AKTUELLES
Hier finden Sie aktuelle Nachrichten zu stadtweiten Veranstaltungen, Initiativen und Aktionen der katholischen Kirche und ihrer Kooperationpartner in der Stadt Köln.
Überregionale Nachrichten der katholischen Kirche finden Sie auf den folgenden Webseiten:
www.erzbistum-koeln.de | www.koelner-dom.de | www.domradio.de | www.katholisch.de | www.kna.de | www.dbk.de | www.vaticannews.va/de.html
80 Jahre Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln
14. April 2026; ksd
Köln. Am 31. März 1946 erschien die „Kirchenzeitung für das Erzbistum Köln“ zum ersten Mal.
Die Kölner Kirchenzeitung (Kiz) spielt eine besondere Rolle im kirchlichen und gesellschaftlichen Leben unserer Erzdiözese: Sie ist ein wichtiges Bindeglied zwischen dem Erzbistum und den Gläubigen, denn sie vermittelt kirchliche Positionen, informiert über Entscheidungen im Erzbistum und macht pastorale Entwicklungen verständlich.
Ein zentrales Merkmal ist die Berichterstattung aus den Gemeinden. Jubiläen, Initiativen oder soziale Projekte bekommen Raum – dadurch entsteht ein Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit im Erzbistum. Viele Leserinnen und Leser schätzen die Regionalseiten und vor allem auch die jeweilige Gottesdienstordnung für ihre Stadt bzw. ihr Dekanat.
Die Zeitung bietet spirituelle Impulse, Kommentare zu ethischen Themen und Einordnungen aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen aus christlicher Perspektive. Außerdem gibt es Reportagen, Kultur und Unterhaltung. Neben Verkündigung fördert die Kiz auch Diskussion und Meinungsvielfalt innerhalb der Kirche und darüber hinaus.
Herzlichen Glückwunsch an das gesamte Redaktionsteam unter Leitung von Chefredakteur Robert Boecker!
Danke und: Ad multos annos!
Verabschiedung von Günther Bergmann als Leiter der Kath. Beratungsstelle im linksrheinischen Köln
9. April 2026; privat
Köln. Zum 31. März 2026 beendete Günther Bergmann seine aktive Tätigkeit als Leiter der EFL Köln. Bei einer Verabschiedung im Kreis des Teams der Beratungsstelle in der Krebsgasse sowie mit Vertretern des Erzbistums Köln, Kolleginnen und Kollegen anderer Beratungsstellen sowie den Mitarbeitenden des Stadtdekanates Köln verabschiedete Stadtdechant Msgr. Robert Kleine Herrn Bergmann in die sogenannte Freistellungsphase seiner Altersteilzeit-Vereinbarung und würdigte nach einer Andacht im Baptisterium im Rahmen einer Feierstunde dessen langjähriges Engagement im Kölner Stadtdekanat.
Knapp 36 Jahre war Günther Bergmann im kirchlichen Dienst tätig. Zunächst arbeite er in der EFL Bonn und im Bistum Münster, bevor er im November 1995 in die Leitung der EFL Beratungsstelle in Köln-Porz übernahm. 22 Jahre später übernahm er 2017 die Leitung der EFL-Stelle im Linksrheinischen, zunächst im Steinweg, später in der Krebsgasse. Zudem war Günther Bergmann einige Zeit Diözesanbeauftragter für Ehe-, Familien- und Lebensberatung im Erzbistum Köln.
Der studierte Psychologe leitete als ausgebildeter Supervisor und klinischer Psychotherapeut mit großem Engagement die Stelle und das Beratungsteam. Als Diplom-Psychologe und Leiter der Beratungsstelle war er Ansprechpartner für viele Menschen, die Rat oder Hilfe benötigten und alleine nicht mehr weiter wussten. Darüber hinaus setzte er sich für sein Team von Mitarbeitenden und die Belange der Beratungsstelle ein, deren Aufgaben durch den Wandel der Gesellschaft in den letzten Jahren vielfältiger geworden sind. Eine besondere Herausforderung war hier die Zeit der Coronapandemie. Auch hier hat die Beratungsstelle systemrelevanten Einsatz und Arbeit gezeigt. Fest verankert im christlichen Glauben hat Günther Bergmann in den vergangenen Jahrzehnten vielen Menschen aus Köln und darüber hinaus durch schwierige Zeiten geholfen.
Stadtdechant Kleine bedankte sich persönlich und herzlich bei Herrn Bergmann und wünschte ihm und seiner Familie von Herzen für den neuen Lebensabschnitt Gesundheit, Freude und Gottes reichen Segen.
