AKTUELLES
Hier finden Sie aktuelle Nachrichten zu stadtweiten Veranstaltungen, Initiativen und Aktionen der katholischen Kirche und ihrer Kooperationpartner in der Stadt Köln.
Überregionale Nachrichten der katholischen Kirche finden Sie auf den folgenden Webseiten:
www.erzbistum-koeln.de | www.koelner-dom.de | www.domradio.de | www.katholisch.de | www.kna.de | www.dbk.de | www.vaticannews.va/de.html
Gemeinsam für die Freiheit: Köln gedenkt des ukrainischen Unabhängigkeitstages
20. August 2026; ksd
Köln. Am Montag, 24. August 2026, jährt sich die Unabhängigkeit der Ukraine zum 35. Mal. Das Blau-Gelbe Kreuz lädt ab 17:00 Uhr zu einer Kundgebung mit Konzert auf den Kölner Roncalliplatz ein – unter dem Motto „Gemeinsam für ein freies, friedliches und gerechtes Europa". Als sichtbares Zeichen der Solidarität soll eine Menschenkette rund um den Kölner Dom entstehen, an der alle Kölnerinnen und Kölner herzlich eingeladen sind teilzunehmen.
Bereits um 12:00 Uhr beginnt das Friedensgebet im Kölner Dom, das seit Kriegsbeginn über 1.000-mal stattgefunden hat. Im Rahmen der Kundgebung am Abend wird Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine zudem eine Ansprache halten – als Zeichen der Verbundenheit und des Gebets für Frieden und Gerechtigkeit in der Ukraine.
Auf der Kundgebung sprechen hochrangige Gäste, darunter die stellvertretende Ministerpräsidentin NRW Mona Neubaur, Europaminister Nathanael Liminski sowie die neue Generalkonsulin der Ukraine in Düsseldorf, Oksana Tarasyuk. Musikalisch gestalten die ukrainischen Künstler Arsen Mirzoyan und Tonya Matvienko den Abend.
Der Eintritt ist frei. Wer an der Menschenkette teilnehmen möchte, wird gebeten, rechtzeitig auf dem Roncalliplatz zu erscheinen. Weitere Informationen unter www.bgk-verein.de.
Ex-Bürgermeister Fritz Schramma verstorben
19. August 2026; ksd
Köln. Fritz Schramma hat die Stadt Köln in besonderer Weise geprägt. Von 2000 bis 2009 stand er als Oberbürgermeister an der Spitze der Stadt und verstand sein Amt stets als Dienst an den Bürgerinnen und Bürgern.
Kennzeichnend für sein Wirken waren seine Bürgernähe, sein persönliches Engagement und seine Verbundenheit mit Köln. Ein besonderes Anliegen war ihm die Förderung des Ehrenamtes. Unter seiner Verantwortung wurde der Kölner Ehrenamtstag etabliert und das bürgerschaftliche Engagement mit dem Ehrenamtspreis „KölnEngagiert“ gewürdigt.
Zu den prägenden Themen seiner Amtszeit gehörten außerdem Integration, der interreligiöse Dialog, die Entwicklung Kölns als Wissenschafts- und Sportstadt sowie der Weltjugendtag 2005. Besonders sein Einsatz für den Bau der Zentralmoschee steht für seinen Anspruch, unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen miteinander ins Gespräch zu bringen und Menschen jeden Glaubens in Köln willkommen zu heißen und ihnen Heimat zu geben. Ein bleibendes Vermächtnis sind in diesem Sinne auch der „Rat der Religionen“, den Fritz Schramma 2006 ins Leben gerufen hat, sowie die „Kölner Friedensverpflichtung“.
Sein christlicher Glaube hat Fritz Schramma im politischen wie im persönlichen geprägt und getragen.
Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine trauert um seinen Weggefährten Fritz Schramma: „Gerne denke ich an die persönlichen Begegnungen mit ihm zurück und bin dankbar, mit ihm freundschaftlich verbunden gewesen zu sein. Nun ist sein Leben in Gott vollendet, auf den er zeitlebens fest vertraut hat.“
Fan-Andacht im Kölner Dom – Gottes Segen für die neue Saison
18. August 2026; ksd
Köln. Für viele Fußballfans gehört sie längst zum festen Saisonauftakt: die ökumenische Fan-Andacht im Kölner Dom. Am Samstag, 29. August 2026, findet sie bereits zum zwölften Mal statt – und das in bewährter Tradition seit ihrer Premiere im Jahr 2014.
Ab 11:00 Uhr (Einlass: 10 Uhr, Eintritt frei) sind alle Fußballfreundinnen und Fußballfreunde herzlich eingeladen, gemeinsam um Gottes Segen zu bitten – für eine gute Saison, für Spielerinnen und Spieler, Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter sowie für alle Fans. Geleitet wird die Andacht unter anderem von Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine. Im Mittelpunkt steht dabei der Wunsch nach einem fairen und respektvollen Miteinander – auf dem Platz und auf den Rängen.
Besonders willkommen sind – wie in jedem Jahr – die Anhängerinnen und Anhänger des 1. FC Köln in Trikots und mit Fanschals. Eingeladen sind aber ausdrücklich auch Fans der TSG Hoffenheim (der Gegner an diesem Tag im RheinEnergieSTADION) und aller anderen Vereine.
„Die Basis von allem ist die Barmherzigkeit“ – Franz Meurer mit der Mevlüde-Genç-Medaille geehrt
14. Juli 2026;
Köln. Der Kölner Pfarrer Franz Meurer wurde mit der Mevlüde-Genc-Medaille des Landes NRW ausgezeichnet. Damit wird sein jahrzehntelanger Einsatz für soziale Gerechtigkeit gewürdigt. Ministerpräsident Hendrik Wüst überreichte ihm die Auszeichnung persönlich in Düsseldorf. Anschließend brachte Meurer das Edelmetall in die Domstadt zu seinem langjährigen Weggefährten, Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine.
Eine Würdigung für gelebten Zusammenhalt
Die Mevlüde-Genç-Medaille ist eine der bedeutendsten gesellschaftlichen Auszeichnungen des Bundeslandes. Sie wird an Menschen verliehen, die sich für Verständigung, Toleranz und ein friedliches Miteinander einsetzen. Für Franz Meurer ist der gelebte Alltag: Seit Jahrzehnten prägt er als Pfarrer der Gemeinde St. Theodor und St. Elisabeth das soziale Leben in Vingst und Höhenberg. HöVi Land, Kleiderkammer, Lebensmittelausgabe und die zahlreichen Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche tragen seine Handschrift – unkonventionell, praktisch und immer nah bei den Menschen.
Besonders am Herzen liegt ihm das Miteinander der Religionen. Dass er während einer katholischen Sonntagsmesse einst für den Bau der Kölner Zentralmoschee sammeln ließ, ist längst legendär. Sein Leitgedanke bringt es auf den Punkt: „Die Basis von allem ist die Barmherzigkeit.“
Zwei Kölner Wegbegleiter
Seit 2012 verbindet Franz Meurer und Msgr. Robert Kleine eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gemeinsam verbreiten sie das Evangelium durch Wort und Tat und fördern das soziale Miteinander in der Domstadt. Entsprechend herzlich fiel der Empfang bei der Konferenz der Pfarrer aus.
„Franz Meurer und ich ziehen seit vielen Jahren an einem Strang, wenn es um Glauben und Zusammenhalt in unserer Stadt geht“, freut sich Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine. „Dass sein unermüdlicher Einsatz nun mit der Mevlüde-Genç-Medaille gewürdigt wird, erfüllt mich mit großer Freude.“
Ein Andenken, das mahnt und verbindet
Die im Jahr 2018 gestiftete Medaille erinnert an Mevlüde Genç. Sie verlor in der Nacht des 29. Mai 1993 bei einem Brandanschlag mehrere Angehörige, glaubte aber dennoch immer an Menschlichkeit und Versöhnung. In dieser Haltung sieht die Landesregierung ein Vorbild, dem die Ausgezeichneten nacheifern sollen. Für Franz Meurer, der bereits 2020 mit dem Verdienstorden des Landes ausgezeichnet wurde, ist es eine weitere Bestätigung seines Lebenswerks, das Brücken zwischen Menschen, Kulturen und Konfessionen baut.
Der Kölner Dom verbindet: Don Lorenzo stellt „Dom-Poster Edition 2026“ vor
9. Juli 2026;
Köln. Der Kölner Künstler Don Lorenzo hat sein neues Artwork „Dom-Poster Edition 2026" offiziell vorgestellt. Das großformatige Motiv rückt den Kölner Dom ins Zentrum – umgeben von bekannten Persönlichkeiten aus Musik, Karneval, Sport und Stadtgesellschaft. Mit dabei bei der Präsentation: Dom- und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine, der selbst auf dem Poster zu sehen ist.
Ein Bild voller kölscher Originale
Es ist bereits die zweite Edition des Motivs, das die großen kölschen Persönlichkeiten der vergangenen hundert Jahre rund um den Dom versammelt. Hunderte Arbeitsstunden stecken in einem solchen Bild – und bei der Präsentation war Don Lorenzo die Aufregung über die Vorstellung seines Werks deutlich anzumerken.
Getreu seinem Leitspruch „Mit Biene und Herz“ verbindet der Künstler zahlreiche Kölner Eigenheiten mit dem Wahrzeichen der Stadt auf eine herzliche Art. „Das Bild fängt ein, was uns alle verbindet: Die Liebe zum Dom und die Liebe zu Köln“, so Don Lorenzo.
