hohen Domkirche Köln begrüßt die Anordnung einer Apostolischen Visitation im Erzbistum Köln durch Papst Franziskus. „Uns liegt die Kirche im Erzbistum Köln mit all ihren Gläubigen am Herzen“, so Dompropst Msgr. Guido Assmann in einer am Samstag verbreiteten Stellungnahme. „Deshalb stehen wir als Kapitel, aber auch als einzelne Kapitulare, den Visitatoren selbstverständlich zum Gespräch zur Verfügung.“ Gleichzeitig werde das Kapitel die Visitation auch im Gebet um Einheit und Frieden begleiten.

  

Stadtdechant Robert Kleine ruft an Pfingsten zu Gemeinschaft auf – gegen Ungeist und Feindseligkeit in Kirche und Gesellschaft

23. Mai 2021; ksd

Köln. In Kirche und Gesellschaft herrscht derzeit ein „Un-Geist“ des Gegeneinanders und der Anfeindungen, konstatierte Kölns Stadtdechant Msgr. Robert Kleine in seiner Predigt am Pfingstsonntag. In der Basilika der Kölner Stadtpatronin, St. Ursula, appellierte Kleine daran, gemeinsam den richtigen Weg zu suchen, um den Herausforderungen und Anfragen der Zeit zu begegnen. Vor allem für die Kirche gelte es, in Gemeinschaft und mit neuer Strahlkraft Angst, Resignation und das Gegeneinander zu überwinden.

Mit Blick auf die jetzt von Papst Franziskus angekündigte zweijährige weltweite Synode unter dem Leitwort „Für eine synodale Kirche: Gemeinschaft, Partizipation und Mission“ sagte der Stadtdechant: „Wie schön wäre es, wenn auch die Bischofskonferenz ein solches Zeichen geben und sagen würde: ,Wir in Köln, Passau, Regensburg, wir Osnabrücker, Hamburger und Berliner, wir alle versuchen gemeinsam – und zwar mit dem Volk – Gottes große Taten zu verkünden.‘ “ Es gehe nicht darum, sich im Recht zu fühlen und auf seinem vermeintlichen Recht zu beharren, sondern darum, auch andere Meinungen zu hören und zu verstehen. Es sei nicht schlimm, in der Kirche miteinander zu ringen, solange man sachlich diskutiere, sich austausche, und dann gemeinsam zu Ergebnissen komme.

 

Gemeinschaft statt Schisma

 

„Wo ist die Begeisterung?“, fragte Kleine mit Blick auf die Kirche von heute. Er habe das Gefühl, dass viele in der Kirche resignativ seien. Es sei die Rede von einem Riss, von Spaltung und von einem Schisma, „und es geht doch eigentlich darum, gemeinsam Leib Christi zu sein“, betonte Kleine. Dabei gehe es nicht um Gleichschaltung und Gleichmacherei, sondern darum, dass jeder Mensch in seinem Lebensbezug, aus seiner Sozialisation sowie auf seinem Lebens- und Glaubensweg den Geist Gottes spüren und sich von Gottes Botschaft ansprechen lassen könne. „Das ist doch der Auftrag der Kirche, dafür zu sorgen, dass in unserer Zeit Menschen sich ansprechen lassen von diesem Angebot der Frohen Botschaft, dass sie sich anstecken lassen von dem Glauben an einen Gott, der die Liebe ist“, sagte der Stadtdechant. Doch manchmal habe er das Gefühl, „dass das auch innerhalb unserer Kirche so gar nicht mehr gesehen wird, sondern dass alles in eine Form gepresst werden muss“ .

 

Feindseligkeit prägt das gesellschaftliche Klima

 

Kleine nahm nicht nur die Kirche in den Blick, sondern auch das aktuelle gesellschaftliche Klima, das vor allem auch durch das Internet und die Sozialen Medien von Gegeneinander, Anfeindungen und Feindesligkeit geprägt sei. Online sei es für viele Menschen leicht, ihren gesamten Hass herauszulassen, zumal dies oft anonym und ohne Angabe des realen Namens möglich und somit einfach sei. Es treffe beispielsweise Politiker, Virologen oder den Nachbarn. „Während das früher die sogenannten Stammtischparolen waren, die aber nur die mitbekamen, die am Stammtisch saßen, ist das alles jetzt in der Welt und bleibt dort.“

Gleiches gelte für die Medien, kritisierte Kleine, ohne ausdrücklich Medienschelte betreiben zu wollen. Aktuell werde veröffentlicht, was an Informationen tatsächlich oder vermeintlich vorhanden sei, oft würden dabei auch die Namen von Betroffenen genannt. Wer sich dagegen wehre und seine eigene Sicht darstellen wolle, werde oft kaum wahrgenommen. „Die Zeitung mit den großen Buchstaben haben tausende gelesen, die Darstellung, wie man selber das sieht, hören nur wenige.“

 

Lebendiger Geist und neue Aufbrüche

 

Am Anfang des biblischen Pfingstereignisses standen für die Jünger Jesu Angst und Resignation, erinnerte Kleine. Sie hatten sich mit Jesu Mutter Maria eingeschlossen aus Furcht, ihnen könne ein ähnliches Schicksal drohen wie Christus selbst. „Doch dann kommt der Geist Gottes, der Funke und die Begeisterung springen über, es weht ein neuer Wind.“ Die Jünger werden innerlich befreit und sind in der Lage, so zu allen Menschen zu sprechen, dass jeder sie versteht.

Diese Begeisterung sollte sich in der Kirche fortsetzen durch die Jahrtausende, so Kleine. Doch es habe immer wieder auch Zeiten gegeben, in denen von dieser Begeisterung nichts zu spüren gewesen sei. Sei es, weil man „satt und selbstzufrieden“ war, sei es bedingt gewesen durch äußere Umstände wie gesellschaftliche Umbrüche, etwa die Säkularisation, oder Revolutionen. „Und doch war der Geist stärker“, sagte der Stadtdechant. „Und die Kirche ist eben nicht untergegangen.“ In den unterschiedlichsten Regimen und Herrschaftsformen sei sie lebendig geblieben. „Immer wieder bricht sie sich Bahn. Wir haben es in unserem Land auch erlebt, in der damaligen DDR, oder wenn wir nach Russland schauen, dass das Christentum sich dort bewahrt hat, im Kleinen meist, aber mit Begeisterung.“ Diesen lebendigen Geist und neue Aufbrüche wünscht der Kölner Stadtdechant der Kirche und den Gläubigen von heute.

  

Multireligiöses Gebet für den Frieden im Nahen Osten am 26. Mai // Stadtdekanat Köln und ACK gegen Antisemitismus

13. Mai 2021; ksd

UPDATE (26. Mai): AmMittwoch, 26. Mai, sind Juden, Christen und Muslime zu einem multireligiösen Gebet zum Gedenken an die Opfer des Konflikts im Nahen Osten und für den Frieden eingeladen. Die Teilnehmenden können sich dazu um 18 Uhr online in Gedanken und im Gebet treffen.  

„Es ist sehr zu begrüßen, wenn Juden, Christen und Muslime im Gebet der Opfer des Konflikts gedenken und für den Frieden in der Region beten“, sagt Weihbischof Rolf Steinhäuser, Bischofsvikar für Ökumene und Interreligiösen Dialog im Erzbistum Köln. „Als gläubige Menschen müssen wir uns gemeinsam für Frieden und Verständigung und gegen Hass und Ausgrenzung einsetzen.“ (pek)

Zu der Aktion ruft der Verein Christlich-Islamische Gesellschaft auf. Die Texte zum gemeinsamen Gebet finden Sie hier.

 

UPDATE (18. Mai): Einladung zur Teilnahme an der Kundgebung gegen Antisemitismus am 20. Mai auf dem Kölner Heumarkt

 

Am Donnerstag, 20. Mai, veranstaltet ein Bündnis, zu dem unter anderem die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gehört, eine Kundgebung gegen Antisemitismus auf dem Heumarkt. Dabei geht es um ein Zeichen der Solidarität mit den Jüdinnen und Juden in Deutschland und Israel sowie weltweit. Beginn ist um 17.30 Uhr. Das Katholische Stadtdekanat Köln lädt dazu ein, an der Kundgebung (unter Einhaltung der Corona-Regeln) teilzunehmen. Diakon Jens Freiwald, Mitglied im Vorstand der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, sagt dazu:

 

„Aus Anlass des gewalttätigen Konflikts in Israel-Palästina kommt es auch bei uns zu antisemitischen und anti-israelischen Aktionen. Mit großer Sorge haben wir die antisemitischen Anschläge an der Bonner Synagoge und an anderen Orten in Nordrhein-Westfalen zur Kenntnis nehmen müssen. Auf Demonstrationen werden Sprechchöre für die faktische Vernichtung Israels skandiert und in den Sozialen Medien kommt der Antisemitismus auch aus der Mitte unserer Gesellschaft wieder verstärkt zum Vorschein.

Einen politischen Konflikt zum Anlass von Hass und Menschenfeindlichkeit zu nutzen und ein jüdisches Gotteshaus anzugreifen oder zu beschädigen, beschämt uns zutiefst. Alle demokratischen Kräfte in unserer Stadt und in unserem Land müssen nun zusammenstehen und darüber wachen, dass dem Antisemitismus nicht erneuter Raum erwächst.

Deshalb rufen wir dazu auf, sich am 20. Mai 2021 um 17.30 Uhr an einer Kundgebung auf dem Heumarkt zu beteiligen, zu der unter anderem die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit aufgerufen hat. Wir möchten damit ein Zeichen gegen jede Form des Antisemitismus und für den Frieden in Israel-Palästina setzen.“

 

Zu den Sprechern auf der Kundgebung wird auch der Vorsitzende der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit gehören, Professor Jürgen Wilhelm.

