Stadtdekanat Köln unterstützt Appell und Forderung nach Absage von Roger-Wates-Konzert

22. Dezember 2022; ksd

Köln. Am 9. Mai 2023 soll der Pink-Floyd-Mitgründer und heutige Solo-Künstler Roger Wates in der Kölner Lanxess-Arena auftreten. Wegen „explizit antisemitischer Handlungen und Aussagen“ fordert die Kölnische Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit die Absage des Konzertes. Ihr Vorsitzender, Professor Dr. Jürgen Wilhelm, hat sich in einem offenen Brief an Arena-Geschäftsführer Stefan Löcher gewandt. Das Stadtdekanat Köln mit Stadtdechant Msgr. Robert Kleine unterstützt den Aufruf der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit. Auch die Synagogen-Gemeinde Köln fordert die Absage.

Wilhelm schreibt in seinem Brief, „dass der Künstler seine Medienpräsenz und seine Bühnenauftritte dafür nutzt, seine kruden und judenfeindlichen Verschwörungstheorien unter die Leute zu bringen“. Waters sei seit vielen Jahren aktiver Unterstützer der Israel-Boykottbewegung BDS. „So fiel er durch besonders martialische Auftritte und Hetze gegen Juden und Israel bei seinen Konzertauftritten auf, indem er zum Beispiel ein mit einem Davidstern markiertes Schwein auf die Bühne projizieren ließ und dieses dann symbolisch mit dem Imitat eines Maschinengewehrs ,abschoss' “ , so Wilheilm weiter.

Das Konzert am 9. Mai abzusagen, „würde nicht nur bedeuten, ein wichtiges Zeichen zu setzen und sich in die Reihe derer zu stellen, die sich klar gegen Antisemitismus positionieren und ihren Worten auch Taten folgen lassen“, heißt es im Brief der Kölnischen Gesellschaft. „Menschen wie Roger Waters keine Plattform zu bieten, würde bedeuten, einem Antisemitis-mus den Nährboden zu entziehen, der nicht nur auf einer abstrakten Ebenen zu verurteilen ist, sondern der ganz konkret eine Gefahr für Juden in Deutschland darstellt.“

Die Lanxess-Arena hat laut dem Magazin „Rolling Stone“ bislang darauf verwiesen, dass eine Absage nicht in ihrer Hand liege.

 

Den offenen Brief der Kölnischen Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit lesen Sie hier.

 

www.koelnische-gesellschaft.de

 

www.sgk.de

 

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