„Der Dom zeigt die Buntheit der Stadt“
Für Msgr. Robert Kleine spiegelt das Motiv das Wesen Kölns wider. „Der Dom zeigt in dieser Darstellung die Buntheit der Stadt“, sagte der Stadtdechant und ergänzt: „Das Bild ist komponiert aus vielen Einzelpersonen, die eine Gemeinschaft bilden. Darum geht es, gemeinsam sind wir die 'Stadt mit K', oder anders gesagt: 'Die Stadt mit Dom'.
Das Poster erzählt von Kölner Tradition, Kultur, Sport, Karneval und Musik. Dass dieses Bild auch unseren Glauben widerspiegelt, finde ich wunderbar, denn wir haben hier die Gemeinschaft der Lebenden und der bereits Verstorbenen, die Köln prägen und prägten.“
Prominente Unterstützung bei der Präsentation
Neben dem Künstler und Msgr. Kleine standen mehrere ebenfalls auf dem Poster abgebildete Weggefährten für Interviews bereit, die Don Lorenzo als Förderer und Künstlerkollegen unterstützen: JP Weber (Musiker und Mitglied des Trios „Herrengedeck"), Micky Nauber (Frontmann von DOMSTüRMER) und Elvis Katticaren (Geschäftsführer von Domstadtkind Records).
Erhältlich zugunsten des Domerhalts
Das „Dom-Poster Edition 2026“ ist ab dem 8. Juli 2026 online über die Homepage des Künstlers sowie im DOMFORUM gegenüber dem Kölner Dom erhältlich. Das Poster kostet 15 Euro. Beim Kauf im DOMFORUM fließen davon drei Euro als Spende in den Erhalt des Kölner Doms.
Ein Interview mit Msgr. Kleine können Sie hier ansehen.
Bewegungen des Menschlichen - Vokalmusik in St. Ursula
8. Juli 2026;
Köln. Herzliche Einladung zu einem besonderen Konzert am 11.Juli um 19 Uhr im Rahmen der „Ursula trifft…“ - Reihe: Studierende der Kölner Musikhochschule zu Gast mit Ihren Projekten und Themen in der Basilika der Stadtpatronin.
Das Menschsein ist geprägt von Bewegungen – im Außen und im Inneren. Auf der Suche nach Zugehörigkeit, Liebe und Sinn begegnen wir Freude und Verlust, Gewissheit und Zweifel. Wir suchen unseren Platz in der Welt, sehnen uns nach innerem und äußerem Frieden und hoffen darauf, etwas Gutes bewirken zu können. Ausgewählte Werke verschiedener Epochen greifen diese Erfahrungen auf und laden dazu ein, ihnen gemeinsam im Raum der Basilika St. Ursula, der schon viele Jahrhunderte genau dieser Suche Raum gegeben hat, nachzuspüren.
Dieses Konzert bildet den Gesangsabschluss von Hannah Plur im Rahmen ihres Schulmusik
Bachelorstudiums an der Hochschule für Musik und Tanz Köln. Für diesen Anlass musiziert sie
gemeinsam mit Freund*innen und musikalischen Wegbegleiter*innen aus ihrer Studienzeit. Es erklingen
Werke für Solo-Gesang und Vokalensemble aus verschiedenen Epochen. Gemeinsam gestalten die
Mitwirkenden einen Konzertabend, der die verbindende Kraft der Musik und die Freude am gemeinsamen
Musizieren hörbar macht.
Eintritt frei - Spenden erbeten
Pastorale Einheit "Kölner Westen" mit neuer Website
1. Juli 2026; privat
Köln. Die Pastorale Einheit „Kölner Westen“ besteht seit dem 1. Januar 2026, jetzt haben sie eine neue Webpräsenz. Wer aus Lövenich, Müngersdorf, Lindenthal, Braunsfeld oder Widdersdorf stammt und sich informieren möchte über gemeinnützige Projekte oder anstehende Veranstaltungen, der kann dies nun tun unter: katholisch-im-koelner-westen.de
„Gibt es einen Fußballgott?“ Podiumsdiskussion zur Fußball-WM 2026 über Sport, Gesellschaft und Glauben
1. Juli 2026; ksd
Köln. Während die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 Millionen Menschen weltweit begeistert, lädt die Kirchengemeinde Langenfeld zu einer besonderen Diskussionsveranstaltung ein. Unter dem Titel „ Gibt es einen Fußballgott?“ geht es am Mittwoch, 8. Juli 2026, von 19:30 bis 21:00 Uhr im Ankerplatz St. Josef in Langenfeld um die Frage, welche Bedeutung der Fußball und der Sport insgesamt für unsere Gesellschaft haben.
Der Titel ist bewusst provokant gewählt. Denn kaum ein anderer Bereich verbindet Menschen über Generationen, soziale Milieus und kulturelle Grenzen hinweg so stark wie der Sport. Fußball begeistert, schafft Gemeinschaft, stiftet Identität und löst Emotionen aus. Gleichzeitig stellt sich die Frage, welche Werte der Sport vermittelt, welche Verantwortung seine Akteure tragen und welche Rolle er für das gesellschaftliche Miteinander spielt.
Die Veranstaltung bringt Persönlichkeiten aus Kirche, Wissenschaft und Sport miteinander ins Gespräch:
- Msgr. Robert Kleine, Stadt- und Domdechant
- Klaus Thranberend, Katholischer Sportpfarrer im Erzbistum Köln
- Marcel Sura, Generalsekretär des DJK Sportverbandes
- Franziska Hilger, Wissenschaftlerin an der Bergischen Universität Wuppertal und DFB-Schiedsrichterin
Gemeinsam diskutieren sie über Themen wie Gemeinschaft und Zusammenhalt, Wertevermittlung im Sport, Fair Play, Leistung und Verantwortung sowie die Frage, warum Fußball für viele Menschen weit mehr ist als nur ein Spiel.
Moderiert wird die Veranstaltung von Dennis Fink, Leiter des Hochschulsports der Bergischen Universität Wuppertal und Mitglied des Pfarrgemeinderates Langenfeld.
Die Dialog-Veranstaltung richtet sich an Fußballfans, Engagierte im Sport, Interessierte aus Kirche und Gesellschaft sowie alle, die sich für die verbindende Kraft des Sports interessieren. Dabei steht nicht nur das Podium im Mittelpunkt: Die Besucherinnen und Besucher sind ausdrücklich eingeladen, sich mit eigenen Fragen, Erfahrungen und Meinungen in die Diskussion einzubringen. Nach einem ersten Austausch auf dem Podium wird es ausreichend Gelegenheit geben, Fragen aus dem Publikum aufzugreifen und gemeinsam ins Gespräch zu kommen.
Termin: Mittwoch, 08. Juli 2026, 19:30–21:00 Uhr
Ort: Ankerplatz St. Josef, Langenfeld (Rheinland)
Eintritt: frei
Die Kirchengemeinde Langenfeld freut sich auf einen spannenden Abend mit interessanten Gästen, vielfältigen Perspektiven und einer offenen Diskussion über die Frage, ob es zwar keinen Fußballgott gibt, der Fußball aber dennoch viel über den Menschen, seine Sehnsüchte, Werte und Gemeinschaftserfahrungen verrät.
Katholikenausschuss mit neuem Leitungsteam
1. Juli 2026; ksd
Köln. Die Vollversammlung des Katholikenausschusses (KA) ist am Montag, 22. Juni 2026, zusammengekommen, um einen neuen Vorstand zu wählen. Der bisherige Vorsitzende Gregor Stiels trat nach acht Jahren im Amt nicht erneut an und stellte seinen Posten für eine Neuwahl zur Verfügung.
In einer Laudatio dankte der langjährige stellvertretende Vorsitzende Peter Krücker seinem
scheidenden Kollegen. Er würdigte insbesondere Stiels' Engagement für die gesellschaftliche
Offenheit gegenüber Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten, das soziale Wirken der Kirche, die
Aufarbeitung des Missbrauchsskandals im Erzbistum Köln sowie die Begleitung der fortschreitenden
Zusammenlegung der Gemeinden. Die Vollversammlung dankte Gregor Stiels für sein langjähriges
Engagement mit stehenden Ovationen.
Da für die Nachfolge keine Einzelkandidatur vorlag, stellte der bisherige Vorstand das Modell
eines Leitungsteams vor, welches die Vollversammlung mit knapper Mehrheit verabschiedete. In der
anschließenden Wahl wurden Monika Kleine, Dr. Georg Dietlein, Peter Krücker und Benjamin Heidkamp
zu stellvertretenden Vorsitzenden gewählt und bilden damit das künftige Leitungsteam. Die
Neugewählten werden das Konzept in den kommenden Wochen weiter ausgestalten.
Als Beisitzerinnen und Beisitzer wurden Christoph Bischoff, Christoph Graef, Elisabeth
Grumfeld, Yvonne Reuter und Cordula von der Stein in den Vorstand gewählt.
Die neuen Vorstandsmitglieder sagten der Vollversammlung eine engagierte Zusammenarbeit in
nunmehr modernen Strukturen zu. Sie wollen die Anliegen der Kölner Gemeinden im Stadtdekanat Köln
aufmerksam wahrnehmen und vertreten.
Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine beglückwünschte das Leitungsteam sowie die
Beisitzerinnen und Beisitzer und versprach eine gute Zusammenarbeit.