 

Stadtdechant Robert Kleine und ACK Köln verurteilen Angriffe auf Synagogen und Antisemitismus

 

Köln (ksd/apk). Kölns Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Köln (ACK) verurteilen die Angriffe auf Synagogen in Bonn und Münster sowie Antisemitismus.

Die ACK brachte in einem Brief an die jüdischen Gemeinden in Köln ihre Bestürzung über die Taten zum Ausdruck. „Wir möchten Ihnen und der ganzen jüdischen Gemeinschaft in Köln, in Bonn und in Deutschland unsere Anteilnahme angesichts dieses durch nichts zu rechtfertigenden Tun ausdrücken“, schrieb der Vorstand der ACK. „Wir sehen es als wichtiges Zeichen der Partnerschaft von Christen und Juden an, Ihnen auch in dieser schweren Zeit zur Seite zu stehen, unseren Gott um Frieden und Versöhnung zu bitten und nicht nachzulassen, für eine Gesellschaft einzutreten, in denen wir in Respekt und Nachbarschaft zusammen leben können.“

Der Kölner Stadtdechant Msgr. Robert Kleine bezog in den Sozialen Medien klar Position. Er schrieb: „Ich verurteile die antisemitischen und gewalttätigen Angriffe auf Synagogen in Bonn und Münster. Als katholische Kirche stehen wir solidarisch an der Seite der jüdischen Gemeinden in Köln und unserem ganzen Land und verurteilen den israelbezogenen Antisemitismus. Gewalt gegen Gotteshäuser und Gläubige ist durch nichts zu rechtfertigen.“

 

Stellungnahme der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit

 

In einer Stellungnahme verurteilte auch Professor Jürgen Wilhelm, Vorsitzender der Kölnischen Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, die antisemitischen Vorfälle auf Schärfste. „Erneut werden in NRW lebende Juden und Jüdinnen sowie Orte jüdischen Lebens bedroht und als Stellvertreter Israels angegriffen. Das ist unerträglich und politisch nicht zu rechtfertigen“, so Wilhelm. „Die Kölnische Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit verurteilt diese antisemitischen Angriffe. Unsere Gedanken sind bei den Betroffenen und wir stehen solidarisch an der Seite der Jüdinnen und Juden.“

Wilhelm berichtet dabei auch von einem Vorfall in Köln, bei dem Ende April die Gedenk-Stolpersteine für Max, Lina und Marga Rosa Kochmann in der Ehrenstraße 19 mit den Buchstaben „BDS“ beschmiert. Dabei handele es sich um die Abkürzung der Bewegung „Boycott, Divestment and Sanctions“, „die aufgrund ihrer Versuche, den jüdischen Staat grundsätzlich zu delegitimieren, ihn in seiner Existenz bedroht“, betonte Wilhekm. Zu Recht habe der Bundestag die Vereinigung als antisemitisch eingestuft. „Diese Tat bezieht die Ablehnung des Staates Israels auf Kölner und Kölnerinnen, die noch vor der Gründung Israels im Zuge der Schoa ermordet wurden. Dies zeugt nicht nur von einem massiven sekundären Antisemitismus und einer Relativierung des Holocausts, sondern auch einer Gleichsetzung von allem Jüdischen mit Israel – sogar ex-post“, so Wilhelm.

 

Stadtdechant Kleine an Christi Himmelfahrt: „Christus hat kein anderes Herz als das unsere, um die Menschen zu lieben“

13. Mai 2021; ksd

Köln. „Das Fest Christi Himmelfahrt ist keine Vertröstung auf das Jenseits, sondern Herausforderung zum Aufbruch im Jetzt.“ In seiner Predigt in der „Stadtkirche“ St. Ursula rief Kölns Stadtdechant Robert Kleine dazu auf, gerade an Christi Himmelfahrt den Blick nicht auf das Jenseits oder den Himmel zu lenken, sondern „auf unsere eigene Berufung, auf unsere Bestimmung, unsere Sendung hier auf der Erde und in diesem Leben“. Und die ist eindeutig: Von Christus ist jede und jeder gesandt, zu allen Menschen und in die ganze Welt, um die Frohe Botschaft nicht nur zu verkünden, sondern selbst zu leben, zu verkörpern.

Msgr. Kleine erzählte vom Kreuz in der St.-Ludgeri-Kirche in Münster. Im Zweiten Weltkrieg verlor der Corpus Christi beim Bombenangriff 1944, der auch die Kirche traf, seine Arme. Nach dem Krieg habe die Gemeinde bewusst entschieden, den Corpus nicht zu restaurieren. Auf dem Querbalken des Kreuzes steht nun: „Ich habe keine anderen Hände als die euren.“ Für den Stadtdechanten kommt darin die wesentliche Dimension von Christi Himmelfahrt und von Jesu Auftrag zum Ausdruck: „Es ist an uns, in seinem Namen zu handeln und sein Werk auf Erden fortzusetzen. Wir können Christi Liebe spürbar werden lassen, wenn wir andere an unserem Glauben und an unserer Hoffnung teilhaben lassen“ , so Kleine. „Wir können etwas von ihm erfahrbar machen, indem wir anderen und einander in Offenheit und Vertrauen begegnen. Wir können ein Stück Himmel schaffen, indem wir anderen helfen, für andere da sind.“

 

Botinnen und Boten der Liebe sein

 

Jesus habe diesen Auftrag an die Jüngerinnen und Jünger und in ihrer Nachfolge an alle Menschen immer wieder in Bildern beschrieben: „Wir sind Licht der Welt, wir sind Salz der Erde, wir sollen ein Sauerteig sein, wir sollen Werkzeuge des Friedens sein, Botinnen und Boten der Liebe.“ Es geht für Christinnen und Christen darum, den Himmel für die Menschen auf Erden schon ein Stück weit erlebbar zu machen, damit die Frohe Botschaft von niemandem für leeres Geschwätz gehalten werden müsse, sagte Kleine. „Da wird uns einiges zugemutet, aber auch zugetraut. Gott traut uns das zu.“

So wie die junge Kirche damals, nach der Himmelfahrt Jesu, auf sich gestellt, aber nicht alleingelassen gewesen sei, so gehe es auch der Kirche und den Gläubigen von heute. Christus bleibt durch seinen Geist bei den Menschen und durch ihn und seine Liebe ist auch Gott selbst immer bei den Menschen. Und so kann sich auch der Mensch zutrauen, was Gott ihm zutraut: „Christus hat keine anderen Hände als die deinen, um anderen Menschen zu helfen, zu heilen und Gutes zu tun. Christus hat keine anderen Füße als die deinen, um auf andere Menschen zuzugehen und sie auf ihrem Weg zu führen, auf dem Weg zu Christus. Christus hat keine anderen Augen als die deinen, um andere Menschen anzusehen und Ansehen zu schenken. Christus hat keinen anderen Mund als den deinen, um Menschen von ihm zu erzählen und die Gute Botschaft weiterzutragen. Christus hat kein anderes Herz als das deine, um die Menschen zu lieben. Christus hat kein anderes Herz als das unsere, um Menschen zu lieben.“

 

Aktuelle Audio-Beiträge: Das Vringsveedel entdecken und mit Paderborn Libori feiern

12. Mai 2021; ksd

Auf Soundcloud veröffentlichen wir Radio- und Audio-Beiträge mit dem Kölner Stadt- und Domdechanten Msgr. Kleine sowie weiteren Akteur*innen aus dem Stadtdekanat Köln.

 

Libori light 2021: Was Paderborn und Köln gemeinsam haben – und was nicht

 

Libori – das ist für Paderborn die fünfte Jahreszeit wie es der Karneval für Köln ist. Der heilige Liborius ist für Dom, Stadt und Erzbistum der Schutzpatron. Normalerweise wird rund um seinen Gedenktag, den 27. Juli, eines der größten und ältesten Volksfeste Deutschlands gefeiert, das jährlich fast zwei Millionen Besucherinnen und Besucher anzieht. Doch coronabedingt heißt es in diesem Jahr: „Libori light“ (bis 1. August 2021). Im Beitrag auf Radio Köln erklärt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine, was Liborius und die Heiligen Drei Könige gemeinsam haben. Und was nicht: während bei der Liboriuswallfahrt die ganze Stadt an der Pader im Ausnahmezustand ist, kann man das für Köln nicht ganz behaupten. Aber, so Kleine: „Mer muss och jünne künne.“ Und Träumen darf man sowieso. Mehr unter www.libori.de

  

Das Kölner Vringsveedel lädt zum Entdecken ein

 

Köln hat 86 Stadtteile – und noch ein paar mehr Veedel, Stadtviertel. Inmitten des pulsierenden Vringsveedels im Süden steht die große romanische Kirche St. Severin. Dort verbinden sich die Ursprünge christlichen Lebens in Köln mit dem Glaubensleben der Gegenwart. Gegründet im vierten Jahrhundert, ein Schätzchen in der Kölner Südstadt. Im Beitrag auf Radio Köln erzählt der Kölner Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine, warum sich ein Besuch im Viertel und in der Kirche lohnt. „Mit dem ganzen Umfeld, den umliegenden kleinen Gassen, ist das wirklich ein Erlebni.“ Die Seversinskirche kann man zum Beispiel bei einer Führung erleben, die das sogenannte Sacrarium – die Schatzkammer – und Ausgrabungen einschließt. Zu buchen über das Kölner DOMFORUM.

