Ex-Bürgermeister Fritz Schramma verstorben
19. August 2026; ksd
Köln. Fritz Schramma hat die Stadt Köln in besonderer Weise geprägt. Von 2000 bis 2009 stand er als Oberbürgermeister an der Spitze der Stadt und verstand sein Amt stets als Dienst an den Bürgerinnen und Bürgern.
Kennzeichnend für sein Wirken waren seine Bürgernähe, sein persönliches Engagement und seine Verbundenheit mit Köln. Ein besonderes Anliegen war ihm die Förderung des Ehrenamtes. Unter seiner Verantwortung wurde der Kölner Ehrenamtstag etabliert und das bürgerschaftliche Engagement mit dem Ehrenamtspreis „KölnEngagiert“ gewürdigt.
Zu den prägenden Themen seiner Amtszeit gehörten außerdem Integration, der interreligiöse Dialog, die Entwicklung Kölns als Wissenschafts- und Sportstadt sowie der Weltjugendtag 2005. Besonders sein Einsatz für den Bau der Zentralmoschee steht für seinen Anspruch, unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen miteinander ins Gespräch zu bringen und Menschen jeden Glaubens in Köln willkommen zu heißen und ihnen Heimat zu geben. Ein bleibendes Vermächtnis sind in diesem Sinne auch der „Rat der Religionen“, den Fritz Schramma ins Leben gerufen hat, sowie die „Kölner Friedensverpflichtung“.
Sein christlicher Glaube hat Fritz Schramma im politischen wie im persönlichen geprägt und getragen.
Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine trauert um seinen Weggefährten Fritz Schramma: „Gerne denke ich an die persönlichen Begegnungen mit ihm zurück und bin dankbar, mit ihm freundschaftlich verbunden gewesen zu sein. Nun ist sein Leben in Gott vollendet, an den er zeitlebens fest vertraut hat.“