„Du bist nicht allein. Ich bin da.“
30. Juni 2026; ksd
Köln. Nach 34 Jahren geht Annelie Bracke, die Leiterin der Katholischen Telefonseelsorge Köln, heute in den Ruhestand. Im Interview mit dem Stadtdekanat erzählt sie, wie man lernt, mit den Ohren zu „sehen“, wo KI unverhofft helfen kann – und wie ihr Glaube sie bei ihrer Arbeit stets unterstützt hat.
Frau Annelie Bracke, seit 34 Jahren helfen Sie Menschen über das Telefon. Wie sehr hat sich die Telefonseelsorge in dieser Zeit verändert?
Die Substanz der Telefonseelsorge ist gleichgeblieben, weil die Menschen mit ihren persönlichen, großen Lebensthemen anrufen. Es geht also weiterhin um Einsamkeit, um Beziehungen in Partnerschaft, Familie und im Lebensumfeld, um körperliche und psychische Krankheiten und es geht um akute Lebenskrisen. Und die Menschen haben den Wunsch, jemanden zum Reden zu haben und verstanden zu werden. Das war vor 60 Jahren genauso wie jetzt. Was sich bei diesen ganz persönlichen Themen weiterentwickelt hat: In den letzten – ich würde sagen 15 bis 20 Jahren – sind Themen aus dem Arbeitsleben größer geworden. Also Mobbing, Druck und auch Armut.
Ganz aktuell ist zu beobachten, dass Menschen auch für persönliche Anliegen die KI zu Rate ziehen. So sagt manchmal ein Anrufer: „Die KI hat mir empfohlen, bei Ihnen anzurufen.“ Oder eine Anruferin: „Das Thema habe ich schon mit meiner KI besprochen, und die findet das so – was sagen Sie dazu?“
Kann man denn mit einem fremden Menschen ein so intimes Gespräch führen, ohne die Mimik des Gegenübers zu sehen?
Die Stimme transportiert sehr viel. Ich brauche dazu keinen Augenkontakt. Man lernt zu hören, wie es sonst vielleicht nur blinde Menschen können.
Selbst wenn sich jemand meldet und danach lange schweigt, habe ich In diesem Schweigen manchmal schon eine Ahnung von der Stimmungslage, obwohl ich noch nichts gehört habe.
Umgekehrt musste ich auch lernen: Wenn ich schweige, weil ich nachdenke, sprachlos oder total berührt bin, ist es hilfreich für mein Gegenüber, wenn ich sage: „Das bewegt mich gerade, das muss ich erst einmal auf mich wirken lassen.“
Die herausfordernden Themen, mit denen sich die Telefonseelsorge täglich befasst, wirken auf den Außenstehenden erdrückend. Was sagt man zum Beispiel jemandem, der daran denkt, sein Leben zu beenden, und der vielleicht sogar einen „guten“ Grund dazu hat?
Ein subjektiv guter Grund von der Person ist ja immer da – ob ich das jetzt so sehe oder nicht. Die Spannweite reicht von „Ach, manchmal wäre ich froh, wenn alles vorbei wäre“ bis zu „Ich werde es tun, ich habe auch schon die Tabletten bereitgelegt“. Die erste Regel ist, dass man es immer anspricht, auch wenn es nur angedeutet ist. Suizidgedanken anzusprechen macht es nicht schlimmer. Als Laie denkt man, dass man den anderen erst auf dumme Gedanken bringt, aber dem ist nicht so. Im Gegenteil, man bekommt einen Boden. Dann versteht man, wo der andere steht. „Verstehen“ heißt in meiner Arbeit nicht „akzeptieren“ oder „richtig finden“. Verstehen heißt: Sich in die Sicht des anderen hineinversetzen.
Jemand, der an Suizid denkt, befindet sich seelisch wie in einem dunklen Raum. Der Suizid, erscheint da wie eine Tür, durch die er diesen dunklen Raum verlassen kann. Die Idee ist oft gar nicht: Danach ist der Mensch dort, wo es hell ist, sondern es geht darum, durch die Tür der Dunkelheit zu entkommen. Deshalb muss ich erst einmal verstehen, wie dieser Raum geschaffen wurde und was so verlockend an dieser Tür ist. Man kann niemandem den Suizid ausreden, vielmehr ist es wichtig, in Kontakt zu treten. Ich habe einmal an einer Fortbildung teilgenommen mit einem Feuerwehrmann, der auf der Golden Gate Bridge jahrelang Wache geschoben hat. Da gibt es häufig Suizide. Er hat erzählt, dass man niemanden, der bereits über das Geländer geklettert ist, wieder herüberziehen kann. Er hat sich deshalb manchmal stundenlang daneben gestellt und ist einfach in Kontakt geblieben. Das ist eigentlich das Wertvollste und Wichtigste, und das versuchen wir auch. Manchmal hilft allein, dass ich versuche, zu verstehen, und in Kontakt bleibe. Zum Ende des Gesprächs kann ich dann eine Brücke bauen und sagen: „Rufen Sie gerne wieder an, wenn Sie wollen.“
Aber wenn jemand auflegt, dürfen Sie nicht zurückrufen. Sie sehen wahrscheinlich auch die Telefonnummer nicht, oder?
Nein, wir sehen sie nicht. Wenn jemand akut gefährdet ist und im Laufe des Gesprächs bereit ist, einen Hinweis auf seinen Aufenthaltsort zu geben, dann dürfen wir jemanden hinschicken – das müssen wir sogar. Wir bleiben dran und informieren die Polizei, die gegebenenfalls mit einem Rettungsdienst kommt.
Gibt es denn Fälle, die Sie noch innerlich beschäftigen, oder ist nach über drei Jahrzehnten alles schon einmal gehört worden?
Man stumpft nicht ab, sonst könnte man hier nicht mehr sitzen. Aber man wird gelassener. Ich glaube schon, dass ich vor 30 Jahren intensive Gespräche mehr mit nach Hause genommen habe. Jetzt ist es so, dass es mich in der Schicht berührt und bewegt, aber ich nehme es nicht mehr mit. Dazu dient bereits die Übergabe an den Kollegen oder die Kollegin, die nach mir ans Telefon geht. So lasse ich es ein Stück weit an dem Ort, an dem ich gearbeitet habe. Deshalb würde ich die Seelsorge auch nie von zu Hause aus machen wollen. Ich brauche den Ortswechsel und die Übergabe.
Natürlich gibt es immer noch Gespräche, die mich etwas länger bewegen. Ich weiß aber, dass ich sie irgendwann loslassen kann; deswegen kann ich sie auch in Ruhe ein bisschen nachklingen lassen in mir. Tatsächlich ist es so, dass es ganz viele Geschichten gibt, die offen bleiben. Man weiß ja nicht: Wie geht es jetzt mit der Jugendlichen weiter, die missbraucht wird, oder mit dem Menschen, der so eine schwere chronische Erkrankung hat? Ich konnte für den Moment da sein und vielleicht lindern, aber der Weg geht für diesen Menschen trotzdem weiter. Und dann gebe ich das manchmal innerlich an Gott ab. Wir haben im Dienstzimmer eine Kerze stehen, die nicht für die Gemütlichkeit da ist, sondern dafür, dass man sie für einen Anrufenden anzündet. Das mache ich manchmal. Dann kann auch ich selbst besser loslassen.
Sie haben mit unzähligen Menschen am Telefon Seelsorgegespräche geführt. Wie sehr hat das Ihren Blick auf Gott und Menschen geprägt oder verändert?
Manchmal erstaunt es mich, wie Anrufende sich trotz schwerer Umstände von Gott getragen fühlen. Wenn ich zum Beispiel Anrufende, die schon lange ein unheimlich schweres Schicksal haben, frage: „ Wie schaffen Sie das?“, dann gibt es manchmal Menschen, die sagen: „Mein Glaube hilft mir“.
Durch die Begegnungen in der Telefonseelsorge habe ich mehr Demut und Respekt vor Lebensgeschichten bekommen. Ich habe erfahren, wie Menschen es schaffen, über Jahre in sehr belasteten Situationen zurechtzukommen. Wenn man lernt, wie Menschen mit so viel Schwere umgehen, dann lernt man auch, das mit auszuhalten. Ich bin ja nur einen Moment am Hörer und erlebe nicht den ganzen Weg. Für die Anrufenden ist auch das kurze Gespräch womöglich ein großer Schatz. Ich habe gelernt, wie groß der Schatz dieses Augenblicks der Begegnung und wie wertvoll das Dasein, das Mitgehen und das Zuhören für den anderen Menschen sein kann.
Die Metapher „Schatz der Begegnung“ ist von Anrufer-Seite aus treffend – aber ist der Anruf auch für Sie, die angerufene Person, etwas Besonderes?
Anrufende wollen, dass sie mit ihrem Anliegen wahrgenommen werden und dass jemand das versteht und ein Stück mitgeht. Es ist leichter, die Schwere auszuhalten, wenn man damit nicht allein ist. Das Alleinsein ist oft viel schlimmer als die Situation selbst. Die Anrufenden wissen ja auch, dass ich nicht Arbeitslosigkeit, Liebeskummer oder was auch immer heilen oder ändern kann. Aber wir Menschen fühlen uns noch schlechter, wenn wir mit schweren Gefühlen allein sind. Manchmal verstehe ich auch die Gefühle oder Probleme des Gegenübers nicht. Wenn ich dann offen und interessiert nachfrage, geschieht manchmal Erstaunliches: Durch das Nachdenken und das Erzählen über sich selbst, beginnen Menschen manchmal, sich besser zu verstehen. Wenn ich einfach nur da bin und mich offen und interessiert einlasse, auch mit meinem Nichtverstehen, können Menschen sich selbst wieder annehmen und neuen Mut finden.