 

Was der kölsche Köbes mit dem heiligen Jakobus zu tun hat

 

In den Brauhäusern der Stadt werden die Gäste traditionell von einem Köbes bedient, so nennt man in Köln die Bedienung im Brauhaus. Auch traditionell: die Köbesse sind eher von einer ruppigen Art. Doch unter der rauen Schale steckt oft ein herzlicher Kern. Am Sonntag, 25. Juli, sollte man einfach mal selbst besonders nett zu seinem Köbes sein. An diesem Tag feiert die Kirche den Apostel Jakobus. Was das mit dem Köbes zu tun hat? Das erklärt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine im Beitrag auf Radio Köln: Seit Jahrhunderten pilgern Menschen zum Grab des Apostels in Santiago de Compostela. Viele mussten sich unterwegs etwas verdienen. In Köln haben viele im Brauhaus gearbeitet. „Und weil man nicht wusste, wie die heißen, nannte man sie einfach Jakobusse – op Kölsch Köbesse“, so Kleine. Wer aufmerksam durch die Domstadt geht, kann an vielen Stellen Spuren der Jakobspilger beziehungsweise des Jakobsweges entdecken. Übrigens ist auch der Kölner Dom eine Station des Jakobsweges.

 

Besuch beim heiligen Gereon und seiner in Köln einzigartigen Kirche

 

Der heilige Gereon ist einer der Kölner Stadtpatrone. Als römischer Soldat war er an den Rhein gekommen und in der Nähe von Köln ist er der Überlieferung nach im Jahre 304 enthauptet worden, weil er sich weigerte, an der Christenverfolgung teilzunehmen und selbst Christ war. Eine der zwölf romanischen Kirchen trägt Gereons Namen; hier befindet sich auch seine Grablege. Im Hof erinnert ein monumentaler Kopf aus Stein daran, wie Gereon getötet wurde. Im Beitrag auf Radio Köln erklärt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Kleine, warum sich ein Besuch der Basilika lohnt: „ Der Chorraum ist ein Oktogon, ein achteckiger Bau – und das ist einzigartig in Köln“, so Kleine. Auch sonst gibt es jede Menge zu entdecken, zum Beispiel bei einer der Führungen, die das DOMFORUM anbietet (etwa am 24. Juli 2021 um 10 Uhr, mehr unter www.domforum.de/kirchenführungen).

 

Kardinal Woelki und Erzbistum Köln unter der Lupe: Apostolische Visitation

Um die Lage im Erzbistum Köln und die Situation rund um Kardinal Rainer Maria Woelki unter die Lupe zu nehmen, hat Papst Franziskus zwei Apostolische Visitatoren beauftragt, eine Untersuchung im Erzbistum Köln durchzuführen. Sie sollen die pastorale Krise und die Krise rund um die Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der Kirche begutachten. Anfang Juni haben Kardinal Anders Arborelius (Stockholm) und Bischof Hans van den Hende (Rotterdam und Vorsitzender der Niederländischen Bischofskonferenz) ihre Arbeit aufgenommen. Was diese Entscheidung des Papstes bedeutet und ob er auch zum Gespräch eingeladen wird, erzählt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine im Beitrag auf Radio Köln.

 

Was das Rücktrittsangebot von Kardinal Marx für die Kirche bedeutet

Am 4. Juni hallte es wie ein Paukenschlag durch die katholische Kirche: der Münchner Kardinal Reinhard Marx, in der Vergangenheit lange Jahre der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Präsident der Europäischen Bischofskonferenzen COMECE, gab bekannt, dass er Papst Franziskus seinen Rücktritt angeboten habe. Die Kirche sei an einem toten Punkt, Veränderungen und vor allem die Übernahme persönlicher Verantwortung von Amtsträgern im Zuge der Missbrauchsaufarbeitung dringend geboten. Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine wurde von Radio Köln dazu befragt, wie er diesen Schritt wahrgenommen hat. Den Beitrag können Sie hier nachhören.

 

Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine erklärt im Beitrag auf „Radio Köln“ , warum die Kirche an Pfingsten Geburtstag feiert. Und auch wenn die Kirche in Köln derzeit nicht nur Grund zum Feiern hat, macht der Stadtdechant Mut und appelliert an die Christinnen und Christen von heute, die Hoffnung nicht aufzugeben. Er erinnert auch daran, dass jede und jeder etwas bewegen kann.

 

Der Kölner Dom ist nicht nur ein Wahrzeichen für die Stadt am Rhein, sondern als UNESCO-Weltkulturerbe weltweit bekannt. Warum es ab dem 1. Juni ein neues Logo für den Dom und die ihm angeschlossenen Institutionen gibt, erklärt Kölns Dom- und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine auf Radio Köln.

 

Im Mai geht es außerdem um die Wohnungslosenseelsorge im Gubbio , um den Zusammenhang von Christi Himmelfahrt und Vatertag sowie um 30 Jahre Radio Köln. Alle Beiträge wurden auf Radio Köln ausgestrahlt.

 

Weitere Themen und Beiträge mit Stadtdechant Robert Kleine finden Sie auf seinem Soundcloud-Kanal.

 

„Du erneuerst das Angesicht der Erde“: Renovabis-Pfingstaktion

11. Mai 2021; ksd

Freising. „DU erneuerst das Angesicht der Erde. Ost und West in gemeinsamer Verantwortung für die Schöpfung“: So lautet das Leitwort für die diesjährige Kampagne von Renovabis im Mai. Es ist zugleich das Jahresthema der Solidaritätsaktion der deutschen Katholiken mit den Menschen in Mittel- und Osteuropa.

„Wir wollen für den Reichtum unserer Schöpfung sensibilisieren und zugleich zu ökologisch verantwortlichem Handeln motivieren – ganz im Sinne der Enzyklika Laudato si‘ von Papst Franziskus“ , sagt Renovabis-Hauptgeschäftsführer Pfarrer Christian Hartl. Zugleich wolle Renovabis aufzeigen, vor welchen Herausforderungen die Menschen im Osten Europas nach Jahrzehnten erst kommunistischer Planwirtschaft und dann kapitalistischer Marktwirtschaft beim Umwelt- und Klimaschutz stehen.

 

Der Aufruf der deutschen Bischöfe

 

Die deutschen Bischöfe rufen zur Unterstützung der Aktion auf. Im Wortlaut:

Liebe Schwestern und Brüder, die Erde schreit auf, weil sie missbraucht und verwundet wird. So drastisch beschreibt Papst Franziskus in seiner Enzyklika „Laudato si’ “ die Situation unseres Planeten. Auch im Osten Europas gibt es viele Wunden: Die anhaltende Strahlenverseuchung in Belarus und der Ukraine durch die Tschernobyl-Katastrophe, die hohe Luftverschmutzung in Polens Kohlerevieren oder die Mülldeponien in Albanien sind nur einige Beispiele. Allmählich aber spüren viele Menschen, wie sehr wir uns durch die Zerstörung der Umwelt selbst schaden: Wir betrügen uns um saubere Luft, trinkbares Wasser und fruchtbaren Boden. Besonders leiden darunter stets die Armen.

„DU erneuerst das Angesicht der Erde. Ost und West in gemeinsamer Verantwortung für dieSchöpfung“ : Mit diesem Leitwort richtet die diesjährige Pfingstaktion von Renovabis den Blick auf die ökologischen Probleme und Herausforderungenrungen im Osten Europas. Die Covid-19-Pandemie hat uns einmal mehr unsere Verletzlichkeit gezeigt – und auch wie abhängig unsere Gesellschaften voneinander sind.

Wir alle bewohnen ein gemeinsames Haus, wie Papst Franziskus immer wieder formuliert. Deshalb sind wir gemeinsam gefordert, die Schöpfung zu bewahren. Gerade auch die Christen wissen sich hier berufen. Denn der Glaube an „Gott, den Schöpfer des Himmels und der Erde“ verbindet uns in Ost und West und überall auf der Welt. Wir im Westen werden dabei beschenkt durch eine reiche Schöpfungsspiritualität, die in den orthodoxen und katholischen Kirchen des Ostens gepflegt wird. Nehmen wir gemeinsam unsere Verantwortung wahr!

Wir Bischöfe bitten Sie herzlich: Unterstützen Sie die Menschen in Mittel-, Südost- und Osteuropa durch Ihr Interesse, Ihr Gebet und eine großzügige Spende bei der Kollekte am Pfingstsonntag.

 

Kollekte und Spenden

 

Am Pfingstsonntag, 23. Mai, wird in allen Gottesdiensten für die Renovabis-Aktion gesammelt. Spenden sind auch online oder per Überweisung möglich.