Ein Ostergruß von Stadtdechant Msgr. Robert Kleine
5. April 2026; ksd
Köln. „Dies ist der Tag, den der Herr gemacht“ – Schon die ersten Worte des bekannten Osterliedes laden uns ein, den Blick zu heben: Weg von den Sorgen des Alltags, hin zu Gottes Wirken in unserer Welt. Es ist nicht irgendein Tag, von dem hier die Rede ist, sondern der Tag der Auferstehung, der Ostermorgen – der Wendepunkt der Geschichte, an dem Gott endgültig zeigt, dass das Leben stärker ist als der Tod.
Das Lied greift Worte des Psalms 118 auf: „Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat; wir wollen jubeln und uns über ihn freuen.“ In diesem Psalm klingt die tiefe Gewissheit mit, dass Gott handelt – nicht fern und unbeteiligt, sondern mitten in unserer Wirklichkeit. Gerade in einer Welt, die aktuell von Kriegen, Konflikten, Unsicherheiten und Leid geprägt ist, erinnert uns diese Botschaft daran, dass Gott der Schöpfer und Vollender unseres Lebens ist.
Wenn wir singen „der Freud in alle Welt gebracht“, dann ist das keine oberflächliche Fröhlichkeit. Es ist eine Freude, die aus der Tiefe kommt – eine österliche Freude, die auch das Kreuz kennt. Denn Ostern ist ohne Karfreitag nicht zu verstehen. Die christliche Botschaft verschweigt das Leid nicht, sondern stellt ihm die Hoffnung entgegen: Gott lässt den Menschen nicht im Dunkeln. Er führt durch das Leiden hindurch in neues Leben.
Für uns heute kann dieser Zuspruch zu einer Einladung werden: jeden Tag als Geschenk Gottes zu begreifen. Auch die scheinbar gewöhnlichen Tage tragen das Potenzial in sich, von Gott erfüllt zu sein. In jedem Moment kann etwas von dieser österlichen Wirklichkeit aufleuchten:
- In einem guten Wort,
- In einer helfenden Hand,
- In einem Zeichen der Versöhnung.
Gerade im Dienst am Menschen, in der Sorge füreinander und im Einsatz für Würde und
Gerechtigkeit wird diese Botschaft konkret. Wo Menschen einander beistehen, wird sichtbar, dass
Gott wirkt. Wo Hoffnung weitergegeben wird, lebt Ostern weiter.
Der „Tag, den Gott gemacht“ hat, ist nicht nur ein Ereignis der Vergangenheit. Er reicht hinein in unsere Gegenwart. Jeder neue Tag kann ein Ostertag sein, wenn wir uns von Gottes Licht berühren lassen und es weitertragen.
Möge uns die Botschaft der Auferstehung begleiten – in der Osterzeit und darüber hinaus. Als Ermutigung, als Trost und als Ausdruck unserer Hoffnung: Gott hat diesen Tag gemacht. Und er macht auch unser Leben neu.
Das Stadtdekanat Köln wünscht Ihnen, Ihren Familien und allen, mit denen Sie die Feiertage verbringen, ein gesegnetes, friedvolles und glaubensfrohes Osterfest!
Ein himmlisches Sammlerstück: Dom- und Stadtdechant Msgr. Kleine wird zur exklusiven Playmobil-Figur
1. April 2026;
Köln. Es ist eine kleine Sensation für alle Playmobil-Fans und ein besonderes Highlight für unsere Domstadt: Gemeinsam mit der Playmobil-Zentrale in Zirndorf feilte das Stadtdekanat in den letzten Monaten an der Nachbildung unseres Dom- und Stadtdechanten Msgr. Robert Kleine – und nun ist es endlich soweit!
Diese neu entwickelte Figur ist eine detailgetreue Nachbildung des Dom- und Stadtdechanten. Von der markanten Kleidung bis hin zu den kleinen Accessoires wurde jedes Element mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Damit holt Playmobil ein Stück lokale Identität direkt ins Kinderzimmer oder in die Sammlervitrine.
Passend zum Osterfest erscheint die Sonderfigur genau zum richtigen Zeitpunkt: Während Schokohasen schnell vernascht sind, bleibt dieser kleine Botschafter des Glaubens und der Stadtgeschichte dauerhaft erhalten.
Egal, ob zum aktiven Nachspielen von Messen oder als besonderes Ausstellungsstück auf dem Schreibtisch – die Figur ist ein ideales Geschenk für Jung und Alt. Sie verbindet Generationen und schlägt eine Brücke zwischen spielerischer Kreativität und tiefer Verbundenheit zu unserer Stadt.