Was braucht es, um Menschen langfristig für diese anspruchsvolle Aufgabe zu gewinnen und sie zu halten?
Um wahrnehmbar zu sein, machen wir Öffentlichkeitsarbeit auf vielen Kanälen. Dadurch haben wir zum Glück genügend Bewerber und Bewerberinnen. Es folgt eine Phase, in der beide Seiten schauen, ob dieses Ehrenamt das passende ist. Wer mitarbeitet, macht die Erfahrung, viel zurückzubekommen. Neben vielfältigen fachlichen Fortbildungen und einer tollen Gemeinschaft, erleben sie auch am Telefon, dass sie im Geben gleichzeitig bereichert werden.
Was ich als Leitung dafür tun kann, ist, gemeinsam mit meinem hauptamtlichen Team die Ehrenamtlichen im Blick zu haben und meine Arbeit gut zu machen. Das bedeutet in meiner Position, dafür zu sorgen, dass der Rahmen stimmt, fachlich, organisatorisch und auch finanziell, dass man gute Angebote zur Qualifizierung und für die Gemeinschaft macht, und vor allem: dass man gut zuhört und wertschätzend ist. Was sind die Anliegen? Was brauchen die Mitarbeitenden? Mir ist es wichtig, die Menschen im Blick zu haben und gleichzeitig Hüterin der Grenzen zu sein. Ich glaube, das schätzen die Ehrenamtlichen hier.
Wie hüten Sie die Grenze? Sie sitzen ja nicht jeden Tag mit den Leuten dabei und hören, was die sagen.
Wenn die Ehrenamtlichen am Telefon sind, bin ich nicht dabei. Meine Aufgabe ist es, für Qualitätssicherung zu sorgen. Neben regelmäßigen Fortbildungen haben die Mitarbeitenden alle drei Wochen Supervision mit externen oder internen, dafür ausgebildeten Fachkräften. Da können sie einbringen, was schwierig war, was sie sehr berührt hat und was sie fachlich vertiefen möchten. Ich vertraue allen, dass sie ihren Dienst hier gut machen und sich weiterentwickeln möchten.
Nun steht Ihre Verabschiedung bevor, ein Lebensabschnitt neigt sich dem Ende zu. Wie sehen Sie dieser Veränderung entgegen?
Das Schöne ist ja, dass ich unheimlich gerne hier arbeite und gearbeitet habe. Ich hatte auch immer viel Glück mit meinen Teams und mit meinen Chefs. Deswegen ist es auch wirklich ein schwerer Abschied, da ist auch Trauer mit dabei. Gleichzeitig gibt es auch Vorfreude auf den nächsten Lebensabschnitt. Im Moment geht es mir gut, und ich hoffe, dass ich noch lange Neues entdecken und gestalten kann. Darauf freue ich mich.
Ich habe nicht das Gefühl, dass ich unerledigte Baustellen hinterlasse. Ich glaube, ich kann gut und in Frieden gehen – nicht, weil alles abgeschlossen ist, sondern weil die Prozesse weitergehen. Ich finde, dass die Telefonseelsorge ein fruchtbarer Garten ist, und ich glaube, dass dieser weiterwachsen und gedeihen wird. Es gibt hier viele, die dazu beitragen, und die neue Stellenleiterin wird es auch tun.
Die Metapher, die Sie gerade verwendet haben, ist wunderschön: die Telefonseelsorge als Gemeinschaftsgarten. Und nur weil Sie jetzt gehen, heißt das nicht, dass die Dinge aufhören zu wachsen. Das wird immer weitergehen.
Anders als unser Interview, denn wir kommen jetzt zur letzten Frage: Was würden Sie jemandem in ein, zwei Sätzen mitgeben, der gerade tief in der Krise steckt?
Wenn ich diesem Menschen, der in der Krise ist, am Telefon begegnen würde, dann wäre der Satz: „ Du bist nicht allein. Ich bin da.“ Das ist das, was wir als Telefonseelsorge anbieten können. Da zu sein mit offenem Ohr und offenem Herz.
Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenlos und anonym erreichbar unter 0800 -1110111 oder 0800 - 1110222.
Mail- und Chatberatung ist ebenfalls möglich.
Weitere Infos unter: telefonseelsorge-koeln.de
Ansprache von Stadtdechant Msgr. Robert Kleine zur Verabschiedung von Annelie Bracke
24. Juni 2026; ksd
Köln. Nach 34 Jahren an der Spitze der Katholischen Telefonseelsorge Köln wurde Annelie Bracke am 22. Juni 2026 in St. Maria im Kapitol feierlich verabschiedet. Umrahmt von Chormusik sowie einem Duo aus Klavier und Violoncello dankte Stadtdechant Msgr. Robert Kleine ihr für mehr als drei Jahrzehnte engagierten Dienstes am Nächsten. Seine Ansprache dokumentieren wir im Folgenden im Wortlaut.
Sehr geehrte Damen und Herren, heute verabschieden wir eine Frau, die über viele Jahrzehnte hinweg die Telefonseelsorge in der Stadt Köln im Erzbistum Köln geprägt hat – mit großem Engagement, mit Weitblick und vor allem mit einem tiefen menschlichen und christlichen Verständnis für die Menschen, die sich in Not einer fremden Person anvertrauen.
Liebe Frau Bracke,
Ihrem Studium der Theologie und Germanistik mit Staatsexamen folgte ein Studium der Psychologie in Münster und Zürich, das Sie 1989 mit dem Diplom und – ich hoffe, es fällt nicht unter Datenschutz – mit der Note „sehr gut“ abschlossen. Diese Verbindung aus theologischer, sprachlicher und psychologischer Kompetenz war eine ideale Grundlage für Ihre langjährige Leitung der Telefonseelsorge.
Ab dem 1. Juli 1992 arbeiteten Sie dann bei uns, in der Katholischen Telefonseelsorge in der Stadt Köln, also seit 34 Jahren. Und seit dem 1. Juli 2000, über ein Vierteljahrhundert, waren sie Leiterin unserer katholischen Telefonseelsorge Köln.
Zugleich waren Sie Diözesanbeauftragte für Telefonseelsorge im Erzbistum Köln.
Mit „Telefonseelsorge“ verbinden viele eine Telefonnummer und ein Telefon, das irgendwo in Deutschland klingelt. Doch hinter diesem Klingeln verbirgt sich oft ein ganzes Leben: Menschen, die nicht mehr weiterwissen, die nachts wachliegen, die sich einsam fühlen, die einen Verlust erlitten haben oder die innerlich so belastet sind, dass sie keinen anderen Gesprächsweg mehr sehen.
Da ist die junge Frau, die nach einer Trennung nicht schlafen kann und zum ersten Mal sagt: „Ich
halte das allein nicht mehr aus.“
Da ist der ältere Mann, dessen Partnerin gestorben ist und der abends am Tisch sitzt, wo
früher noch jemand saß.
Da ist die Mutter, die sich schuldig fühlt, weil sie glaubt, ihrem Kind nicht gerecht zu
werden.
Da ist der Jugendliche, der sich niemandem in seinem Umfeld anvertrauen kann und den Mut nur
noch über den anonymen Anruf findet.
Und genau dort beginnt der Dienst der Telefonseelsorge: nicht mit schnellen Lösungen, sondern mit einem Satz, der manchmal schon alles verändert: „Ich höre Ihnen zu.“ Die Telefonseelsorge ist daher ein ganz besonderer Ort in unserer Kirche, ein spezieller Kirch-Ort.
Sie ist kein sichtbarer Raum mit Türen und Bänken, sondern ein Raum am Telefon und inzwischen auch am Computer– der sich den Anrufenden öffnet: oft mitten in der Nacht, in Momenten von Einsamkeit, Angst oder Verzweiflung.
Im Psalm 34 heißt es: „Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind.“ Diese Nähe Gottes wird in der Telefonseelsorge oft ganz konkret erfahrbar – durch Menschen wie Sie, die Haupt- und Ehrenamtlichen, die am anderen Ende der Leitung sitzen.
Genau dort, im Raum der Telefonseelsorge, war Ihre Arbeit, liebe Frau Bracke, über Jahrzehnte wirksam und fruchtbar:
Im Zuhören, im Dasein, im Aushalten und im Mittragen.
Sie, liebe Frau Bracke, haben diesen Dienst viele Jahre verantwortet und gestaltet im Geist der Kirche. Sie haben Strukturen aufgebaut, die es ermöglichen, dass Menschen Tag und Nacht erreicht werden können.
Sie haben die katholische Telefonseelsorge in Köln nicht nur geleitet, sondern geprägt.
Und Sie haben vor allem Menschen dafür gewonnen und begleitet, die genau dieses Zuhören möglich machen: die Ehrenamtlichen.
Ja, Sie haben den Kreis der Ehrenamtlichen kontinuierlich erweitert und damit gezeigt, dass Kirche dort lebendig ist, wo Menschen bereit sind, sich Zeit zu nehmen – Zeit für die, die oft keinen anderen Gesprächspartner mehr haben.