 

Spendenkonto:

Renovabis

LIGA Bank eG
IBAN: DE24 7509 0300 0002 2117 77
BIC: GENODEF1M05

 

www.renovabis.de

  

Katholikenausschuss fordert von Bistumsleitung ethisch-moralisches Handeln und Auseinandersetzung mit eigener Verantwortung

4. Mai 2021; ksd

Köln. Der Katolikenausschuss in der Stadt Köln fordert in einer Stellungnahme mit dem Titel „Wo sind wir denn?“ den Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Maria Woelki, und Generalvikar Dr. Markus Hofmann bei der Aufarbeitung von und im Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs auch ethisch-moralische und christliche Maßstäbe anzulegen. Man sei „entsetzt und geradezu fassungslos“ über eine TV-Stellungnahme von Hofmann in einem aktuell in den Medien aufgegriffenen Fall. „Der Generalvikar hatte in dem Fernsehinterview festgestellt, das gemeinsame Masturbieren eines Priesters mit einem damals 17-jährigen Jungen im Schatten des Kölner Doms sei weder nach staatlichen noch kirchenrechtlichen Normen strafbar gewesen. Deshalb habe der Vorfall auch keinen Anlass gegeben, diesen Priester nicht in eine verantwortliche Position zu berufen“, schreibt das Gremium in seiner Stellungnahme. Und weiter: „Die Einlassung belegt, dass die Verantwortlichen offenbar nur in straf- oder kirchenrechtlichen Verteidigungsstrategien denken. Ethisch-moralische oder gar christliche Wertmaßstäbe spielen aus opportunistischen Selbsterhaltungsreflexen in der Kirchenleitung offenbar keine Rolle mehr; erlaubt ist, was nicht verboten ist. Ist das unser Anspruch? So etwas darf nicht passieren – nicht einmal unbedacht.“

 

Vertrauen und Glaubwürdigkeit

 

So werde „letztes Vertrauen in der Öffentlichkeit“ vernichtet. „lSelbst besonnene und nachsichtige Gläubige, denen eine Abwendung von der Kirche nie in den Sinn gekommen wäre, sind entsetzt. Die Menschen sehnen sich nach guten Hirten, zugewandten und tatkräftigen Verantwortungsträgern, aufmerksamen Priestern, achtsamen Gesprächspartnern und glaubwürdigen Streitern für die Sache Jesu“, erklärt der Katholikenausschuss.

Die Geduld der Kirchenmitglieder sei aufgebraucht, betont das Gremium. Daher fordert die Vertretung der Kölner Katholikinnen und Katholiken im Wortlaut:

 

Der Katholikenausschuss fordert daher Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki, und seinen Generalvikar Msgr. Dr. Markus Hofmann auf,

– endlich öffentlich vernehmbar als glaubwürdige Hirten eine glaubhafte Auseinandersetzung mit der eigenen Verantwortung für Fehlentwicklungen und Fehlverhalten vorzunehmen und dabei

– endlich ernsthaft zu prüfen, ob sie entgegen der allgemeinen Wahrnehmung und objektiven Einschätzung überhaupt willens und in der Lage sind, die selbstangerichteten katastrophalen Probleme und Fehler zu beseitigen und 

– endlich die Katholikinnen und Katholiken wissen zu lassen, warum sie glauben, für den dringend erforderlichen Veränderungsprozess noch die richtigen Personen zu sein. Nahezu jede ihrer Handlungen, jede Verlautbarung der letzten Wochen und Monate vermittelt genau den gegenteiligen Eindruck. Die Einschätzung, richtig gehandelt zu haben, haben die Verantwortungsträger derzeit exklusiv; und

– endlich klare und präzise Verantwortlichkeiten in der erzbischöflichen Organisation zu definieren und einzurichten und die eingetretenen Fortschritte regelmäßig und nachvollziehbar öffentlich zu kommunizieren. Veränderungen in Prozessen und eigenem Verhalten sind nicht ansatzweise erkennbar; und

– endlich die verharmlosende Darstellung und Herangehensweise bei sexuellem Fehlverhalten von Priestern und sonstigen Personen, die im kirchlichen Dienst stehen, zu beenden;

– endlich aufzuhören, die Verantwortung für Fehlentwicklungen bei anderen zu suchen; ohne alte Sprichwörter zu bemühen, aber das Problem fehlerhafter und schlechter Aufarbeitung liegt ohne Zweifel in der Spitze der Organisation;

– endlich die feudale Gestik gegenüber gewählten Personen und Gremien einzustellen. Sie sind bereit, in einen offenen Dialog einzutreten – sei es im Zusammenhang mit dem Missbrauchsskandal, dem Pastoralen Zukunftsweg, dem Synodalen Weg oder anderen Punkten, die Katholiken bewegen, wie die verachtende und unchristliche Ablehnung der Segnung von Menschen und vieles mehr.

 

Die gesamte Stellungnahme können Sie hier nachlesen.

 

www.katholikenausschuss.de

 

Petrus von Mailand und die Kölner Brauer / 625 Jahre Bruderschaft (Video)

29. April 2021; ksd

Im Video erzählt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine, warum er am Gedenktag des Petrus von Mailand in einem Kölner Brauhaus zu Gast ist. Gemeinsam mit dem Patron der Brauer wünscht er allen Gottes Segen und ein Ende der Corona-Pandemie.

Petrus von Mailand war ein Dominikaner, der um 1205/6 bis 1252 lebte. Er ist Patron der Kölner Brauer, die auch eine „St. Peter von Mailand-Bruderschaft“ unterhalten. Sie wurde vor 625 Jahren das erste Mal urkundlich erwähnt.

 

Auf Radio Köln gibt es außerdem einen Beitrag zum Nachhören. Auch hier geht es um die Verbindung zwischen Mailand und Köln.

Kölner Europagespräche digital: Schicksalswahl für Europa? Podium zur Bedeutung Europas im Bundestagswahlkampf

29. April 2021; ksd

Köln (df). Mit dem Ende der Ära Merkel steht auch die Rolle Deutschlands in Europa auf dem Prüfstand. Neue Leitlinien aus dem Kanzleramt werden neue europapolitische Impulse nach sich ziehen. Die Kanzlerkandidat*innen der Parteien bringen dabei unterschiedliche Perspektiven auf Europa mit, die von ihrer Biografie ebenso geprägt werden wie von ihrer Parteizugehörigkeit. Wofür also steht Europa im Bundestagswahlkampf? Wo wird mit Europa gepunktet, wer hat Integrationsideen, wo wird ein Kurswechsel erkennbar? Und insbesondere: welche Erwartungen haben unsere europäischen Nachbarn an die Nachfolge Merkels im Kanzleramt? Um diese und weitere Fragen geht es bei den Kölner Europagesprächen, die am Dienstag, 4. Mai, in digitaler Form stattfinden.

Auf dem Programm steht ein Impulsvortrag zu den europapolitischen Positionen der Parteien im Bundestagswahlkampf von Dr. Isabelle Borucki, Universität Siegen / „NRW School of Governance“ (Duisburg). Es folgt eine Diskussion mit Borucki sowie Professor Dr. Christian Lequesne, SciencesPo (Paris), und Professor Dr. Johannes Pollak, „Webster Vienna Private University“ (Wien) / Institut für Europäische Politik (Berlin). Das Publikum ist eingeladen, sich zu beteiligen.

Beginn ist um 19.30 Uhr.

 

Info und Anmeldung bei Dr. Clemens Breuer: breuer@bildungswerk-koeln.de, Telefon 0221 92584756.

 

Veranstalter: Centrum für Türkei- und EU-Studien (CETEUS) der Universität zu Köln; Europäisches Dokumentationszentrum Köln; Europa-Union Köln; Katholische Arbeitnehmer-Bewegung, Stadtverband Köln; Stiftung ZASS der KAB Deutschlands; Stadt Köln; Katholisches Bildungswerk Köln; Amt für Weiterbildung/Volkshochschule

 

„So etwas darf in unserem Land nicht geschehen“: EFL Köln kritisiert Abschiebung einer albanischen Familie und fordert die Rückholung

27. April 2021; ksd

Köln (efl). Obwohl sowohl die Härtefallkommission als auch der Petitionsausschuss des Landes Nordrhein-Westfalen eine Aufenthaltserlaubnis für eine aus Albanien nach Deutschland geflüchtete Frau und ihre Kinder empfohlen hatten, wurde die Familie von der lokalen Ausländerbehörde Ende der vergangenen Woche abgeschoben. Die Katholische Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) Köln, die in diesem Fall die Flüchtlingsberatung der Diakonie an Sieg und Rhein unterstützt hat, kritisiert in einer Stellungnahme die Abschiebung und die dabei angewandten „ menschenverachtenden Methoden“ aufs Schärfste. Die Einrichtung fordert zudem eine Rückholung der von Gewalt bedrohten und suizidgefährdeten Frau sowie ihrer minderjährigen Kinder nach Deutschland.

 

Die Stellungnahme der EFL im Wortlaut:

 

In der Ehe-, Familien- und Lebensberatung suchen uns auch Menschen auf, die aus unterschiedlichen Gründen aus ihrem Heimatland geflüchtet sind und in unserem Land Schutz suchen. Sie haben Schlimmes erlebt: Krieg, Gewalt in der eigenen Familie, sexuelle Gewalt, Unterdrückung, Verfolgung und Mord. Schmerz, Trauer und Angst, oft verbunden mit einer Posttraumatischen Belastungsstörung, prägen ihr Leben. Nicht immer werden ihre Fluchtgründe de jure anerkannt, aber jede einzelne Lebensgeschichte ist geprägt davon, wie sehr diese Menschen Gefahren ausgesetzt waren und es bei einer Rückkehr in ihr Heimatland erneut wären.

Die Aufnahme in Deutschland hilft ihnen zunächst, der akuten Bedrohung zu entkommen und materielle Unterstützung zu erhalten. Beengte Unterkünfte, Sprachbarrieren, fehlende Ausbildungs- und Arbeitserlaubnis, sowie die oft jahrelange Ungewissheit, ob sie bleiben können, verstärken dann aber wieder ihr Erleben von Ohnmacht und Hilflosigkeit.

In der psychologischen Beratung geben wir Hilfestellung, die seelische Gesundheit zu stabilisieren, mit dem Schrecken der Erlebnisse umzugehen und allmählich Selbstwert und Selbstvertrauen zurückzugewinnen. Oft stehen wir dabei mit großem Respekt vor der Überlebensleistung dieser Klienten.

Unsere Arbeit wird jedoch massiv erschwert durch die Ungewissheit und die oft zermürbende Vorgehensweise in den Asylverfahren. Was aber jetzt in Siegburg geschehen ist, macht uns fassungslos. Es ist Ausdruck tiefster Menschenverachtung gegenüber der betroffenen Familie.