Die limitierte Figur des Dom- und Stadtdechanten ist ab sofort in der 7. Etage des Kölner Doms sowie im Onlineshop des Stadtdekanats erhältlich.
Predigt von Stadtdechant Msgr. Robert Kleine in der Abschlussmesse der Männerwallfahrt
24. März 2026; ksd
Köln.
„Miteinander beginnt mit mir“ – dieser Satz klingt einfach. Und doch steckt in ihm eine große Herausforderung. Denn oft denken wir beim Wort Miteinander zuerst an die anderen:
Die anderen sollen freundlicher sein.
Die anderen sollen rücksichtsvoller sein.
Die anderen sollen sich ändern.
Aber dieses Leitwort dreht die Perspektive um. Es sagt nicht: Miteinander beginnt mit den anderen.
Es sagt: Miteinander beginnt mit mir.
In unserem Alltag erleben wir viele Situationen, in denen das Miteinander auf die Probe gestellt wird: in der Schule, am Arbeitsplatz, in der Familie, im Verein oder auch online.
Missverständnisse, Stress, unterschiedliche Meinungen – all das gehört zum Leben.
Die Frage ist nicht, ob Konflikte entstehen, sondern wie wir mit ihnen umgehen.
Und genau hier beginnt das „mit mir“.
Es beginnt mit meiner Haltung.
Wie gehe ich auf andere zu?
Höre ich wirklich zu – oder warte ich nur darauf, selbst zu sprechen?
Bin ich bereit, andere Meinungen auszuhalten, auch wenn sie nicht meiner entsprechen?
Miteinander beginnt mit kleinen Dingen:
mit einem freundlichen Wort,
mit Respekt,
mit der Bereitschaft, einen Schritt auf andere zuzugehen.
Oft unterschätzen wir, wie sehr unser eigenes Verhalten andere beeinflusst. Ein Lächeln kann den Ton eines ganzen Gesprächs verändern. Ein ehrliches „Es tut mir leid“ kann eine festgefahrene Situation lösen. Und manchmal reicht es schon, jemanden nicht sofort zu verurteilen, sondern nachzufragen.
Natürlich heißt das nicht, dass ich alles hinnehmen muss oder immer einer Meinung sein soll. Ein gutes Miteinander bedeutet nicht Gleichheit, sondern Respekt trotz Unterschiedlichkeit. Ich darf meine Meinung vertreten – aber ohne andere kleinzumachen.
Wenn jeder von uns bei sich selbst anfängt, entsteht etwas Größeres: Vertrauen. Gemeinschaft. Zusammenhalt. Kein perfektes Miteinander, aber ein echtes.
„Miteinander beginnt mit mir“, bedeutet, dass ich mir immer wieder die Frage stelle
Was kann ich heute tun, damit das Miteinander ein kleines Stück besser wird?
Liebe Schwestern und Brüder,
mit einem einzigen Satz gibt Jesus auf diese Frage eine Antwort:
„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen.“
Ein Satz – klar, einfach, verständlich. Und doch so herausfordernd.
Diese sogenannte „Goldene Regel“ zwingt uns zu einem Perspektivwechsel.
Sie fragt nicht zuerst: Was steht mir zu?
Sie fragt: Was wünsche ich mir – und bin ich bereit, genau das auch anderen zu geben?
Ich wünsche mir von anderen: Respekt Geduld Verständnis. Ehrlichkeit. Vergebung.
Und nun kommt die unbequeme Frage:
Bin ich bereit, genauso respektvoll, geduldig, verständnisvoll, ehrlich und vergebungsbereit zu sein?
Die Goldene Regel ist dabei viel mehr als ein „Du sollst nicht“
Viele ethische Regeln lauten ja negativ:
„Du sollst nicht stehlen.“
„Du sollst nicht lügen.“
Die Goldene Regel geht weiter. Sie ist positiv formuliert:
Nicht nur nichts Böses tun, sondern aktiv das Gute tun.
Nicht: „Ich habe niemandem geschadet.“
Sondern: „Habe ich jemandem geholfen?“
Das erinnert uns an die Rede vom Weltgericht: Das Gute, das ihr dem geringsten meiner Brüder getan oder nicht getan habt, das habt ihr mir getan bzw. nicht getan.“
Liebe Männer,
„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen.“ Das ist anspruchsvoll.
Denn es bedeutet, Initiative zu ergreifen.
Und es ist nicht so einfach. Denn die Goldene Regel gilt nicht nur für Menschen, die ich mag.