Immer wieder erzählen Mitarbeitende der Telefonseelsorge, wie sehr sie selbst durch diese Aufgabe gewachsen sind. Nicht selten sagen sie nach einem Gespräch: „Ich habe nicht viel gesagt – aber ich war einfach da.“ Und manchmal ist genau das entscheidend.
Ein Anruf, der damit beginnt: „Ich weiß nicht, ob ich noch leben will“, wird dann zu einem Gespräch, in dem jemand zum ersten Mal wieder spricht, statt zu schweigen. Oder ein Anrufer sagt am Ende: „Danke, dass Sie nicht aufgelegt haben.“
Das sind keine großen Schlagzeilen. Es sind leise Momente. Aber genau aus solchen Momenten besteht die Arbeit, die Sie über Jahre hinweg mitgetragen und geprägt haben.
Und dafür wurde Ihnen bereits 2009 das Bundesverdienstkreuz verliehen.
Viele, die mit Ihnen zusammengearbeitet haben, beschreiben Sie als jemanden, der nicht nur organisiert, sondern auch verbindet. Sie haben, wie schon erwähnt, die heute über 70 Ehrenamtlichen begleitet und gestärkt – und damit einen Kreis geschaffen, der immer größer geworden ist. Ein Kreis von Menschen, die bereit sind, sich fremden Geschichten auszusetzen, ohne sie sofort lösen zu müssen.
Und vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Fähigkeiten in der Telefonseelsorge: nicht vorschnell zu antworten, sondern auszuhalten. Schweigen auszuhalten. Tränen auszuhalten. Fragen auszuhalten, auf die es keine schnellen Antworten gibt.
Diese Nähe wird in der Telefonseelsorge oft auf besondere Weise erfahrbar – nicht laut, nicht spektakulär, sondern leise, durch ein Gespräch, das trägt. Auch ein bekanntes Wort Jesu passt sehr gut zu diesem Dienst: „Was ihr einem dieser meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40). In der Telefonseelsorge wird dieser Satz konkret: im Hören, im Dasein, im Ernstnehmen eines Menschen, der vielleicht sonst niemanden mehr hat, der wirklich zuhört.
Liebe Frau Bracke, wenn wir heute auf Ihre Arbeit zurückblicken, dann sehen wir nicht nur eine Leitungstätigkeit. Wir sehen eine Haltung. Eine Haltung, die sagt: Jeder Mensch zählt. Jeder Mensch verdient Aufmerksamkeit. Kein Leben ist zu unbedeutend, um gehört zu werden.
Vielleicht würden Sie selbst rückblickend sagen – so, wie viele Menschen es in solchen Diensten tun –, dass nicht jede Situation „gelöst“ werden konnte. Dass es Gespräche gab, die schwer geblieben sind. Dass man manchmal nach einem Dienst gespannt auflegt und denkt: „Ich hoffe, es geht diesem Menschen irgendwie gut.“
Und gleichzeitig würden Sie vermutlich auch sagen, dass genau darin die Stärke dieser Arbeit liegt: nicht alles kontrollieren zu können, aber trotzdem da zu sein. Nicht alle Wege zu kennen, aber niemanden allein zu lassen, solange das Gespräch dauert.
Vielleicht würden Sie auch sagen, dass Sie selbst durch diese Arbeit verändert wurden. Dass Sie gelernt haben, wie zerbrechlich Leben sein kann – und gleichzeitig, wie viel Kraft in einem ehrlichen Gespräch steckt. Und dass Sie immer wieder erlebt haben, dass Menschen überraschend viel Hoffnung entwickeln können, wenn jemand ihnen wirklich zuhört.
Heute danken wir Ihnen für diesen Weg. Für Ihre Leitung, Ihre Klarheit, Ihre Beharrlichkeit – und vor allem für Ihr Herz für diese Arbeit. Sie haben dazu beigetragen, dass die Telefonseelsorge ein Ort geblieben ist, an dem Kirche nicht zuerst spricht, sondern zuhört.
Nun gehen Sie einen neuen Abschnitt Ihres Lebens. Und wir hoffen, dass Sie mit einem guten Gefühl zurückblicken können: auf all die Gespräche, auf all die Menschen, die Sie begleitet haben, und auf die vielen Ehrenamtlichen, die durch Sie ihren Platz gefunden haben.
Und wir wünschen Ihnen, dass Sie spüren dürfen: Dieser Dienst ist nicht einfach „vorbei“. Er hat Spuren hinterlassen – in anderen Menschen und auch in Ihnen selbst. Und diese Spuren sind etwas Bleibendes.
Für all das sagen wir Ihnen heute von Herzen: Danke.
Und wir bitten Gott, dass er Sie begleitet auf Ihrem weiteren Weg – mit Frieden im Herzen, mit Dankbarkeit im Rückblick und mit Vertrauen in das, was kommt.
Hier ist die Ansprache als Download.
Grußwort von Stadtdechant Msgr. Kleine beim Jahresempfang der Caritas
23. Juni 2026; ksd
Köln. Beim Jahresempfang des Caritasverbandes für die Stadt Köln e.V. am 19. Juni 2026 im „Garten der Religion“ würdigte Stadtdechant Msgr. Robert Kleine das Engagement der Caritas für die Menschen in Köln. In seinem Grußwort dankte er den haupt- und ehrenamtlich Tätigen für ihren Einsatz im Dienst am Nächsten. Sein Grußwort dokumentieren wir im Folgenden im Wortlaut.
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich freue mich sehr, mit Ihnen zusammen auf Einladung von Caritas, IN VIA, KJA, Malteser, SkF und SKM hier im Garten der Religionen zu Gast zu sein.
Dieser Jahresempfang ist mehr als ein gesellschaftlicher Termin. Er ist Ausdruck einer Verantwortungsgemeinschaft. Einer Gemeinschaft von Menschen, die jeden Tag dort wirken, wo gesellschaftliche Herausforderungen konkret werden.
Einer, der genau dies tat, soziale und gesellschaftliche Herausforderungen anzunehmen und zu lösen, war Pfarrer Franz Decker.
Am vergangenen Montag ist der ehemalige Kölner Caritasdirektor im Alter von 83 Jahren verstorben.
Von 2000 bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2011 prägte er den Caritasverband für die Stadt Köln in außergewöhnlicher Weise.
Sein Ziel war eine Caritas, die wirtschaftlich verantwortungsvoll arbeitet, um ihren eigentlichen Auftrag erfüllen zu können: Menschen in Not beizustehen und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Die Caritas war für ihn lebendiger Ausdruck gelebter Nächstenliebe, und er war überzeugt, dass die Caritas ihre Stimme dort erheben muss, wo Menschen keine Fürsprecher haben.
Ob sein Engagement für die interkulturelle Öffnung des Caritasverbandes und für Menschen mit Migrationsbiografie und Geflüchtete, ob die Unterstützung von Kölsch Hätz und die Förderung neuer Formen der Nachbarschaftshilfe, die Weiterentwicklung der Beschäftigungshilfen für Menschen mit Behinderung oder sein Engagement für Jugendliche in Köln: Er war bereit, neue Wege zu gehen, wenn sie den Menschen dienten.
Als Caritasdirektor scheute Franz Decker keine Debatten und vertrat seine Überzeugungen mit Mut und Leidenschaft. Gleichzeitig blieb er immer offen für andere Sichtweisen und den gemeinsamen Dialog.
Ich darf aus dem Nachruf von Markus Peters und Markus Nikolaus zitieren:
„Wir sind dankbar für alles, was Pfarrer Franz Decker für die Caritas Köln, für die Stadt Köln und für die Menschen, die hier leben und arbeiten, geleistet hat, und für die Spuren, die er in unserem Verband hinterlassen hat. Sein Wirken wird bestehen: in den Strukturen, die er aufgebaut hat, in den Projekten, die er angestoßen hat, und vor allem in den Erinnerungen der Menschen, die ihm begegnen durften.“
In unserem Glauben vertrauen wir darauf, dass Franz Decker nun den sehen wird, den er als Caritasdirektor, Priester, Seelsorger und Mensch in Wort und vor allem in Handeln bezeugt hat.
Liebe Damen und Herren,
Köln ist eine starke Stadt. Eine weltoffene Stadt. Eine Stadt mit wirtschaftlicher Kraft, kultureller Vielfalt und einem ausgeprägten Bürgersinn.
Doch zugleich wissen wir: Nicht alle Menschen profitieren gleichermaßen von dieser Stärke.
Die soziale Lage in Köln ist von erheblichen Spannungen geprägt. Viele Menschen erleben steigende Lebenshaltungskosten, hohe Energiekosten und vor allem die dramatische Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt:
Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum übersteigt das Angebot seit Jahren deutlich. Die Zahl der Sozialwohnungen sinkt, während gleichzeitig immer mehr Menschen auf Unterstützung beim Wohnen angewiesen sind.
Für Familien, Alleinerziehende, Auszubildende, Seniorinnen und Senioren oder Menschen mit geringem Einkommen wird die Suche nach einer Wohnung immer häufiger zu einer existenziellen Belastung.
Hinzu kommen wachsende Armutsrisiken. Viele Menschen arbeiten, sorgen für ihre Familien und leisten ihren Beitrag für unsere Gesellschaft – und dennoch reicht das Einkommen oft kaum aus, um die steigenden Kosten des Alltags zu bewältigen.