Es ist zudem respektlos gegenüber der Arbeit derer, die sich tagtäglich für die Linderung der Not und die Integration dieser schutzbedürftigen Menschen einsetzen: Mitarbeitende von Integrationsdiensten, Fluchtunterkünften und Beratungsstellen, Ärzte, Psychotherapeuten, Rechtsanwälte und ehrenamtlich Tätige.

Kinder überfallartig noch vor dem Morgengrauen im Kinderheim aus ihren Betten heraus abzuholen und den jugendlichen Sohn in Handfesseln aus der Wohnung abzuführen, die akut behandlungsbedürftige Mutter ebenfalls in der Nacht aus dem Schutz einer psychiatrischen Klinik zu reißen, das löst erneut schwere Traumata bei allen Familienmitgliedern aus und hinterlässt bei ihnen tiefe Spuren der Verletzung.

Für diese Mutter und ihre drei Kinder bleibt unsicher, ob sie diese behördliche Maßnahme überleben und jemals bewältigen werden. Sowohl die Härtefallkommission als auch der Petitionsausschuss des Landes haben in diesem Fall aus humanitären Gründen einhellig ein Bleiberecht empfohlen. Wie konnte es dennoch zu solch einer Abschiebung kommen? So etwas darf in unserem Land nicht geschehen!

 

Auch die Diakonie an Sieg und Rhein hat gegen die Abschiebung protestiert.

  

Kölns Stadtdechant Robert Kleine befürwortet die Ausgangssperre und appelliert ans Solidargefühl. Mit Video zur Lage von Wohnungslosen.

21. April 2021; ksd

Köln. Seit Mitte April gilt in Köln eine Ausgangssperre von 21 Uhr abends bis fünf Uhr morgens. Im Interview mit DOMRADIO.DE äußert Kölns Stadtdechant Robert Kleine Verständnis für die Maßnahme und appelliert an die Vernunft der Menschen. „Ich sehe nur die Zahlen auf den Intensivstationen und sehe, dass wir diese Pandemie weiter oder neu in den Griff bekommen müssen. Deshalb finde ich alles, was eine Ansteckung und Ausweitung verhindern kann, gut“, so Msgr. Kleine. Die meisten Corona-Maßnahmen träfen seiner Einschätzung nach jene, die vernünftig seien, um die Pandemie einzudämmen. Umso wichtiger sei es, in Solidarität zusammenzustehen.

„Es geht darum, dass wir verhindern, dass es in unserer Stadt keine freien Intensivbetten mehr gibt“, betont der Stadtdechant. „Es gab am Freitag noch 23 und man stelle sich vor, es hat jemand einen Herzinfarkt, es gibt einen Unfall. Da sind wir wirklich auf einer Gratwanderung.“ Die Maßnahmen seien „immer ein Einschnitt in die Freiheit, die wir lieben“. Doch „es ist doch nur noch für die Zeit, bis wirklich so viele geimpft sind, dass man lockern kann“, ist Kleine überzeugt.

 

Gottesdienste aufrecht erhalten

 

Auf die Frage, ob es aktuell wieder nur Online-Gottesdienste geben sollte, sagte Kleine dem Kölner Sendeportal: „Gottesdienste fallen (unter die Religionsfreiheit) und ich glaube, da gilt dasselbe wie bei der Demonstrationsfreiheit. Man muss alle Regeln einhalten. Ich habe noch nicht gehört, dass von einem der Gottesdienste etwas Negatives ausgegangen ist. Wenn Sie unsere Gottesdienste anschauen, sind die in allen Bestimmungen entsprechend der Coronaschutzverordnung. Viele Menschen kommen auch nicht, die dann eben über den Stream und digital mitfeiern. Ich glaube, dass wir so einen guten Modus gefunden haben. Das betrifft ja nicht nur die christlichen Kirchen, sondern auch die Synagogen-Gemeinde, die Moscheen-Gemeinden. Da hält man sich in der Regel an die Vorschriften und fährt damit ganz gut.“

 

Das ganze Interview können Sie hier nachlesen und hier nachhören.

 

Wie an vielen Orten und Gebäuden in der Stadt wird während der Ausgangssperre auch die Beleuchtung des Kölner Doms abgeschaltet.

 

Kölner Wohnungslose werden weiter versorgt

 

Wie geht es denen, die kein Zuhause haben in der Ausgangssperre? Was passiert mit der abendlichen Essensausgabe am Appellhofplatz für die Kölner Wohnungslosen, die auf rund 6000 Menschen geschätzt werden? Darüber hat DOMRADIO.DE eine Reportage gedreht in der unter anderem die katholische Wohnungslosenseelsorgerin Schwester Christina Klein vom Gubbio, einer Einrichtung des Stadtdekanats, zu Wort kommt.

   

European Solidarity Challenge am 23. April: Online-Benefiz-Konzert für Menschen auf der Flucht – mit Cat Ballou, Höhnern, Kasalla und vielen mehr

21. April 2021; ksd

Freiburg. Mehr als 25 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt werden am Freitagabend, 23. April, in der Online-Musikgala „European Solidarity Challenge“ ihre Fans mit einem Video begeistern. Mit dabei sind: Peter Maffay, Michael Patrick Kelly, Tom Gregory, die Höhner, Gil Ofarim, Cat Ballou, Kasalla, Zweierpasch, Judy Bailey und viele mehr.

Das virtuelle Benefiz-Konzert wird im zweiten Jahr von der Jugendaktion „Wir gegen Rassismus“ im Bistum Trier und Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, veranstaltet. Bei der Challenge treten die Musikerinnen und Musiker nicht gegeneinander an, sondern setzen sich mit ihrem bunten Musikmix von Rock und Pop bis Gospel und HipHop gemeinsam für Geflüchtete in Not ein.

 

Spendenziel 50.000 Euro

 

Ziel der Aktion ist es, Spenden im Wert von mindestens 50.000 Euro für die weltweite Flüchtlingshilfe von Caritas international zu sammeln. „80 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, so viele wie nie zuvor“, erinnert Oliver Müller, Leiter von Caritas international, an die Dimension dieser Krise. „Wir kümmern uns in zahlreichen Projekten um diese Menschen, die vielfach alles verloren haben. Zum Beispiel in Syrien, in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln, im Südsudan oder in den Rohingya-Camps in Bangladesch. Ich bin den vielen Künstler_innen und Beteiligten der European Solidarity Challenge sehr dankbar, dass sie uns durch ihr Mitwirken dabei unterstützen, die Situation der Menschen zu verbessern.“

 

Das Charity-Konzert wird am Freitag, 23. April, ab 20 Uhr auf der Webseite www.caritas-international.de/challenge2021 und dem Facebook-Kanal von Caritas international zu sehen sein. 

 

Spenden können direkt online getätigt oder auf das Spendenkonto von Caritas international überwiesen werden:

 

Caritas international

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02
BIC: BFSWDE33KRL
Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe

 

 

 

Erinnerung an den Brand von Notre-Dame – Hilfe für den Wiederaufbau kommt auch aus Köln (mit Audio)

14. April 2021; ksd

Köln. Vor zwei Jahren, am 15. März 2019, schockierten die Bilder der brennenden Kathedrale Notre-Dame de Paris die Welt. Noch heute wissen viele Menschen, wo sie waren, als sie von dem verheerenden Feuer erfuhren. In den Sozialen Medien und am TV verfolgten viele live, wie der Brand die Kathedrale zum Einsturz zu bringen drohte. Spontan versammelten sich nicht nur in Paris Menschen im Gebet für das Wahrzeichen von Paris sowie vor allem auch für die Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei.

Im Beitrag auf Radio Köln erinnert sich der Kölner Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine daran, wie er die Brandnacht erlebte. Auf Twitter und Facebook schrieb er damals: „Furchtbare Bilder der Brand-Katastrophe. Notre-Dame hat so viele Parallelen zum Kölner Dom: Haus Gottes, gotische Kathedrale, Wahrzeichen der Stadt, weltbekanntes Bauwerk, Weltkulturerbe. Es tut weh. Meine Gedanken sind in Paris. Besonders bei denen, denen Notre-Dame Heimat ist.“

Am Folgetag läutete der Kölner Dom, wie viele Kathedralen, zur Mittagszeit in Solidarität für die Schwesterkirche in Frankreich. Bis heute fließt aus der Domstadt am Rhein Hilfe und Unterstützung für Notre-Dame nach Paris. Im Beitrag auf Radio Köln erzählt Stadtdechant Kleine auch davon. Koordinatorin der deutschen Hilfe für Notre-Dame ist die frühere Kölner Dombaumeisterin, Professorin Dr. Barbara Schock-Werner. Und ihr Amtsnachfolger Peter Füssenich engagiert sich mit der Dombauhütte besonders für die Glasfenster der Pariser Kathedrale. Einige der Fenster waren bei dem Brand vollständig zerstört, andere stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Wie durch ein Wunder blieben die weltberühmten Rosettenfenster erhalten.

Die akute Einsturzgefahrt der Kathedrale gilt nach Einschätzung von Experten mittlerweile als gebannt. Der Wiederaufbau wird noch Jahre, womöglich Jahrzehnte dauern. Hilfe und Solidarität aus der ganzen Welt, fachlich und konkret vor allem auch von vielen Dombauhütten, sollen dabei helfen.

 

Auf DOMRADIO.DE können Sie ein Interview mit Professorin Schock-Werrner nachlesen. 