Sie gilt auch für
den schwierigen Kollegen
den Nachbarn, der mich nervt
den Menschen, der mich verletzt hat
Gerade hier zeigt sich ihre Kraft.
Jesus selbst hat diese Regel gelebt – selbst am Kreuz. Er antwortete auf Hass mit Vergebung, auf Gewalt mit Liebe.
Die Goldene Regel ist deshalb keine Höflichkeitsregel.
Sie ist Ausdruck der Liebe Gottes.
Stellen wir uns vor:
Politiker würden sich fragen: Wie möchte ich regiert werden?
Arbeitgeber würden sich fragen: Wie möchte ich behandelt werden?
Familienmitglieder würden sich fragen: Wie wünsche ich mir den Ton zu Hause?
Unsere Welt sähe anders aus.
Frieden beginnt nicht in großen Konferenzen.
Er beginnt im Herzen. Und im ganz konkreten Verhalten.
Doch seien wir ehrlich:
Aus eigener Kraft schaffen wir das nicht immer. Die Goldene Regel will keinen moralischen Leistungsdruck erzeugen.
Sie ist vielmehr die deutliche Einladung, sich von Gottes Liebe prägen zu lassen.
Wer sich von Gott angenommen weiß, kann großzügiger sein.
Wer Vergebung erfahren hat, kann leichter vergeben.
Die Goldene Regel ist kein kompliziertes Programm.
Sie passt in einen einzigen Satz.
Aber sie kann die Welt verändern. Und mein Leben, meinen Alltag. Immer dann, wenn ich mir die Doppelfrage stelle:
Was wünsche ich mir von anderen?
Und wem kann ich genau das heute schenken?
Als Mann. Als Christ. Amen.
„Miteinander beginnt mit mir“: Kölner Männerwallfahrt setzt Zeichen des Glaubens und der Tradition
24. März 2026; ksd
Köln. Unter der Wallfahrtslosung „Miteinander beginnt mit mir“ zogen am Samstag hunderte Männer schweigend zur Kalker Madonna und zum Kölner Dom. Stadtdechant Msgr. Robert Kleine ermutigte die Teilnehmer, den ersten Schritt zu wagen und anderen ein Stück Leben zu ermöglichen.
Als sich am Samstag die Dämmerung über St. Maria am Kapitol legte, war das Mittelschiff der größten und ältesten romanischen Kirche Kölns bereits bis auf den letzten Platz belegt. Dr. Dominik Meiering, der leitende Pfarrer der Kölner Innenstadtpfarreien, begrüßte die vielen Besucher, die teilweise im Eingangsbereich stehen mussten. Neben den zahlreichen Männern aus Köln und Umgebung war auch die IKS mit einer großen Pilgergruppe der kroatischen Mission Wuppertal vertreten. Nachdem die Wallfahrtskerze entzündet worden war, setzte sich die Männerwallfahrt, deren Wurzeln bis ins Jahr 1931 zurückreichen, Richtung Kalk in Bewegung und überquerte zunächst die Deutzer Brücke.
Unterwegs schlossen sich dem Pilgerzug in Deutz weitere Gläubige aus St. Heribert sowie jene aus St. Petrus Canisius in Buchforst kommend an. Gemeinsam ging es schweigend durch die teils belebten Straßen der Domstadt. Die in sich gekehrten Pilger wurden von vielen Passanten neugierig beobachtet. Manch einem Interessierten händigten die Männer Postkarten mit Informationen aus, die das Stadtdekanat vorab hatte drucken lassen.
In Kalk angekommen, empfing das hell erleuchtete Gnadenbild der Schmerzhaften Mutter Gottes die Pilger an der Kalker Kapelle. Stadtdechant Msgr. Robert Kleine und Pfr. Dr. Meiering leiteten gemeinsam die Andacht. Anschließend machte die Männerwallfahrt kehrt und pilgerte weitere vier Kilometer zurück zum Kölner Dom, wo die Abschlussmesse stattfand. Msgr. Kleine griff in seiner Predigt die Wallfahrtslosung „Miteinander beginnt mit mir“ auf und verabschiedete die Besucher zu später Stunde mit den Worten: „Miteinander beginnt nicht mit großen Programmen. Nicht mit perfekten Lösungen. Es beginnt, wenn ich den ersten Schritt wage. Wenn ich zuhöre. Wenn ich vergebe.“
Lutz Schade wird neuer Präsident des Festkomitees Kölner Karneval
24. März 2026; ksd
Köln. Das Festkomitee Kölner Karneval hat einen neuen Präsidenten. Im Rahmen der außerordentlichen Mitgliedsversammlung am gestrigen Montag wurde Lutz Schade mit überwältigender Mehrheit gewählt. Der 50-Jährige wird damit Nachfolger von Christoph Kuckelkorn, der von den Mitgliedsgesellschaften wegen seiner langjährigen Verdienste als Zugleiter und Präsident zum Ehrenpräsidenten des Festkomitees ernannt wurde. Christine Flock bleibt Vizepräsidentin und verantwortet den Kinder- und Jugendkarneval.