Besonders besorgniserregend ist, dass Kinderarmut weiterhin eine Realität auch in unserer Stadt bleibt. Hinter jeder Zahl steht ein Kind, dessen Chancen auf Bildung, Teilhabe und gesellschaftliche Entwicklung eingeschränkt sind. Dies darf uns nicht gleichgültig lassen.
Gleichzeitig erleben wir große Herausforderungen in der Pflege. Der Fachkräftemangel, steigende Bedarfe einer älter werdenden Gesellschaft und die Finanzierung sozialer Dienstleistungen setzen Einrichtungen und Mitarbeitende zunehmend unter Druck.
Ähnliche Entwicklungen sehen wir in der Jugendhilfe, in der Integrationsarbeit und bei Angeboten für Menschen in schwierigen Lebenslagen.
Auch die Zahl wohnungsloser und von Wohnungslosigkeit bedrohter Menschen macht deutlich, wie wichtig eine starke soziale Infrastruktur ist. Wohnen bedeutet Sicherheit, Würde und gesellschaftliche Teilhabe.
Gerade deshalb kommt den katholischen Sozialverbänden eine unverzichtbare Rolle zu.
Sie sind nicht nur Dienstleister sozialer Hilfen. Sie sind Anwälte der Menschen, die oft keine starke Stimme haben. Sie machen auf Missstände aufmerksam. Sie schaffen Begegnung. Sie stärken den Zusammenhalt.
Und sie erinnern Politik und Gesellschaft daran, dass der Wert einer Gemeinschaft sich daran bemisst, wie sie mit den Schwächsten umgeht.
Dabei stehen auch die Caritas und die Fachverbände selbst unter erheblichem Druck. Steigende Personal- und Sachkosten, Fachkräftemangel und angespannte öffentliche Haushalte stellen viele Träger vor schwierige Entscheidungen. Umso wichtiger ist es, die soziale Infrastruktur unserer Stadt nachhaltig zu sichern und verlässlich zu finanzieren.
Denn soziale Arbeit ist keine freiwillige Zugabe in guten Zeiten. Sie ist eine Grundvoraussetzung für gesellschaftlichen Frieden und Zusammenhalt.
Bei allen Herausforderungen dürfen wir jedoch auch die Stärken unserer Stadt nicht übersehen:
Köln zeichnet sich durch eine außergewöhnliche Kultur des Engagements aus. Tausende Haupt- und ehrenamtlich Engagierte setzen sich täglich für andere Menschen ein. Sie schenken Zeit, Aufmerksamkeit und Hoffnung. Sie bauen Brücken zwischen Generationen, Religionen und sozialen Milieus. Sie zeigen, dass Solidarität kein abstrakter Begriff ist, sondern gelebte Wirklichkeit.
Diese Haltung brauchen wir heute mehr denn je.
Denn gesellschaftlicher Zusammenhalt entsteht nicht von selbst. Er wächst dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Wo Unterschiede nicht trennen, sondern als Bereicherung verstanden werden. Wo niemand zurückgelassen wird.
Die katholischen Wohlfahrtsverbände leisten hierzu einen unschätzbaren Beitrag. Sie verkörpern christliche Nächstenliebe in praktischer Form. Sie verbinden Professionalität mit Menschlichkeit und Hilfe mit Respekt vor der Würde jedes Einzelnen.
Dafür danke ich Ihnen von Herzen.
Sehr geehrte Damen und Herren aus Politik und Verwaltung, Liga und Kirche, Gruppen und Verbänden, Wirtschaft und Kirche.
Lassen Sie uns gemeinsam und als Stadtgesellschaft daran arbeiten, dass Köln eine lebenswerte, solidarische und gerechte Stadt bleibt. Eine Stadt, in der wirtschaftliche Stärke und soziale Verantwortung zusammengehören. Eine Stadt, in der jeder Mensch die Chance auf Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben hat.
Ich wünsche Ihnen und uns allen Kraft, Zuversicht und Gottes Segen für Ihre wichtige Arbeit, damit eins nie infrage gestellt wird und steht:
„Köln bleibt sozial.“
Ich danke für Ihre Aufmerksamkeit.
All för dat Laache d'r Pänz: Benefizkonzert bringt 1.387 Euro für Kölner Klinik-Clowns
28. Mai 2026; ksd
Köln. Was als musikalischer Abend voller Magie begann, hat nun eine besondere Fortsetzung gefunden: Die bei dem Benefizkonzert „El vol del rossinyol” in der Kölner Domsingschule gesammelten Spenden wurden an den Verein Kölner Klinik-Clowns e. V. übergeben. Heike Keilhofer, die Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Barcelona e. V., und Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine überreichten dem Roncalli-Weißclown Gensi und seinen beiden rotnasigen Kollegen Tante Ente und Koko einen Scheck über 1.387 Euro.
Ein Konzert, das mehr bewegt als Herzen
Ende April hatten Gensi und der katalanische Pianist Lluís R. Salvà in der Domsingschule einen außergewöhnlichen Abend gestaltet. Sie spielten Musik aus dem Kloster Montserrat, Klänge des katalanischen Jugendstils, Zirkusmelodien und kölsche Lieder zum Mitsingen für alle. Das Konzert ist Teil der lebendigen Städtepartnerschaft zwischen Köln und Barcelona. Der Eintritt war frei, das Publikum spendete.
Ehrenamt unterstützt Ehrenamt
Dass die gesammelten Mittel den Kölner Klinik-Clowns zugutekommen, freut alle Beteiligten. Heike Keilhofer, die Vorsitzende des Vereins zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Barcelona e. V., bringt es auf den Punkt: „Dass hier das Ehrenamt ein anderes Ehrenamt unterstützt, finde ich großartig.“ Auch Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine ist von der Aktion bewegt: „Dass ein Abend voller wunderbarer Musik dazu führt, dass Kindern ein Lachen geschenkt wird, ist eine wunderschöne Sache.“
Über die Kölner Klinik-Clowns e. V.
Die Kölner Klinik-Clowns e. V. sind seit Jahren fester Bestandteil der Kölner Krankenhauslandschaft. Ausgebildete Clowns besuchen regelmäßig Kinderstationen, um den kleinen Patientinnen und Patienten mit Humor und Kreativität Mut zu machen. Der Verein finanziert sich überwiegend durch Spenden und ehrenamtliches Engagement.
Mehr Informationen unter:
www.koelnbarcelona.de und
www.koelner-klinikclowns.de
Auf den Sattel, fertig, los! „Kirche radelt“ nimmt an STADTRADELN teil
7. Mai 2026;
Köln. Es ist Zeit, die Reifen aufzupumpen und den Helm zu richten: Ab dem 10. Juni startet das diesjährige STADTRADELN, und wir laden alle herzlich ein, Teil unseres Teams „Kirche radelt“ zu werden. „Drei Wochen lang wollen wir gemeinsam Kilometer sammeln“, freut sich Stadtdechant Msgr. Robert Kleine auf das Ereignis, „für ein besseres Klima und die Bewahrung der Schöpfung, für mehr Lebensqualität in unserer Stadt und natürlich für die Freude an der Bewegung.“
Ziel der Initiative STADTRADELN ist es, die Umwelt zu schützen und den Radverkehr zu fördern. Denn je mehr Kölnerinnen und Kölner auf das Fahrrad steigen, desto eher wird die Radinfrastruktur verbessert.
Doch wie kann aufgezeigt werden, wie viele Kilometer zurückgelegt wurden? Das geht über die App STADTRADELN. Gemeinsam mit der evangelischen Kirche haben wir eine Gruppe namens „Kirche radelt“ ins Leben gerufen. Wir hoffen auf Ihre Unterstützung, denn das Ziel der Ökumene ist ambitioniert: 100 Kölnerinnen und Kölner sollen in der Gruppe in die Pedale treten.
Ganz gleich, ob Sie auf dem Weg zur Arbeit auf dem Drahtesel den Stau umkurven, Einkäufe erledigen oder am Wochenende eine Tour durchs Grüne machen – jeder Kilometer zählt!
Hier können Sie sich direkt unserem Team anschließen: Anmeldung „ Kirche radelt“
So sind Sie dabei:
- Kilometer erfassen: Tragen Sie Ihre geradelten Strecken einfach online im Kilometer-Buch ein oder nutzen Sie die praktische STADTRADELN-App.
- Ohne Internet mitmachen: Wer keinen digitalen Zugang hat, kann die Kilometer wöchentlich per Erfassungsbogen an die lokale Koordination melden.
- Überall radeln: Da Klimaschutz keine Grenzen kennt, ist es egal, wo Sie unterwegs sind – jeder Ort zählt.
- Fairplay: Ausgenommen sind lediglich Radwettkämpfe sowie das Training auf stationären Fahrrädern (Heimtrainer).
- Flexibilität: Ob Sie Ihre Kilometer täglich oder gesammelt am Wochenende eintragen, bleibt Ihnen überlassen.
- Nachtragsfrist: Sollten Sie einmal vergessen haben, eine Fahrt einzutragen, haben Sie bis zu sieben Tage nach Ende des 21-tägigen Aktionszeitraums Zeit für Korrekturen.
Lassen Sie uns gemeinsam zeigen, dass die Kirche in Köln beweglich ist und Verantwortung für
unsere Umwelt übernimmt. Wir freuen uns auf jeden gefahrenen Kilometer im Team „Kirche radelt“
!