 

 

Ökumenischer Gottesdienst für Verstorbene der Pandemie (18. April) / Interreligiöses Gedenken in Köln im September

13. April 2021; ksd

Berlin/Köln. Am Sonntag, 18. April, findet auf Einladung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier die zentrale Gedenkveranstaltung für die Verstorbenen der Corona-Pandemie statt. Dem staatlichen Gedenken geht ein ökumenischer Gottesdienst an diesem Tag um 10.15 Uhr in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche voraus. Er steht unter dem Leitwort „Trauern und Trösten“ und wird live in der ARD übertragen. Auch das Kölner DOMRADIO.DE streamt den Gottesdienst. Die Stadt Köln und der Rat der Religionen haben sich für ein interreligiöses Gedenken im September entschieden. Die evangelische und die katholische Jugend in Köln beteiligen sich am 18. April mit einem Online-Flashmob am nationalen Gedenken.

 

Regierungs- und Religionsvertreter in Berlin

 

Zu dem Gottesdienst am 18. April in Berlin laden der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, gemeinsam mit dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), Erzpriester Radu Constantin Miron, ein. Im Gottesdienst wirken auch Vertreter jüdischen und muslimischen Glaubens mit.

Coronabedingt ist die Teilnehmerzahl stark begrenzt. Beim Gottesdienst werden die Spitzen der Verfassungsorgane vertreten sein: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesratspräsident Reiner Haseloff und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Stephan Harbarth. Außerdem nimmt der Regierende Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, teil.

Anhand der biblischen Geschichte vom Weg der Jünger Jesu nach Emmaus (Lk 24) will der Gottesdienst Gelegenheit zur Besinnung und zum Abschiednehmen geben und in der Hoffnung bestärken. Als Gäste sind auch Hinterbliebene eingeladen, ihre Trauer über den Verlust von Angehörigen stellvertretend für viele zum Ausdruck zu bringen.

 

Gebetsaufruf von Generalvikar Markus Hofmann für den 18. April

 

Dr. Markus Hofmann, Generalvikar des Erzbistums Köln, lädt die Gemeinden und alle Gläubigen dazu ein, sich dem zentralen Gedenken am kommenden Sonntag im Gemeindegottesdienst oder bei der Übertragung des Fernsehgottesdienstes anzuschließen: „Beten wir für die Menschen, die an Covid 19 gestorben sind, und lassen wir die, die um sie trauern, nicht allein! Wie der Gott des Lebens die Jünger auf ihrem Weg nach Emmaus begleitet hat, so begleite er auch die Trauernden auf ihrem Weg und schenke ihnen neue Hoffnung. Beten wir außerdem gemeinsam um eine neue Perspektive und Zuversicht in dieser Pandemie“, so Hofmann.

Der Gebetsaufruf kann hier zum Nachhören oder Mitbeten abgerufen werden.

 

Ökumenischer Online-Flashmob der Jugend am 18. April

 

Die Evangelische Jugend in Köln und Umgebung plant in Kooperation mit dem BDJK, dem Jugendpastoralen Zentrum Crux und dem Kölner Jugendring einen Online-Flashmob, um der Corona-Opfer zu gedenken und den Helfenden zu danken. Hierzu sind alle Menschen sowie die Kirchen, Organisationen, Vereine und Institutionen eingeladen, auf Instagram unter den Hashtags #mehralszahlen und #wirgedenken ein Bild mit einer Kerze zu posten und zusätzlich persönliche Worte zu teilen.

In ihrer Ankündigung schreibt die Jugend:

Bis heute sind weltweit mehr als 2,6 Millionen Menschen und in Deutschland knapp 74.000 Menschen an und mit dem Coronavirus gestorben. In Köln belaufen sich die Todesopfer auf 566 Menschen (Stand: 24. März 2021). Häufig werden diese Toten als reine Fallzahlen und Statistiken mitgeteilt. „Hinter jeder Zahl stehen jedoch Menschen mit ihren Angehörigen, Freundinnen und Freunden, Menschen mit ihren Geschichten und Erlebnissen. Jede Zahl bringt so vieles mit sich: Hoffnung, Verzweiflung, Trauer, Wut, Liebe und Dankbarkeit“, so Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst. In diesem Sinne soll an die Verstorbenen online erinnert werden und der Dank an die Helfenden auf diese Weise sichtbar gemacht werden.

Mehr unter www.jupf.de und hier auf der Aktionsseite

 

Zentrales interreligiöses Gedenken in Köln am 21. September

 

Die Initiative des Bundespräsidenten für einen bundesweitern Gedenktag für die Corona-Opfer wurde von der ACK Köln, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, in Absprache mit Oberbürgermeisterin Henriette Reker in den Kölner Rat der Religionen eingebracht. Dahinter stand die gemeinsame Überzeugung, dass ein Gedenken in Köln interreligiös gestaltet sein sollte. Reker hat zudem den Vorsitz im Rat der Religionen, einer gemeinsamen Initiative der Stadt und der Religionsgemeinschaften in Köln.

Aufgrund der geltenden Infektionsschutzbestimmungen, die zudem verdeutlichten, dass die Pandemie keineswegs beendet sei, habe der Rat der Religionen entschieden, nicht den 18. April für ein gemeinsames Gedenken vorzusehen, sondern das jährlich stattfindende „Gebet der Religionen“ am Dienstag, 21. September, dafür zu nutzen. Wir werden Sie rechtzeitig über alles Weitere informieren.

  

„Woche für das Leben“ vom 17. bis 24. April

13. April 2021; ksd

Bonn (dbk). „Die Corona-Pandemie verlangt unserer Gesellschaft viele Maßnahmen sozialer Distanz ab. Sie sind notwendig, um Leben zu schützen und machen umgekehrt bewusst, wie unerlässlich die Begleitung verletzlicher Menschen ist“, heißt es in der Einladung zur ökumenischen „Woche für das Leben“, die vom 17. bis 24. April stattfindet. Die Sorge um schwer kranke und sterbende Menschen steht im Mittelpunkt der diesjährigen Aktionswoche der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Unter dem Motto „Leben im Sterben“ widmet sich die Woche den seelsorglichen, medizinischen und ethischen Aspekten einer menschenwürdigen Sterbebegleitung. „Die Aufklärung über die vielfältigen Möglichkeiten der Hospiz- und Palliativversorgung nimmt im Kontext der aktuellen Debatte um den assistierten Suizid einen besonderen Stellenwert ein“, so die Veranstalter. 

 

Eröffnungsgottesdienst im Livestream

 

Zum Auftakt findet am Samstag, 17. April, um 10.30 Uhr ein ökumenischer Gottesdienst im Augsburger Dom statt. Er wird von Bischof Dr. Georg Bätzing (Vorsitzender der DBK), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm (Ratsvorsitzender der EKD) sowie Regionalbischof Axel Piper (Kirchenkreis Augsburg) und Bischof Dr. Bertram Meier (Augsburg) gefeiert.

Der ökumenische Gottesdienst wird auf verschiedenen Seiten live übertragen: 

 

Internetseite Woche für das Leben: www.woche-fuer-das-leben.de

 

Facebookseite der Deutschen Bischofskonferenz: https://www.facebook.com/dbk.de 

 

Facebookseite des Bistums Augsburg: https://www.facebook.com/bistumaugsburg

 

Internetseite des Bistums Augsburg: www.bistum-augsburg.de

  

ZOOM-Konferenz mit Diskussion

Nach dem Gottesdienst folgt um 12 Uhr eine digitale Zoom-Konferenz mit Vertretern aus Kirche, Politik und Wissenschaft, die unter dem Thema „Leben im Sterben – und wie?! Perspektiven im Gespräch“ steht. Der Bayerische Staatsminister für Gesundheit und Pflege, Klaus Holetschek, spricht ein Grußwort. Professorin Dr. Claudia Bausewein, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Palliativmedizin und Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin der Universität München, führt in das Thema ein. 

Ethische und seelsorgliche Perspektiven diskutieren Professor Dr. Frank Ulrich Montgomery (Vorstandsvorsitzender des Weltärztebundes), Weihbischof Dr. Anton Losinger (Mitglied im Bayerischen Ethikrat) und Professor Dr. Traugott Roser (Professor für Praktische Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster). Die Moderation der Veranstaltung übernimmt Ursula Heller vom Bayerischen Rundfunk.

 

Interessierte können sich bis Donnerstag, 15. April, 12 Uhr, anmelden über www.woche-fuer-das-leben.de

 

Die Woche für das Leben findet zum 26. Mal statt. Seit 1994 ist sie die ökumenische Initiative der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland zur Anerkennung der Schutzwürdigkeit und Schutzbedürftigkeit des menschlichen Lebens in allen Phasen. Die Aktion, die immer zwei Wochen nach Karsamstag beginnt und eine Woche dauert, will jedes Jahr Menschen in Kirche und Gesellschaft für die Würde des menschlichen Lebens sensibilisieren.

 

Unantastbare Würde des Menschen

 

Im Vorwort zum Themenheft der diesjährigen Woche für das Leben schreiben Bätzing und Bedford-Strohm: „Wir wollen noch konsequenter als bisher einen bedarfsgerechten Ausbau der palliativen und hospizlichen Begleitung sowie eine umfassende Kultur des Lebens in unserer Gesellschaft fördern.“ Die Kirchen tragen eine gemeinsame Verantwortung mit vielen anderen Akteuren der Hospiz- und Palliativversorgung, die davon überzeugt sind, dass Menschenwürde mit dem Schutz des Lebens einhergeht: „Der Mensch (ist) in jeder Phase seines Lebens von Gott und von uns als Christinnen und Christen angenommen. Gott hat den Menschen nach seinem Bild geschaffen. Aus der Gottebenbildlichkeit des Menschen folgt für uns Christen seine unantastbare Würde, die uns verpflichtet, für den Schutz jedes menschlichen Lebens einzutreten. Dazu gehört es, Kranken und ihren Angehörigen in ihrer herausfordernden Situation beizustehen.“ Die Bischöfe betonen: „Diese Perspektiven möchten wir stark machen, gerade auch vor dem Hintergrund der sich in Deutschland zurzeit verändernden Gesetzeslage hinsichtlich des Lebensendes.“

 

Zur palliativen und seelsorglichen Begleitung von Sterbenden hat die Deutsche Bischofskonferenz aktuell auch ein Grundlagenpapier veröffentlicht.