Msgr. Robert Kleine zur Wahl von Lutz Schade: „Ich danke Christoph Kuckelkorn für sein jahrzehntelanges Engagement in führender Position im Kölner Karneval und das vertrauensvolle Miteinander und wünsche Lutz Schade viel Freude, Fantasie, Gelassenheit und Gottes reichen Segen für sein neues, wichtiges Amt in Köln! Ad multos annos – Kölle alaaf!“
Früherer Stadtdechant Prälat Dr. Johannes Westhoff verstorben
24. März 2026; ksd
Köln. Am vergangenen Mittwoch, den 18. März 2026, ist Pfarrer i.R. Prälat Dr. Johannes Westhoff im Alter von 94 Jahren verstorben. Westhoff wurde am 14. September 1931 in Düsseldorf geboren und am 23. März 1958 zum Priester geweiht. Ab 1967 wirkte er als Pfarrer in Sankt Marien in Köln-Kalk – eine Zeit, die er einmal als „Höhepunkt seines Lebens“ bezeichnete. Von 1977 bis 2004 bekleidete er das Amt des Stadtdechanten in Köln. Während seiner Amtszeit wechselte er als Pfarrer von St. Marien an St. Maria im Kapitol. 1978 wurde Dr. Westhoff zum Kaplan seiner Heiligkeit (Monsignore) ernannt, 1979 zum nichtresidierenden Domkapitular am Kölner Dom.
Stadtdechant Msgr. Robert Kleine blickt dankbar auf das priesterliche Wirken von Prälat Westhoff zurück, insbesondere auf sein Engagement als Kölner Stadtdechant: „1979 begleitete Dr. Westhoff die Gründung der Katholischen Telefonseelsorge in unserer Domstadt. Unter seiner Ägide wurde vor 30 Jahren das DOMFORUM als Begegnungszentrum und Ort der Citypastoral im Schatten des Domes konzipiert und eröffnet. Bis zuletzt hat Prälat Dr. Westhoff die inhaltliche Arbeit des DOMFORUMs und des Kölner Bildungswerkes aufmerksam und wertschätzend begleitet.
Wesentlich trug der damalige Stadtdechant als Pfarrer von St. Marien zur Neuaufstellung der Männerwallfahrt zur Kalker Madonna bei. Am vergangenen Samstag haben wir bei diesem Auslass des Verstorbenen und seines Einsatzes gedacht. Geschätzt habe nicht nur ich seine lebenskluge, zurückhaltende Art, mit der er sich in seiner Amtszeit als Theologe, Priester und Persönlichkeit in unser Erzbistum und den gesellschaftlichen Diskurs in Köln eingebracht hat.
Möge der Herr ihm sein großes und fruchtbares priesterliches und persönliches Engagement für die Menschen in unserer Stadt vergelten.“
Der Trauergottesdienst für Prälat Westhoff findet am Montag, dem 30. März um 9.30 Uhr, in St. Maria im Kapitol statt, was vormals auch seine Wirkungsstätte war. Die Beisetzung ist im Anschluss auf dem Melaten-Friedhof.
Demo und Kundgebung am Internationalen Tag gegen Rassismus
17. März 2026; ksd
Köln. Am Samstag, 21. März 2026, findet der Internationale Tag gegen Rassismus statt. Das Bündnis Köln stellt sich quer (KSSQ) und "Arsch Huh" rufen gemeinsam zu einer Demonstration und einer Kundgebung auf. Der Aufruf wird durch die Zivilgesellschaft breit getragen. Hier können Sie das Plakat sowie den Aufruf mit den Unterstützern und genaueren Infos herunterladen.
Folgende Punkte sollen durch die Demo und die Kundgebung deutlich gemacht werden:
- Wir stehen national und international für die universelle Geltung der Menschenrechte und des Völkerrechts sowie für die Achtung der Menschenwürde ein.
- Wir treten ein für einen starken freiheitlichen demokratischen Rechts- und Sozialstaat, für eine friedliche und klimafreundliche Politik, für eine gerechte Vermögensverteilung, für die Stärkung von Arbeitnehmerrechten und für einen Minderheitenschutz.