Manege frei für das Benefizkonzert: Roncalli-Clown Gensi und Pianist Lluís R. Salvà verbinden Köln und Barcelona
23. April 2026; ksd
Köln. Ein besonderes Highlight der Städtepartnerschaft der katalanischen Metropole und der Domstadt ist im Anflug: Der berühmte Weißclown des Circus Roncalli, Gensi, und der renommierte Pianist Lluís R. Salvà laden zu einem exklusiven Benefizkonzert ein.
Unter dem Titel „El vol del rossinyol“ (zu Deutsch: der Flug der Nachtigall) erwartet die Besucher ein Abend voller Magie, der die Zirkuswelt mit der Musiktradition Kataloniens und des Rheinlands verbindet. Im Mittelpunkt steht Fulgenci Mestres Bertran, genannt Gensi, der seit 2005 als Weißclown bei Roncalli im Rampenlicht steht und Weltruhm erlangt hat. Der ausgebildete Musiker und Schüler der berühmten „Escolania de Montserrat“ bringt gemeinsam mit dem international tätigen Pianisten Lluís R. Salvà ein Stück katalanische Seele direkt in die Kölner Domsingschule.
Passend zum Gaudí-Jahr 2026 schlägt das Programm eine Brücke von den mittelalterlichen Klängen des Klosters Montserrat über den katalanischen Jugendstil bis hin zur Welt des Zirkus von Charlie Chaplin und Grock. Den krönenden Abschluss bilden „Kölsche Tön“, die zum gemeinsamen Mitsingen einladen und die tiefe Verbundenheit zwischen den Partnerstädten hörbar machen.
Stadt- und Domdechant Msgr. Robert Kleine freut sich sehr auf diese musikalische Begegnung: „ Nachdem ich kürzlich über Gensi als Clown in der Manege lachen durfte, bin ich gespannt, ihn nun als Musiker auf der Bühne der Domsingschule zu erleben.“
Das Benefizkonzert findet am Montag, den 27. April, von 19:30 bis 21:00 Uhr in der Kölner Domsingschule (Clarenbachstraße 5–15, 50931 Köln) statt.
Der Eintritt ist frei, um Spenden für die Förderung der Städtepartnerschaft wird gebeten. Eine Anmeldung via E-Mail an info@koelnbarcelona.de ist erforderlich.
Kontakt für Rückfragen:
Verein zur Förderung der Städtepartnerschaft Köln-Barcelona e. V.
E-Mail:
info@koelnbarcelona.de
Web:
www.koelnbarcelona.de
Carolin Hostert-Hack übernimmt die Leitung des Katholischen Bildungswerks Köln und des DOMFORUMs
20. April 2026; ksd
Köln. Mit Carolin Hostert-Hack übernimmt eine junge Theologin die Leitung des Katholischen Bildungswerks Köln und des DOMFORUMs. Die 30-jährige ist bereits seit dem 01.01.2026 als stellvertretende Leiterin des Bildungswerks tätig und wird beide Einrichtungen leiten. Sie folgt auf Rainer Tüschenbönner, der die Arbeit über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt hat.
„Ich freue mich, dass mit Frau Hostert-Hack die nächste Generation Verantwortung für die katholische Bildungsarbeit in der Stadt Köln übernimmt. Sie bringt nicht nur fachliche Kompetenz und organisatorische Klarheit mit, sondern auch Offenheit, Engagement und Freude an der Bildungsarbeit“, so Stefan von der Bank, Vorstand des Bildungswerks der Erzdiözese Köln e.V.
Seit 30 Jahren steht das DOMFORUM als Ort für Begegnung, Glaube und Kultur in der Stadt Köln. Als Ort der Citypastoral schafft es Räume für Austausch, Orientierung und Diskussion zwischen Kirche und Stadtgesellschaft. „Mit dieser neuen Leitung werden bewährte Formate fortgeführt und zugleich neue Wege zur Stärkung kirchlichen Lebens in der Stadt gegangen werden“, so Stadtdechant Msgr. Robert Kleine.
Carolin Hostert-Hack selbst sagt zu ihrer neuen Aufgabe: „Ich trete diese Aufgabe mit großem Respekt und zugleich mit großer Freude an. Als junge Frau in der katholischen Kirche mitgestalten zu können, ist für mich eine besondere Chance und Motivation. Bildung und Citypastoral leben davon, dass Menschen sich mit ihren Fragen, Überzeugungen und Zweifeln einbringen können. Diese Räume möchte ich gemeinsam mit den Teams weiter stärken und profilieren.“
80 Jahre Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln
14. April 2026; ksd
Köln. Am 31. März 1946 erschien die „Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln“ zum ersten Mal.
Die Kölner Kirchenzeitung (Kiz) spielt eine besondere Rolle im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben unserer Erzdiözese: Sie ist ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Erzbistum und den Gläubigen, denn sie vermittelt kirchliche Positionen, informiert über Entscheidungen im Erzbistum und macht pastorale Entwicklungen verständlich.
Ein zentrales Merkmal ist die Berichterstattung aus den Gemeinden. Jubiläen, Initiativen oder soziale Projekte bekommen Raum – dadurch entsteht ein Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit im Erzbistum. Viele Leserinnen und Leser schätzen die Regionalseiten und vor allem auch die jeweilige Gottesdienstordnung für ihre Stadt bzw. ihr Dekanat.
Die Zeitung bietet spirituelle Impulse, Kommentare zu ethischen Themen und Einordnungen aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen aus christlicher Perspektive. Außerdem gibt es Reportagen, Kultur und Unterhaltung. Neben Verkündigung fördert die Kiz auch Diskussion und Meinungsvielfalt innerhalb der Kirche und darüber hinaus.
Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Redaktionsteam unter Leitung von Chefredakteur Robert Boecker!
Danke und: Ad multos annos!
Verabschiedung von Günther Bergmann als Leiter der Kath. Beratungsstelle im linksrheinischen Köln
9. April 2026; privat
Köln. Zum 31. März 2026 beendete Günther Bergmann seine aktive Tätigkeit als Leiter der EFL Köln. Bei einer Verabschiedung im Kreis des Teams der Beratungsstelle in der Krebsgasse sowie mit Vertretern des Erzbistums Köln, Kolleginnen und Kollegen anderer Beratungsstellen sowie den Mitarbeitenden des Stadtdekanates Köln verabschiedete Stadtdechant Msgr. Robert Kleine Herrn Bergmann in die sogenannte Freistellungsphase seiner Altersteilzeit-Vereinbarung und würdigte nach einer Andacht im Baptisterium im Rahmen einer Feierstunde dessen langjähriges Engagement im Kölner Stadtdekanat.
Knapp 36 Jahre war Günther Bergmann im kirchlichen Dienst tätig. Zunächst arbeite er in der EFL Bonn und im Bistum Münster, bevor er im November 1995 in die Leitung der EFL Beratungsstelle in Köln-Porz übernahm. 22 Jahre später übernahm er 2017 die Leitung der EFL-Stelle im Linksrheinischen, zunächst im Steinweg, später in der Krebsgasse. Zudem war Günther Bergmann einige Zeit Diözesanbeauftragter für Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Erzbistum Köln.
Der studierte Psychologe leitete als ausgebildeter Supervisor und klinischer Psychotherapeut mit großem Engagement die Stelle und das Beratungsteam. Als Diplom-Psychologe und Leiter der Beratungsstelle war er Ansprechpartner für viele Menschen, die Rat oder Hilfe benötigten und alleine nicht mehr weiter wussten. Darüber hinaus setzte er sich für sein Team von Mitarbeitenden und die Belange der Beratungsstelle ein, deren Aufgaben durch den Wandel der Gesellschaft in den letzten Jahren vielfältiger geworden sind. Eine besondere Herausforderung war hier die Zeit der Coronapandemie. Auch hier hat die Beratungsstelle systemrelevanten Einsatz und Arbeit gezeigt. Fest verankert im christlichen Glauben hat Günther Bergmann in den vergangenen Jahrzehnten vielen Menschen aus Köln und darüber hinaus durch schwierige Zeiten geholfen.
Stadtdechant Kleine bedankte sich persönlich und herzlich bei Herrn Bergmann und wünschte ihm und seiner Familie von Herzen für den neuen Lebensabschnitt Gesundheit, Freude und Gottes reichen Segen.
Ein Ostergruß von Stadtdechant Msgr. Robert Kleine
5. April 2026; ksd
Köln. „Dies ist der Tag, den der Herr gemacht“ – Schon die ersten Worte des bekannten Osterliedes laden uns ein, den Blick zu heben: Weg von den Sorgen des Alltags, hin zu Gottes Wirken in unserer Welt. Es ist nicht irgendein Tag, von dem hier die Rede ist, sondern der Tag der Auferstehung, der Ostermorgen – der Wendepunkt der Geschichte, an dem Gott endgültig zeigt, dass das Leben stärker ist als der Tod.
Das Lied greift Worte des Psalms 118 auf: „Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; wir wollen jubeln und uns über ihn freuen.“ In diesem Psalm klingt die tiefe Gewissheit mit, dass Gott handelt – nicht fern und unbeteiligt, sondern mitten in unserer Wirklichkeit. Gerade in einer Welt, die aktuell von Kriegen, Konflikten, Unsicherheiten und Leid geprägt ist, erinnert uns diese Botschaft daran, dass Gott der Schöpfer und Vollender unseres Lebens ist.