 

  

„In Verbindung bleiben“: Bundesweiter Tag der Bahnhofsmission am 17. April

12. April 2021; ksd

Köln (bhm). Der bundesweite Tag der Bahnhofsmission am Samstag, 17. April, steht in diesem Jahr unter dem Motto „In Verbindung bleiben“. Fast klingt es paradox unter den Pandemie-Vorgaben mit Kontaktbeschränkungen und Distanz. Um so wichtiger ist es, Verbindungen zu halten. Mit Abstand und Maske können sich zurzeit vier Gäste und ein zusätzlicher „Notfall“ in der Kölner Bahnhofsmission an Gleis 1 aufhalten. Zur Ruhe kommen, sich aufwärmen, im Gespräch bleiben, weitergehende Unterstützung vermittelt bekommen – dieses Angebot im Zentrum der Stadt durch die gesamte Zeit der Pandemie hindurch aufrecht zu erhalten, ist ein Meilenstein in der mehr als 120-jährigen Geschichte der Bahnhofsmission Köln.

Darüber hinaus sind immer wieder Zweierteams der Bahnhofsmission im und rund um den Kölner Hauptbahnhof ansprechbar für die Anliegen der Menschen. Gut erkennbar an den blauen Westen geben sie Informationen, spenden Trost, haben ein offenes Ohr für die Menschen, so auch am Tag der Bahnhofsmission von 10 bis 16 Uhr.

Auch das Team der ökumenisch betriebenen Bahnhofsmission Köln bleibt untereinander in Verbindung. Aktuell sind 78 Ehrenamtliche konsequent digital im Austausch mit Hauptamtlichen, Honorarkräften, Freiwilligen und Praktikant*innen. Diese Verbindung ist Basis für die täglichen Öffnungszeiten in Präsenz von 9 bis 17 Uhr auf Gleis 1E.

Mehr unter www.bahnhofsmission-koeln.de

 

Katholikenausschuss und BDKJ engagieren sich gemeinsam für bezahlbaren Wohnraum

8. April 2021; ksd

Köln. Die Delegierten der Vollversammlung des Kölner Katholikenausschusses stärken dem Bund der katholischen Jugend (BDKJ) in der Stadt Köln mit einem einstimmigen Votum in seinem Vorhaben, Wohnen für junge Menschen bezahlbarer und lebenswerter zu machen. Die im BDKJ zusammengeschlossenen Jugendverbände fordern, dass „die katholische Kirche in Köln endlich bezahlbaren Wohnraum und damit Lebensraum für junge Menschen schafft“.

BDKJ-Vorstand Benjamin Heidkamp sagt dazu: „Wir sehen, dass unsere Kirche viele Immobilien besitzt und immer mehr Kirchen und Gebäude ungenutzt sind. Da muss es doch möglich sein, dass Kirche bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen schafft. Wir stellen uns kein klassisches Wohnheim, sondern einen Ort zum Leben vor: Mit Apartments, Co-Learning-Space, einer Bar, einer Kapelle und dass auch zwischendurch mal Seelsorger ansprechbar und vor Ort sind.“

 

„Breite Diskussion anstoßen“


„Wir erleben, dass junge Menschen immer höhere Preise für ihre kleinen Wohnungen zahlen müssen. Insbesondere im urbanen Raum. Das führt dazu, dass sie neben ihrem Studium oder der Ausbildung viele Stunden arbeiten müssen. Und das zum Leidwesen von ihrem Studium oder auch ihrem Ehrenamt in Kirche. Wenn Wohnen und Ehrenamt sich gegenseitig ausspielen, dann läuft etwas ziemlich schief. Da müssen und wollen wir etwas ändern!“, ergänzt Gregor Stiels, Vorsitzender des Katholikenausschusses in der Stadt Köln.

Der Kölner Laienzusammenschluss nimmt sich vor konkrete Lösungsansätze zu erarbeiten und eine breite Diskussion im Erzbistum Köln anzustoßen. Auch möchten die Katholiken die Kölner Kommunalpolitik in die Pflicht nehmen. In seiner Vollversammlung hat das Gremium einen entsprechenden Beschluss gefasst unter dem Titel „Die Kirche, ein Haus für junge Christen – auch zum Wohnen“. Im Wortlaut:

Der Vorstand des Kölner Katholikenausschuss und seine Mitglieder setzten sich auf verbandlicher und Pfarrei-Ebene dafür ein, dass jungen Menschen in Ausbildung und Studium bezahlbarer kirchlicher Wohn- und Lebensraum zur Verfügung gestellt wird.

Der Katholikenausschuss 
– erarbeitet mit seinen Mitgliedern konkrete Lösungsansätze für das Kölner Stadtdekanat und prüft zusammen mit dem Kölner Stadtdekanat die Umsetzung dieser. Hierbei sollen Möglichkeiten wie gemeinschaftliches Wohnen in Wohnheimen als auch die Möglichkeit von Mehrgenerationen Wohnen geprüft werden.

– bringt das Anliegen zeitnah in den Diözesanrat ein und stößt zusammen mit seinen Mitgliedern im Kölner Erzbistum eine breite Diskussion zu der Frage an: Wie können wir im Erzbistum Köln jungen Menschen attraktiven Lebensraum anbieten.

– sucht weitere Bündnispartner aus der Kirche in Köln wie die Hochschulgemeinde und die Jugendkirche für dieses Anliegen.
– setzt sich in der Kölner Stadtpolitik für bezahlbaren Wohnraum ein.


Die Mitglieder des Kölner Katholikenausschusses
– bringen sich aktiv mit Ihrer Expertise bei der Erarbeitung von Lösungsansätzen ein.
–nehmen sich in Ihrer Gemeinde, Pfarrei, Organisation oder Verband dem Thema an  und prüfen wie Sie das Thema unterstützen und nach Möglichkeit bei sich umsetzen können. Hierbei steht neben der Schaffung von Lebensraum für junge Menschen die 
Bezahlbarkeit im Mittelpunkt.

 

www.katholikenausschuss.de

 

Ein Ostergruß aus Frankreich an den Kölner Dom sowie Stadt- und Domdechant Robert Kleine

5. April 2021; ksd

Lille. Nicht nur in Zeiten der Pandemie sind tragfähige Bindungen und gute Beziehungen wichtig, doch gerade jetzt tut es vielen Menschen gut, sich miteinander und mit anderen Ländern verbunden zu wissen. Die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich sind ohnehin sehr besonders, daher ist auch die Freundschaft zwischen den Kathedralen von Köln und Lille ein besonderes Zeichen der Verbundenheit. Umso mehr freute sich daher der Kölner Stadt- und Domdechant Robert Kleine jetzt über einen Ostergruß aus Notre Dame de la Treille an ihn und den Kölner Dom. Auf der Facebook-Seite der französischen Kathedrale finden sich herzliche Ostergrüße an Msgr. Kleine, den Dom sowie alle Kölnerinnen und Kölner. Damit verbunden ist eine Botschaft der Hoffnung, dass nach dem Sturm (der Pandemie) die Sonne wiederkommt. Und nicht zuletzt, dass im Licht der Auferstehung Christi neues Leben möglich ist. Kleine: „Ich freue mich sehr über die Ostergrüße aus Frankreich und unsere Kathedral-Freundschaft. Ich sende von Herzen meine Grüße und Osterwünsche zu den Freundinnen und Freunden in Lille. Uns eint die Freude und die Hoffnung, dass Christus auferstanden ist und mit ihm alles Leben neu wird. Halleluja!”

 

Lille und Köln verbindet eine Städtepartnerschaft.

 

„Unsere Mitmenschen haben Zuversicht verdient“: Stadtdechant Robert Kleine ruft an Ostern zu Solidarität und Nächstenliebe auf

4. April 2021; ksd

Köln. Mit einer Botschaft der Hoffnung und einem Appell für Solidarität, gerade auch in der Corona-Krise, hat sich Kölns Stadtdechant Robert Kleine in der Osternacht an die Gläubigen gewandt. Seit einem Jahr ist die Welt von einer „uns bis dahin unbekannten Krise“ geprägt, so Msgr. Kleine. Menschliches Leid und wirtschaftliche Not der Corona-Pandemie haben viele Menschen auch in eine persönliche Krise gestürzt. Aktuell stünden jedoch in unserer Gesellschaft Solidarität, das Mittragen des Anderen und das Füreinander sorgen „auf der Kippe“, nimmt der Stadtdechant wahr. Die Osterbotschaft lade dazu ein, nicht auf den eigenen Nutzen zu schauen und nicht Egoismus walten zu lassen, sondern sich zum Nächsten hin zu orientieren. Aufeinander achten und füreinander da sein – und das in weltweiter Solidarität, lautet Kleines Appell.


