Heilige Messe im Gedenken an Konrad Adenauer
8. Januar 2026; ksd
Köln. Eine Messe im vollbesetzten Kölner Dom an einem frostigen Sonntagabend zu Beginn des neuen Jahres: Einen solchen Gottesdienst durfte Stadtdechant Msgr. Kleine am vergangenen Sonntag, dem 04. Januar 2026, um 18.30 Uhr feiern. In dieser Hl. Messe wurde in besonderer Weise des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschlands, Konrad Adenauers, gedacht, der am 05. Januar 2026 seinen 150. Geburtstag feiern würde. Zu diesem besonderen Ereignis hatten die Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus sowie für die Familie Konrad Adenauer, der Enkel des ersten Bundeskanzlers, eingeladen.
Seine Predigt begann Msgr. Kleine damit, dass Geschichte zwar oft abstrakt wirke, dass sie aber auch und besonders aus konkreten Erfahren bestehe. Mit drei ausgewählten Symbolen hat er den aufmerksamen Gottesdienstbesucherinnen und -besuchern das Leben Konrad Adenauers näher gebracht: mit einem Stein, einem Apfel und einer Rose.
Der Stein als Symbol für das Schwere stehe für die Realität der Geschichte, die Konrad Adenauer stets als Aufgabe und als Verantwortung gesehen habe. Dieser deutschen Geschichte nach Ende des Zweiten Weltkrieges hat er sich mit aller Verantwortung gestellt, er habe die Steine der Geschichte nicht weggewünscht, sondern sie aufgenommen und sei verantwortungsvoll mit ihnen umgegangen.
Der Apfel stehe als Symbol für das Leben und dafür, dass es zu Beginn der jungen Bundesrepublik auch immer um ganz elementare Dinge ging: um Nahrung, Arbeit, Sicherheit und Ordnung. Adenauers Politik habe drei Ziele verfolgt: den Aufbau eines demokratischen Rechtsstaates, die Aussöhnung mit den ehemaligen Kriegsgegnern und eine feste Westbindung.
Als drittes Symbol: Die Rose. Sie "steht im Hinblick auf Konrad Adenauer für eine bewusste, histortische Entscheidung: den Weg der Versöhnung besonders mit ehemaligen Feinden." Besonders bedeutend sei hier Adenauers Haltung gegenüber dem jüdischen Volk. "Die Anerkennung dieser Verantwortung war kein politischer Vorteil, sondern ein moralischer Schritt mit internationaler Tragweite."
Die Rose sei ein zerbrechliches Symbol. Sie zeige, dass Friedens nich selbstverständlich sei. Versöhnung brauche Pflege, Geduld und Bereitschaft, alte Feindbilder zu überwinden.
Abschließend verwies Msgr. Kleine darauf, dass das Gedenken an Adenauer nicht nur ein Blick in die Vergangenheit sei. Vielmehr sei es eine Erinnerung und auch eine Mahnung, dass Demokratie, Frieden und internationale Zusammenarbeit das Ergebnis menschlichen Handeln seien und dass dieses immer von neuem geschützt und gestaltet werden müsse von jedem und jeder einzelnen von uns.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Kölner Männer-Gesang-Verein.
Die ganze Heilige Messe können Sie auch über diesen Link ansehen.