- Wir stehen auf gegen die Feinde der Demokratie, gegen Rassismus und Rechtsextremismus - in Köln und überall!
Lasst uns gemeinsam auf die Straße gehen!
Männerwallfahrt 2026: "Miteinander beginnt mit mir"
10. Februar 2026; ksd
Am Samstag, dem 21. März, ist es soweit: Am Abend treffen sich gläubige Männer an verschiedenen Stationskirchen, um gemeinsam zum Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes in Kalk zu ziehen. Von der Kalker Kapelle aus gehen sie gemeinsam zur Abschlussmesse im Kölner Dom.
Auch Stadtdechant Msgr. Robert Kleine wird bei der Männerwallfahrt anwesend sein. Er wird den abschließenden Gottesdienst im Dom feiern.
Weitere Informationen
Hier können das Plakat und der Flyer für die Wallfahrt heruntergeladen werden.
Weitere Informationen zu der Männerwallfahrt finden Sie auf www.maennerwallfahrt.koeln.
Was ist die Männerwallfahrt in Köln?
- Im Christentum ist eine Wallfahrt ein gemeinsamer Gang, bei dem gemeinsam gebetet oder bewusst
geschwiegen wird.
- In diesen Wochen begehen Christen die Fastenzeit und gedenken an diesem Abend Jesus, den sie
als Sohn Gottes verehren und der am Kreuz gestorben ist. Deshalb wird die Prozession durch ein
Kreuz, das Erkennungszeichen der Christen, angeführt.
- Zunächst treffen sich alle an verschiedenen Stationskirchen, um gemeinsam zur Kirche St. Marien
in Kalk zu gehen. Dort gibt es eine alte Holzfigur von Jesus und seiner Mutter Maria.
- Vor der Figur werden Lieder gesungen und Gebete gesprochen. Anschließend zieht die Prozession
schweigend zum Kölner Dom, wo zum Abschluss ein Gottesdienst gefeiert wird.
- Bei der Männerwallfahrt geht es nicht darum, eine politische Botschaft zu vermitteln oder zu
demonstrieren, sondern darum, eine religiöse Tradition zu erhalten.
- Veranstalter ist das katholische Stadtdekanat Köln.
Hintergrund
Männer und Jugendliche ziehen von den Stationskirchen kommend schweigend durch die Straßen Kölns zur gemeinsamen Andacht am Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes in Köln-Kalk. Den Abschluss der Wallfahrt bildet eine große Prozession mit einem Gottesdienst im Kölner Dom.
Die Wallfahrt hat ihren Ursprung als Bußgang und Weg der Umkehr in der Fastenzeit des Jahres 1931, als der Jesuit Josef Spieker die katholischen Männer Kölns zu einem Pilgergang nach Köln-Kalk einlud. Während der Nazi-Zeit wurde der Schweigegang der Männer zu einem Bekenntnisgang gegen das Regime.
Valentinstag im Kölner Dom mit Msgr. Kleine
14. Februar 2026;
Köln. Zum Mittagsgebet am Valentinstag kamen zahlreiche Paare in den Dom, um Stadtdechant Msgr. Robert Kleine zu hören. Msgr. Kleine empfing die Gäste, von denen einige kostümiert und farbenfroh gekleidet waren, am Dreikönigenschrein. Obwohl der Karneval die Stadt fest im Griff hat, waren die Paare gekommen, um innezuhalten, ihre Liebe zu feiern und segnen zu lassen.
„Wo Menschen einander in Liebe begegnen, wo sie einander ansehen und gelten lassen, da wohnt Gott – mitten im bunten Leben“, sagte Msgr. Kleine in seiner Predigt. Musikalisch untermalt wurde die Predigt von Organist Matthias Wand, der mit seiner Auswahl kölscher Lieder über die Liebe viele Besucherinnen und Besucher zum Mitsingen anstiftete.
Zum Abschluss des Gebets sprach der Stadtdechant den Paaren seinen Segen zu. Zudem konnten die Besucher Kerzen als Zeichen der Liebe im Dom entzünden.
Interview mit Msgr. Robert Kleine zum Valentinstag:
Im Interview mit dem DOMRADIO spricht Msgr. Robert Kleine darüber, warum dieser Tag heute noch wichtig ist.
Von Aschermittwoch bis Pfingsten - die Highlights der "Katholischen Kirche in Köln"
11. Februar 2026; ksd
Köln. Der Faltflyer „Katholische Kirche in Köln“ des Katholischen Stadtdekanats bietet Ihnen Informationen und ausgewählte Veranstaltungen aus Kölner Gemeinden und Institutionen wie der Karl Rahner Akademie, der Aposteln-Aula, dem DOMFORUM und dem Kath. Bildungswerk Köln.