Keine Impfdrängler

Es solle keine Impfdrängler geben, sondern es gelte, zuerst die Schwachen in den Blick zu nehmen. Die Corona-Pandemie und ihre Folgen seien eine globale Herausforderung. „Wir müssen erkennen: nicht wir in Europa oder in Deutschland sind das Maß aller Dinge, sondern es ist die eine Menschheitsfamilie“, machte Kleine in seiner Predigt in der Kirche der Kölner Stadtpatronin, St. Ursula, deutlich. Solidarität, Liebe und Achtsamkeit seien notwendig, damit „wir im kommenden Jahr sagen können: wir haben es gemeinsam überwunden in der großen Gemeinschaft der Menschheitsfamilie“ .

 

„Wer liebt, gibt keinen auf“

Die größte Gefahr im Leben sei es, durch Angst und Sorge gelähmt zu sein. Eine christliche Lebenshaltung sei jedoch dadurch geprägt, dass Hoffnung immer stärker sei als Angst und Sorge. Dazu wolle die Botschaft von Ostern ermutigen. „Dieses Fest feiert die Auferweckung des Gekreuzigten, den Triumph des Lebens über den Tod, den Sieg der Hoffnung über die Angst“, so Kleine. Dass Gott auch am Grab bei uns Menschen sei, sei keine billige Vertröstung. Der Kölner Stadtdechant übersieht dabei nicht die, an die es aktuell besonders zu denken gilt: „Menschen, die erkrankt sind, Menschen, die einen geliebten Menschen auf der Intensivstation liegen oder sogar verloren haben“. Viele Menschen gehen durch eine Zeit der Dunkelheit, so Kleine, die Wirtschaft, etwa die Gastronomen, Kulturschaffenden oder die in der Reisebranche Tätigen. „Eltern gehen durch Dunkelheit vor Sorge um ihre Kinder, in den Kitas, in den Schulen.“
Und dennoch liege in der Botschaft des Oster-Evangeliums die Verheißung einer neuen Bewegung und neuen Perspektive: „Der Tod hat Jesus von Nazareth eben nicht im Grab festhalten können!“, betonte Kleine. Auch „wir haben eine Hoffnung, und wir können sagen, dass diese Krise gemeistert werden kann, wenn wir so zusammenstehen, wie die Menschen von Jesus angesteckt, von ihm begeistert sind“ und daraus eine tragfähige, lebendige Gemeinschaft geformt haben. Glaube, Hoffnung und Liebe seien die Summe der christlichen Existenz. „Wer glaubt, wer eine Hoffnung hat, lässt sich von Zuversicht bestimmen. Wer hofft, überlässt der Sorge nicht das letzte Wort. Wer liebt, gibt keinen Menschen auf – das ist der Geist von Ostern!“, so Stadtdechant Robert Kleine.


„Wir sind der Welt den Geist der Hoffnung schuldig"

„Unsere Mitmenschen haben auch Zuversicht verdient!“, betonte Kleine. Auch aus diesem Osterfest heraus, auch die, die nicht glauben oder den Glauben verloren haben, „dass wir sie mittragen im Gebet und in Solidarität“. Und weiter: „Wir Christen sind der Welt den Geist des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe schuldig. Auf den auferstandenen Christus darf sich ein Glaube richten, der auch den Stürmen standhält. Wir dürfen eine Hoffnung haben, die auch Steine aus dem Weg räumt – und scheinen sie noch so viral und gefährlich zu sein.“ Gottes Liebe wede, „wenn sie uns packt“, lebendig und wirksam, sagte der Kölner Stadtdechant. „Dann kann sie ausstrahlen, auch in unsere Gesellschaft.“

 

Hier lesen Sie Auszüge aus der Predigt von Stadtdechant Robert Kleine.

 

  

Stadtdechant Robert Kleine auf Radio Köln:

 

„Ostern ist ein Fest des Aufbruchs und der Ermutigung“

 

Zum zweiten Mal feiern Christinnen und Christen Ostern unter Corona-Bedingungen – dieses Mal allerdings wieder gemeinsam in den Kirchen. Coronakonform zwar ohne eigenes Singen und vieles mehr – dennoch können die Osterfreude und das Hallelua uns Menschen zu einem neuen Aufbruch ermutigen. Dazu lädt der Kölner Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine im Beitrag für „Himmel & Erde“ auf Radio Köln ein. Und er verrät, worauf er sich privat am zweiten Osterfeiertag freut.

 

„Ostern geht weiter“

 

Ostern endet nicht mit dem Abend des Ostermontags, sondern beginnt dann erst richtig. Warum die Osterbotschaft ein echter Mutmacher ist, erklärt Kölns Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine in diesem Beitrag auf Radio Köln.

 

Was am Weißen Sonntag gefeiert wird

 

Am Weißen Sonntag wird in den Gemeinden traditionell die Erstkommunion gefeiert. In Corona-Zeiten muss anders gefeiert werden – aber alle Kölner Kommunionkinder und ihre Familien sollen dennoch ein schönes Fest erleben, verspricht Stadtdechant Robert Kleine auf Radio Köln. Darüber hinaus erklärt er im Beitrag, woher der Weiße Sonntag seinen Namen hat.

  

Ein Fest der Hoffnung: Osterbotschaft von Stadtdechant Robert Kleine (mit Video)

3. April 2021; ksd

Frohe Ostern! 

Mit diesem Ausruf wünschen wir uns gegenseitig gesegnete, schöne und fröhliche Ostertage.

 

Frohe Ostern?

Aber Ostern wird in diesem Jahr schon zum zweiten Mal nicht so fröhlich und unbeschwert sein, wie wir es gewohnt waren. War letztes Jahr das öffentliche Leben ganz heruntergefahren, gibt es jetzt immerhin zaghafte Schritte Richtung Normalität und wir können Ostern in unseren Kirchen vor Ort feiern (oder natürlich über Livestream mitfeiern).

 

Trotzdem: Frohe Ostern! 

Denn Ostern ist das größte und schönste Fest des Christentums: Jesus lebt; er hat den Tod überwunden und hat damit jeder und jedem von uns eine Hoffnung geschenkt: „Du bist nicht allein. Du bist ein Kind Gottes. Und wenn dein Lebensweg einmal endet, fällst du nicht in ein tiefes Nichts, sondern in die liebenden Hände Gottes!“ Und weil das so ist, brauchen wir keine Todesangst zu haben und auch keine Lebensangst.

Dafür stehen an Ostern viele Symbole: Das Ei wirkt von außen leblos, ja tot, bis das Küken die Schale durchbricht und das neue Leben ans Licht kommt. Bunte Ostereier erzählen, wie bunt, vielfältig und schön Gottes Schöpfung ist. Und die brennende Osterkerze erinnert an Jesus, der die Welt hell macht. Das Osterfeuer erleuchtet zuvor die dunkle Nacht, und die Segnung des Wassers erinnert an unsere Taufe, in der wir Kinder Gottes wurden. Auch die Natur feiert „Auferstehung“: aus scheinbar toten Ästen sprießt plötzlich frisches Grün. 

 

Weckruf Christi

Und durch die Sorgen, Ängste, Frustrationen und Ärger, von Corona bis zur Glaubwürdigkeitskrise der Kirche, erklingen an Ostern wie ein Weckruf das „Gloria, Ehre sei Gott in der Höhe!“ sowie das „ Halleluja – lobt Gott!“:

Seid solidarisch und seid ehrlich! Vertraut Gott und euren Nächsten! Und setzt selber alles daran, dass auch euch Vertrauen (neu) geschenkt wird!

 

In dem Sinne wünsche ich allen: Gesegnete und frohe Ostern! 

 

Msgr. Robert Kleine

Stadtdechant von Köln

  

Auferstehungskreuz von Gerd Winner

 

Der Liebenburger Künstler Gerd Winner, der zu den bedeutendsten Gegenwartskünstlern gehört, hat das Auferstehungskreuz für die Kirche St. Marien in Braunschweig geschaffen. Winner hat sich, gemeinsam mit seiner verstorbenen Frau, der Künstlerin Ingema Reuter, zeitlebens intensiv mit dem Thema des Kreuzes und der Passion Christi auseinandergesetzt. In das Kreuz für das Querumer Gotteshaus floß eine Christus-Darstellung des Renaissance-Künstlers Giotto ein.

Über sein Werk schreibt Winner: „Das Kreuz für St. Marien ist eine Symbiose aus Zeichen und Figuration für die Passion Christi. Das von oben herab nach unten ausgerichtete Dreieck in gelber Farbe mit dem Zentrum des Christusbildes ist zugleich ein Symbol für die Dreifaltigkeit Gottes. Das Zeichen verweist auf das Geschehen auf dem Opferaltar. In der Lichtfarbe ,gelb' deutet das Kreuz die Auferstehung Christi. Die Kreuzfiguration auf Chromnickelstahl reflektiert das Licht. Das Kreuz ist das Martyrium und die Auferstehung Christi. In den figurativen Deutungen der Passion Christi habe ich mit Ingema Reuter zusammengearbeitet. In der Befragung der künstlerischen Spiritualität setzte sie sich mit den historischen Energien des Glaubens in der Kunst Fra Angelicos und Giottos auseinander.“

  

„Wir können Krisen überwinden“: Videobotschaft von Kölns Stadtdechant Robert Kleine

 

Mitten in einer Pandemie und in der Glaubwürdigkeitskrise der katholischen Kirche sendet der Kölner Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine eine Botschaft der Hoffnung zu Ostern 2021. Er lenkt den Blick auf Maria Magdalena, die erste Zeugin der Auferstehung Jesu Christi und die Apostelin der Apostel. Sie kann uns Vorbild sein als ebenso glaubwürdige, authentische wie vertrauensvolle und überzeugende Zeugin des größten Wunders der Menschheit.