Wenn wir singen „der Freud in alle Welt gebracht“, dann ist das keine oberflächliche Fröhlichkeit. Es ist eine Freude, die aus der Tiefe kommt – eine österliche Freude, die auch das Kreuz kennt. Denn Ostern ist ohne Karfreitag nicht zu verstehen. Die christliche Botschaft verschweigt das Leid nicht, sondern stellt ihm die Hoffnung entgegen: Gott lässt den Menschen nicht im Dunkeln. Er führt durch das Leiden hindurch in neues Leben.
Für uns heute kann dieser Zuspruch zu einer Einladung werden: jeden Tag als Geschenk Gottes zu begreifen. Auch die scheinbar gewöhnlichen Tage tragen das Potenzial in sich, von Gott erfüllt zu sein. In jedem Moment kann etwas von dieser österlichen Wirklichkeit aufleuchten:
- In einem guten Wort,
- In einer helfenden Hand,
- In einem Zeichen der Versöhnung.
Gerade im Dienst am Menschen, in der Sorge füreinander und im Einsatz für Würde und
Gerechtigkeit wird diese Botschaft konkret. Wo Menschen einander beistehen, wird sichtbar, dass
Gott wirkt. Wo Hoffnung weitergegeben wird, lebt Ostern weiter.
Der „Tag, den Gott gemacht“ hat, ist nicht nur ein Ereignis der Vergangenheit. Er reicht hinein in unsere Gegenwart. Jeder neue Tag kann ein Ostertag sein, wenn wir uns von Gottes Licht berühren lassen und es weitertragen.
Möge uns die Botschaft der Auferstehung begleiten – in der Osterzeit und darüber hinaus. Als Ermutigung, als Trost und als Ausdruck unserer Hoffnung: Gott hat diesen Tag gemacht. Und er macht auch unser Leben neu.
Das Stadtdekanat Köln wünscht Ihnen, Ihren Familien und allen, mit denen Sie die Feiertage verbringen, ein gesegnetes, friedvolles und glaubensfrohes Osterfest!
Ein himmlisches Sammlerstück: Dom- und Stadtdechant Msgr. Kleine wird zur exklusiven Playmobil-Figur
1. April 2026;
Köln. Es ist eine kleine Sensation für alle Playmobil-Fans und ein besonderes Highlight für unsere Domstadt: Gemeinsam mit der Playmobil-Zentrale in Zirndorf feilte das Stadtdekanat in den letzten Monaten an der Nachbildung unseres Dom- und Stadtdechanten Msgr. Robert Kleine – und nun ist es endlich soweit!
Diese neu entwickelte Figur ist eine detailgetreue Nachbildung des Dom- und Stadtdechanten. Von der markanten Kleidung bis hin zu den kleinen Accessoires wurde jedes Element mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Damit holt Playmobil ein Stück lokale Identität direkt ins Kinderzimmer oder in die Sammlervitrine.
Passend zum Osterfest erscheint die Sonderfigur genau zum richtigen Zeitpunkt: Während Schokohasen schnell vernascht sind, bleibt dieser kleine Botschafter des Glaubens und der Stadtgeschichte dauerhaft erhalten.
Egal, ob zum aktiven Nachspielen von Messen oder als besonderes Ausstellungsstück auf dem Schreibtisch – die Figur ist ein ideales Geschenk für Jung und Alt. Sie verbindet Generationen und schlägt eine Brücke zwischen spielerischer Kreativität und tiefer Verbundenheit zu unserer Stadt.
Die limitierte Figur des Dom- und Stadtdechanten ist ab sofort in der 7. Etage des Kölner Doms sowie im Onlineshop des Stadtdekanats erhältlich.
Predigt von Stadtdechant Msgr. Robert Kleine in der Abschlussmesse der Männerwallfahrt
24. März 2026; ksd
Köln.
„Miteinander beginnt mit mir“ – dieser Satz klingt einfach. Und doch steckt in ihm eine große Herausforderung. Denn oft denken wir beim Wort Miteinander zuerst an die anderen:
Die anderen sollen freundlicher sein.
Die anderen sollen rücksichtsvoller sein.
Die anderen sollen sich ändern.
Aber dieses Leitwort dreht die Perspektive um. Es sagt nicht: Miteinander beginnt mit den anderen.
Es sagt: Miteinander beginnt mit mir.
In unserem Alltag erleben wir viele Situationen, in denen das Miteinander auf die Probe gestellt wird: in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Familie, im Verein oder auch online.
Missverständnisse, Stress, unterschiedliche Meinungen – all das gehört zum Leben.
Die Frage ist nicht, ob Konflikte entstehen, sondern wie wir mit ihnen umgehen.
Und genau hier beginnt das „mit mir“.
Es beginnt mit meiner Haltung.
Wie gehe ich auf andere zu?
Höre ich wirklich zu – oder warte ich nur darauf, selbst zu sprechen?
Bin ich bereit, andere Meinungen auszuhalten, auch wenn sie nicht meiner entsprechen?
Miteinander beginnt mit kleinen Dingen:
mit einem freundlichen Wort,
mit Respekt,
mit der Bereitschaft, einen Schritt auf andere zuzugehen.
Oft unterschätzen wir, wie sehr unser eigenes Verhalten andere beeinflusst. Ein Lächeln kann den Ton eines ganzen Gesprächs verändern. Ein ehrliches „Es tut mir leid“ kann eine festgefahrene Situation lösen. Und manchmal reicht es schon, jemanden nicht sofort zu verurteilen, sondern nachzufragen.
Natürlich heißt das nicht, dass ich alles hinnehmen muss oder immer einer Meinung sein soll. Ein gutes Miteinander bedeutet nicht Gleichheit, sondern Respekt trotz Unterschiedlichkeit. Ich darf meine Meinung vertreten – aber ohne andere kleinzumachen.
Wenn jeder von uns bei sich selbst anfängt, entsteht etwas Größeres: Vertrauen. Gemeinschaft. Zusammenhalt. Kein perfektes Miteinander, aber ein echtes.
„Miteinander beginnt mit mir“, bedeutet, dass ich mir immer wieder die Frage stelle
Was kann ich heute tun, damit das Miteinander ein kleines Stück besser wird?
Liebe Schwestern und Brüder,
mit einem einzigen Satz gibt Jesus auf diese Frage eine Antwort:
„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen.“
Ein Satz – klar, einfach, verständlich. Und doch so herausfordernd.
Diese sogenannte „Goldene Regel“ zwingt uns zu einem Perspektivwechsel.
Sie fragt nicht zuerst: Was steht mir zu?
Sie fragt: Was wünsche ich mir – und bin ich bereit, genau das auch anderen zu geben?
Ich wünsche mir von anderen: Respekt Geduld Verständnis. Ehrlichkeit. Vergebung.
Und nun kommt die unbequeme Frage:
Bin ich bereit, genauso respektvoll, geduldig, verständnisvoll, ehrlich und vergebungsbereit zu sein?
Die Goldene Regel ist dabei viel mehr als ein „Du sollst nicht“
Viele ethische Regeln lauten ja negativ:
„Du sollst nicht stehlen.“
„Du sollst nicht lügen.“
Die Goldene Regel geht weiter. Sie ist positiv formuliert:
Nicht nur nichts Böses tun, sondern aktiv das Gute tun.
Nicht: „Ich habe niemandem geschadet.“
Sondern: „Habe ich jemandem geholfen?“
Das erinnert uns an die Rede vom Weltgericht: Das Gute, das ihr dem geringsten meiner Brüder getan oder nicht getan habt, das habt ihr mir getan bzw. nicht getan.“
Liebe Männer,
„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen.“ Das ist anspruchsvoll.
Denn es bedeutet, Initiative zu ergreifen.
Und es ist nicht so einfach. Denn die Goldene Regel gilt nicht nur für Menschen, die ich mag.
Sie gilt auch für
den schwierigen Kollegen
den Nachbarn, der mich nervt
den Menschen, der mich verletzt hat
Gerade hier zeigt sich ihre Kraft.
Jesus selbst hat diese Regel gelebt – selbst am Kreuz. Er antwortete auf Hass mit Vergebung, auf Gewalt mit Liebe.
Die Goldene Regel ist deshalb keine Höflichkeitsregel.
Sie ist Ausdruck der Liebe Gottes.
Stellen wir uns vor:
Politiker würden sich fragen: Wie möchte ich regiert werden?
Arbeitgeber würden sich fragen: Wie möchte ich behandelt werden?
Familienmitglieder würden sich fragen: Wie wünsche ich mir den Ton zu Hause?
Unsere Welt sähe anders aus.
Frieden beginnt nicht in großen Konferenzen.
Er beginnt im Herzen. Und im ganz konkreten Verhalten.
Doch seien wir ehrlich:
Aus eigener Kraft schaffen wir das nicht immer. Die Goldene Regel will keinen moralischen Leistungsdruck erzeugen.
Sie ist vielmehr die deutliche Einladung, sich von Gottes Liebe prägen zu lassen.
Wer sich von Gott angenommen weiß, kann großzügiger sein.
Wer Vergebung erfahren hat, kann leichter vergeben.
Die Goldene Regel ist kein kompliziertes Programm.
Sie passt in einen einzigen Satz.
Aber sie kann die Welt verändern. Und mein Leben, meinen Alltag. Immer dann, wenn ich mir die Doppelfrage stelle:
Was wünsche ich mir von anderen?
Und wem kann ich genau das heute schenken?
Als Mann. Als Christ. Amen.
