„Gemeinsam für Beirut“: Spendenaktion und Gebete für den Libanon

4. September 2020; ksd

 

Köln (pek). Das Erzbistum Köln hat anlässlich der Explosionskatastrophe in Beirut vom 4. August eine Spendenaktion angestoßen. Unter dem Namen „Gemeinsam für Beirut“ ruft die Diözesanstelle Weltkirche-Weltmission des Erzbistums dazu auf, die Menschen in Beirut mit Spenden und Gebeten zu unterstützen. Papst Franziskus hatte zudem den 4. September zum Gebets- und Fasttag für den Libanon ausgerufen.

„Die Soforthilfe, die nach der Explosion aus der ganzen Welt für den Libanon geleistet wurde, zeugt von einer weltweiten Solidarität und Verbundenheit. Aber die Stadt liegt noch in Trümmern, die Menschen sind verzweifelt und der Wiederaufbau beginnt jetzt erst“, betont Nadim Ammann, der die Spendenaktion von Seiten des Erzbistums koordiniert. Direkt nach der Explosion im Hafen von Beirut, die einen großen Teil der Stadt zerstörte, hatte Kardinal Rainer Maria Woelki 100.000 Euro als Soforthilfe an das Krankenhaus der Rosenkranzschwestern gespendet. Die Spendenaktion „Gemeinsam für Beirut“ wird besonders Spenden für den Wiederaufbau der zerstörten Kirchen und Konvente der Stadt sammeln.

„Die Menschen von Beirut, die ihre Schwestern, Brüder, ihre Eltern, Kinder und Gemeindemitglieder verloren haben, brauchen unsere Hilfe, um ihre Heimat wieder zu errichten. Sie brauchen gerade jetzt ihre Kirchen, sie brauchen Orte der Trauer, des Trostes und der Hoffnung“, so das Erzbistum in seinem Aufruf zur Spendenaktion. „Wir können ganz konkret helfen, ihnen diese Orte wiederzugeben.“

 

Berichte aus Beirut

 

Im Rahmen der Spendenaktion wird das Erzbistum Köln in den kommenden Wochen Menschen aus Beirut über die Situation vor Ort berichten lassen. „Wir bitten um eure Unterstützung beim Wiederaufbau unserer Kirchen, damit wir unsere Mission der Hoffnung inmitten der Verzweiflung erfüllen können“, so Jean-Marie Chedid, Seminarist in Beirut in einer ersten Videootschaft aus der Stadt, in der er von der Situation der Menschen und der Kirche vor Ort berichtet.

Auch Nathalie Welzel ist gebürtig aus Beirut und arbeitet als Koordinatorin für Engagementförderung beim Erzbistum Köln. Über ihre Familie im Libanon ist sie direkt mit dem Geschehen vor Ort in Verbindung. „Uns Libanesen tut es gut, zu wissen, dass wir nicht allein gelassen werden“, so Welzel. „Wir hoffen, dass unser Land ein weiteres Mal wie der Phoenix aus der Asche steigen wird. Aber aus eigener Kraft werden wir das nicht mehr schaffen. Bitte beten Sie für den Libanon, den Aufbau und den Frieden in unserem Land!“

 

Gebetsaktion ergänzt Spendenaufruf

 

Neben den dringend benötigten Spenden bitten die Menschen vor allem um Gebet für ihr Land, das durch dieses Ereignis über Beirut hinaus stark erschüttert wurde. Papst Franziskus ernannte bei der Generalaudienz am 2. September den 4. September zum Gebets- und Fasttag für den Libanon und rief zu Zusammenarbeit und Unterstützung auf: „Ich erneuere zudem meinen Aufruf an die Internationale Gemeinschaft, den Libanon zu unterstützen, damit das Land diese schwere Krise hinter sich lassen kann, ohne in die örtlichen Spannungen verstrickt zu werden.“ 

Begleitend zur Spendenaktion beginnt das Erzbistum Köln eine Gebetsaktion für den Libanon. Als Bild für die Verbundenheit und die Unterstützung, die mit „Gemeinsam für Beirut“ aus Köln kommt, dient eine Marienikone aus dem Libanon. Die Gottesmutter wird dort über Religionsgrenzen hinweg als Patronin und Schutzfrau des Libanon verehrt. Gerade in dieser Notsituation gibt sie den Menschen Halt und Hoffnung.

 

Spenden können überwiesen werden auf das Spendenkonto
IBAN: DE 34 370 501 98 0019 6222 24

Kontoinhaber: Erzbistum Köln

Sparkasse Köln/Bonn

Verwendungszweck: „Gemeinsam für Beirut“

 

Weitere Informationen und einen Gebetsimpuls finden Sie auf der Internetseite des Erzbistums Köln.

 

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