Darüber hinaus erhalten Sie Hinweise auf Gottesdienst- und Beichtzeiten im Stadtdekanat Köln sowie auf fremdsprachige Gottesdienstangebote.
Den Flyer mit den Highlights von Aschermittwoch (Mittwoch, 18. Februar) bis Pfingstsonntag (Sonntag, 24. Mai) können Sie hier abrufen.
Das Ende der Weihnachtszeit
4. Februar 2026;
Köln. Am 2. Februar feierte die Kirche das Fest „Darstellung des Herrn“. Bis zum 2. Vatikanischen Konzil endete die Weihnachtszeit erst an diesem Tag. Ab heute werden in den Kirchen die Krippen abgebaut. Was von der Weihnachtszeit bleibt, wenn alle Weihnachtsbäume und Krippen abgebaut sind, ist der Segenswunsch, den die Sterndeuter in die Häuser gebracht haben. So auch bei den Schülerinnen und Schülern der Domsingschule, die von der Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Olinger im Kölner Rathaus begrüßt wurden.
"Begegnungen können wirken"
29. Januar 2026; ksd
Köln. Seit 2006 leitet Josef Zimmermann die Beratungsstelle für Familien in Köln im Severins-Viertel. Nun übergibt er nach 19 Jahren die Leitung. Im Interview lässt der Diplom-Psychologe seine Schaffenszeit in der Familienberatung Revue passieren und hat einen Ratschlag für Kölner Eltern – und seinen Nachfolger.
Herr Zimmermann, seit 19 Jahren leiten Sie die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche, Eltern und Familien in Köln. Wenn Sie auf das Jahr 2006 zurückblicken und es mit 2025 vergleichen: Mit welchen Problemen kamen Familien damals zu Ihnen und was sind die Themen, die Familien heute am meisten bewegen?
Womit Eltern immer kommen – sei es 2006, 2026 oder 1986 – ist die Frage: Wie gelingt die Beziehung zu Hause? Was kann wer dafür tun, dass wir uns gemeinsam begegnen und unterstützen? Das bleibt immer gleich. Was sich allerdings zwischen der vordigitalen und der digitalen Zeit verändert hat, sind die Außeneinflüsse, die massiv zugenommen haben. Das heißt, dass elterliche Einflüsse an Relevanz verlieren, während Medienkonsum und virtuelle Parallelwelten mehr Zeit einnehmen. 2006 hatte vielleicht ein Kind ein Handy oder einen Gameboy, aber das war noch kein Smartphone. Damit hat ein Kind Zugang zu so vielem, was eigentlich nicht für Kinder gedacht ist.
Eine weitere Veränderung ist seit Corona zu erkennen. Für Kinder, die wenige Jahre vor der Pandemie geboren wurden, gibt es nur den Dauer-Krisenmodus. Corona, Umschwung in der Politik, der Krieg in der Ukraine, wirtschaftliche Sorgen und so weiter. Es gibt gefühlt keine Pause, sodass die Gegenwart als Dauerkrise empfunden wird.
Vermutlich wünschen sich viele Eltern eine Gebrauchsanweisung für das Zusammenleben mit ihren Kindern. Was ist Ihre Botschaft an die Familien in der Domstadt?
Nehmen Sie sich Zeit. Schaffen Sie sich Zeit und verbringen Sie sie mit Ihrer Familie. Wir reden hier nicht von Tagen, Monaten oder dem Sommerurlaub. Nein, nehmen Sie sich "kleine" Zeiten. Sei es, gemeinsam zu kicken, eine Gutenachtgeschichte vorzulesen oder zu albern. Sorgen Sie für kleine Momente ungeteilter Aufmerksamkeit.
Haben die Kölner Familien Sie auch etwas gelehrt?
Dass es viele Wege gibt, wie man miteinander und mit Kindern umgeht. Es gibt keine Anleitung, jeder Weg ist individuell.
Hat sich Ihr Glaube durch Ihre Arbeit in all diesen Jahren verändert?
Ich habe immer wieder erlebt, dass Begegnungen wirken. Der Dialog, den wir miteinander führen, kann Veränderungen bewirken, wenn wir uns als Menschen sehen. Eine zugewandte Freundlichkeit erzeugt die beste Resonanz. Egal, wie aufgebracht oder frustriert mein Gegenüber gerade erscheint, er ist auch ein Kind Gottes, das sein Bestes gibt.
