23. September 2026;
Köln. Zwei Jubiläen an einem Tag: Am 22. September 2026 haben Oberbürgermeister Torsten Burmester und Vertreterinnen und Vertreter des Kölner Rates der Religionen ein Transfix der Kölner Friedensverpflichtung unterzeichnet. Anlass war das 20-jährige Bestehen sowohl der Friedensverpflichtung als auch des Rates der Religionen. Die Unterzeichnung fand im Rahmen eines Empfangs im Historischen Rathaus statt, zu dem neben den Religions- und Glaubensgemeinschaften auch Gäste aus Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft geladen waren. Im Zentrum der Veranstaltung stand das Verbindende zwischen den unterschiedlichen Gemeinschaften.
„Dialog statt Abgrenzung“
„Die Kölner Friedensverpflichtung ist ein Zeichen von Kontinuität und Erneuerung zugleich und ebenso Ausdruck des fortdauernden Einsatzes für ein friedliches und solidarisches Miteinander in Köln“, sagte Oberbürgermeister Torsten Burmester. „Sie steht für Dialog statt Abgrenzung, für gegenseitigen Respekt und für die gemeinsame Verantwortung, Hass, Gewalt und religiöser Instrumentalisierung entgegenzutreten.“
Auch aus der Landespolitik kam Zuspruch. „Es ist die Vielfalt in Nordrhein-Westfalen, die uns eint und das Zusammenleben wertvoll macht“, so Verena Schäffer, Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. „Gegenseitige Achtung und das Einstehen für Frieden ist in diesen Zeiten umso wichtiger.“ Die Kölner Friedensverpflichtung schütze den interreligiösen Dialog und ermutige zum Zusammenhalt in Vielfalt.
Ein gewachsenes Fundament
Seit ihrer ersten Unterzeichnung im Jahr 2006 bildet die Friedensverpflichtung ein wichtiges Fundament für den interreligiösen Dialog in Köln. Sie steht in einer langen und gewachsenen Kölner Tradition des Gesprächs zwischen Religionen und Weltanschauungen.
Der ebenfalls 2006 gegründete Kölner Rat der Religionen setzt die Grundsätze der Verpflichtung in die Praxis um. In den vergangenen Jahren ist er um weitere Mitglieder gewachsen und macht die religiöse Vielfalt der Stadt sichtbar: Ihm gehören alevitische, bahá'í, buddhistische, christliche, hinduistische, jüdische und muslimische Gemeinden an.
Zwei Jahrzehnte gewachsenes Vertrauen zwischen den Religionen – ein Fundament, das gerade in diesen Zeiten trägt.