„Wir sind geborgen in Gottes Schöpfung“ - Waldmesse im Lindenthaler Tierpark
8. September 2026;
Köln. Kein Kirchenschiff, kein Gestühl, kein Dach über dem Kopf: Am Sonntag, 6. September 2026, kamen rund 300 Menschen im Lindenthaler Tierpark auf einer großen Wiese zum Gottesdienst zusammen – umgeben von Bäumen, Vogelgezwitscher und, in der Ferne, dem Rotwild. Bei bestem Wetter wurde die Waldmesse in diesem Jahr zum 25. Mal gefeiert. Für Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine war es der dritte Gottesdienst an diesem besonderen Ort.
Schöpfung, mitten in der Schöpfung
Für den Stadtdechanten ist der Tierpark mehr als eine schöne Kulisse. „Die Bewahrung der Schöpfung steht bei uns an erster Stelle“, hatte er im Vorfeld im Interview mit DOMRADIO.DE erklärt. „Denn schon in der Bibel steht, dass Gott die Welt geschaffen hat.“ Bei der Waldmesse sei man deshalb quasi mitten in der Welt – ein spürbarer Unterschied zur Feier in einem Kirchengebäude. Entsprechend fand die Natur auch in der Predigt ihren Platz.
Was an einem solchen Ort geschieht, beschreibt Msgr. Kleine als ein Staunen für Groß und Klein: Man stehe oder sitze auf Bierbänken, höre die Vögel, sehe die Wolken am Himmel. „Man kann sich fallen lassen und Gottesdienst feiern, die Eucharistie feiern und merken: Wir sind geborgen in Gottes Schöpfung.“
Ein Gottesdienst, den viele gemeinsam tragen
Bemerkenswert findet der Stadtdechant vor allem, wer die Waldmesse möglich macht: das städtische Forstamt, der Verein der Freunde und Förderer des Tierparks, die Kirchengemeinde St. Stefan und die Kölner Jägerschaft stellen sie gemeinsam auf die Beine. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Kirchenchor von St. Stefan und von Jagdhornbläsern.
Im Anschluss lud ein Begleitprogramm dazu ein, den Wildpark zu entdecken – für Alt und Jung. Eine Kombination, die es so, sagt Msgr. Kleine, zumindest in Köln kein zweites Mal gibt.
Interview mit Msgr. Robert Kleine zur Waldmesse:
Im Interview mit dem DOMRADIO spricht Msgr. Robert Kleine darüber, warum ihm diese Verantstaltung so wichtig ist.