Welchen Rat würden Sie Ihrem Nachfolger mit auf den Weg geben?
Was mir sowohl in der Beratung als auch in der Leitung geholfen hat, ist, nicht alles aus sich selbst zu schöpfen. Man muss nicht immer alles wissen oder können. Oftmals ist eine Frage wie „Was ist deine Idee?” hilfreicher. Das rate ich zum einen Eltern im Umgang mit ihren Kindern, aber auch im Kollegenkreis ist das gut. Natürlich habe ich eine Vorstellung, bevor ich ein Gespräch beginne, aber womöglich wird diese durch die Gedanken meines Gegenübers noch verbessert, erweitert oder in eine neue Richtung gelenkt, an die ich noch nicht gedacht habe.
Wenn Sie Ihr Büro in naher Zukunft zum letzten Mal abschließen, welches Gefühl wird dann überwiegen? Die Vorfreude auf etwas Neues oder die Wehmut über die vielen Geschichten, die in diesen Räumen zurückbleiben?
Ich habe von Anfang an einen hohen Vertrauensvorschuss erhalten. Dadurch konnte ich gemeinsam mit den Kollegen das umsetzen, was ich und wir für sinnvoll und werthaltig erachteten. Darüber bin ich froh. Ich hatte eine richtig gute Zeit hier, und nun ist es gut nach 20 Jahren Zeit für Neues zu haben (lacht).
Die Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche befindet sich in der Arnold-von-Siegen-Straße 5. Sie bietet vielseitige Unterstützung für Familienmitglieder sowie Lehrer*innen, Erzieher*innen und Mitarbeiter*innen in sozialen und pädagogischen Berufen. Weitere Informationen finden Sie hier.
Gedenkstunde am Löwenbrunnen mit Msgr. Kleine
Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust besucht Msgr. Kleine den Erich-Klibansky-Platz
27. Januar 2026; ksd
Köln. Am Dienstag, dem 27. Januar, war der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. In ganz Deutschland, so auch in Nordrhein-Westfalen, gab es dazu Veranstaltungen. In Essen wurde in der Zeche Zollverein eine Ausstellung eröffnet, die mithilfe von KI Zeitzeugen zum Leben erweckt. Aber auch in Aachen, Dortmund, Gelsenkirchen und Wuppertal standen Lesungen, Vorträge und Filmvorführungen auf dem Programm.
So nahm auch Stadtdechant Msgr. Kleine an einer Gedenkveranstaltung auf dem Kölner Erich-Klibansky-Platz teil – einem Ort, der früher der Schulhof der jüdischen Schule Jawne war. Erich Klibansky, der Direktor dieses jüdischen Gymnasiums, der mit Weitsicht und Tatendrang 130 Schülerinnen und Schüler seiner Schule nach England und somit in Sicherheit brachte, wurde 1942 deportiert und ermordet. Ein Schicksal, das auch über 1.100 jüdische Kinder und Jugendliche aus der Domstadt ereilte. Eine Inschrift am Löwenbrunnen erinnert an sie.
Zur Gedenkstunde am Löwenbrunnen ergriffen mehrere Geistliche das Wort: Pfarrerin Dr. Dorit Felsch begrüßte die Teilnehmenden, der stellvertretende Stadtsuperintendent Markus Zimmermann eröffnete die Veranstaltung. Zudem gab es ein Grußwort von Juri Bergrin, Mitglied der Gemeindevertretung der Synagogengemeinde Köln, sowie ein jüdisches Gedenkgebet von Dr. Annette Böckler. Auch Bürgermeisterin Teresa De Bellis-Olinger richtete einige emotionale Worte an die Versammelten, bevor Schülerinnen und Schüler aus Köln und dem Umland Beiträge über die Kinder der Jawne-Schule vortrugen.
Für das Schlussgebet ergriff der Stadtdechant Msgr. Kleine das Wort. Er dankte den Schülerinnen und Schülern für ihre Vorträge, erinnerte seinerseits an die Opfer des Nationalsozialismus und mahnte, dass die Erinnerung die Motivation zum Handeln sein sollte. „Wir müssen uns an die Täter, die Mitläufer und die Zuschauer erinnern und schuldhaftes Verhalten benennen, sodass wir uns heute Antisemitismus, Rassismus und Nationalismus entgegenstellen können. Damit wir heute nicht schweigen, sondern unsere Stimme erheben.“
Im Anschluss erfolgte ein Besuch der Dauerausstellung des Lern- und Gedenkorts Jawne für Gespräche.
