„Die Basis von allem ist die Barmherzigkeit“ – Franz Meurer mit der Mevlüde-Genç-Medaille geehrt

14. Juli 2026;

Gemeinsam für Glaube und Gemeinschaft: Stadt- und Domdechant Msgr. Kleine und Pfarrer Franz Meurer posieren mit der Mevlüde-Genç-Medaille
Gemeinsam für Glaube und Gemeinschaft: Stadt- und Domdechant Msgr. Kleine und Pfarrer Franz Meurer posieren mit der Mevlüde-Genç-Medaille

Köln. Der Kölner Pfarrer Franz Meurer wurde mit der Mevlüde-Genc-Medaille des Landes NRW ausgezeichnet. Damit wird sein jahrzehntelanger Einsatz für soziale Gerechtigkeit gewürdigt. Ministerpräsident Hendrik Wüst überreichte ihm die Auszeichnung persönlich in Düsseldorf. Anschließend brachte Meurer das Edelmetall in die Domstadt zu seinem langjährigen Weggefährten, Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine.

 

Eine Würdigung für gelebten Zusammenhalt

 

Die Mevlüde-Genç-Medaille ist eine der bedeutendsten gesellschaftlichen Auszeichnungen des Bundeslandes. Sie wird an Menschen verliehen, die sich für Verständigung, Toleranz und ein friedliches Miteinander einsetzen. Für Franz Meurer ist der gelebte Alltag: Seit Jahrzehnten prägt er als Pfarrer der Gemeinde St. Theodor und St. Elisabeth das soziale Leben in Vingst und Höhenberg. HöVi Land, Kleiderkammer, Lebensmittelausgabe und die zahlreichen Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche tragen seine Handschrift – unkonventionell, praktisch und immer nah bei den Menschen.

 

Besonders am Herzen liegt ihm das Miteinander der Religionen. Dass er während einer katholischen Sonntagsmesse einst für den Bau der Kölner Zentralmoschee sammeln ließ, ist längst legendär. Sein Leitgedanke bringt es auf den Punkt: „Die Basis von allem ist die Barmherzigkeit.“

 

Zwei Kölner Wegbegleiter

 

Seit 2012 verbindet Franz Meurer und Msgr. Robert Kleine eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gemeinsam verbreiten sie das Evangelium durch Wort und Tat und fördern das soziale Miteinander in der Domstadt. Entsprechend herzlich fiel der Empfang bei der Konferenz der Pfarrer aus.

 

„Franz Meurer und ich ziehen seit vielen Jahren an einem Strang, wenn es um Glauben und Zusammenhalt in unserer Stadt geht“, freut sich Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine. „Dass sein unermüdlicher Einsatz nun mit der Mevlüde-Genç-Medaille gewürdigt wird, erfüllt mich mit großer Freude.“

 

Ein Andenken, das mahnt und verbindet

 

Die im Jahr 2018 gestiftete Medaille erinnert an Mevlüde Genç. Sie verlor in der Nacht des 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag mehrere Angehörige, glaubte aber dennoch immer an Menschlichkeit und Versöhnung. In dieser Haltung sieht die Landesregierung ein Vorbild, dem die Ausgezeichneten nacheifern sollen. Für Franz Meurer, der bereits 2020 mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet wurde, ist es eine weitere Bestätigung seines Lebenswerks, das Brücken zwischen Menschen, Kulturen und Konfessionen baut.

   

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